Wo sind all die Reimo Monos Wohnmobile geblieben?
Oder wurden nur wenige Stücke hergestellt?
Ich habe schon lange in den Anzeigen gesucht, für meinen Freund.
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Wo sind all die Reimo Monos Wohnmobile geblieben? Oder wurden nur wenige Stücke hergestellt? Ich habe schon lange in den Anzeigen gesucht, für meinen Freund. Moin zusammen, GfK-Laminate können in nahezu unzähligen Variationen hergestellt werden. Das fängt bei den Duroplastischen Harzen wie diverse Polyester- Vinylester-und Epoxyharzen an. Jedes hat spezielle Eigenschaften und auch Preise. Als Verstärkungsfasern gibt es verschiedene, Glas, Aramid (Kevlar) Carbon (Kole) Hanf, Sisal, Baumwolle u.s.w. Diese werden dann zu verschiedenen Geweben ( z.B Unidirekt, Leinwand Köper u.s.w.) und Gelegen Verarbeitet. Glasrovigstränge werden auch im Sritzverfahren eingesetzt. Je nach Projekt sucht sich der Verarbeiter passendes zusammen und fertigt Laminate daraus. Das geht im Handauflage- Press - und Vacuumverfahren. Sandwichlaminate sind Laminate mit einem Abstandskern , das geht los mit 2mm Coremat Microschaumvlies bis ??? mm dicken verschiedenen Schaumplatten, Abstandsgewebe, Waben , Balsaholz u.s.w. Machbar sind auch Sandwiche aus 2 Formteilen mit glatten Sichtseiten , die nach der Montage ausgeschäumt werden. Da mit diesen Werkstoffen auch jede Form verwirklicht werden kann ist fast alles möglich. Dauerhaft , Pflegeleicht und meist gut reparabel sind diese Teile dazu auch noch. Manche moderne Konstruktion wurde mit diesen Möglichkeiten überhaupt erst machbar. Natürlich erforden sie Aufwand und Fachpersonal, sind manchmal teuer, doch nach meiner Meinung Preiswert. Wenn aber möglicht billig gebaut werden muss / soll, geht es damit nicht optimal. Schöne Grüße, Kajakus. Interessant ist, dass es im ehemaligen „Ostblock“ mehrere Hersteller von Voll-GFK- Wohnwagens gab. Beispielsweise QEK oder Intercamp in der DDR. Niewiadow in Polen. Warum machen diese Firmen jetzt nicht weiter mit Wohnmobilen? Sie beherrschten die Technologie schon vor Jahrzehnten.
Da wäre noch die Frage der Wirtschaftlichkeit .. :) Nehme ich an !
Evtl deutlich verschärfte auflagen betr. Arbeits und umweltschutz
Angesichts dessen, dass in Westeuropa jährlich tausende GFK Boote gebaut und eingewassert werden, kann ich mir dies eher nicht als Hauptgrund vorstellen. Gewicht eigentlich auch nicht, wenn ich die neuesten open 60 anschaue, Kleinstserien in Carbon. Verkaufspreis dürfte auch kein Grund sein, zumindest in der Oberklasse. Die Rundungen betreffend Isolation dürfte auch kein Problem sein, ein Boot besteht nur aus Rundungen und ist trotzdem isoliert. Niemand daran interessiert, etwas zu bauen, das auch nach 20 und mehr Jahren 100% dicht ist? Stellt euch mal vor, ein Segelboot muss zur jährlichen Dichtheitsprüfung wegen Garantie. Weil nach 10 Jahren sowieso die Mechanik und Elektronik und Apps in die ewigen Jagdgründe abgebogen sind? Ich wünsch es mir. Nadann schau dir anwie vieler der kleinenund mittleren gfk produzenten die es vor 40 jahren (im oste) noch gab vor ca 20 bis 30 jahren zugesperrt haben. Oft durchaus zurecht mmn irgendwo werden doch auch in DE Windräder produziert? Zu tausenden. Oder sind die Flügel aus Stahl? Oder alles Import? Bavaria Yachten, gebaut in Giebelstadt --> Link Hanse Yachts in Greifswald Airbusflügel und Rumpfsegmente? Gut, wird vlt. nicht in DE produziert, aber die Technologie ist vorhanden und Arbeitsschutz kann dort sicherlich auch eingehalten werden. Kann ja sein, dass im Osten die GFK Produzenten dichtmachen (mussten?), aber da wurden zur selben Zeit noch ganz andere Betriebe geschlossen. Und wenn ich mir die Preisliste Dehler durchlese, kostet ein 10m Segler nicht viel mehr als ein 6 Meter KaWa. Moin zusammen, für alle elegant interessant runden Formen an Womo Fronten und Übergängen werden die unteschiedlichen Laminate ja eingesetzt. Diese Teile brauchen aber immer erheblich mehr (Arbeits) Zeit als die maschinell hergestellten geraden Sandwichplatten. Am Ende zählt der Preis und viel Arbeit macht nun mal teuer. Die Arbeitsschutzverordnung ist auch deutlich verschärft, das läßt sich mit der geschlossenen Vacuumverarbeitung aber leicht erreichen. Das sich Boote, die nach Boot aussehen sollen nicht aus der Plattenware herstellen lassen ist eben Glück für die Bootsbauer, die meist auch für die Fertigung andere GfK -Formteile gebraucht werden. Schöne Grüße, Kajakus. Airstream baut einen GFK, Dach und Body, Seitenwände sind aus gebogenem Alu, auf Sprinter Basis, mit Slide out. --> Link Aber schön Platz hat er, 7.6m lang, einen 3.2kw Generator und 400W Solar, 200W Lithium, und soviel mehr, kriegen wir in Europa nicht mal als Aufpreis, was der Standard hat. jedoch, ab 280000 Dollar.... Im Jahr 2015 begann das kleine amerikanische Unternehmen Nest Caravans mit der Produktion eines neuen Modells von Wohnwagen – eines Glasfaser-Monocoques. Der Anhänger verkaufte sich sehr gut, zu einem Preis von 30.000 USD. Im nächsten Jahr kaufte der große Hersteller Airstream dieses kleine Unternehmen und begann 2018 mit der Produktion desselben Anhängers. Aber bereits bei einem Preis von 45.000 Dollar. Nachdem stieg der Preis sogar auf über 50.000 Dollar. Nach zwei Jahren stoppte das Unternehmen stillschweigend und ohne Erklärung das gesamte Airstream Nest-Projekt. Der wahrscheinliche Grund für den Produktionsstopp war die Tatsache, dass sich Aluminiumanhänger (gleicher Länge) im Vergleich zu einem Monocoque-Anhänger als nachteilig erwiesen hätten. Azalai (F) erstellt auch vorwiegend Monocoque Kabinen. Auch kleinere für Offroad-Fahrzeuge. Ebenso 3Cartier. Bei den Franzosen hat es einige Aufbauer, die auf Monocoque setzen. Viele Grüsse aus der Schweiz Birdie hallo, wie so manch einer hier schon schrieb, kann auch ich bestätigen das ein Womo oder Yacht aus GFK "leicht" selbst repariert werden kann. ok,- nach wenigen Tagen mit Missgeschick hat mans gelernt. Eine Halle (mindest ein Dach) sollte vorhanden sein. Und Temperaturen ab 15 Grad C. Damit scheidet leider schon die Winterzeit aus falls man nicht heizen kann. Auch ein Stück fehlendes Alkovendach konnte ich nachbilden und ersetzen. Nachteile des GFK sehe ich prinzipiell beim Gewicht (Alu ist leichter) und bei der Verarbeitungstemperatur (s.oben) Die Arbeitsfolgen sind laminieren -schleifen-laminieren-schleifen,-- usw usw und am Ende einen 2-Komponenten - DD / PU lack mit Walze oder Spritze aufbringen. Im Grunde könnte man ein Womo o.a. aus GFK "verlängern" in dem man es mitten drin "durchtrennt" und ein Neuteil einfügt. (so wie die MeyerWerft ein Kreuzfahrtschiff aus Stahl verlängert) Gruss Klaus In vielem hast du recht, aber bei der temperatur mmn nicht, beim gewicht im vergleich zu alu auch nicht. V.a. kann man ja wenns leicht werden soll statt glasfasern carbon nehmen, die verarbeitung bleibt dann weitgehend gleich Monocoque Orion stammt aus dem Jahr 1970 ![]() |
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