Da das eingebaute Navigationssystem unseres Mausmobils in Amerika nicht funktioniert, hatten wir anfangs über Google Maps und später über die Karten-App von Apple navigiert. Nachteil von beiden Möglichkeiten ist die große Datenmenge, die notwendig ist, um offline zu navigieren. Bei der kostenlosen App Magic Maps ist die Datenmenge deutlich kleiner. So brauchten wir für den kompletten Kartensatz für die USA und Kanada keine 3 Stunden, um alle Karten herunterzuladen. Zudem ist keine Registrierung notwendig. Auch die Sprachausgabe sowie Warnungen vor Blitzern beziehungsweise zu schnellem Fahren erfolgen sehr zuverlässig. Zudem wird in unserem Fahrzeug über Carplay das Display auf das eingebaute Navigations-Display übertragen. Die Ortssuche funktioniert auch offline sehr gut.
Stellplätze
Viele Stellplätze fanden wir über die App Harvest Hosts. Diese kostet zwar knapp 100 $ Jahresbeitrag, bietet aber den Vorteil, zum Beispiel bei Brauereien oder Winzern gratis stehen zu können. Als Gegenleistung wird erwartet, dass man einen Umsatz in Höhe von 30 $ tätigt (was uns nie schwer fiel). Verbunden mit dieser App ist Boondockers Welcome. Hier steht man bei Privatleuten kostenfrei und ohne Verpflichtungen. Daneben haben wir über die Apps iOverlander, RV Parky und KOA sowie die Internetseiten Campendium und CampersCard Stellplätze gefunden.
Gratis stehen kann bei den meisten Walmart und Cracker Barrels.
Ver- und Entsorgen
Vor allem in Kanada und dem Norden der USA außerhalb der Saison im Spätherbst beziehungsweise im beginnenden Winter sind die meisten Ver- und Entsorgungsstationen geschlossen. Möglichkeiten fanden wir allerdings über die App iOverlander und Internetseite rvdumpsites.net. Zudem konnten wir in State Parks und bei geöffneten Campgrounds ab und zu entsorgen. Je südlicher wir kamen, umso leichter wurde dies.
Die Gasversorgung klappt in Kanada sehr gut bei Canadian Tire und in den USA bei Tractor Supply. Manche Tankstellen und Baumärkte verfügen ebenso über Gastankstellen. Tauschflaschen können allerdings nur befüllt werden, wenn man einen Adapter aus Deutschland mitbringt. Gastankflaschen werden mithilfe des Adapters, den man in Deutschland benötigt, ebenso befüllt. Es kommt allerdings ab und zu vor, dass die Anlagen der Betreiber undicht sind und deshalb kein Gas abgegeben werden kann.
Die Campgrounds sind in der Regel als so genannte Hook-up-Plätze ausgestattet. Das bedeutet, dass die Wasserversorgung, die Stromversorgung sowie die Abwasserversorgung am Platz erfolgen kann. Grauwasser (Duschwasser und Ähnliches) und Schwarzwasser (Toiletteninhalt) werden in denselben Schacht entsorgt. Dummerweise haben die meisten europäischen Wohnmobile die Entsorgung auf der Beifahrerseite. Da auf den meisten Stellplätzen rückwärts eingeparkt werden muss, befindet sich der Abwasserschacht in der Regel auf der Fahrerseite. Unser Schlauch ist nicht so lange, dass wir die Strecke damit überbrücken konnten. Den in den USA und Kanada üblichen Entsorgungsschlauch wollten wir nicht extra kaufen und haben uns deshalb mit einem großen Falteimer beholfen oder sind bei der Ausfahrt an die Entsorgungsstation des Campgrounds gefahren.
Für die Stromversorgung benötigt man einen Konverter, der die Stromstärke von 110 V auf 230 V ändert. Diesen hatten wir vor der Abreise in Deutschland über das Internet mit einer Leistung von 1.500 Watt gekauft. Zudem empfiehlt es sich, einen Adapter für 20 A und 30 A dabei zu haben. Den Adapter für 20 A hatten wir aus Deutschland mitgebracht. Den Adapter für 30 A kann man hier in Supermärkten kaufen.
Im übrigen haben wir festgestellt, dass Kanadier und Amerikaner sehr hilfsbereit sind. Zudem interessieren sie sich für europäische Wohnmobile, da kleinere Modelle in den USA üblicherweise als Kastenwagen ausgebaut sind.
Gerne kann diese Zusammenstellung ergänzt werden.

