Vielleicht haben es schon einige Foris beim Lesen unseres Reiseberichtes über "die Normandie im Spätsommer 2023" mitbekommen, dass es noch einen Reisebericht von unserer Frühlingstour durch Norditalien gibt. Die es noch nicht gesehen haben, ihr findet den Reisebericht in voller Länge und mit viel mehr Bildern hier --> Link.
Hier nun der Reisebericht in der Kurzversion:
Bei unserer ersten größeren Tour im Jahr, vom 22. März bis 16. April 2023, sollte es mal wieder ein anderes Land sein, es gibt ja nicht nur Frankreich. Die Wahl fiel auf eine Route durch die nördlichen Regionen Italiens. Aufgrund des Schneeeinfalls in den Alpen haben wir die Reiseroute gedreht und haben nicht in Südtirol und Friaul begonnen, sondern sind zuerst an den Gardasee gefahren. Durch die Emilia-Romagna und dem nördlichen Bereich der Marken gelangten wir an die Adriaküste. Von dort sind wir entlang der Adria in die Regionen Venetien und Friaul gefahren. Wir haben insgesamt 2.884 km zurückgelegt. Übernachtet haben wir auf einem CP am Gardasee und sonst fast ausschließlich auf Wohnmobil-Stellplätzen.
Bei unserer Abfahrt von Limburg hatten wir als heutiges Ziel zwar Holzkirchen, hinter München, als Übernachtungsziel geplant. Es ist aber der Wohnmobil-Stellplatz ohne V+E in Ingolstadt beim Hallen-Bad in der Jahnstraße geworden. Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg in die Altstadt und wir bekommen auf schnellem Weg ein vernünftiges bayerisches Essen. Darauf haben wir uns schon den ganzen Tag gefreut. Lena hat sich für einen Braten entschieden, und für mich gab es Saures Lüngerl mit Knödel.
Nach einer ruhigen Nacht haben wir heute eine lange Etappe an den Gardasee vor uns. Auf der Autobahn sind in Österreich das Pickerl und der Brenner-Zuschlag fällig. In Italien kommt dann noch die Maut dazu. Bei Bardolino fahren wir direkt zu dem CP Serenella. Etwas später spazieren wir am See entlang nach Bardolino. Bis Ostern ist es ja noch hin, dementsprechend gemütlich geht es hier noch zu.
Wir haben schönes Wetter und haben uns deshalb für einen verlängerten Verbleib entscheiden. Nach dem gestrigen Besuch von Bardolino, orientieren wir uns heute in die entgegengesetzte Richtung, nach Garda. Auf der Strandpromenade ist am heutigen Freitag ein großer Markt.
Für den nächsten Ausflug haben wir noch die Seeüberfahrt nach Sirmione. Es ist zwar stürmisch, und es fahren nicht alle Boote, wir haben aber Glück. Nach der 20-minütigen Knattertour auf dem Katamaran legen wir wohlbehalten in Sirmione an. Hier ist schon viel touristischer Trubel. Wir drehen eine ausgiebige Runde durch die Altstadt mit Festung, sämtlichen Kirchen, kleinen beschaulichen Gassen, Stränden und natürlich auch der Villa di Maria Callas. Die Zeit vergeht wie im Flug, und wir sind kaputt.
Heute verlassen wir den Gardasee und fahren nach Mantua auf den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E, Area Attrezzata Sparafucile, Via Legnago 1. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich am P+R-Platz eine Bushaltestelle für in die Stadt. Wir bevorzugen aber heute den Spaziergang für die ca. 800 m. Mantua ist nicht nur aufgrund des Alles beherrschenden Anblicks des Palazzo Ducale ein Anziehungspunkt. Auch die Kunst hat sich hier mit Verdis Rigoletto und als Verbannungsort von Shakespeares Romeo verewigt. Ein Besuch des Palazzo Ducale ist eigentlich Pflicht. Danach kann man sich durch Mantua treiben lassen. Als krönender Abschluß erwischte uns doch noch ein Regenschutt. Zum Glück gibt es ja den Pendelbus.
Am nächsten Morgen nutzen wir die noch restliche Parkzeit für einen weiteren Rundgang durch die Stadt. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu dem nicht weit entfernten kleinen Dorf Brescello, das direkt am Po liegt, und als Drehort der Filme über "Don Camillo und Peppone" bekannt wurde. Doch sollte es eine Irrfahrt werden. Ganz schnell werden wir auf eine kilometerlange Umleitung geschickt, der von uns in der Nähe von Brescello gelegene Wohnmobil-Stellplatz in Guastella ist nicht vertrauenserweckend. Also entscheiden wir uns gegen Brescello, was wir später bereut haben. (Wie wir von einem Limburger Wohnmobilisten, den wir auf der Tour getroffen haben, erfahren, hat Brescello selbst einen Stellplatz am Po.) Also fahren wir weiter nach Carpi auf den kostenlosen Stellplatz mit V+E am Schwimmbad. wir waren schon mal hier, sind damals, aus welchen Gründen auch immer, nicht bis ins alte Zentrum gekommen.
Fortsetzung folgt

