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Weiter, Weiter, wir wollen alles lesen.
Prima Bericht und tolle Bilder. Eddy Unser nächstes Ziel ist Allemagne en Provence.
Wir erreichen dieses kleine Städtchen über schmale Straßen quer durch die Gorges du Verdon. Einem Gebiet wo noch deutlich die Spuren der verheerenden Brände vom Sommer 2003 zusehen sind. Überall verkohlte Bäume, allerdings auch schon wieder grüne Pflanzen und Sträucher. Die Natur kommt immer wieder zurück, solange der Mensch sie lässt. Allemagne en Provence wird ganz von seinem hübschen Schlösschen beherrscht. Auf dessen geräumigen Parkplatz könnte man gut übernachten. Dieses in Privatbesitz befindliche Schloss ist zu bestimmten Zeiten zu besichtigen. Leider kommen wir außerhalb der Öffnungszeiten. Wir schlendern noch einwenig durch die Gassen dieser kleinen Stadt, bevor es weiter geht. Von Allemangne en Provence bis zu dem kleinen Städtchen Riez sind es ca. 15km.
Ein großer Wiesenparkplatz lädt hier zum kostenlosen Übernachten ein. Hier stehen schon einige französische Wohnmobile und ein Niederländisches. Wir stellen unser Wohnmobil an den Rand des Platzes unter Schatten spendenden Bäumen ab. Stellen wieder Tisch und Stühle raus und genießen diesen Sonntagnachmittag im Schatten der Bäume. Das Städtchen Riez geht auf eine römische Gründung zurück, und ist somit eine Besonderheit in der Provence. Einige Überreste davon können noch heute am Ufer der Colostre besichtigt werden. Hier stehen vier hohe, schlanke Säulen aus Granit, die von einem Querbalken abgeschlossen werden. Wahrscheinlich stand hier einmal ein Tempel. Auch das Städtchen selbst ist schön anzusehen mit seinen engen Gassen und hübschen Plätzen. @Dirk, Danke! Montag 11.6.
Heute wollen wir den Grand Canyon Du Verdon abfahren. Gegen 9.ooUhr brechen wir in Riez auf, leider ohne an der Supermarkttanke günstig Diesel zutanken. Unser erstes Ziel heute ist Moustiers ste. Marie, wieder eines der schönsten Orte Frankreichs. Durch die Nähe der Verdon-Schlucht ist dieser kleine traumhafte Ort immer gut besucht. Hinter dem Ort erhebt sich einmarkanter Fels, geteilt durch eine tiefe Spalte. Ein steiler Fußweg führt diese Spalte hinauf bis zu einer festungsartigen Kirche. Zwischen den Felsen hängt ein geheimnisvoller Stern an Seilen gespannt. Angeblich weiß schon lange niemand mehr den Sinn warum dieser Stern einst aufgehängt wurde. Moustiers-Ste-Marie... Moustiers-Ste-Marie Hallo Olaf,
Eure Bilder sind wunderbar und der schöne Bericht macht Freude. Inwieweit es sich bei der Kette mit dem Stern um eine Legende handelt weiß ich nicht, aber die soll ein von einem zurückgekehrten Kreuzritter als Dank der Maria gewidmet haben, ebrnso die Kapelle Notre Dame de Beauvoir. Poldi @alle,
Danke für die Blumen. @Poldi, ..... die Meinungen zu dem Stern, sind ja von Reiseführer zu Reiseführer unterschiedlich. Letztendlich endet doch alles in Legenden, oder? Aber, ob Wissen oder nicht Wissen oder doch nur Legende, einmalig ist dieser Stern zwischen zwei Felsen schon, oder? ...machen wir mal weiter mit dem Bericht.
Nun geht es auf der D957 und D19 nach Aigunies. Die Route führt eine kurze Strecke entlang des Stausees Lac de Ste Croix. An dessen östlichem Ende überquert man dann, über eine mächtige Brücke, den Einlauf des Verdon in den See. Hier in Aigunies steht ein hübsches Schlösschen aus dem 17. Jh..
Mit seinen vier bunt bedachten Türmen liegt es hoch am Hügel mit herrlichem Blick auf den Lac de Ste Croix. Toller Bericht und reich bebildert. Genau so stellt man sich Reiseberichte vor.
Danke für die Mühe Eddy Hallo Eddy,
hast schon recht, ist schon Arbeit, aber wem sag ich das. Allerdings macht’s auch Spaß und bei soviel Lob und Anerkennung gleich doppelt soviel. Wie sagt der Bayer? "passt scho" In diesem Sinne mache ich gleich weiter. Kurz hinter Aiguines beginnt für uns die Tour entlang der bis zu 700m tiefen Verdon-Schlucht.
In Schwindel erregender Tiefe schlängelt sich der grünfarbene Verdon links unter uns durch die Schlucht. Das Halten mit dem Wohnmobil am Rande der schmalen kurvenreichen Strecke ist fast unmöglich. Wenn mal eine Haltemöglichkeit vorhanden ist, dann ist diese meist schon von anderen Fahrzeugen besetzt. Eine der wenigen Haltemöglichkeit ist hinter der Brücke über den Artuby, beim "Balkon de la Mescala. Dort können wir einige faszinierende Blicke in die Tiefe der Schlucht werfen. Aber auch ohne Halt ist Fahrt am Rande der Schlucht ein überwältigendes Erlebnis. Nach der doch ansträngen Fahrt entlang des Grand Canyon du Verdon machen wir Rast in Trigance.
Dieses kleine Bergdorf erreichen wir über die D71 in östliche Richtung und dann links ab auf die D90. Vom Parkplatz unterhalb des Dorfes haben wir, während unserer Mittagspause, einen herrlichen Blick über das unter uns liegende Tal. Auch für die Übernachtung ist dieser Platz erste Wahl. Am Parkplatz befindet sich auch eine V/E Station die aber leider nicht funktionierte. Unsere weitere Reise geht dann wieder zurück auf die D71 bis nach Comps sur Artuy, dort fahren wir die dortige V/E Station an.
Weiter geht es auf der D955 bis nach Drauguignan wo wir für 1.048€ tanken. Dann auf der D557 und D77 nach Tourtour nahe Aups. Die Zufahrt nach Tourtour ist, wenn man die falsche erwischt nicht ohne. Auch wenn ein Verbotsschild lediglich die Zufahrt für Fahrzeuge über 12to. verbietet, kommt man ganz schön ins schwitzen, denn die Ortsdurchfahrt ist sehr eng. Wir sind zwar durch die richtige Zufahrt in den Ort gekommen, haben aber den Parkplatz verpasst. So standen wir dann auch plötzlich vor dieser ampelgesteuerten Engstelle und ein Wenden war auch nicht mehr möglich. Doch vor uns stand ein kleiner Reisebus dessen Fahrer scheinbar ortskundig war. Als die Ampel auf grün sprang fuhr er zügig los und zeige uns dass es geht. Wir dann hinter her und es klappte ohne Probleme. Auch zurück, da wir ja zum Parkplatz wollten, klappte einwandfrei. Es erfordert halt nur etwas Überwindung und eine besonnene Fahrweise. Den Anwohnern kümmert es scheinbar kaum, die kennen das ja. Auf einem Parkplatz unterhalb der Kirche finden wir einen schönen kostenlosen Stellplatz für die Nacht. Tourtour ist ein nicht so bekanntes Provence-Dorf, doch lohnt der Abstecher hier her allemal. Der schöne Dorfplatz mit Brunnen, den kleinen Cafes, sowie ein Schloss sind schön anzusehen. Auch die auf einer Anhöhe liegende Kirche ist beeindruckend. Tourtour... Dienstag 12.6.
Gegen 9.ooUhr starten wir unser Wohnmobil. Unser erstes Ziel heute ist Aups. Wir verlassen Tourtour wieder durch die uns jetzt schon bekannte Engstelle. Auch heute haben wir einen „Vorwegfahrer“ der uns die wirkliche Enge nochmals sehr deutlich macht. Von Tourtour nach Aups brauchen wir auf der D77 etwa eine halbe Stunde.
Wir stellen unser Wohnmobil auf einen zentrumsnahen Parkplatz ab und schlendern durch die Gassen der Innenstadt. Danach schauen wir noch eine Weile von einem Straßencafe dem Treiben dieser kleinen lebhaften Stadt zu. Aups ist noch nicht so touristisch aufgemotzt, wie andere Provence-Städte. Hier leben wirklich noch Einheimische und die Touristen sind in der Minderheit, das spürt man deutlich. Aups.. Ganz klasse Toutour und Aups müssen das nächste mal bei mir auch sein..
Thanks :zustimm: vive la :francais: :french: und den Autor und Fotografen dieses Berichtes :!: :!:
Dem ist fast nichts hinzuzufügen!!!!!!! Suuuper-Reisebericht!!! Prima geschrieben - tolle Bilder. :klatschen: :klatschen:
Da kommen Erinnerungen hoch. Wir waren an Pfingsten letztes Jahr in der Provence unterwegs und etliche (Blick-)Winkel kommen mir sehr bekannt vor. Es ist einfach schön da unten. Irgendwann müssen wir uns auch von dieser schönen kleine Stadt trennen.
Unser nächstes Ziel ist Sillans la Cascade, hier in der Nähe stürzt der kleine Bach Bresque einige Meter in die Tiefe. Den Bachlauf haben wir gefunden, den Wasserfall allerdings nicht und längeres Suchen in der Mittagshitze haben wir uns erspart. Bei nächsten Mal wird’s nachgeholt. Über Cotignac und Carces und entlang des Lac de Carces gelangen wir zum Kloster von Thoronet. Das Kloster wurde im 12Jh. von Zisterziensern Mönchen inmitten eines riesigen Eichenwaldes erbaut. Nachdem es jahrelang dem Verfall preisgegeben war, wurde es aufwendig restauriert. Mönche leben hier allerdings keine mehr. Nach der Besichtung (kostet 6,50€), machen wir auf dem Parkplatz des Klosters unter schattigen Bäumen Rast. Eine Schulklasse mit Lehrkräften verlässt gerade den Platz, auf dem sie zuvor an hier aufgestellten Tischen und Bänken ihr Mittagessen eingenommen hatten. Jedoch hat es keiner nötig den mitgebrachten Müll in die nahen Müllbehältnisse zu entsorgen. Überall liegen Papier und leere Flaschen herum. Schade, denn Müll ist eigentlich kein Thema in der Provence. ...noch einige Bilder vom Kloster Thoronet, dann bin ich erstmal einige Tage weg.
Mittwoch, so denke ich, geht es weiter. Hallo und Danke für den schönen Bericht!
Du schreibst so oft davon, dass ihr froh wart, dass dem Wohnmobil nichts passiert ist bzw. der vermeintliche Einbruch. Ist es gefährlich in dieser Zeit in dieser Gegend Frankreichs? Hallo Olaf,
noch immer faszinierend, die Bilder und der Bericht. Wir freuen uns auf die Fortsetzung. oshatt schrieb:
Der Wasserfall hätte Euch für den Spaziergang dorthin reichlich entschädigt. Der Weg dahin beginnt am großen Parkplatz an der Mairie, fünfzehn bis zwanzig Minuten. Kurz vor Ende des Weges ist ein kleiner Kiosk mit eiskalten Getränken. Das nächste Mal! :) Poldi Nun wollen wir erstmal ans Meer.
Uns ist schon bewusst, dass es mit Parkplätzen schwierig wird, und erstrecht mit Stellplätzen zum Übernachten. Von Thoronet aus nehmen wir die kurvenreiche D84, die sich entlang des kleinen Flusses Argens schlängelt, bis nach Vidauban mit seiner schon von weitem sichtbar hoch auf einem Hügel liegende Kirche "St. Brigitte". Weiter geht es dann auf der kleinen D48, auch eine "grün markierte Straße" in unserer Michelin-Karte, also Gewähr für eine landschaftlich schöne Route. Übrigens wie die meisten von uns gefahren Straßen, allerdings auch oft eng und kurvig. Dann wechseln wir auf die D558 und kommen über La Grade Freinet nach Grimaud. Hier in Grimaud finden wir auf dem Parkplatz beim Friedhof einen schönen Übernachtungsplatz mit weitem Blick über das Tal und den gegenüber liegenden Hügeln. Hinter uns auf einer Anhöhe liegt eine schön restaurierte alte Windmühle und seitlich von uns eine abends durch Scheinwerfer angestrahlte Burgruine. Traumhaft schön das alles, und auch noch kostenlos. Mittwoch 13.06.
Zeitig verlassen wir unseren schönen Übernachtungsplatz, allerdings schweren Herzens. Da wir heute St. Tropez und Umgebung mit dem Roller erkunden wollen, brauchen wir einen geeigneten Abstellplatz für unser Wohnmobil. Eigentlich wäre unser Übernachtungsplatz hier in Grimaud ideal, läge er nicht so einsam. Also fahren wir in das in der Nähe liegende Städtchen Cogolin. Bei einem Lidl-Markt, finden wir dann eine geeignete Abstellmöglichkeit für unser Wohnmobil. Dann geht es mit dem Roller über Gassin in das kleine Dorf Ramatuelle, das mit seinen schönen Gässchen, hübschen Plätzen sowie einladenden Restaurants hoch an einem Berg liegt. Weiter geht es auf der D93 nach St. Tropez.
Wie einfach ist es doch, da wir mit dem Roller unterwegs sind, den alten Hafen und die Altstadt zu erreichen. Kein Verkehrsstau hält uns auf, keine Parkplatz Probleme müssen wir meistern. Zügig ziehen wir an dem stockenden Verkehr vorbei, immer den anderen Zweiradfahrern hinter her. Am alten Hafen reihen wir unseren Roller in die lange Schlange der hier schon parkenden Zweiräder ein. Dann schlendern wir entlang des Hafenbeckens und durch die Gassen der Altstadt. Auf einer Bank mit Blick auf die Bucht von St. Tropez, mit den dort vor Anker liegenden Jachten und Segelbooten, genießen wir bei Bier und Kaffee creme die Atmosphäre. Das alles bei strahlendem Sonnenschein und über 30° Grad im Schatten. Urlauberherz was willst du mehr! St. Tropez.... Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder unser in Cogolin abgestelltes Wohnmobil.
Es ist alles ok, Prima! Wir entschließen uns nochmals nach Grimaud auf den schönen Parkplatz bei der Kirche zufahren. Hier stehen schon zwei französische Wohnmobile, doch der Platz ist groß, so dass auch wir wieder einen schönen Stellplatz finden. Den restlichen Nachmittag verbringen wir relaxend im Schatten der Markise. Wir werden hier auch nochmals übernachten. Morgen wollen wir dann einen Stellplatz bei Roquebrune anfahren. Donnerstag 14.06 Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Brigitte hat schon seit Tagen rote Flecken an der Taille, die ständig größer werden und dazu hat sie starke Schmerzen. Einige Zeit schon haben wir den Verdacht, es könnte sich um eine "Gürtelrose" handeln. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir schon vor Tagen einen Arzt aufgesucht. Doch Brigitte wollte nicht, "das wird schon", sagte sie immer wieder. Grrrrr. Sind eigentlich alle Frauen so stur? Na ja, gestern Abend merkte ich dann, dass die Schmerzen fast unerträglich wurden und ich stellte mich darauf ein, dass wir heute einen Arzt suchen müssen. Arzt ist gut, aber wie einen finden, wenn man zudem nicht der Sprache des Landes mächtig ist. Wahrscheinlich ist es das Beste, wir gehen in ein Krankenhaus. Aber wo gibt es eins, wie bekommt man das raus und was heißt Krankenhaus auf französisch? Fragen, die wir klären müssen. Zunächst fahren wir von unserem Stellplatz hoch zur Kirchhofsmauer, hier ist ein funktionierender Wasserhahn an dem wir Frischwasser zapfen. Einen in seinem Auto vorbei kommenden Friedhofsarbeiter halte ich an, um ihn, mit Worten die ich aus einem Wörterbuch zusammen gesucht habe, auf gebrochen französisch, zu fragen, wo es hier ein Hospital gibt. Ich grüße also zunächst mit "Bonjour! Monsieur". Der Mann reicht mir daraufhin die Hand, die ich überrascht ergreife und er antwortet überaus freundlich "Bonjour!" "Bonjour!". Ich bin derart überrascht von soviel freundlicher Offenheit, das ich beim nochmaligen "Bonjour! Monsieur" fast "Bonjour! Madame" sage, bringe aber dann doch, offenbar auch für Ihn verständlich, meine Frage nach dem Hospital raus. Er antwortet darauf wiederum sehr freundlich "St. Tropez, 7km". Wir bedanken uns, und der nette Friedhofsarbeiter springt in sein Auto, und lässt uns, verdutzt von so viel freundlich, zurück. Wir fahren also in Richtung St. Tropez. An einem Kreisel nahe dem Ort, sehen wir ein Schild mit einem roten Kreuz, dem fahren wir nach. Bald sehen wir auch schon das große Krankenhausgelände. Auch einen Parkplatz finden wir sofort und Brigitte freut sich schon, dass ein Arzt bald etwas gegen ihre Schmerzen unternimmt. Dem ist aber leider nicht so. Hier spricht natürlich keiner Deutsch und so werden wir zunächst hin und her geschickt. Bis wir dann an eine sehr freundliche Krankenschwester geraten, die uns, nach dem sie sich die roten Flecken bei Brigitte angeschaut und auch noch eine Kollegin hinzu gerufen hat, auf halb französisch, halb englisch, zu erklären versucht, das man hier für die Art Leiden nicht zuständig wäre. Wir müssten zu einem Arzt außerhalb des Krankenhaus gehen. Jedenfalls glauben wir das so verstanden zu haben. Sie nimmt dann eine Liste mit Ärzten und nachdem ich ihr verständlich gemacht habe, das wir mit einen Wohnmobil unterwegs sind, nennt sie uns einen Arzt in Cogolin bei dem es auch ausreichend große Parkmöglichkeiten geben soll. Sie ruft sogar noch beim Arzt an und erkundigt sich nach den Öffnungszeiten seiner Praxis. Sprechzeit wäre heute von 9.30 - 11.30Uhr. Auch erklärt sie uns, anhand einer schnell gemalten Zeichnung, die genaue Anfahrt zu diesem Arzt in Cogolin und auch die Parkmöglichkeiten zeichnet sie ein. Perfekt. Nachdem wir uns mehrfach bedankt haben, fahren wir also zurück nach Cogolin und finden mit Hilfe des Anfahrtsplans die Praxis des Arztes sofort und vor der Praxis auch einen Parkplatz. Bis hier läuft also alles prima, und Brigitte kann wieder hoffen. In diesem Haus gibt es scheinbar mehrere Praxen, wir finden dann in der ersten Etage dieses eigentlich recht kleinen Hauses eine Tür mit dem Name des Arztes den wir aufsuchen wollen. Es sind etwa noch zwanzig Minuten bis Praxisbeginn und vor der Tür steht noch niemand. Wir freuen uns, dass wir scheinbar die Ersten sind. Unter uns im Erdgeschoß sind auch zwei Türen, mit für uns unleserlichen Schildern. An einer Tür herrscht reger Verkehr. Wir sehen eine Mutter mit zwei Kindern reingehen und drinnen sehen wir einige Spielsachen auf dem Fußboden liegen. Kurze Zeit später geht auch ein älterer Herr hinein. Auf einem Schild lesen wir so etwas wie "Enfant" und "Therapeut". Kinderarzt also, denken wir. Allerdings sind wir etwas verwirrt durch das hinein gehen des älteren Herren. Oben stehen wir immer noch alleine, und sinnieren darüber, wie viel ein Arzt denn hier wohl verdient, wenn, wie heute, kaum Patienten vor der Tür stehen. Außerdem machen wir uns Gedanken, da wir ja Zeit haben, über seine Fähigkeiten als Arzt. Bis dann kurz vor 9.30 Uhr der Doktor unten im Eingang erscheint und uns erstaunt oben stehen sieht. Er öffnet die besagte Tür unten und wir verstehen so etwas wie "hier Warteraum" und "oben meine Praxis". Wir gehen also in den Raum, sehen dort, unter anderen Patienten, auch die sitzen die nach uns gekommenen sind. Wir rechnen uns nun gleich aus viel länger wir jetzt, durch unsere Unwissenheit, warten müssen. Es sind 8 Patienten im Wartezimmer, 4 davon glauben wir, sind in den Warteraum gegangen, als wir oben vor der Praxistür standen. Da der Doktor, wie wir später feststellen, sich für jeden Patienten etwa eine halbe Stunde Zeit nimmt, müssen wir ca 1,5 Stunden länger warten. Gegen 13.3oUhr sind wir dann dran. Der Doktor, ca. Anfang 40, ist sehr freundlich und obwohl auch er kaum ein Wort Deutsch spricht, ist für ihm schnell klar, worunter Brigitte leidet. Er nennt es "Zona" und sucht, wir glauben es kaum, im Internet die Beschreibung dieses Leidens. Er findet einiges und dreht den Monitor zu uns, damit wir es selber lesen können. Wir erwähnen das Wort "Gürtelrose", auch den Begriff hackt er in die Tastatur und zeigt uns dann das Ergebnis der Reschere auf dem Monitor. Die wichtigste seiner Äußerungen aber ist: "It's not dangerous". Das beruhigt uns erst mal ungemein. Schnell hat er ein Rezept geschrieben, aber nicht ohne uns zu den einzelne Medikamenten Anwendungshinweise zu geben. Für die Behandlung, die auch bei uns etwa 30 Minuten dauert, schreibt er dann eine Rechnung über 30,00€, die wir gerne sofort bezahlen. Alles macht der Doktor allein, keine Arzthelferin war zu sehen, und er hatte wohl auch keine. Deshalb brauchte er wohl auch pro Patient so lange. Ob das bei allen Ärzten so ist, und ob das System für den einzelnen Patienten günstiger ist als bei uns in Deutschland, wissen wir nicht. Vielleicht schreibt hier im Forum ja mal eine(r) was dazu. Wir bedanken uns jedenfalls mehrfach und hoffen das die Medikamente dann auch rasch Linderung für Brigitte bringen. Eine Apotheke finden wir dann auch relativ schnell. Die Medikamente (123,12€) müssen natürlich auch sofort bezahlt werden, und auch hier sieht man dann deutlich wie viel so eine "Krankheit" kostet. Zumindest für den Augenblick. Inzwischen ist es etwa 15.ooUhr. Wir überlegen kurz wie es heute weiter gehen soll. Eigentlich wollten wir als nächstes von einem Stellplatz in Roquebrune die Stadt Frejus und Umgebung mit dem Roller erkunden. Aber da für Brigittes eine Rollerfahrt zu schmerzhaft wären, müssen wir um planen. Nachmals nach Grimaud zu dem schönen Stellplatz unterhalb der Kirche und dort eine weitere Nacht verbringen? Der Gedanke ist zwar verlockend, doch wir entschließen uns, da wir noch in die Parfüm-Stadt Grasse wollen, für die Weiterfahrt Richtung Grasse. Unterwegs wollen wir dann einen Übernachtungsplatz suchen. Auf der N98 geht es über St. Maxime nach Frejus. Weiter geht es für etwa 10km auf der N7 und dann auf der D237, D837 und der D37 zum Lac de St. Cassien. Hier finden wir nahe D37 auf einer Anhöhe, einen geeigneten Platz für die Nacht mit schönem Blick auf den See. Stühle und Tisch, sowie der Grill sind schnell aufgebaut und wir machen es uns mal wieder vor dem Wohnmobil gemütlich. Später kommt noch ein französisches Wohnmobil dazu. Dessen Fahrer kommt zu uns und fragt uns, ob wir hier schlafen wollen, was wir bejahen. Daraufhin richtet auch er sich hier häuslich ein, das heißt er fährt die Antenne aus, bleibt aber ansonsten im Wohnmobil und übernachtet später auch hier. Wir sitzen noch lange vor unserem Wohnmobil und lassen den Tag nochmals Revuepassieren. Deine arme Brigitte.
Hoffe mal das alles schnell vorrüber ging. Bei meinem Papa dauerte das Wochen. Hatte ihr nicht eure Krnakenkassenkärtchen dabei? Hatte mit Robin ja auch Probleme in Frankreich, da hat die KK später gemeint das die sehr wohl über die Karten abrechen können. Uns hat das Krankenhaus dann eine Rechnung geschickt. Hallo Ina,
Brigitte geht es wieder gut. Die Kassenkarten hatten wir schon dabei, doch der Arzt wollte nur Bares, war für uns aber auch ok. Die Kasse erstattet ja. Rest dann über die ADAC-Krankenversicherung. sehr schöne Bilder, kommen mir auch fast alle bekannt.
Franz Also, wer fährt mit uns dorthin?
Alleine trauen wir uns nicht (weil wir beim Doktor hilflos wären :D :wink: ). Wiebke und Konrad sind auch schon dabei. Bei diesen Bildern sind Ungarns Thermen erst mal ersatzlos gestrichen und der Spreewald auch. Ich würde so gerne mit euch mit, aber muss um die Zeit in der ihr los zieht schon wieder Zuhause sein :cry:
Aber mach dir nicht so viel Sorgen, rein und los :) Das wird schon. Die meisten, auch ich, sprechen fast kein Französisch. Kannst dir zur Beruhigung ja noch so ein Übersetzungscomputer kaufen, gabs die Tage günstig bei Tschibo Hallo Christel,
wann wollt ihr denn fahren??? Eventuell...... Freitag 15.06
Heute werden wir erst gegen 9.ooUhr wach. Das Wetter sieht nicht besonders aus. Zum ersten Mal seit Tagen scheint nicht die Sonne beim Aufstehen. Gegen 10.ooUhr, wir sind auf dem Weg nach Grasse, beginnt der Regen. Erst wenig, doch dann folgt ein Gewitter mit Blitz und Donner sowie wolkenbruchartigen Niederschlag. In diesem Unwetter fahren wir durch Grasse, mit Halten und die Stadt besichtigen wird es nichts. Wir durchfahren den Ort Richtung Digne. Bei St Vallier de Thiey fahren wir von der N85 links ab auf die kleine D4 bis nach Cabris.
Auf einem Parkplatz erholen wir uns von dieser Unwetter-Tour. Wir steigen kurz aus und genießen, trotz Regens, die hervorragende Sicht von hier oben auf das unter uns liegende Tal. Bei gutem Wetter soll man von hier oben bis nach Cannes und sogar Korsika sehen können. Heute aber leider nicht. Unser nächstes Ziel ist das kleine Bergdorf Gourdon, Nordöstlich von Grasse.
Dazu geht es erstmal wieder zurück nach Grasse und da der Regen weniger geworden ist, hoffen wir einen Parkplatz für die Stadtbesichtigung zu finden. Wir durchqueren nochmals Grasse, finden aber leider keinen geeigneten Parkplatz. Also geht es auf der D3 hoch in das Bergdorf Gourdon. Schon von weiten sieht man das kleine Dorf hoch oben am Hang liegen. Auf einem Parkplatz nur wenige Meter unterhalb des Dorfes, finden wir eine Stellmöglichkeit für unser Wohnmobil. Nun lässt auch der Regen nach und wir können trockenen Hauptes Gourdon besichtigen.
Gourdon ist ein perfekt restauriertes kleines Dorf, das total vom Tourismus geprägt ist. Es liegt auf der Westseite hoch über der Schlucht des Loups. Heute morgen ist allerdings, wohl auch Wetter bedingt, noch wenig los. So können wir in Ruhe durch das Dorf bummeln. |
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