sling am 10 Apr 2024 11:19:14 Hallo, wie in meinem separaten Post schon angekündigt: --> Linkmöchte ich meine vorhandene Solaranlage jetzt mit LiFePO4 (BullTron 165Ah Polar) und Wechselrichter (Votronic 1200W mit integrierter Netzvorrangschaltung) erweitern. Zusätzlich kommen damit auch ein Batterietrennschalter, Shunt, ein neuer Standy-Lader für die SB sowie Sammelschienen und Sicherungshalter dazu. Nach vorheriger Informationsbeschaffung habe ich das mal nach bestem Gewissen grafisch abgebildet, siehe die beiden Anhänge: Blatt 1.jpg Blatt 2.jpg Ich möchte mich an die Installation aufgrund der Kostenerspraniss auf eigene Verantwortung selber wagen, bin mir aber vor den Risiken durchaus bewußt und hätte ein sichereres Gefühl, wenn ich hier vielleicht das ein oder andere Feedback bekommen könnte. Außerdem habe ich auch ein paar Fragen: 1) da mein 12 Jahre alter Dometic Kühlschrank die tolle Möglichkeit eines Solarbetriebes bietet würde ich diese jetzt auch gerne optional nutzen können. Würde das so ohne Weiteres im Automatikbetrieb über den Anschluß am Shunt gehen? Also immer wenn dort genügend Spannung anliegt würde der Kühlschrank im Stand von Gas auf Solar schalten? 2) ich bin nicht sicher, ob ich in meinem Wohnmobil die Stelle finde, wo ich den WR in die bestehende 230V Installation einbinden kann damit so wie abgebildet a Kühlschrank und Battery Charger nur über Landtrom laufen und b die vorhanden (und neuen) Steckdosen sowohl mit Landstrom als auch im WR Betrieb funktionieren? Habe leider keinen Schaltplan von Laika, den aber schon angefragt 3) ist das egal wenn der + Sicherungshalter Drm 8 Bolzen und die Massesammelschiene Drm 6 Bolzen haben? 4) meine vorhandener Votronic StandByCharger (Typ 3065) kann nicht mit der neuen LiFePO4 Batterie, deswegen eine neuer von Büttner. Wenn ich jetzt aber im Winter bei langem Stillstand die LiFePo4 mit dem Trennschalter abklemme bekommt die SB nichts mehr ab. Landstrom habe ich dann keinen und stehe im Freien. Wie habt ihr dieses Problem gelöst oder mache ich mir darüber bei der Polar Batterie viel zu viele Gedanken? Bin dankbar für alle Kommentare und Anregungen Gruß Stefan
cinzano01 am 10 Apr 2024 12:38:25 Schaut soweit gut aus! Anmerkungen: - Der WR von VOTRONIC ist eine gute Wahl! Nicht vergessen, die Brücke gem. Anleitung zu setzten, sonst funktioniert das nicht mit dem FI an den Steckdosen. - 50 mm² für einen 1200W WR ist ziemlich viel. 25 mm² reichen im Prinzip. Wenns arg lange Leitungen werden (>6m), nimm 35 mm² - Der MEGAfuse-Verteiler von Victron ist doch ein Brummer und abartig teuer. Nimm den: --> Link - reicht völlig. - Ob M8 oder M6 Bolzen ist völlig egal. Wichtig ist, dass die Kabelschuhe den richtigen Querschnitt haben und den vorgesehenen Strom tragen können! - Der VOTRONIC Standby-Lader funktioniert mit Li genau so, auch wenn anderes behauptet wird. Behalte ihn und lass das mit dem Büttner - ist reine Geldschneiderei ohne Mehrwert. - Hast du das nötige Werkzeug um diese Verkabelung SOLIDE auszuführen? - Die Li-Batterie braucht nicht abgetrennt zu werden. Sauber aufbauen und vergessen! - Warum den Abgriff am Shunt? Der Spannungsfühler vom Kühlschrank kommt auf den Sicherungsverteiler! Zwischensicherung nicht vergessen!
basste315 am 10 Apr 2024 13:52:02 sling hat geschrieben:meine vorhandener Votronic StandByCharger (Typ 3065) kann nicht mit der neuen LiFePO4 Batterie, deswegen eine neuer von Büttner.
Es gibt einige Berichte im Forum, dass der Votronic StandByCharger (in der Praxis) problemlos funktioniert. Spar dir das Geld und schau dir sie Sache einmal einen Winter lang an. sling hat geschrieben:Wenn ich jetzt aber im Winter bei langem Stillstand die LiFePo4 mit dem Trennschalter abklemme bekommt die SB nichts mehr ab. Landstrom habe ich dann keinen und stehe im Freien. Wie habt ihr dieses Problem gelöst oder mache ich mir darüber bei der Polar Batterie viel zu viele Gedanken?
Hallo Stefan, wenn nicht gerade wochenlang Schnee auf den Solarplatten liegt, hast du vermutlich mit deinen 390 Wp auch im Winter etwas Solarladung. Ich würde in diesem Fall den Akku nicht abschalten, sondern den VictronSmartSolar nach dem Vorschlag von Franz einstellen --> Link. Leider hat der Victron SmartSolar 100/30 keinen Lastausgang wie die kleineren Modelle. Wenn du den 100/30 noch nicht hast, vielleicht wären 2 kleinere VictronSmartSolar mit Lastausgang eine Alternative. Über den Lastausgang gäbe es eine elegante Lösung --> Link . Man könnte den Lastausgang auch zur Steuerung des Standby-Laders nutzen, das ist im gleichen Tröd etwas weiter vorne beschrieben. Wenn die Versorgung des Akkus über Solar funktioniert, dann kann auch der Standby-Charger seinen Dienst verrichten, ohne den Bulltron Polar LiFE-Akku leerzusaugen. Der sollte bei Unterspannung ohnehin rechtzeitig abschalten. Bei längeren Frostperioden stellt sich aber die Frage, ob Solar ausreicht den Akku auf Ladetemperatur zu erwärmen. Mach einfach mal im ersten Winter deine Erfahrungen. Meine Vorgehensweise - allerdings mit Landstromversorgung und abgeschaltetem AKKU - --> LinkHelmut
fschuen am 10 Apr 2024 15:16:27 Erst mal ein Sicherheitshinweis: deine Solarspannung beträgt rund 140 V. Für >48V gelten Sicherheitsvorschriften wie doppelte Isolation, abgesehen davon, dass ich nicht weiss, ob der Solarregler das abkann. Du solltest die Panels parallel schalten und nicht in Reihe.
Ich halte den WR für keine gute Wahl, aus zwei Gründen: erstens ist 1200W eine etwas blöde Leistung, da viele Verbraucher wie Kaffeemaschinen oder Staubsauger nur mit 1500-2000 W Dauerleistung ordentlich funktionieren, während viele Kleinverbraucher wie Laptop-Netzteile auch mit weniger klarkommen. Kommt natürlich darauf an, was du damit betreiben willst. Das wichtigste Kriterium bei WR ist Echtsinus, die sind aber wirklich billig geworden. Der zweite Grunnd ist die interne NVS. Wird gerne gekauft, um die Verkabelung einfacher zu machen, macht sie aber in Wahrheit viel komplizierter. Der WR muss nah an die Batterie, die NVS an die Stelle, die du noch nicht gefunden hast. Natürlich musst du auch den WR an eine externe NVS anbinden, aber bei der internen musst du alle Kabel am WR vorbeischleifen. Das ist erheblich mehr Kabel.
Der klein eingezeichnete FI hinter dem WR ist sinnfrei. Den Standby-Lader würde ich auch erst mal behalten, LFP ist sehr genügsam, was Ladegeräte betrifft. Und im Winter hast du kein Problem, wenn du einfach Solar anlässt und alle Verbraucher ausschaltest. Das gilt natürlich auch für Schnickschnack wie eine Batterieheizung. Mit Solar sind die Batterien immer voll und es kommen keine hohen Ladeströme zustande, und somit ist das auch bei extremem Frost kein Problem.
Gruss Manfred
cinzano01 am 10 Apr 2024 15:33:59 Also ich zähle 3 Module. Lt. Datenblatt knapp 22V Leerlaufspannung. Selbst bei sibirischer Kälte und äquatorialer Einstrahlung komme ich nicht auf über 100V. Sollte also kein Problem für einen VICTRON 100|30 darstellen.
fschuen am 10 Apr 2024 15:38:31 Ich hab den Typ gegoogelt, und da stand was von 46,5 V Leerlaufspannung. Hab vielleicht den falschen Typ erwischt, also bei 22 V definitiv kein Problem für den Regler. Und damit hätte man beide Optionen, parallel oder in Reihe.
Gruss Manfred
sling am 10 Apr 2024 17:23:12 Vielen Dank für alle bisherigen Kommentare. cinzano01 hat geschrieben:- Hast du das nötige Werkzeug um diese Verkabelung SOLIDE auszuführen?
Werkzeug für kleinere Querschnitte sind vorhanden, sollte so bis 4²mm selber machbar sein. Größere Kabel wollte ich vorkonfektionieren lassen: --> Linkbasste315 hat geschrieben:Es gibt einige Berichte im Forum, dass der Votronic StandByCharger (in der Praxis) problemlos funktioniert. Spar dir das Geld und schau dir sie Sache einmal einen Winter lang an.
okay, auch gut, der bleibt dann zunächst mal drinnen basste315 hat geschrieben:Über den Lastausgang gäbe es eine elegante Lösung --> Link . Man könnte den Lastausgang auch zur Steuerung des Standby-Laders nutzen, das ist im gleichen Tröd etwas weiter vorne beschrieben.
der SR 100/30 ist bei mir bereits verbaut. Also kein Lastausgang am Regler. Wenn ich das jetzt richtig verstehe muss die LiFePO4 im Winter garnicht zwingend mittels Trennschalter abgeklemmt werden. Dann hätte ich ja mit dem Nachladen meiner SB auch keine Probleme. Die Solarpanels liefern aus der Erfahrung auch ohne Sonnenlicht immer etwas Strom. fschuen hat geschrieben:Erst mal ein Sicherheitshinweis: deine Solarspannung beträgt rund 140 V. Für >48V gelten Sicherheitsvorschriften wie doppelte Isolation, abgesehen davon, dass ich nicht weiss, ob der Solarregler das abkann. Du solltest die Panels parallel schalten und nicht in Reihe.
die drei Solarpanels haben eine Leerlaufspannung von je 21,8V fschuen hat geschrieben:Ich halte den WR für keine gute Wahl, aus zwei Gründen:.....
möchte weder Kaffemaschine, Föhn oder grossen Staubsauber nutzen. Hauptsächlich Laptop und Fahrrad- oder E-Scooterakku. Da würde tatsächlich auch das 600W Gerät ausreichen. Mit 1200W sollte das für mich dann ausreichen. fschuen hat geschrieben:Der klein eingezeichnete FI hinter dem WR ist sinnfrei.
Votronic schreibt das so vor, wenn am Ausgang mehrere fest installierte Steckdosen verwendet werden: Votronic.jpg Zur Installation: vermutlich wird es mir nicht möglich sein, die passende Stelle im 230V Netz zu finden oder sie ist nur mit grossem Aufwand erreichbar. Dann verzichte ich auf diesen Komfort und binde den WR im 230V Netz direkt hinter dem LR ein (interne Steckdosen sind unberücksichtigt). Am 230V Ausgang des WR hinter dem FI hängen dann nur meine beiden neuen Steckdosen die dann sowohl mit Landstrom oder über den WR Strom funktionieren. Nur die bereits integrierten Steckdosen im Wohnmobil funktionieren dann nur mit Landstrom. Dann sollte nach meinem Verständnis auch nichts dagegen sprechen, bei Landstromanschluss sowohl die integrierten Steckdosen (Landstrom) als auch die beiden WR Steckdosen parallel nutzen zu können. Oder gibt es dabei Sicherheitsbedenken? Ich hoffe ich habe das einigermassen verständlich beschrieben
HartyH am 10 Apr 2024 20:25:11 und die 30 A Sicherung vom MPPT-Regler zum Akku sollte größer sein. Eine 40 A Sicherung wird nicht so gestreßt
sling am 10 Apr 2024 22:21:11 sling hat geschrieben:Dann verzichte ich auf diesen Komfort und binde den WR im 230V Netz direkt hinter dem LR ein (interne Steckdosen sind unberücksichtigt)................. Dann sollte nach meinem Verständnis auch nichts dagegen sprechen, bei Landstromanschluss sowohl die integrierten Steckdosen (Landstrom) als auch die beiden WR Steckdosen parallel nutzen zu können....
Hierzu möchte ich noch anmerken, daß bei Landstromanschluss dann ja aufgrund der integrierten Netzvorrangschaltung alle 230V Steckdosen mit Landstrom versorgt sind, auch die beiden am WR Ausgang (durchgeschleift). Die WR Funktion ist bei Landstromanschluss quasi deaktiviert. Ich hoffe damit liege ich so richtig.
Teamavanti am 11 Apr 2024 10:59:03 Hallo Stefan,
ich bin zwar kein Experte , aber seit ich 2 Solar und Bulltron drin hab hat mein Ladegerät nur noch symbolischen Wert als Backup. Selbst im Winter wenn das FZG mal ein paar Wochen steht.
Gruß Andi
sling am 12 Apr 2024 12:57:02 HartyH hat geschrieben:und die 30 A Sicherung vom MPPT-Regler zum Akku sollte größer sein. Eine 40 A Sicherung wird nicht so gestreßt
Danke für die Anregung die ich aber nicht nachvollzeihen kann: die 6²mm Batterieanschlußkabel kamen von Solarkontor fertig mit der 30A Sicherung und wurde von denen auch ausgelegt. Meine 3 Module sind ja in Reihe. Angegeben wird ein Arbeitstrom (IMPP) von 6,90 A. Wäre da eine 40A Sicherung nicht arg überdimensioniert? Seit 4 Jahren Betrieb hatte ich nicht ein Sicherungsproblem, war allerdings auch noch nicht im Sommer in Südeuropa unterwegs. Meinst du dort könnten dann tatsächlich mal 30A fließen?
HartyH am 12 Apr 2024 13:48:15 sling hat geschrieben:Meine 3 Module sind ja in Reihe. Angegeben wird ein Arbeitstrom (IMPP) von 6,90 A. Wäre da eine 40A Sicherung nicht arg überdimensioniert?
das hat nichts mit dem Solarmodulstrom zu tuen, sondern das ist der Strom vom Victron MPPT 100/30 zum Akku. Hatte ich oben auch so geschrieben. Der MPPT-Solarregler kann max 30A über dieses 6 mm² Kabel zum Akku schicken. Dabei wird diese Sicherung nicht auslösen, aber sie wird schon sehr gut warm bis heiß. Das ist für die Kontakte und für die Sicherung nicht gut. Beides altert sehr schnell. Eine Sicherung, egal wo die eingebaut ist, sollte schon ca. 20 -25% größer als der zu erwartende max. Strom sein. Hier in deinem Fall wäre die 40A Sicherung besser.
Stocki333 am 15 Apr 2024 07:52:44 sling hat geschrieben:Danke für die Anregung die ich aber nicht nachvollzeihen kann: die 6²mm Batterieanschlußkabel kamen von Solarkontor fertig mit der 30A Sicherung und wurde von denen auch ausgelegt. Meine 3 Module sind ja in Reihe.
Ich hätte einen Frage. Weil diu mit 3 Modulen in Serie arbeitest. Ich arbeite ja mit 40 Volt Module parallel. Und mei Verhältnis von Modulstrom zu Strom in den Accu ist 2,7 Kommen von den Modulen 5 A. Gehn in den Accu das 2,7 fache. Was hast du für ein Verhältnis. Danke für die Antwort. Franz
sling am 15 Apr 2024 08:49:01 hallo Franz, eine interessante Frage. Habe das soeben mal in der App angeschaut: heute an einem sonnenlosen trüben Tag kommen von Solar immerhin noch 0,1A und zur Batterie fließen 0,3A. Also 1:3. Ich werde das an einem sonnigen Tag nochmals updaten. Gruß Stefan
Stocki333 am 15 Apr 2024 17:43:22 sling hat geschrieben:hallo Franz, eine interessante Frage. Habe das soeben mal in der App angeschaut: heute an einem sonnenlosen trüben Tag kommen von Solar immerhin noch 0,1A und zur Batterie fließen 0,3A.
Danke. Das bei kleine Strömen oft nicht aussagekräftig ist, ist mir bewußt. Solche Sachen probier ich immer aus bei ca. 50% Leistung. Die Verhältniszahl ist gar nicht so schlecht als Vergleich, zwischen den Anlagen. Bei mir laufen eine 36 Volt 300 Watt mit konstant 2,7 Die 200 mit 41 Volt ist neu und die Differenziert ein bischen mehr. Aber im Schnitt ist die bei 2,8. Allerdings Morgen und abends bei schlechten Einstrahlungswinkel ist die 200 besser. Sind auch neuerer Bauart umit mehr Wirkungsgrad der Zellen. Mich hats darum intressiert, weil du mit so hoher Modulspannung fährst. Franz
sling am 15 Apr 2024 19:18:02 Ich werde das dann noch in voller Sonneneinstrahlung wiederholen und dann berichten.
Jetzt hätte ich noch eine Verständnisfrage zu meinem Schaltbild: mir ist nicht ganz klar, wie die Aufbaubatterie während der Fahrt geladen wird? Das geht doch nicht über das dargestellte Ladegerät (Battery Charger) sondern müsste doch nach meinem Verständnis direkt über die Lichtmaschine gehen. Dazu müsste doch dann ein separater Anschluß vorhanden sein den ich hier nicht abgebildet habe. Wie sieht es denn da mit der Ladespannung für meine neue LiFePO4 aus, muss bzw. kann dort auch etwas angepasst werden?
Stocki333 am 15 Apr 2024 19:43:20 sling hat geschrieben: sondern müsste doch nach meinem Verständnis direkt über die Lichtmaschine gehen. Dazu müsste doch dann ein separater Anschluß vorhanden sein den ich hier nicht abgebildet habe. Wie sieht es denn da mit der Ladespannung für meine neue LiFePO4 aus, muss bzw. kann dort auch etwas angepasst werden?
Nachdem du keinen Booster hast wird das mit einem Trennrelais passieren. Dabei werden einfach Starterbatterie und BB zusammengeschaltet. Der Wiederstand der Verkabelung bremst den Stromfluss. Wenn du das erste Mal, nach dem Umbau die Maschine startest, LiFePO4 sollte ca um 30 % entladen sein. Schaust du auf deine App. Nach einer Minute Motorlauf weißt du den Strom von der LM. So einfach ist es. Franz
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