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Ich bin heute im Netz auf einen Urin Vernebler gestossen. Das Gerät hört auf den Namen Etteliot S und es hört sich ein bisschen wie Zauberei an :eek:. Das Gerät kann man in Verbindung mit einer Trenntoilette verwenden. Laut Hersteller entsorgt es Urin in drei Stufen. Es nimmt Urin aus dem Behälter, Filtert ihn, Desinfiziert ihn spaltet Harnstoff, Ammonium, Enzyme und Bakterien ab und vernebelt die entstandene Flüssigkeit dann mittels Ultraschall nach draussen - angeblich Geruchsneutral. Auf diese Art und Weise musst du nie mehr den Urinbehälter entleeren. Ich finde das hört sich erst mal ganz gut an - leider ist es mit 950.-€ auch recht hochpreisig - aber wenn es wirklich so funktioniert wie beschrieben wäre das schon eine Überlegung wert. Dann müsste ich in Kombination mit meiner Komposttoilette ja nur noch alle 4 Wochen den Kompost entsorgen. Hat jemand so ein ein Teil schon verbaut oder mal gesehen? Gruß Schorsch So langsam zweifele ich an den Geisteszustand solcher Innovationen. Haben wir eigentlich noch anderes im Kopf als so einen Mist aufzugreifen. Cooles system, find ich durchaus interessant Danke für den hinweis Wobei da eine Stromaufnahme auch noch interessant wäre. Wenn wirklich was verdampft wird dann geht das ja nicht in ein paar Minuten.
Hallo, Ich bin kein Chemiker! Spontan denke ich, das, was da vernebelt wird, scheint doch 'sauber' zu sein. Es kann doch auch einfach nur rausfließen. Das Wasser aus der Klimaanlage lassen wir auch alle einfach abfließen. . Aprilscherz oder Ernst? Gibt´s n Link? …und wo geht das hin, was der Apparat - wie auch immer - aus dem Urin ausfiltert, bevor die Flüssigkeit ‚vernebelt‘wird? Filterpatrone für nur noch 49,99 jede Woche? In Urin ist so einiges drin, was bei Vernebelung sonst zu ‚Schneefall‘ führen würde… Bis da jemand glaubwürdige praktische Erfahrungen postet, bin ich etwas skeptisch. Und hoffe ausserdem, dass keiner mit so nem Pipi-Vernebler je neben mir steht. bis denn, Uwe Soso, Elektrolyse. Wenn dabei nur reines Wasser anfallen würde, hätte das jede Kläranlage. Dubios. bis denn, Uwe Frostsicherheit wäre auch noch ein Thema. Auf der HP ist weder eine el. Leistung angegeben noch ein genauer Platzbedarf. Den Feststoffbehälter muss man doch wieder leeren. Ob das jetzt so einen großen Vorteil bringt muss ja jeder selbst entscheiden. Hallo, es gibt sogar eine Trenntoilette, bei der Urin mit Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt wird, Damit wird dann eine Brennstoffzelle zur Stromversorgung gespeist. :-o Link: --> Link Gruß Dirk
So so :mrgreen: Es wurde auch schon versucht, iwas in Gold zu verwandeln. Hat wohl nicht geklappt. Trotzdem interessantes Thema. Dennoch will ich keinen Nachbarn haben, der sowas nutzt. Näää Wir sollten ein neues Überthema aufmachen: "Sachen die irgendwelche Leute echt toll finden, aber total überflüssig sind!" Gelle???
Vor Allem flüssig :) Hallo, warum kam man etwas, was mit gutem Gewissen vernebelt werden kann, nicht einfach ins Abwasser geben? Viele Grüße Jürgen
Ich finde es immer wieder interessant, wie die Campingindustrie mit sinnfreien „Neuerungen“ den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Da wird die TTT als die Lösung angepriesen, dabei hatten wir das schon bei meinen Großeltern auf dem Bauernhof, nannte sich Plumpsklo, flüssiges wurde zu Gülle und die Feststoffe mit Stroh zu Mist. Wir bleiben bei der Toilette mit Wasserspülung.
Dto. ich bin ebenfalls mit so einer TTT auf dem Bauernhof in den ersten 6 Jahren groß geworden. :ja: Ich schätze die "Chemie"toilette in unserem Hymer. Beste Gruesse Bernd Ich bin etwas überrascht das es so eine kleine Box schaffen soll meinen Urin in "Echtzeit" zu filtern und zu verdampfen. Ich messe ja nicht was da an Menge per Toilettengang anfällt aber mehr als ein Schnapsglass voll ist das schon. Schau ich unserem Wasserkocher zu (mit 1000W an 230V) wie lange das dauert um 0.5l Wasser zum kochen zu bringen dann frag ich mich was so die Zyklenzeiten sind? Ein mal Pipi pro 15min? Habe auch keine Details auf der Website gefunden über Stromverbrauch, Reinigung. Oder wie gross ist die maximale Menge von Pipi pro Benutzung? Wenn du dir die Zeichnung ansiehst gibt es ja einen relativ kleinen Tank. Denke also nicht das es in Echtzeit passiert. Somit wäre, wie von dir erwähnt, die Stromaufnahme in Thema. Aber wenn die Feststoffe wieder bleiben kann ich ja gleich eine Entsorgung anfahren. Hallo,
Scheinbar wird da nicht abgekocht,
nur vernebelt. Klappt vielleicht auch mit der Gardena-UnkrautSpritze oder der GlasRein-Sprühflasche. Ur-Instinkt oder Urin stinkt Fragen über Fragen. . Ich habe mittlerweile auf social media einen Erfahrungsbericht von einem Etteliot Benutzer gefunden. Darf man sowas hier im Forum zitieren? Bei den ueblichen Verdaechtigen ist das Ding jedenfalls schon im Programm: --> Link , hier werden auch alle relevanten Daten geliefert. LG Bernd
Nur eine Angabe finde ich nicht...Welche Menge die Wunderbox in der Stunde/Tag verarbeiten kann bei einem Energieaufwand von 30 Watt/Stunde Bei 2 Personen sollten das mehr als 4 Liter im Tag sein. Mir ist leider unklar was so umständlich / aufwändig ist die Kassette eben auf einer V/E auszuleeren.. Aber gut, jeder wie er mag :) Der laesst sich auch nur vollquatschen und kann keine Frage in den Kommentaren zum Video beantworten.
Wie heißt das doch immer so schön: "Was der Bauer nicht kennt......" und nur zur Aufklärung, ein Plumpsklo ist ein Plumpsklo und keine TTT, eine TTT ist etwas völlig anders, Hauptsache etwas polemisch, bleibt Ihr nur bei Euerm Güllepumpen Bongo, da heißt es dann "PLUMPS" OHHH :lol: Grüße
Naja, ohne jetzt wieder einen großen TTT Diskussion anzuregen. Ist alles eine Glaubensfrage. Box geht ohne Chemie, TTT auch. Wo ist der Unterschied? Die TTT verspricht Autarkie, das Urin muss aber alle Tage weg, die Feststoffe sollen zu Humus werden (meist im Plastikbeutel). Ich kenne kein Katzenklo das in kurzer Zeit zu Humus wird. Dann wird die Ka..e angeblich im normalen Müll entsorgt, alles kein Problem und das Urin darf man im Notfall überall hinschütten. Bei der TTT gelten andere Gesetzte obwohl die Basis und das Ergebnis fast gleich sind. Ich kann mein Bongoinhalt auch mit Katzenstreu vermischen und in den Mülleimer werfen......Die Menge bleibt ja gleich.... Wir benutzen eine Komposttoilette eben keine TTT, also kein Plastikbeutel. Wir benutzen unsere AirHead täglich zu zweit und müssen den Feststoffbehälter nur alle 4 Wochen entleeren und was wir dann entsorgen ist torfig/erdig und ist weder optisch noch geruchstechnisch als Fäkalie zu erkennen. Urin muss ich täglich entsorgen - also habe ich doch einen Vorteil wenn das Urinentsorgen wegfällt mit Etteliot - oder? Gruß Schorsch
Ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär. Ob ich täglich Urin entsorge oder alle 2 Tage die Box, kein Vorteil für mich. Nur weil Fäkalien nicht mehr erkennbar sind, sind es trotzdem Fäkalien. Als wir in den 80ern mit dem Womo anfingen gab es eine recht einfache Lösung für das gesamte Entsorgungsproblem. Nicht nur für den flüssigen Anteil. Der "Erfolg" wurde gehäckselt und in einem Behälter gesammelt. Wenn der Motor auf Betriebstemperatur war, wurde es mit einem feinen Strahl auf das Hosenrohr gesprüht. Weg war es. So in der Art funktioniert der Wasserkreislauf ja in der Raumfahrt auch, nur eben am Ende noch konsequenter. :kaffe: Und gegen die Kosten für die Anlage auf der ISS ist das hier doch ein Schnäppchen,...
Und jetzt mal ganz provokant gefragt: Wenn die Restflüssigkeit am Ende soo neutral ist, dass man sie einfach so in die Gegend vernebeln darf, - (stelle mir gerade vor von etteliot-Nutzern umzingelt vor dem Mobil zu sitzen :eek: ) - also dann leitet man den Rest doch bitte in den Frischwasser- :D oder wenigstens in den Abwassertank. Moderation:Bitte beim Thema bleiben. Glaubenskriege könnt ihr anderweitig führen. Hier geht um einen Vernebler für Urin. Also, stramm am Thema bleiben. Wenn nicht, kommt die Entsorgung….. Die Restflüssigkeit in den Grauwassertank zu leiten veringert ja wieder die Autarkie. Sinnvoll wäre es, den Inhalt des Grauwassertank ebenfals über die Etteliot zu entsorgen. Dann bräuchte es keine Entsorgungsstationen mehr.
Der Hersteller hat mit der konsequenten Detailarmut seiner Erläuterungen zum konkreten Verfahren dieselbe Glaubwürdigkeit wie jemand, der einen Zauberstab dafür verwendet. Gut, dann eben zur Autarkieverlängerung (bei nachgewiesener Neutralität) doch ins Frischwasser.
Genau so ist das bei uns auch , papierlos und mit Rödelstab. Den Vorteil erkennt aber nur der, der sie versteht, oder eine besitzt.
Wir müssen Urin, alle 3 Tage entsorgen, in sofern wäre der Vernebler diesbezüglich, tatsächlich eine quasi "unendliche" Autarkieverlängerung. Ich finde das sehr interessant, vielleicht kann man sich das ja mal irgendwo mal in der Praxis ansehen. Und die paar Watt, währen der Fahrt, sind doch auch völlig irrelevant. Dann bliebe auf Reisen tatsächlich nur noch Frischwasser das Autarkielimit. Wenn das funktionieren würde, wäre das doch Klasse. Grüße
Besser kann mans nicht formulieren... Es gibt ähnliche Verfahren, die Urin elektrolysieren und daraus Wasserstoff gewinnen, mit einer speziellen katalytischen Elektrodenbeschichtung auf Nickelbasis. Da ist aber nirgendwo davon die Rede, dass man die Brühe danach einfach in die Umgebung versprühen kann. Um das zu ermöglichen, dürften eigentlich nur Wasser und ungiftige, geruchsneutrale, bei Normbedingungen flüssige oder gasförmige Bestandteile enthalten sein, was ich für höchst unwahrscheinlich halte. Allein der Kochsalzanteil im Urin (ca. 10 Gramm pro Tag und Person) wird nicht einfach verschwinden. Zur Info, wenn man tatsächlich Kochsalzlösung elektrolysiert, bildet sich Chlorknallgas (Wasserstoff und Chlor) und die Lösung wird stark alkalisch durch entstehende Hydroxidionen. Das beim Vernebeln als Feststoff übrigbleibende Natriumhydroxid ist stark ätzend, nicht gerade das, was man gern in die Umgebung versprüht. Wenn die Spannung dafür nicht reicht, bleibt das Kochsalz in Lösung wie es ist und beglückt die Umgebung beim Vernebeln mit Salzkrusten. Das unverbindliche Blabla zu dem Teil auf '20-Minuten-geschulter-Verkäufer'-Fachkenntnislevel baut nicht gerade Vertrauen ins Funktionsprinzip auf. bis denn, Uwe
Fragen dazu sind erlaubt, kritische Fragen sogar erwünscht, aber es einfach in Unkenntnis der Details in "Grund und Boden" zu reden, ist einem Erkenntnisgewinn ja nicht förderlich, oder? Warum schickt Ihr die Fragen nicht mal an den Hersteller oder den Vertrieb im Video und stellt die Antworten dann hier ein, das wäre doch mal hilfreich, oder? Ich finde es immer wieder interessant, das sich die Bongofraktion, also diejenigen, die mit Trenntoilette und Urinentsorgung so gar nichts zu tun haben, immer die ersten sind die technische Entwicklungen in dieser Richtung in Zweifel ziehen, weil sie ja vorab schon genau wissen, dass das gar nicht funktionieren kann (darf) Grüße Alle Fragen die ich hatte habe ich dem deutschen Vertrieb gestellt und zumindest für mich befriedigende Antworten erhalten. Ich werde am Wochenende nach Kalkar auf die 4x4 Rhein Waal fahren, da kann ich mir das noch anschauen und es dann bestellen. Wenn es dann eingebaut ist werde ich weiter berichten. Gruß Schorsch Gerade erledigt, stelle die Reaktion hier ein falls erfolgt. Gibt es das auch für die Feststoffe, Stichwort "Sprühstuhl"? Ich möchte ja nicht behaupten, dass es so etwas nicht doch geben könnte, aber mit meinem Ingenieurwissen halte ich dieses Verfahren für sehr dubios. In der Raumfahrt verwendet man die Umkehrosmose. Da wird jegliches Abwasser inklusive Urin und Kot durch eine Filtermembran gepresst. Die Poren dieser Membran sind so klein, dass nur die winzigen Wassermoleküle durchpassen, nicht aber alle chemischen Verbindungen oder Atome, die einen größeren Durchmesser haben, auch nicht die viel größeren Bakterien und Viren. Das dabei entstehende Wasser ist absolut rein, höchsten einige Gase mit kleinem Moleküldurchmesser passen durch die Poren, z.B. Wasserstoff.. Es wird aber das Abprodukt nur aufkonzentriert, nicht beseitigt. Beim Grauwasser würde sich eine Aufkonzentration durch Umkehrosmose lohnen, aber bei der Toilette wird das Abprodukt so dick, dass man es nicht mehr weggeschüttet werden kann. Was macht man in der Raumfahrt mit dem Abprodukt. Die Verwendung als Erde kommt nicht in Frage, da Krankheitserreger und Arzneimittel enthalten sind. Eine Sterilisation ist grundsätzlich mit Strahlung möglich, aber die Abtrennung von Arzneimittelrückständen ist komplizierter. Also kommen die aufkonzentrierten Abprodukte in die nächste Raumkapsel, die zurück zur Erde fliegt. Was will man auf einem Marsflug machen? Eine der größten Gefahren für die Astronauten ist die kosmische Strahlung. Um dieser Gefahr zu begegnen, will man die Kapsel mit Wasserbeuteln aushüllen. Indem Maße, wie das Wasser trotz Recycling verbraucht wird, wird die Kapsel mit den Schei.. beuteln ausgekleidet. Was folgt daraus für uns? Ich als Ingenieur suche immer nach der einfachsten Lösung für ein Problem, denn eine Technik ist immer um so anfälliger für Ausfälle, je komplizierter diese ist und um so mehr Einzelteile diese hat. Einfache Konstruktionen kann man als Anwender eher selbst reparieren als komplizierte Konstruktionen. Ich versuche deshalb, wenig sinnvolle "Ergänzungen" der Womotechnik zu minimieren. Für mich sind die meisten Assistenzsysteme und der Datenbus im Womo (Basisfahrzeug), in dem alle elektrischen Systeme eingeloggt sein müssen, kontraproduktiv, da der spärliche Nutzen viel weniger wiegt als die sehr viel höhere Ausfallwahrscheinlichkeit.
Wenn ein Hersteller auf seiner Seite nicht einmal den Versuch unternimmt plausiblen Erläuterungen zu seinem technisch außergewöhnlichem Produkt gibt, trägt er selbst nicht zum Erkenntnisgewinn bei. Wer hat also damit angefangen? Auf der Webseite steht: Ohne Fakalienlagerung oder Entleerung, hab ich was übersehen oder wie geht das mit der Ka..e? Wird die auch Zerstäubt? Wieviel Strom wird den pro Sitzung benötigt und was passiert mit den gefilterten Feststoffen? |
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