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Bürstner Wasserschaden im Heck - Verkleidungen entfernen


diskalle am 20 Nov 2023 23:52:17

Hallo,
habe bei meinem Bürstner Fiat Ducato von 2000 im Heck einen Wasserschaden festgestellt.
Versuche daher gerade die Seitenschürze rechts und die anderen Verkleidungen zu entfernen um die Ursache finden zu können. Der Schaden ist ganz hinten in der rechten Ecke, daher möchte ich auch diese Eckenverkleidung im Bild abnehmen. Die Stoßstange ist bereits ab. Morgen soll dann die Seitenschürze runter.

Habe nur keine Ahnung wie man die abbekommt. Sind das einfache Tannenbaum Clips? Irgendwie sind die dafür eigentlich viel zu groß im Durchmesser. Zumindest habe ich bei einer Teilesuche solch große Tannenbaum Clips bisher nicht finden können. Schließlich bräuchte ich ja dann sicherlich später neue, denn die gehen wohl beim entfernen kaputt. Ich habe zwar diese kleinen Plastik Hebelwerkzeuge für solche Clips, komme aber nicht darunter um sie packen zu können.

Wäre toll wenn mir jemand einen Tipp geben könnte. :)

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Energiemacher am 21 Nov 2023 00:06:48

Nimm dir eine Schraube und drehe die in die kleine Runde Abdeckung, dann kannst du den Stopfen ziehen und darunter ist eine Schraube zu finden.
Die Teile bekommst du wohl bei jedem Womo-Dealer.

Um die Deckel nicht zu zerstören kannst du versuchen die Schraube mit einem Punkt Heißkleber auf dem Deckel anzukleben und dann den Deckel ziehen.
Der Heißkleber sollte gut entfernbar sein.



Grüße

diskalle am 21 Nov 2023 00:10:09

Oh, super! Danke für die schnelle Hilfe!

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Niederrhein am 21 Nov 2023 00:12:45

Hallo Arno,

die Ursachen für einen Wasserschaden können sehr vielseitig sein - auch im Heck.
Die erste Frage, die sich mir stellt:
Steht dein Bürstner "im Wasser" - sprich waagerecht?

Hast du innen alle Wasserleitungen mal nachgeschaut, ob dort eine ("alterungsbeding") sich so langsam verabschiedet?
- Dusche und Abflussleitungen vom Wasch- u. Spülbecken sind dicht?
- auch die Pumpe, selbst wenn sie vorne sitzt (siehe "im Lot stehen")
- die (Truma) Heizung nebst Boiler hast du kontrolliert ?
- inkl. dem Frostvertil - nebst Zu- und abläufen ?
- auch die Fenster(dichtungen) - besonders die im Heckbereich - sind (noch) ok ?
- wie sieht es mit dem Heki, was am weitesten nach hinten verbaut ist, aus?
- alle Wasserabläufe rund um die Hekis immer gereinigt ?
- alle Dichtungen noch ok ?
- die Eindichtung(en) des / der Heki(s) sind auch ok ?

erst wenn DAS alles ausgeschlossen ist, wüde ich außen nachschauen und über Verkleidungen abbauen nachdenken.

Wasser sucht sich manchmal die unerklärlichsten Wege,
ich drück dir aber die Daumen, dass du die Ursache erkennst und abstellen kannst.

diskalle am 21 Nov 2023 09:38:59

Hallo Peter,
danke für deine Suchtipps.

Ich habe bisher schon einiges von deiner Liste überprüft, konnte aber noch nichts finden. Mir ist klar, dass sich das Wasser seinen Weg sucht und zumeist von oben kommt. Und ja, eigentlich hatte ich letztes Frühjahr eine totale Überholung aller Dichtleisten geplant. Hatte es dann aber leider doch auf nächstes Jahr verschoben. Und nun ist es für dieses Jahr eigentlich zu spät, denn der Frost kommt jetzt wohl, hier im Norden. Dumm gelaufen. :roll:

Wenn das Wetter es erlaubt, werde ich heute mal ein paar Fotos machen und posten.

heiner57 am 21 Nov 2023 10:53:39

Hallo Arno,

nur mal als zusätzliche Anregung:

Bei meinem Fahrzeug kam/kommt Wasser von UNTEN durch eine "Moosgummiabdichtung" zwischen Seitenwand und Garagenboden
"hochgekrochen" und vernässt die innere Sperrholzwand.

VG
Heinrich

derIcke am 21 Nov 2023 11:01:49

Moin,
ein Bekannter hatte vor Jahren auch Wasser in der Heckgarage. bei ihm lag es an den fehlenden Schwallschutzgummis an den Türen. Es gab
hier auch schon einmal ein Thema dazu. musst du mal etwas suchen.

Viel Glück
Icke

diskalle am 21 Nov 2023 12:35:10

Hallo,
ich vermute den Ursprung auch eher von unten. Es ist von unten schon sehr feucht und Richtung Ecke auch brüchig. Wir mussten vor 10 Tagen notgedrungen im strömendem Regen ins Rheinland und direkt wieder zurück. Das war eine Höllenfahrt. 1000 km nur durch Regen! Danach war die Feuchtigkeit wieder erheblich mehr geworden.

Ich habe einen Bürstner mit Doppelboden. Was die Arbeit doch erheblich erschwert, da man da echt schwer von oben dran kommt. Werde heute noch ein paar Stellen von innen öffnen, da ich die Möglichkeit das es doch von oben kommt ausschließen will (soweit möglich).

Die Klappen scheinen aber dicht zu sein.

Bei meinem Fahrzeug kam/kommt Wasser von UNTEN durch eine "Moosgummiabdichtung" zwischen Seitenwand und Garagenboden
"hochgekrochen" und vernässt die innere Sperrholzwand.

Den Verdacht habe ich bei mir auch. Eventuell auch die Aluschiene auf der die Stoßstange aufliegt. Die ist mit Schrauben durchs Alu befestigt.

diskalle am 22 Nov 2023 01:14:47

Screenshot - 000740.png


Hallo.
auf Grund des schlechteren Wetters konnte ich heute nicht so viel machen.

Grundsätzlich habe ich kein Problem mit solchen Schäden, da sie bei alten Wohnmobilen halt leider irgendwann zu erwarten sind. Es sei denn, man hat bereits einmal frühzeitig alles dichtungsmäßig erneuert. Sehe die Beseitigung auch nicht als so großes Problem an, da der Aufbau ja größtenteils recht simpel ist. Das Problem ist aktuell halt nur die Quellensuche und der Schadensort (im Stauraum) sowie die Jahreszeit.

Folgender Stand von heute:

1) Die Eckenverkleidung (vom Foto oben) hatte ich entfernt, dort scheint aber alles in Ordnung.

2) Die Halteleiste, wo die Stoßstange aufliegt erscheint mir bis kurz vor dem linken Ende fest anliegend. Daher eher unwahrscheinlich als Ursache. Abgenommen habe ich sie aber (noch) nicht.

3) Habe dann von innen mal mehr frei gelegt. Demnach könnte ich mir auch die Fehlerquelle im Radkasten vorstellen. Da liegt ja auch etwas frei, bzw. sieht es da nach einem Riss in der Abdichtung aus. Siehe erstes Fotos unten. Hat da schon mal jemand Probleme gehabt? Wäre das vom Fehlerbild her möglich?

4) Wenn man das aber ausschließen könnte, würde ich als nächstes die Innenverkleidung an der rechten Seitenwand etwas großflächiger lösen um dort nach Wasserschäden zu suchen. Denn insgesamt gesehen erscheint mir der Schaden am dortigen Boden am stärksten.

Ich habe auch an vielen Stellen mit einem Feuchtigkeitsmesser gemessen. Die höchsten Werte sind immer in der Nähe der Ecke vom Boden zur Seitenverkleidung.

Bin für jeden Vorschlag oder Idee dankbar.

Und hier nun einige Bilder.

diskalle am 22 Nov 2023 16:45:19

Niederrhein hat geschrieben:...
Hast du innen alle Wasserleitungen mal nachgeschaut, ob dort eine ("alterungsbeding") sich so langsam verabschiedet?
- Dusche und Abflussleitungen vom Wasch- u. Spülbecken sind dicht?
...


Hallo Peter,
die Dusche hatte ich schon vor vier Jahren ausgebaut und das Bad so umgebaut, dass man sich darin auch bewegen kann. Dabei hatte ich dann natürlich auch alle Schläuche und Abflussrohre ausgetauscht, sowie ein neues Waschbecken verbaut.
ABER, als ich heute deine Liste noch einmal durchgegangen bin, ist mir dann eingefallen, dass das Abflussrohr von der Spüle noch nicht erneuert wurde. Dieses liegt auch in der Nähe des Radkastens und auf der selben Seite. :roll:
Also muss ich da morgen mal nachsehen, nicht das es doch von da kommt. Danke nochmal für den Tipp. Ich werde berichten. :)

diskalle am 10 Okt 2024 00:17:07

Hallo,
will nur mal kurz auf mein altes Thema hier eingehen und erzählen wie es weitergegangen ist. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen.

Letztendlich habe ich den ganzen Unterboden auf der rechten Seite entfernen müssen. Um da besser dran zu kommen, habe ich zuvor eine Öffnung in den Innenboden geschaffen. Dann alles nasse raus und neu aufgebaut. Zum Schluss noch die ausgeschnittene Platte des Zwischenbodens als Bodenklappe wieder eingebaut. Dadurch habe ich da jetzt einen leichteren Zugang von innen in den Zwischenboden. Siehe Fotos.

Leider war das aber noch nicht alles.

Die Ecke zwischen Beifahrertüre und Aufbautüre war total nass und verrottet. Verursacher war hier ein schlecht geschlossener Riss in der Alu Außenhaut (oberhalb der Beifahrertüre), der leider von einem der Vorbesitzer nur unsachgemäß abgedichtet worden war. Das war dann schon viel Arbeit. Obwohl das teilweise schon sehr morsch war, hatte ich doch viel Mühe es raus zu bekommen. Und auch die Aluplatte musste ich erneuern. Siehe Fotos.

leider war auch im Alkoven das Wasser reingelaufen und hatte im Bereich der unteren Eckleiste rechts entsprechenden Schaden angerichtet. (Siehe Fotos)

Letztendlich habe ich ca. 3 Monate dafür gebraucht um alles, inkl. den Abdichtungen etc. rundum zu erneuern.

Auf Grund meiner Erfahrungen kann ich nur empfehlen, sich nicht auf das Ergebnis der üblichen Feuchtigkeitsmessgeräte zu verlassen. Denn selbst in den Bereichen die (innen) nass waren, konnte ich keine verlässlichen Werte erhalten. Üblicherweise sammelt sich das Wasser ja unten, also im Bereich der Metallprofile. Hier weisen aber manche Hersteller extra darauf hin, dass Metallteile die Messergebnisse verfälschen. Ich hatte mir extra ein etwas teureres Gerät besorgt (90 €), half mir letztendlich aber nicht viel weiter. Also zumindest was die älteren Wohnmobile mit Holz/Alu Aufbau betrifft, kann man damit böse reinfallen. Daher hatte ich viel zu lange gewartet, bis ich endlich einige Stellen öffnete und vom Ergebnis geschockt war. Auch wenn es von Innen trocken wirkt und auch nicht feucht und modrig riecht, bedeutet das nicht viel. Wenn man es schon riecht ist sowieso schon alles zu spät. Ich bin mir sicher, da draußen fahren sehr viele alte Fahrzeuge rum, von denen die Fahrer gar nicht wissen wie nass ihr "Schmuckstück" eigentlich ist. Auch ich habe noch nicht alle Stellen überprüft, werde aber in den nächsten Monaten mir mal die andere Seite genauer ansehen.

Beduin am 10 Okt 2024 07:59:28

Danke fürs zeigen und toll wie du das wieder hinbekommen hast!

Tinduck am 10 Okt 2024 13:09:38

Jaja, die alten Bürstners.

Wir hatten einen A530 BJ 2003 und der brauchte noch in der Gewährleistungszeit eine neuen Türausschnitt unten (inkl. Treppenstufe) und das Heckstaufach musste auch erneuert werden. Die Unterbodenversiegelung fiel im sichtbaren Bereich tw. einfach runter. Ursache war mangelhafte Versiegelung von unten, werksseitig. Gefunden wurden die Schäden bei der jährlichen Dichtigkeitsprüfung beim Händler.

Ich kann nur jedem raten, vor dem Kauf eines Bürstners aus den Jahren um die Jahrtausendwende extrem genau hinzuschauen, die hatten damals echt Probleme mit ihrem Holz-Unterbau.

bis denn,

Uwe

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