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Nordamerika November 2023 - Von Kanada in den Süden


2Greyhoundsontour am 02 Nov 2023 02:52:52

Es schneit aktuell zwar nicht, aber der Wind war eiskalt. So packten wir uns gut ein, als wir zu unserem zweiten Besichtigungstag in Montréal starteten.
An der Metrostation brauchten wir fast eine Dreiviertelstunde, bis wir unsere Tickets bekamen. Es gibt hier keinen Fahrkartenautomat, und man ist gezwungen, an einem von vier Schaltern die Tickets zu kaufen. Dafür muss eine Nummer gezogen werden. Da dort aber nicht nur Fahrkarten gekauft werden können, sondern Studenten auch ihr vergünstigtes Ticket bekommen, dauerte es eben länger.
In Montréal angekommen, gingen wir zunächst zum Château Ramezay. Dies war das Haus des ersten Gouverneurs in Montréal gewesen. Es ist sehr schön eingerichtet und an vielen Stationen kann man etwas über die Geschichte des Hauses erfahren. Insgesamt war das ein gelungener Besuch.
Anschließend gingen wir in die Notre-Dame-de-bon-Secours-Kapelle. Diese ist den Seeleuten gewidmet, weshalb Schiffsmodelle von der Decke hängen. Das nebenan liegende Museum wollten wir nicht besuchen, sondern begnügten uns mit dieser kleinen Kirche.
In unserem Reiseführer hatten wir gelesen, dass der ehemalige Bahnhof Viger zu besichtigen sei. Als wir dort ankamen, mussten wir allerdings feststellen, dass dies mittlerweile ein ganz normales Bürogebäude ist und es keine Möglichkeit gibt, etwas zu besichtigen.
Nach einer Stärkung im nebenan liegenden Kaffee gingen wir zum Clock Tower. Wie erwartet, hatte dieser natürlich geschlossen. Aber dennoch ist er hübsch gelegen und ein paar Bilder wert.
Das Wetter brachte zwar nicht den versprochenen blauen Himmel, aber die Sicht war sehr gut, weshalb wir mit dem Riesenrad auf über 60 m Höhe stiegen. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt wie auch auf den Sankt-Lorenz-Strom.
60 m Höhe waren uns nicht genug, weshalb wir ins Weltall hinaus drängten. Beim Montreal Science Center war aktuell die Show „L‘Infini“ zu Gast. Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, bekamen wir VR-Brillen und konnten uns fühlen, als wären wir auf der ISS. Man konnte an verschiedenen Punkten Bälle berühren, woraufhin sich ein 360° Video öffnete. Es war schon fantastisch, zum Beispiel über das Mittelmeer zu fliegen und Sizilien sowie Kreta von oben zu sehen. Auch das Leben auf der ISS mitzuerleben, war sehr spannend.
Nach diesem Ausflug ins Weltall zog es uns wieder auf den Boden, und wir gingen in das Restaurant „3 Brasseurs“. Dort stärkten wir uns ganz irdisch mit Pommes, Flammkuchen, Hühnerspieß sowie mehreren leckeren Bieren. Anschließend kehrten wir mit vielen Eindrücken zurück in unser Hotel. Hoffentlich kommt bald unsere Wasserpumpe, damit wir ab in den Süden kommen.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Route unter --> Link

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2Greyhoundsontour am 03 Nov 2023 00:22:10

Fortsetzung des Reiseberichtes

Eigentlich hatte uns DHL Express mitgeteilt, dass die bestellten Wasserpumpen am 7. November ausgeliefert werden. Gestern Abend allerdings fanden wir eine Möglichkeit, den Zeitpunkt neu festzulegen. Wir gaben deshalb als Auslieferungsdatum den heutigen Tag ein. Witzigerweise hätten wir gestern Abend auch noch den gestrigen Tag eingeben können. Keine Ahnung, wie das hätte funktionieren sollen.
Nach dem Frühstück bekamen wir eine Mitteilung von DHL Express, dass das Paket zugestellt worden sei. Um unser Mausmobil wieder voll nutzen zu können, fuhren wir deshalb nach Lévis. Dafür nutzten wir die Route 132 und fuhren auf der Südseite des Sankt-Lorenz-Stromes entlang. Diese Seite ist allerdings nicht ganz so hübsch wie die Nordseite. In Odanak hielten wir beim Museum für die Abénakis. Dieses Museum ist zwar klein, aber hier konnten wir viel über die Lebensweise der Ureinwohner wie auch deren Schöpfungsgeschichte erfahren. Viele Bilder veranschaulichten, wie die Nachfahren dieser Ureinwohner heute leben.
Anschließend fuhren wir über die Autobahn nach Lévis zum HYMER-Händler RV Rive sud. Der Einbau der Ersatzpumpe war sehr schnell erledigt. Jetzt haben wir wieder die Wasserversorgung sichergestellt. An dieser Stelle geht ein ganz großer Dank an unseren HYMER-Händler in Deutschland (Reisemobile Beck bei Köln) als auch die Mitarbeiter des HYMER-Händlers hier in Lévis.
Zur Planung der weiteren Route und für die Übernachtung fuhren wir auf den Parkplatz des Walmarts in Lévis.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

2Greyhoundsontour am 05 Nov 2023 01:42:41

Fortsetzung des Reiseberichtes

Trotz Übernachtung auf dem Parkplatz von Walmart war die Nacht ruhig gewesen. Selbst am Morgen, als der Laden schon geöffnet hatte, war nicht viel Betrieb um uns herum. Hier gehen die Uhren anscheinend anders als in Trois Rivières.
Die Fahrt zu unserem heutigen Tagesziel Sherbrooke war sehr entspannt. Fast durchgehend waren wir auf der Autobahn unterwegs. Je weiter wir vorankamen, umso besser wurde das Wetter. Als wir in Sherbrooke ankamen, lachte die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel.
Sherbrooke ist bekannt für seine wunderschönen Wandmalereien. Wir gingen deshalb zuerst zur Touristeninformation und holten uns dort einen Plan, in dem diese Sehenswürdigkeiten verzeichnet sind. Geht man den gesamten Weg, sind es insgesamt fast 8 km. Beschränkt man sich allerdings auf den Innenstadtbereich und fährt die noch fehlenden äußeren Bildnisse an, beschränkt sich das Ganze auf knapp 4 km Fußweg.
Die Bildnisse an den Häusern waren wirklich sehr beeindruckend. Vielfach waren aktuelle Persönlichkeiten mit verewigt worden. Obwohl die Bilder schon über 20 Jahre alt sind, sehen sie immer noch aus wie frisch gemalt. Wir konnten uns gar nicht satt sehen daran. Verständlicherweise klickten unsere Fotoapparate die ganze Zeit.
Unterbrochen wurde unser Rundgang von einem Abstecher zum rauschenden Fluss, der durch die Stadt fließt. Dieser wird für die Elektrizitätsgewinnung genutzt und hat dadurch noch mehr Wucht. Stellenweise verbreitete der Fluss einen ganz schönen Lärm. In der Gischt zeichnete die Sonne wunderschöne Regenbögen.
Nachdem wir den kurzen Rundgang beendet hatten, gingen wir zum Auto und fuhren nach einer Mittagspause zu den noch fehlenden anderen Bildnissen.
Da Sherbrooke über keinen Stellplatz für Wohnmobile verfügt, mussten wir für die Nacht wieder bei Walmart stehen.
Und damit endete unser vorerst letzter Tag in Kanada. Morgen werden wir in die USA einreisen und nach Kanada erst nächstes Jahr im Mai zurückkehren.

In der nächsten Nacht rüttelte der Wind an unserem Mausmobil so heftig, als wollte er uns dazu bewegen, doch in Kanada zu bleiben. Wir waren allerdings fest entschlossen, heute in die USA weiter zu reisen. Der Himmel weinte deshalb beim Aufwachen aus allen Schleusen.
Auf dem Weg zur Grenze tankten wir noch einmal Gas nach. Dank unserer Gastankflasche ist Nachtanken kein Problem, auch wenn die Flasche noch nicht leer ist.
Als wir an der Grenze in Canaan ankamen, öffnete sich der kanadische Schlagbaum, ohne dass wir anhalten mussten. Wenige Meter weiter winkte uns der amerikanische Zöllner zu sich, nahm unsere Ausweise, fragte uns ein paar Fragen und bat uns anschließend, unser Mausmobil auf den Parkplatz zu stellen und pro Person sechs Dollar Einreisegebühr im Büro zu bezahlen. Was hatten wir uns Gedanken gemacht, ob wir gegebenenfalls verbotene Lebensmittel dabei haben. Dies alles interessierte ihn gar nicht. Wir waren froh, denn im Internet hatten wir Schauergeschichten bezüglich der Einreise gelesen. Diese reichten von vollständiger Durchsuchung des Wohnmobils bis hin zur Abgabe aller Lebensmittel und Medikamente. Und bei uns verlief alles problemlos.
Nach einer Mittagspause an einem Fluss fuhren wir weiter bis nach Augusta. Dies waren zwar etwas mehr Kilometer, als wir für heute geplant hatten, aber dafür sind wir morgen schneller beim Acadia NP.
In Augusta fuhren wir zu Walmart, da wir keine offenen Campingplätze gefunden hatten.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

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2Greyhoundsontour am 07 Nov 2023 03:46:15

Fortsetzung des Reiseberichtes

Für unsere Fahrt zum Acadia Nationalpark nutzten wir nicht die Autobahn, sondern die über Land führende Straße. Der Bundesstaat Maine ist hier sehr hügelig. Ständig ging es bergauf und bergab. Schön war allerdings, dass es hier nicht so viele Stoppschilder wie in Kanada gibt. In Kanada hatte uns dies ganz schön genervt, da an fast jeder Kreuzung ein Stoppschild angebracht ist (und befolgt werden muss). Dies hemmte das Vorwärtskommen und ließ unseren Dieselverbrauch zum Teil ganz schön ansteigen. Erschrocken waren wir allerdings, wie viele Häuser eine richtige Müllhalde um sich herum angehäuft hatten. Dass alte Schrottautos einfach auf dem Grundstück abgestellt werden, das hatten wir schon häufiger gesehen. Aber hier gab es viele Häuser, bei denen das ganze Grundstück ein einziger Müllhaufen war.
Am Nachmittag fuhren wir zu unserer heutigen Unterkunft „Shalom Orchard Organic Farm & Winery“. Wir hatten diese über Harvest Hosts gesehen und dort einen Stellplatz für die Nacht bekommen.
Bei unserer Ankunft waren wir etwas erschrocken: Wie schon bei vielen davor gesehenen Häusern sah es auch hier sehr unordentlich aus. Da der Besitzer nicht draußen war, gab uns einer der auf dem Grundstück tätigen Männer den Tipp, einfach ins Haus zu gehen. Auch hier sah es nicht aufgeräumt aus.
Als der Besitzer kam, bedeutete er uns, im Probierraum Platz zu nehmen. Dies ist wahrscheinlich der einzige Raum im gesamten Haus, der ansehnlich ist. Anschließend ließ er uns einen Apfelwein, einen Honigwein und einen Rhabarberwein verkosten. Diese werden in diesem Betrieb zertifiziert ökologisch hergestellt und schmeckten sehr lecker, da sie nur wenig Süße hatten. Während wir probierten, erzählte er ein bisschen. Wir gewannen dabei den Eindruck, dass Menschen, die einsam auf dem Land wohnen, irgendwann zu seltsamen Käuzen werden. Er kannte sich allerdings sehr gut in der Welt aus, denn süffisant merkte er an, dass Deutschland nach wie vor sein Gas aus Russland bezieht.
Nach dieser Verkostung und dem Kauf von je einer Flasche Apfelwein und Honigwein gingen wir in unser Mausmobil zurück. Aufgrund der seit heute vorgestellten Uhr geht die Sonne mittlerweile schon um 17:00 Uhr unter.

Kein Geräusch störte unseren Schlaf in der Nacht. Es war fast schon gespenstisch still. Und sozusagen als Krönung des Ganzen schien am Morgen beim Aufwachen die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Das Thermometer zeigte zwar nur 0° an, aber allein schon die Sonnenstrahlen beflügelten uns.
Nachdem wir im Acadia Nationalpark den Jahrespass für die Nationalparks der USA(„America the Beautiful“) gekauft hatten, machten wir unsere erste Tour. Diese führte uns auf den Gorham Mountain und zum Thunder Hole. Der Teil der Strecke, der nicht parallel zur Straße verlief, ging über Granitfelsen. Hier waren allerdings zum Teil die Steine stufenmäßig bearbeitet worden, so dass unsere Wanderung nicht allzu schwer war. Lediglich im unteren Bereich der Strecke war es etwas matschig und steinig.
Vom Gipfel aus hatten wir einen tollen Blick auf die Landschaft um uns herum.
Wieder unten auf Meeresniveau besichtigten wir das Thunder Hole. Es rummste ganz schön, wenn die Wellen in den schmalen Feldspalt klatschten.
Nachdem wir Mittag gegessen hatten, umrundeten wir zu Fuß den Jordan Pond See. Wie auf Bestellung, kam die Sonne noch mal etwas zum Vorschein.
Für die Übernachtung fuhren wir nach Bangor und stellten uns auf dem Parkplatz bei Walmart.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

Koblenzo am 07 Nov 2023 11:41:11

Falls Ihr nicht schon dort wart, empfehle ich einen Trip auf den Mount Washington; allerdings nur
bei schönem Wetter. Es ist einer der Orte mit den stärksten Winden --> Link der Welt. Ich habe ihn
allerdings bei Traumwetter und fast windstill erlebt.

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Mit dem Womo würde ich nicht hinauffahren, sondern die Eisenbahn nehmen.

2Greyhoundsontour am 10 Nov 2023 02:00:48

Fortsetzung des Reiseberichtes

Nach einem unspektakulären Fahrtag weckte uns ein sonniger, aber eiskalter Tag. Es schneite sogar ein kleines bisschen.
Nachdem wir unser Mausmobil wieder mit allem Nötigen versorgt hatten, fuhren wir nach North Conway. Wir hatten uns gestern Abend noch per Internet zwei Plätze für die 2,5 Stunden-Tour bei der Conway Scenic Railroad gebucht.
Als der Zug einstiegsbereit war, suchten wir unsere gebuchten Plätze im Wagen mit der Glaskuppel auf. Auf der ersten Hälfte der Strecke fuhren wir leider mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Da ein Sprecher der Bahngesellschaft Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke gab, mussten wir uns ständig umdrehen. Es war aber auch so interessant, welche Details uns erzählt wurden: So war der Bundesstaat Maine vor 100 Jahren etwa zu 20 % bewaldet. Heute sind es 80 %, da viele Farmen die Landwirtschaft aufgegeben hatten und das Gelände als Waldgebiet geschützt wurde. Zudem fanden wir es interessant, dass die Eisenbahnstrecken früher nicht unter staatlicher Aufsicht gebaut worden, sondern private Investitionen waren. Als die Eisenbahnstrecken fertig waren, nutzte der Staat allerdings gerne die Züge zum Transport der Post.
Nach einer guten Stunde waren wir am Wendepunkt angekommen. Den Zeitraum, den die Lokomotive brauchte, um an das andere Ende des Zuges zu fahren, nutzten wir, um den Zug zu erkunden. Ursprünglich bestand der Zug einmal aus einem Postwagen, einen Speisewagen, vier Schlafwagen und einem Aufenthaltswagen. Die Schlafwagen existieren heute nicht mehr. Der Aufenthaltswagen ist sehr luxuriös eingerichtet und hat am Ende sogar eine Plattform. Er wurde nach der Frau des ersten Eisenbahnpräsidenten „Gertrude Emma“ benannt.
Nach über 2 Stunden waren wir wieder am Bahnhof angekommen. Es war ein sehr schönes Erlebnis gewesen, in diesem alten Zug die Gegend der White Mountains zu bereisen.
Da es noch etwa 2 Stunden hell sein sollte, fuhren wir weiter nach Canterbury Shaker Village.

Was sind das für Geräusche da draußen? Es klingt, als würde ein Schneepflug die Straße frei räumen. Und tatsächlich, in der Nacht hatte es geschneit und unser Mausmobil war von einer Schicht Schnee bedeckt.
Nach dem Frühstück erkundeten wir zuerst das Shaker Village. Die Gebäude waren zwar alle abgeschlossen, da frühestens um 10:00 Uhr die Information besetzt ist. Aber auch so konnten wir einen Blick durch die Fenster erhaschen und anhand des ausliegenden Planes die Gebäude erkunden.
Bis zur Öffnung des Informationsbüros wollten wir nicht warten und fuhren deshalb weiter. Je näher wir dem ehemaligen Haus von Robert Lincoln, dem ältesten Sohn von Abraham Lincoln, kamen, umso mehr ging der Schnee in Regen über.
Kurz vor Erreichen der Villa kamen wir durch Manchester. Die Häuser hier sehen sehr gepflegt aus und machen einen tollen Eindruck. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen wäre es bestimmt interessant, den Ort zu Fuß zu erkunden. Wir aber hatten nur 4° Außentemperatur und leichten Regen. So ließen wir die Häuser während der Fahrt durch die Stadt auf uns wirken. Überhaupt ist auffällig, dass wir im Gegensatz zu Maine hier in Vermont bislang kein Haus gesehen haben, welches einer Müllhalde gleicht. Alle Häuser sind mehr oder weniger gut gepflegt. Keine Ahnung, warum dies so ist. Allerdings hatte uns bei unserem Besuch auf Ministers Island in Kanada ein Guide schon darauf hingewiesen, dass die Häuser in Maine vielfach sehr verwahrlost aussehen.
Nachdem wir unseren Eintritt in die Villa von Robert Lincoln bezahlt hatten, gab uns ein Guide zunächst einige Informationen zum Haus und zum Anwesen. Anschließend konnten wir auf eigene Faust das Haus durchstreifen. Überall waren Schilder angebracht, auf denen erklärt wurde, welche Funktion der jeweilige Raum früher hatte. In einem Raum war der Original-Zylinder von Abraham Lincoln ausgestellt.
Robert Lincoln war einer der Präsidenten der Pullmann Company. Im Garten ist deshalb ein Pullmann-Wagen ausgestellt. Auch hier erläuterte uns ein Guide die Hintergründe des Wagens sowie die Ausstattung. Schon fantastisch, mit welchem Prunk man bereits schon damals reisen konnte. Interessant war auch, dass die Pullmann Company bevorzugt ehemalige Sklaven eingestellt hatte, die in den Zügen am Tag bis zu 20 Stunden Dienst leisteten.
Wir waren früh dran und fuhren deshalb nach der Besichtigung noch ein paar Kilometer weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz in Bennington.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

Uwe1007 am 10 Nov 2023 07:34:37

Eine schöne Reise macht Ihr da, herzlichen Glückwunsch und auch weiterhin
Viel Freude und Spaß.
Was ich aber etwas schade finde:
Warum stellt Ihr auf jedem Foto diese Maus ein?
Dadurch werden die Bilder aus meiner Sicht "entwertet".
Aber wie erwähnt: Das ist meine Sichtweise.

Gruß
Uwe

2Greyhoundsontour am 13 Nov 2023 04:34:22

Uwe1007 hat geschrieben:Warum stellt Ihr auf jedem Foto diese Maus ein?
Dadurch werden die Bilder aus meiner Sicht "entwertet".


Hallo Uwe, diese Maus ist die Maus des WDR aus der Sendung mit der Maus. Sie reist mit uns schon seit Jahren überall hin und berichtet im Tagebuch. Ja, ich gebe zu, die Bilder sind damit einzigartig. Auf unserer Homepage --> Link stellen wir aber am Ende eines Reiseabschnitts immer eine Auswahl von Bildern ein, bei denen die Maus nicht drauf ist. Bei der aktuellen Tour zum Beispiel findest du im Bericht von Oktober 2023 zu Beginn gleich neben der Reiseroute etwa 70 Bilder als Diashow.

2Greyhoundsontour am 13 Nov 2023 04:39:32

Fortsetzung des Reiseberichtes

Auch wenn gestern Abend die Geräuschkulisse auf dem Parkplatz bei Walmart unbeschreiblich war, da viele Autos mit einem lauten Auspuff um uns herum ein- und ausparkten, hatten wir eine ruhige Nacht.
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Lenox. In unserem Reiseführer war dieser Ort als hübsche Stadt beschrieben. Und tatsächlich: die kleine Stadt besteht aus vielen schön hergerichteten und zum Teil über 140 Jahre alten Häusern. Dazu gibt es mehrere Steinkirchen. Diese waren sogar geöffnet, so dass wir als einzige Besucher in Ruhe alles besichtigen konnten.
Über Boondockers Welcome hatten wir in Shelton einen Stellplatz für die Nacht bekommen. Obwohl wir hier mitten im Wald stehen, hatten wir einen sehr schönen Sonnenuntergang, welcher das Laub der Bäume um uns herum kräftig einfärbte. Es ist nur schade, dass die Sonne hier bereits um 5:00 Uhr untergeht. Dies verkürzt den nutzbaren Tag ungemein.

Obwohl wir vorgewarnt worden waren, störten keine Kojoten unsere Nachtruhe. Die Sonne kitzelte uns schon früh aus dem Bett. Wir kamen deshalb zeitig los. Unser Navigationssystem schickte uns über den Merritt Parkway. Anfangs hielt sich der Verkehr noch in Grenzen. Dann kamen die ersten Warnschilder für die Durchfahrtshöhe von Brücken. Wir wussten, dass wir 10 Fuß und 5 Inches brauchen, um nicht mit der Brücke zu kollidieren. Die ersten Schilder ließen uns auch noch sehr entspannt fahren, denn sie zeigten 11-13 Fuß an. Also kein Problem. Dann aber kamen plötzlich Schilder, die unter 11 Fuß anzeigten. In der Mitte der Brücke war es immer etwas mehr, weshalb wir nach links ausweichen konnten, da der Verkehr noch nicht so stark war. Dummerweise nahm der Verkehr allerdings von Minute zu Minute zu, und die Warnschilder zeigten plötzlich 10 Fuß und 5 Inches an. Aufgrund des Verkehrs konnten wir nun nicht mehr einfach in die Mitte der Fahrbahn fahren oder einfach abbremsen, um uns vorzutasten. Wir verließen deshalb den Parkway und waren froh, dass uns bisher nichts passiert war.
Der weitere Weg Richtung New York war problemlos. In der Bronx allerdings staute sich der Verkehr, da zum einen viele Autos unterwegs waren und zum anderen der Verkehr sich auf der George-Washington-Brücke aufteilen musste.
Als wir New York hinter uns gelassen hatten, schickte uns unser Navigationssystem wieder auf einen Parkway. Wir hielten uns allerdings von diesem fern. Später erfuhren wir dann, dass nur der Merritt Parkway hinsichtlich der Höhe Probleme bereitet. Alle anderen haben neuere Brücken, bei denen eine Durchfahrt problemlos möglich ist.
Angesichts des schönen sonnigen Wetters wollten wir den restlichen Nachmittag in Mantoloking am Strand verbringen. Dieser Landstreifen, der dem Festland vorgelagert ist, ist dicht bebaut. Die meisten dieser Häuser sind große Villen, denen man den Wert schon von weitem ansieht. Auch die Autos vor den Garagen zeugen vom Reichtum der Besitzer. Wir fanden einen Parkplatz an einem Strandzugang und konnten unser Mausmobil zwischen den prachtvollen Villen abstellen.
Nach einem Mittagessen genossen wir den weichen Sand am Strand. Danach fuhren wir zu unserem heutigen Stellplatz in Toms River. Hier hatten wir über Boondockers Welcome einen Stellplatz bei einer sehr netten Familie bekommen.

In der folgenden Nacht um vier wurden wir wach, denn es fröstelte uns leicht. Ein Blick auf die Anzeige unserer Heizung besagte, dass aufgrund Lüfter- oder Gasproblemen die Heizung abgeschaltet hat. Gasprobleme konnten wir ausschließen, da dieses ausreichend vorhanden war. Nach einem Reset der Anlage sprang sie wieder an und heizte das ausgekühlte Mausmobil wieder auf. (Draußen hat es 0°).
Gegen 7:00 Uhr wurden wir wach und merkten, dass die Heizung wieder abgeschaltet war. Als Fehler wurde uns dasselbe genannt. Da wir nun sowieso wach waren, richteten wir uns für den Tag her. Während des Frühstücks funktionierte die Heizung wieder (um kurz nach der Abfahrt wieder abzuschalten).
Bei bestem Wetter, aber kalten Temperaturen, fuhren wir Richtung Pennsylvania, da wir heute die Amish besuchen wollten. Um schnell voranzukommen, wählten wir die Turnpike-Strecken. Der erste Teil nach Philadelphia funktionierte auch problemlos. Hier konnten wir unsere Maut in bar entrichten. Als wir den Delaware-Fluss querten, durchfuhren wir wieder eine Mautstelle, ohne allerdings ein Ticket ziehen zu können. Dies wiederholte sich noch zweimal. (Als wir dann abends nachsahen, wie wir die Maut bezahlen können, wurden wir nicht fündig und konnten auch auf der Seite der Betreiber-Gesellschaft kein Konto einrichten. So werden wir warten müssen, ob uns eine Rechnung nach Hause geschickt wird, so wie es auf der Seite der Betreiber steht).
Um die Mittagszeit kamen wir in Ronks an. Das Amish Village war sehr leicht zu finden. Wir entschieden uns, dort das volle Paket zu buchen, bestehend aus einer 90-minütigen Busrundfahrt, einem 25-minütigen Einführungsvortrag in einem Amish Haus und einem selbstorganisierten Rundgang durch das Amish Village. Dieses besteht aus mehreren Häusern, die ähnlich den Museumsdörfern in Deutschland zusammengestellt worden waren.
Der Einführungsvortrag war sehr interessant. So erfuhren wir, dass die Amish noch heute wie in einem früheren Jahrhundert leben. Nur ganz wenige von ihnen besitzen ein Smartphone beziehungsweise Auto, um mit der Außenwelt Handel treiben zu können. Die Bibel, nach der die Amish leben, umfasst lediglich das alte Testament. Das neue Testament wird von ihnen nicht angewendet. Witzig fanden wir, dass die Gottesdienste auf Deutsch gehalten werden und die Bibel ebenso auf Deutsch geschrieben ist. Die Kleidervorschriften sind sehr streng. Bevorzugte Farbe ist schwarz ohne glitzernde Knöpfe oder ähnliche Accessoires. Bis zur Heirat haben Männer keinen Bart zu tragen. Nach der Hochzeit allerdings dürfen sie sich nicht mehr rasieren und müssen Vollbart tragen. Frauen tragen bis zur Hochzeit ein weißes Oberteil und nach der Hochzeit ein schwarzes Oberteil. Paare haben haben sechs und mehr Kinder. Mittlerweile gibt es allerdings so viele davon, dass nicht mehr alle auf den Feldern arbeiten können. So sind diese gezwungen, in der Hausbau-Industrie tätig zu sein. Kinder bekommen nur Unterricht bis zur achten Klasse. Da dieser Unterricht nicht mit einem Abschluss endet, ist ihnen der Zugang zu weiterführenden Schulen verwehrt. Für uns waren dies alles Informationen, die uns einigermaßen sprachlos zurückließen.
Bis zur Abfahrt des Busses erkundeten wir noch das Amish Village. Natürlich konnten wir hier auch Fotos machen mit den berühmten Pferdewagen.
Die anschließende Busrundfahrt war sehr interessant, da unser Fahrer viele Informationen zu den Amish erzählte. So erkennt man zum Beispiel die Häuser der Amish daran, dass keine Stromleitungen dorthin führen. Strom zum Aufladen der Batterien für die Beleuchtung der Kutschen wird über Solar-Panels beziehungsweise Dieselgeneratoren gewonnen.
Nach dieser sehr informativen Tour fuhren wir weiter zu unserem heutigen Tagesziel in Harrisburg.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

2Greyhoundsontour am 15 Nov 2023 02:11:01

Fortsetzung des Reiseberichtes

Ein sonniger Tag begrüßte uns. Wir trödelten deshalb nicht lange herum. Vor der Abfahrt gingen wir noch zur Rezeption, um den Stellplatz zu bezahlen. Anschließend fuhren wir nach Fallingwater. Dort hatte der amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright 1935 ein Ferienhaus für die Familie Kaufmann aus Pittsburgh gebaut. Das Besondere an diesem Haus ist, dass es über einem Wasserfall gebaut wurde und in seinen Elementen die umgebende Natur aufnimmt und mit einbezieht. Bei seiner Fertigstellung 1939 hatte es etwa 150.000 $ gekostet. Zum Vergleich: eine Dreizimmerwohnung mit Bad und Küche bekam man damals in Pittsburgh für 5000 $.
Wir hatten Glück und bekamen noch zwei Karten für die Führung. Unsere Führerin brachte uns zu diesem besonderen Haus im Wald. Gleichzeitig erzählte sie ein bisschen über die Geschichte des Hauses. Als wir das Haus betraten, kamen wir zunächst in das kombinierte Wohn- und Esszimmer. Es war ein Traum: ein großer lichtdurchfluteter Raum mit einem offenen Kamin und einer großen, gemütlichen Sitzecke. Dazu ein fantastischer Blick hinaus in den Wald. Die Abkühlung im Sommer erfolgt durch ein Fenster im Boden, welches geöffnet werden kann und die kühle Luft des Wassers herein lässt.
Im Obergeschoss waren die Schlafzimmer untergebracht. Auch dieses Geschoss war sehr gemütlich eingerichtet. Der Architekt hatte hier versucht, möglichst klare Linien zu gestalten, die den Blick nach draußen lenken.
Auch das nebenan liegende Gästehaus war genauso geschmackvoll eingerichtet. Wäre es heute noch zu vermieten, wäre es ein Traum von Ferienhaus.
Nach diesem sehr beeindruckenden Besuch fuhren wir noch ein kleines Stückchen weiter in die Nähe von Grantsville. Dabei überquerten wir die Grenze von Pennsylvania nach Maryland. Die Gegend hier ist bewaldet, wenig besiedelt und sehr hügelig mit zum Teil steilen Anstiegen und Gefällstrecken. Bis auf 800 m Höhe über dem Meer führte die Strasse.
Als wir am Sleepy Hollow Campground ankamen, wussten wir nicht so richtig, ob wir hier richtig sind: versteckt im Wald und ohne Telefon- beziehungsweise Internetverbindung konnten wir uns auf einen der vielen freien Plätze stellen. Strom ist vorhanden. Eine Rezeption allerdings konnten wir nicht finden.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

TiborF am 15 Nov 2023 09:58:14

Wow - das nenne ich mal einen ausführlichen Reisebericht mit schönen Fotos dazu

Dafür ein :daumen2:

Ich denke, es ist eine Traumtour für Euch oder ? Seid ihr das erste Mal in Nordamerika ?

2Greyhoundsontour am 17 Nov 2023 04:58:48

Hallo nach Mecklenburg-Vorpommern, vielen Dank für das Lob. Nein, es ist nicht unsere erste Tour durch Nordamerika. Es ist allerdings unsere erste Tour mit dem Wohnmobil durch Nordamerika. Wir schreiben unser Tagebuch, damit wir nicht vergessen, wo wir schon überall waren und was wir dort gemacht haben. Bei der letzten einjährigen Weltreise kam so ein Buch von fast 500 Seiten zu Stande. Wenn wir mal alt sind, dann werden wir diese Tagebücher auf der Couch lesen, eingemummelt in eine Decke und ein warmes Getränk für die schmerzenden Knochen dazu. Bis dahin allerdings werden wir eher französische und schottische Getränke zu uns nehmen und jeden Tag neugierig sein, was hinter dem Horizont liegt. Liebe Grüße aus West-Virginia von Beatrice, Peter und Maus

2Greyhoundsontour am 17 Nov 2023 05:04:07

Fortsetzung des Reiseberichtes

Die Fahrt zu unserem heutigen Tagesziel Winchester war eine wundervolle Tour durch bunte Wälder, Hügel und kleine Städte. Wir ließen es langsam angehen und schafften es sogar, unterwegs noch etwas Sand zu sammeln.
In Winchester angekommen, stellten wir unser Mausmobil auf einen freien Parkplatz und erkundeten die Stadt. Man merkt mittlerweile, dass wir uns den Südstaaten nähern: die meisten Häuser haben Holzveranden zur Straße hin und sehen, auch wenn sie klein sind, richtig prächtig aus. Dazu hatten wir blauen Himmel und angenehme Lufttemperaturen. Die Zeiten von Mützen und dicken Jacken sind hoffentlich vorerst vorbei!
Nach einem längeren Spaziergang durch den historischen Teil der Stadt fuhren wir zu Walmart.

Früh wurden wir wach, denn wir konnten es kaum erwarten, die berühmten Luray Caverns zu besichtigen. Die Höhle selber war am Anfang wie alle anderen Tropfsteinhöhlen auch, die wir bereits gesehen haben. Dann aber kamen wir an einen großen unterirdischen See. Da die Wasseroberfläche sich nicht rührte, gab es perfekte Spiegelungen der Decke in der Wasseroberfläche. Es sah so aus, als würden genau die identischen Stalakmiten von unten der Decke entgegenwachsen. So etwas hatten wir noch nie gesehen. Es war ein fantastisches Bild und es dauerte lange, bis wir unseren Weg durch die Höhle fortsetzten.
Das nächste Highlight dieser Höhle war eine Orgel. Diese erzeugte Klänge, indem kleine Gummihämmer gegen die Stalaktiten schlagen. Der Erfinder dieser weltgrößten Orgel dieser Art brauchte drei Jahre, um sie zu konstruieren. Die Musik, die die Orgel hervorbringt, klingt gar nicht wie eine Kirchenorgel. Es waren mehr sanfte Klänge, wie man sie auf einem hölzernen Xylophon erzeugt.
Wieder an der Erdoberfläche angekommen, gingen wir in das nebenan liegende Automobilmuseum. Viele Oldtimer standen hier. Unter anderem war ein Elektroauto aus den 1920er Jahren ausgestellt. Witzig war, dass die Sitzpolster mit Blüten verziert waren, da dieses Auto bevorzugt von Frauen gefahren wurde.
Der dritte Besichtigungspunkt auf unserem Ticket war das Luray Valley Museum. Auch hier hatte man wieder verschiedene ältere Häuser zusammengestellt, um einen Eindruck des Lebens vor 200 Jahren zu bekommen. Zudem waren im Museum mehrere Schriftstücke ausgestellt, welche überwiegend auf Deutsch geschrieben waren. Hier waren wohl früher bevorzugt deutsche Siedler hingezogen.
Bis zur Winzerei Brix & Columns war es nicht mehr weit. Diese hatten wir über unsere Mitgliedschaft bei Harvest Host gefunden und übernachteten dort.

Nach dem Frühstück fuhren wir die kurze Strecke nach Staunton. Hier stellten wir unser Mausmobil auf einem Parkplatz ab, holten uns in der Touristeninformation einen kleinen Stadtplan mit einem eingezeichneten Rundgang und marschierten los. Viele prachtvolle Häuser säumten unseren Weg. Das Highlight war das Geburtshaus von Woodrow Wilson. Das Auto dieses amerikanischen Präsidenten stand nebenan im gleichnamigen Museum.
Nach diesem informativen Rundgang fuhren wir ein paar Kilometer zum Frontier Culture Museum. Hier wird sehr anschaulich erklärt, aus welchen Völkern sich die ersten Siedler in diesem Tal von Virginia zusammensetzten: Iren, Schotten, Deutsche, aber auch ehemalige Sklaven aus Afrika wurden hier angesiedelt, um eine Grenze gegenüber dem französischen Teil von Amerika zu bilden. Insbesondere Schotten und Deutsche prägten die Kultur. Dazu kam noch die Vermischung mit den Ureinwohnern, die hier vor Ankunft der ersten Siedler lebten.
Der Rundgang war zweigeteilt: im ersten Teil wurden die Originalhäuser der jeweiligen Volksgruppen ausgestellt. Diese waren aus den jeweiligen Ländern importiert worden. Den deutschen Beitrag bildeten zwei Häuser aus Hördt in Rheinland-Pfalz. Der zweite Teil des Rundgangs zeigte das Ergebnis der Vermischung dieser verschiedenen Einwanderergruppen. Hier konnte man sehr schön sehen, wie zum Beispiel der deutsche Hausbaustil sich mit dem englischen Baustil vermischte. Gleichzeitig wurde aber auch erläutert, dass diese Grenze nicht allzu lange bestand, da sich die neuen Bewohner von Amerika, sehr schnell Richtung Westen ausbreiteten.
Nach diesem sehr informativen Rundgang bei sonnigem und warmen Wetter fuhren wir weiter nach Covington und stellten uns für die Nacht auf den Parkplatz bei Walmart.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

2Greyhoundsontour am 19 Nov 2023 05:06:58

Fortsetzung des Reiseberichtes

Von unserem Übernachtungsplatz bei Walmart war es nicht allzu weit zum New River George NP. Das Wetter war gut und so hielten wir uns nicht lange mit dem Frühstück auf.
Unterwegs fuhren wir im Ort White Sulphur Springs ab, da wir im Internet ein Video über diese Schwefelquelle gesehen hatten. Im Ort war nichts ausgeschildert, weshalb wir zu einem Büro der Forstverwaltung fuhren und dort fragten. Die beiden Angestellten wussten auch nichts und machten sich selber schlau. Ergebnis ihrer Recherche war, dass diese Schwefelquellen mittlerweile Teil eines Ressorts sind und dort gegen Bezahlung genutzt werden können. Darauf hatten wir keine Lust und fuhren deshalb sofort weiter.
Am Visitor Center des New River Gorge NP angekommen, fuhren wir zu den Sandstone Falls. Unser erster Stopp war am Overlook. Von hier aus sahen die Fälle allerdings nicht spektakulär aus, weshalb wir sofort weiter fuhren.
An den Sandstone Falls angekommen, gingen wir zunächst den offiziellen Plankenweg bis zum Wasser. Da wir von dort nur einen sehr eingeschränkten Blick hatten, marschierten wir durch das Gestrüpp und über Felsen und hatten am Ende einen tollen Blick direkt auf die Wasserfälle. Zusätzlich riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Es war zwar kein Hochwasser, aber auch so wirkten die Fälle in der Sonne beeindruckend.
Um zum Grandview Overlook zu kommen, kann man nicht durch den Nationalpark fahren. Durch den Park führt lediglich eine Eisenbahnstrecke. Wir waren deshalb gezwungen, einen 50 km langen Umweg zu fahren, um zu diesen Overlook zu kommen.
Als wir dort ankamen, fing es an, leicht zu regnen. Da eine Übernachtung dort ausdrücklich verboten war, fuhren wir zum Little Beaver State Park, der nur 10 km von diesem Overlook entfernt ist. Hier sollte es ein Campground geben, der bei unserer Ankunft aber schon geschlossen war. Wahrscheinlich ist auch hier die Saison bereits vorbei. So stellten wir uns für die Nacht auf einen der vielen Parkplätze. Als Alternative hätten wir weitere 10 km nach Berkley fahren müssen. Die offiziellen Campgrounds im New River Gorge NP wären etwa circa 50 km entfernt gewesen.

Der Regen hatte die Nacht über auf unser Mausmobil getrommelt. Als wir aufwachten, hörte er auf. Dafür wurde es immer nebliger. Als wir am Grandview ankamen, sahen wir - nichts! Die Sichtweite war so gering, dass wir sogar die Nebelschlussleuchte einschalten mussten. Da für die Mittagszeit besseres Wetter vorhergesagt war, lasen wir ein bisschen in unseren Büchern. Gegen 12:00 Uhr gingen wir die kleinen Touren entlang der Kante zum Fluss. Der Wald besteht hier nur aus Rhododendronbäumen. Es muss ein wunderbares Bild sein, wenn diese alle blühen. Jetzt allerdings waren sie nahezu kahl. Wie vorhergesagt, riss die Wolkendecke langsam, aber sicher auf. Unsere letzte Tour führte uns unterhalb der Kante entlang. Dieser Weg war wirklich nur etwas für trittsichere Menschen. Es ging über Felsen und Wurzeln - und das alles unter einer überhängenden Felswand mit losem Gestein entlang. Wir wollten uns nicht ausmalen, was passieren würde, wenn einige dieser Felsen auf uns herab gefallen wären.
Nach dieser sportlichen Betätigung fuhren wir zu der berühmten New River Gorge Bridge. Ob sie wirklich die größte beziehungsweise längste Stahlbrücke in der westlichen Hemisphäre ist, wissen wir nicht. Sie gehört aber auf jeden Fall mit zu den größten Stahlbrücken und sieht sehr imposant aus. Im dortigen Visitor-Center erkundigten wir uns bezüglich der Höhen der Brücken auf dem Rundweg um die Brücke herum. Da wir mit diesen Durchfahrtshöhen kein Problem bekommen werden, fuhren wir die Fayette Station Road Tour. Dies ist die ursprüngliche Straße, die man nutzen musste, wenn man von einer Uferseite auf die andere wollte. Der größte Teil der Strecke war zum Glück Einbahnstraße, denn die Straße war sehr schmal. Gut, dass unser Mausmobil nur 7 m lang und 2,25 m breit ist. A
Anschließend fuhren wir nach Charleston. Die Strecke führte überwiegend am Fluss entlang und war sehr kurvig.
In Charleston selber gibt es kein Walmart. So mussten wir ein kleines bisschen außerhalb fahren, um uns auf dem dortigen Parkplatz von Walmart für die Nacht hinzustellen.

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2Greyhoundsontour am 20 Nov 2023 04:28:04

Fortsetzung des Reiseberichtes

Nach dem Frühstück fuhren wir in die Innenstadt von Charleston und gingen am Fluss entlang zum Gebäude des Kapitols. Dieses wunderschöne Gebäude besticht durch seine mit echtem Gold belegte Kuppel und ist etwas höher als das Kapitol in Washington. Dieser Umstand wird hier extra hervorgehoben.
Da wir früh dran waren und das Gebäude noch nicht geöffnet war, erkundeten wir zunächst das Gelände um das Kapitol. Witzig fanden wir die Idee mit der Schaukel vor dem Kapitol und der Inschrift „Almost Heaven“. Dies erinnerte uns an das Lied von John Denver „Take Me Home Countryroads“.
Um 12:00 Uhr öffnete das Kapitol und wir konnten es auf eigene Faust erkunden. Der Rundgang war sehr informativ. In der Haupthalle waren mehrere Schaufenster gestaltet, die die einzelnen Vorteile von West Virginia hervorhoben. Besonders stolz ist West Virginia darauf, dass es der einzige Bundesstaat ist, welcher während des Bürgerkrieges gegründet wurde.
Nachdem wir genug gesehen hatten, marschierten wir zum Craik-Patton-Haus. Dieses liegt etwas außerhalb von Charleston. Ursprünglich stand das Gebäude in der Stadt, wurde später aber im Rahmen einer Renovierung an den jetzigen Ort verfrachtet. Zusätzlich wurde auch noch das älteste Haus von Charleston ebenso hierher gestellt.
Ein etwas längerer Fußweg brachte uns zum Capitol Market. Diese Markthalle ist nicht so groß wie die Markthallen, die wir bisher gesehen haben. Es war dennoch interessant, sich hier durchtreiben zu lassen. Im angeschlossenen Restaurant stärkten wir uns und fuhren anschließend auf den Stellplatz bei Walmart.

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2Greyhoundsontour am 21 Nov 2023 04:38:58

Fortsetzung des Reiseberichtes

Als wir heute Morgen unseren Vorhang zur Seite zogen, wartete eine Überraschung auf uns: Eine kleine Ente aus Seife war an unsere Windschutzscheibe geklemmt. Dazu hatten wir eine Mail von einer Frau erhalten, die gestern Abend auf dem Parkplatz hinter uns gestanden hatte. Sie hatte sich unsere Homepage angesehen und fand diese so gut, dass sie uns diese Ente geschenkt hatte. Nach ihrem Worten sollen diese Enten den Jeepfahrern Respekt erweisen und Glück bringen. Sie wünschte uns dieses Glück aber auch für unsere Tour. Im Internet fanden wir heraus, dass dieses „Duck Jeeping“ seit der Corona Pandemie ein weltweites Phänomen geworden ist. Seinen Anfang hatte es in Kanada, als eine Frau von den USA nach Kanada fahren wollte und in Kanada recht rüde angegangen worden war. Einem Freund, der ihr in dieser Situation geholfen hatte, wollte sie zur Überraschung ein paar Gummienten in der Wohnung verstecken und kaufte eine Tüte voller Gummienten. Auf dem Parkplatz sah sie einen anderen Jeep und steckte diesem aus Spaß eine Gummiente an die Windschutzscheibe. Und so nahm dieses Phänomen seinen Lauf.
Unser heutiges Tagesziel war über die Interstate 64 leicht zu erreichen. Der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen, weshalb wir gut vorankommen. Unterwegs machen wir einen Stopp am Cave Run Lake für unsere Mittagspause. Gleichzeitig konnten wir auf dem dortigen RV Campground ver- und entsorgen.
Über Harvest Hosts hatten wir bei der Abbetor Brewing Company in Winchester (KY) einen Stellplatz für die Nacht reserviert.

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2Greyhoundsontour am 22 Nov 2023 01:04:06

Fortsetzung des Reiseberichtes

Nachdem wir wieder Gas und Diesel (jeweils für unter einen Euro/Liter !) getankt hatten, fuhren wir nach Lexington. Dort angekommen, fuhren wir direkt in den Distillery Distrikt. Eigentlich wollten wir die älteste Destillerie besichtigen, die James E. Pepper Distillery. Diese durfte sogar während der Prohibition produzieren. Whiskeygab es damals nur auf Rezept, welches aber von den Ärzten anscheinend großzügig verteilt wurde. Die Destillerie hatte allerdings noch zu, weshalb wir die nebenan gelegene Destillerie Barrel House besichtigten. Diese ist eine sehr kleine Brennerei und produziert nur für die nahe Umgebung der Stadt. Von unserem Besuch letztes Jahr in Schottland wussten wir, wie Whisky produziert wird. Erstaunlich für uns zu sehen war, dass die Mashtun zum Beispiel nur ein alter Wasserbehälter ist. Auch fließt der fertige Whiskey in einen Plastikeimer und wird von dort bis zur Abfüllung auf Fässer in einem großen Plastikkanister gelagert. Im Anschluss an die interessante Führung gab es das Tasting. Hier wurde auch Whiskey verkostet, der nicht im Fass gelagert wurde. Alles in allem war er nicht schlecht, aber nichts Herausragendes. Wir verzichteten deshalb auf den Kauf einer Flasche. Mal schauen, was uns morgen bei der Makers Mark Distillery erwartet.
Nach dem Mittagessen gingen wir nach Lexington hinein, da der Regen aufgehört hatte. Als Highlight des Rundgangs besichtigten wir das Elternhaus der Ehefrau von Abraham Lincoln. Diese war hier aufgewachsen. Ihre Eltern hielten wie andere Familien auch Sklaven. Dies führte dazu, dass sie sich später als First Lady erklären musste, denn viele ihrer Geschwister und Verwandten kämpften für die konföderierte Armee beziehungsweise standen dieser nahe.
Nach einer Aufwärmpause bei Starbucks gingen wir zurück zum Mausmobil.

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2Greyhoundsontour am 23 Nov 2023 23:06:53

Fortsetzung des Reiseberichtes

Trotz der Eisenbahn, die direkt an unserem Übernachtungsplatz vorbei führt, haben wir nicht schlecht geschlafen.
Nach der Ankunft bei Maker‘s Mark gingen wir in das Besucherzentrum und konnten unsere für 13 Uhr gebuchte Tour vorverlegen. So müssen wir nicht anderthalb Stunden wartend herumstehen. Im Gegensatz zur gestrigen Tour ist hier alles professionell durchorganisiert. Dies bedeutete aber auch, dass die Gruppe größer war und wir zum Teil fast schon bei den einzelnen Stationen durchgeschleust wurden. Zudem merkten wir, dass wir den Südstaaten immer näher kommen: das Sprechtempo ist hier deutlich schneller und die Aussprache viel nuscheliger. Dennoch konnten wir im Großen und Ganzen den Ausführungen unserer Führerin gut folgen. Interessantes Detail am Rande: Das Wort „Whisky“ wird hier ohne „e“ vor dem Ypsilon geschrieben, da die ursprünglichen Gründer aus Schottland kamen und ihre Schreibweise beibehalten wollten. Zudem merkt man der Anlage an, dass hier eine Frau geplant hat: So gibt es sehr hübsche Bleiglasfenster, die Fensterläden sind rot gestrichen und haben anstelle eines Herzausschnittes in der Mitte einen Flaschenausschnitt. Die roten Fensterläden machen sich sehr gut vor dem Schwarz der Häuser. Auch ist die ganze Anlage sehr ansprechend gestaltet und lädt zum Verweilen und einem Spaziergang ein. Leider war der Himmel noch bedeckt, so dass schöne Fotos in den Außenanlagen nicht möglich waren.
Lagerte der Whiskey bei der gestrigen Führung circa vier Jahre im Fass, so reift der Whisky hier 5-7 Jahre. Das merkten wir bei der anschließenden Verkostung von vier Whiskies. Der normale und überall erhältliche Maker’s Mark mit 45 % Alkohol schmeckte nicht schlecht, wurde aber von dem 46-prozentigen Whisky übertroffen. Absolutes Highlight war aber der in Fassstärke abgefüllte Whisky. Hier hatten wir eigentlich erwartet, dass dieser sich den Weg in den Magen freibrennt. Wie erstaunt waren wir, als wir einen weichen, süßen Geschmack im Mund hatten und keinerlei Brennen spürten. Der vierte zur Verkostung angebotene Whisky war einer mit Marshmellow-Geschmack. Dieser ging absolut nicht.
Nach dieser interessanten und leckeren Führung fuhren wir nach New Haven zum Eisenbahnmuseum. Hier hatten wir bei Harvest Hosts einen Stellplatz organisiert.

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2Greyhoundsontour am 24 Nov 2023 15:39:42

Fortsetzung des Reiseberichtes

Eiskalt, aber sonnig, so präsentierte sich der neue Tag, als wir unsere Rollos hochzogen. Uns hielt deshalb nichts mehr im Bett.
Unser erstes Ziel war heute das Geburtshaus von Abraham Lincoln in Hodgenville. Es waren nur etwas mehr als 20 km zu fahren und so waren wir pünktlich kurz nach 9:00 Uhr da. Aber oh weh: Heute ist Thanksgiving und genau an diesem Tag hat dieses Museum zu. Wir hielten uns deshalb nicht lange auf und fuhren zum Mammoth Cave Nationalpark. Auf dem Weg dorthin überquerten wir eine Zeitzone und waren plötzlich eine Stunde früher dran.
Am Nationalpark angekommen, buchten wir uns zwei Tickets für die Domes & Dripstones Tour. Bis zum Start der Tour hatten wir noch etwas Zeit und gingen deshalb einen 3 km langen Weg Richtung Fluss, den uns die Ranger empfohlen hatten. Besondere Highlights gab es für uns hier allerdings nicht zu sehen. Auch ist heute am Fluss nichts mehr davon zu sehen, dass hier in den 1930er Jahren noch Dampfschiffe angelegt hatten, um Touristen zu den Höhlen zu bringen.
Als unsere Tour beginnen sollte, gingen wir zum vereinbarten Treffpunkt. Nach einer Einführung durch einen Ranger brachte uns ein Bus an den Höhleneingang. Und dann ging es im Gänsemarsch durch die Höhle. Viele Stufen und sehr enge Wege erwarteten uns. Zwischendrin erläuterte der Ranger, wie sich die Höhle gebildet hat, dass es sich bei dieser Höhle um die längste Höhle der Welt handelt (insgesamt sind circa 400 km Wege erforscht, von denen allerdings verständlicherweise nur die wenigsten frei begehbar sind), welche Tiere in der Höhle leben und einige geschichtliche Hintergründe. Anders als in den Höhlen, die wir bislang besichtigt hatten, gab es hier kaum Stalaktiten und Stalakmiten. Vielmehr waren viele der Höhlenkammern durch Einstürze entstanden, als das Wasser hier durchgerauscht war. Am Ende der Tour kamen wir zum sogenannten gefrorenen Niagara Wasserfall. Es sah wirklich so aus, als wäre hier Wasser über Felsen gelaufen und anschließend gefroren. Den Namen hatte dieses Gebilde bekommen, da der ursprüngliche Betreiber Touristen aus dem Staat New York anlocken wollte und deshalb die Gebilde mit Namen versehen hatte, die den Touristen geläufig waren. Nach diesem Highlight war die Tour beendet und wir wurden mit dem Bus wieder zurück zum Informationscenter gebracht. Nachdem wir uns im Mausmobil gestärkt hatten, fuhren wir zurück zum Geburtshaus von Abraham Lincoln. In der Nähe bekamen wir einen Stellplatz auf dem Lincoln Lodge RV Park.

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TiborF am 26 Nov 2023 09:58:43

Schön, wieder von euch zu lesen und dann wissen wir, dass es euch immer noch gut geht und ihr die Reise weiterhin genießt.

Weiter so und eine schöne Zeit für Euch.

2Greyhoundsontour am 28 Nov 2023 02:58:05

Fortsetzung des Reiseberichtes

Nach 3 Tagen in Nashville, der Stadt der Musik, verließen wir heute die Stadt. Nashville ist schon etwas besonderes: Musikstile aller Richtungen, dazu interessante Ausstellungen und Museen, sowie ein sehr sehenswertes Kapitol. Auch wenn unser Stellplatz etwa 14 km von Downtown entfernt lag, hatten wir kein Problem, in die Stadt zu kommen. Der Camp Ground bot einen Shuttleservice an, der bis in den späten Abend hinein verkehrte.
Morgen geht unsere Tour weiter Richtung Lynchburg. Anschließend wollen wir einen Abstecher in einen Nationalpark machen, ehe es dann weiter nach Atlanta geht.

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2Greyhoundsontour am 29 Nov 2023 05:06:20

Fortsetzung des Reiseberichtes

Wie gestern Morgen auch, begrüßte uns nach dem Aufstehen die Sonne. Aber die Temperaturen draußen vor dem Mausmobil waren eiskalt. Ein Blick in die Wetterkarte zeigte uns, dass es in den kommenden Nächten bis zu -8° werden soll.
Unser erstes Ziel heute war Lynchburg. Hier ist der Sitz der Jack Daniels Destillerie. Kurz entschlossen meldeten wir uns zu einer Führung an. Die Tour begann mit einer kurzen Rundfahrt über das Gelände. Anschließend gingen wir zu Fuß durch den gesamten Produktionsprozess. Der Whiskey wird hier in der Columns Still Methode gebrannt. Als Besonderheit wird das fertige Destillat anschließend durch eigens hier hergestellte Holzkohle gefiltert. Danach ruht er 4-7 Jahre in Eichenholzfässern.
Den Abschluss der Tour bildete ein Tasting von sechs verschiedenen Whiskeys. Lecker fanden wir den Gentleman Jack und den Honey Whiskey. Der überall erhältliche Jack Daniels Nummer 7 war auch lecker, aber eben nichts besonderes. Nicht unseren Geschmack trafen die Sorten Fire und Apple. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.
Nach der Mittagspause fuhren wir weiter Richtung Great Smoky Mountains NP. Unterwegs überquerten wir wieder eine Zeitzone, so dass wir unsere Uhren nun wieder eine Stunde vorstellen müssen. Es wird also jetzt wieder um 6:00 Uhr abends dunkel.
Da wir auf der Interstate unterwegs waren, kamen wir flott voran. In einem Vorort von Knoxville fuhren wir ab und stellten uns auf den Parkplatz bei Walmart.

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2Greyhoundsontour am 30 Nov 2023 06:27:11

Fortsetzung des Reiseberichtes

Sonne, aber -6°. So begann unser heutiger Tag (an dem wir unseren 10.000. Kilometer der Tour vollendeten). Zum Glück funktioniert die Heizung im Mausmobil!
Allzu weit hatten wir nicht mehr bis zum Great Smoky Mountain NP zu fahren. Unser Navigationssystem leitete uns allerdings auf Nebenstraßen dorthin. Dies war grundsätzlich kein Problem, bis wir an ein Schild kamen, welches die Weiterfahrt für Wohnmobile verbot. Sollen wir umdrehen oder nicht? Wir entschieden uns, die Straße weiter zu fahren und waren froh, dass unser Wohnmobil nur eine Breite von 2,25 m und eine Länge von 7 m hat. So konnten wir diese Straße ohne Probleme fahren. Es wäre auch kein Problem gewesen, wenn uns ein Fahrzeug entgegengekommen wäre. Als wir am Ende der Straße bei einem Parkplatz stoppten, sahen wir, dass andere und sogar größere Fahrzeuge auch diese Straße gefahren waren.
Beim Einstiegspunkt des Alum Cave Bluffs Trails angekommen, parkten wir unser Mausmobil. Eigentlich hätten wir hier ein Parkticket haben müssen, welches wir aber sinnigerweise in der Parkformation hätten kaufen müssen. Diese Regelung macht für uns überhaupt keinen Sinn, denn zwischen beiden Punkten liegen mehrere Meilen. So gingen wir das Risiko ein und stellten uns ohne Parkticket ab (was folgenlos blieb).
Der Weg führte anfangs wieder durch Rhododendronwälder. Aufgrund der Kälte wuchsen aus dem gefrorenen Boden zum Teil richtige kleine Eisstangen. Auch die Steine im Bach nebenan waren zum Teil mit Eis überzogen. Je höher wir kamen, umso kälter wurde der Wind. Nach knapp eineinhalb Stunden hatten wir die Höhle als Ziel der Tour erreicht. Eigentlich ist Höhle der falsche Begriff, denn es ist lediglich ein großer Felsüberhang. Hier konnten wir windgeschützt in der Sonne sitzen und den Blick über die unter uns liegenden Wälder genießen.
Der Rückweg zum Mausmobil dauerte fast genauso lang wie der Hinweg, denn der Weg verlangte unsere volle Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt wegen des schönen Wetters war es eine tolle Tour, die uns sehr gut gefallen hat.
Anschließend fuhren wir über zum Teil vereiste Straßen nach Cherokee. Das berühmte Indianerdorf ist allerdings im November bereits geschlossen. So beschränkten wir uns auf einen Rundgang durch das sehr touristisch geprägte Dorf. Die Straßen sind gesäumt von Andenkenläden, die Kitsch aller Art verkaufen. Da wir keine Lust hatten, irgendwelchen Ramsch anzuschauen, fuhren wir weiter Richtung Atlanta.
In Franklin verließen wir die Straße und fuhren auf den Parkplatz bei Walmart.

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2Greyhoundsontour am 01 Dez 2023 05:57:52

Fortsetzung des Reiseberichtes

Auch diese Nacht war eiskalt und der Morgen sonnenklar. Wir hatten heute viel vor (erst spät am Abend merkten wir, wie viel es wirklich war), weshalb wir direkt nach dem Frühstück los fuhren. Je näher wir Atlanta kamen, umso mehr nahm der Verkehr zu. Kurz vor Atlanta ging fast nichts mehr. Auf fünf Spuren stauten sich die Autos und wir kamen nur im Schritttempo vorwärts. Aber wie so oft bei Staus: irgendwann löste er sich einfach auf und der Spuk war vorbei.
Unser erstes Ziel für heute war der berühmte Friedhof von Atlanta. Unser Navigationssystem leitete uns direkt auf dem Friedhof. Das war uns auch noch nie passiert, dass wir mit unserem Mausmobil durch einen Friedhof fahren. Da die Wege dort zur Zeit allerdings neu gemacht werden, mussten wir wieder hinaus fahren. Ein netter Herr gab uns den Tipp, dass wir gegenüber des Visitorcenters parken können. Aktuell ist das Visitorcenter noch in einem Baucontainer untergebracht. Der Neubau ist aber in vollem Gange. Im Visitorcenter holten wir uns einen Plan und erkundeten den Friedhof auf eigene Faust. Viele berühmte Menschen sind dort beerdigt. Unter anderem besichtigten wir die Gräber von Kenny Rogers und Margot Mitchell (Autorin des Buches „Vom Winde verweht“). Aber auch das Grab eines Golfspielers fanden wir. Es war sehr leicht zu erkennen, da auf dem Grab viele Golfbälle lagen. Zudem sind auf dem Friedhof viele konfigurierte Soldaten beerdigt worden. Aber auch ein lustiges Grab fanden wir: Im 19. Jahrhundert hat hier jemand seinen Vogel beerdigt. Der Steinmetz wusste allerdings nicht, wie er das auf dem Grabstein umsetzen soll und hat deswegen ein kleines Schaf gestaltet. Insgesamt gesehen war der Besuch auf diesem Friedhof ein sehr schönes Erlebnis.
Da die Sonne vom wolkenlosen Himmel lachte, fuhren wir nach Downtown und drehten ein paar Runden mit dem Riesenrad.
Mittlerweile war es später Nachmittag geworden und wir fuhren zum botanischen Garten, wo aktuell die Lichtershow „Garden Lights“ stattfindet. Wir hatten ein großes Problem, einen Parkplatz zu finden. Als wir schon aufgeben wollten, fanden wir am Straßenrand eine freie Parkbucht und stellten uns dorthin. Das bedeutete zwar einen Fußweg von knapp einer Meile bis zum botanischen Garten, aber das war uns egal.
Die Lichtershow war einfach umwerfend. Unzählige Lichter verwandelten den dunklen Park in eine bunte Landschaft. Dazu erklang passende Musik. Auch eine Garten-Eisenbahnanlage war aufgebaut und mehrere Züge fuhren durch eine kleine Märchenlandschaft. Wir waren froh, dass wir trotz aller Schwierigkeiten dennoch den Weg hierher gefunden hatten.
Für die Übernachtung gaben wir die Adresse von Walmart in Atlanta ein.

Der vollständige Bericht, mehr (garantiert mausfreie) Bilder und die gesamte Reiseroute unter --> Link

macagi am 01 Dez 2023 07:53:12

Danke für den Bericht.

Geht ihr zum Stone Mountain? --> Link

Ich war schon öfters in Atlanta, habe es aber noch nie dorthin geschafft.

2Greyhoundsontour am 01 Dez 2023 15:46:18

Den Stone Mountain Park werden wir nicht besichtigen. Aktuell zieht hier über Georgia eine große Regenfront weg. Da macht es wenig Sinn, in den Park zu gehen. Da dieser nur am Wochenende geöffnet ist, müssten wir bis zum nächsten Wochenende warten, um schönes Wetter zu haben. Da wollen wir aber bereits schon an der Küste sein. Aber trotzdem danke für den Tipp.

2Greyhoundsontour am 06 Dez 2023 04:53:05

Fortsetzung unseres Reiseberichtes im neuen Blog „Nordamerika 2023 Atlanta nach Florida“

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