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ECO-WORTHY 12V 100Ah - Batterie zu günstig um wahr zu sein? 1, 2, 3, 4


Tinduck am 29 Mai 2024 09:09:48

Hannus hat geschrieben:So lange meine Akkus deutlich ihre angegebene Kapazität erreichen, geh ich erst mal nicht von gebrauchten Zellen aus.


Denkfehler.

Bei 100er Akkus werden (im Fall des Falles) gebrauchte 130er Zellen eingebaut. Der Käufer freut sich dann über leichte Überkapazität, dabei sind die Zellen schon auf unter 80%.

Erkennen kann man das tw. am entfernten QR-Code oben auf den Zellen. Hat seinen Grund, wenn der fehlt oder überklebt wurde.

Funktioniert auch für 200er Akkus mit entsprechend größeren, gebrauchten Zellen.

Doof sind die Chinesen nicht :-)

bis denn,

Uwe

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Stocki333 am 29 Mai 2024 10:57:22

Uwe hier bin ich voll bei dir. Wenn schon jemand einen Accu zerlegt und die Zellen wiegt. Kommt man auf solche Sachen drauf. Und wer macht es wirklich. Hauptsache er bekommt einen Daumen hoch.
Bei Pouchzellen ist die Identifikation oft nicht so einfach, weill man den Pack zerlegen muß.
Bleibt halt viel Klebeband übrig.
Franz

Stocki333 am 29 Mai 2024 11:22:23

pwglobe hat geschrieben:Ich war in Shanghai bei einem großen chinesischen Hersteller von Batteriezellen und dieser produziert für wirklich sehr viele Kunden. Wenn die Zellen das Werk verlassen sind ein Teil blau, gelb oder auch unlackiert je nach Kundenwunsch.

I
ch denke niemand kann wirklich sagen woher die Zellen in seinen Batterien sind, egal ob teuer oder billig.
Verdrahtung und BMS stehen dann auf einem anderen Blatt.

Weißt du, nachdem du da ein bischen reinschnuppern kannst bei den Herstellern.
Wie hoch die Prozente sind die nicht an den Besteller gehen. Also aussortiert sind.
Wäre mal eine intressante Zahl. Falls du auf diese Frage antworten darfst. Was ich auch akzeptiere.
Franz

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pwglobe am 29 Mai 2024 14:29:46

Stocki333 hat geschrieben:Weißt du, nachdem du da ein bischen reinschnuppern kannst bei den Herstellern.
Wie hoch die Prozente sind die nicht an den Besteller gehen. Also aussortiert sind.
Wäre mal eine intressante Zahl. Falls du auf diese Frage antworten darfst. Was ich auch akzeptiere.
Franz


Hallo Franz, die Hersteller gehen damit offen um.

Bei den Batteriezellen sind in den Fertigungsprozess in jeder Stufe Prüfungen integriert, deshalb ist im End of Line Test eine IO Quote von >95%.
Das bedeutet ca. 90% der Zellen sind Grade A und der Rest wäre Grade B, Ausschuss bei < 5%
Bei der Batterieherstellung werden die Zellen nochmal einer Eingangsprüfung unterzogen, hier werden nochmal ca. 10% aussortiert und dann zu Grade B.
Jetzt erfolgt das Stacking, und die Busbarverbindung, danach erfolgt wieder ein Test.
Nächster Schritt Verbindung zum BMS, zuerst erfolgt der Eingangstest für das BMS, Ausschuss <1%, dann wird das BMS angeschlossen, wieder erfolgt ein Test.
Zum Schluss Einbau ins Gehäuse und dann der End of Line Test.
Hier sind dann ca. 5% der Batterien Grade B und der Ausschuss liegt < 1%, in der Regel wird der Ausschuss nochmal nachgearbeitet, Grade B wird verramscht.
Der Prozess bei prismatischen Zellen und Pouch-Zellen ist im wesentlichen gleich.
Warum manche Leute glauben prismatische Zellen im Alugehäuse wären Elektrisch besser kann ich nicht nachvollziehen.
Den Batterieherstellern geht es um Energiedichte dies ist für die Nutzung um Wohnmobil eher uninteressant.
Es gibt wahrscheinlich auch Hersteller von Zellen mit abweichenden Qualitätsprozess aber im Prinzip läuft es ähnlich ab.
Beim einfahren der Anlagen und beim Hochlauf bis zum eingeschwungenen Prozess gibt es mehr Ausschuss und Grade B, von meinen Kollegen habe ich aber die Info, dass der Ausschuss in den Müll wandert und die QR Codes vorher unleserlich gemacht werden.
Zellen für die Autoindustrie haben einen andere Chemie und auch der Aufbau unterscheidet sich, da durch das schnelle Laden mit hohen Strömen sehr viel Wärme entsteht, diese muss die Chemie aushalten und die Wärme muss auch abgeführt werden.

Stocki333 am 29 Mai 2024 14:46:19

Peter, ganz lieben Dank für die Info. Und ich muß mir das mal in einer ruhigen Stunde durch den Kopf gehen lassen.
Dafür aber ein Gutn für die Info.
Danke Franz

basste315 am 29 Mai 2024 15:05:18

leverkusen3 hat geschrieben:Die Frage ist doch:
Wie kann ich sicher sein, das die Batterie in meinem Auto das enthält, was sie vorgibt?
Kann ich sie aufschrauben und Reinschaun? Bei einigen Herstellern geht das.
Schöne Aufkleber drucken kann jeder.

Wer aufschraubt weil er neugierig ist, verliert die 5-Jahresgarantie.
Der Youtuber mit der angestochenen Pouch-Zelle (wer war der Täter) kann den geschenkten Gaul leicht schlachten.
Im übrigen denke ich, dass diese Akkus mit diesen Pouch-Paketen eher nicht mobil eingesetzt werden sondern besser als Heim-Solarspeicher geeignet sind.


Achtung Ironie:
Bei den guten alten Bleibatterien konnte man zum Glück reinschauen und rauchende Bleiakkus mit Zellschluss gab es nur in Grimms Märchen.
Helmut

andwein am 29 Mai 2024 15:32:40

basste315 hat geschrieben:.....Im übrigen denke ich, dass diese Akkus mit diesen Pouch-Paketen eher nicht mobil eingesetzt werden sondern besser als Heim-Solarspeicher geeignet sind. Helmut

So ist zumindest der Grundgedanke!
Aber ich frage mich immer wie eine 100Ah Li Batterie für 199 € (Amazon) gefertigt und mit Gewinn verkauft werden kann wenn neue Grade A oder B Zellen verbaut wurden.
Aber eigentlich betrifft es mich nicht, ich fahre BullTron
Gruß Andreas

Tinduck am 29 Mai 2024 15:59:45

basste315 hat geschrieben:
Achtung Ironie:
Bei den guten alten Bleibatterien konnte man zum Glück reinschauen und rauchende Bleiakkus mit Zellschluss gab es nur in Grimms Märchen.
Helmut


Na ja, dafür war der gute alte Bleiakku auch um 2 Größenordnungen weniger komplex, sowohl im mechanischen Aufbau als auch im Zellaufbau. Dazu in Milliarden-Stückzahlen gefertigt.

Geringe Komplexität = weniger Fehler.

Und auch dort gab es Billigbatterien, die früher ihren Geist aufgaben....

bis denn,

Uwe

Gast am 29 Mai 2024 16:08:21

pwglobe hat geschrieben:
Hallo Franz, die Hersteller gehen damit offen um.

Bei den Batteriezellen sind in den Fertigungsprozess in jeder Stufe Prüfungen integriert, deshalb ist im End of Line Test eine IO Quote von >95%.
Das bedeutet ca. 90% der Zellen sind Grade A und der Rest wäre Grade B, Ausschuss bei < 5%


Gut beschrieben so kenne ich das auch.
aber man muss etwas unterscheiden, hier handelt es sich um Akkus für die Autoindustrie, von höchste Qualität, und nicht im Preissegment von 200-800€ im VK
Jeder Akkukäufer kann ja mal bei seinem Händler mal nach einem Messprotokoll für seinen Akku anfragen, welcher das zur Verfügung stellt, bzw. überhaupt besitzt.

80% der Händler kaufen nach Preis, ohne Interesse daran was verbaut wurde, denn unterm Strich muss der Profit für das Unternehmen passen, je geringer der Preis desto geringer das Interesse an den Materialien, sondern nur am Preis.

Jürgen

Ruedi1952 am 29 Mai 2024 16:17:23

Der Preis eines Produktes beinhaltet z.b.
Material, Maschinen, Gebäude, Personal, Markennahme usw.
Wenn wir Teile direkt als Personal in unserem Betrie gekauft haben lag der Preis bei 10 bis 30 % vom Endverkäufer z.b. VW, Opel, BMW usw.
Später als Fachhändler lag mal eine Herstellerrechnung einem Produkt bei, hatten die im Großhandel vergessen rauszunehmen. Der Großhändler hat 50% des Endpreises bezahlt.Unsere Gewinnspanne lag bei 10%.
Vom Preis gleich mit höherer Qualität auszugehen muss nicht unbedingt stimmen.

Gast am 29 Mai 2024 16:23:13

Ruedi1952 hat geschrieben:Der Preis eines Produktes beinhaltet z.b.
Material, Maschinen, Gebäude, Personal, Markennahme usw.
Später als Fachhändler lag mal eine Herstellerrechnung einem Produkt bei, hatten die im Großhandel vergessen rauszunehmen. Der Großhändler hat 50% des Endpreises bezahlt.Unsere Gewinnspanne lag bei 10%.


Diese Kosten hat aber der Großhandel auch, NUR kommen bei dem noch Transport, Zoll, dazu. Und auch der muss seinen Gewinn versteuern.
Und nicht zu vergessen der Großhändler hat die Arbeit der Beschaffung auch, um seine Kunden beliefern zu können.
Der der elektriker ruft beim Großhandel an, bestellt per Telefon 50m NYM 5x1,5qmm.
Dr Großhändler muss aber Menge vorhalten um seine Kunden übernacht beliefern zu können.

Nur mal so zum Nachdenken

Ruedi1952 am 29 Mai 2024 16:41:08

Früher gab es illegale Absprachen Hersteller, Großhändler und Einzelhändler bekamen 33,33%.
Einzelhändler die empholene Preise unterboten wurden nicht mehr beliefert, das war die schönste Zeit.
Alle kosten werden ja durchgegeben bis zum Endkunden.
Keiner der Vorliegeranten

pwglobe am 29 Mai 2024 17:11:50

JUBE11 hat geschrieben:aber man muss etwas unterscheiden, hier handelt es sich um Akkus für die Autoindustrie, von höchste Qualität, und nicht im Preissegment von 200-800€ im VK
Jeder Akkukäufer kann ja mal bei seinem Händler mal nach einem Messprotokoll für seinen Akku anfragen, welcher das zur Verfügung stellt, bzw. überhaupt besitzt.


Hallo Jürgen, die Hersteller unterscheiden nicht mehr nach Automobilindustrie und Anderen, ausserdem sind die Zellen im Auto keine LiFePo4.
Die Anwendung Wohnmobil ist nur ein geringer Teil, Hauptabnehmer sind die Hersteller der Stromspeicher für Häuser und USV Anlagen z.B. für Rechenzentren.

Der VK hier in Deutschland ist lediglich Abhängig von dem Profit den der Händler oder "Hersteller" der Batterie machen will, der deutsche Händler kauft in China Zellen oder Batterien und labelt sie in D um, EK zwischen 70 und 100€, wenn ein ganz hochwertiges BMS verbaut ist vielleicht 150€ im EK.
Genauso verhält es sich beim chinesischen Hersteller, denn der verkauft hier in D eine Batterie für 200-800€ die ihn keine 50€ im EK gekostet hat.

Ich hätte mir gerne hochwertige Batterien in China gekauft, aber leider darf man sie nicht als Gepäck im Flieger transportieren.
300AH/ 200A BMS, Ausführung mit Kupferschienen statt Kabel, Bluetooth oder WLAN für 120€ das Stück, die 12V Version war im Verhältnis teuerer als die 48V Version für Hausspeicheranlagen.

Gast am 29 Mai 2024 17:21:06

pwglobe hat geschrieben:oder Batterien und labelt sie in D um, EK zwischen 70 und 100€, wenn ein ganz hochwertiges BMS verbaut ist vielleicht 150€ im EK.
Genauso verhält es sich beim chinesischen Hersteller, denn der verkauft hier in D eine Batterie für 200-800€ die ihn keine 50€ im EK gekostet hat.


Naja wenn du sicher Qualität verbaut haben willst kommst du im EK inkl. Transport Zoll usw. nicht mit 50-150€ im EK hin.
Das beinhaltet EVE Zellen, JBD BMS, saubere dicke Verkabelung, und ohne Bauschaum im Gehäuse.
auch Qualität bekommst du in China nicht für ein Trinkgeld.
Die akkus die du meinst sind solche mit minderwertigen Zellen sehr oft sogar gebrauchte aus Bussen, Gehäuse nur halb voll, BMS so gross wie eine Zigarettenschachtel ohne eine einzige Schraube und natürlich teueren Bauschaum nicht zu vergessen,
Um mir z.B. die Taschen mit Profit vollzumachen sind meine VK zu gering, da sollte ich nochmals 30% draufschlagen

Gast am 29 Mai 2024 17:26:32

Der nächste Punkt ist wenn du einen Akku mit einem großen Wechselrichter betreibst trennt sich die Spreu ganz schnell vom Weizen.

Ich nutze im Womo einen 2500W Wasserkocher, da haben schon einige 4er Packs mit je 100AH also insgesamt 400AH abgeschaltet.
Nur die wenigsten merken wie schnell die abschalten weil die wenigsten wechselrichter benutzen. Oder nur so große um nie in die Näher der 100A entnahme zu kommen, sonst würde man merken das die wenigsten günstige Akkus ihren angegeben Entladestrom erreichen ohn Abschaltung.

Stocki333 am 29 Mai 2024 17:59:40

JUBE11 hat geschrieben:Der nächste Punkt ist wenn du einen Akku mit einem großen Wechselrichter betreibst trennt sich die Spreu ganz schnell vom Weizen.
Ich nutze im Womo einen 2500W Wasserkocher, da haben schon einige 4er Packs mit je 100AH also insgesamt 400AH abgeschaltet.

Glaub ich dir sofort. Siehst ja auch an den Ergebnisen meines Testtröts.
Wenn du 4 solche Krücken hast. bekommst du auch die andeen Probleme mit den Accus. Darim Victron und die Ausgleichsladung aktivieren.Auf höherer Spannung.
So kann man vieles Verhindern.
Franz

pwglobe am 29 Mai 2024 19:32:52

Hallo, es gibt keine LiFePo4 in Fahrzeugen, also auch keine gebrauchten aus Bussen oder PKW.
Bei den „gebrauchten“ Zellen handelt sich in der Regel um Zellen aus zerlegten Hausspeichern.
Dies sind Reklamationen von Kunden und gerissene Recyclingfirmen in China zerlegen diese Batterien und verscherbeln die Zellen.
Dies ist nicht die Regel, sondern Ausnahmen.

leverkusen3 am 29 Mai 2024 20:14:24

pwglobe hat geschrieben:Hallo, es gibt keine LiFePo4 in Fahrzeugen, also auch keine gebrauchten aus Bussen oder PKW.
Dies ist nicht die Regel, sondern Ausnahmen.


Hallo

Zitat Dr. Google:

LFP-Batterien finden wir heute beispielsweise in einigen Modellen von Tesla und bei verschiedenen chinesischen Herstellern wie BYD oder XPeng.12.09.2023

mit freundlichen Grüßen

Thomas

rollermanne am 30 Mai 2024 17:51:57

Und hier auch noch mal:
Auf den ersten Blick ist das Paket durchaus gelungen. Von außen gibt sich der 4,01 Meter kurze und 1,75 Meter breite Kleinwagen kantig im Stil eines Kompakt-SUV, unter dem Blech kommt erstmals im Stellantis-Konzern ein Lithium-Ferrophosphat-Batteriepaket (LFP) mit 44 kWh zum Einsatz.
Quelle ADAC:
--> Link

Gast am 31 Mai 2024 16:49:37

Ist das auf dem Foto eine Trabbi mit Daimlertechnik, zum Trabbipreis?
Oder eher ein Daimerl mit Trabbitechnik zum Daimlerpreis untern Strich? :lol: :lol:

Trabbi.jpg

DonCarlos1962 am 31 Mai 2024 17:45:59

DonCarlos1962 hat geschrieben:
Ich habe damals, vor 6 Jahren den ersten "dummen" LiFePO4 120Ah Akku (791,49 € mit Versand) von Robur eingebaut.

Der hat, wie ich erst jetzt gesehen habe, keine prismatischen Zellen, sondern in etwa solche Pouch-Zellen.


Ich muss mich in Bezug auf die Zellen im Innern des alten ROBUR-Akku korrigieren!

Habe das Teil noch einmal aufgeschraubt und Fotos gemacht.

Zellen Robur2.jpg

Zellen Robur3.jpg


Leider kenne ich diese prismatischen Zellen nicht. Aber vielleicht kann uns hier jemand weiter helfen.

Blöder Weise komme ich nicht gut an das BMS. Das steckt hier tief unten im Gehäuse und zu sehen ist da eigentlich nix.

LG Carsten

basste315 am 31 Mai 2024 20:36:48

DonCarlos1962 hat geschrieben:Leider kenne ich diese prismatischen Zellen nicht. Aber vielleicht kann uns hier jemand weiter helfen.
Blöder Weise komme ich nicht gut an das BMS. Das steckt hier tief unten im Gehäuse und zu sehen ist da eigentlich nix.

Schön dass dieser RoburAkku (vielleicht auch mit Betreuung von Herrn Sinz :wink: ) bei dir schon 6 Jahre im Einsatz ist.

Ehrlich gesagt sehen die Bilder diverser auf YT gezeigter geöffneter "Billig-Akkus" auch nicht schlechter aus, wieso sollten die dann nicht auch so gut funktionieren?

Ich kann das unsachliche Billig-Akku-Bashing nicht nachvollziehen. :roll: .

Um unter € 300,-- für 100 Ah rentiert sich m.E. kein Selbstbau, notfalls würde ich den Billig-Akku öffnen, das BMS tauschen und die Einstellungen optimieren, die Zellen werden in den seltensten Fällen das Problem sein, außer man sticht sie an ;D

Helmut

DonCarlos1962 am 31 Mai 2024 21:46:02

JUBE11 hat geschrieben:Ist das auf dem Foto eine Trabbi mit Daimlertechnik, zum Trabbipreis?
Oder eher ein Daimerl mit Trabbitechnik zum Daimlerpreis untern Strich? :lol: :lol:


Zur Realität:

In unserem "Hundeauto" einem DACIA Lodgy werkelt ein 110PS 1,5L Diesel. (Genialer Motor!)
Der gleiche Motor wurde/wird im Mercedes A-Klasse, B-Klasse und Citan ebenfalls verbaut.

Nur so mal am Rande!

---------------------------------------------------------------------------------------

Und jetzt sollten wir dringend auf das Eingangsthema zurück kommen!

Ich habe mir jetzt zum Testen einen DC HOUSE 12V LiFePO4 100Ah Akku für gerade einmal 149,- Euro neu bestellt.
25% Ebay Jubiläums-Rabatt machte es möglich. :lol:
--> Link
Der dürfte dann mit dem ECO-WORTHY identisch und in etwa das billigste auf dem Markt sein.

Mein Sohn hat sich seinen ersten, gebrauchten, Wohnwagen gekauft.
Da drin ist vom Vorbesitzer eine 45Ah Blei-Nass-Batterie, die langsam den Geist aufgibt.

Hier werden wir die neue Batterie als Ersatz einbauen.

Als Verbraucher sind hier nur ein paar 12V LED-Leuchten, eine Tauchpumpe für Küche und Handwaschbecken (1,5A), sowie eine Tauchpumpe in der Thetford C2 Toilette verbaut.

Dazu zwei 5V USB-Steckdosen zum laden der Handys.

Vielleicht kommt irgendwann auch noch ein kleiner 12V TV dazu.
Unser 19" braucht 14Watt, aber so kleine Geräte mit DVD-Laufwerk scheint es nicht mehr zu geben. Die jetzigen brauchen gegen 20Watt.

Und das ist dann auch der Anwendungszweck gewesen. Ein Wechselrichter ist nicht vorgesehen.
Einsatz nur in der warmen Jahreszeit.

Vielleicht kaufen wir auch noch eine Solartasche, um dem Akku auch ohne Landstrom etwas laden zu können. Aber das ist für den Sohn noch Zukunftsmusik.

Gar nicht so weit weg von den Anwendungszielen mancher Wohnmobilisten, oder?

Mal sehen wie weit wir mit dieser "Billiglösung", in der wir nur einen Ersatz für die olle Bleibatterie schaffen wollen, kommen.

Wir werden berichten.

LG Carsten

Gast am 01 Jun 2024 08:46:45

DonCarlos1962 hat geschrieben:Vielleicht kaufen wir auch noch eine Solartasche, um dem Akku auch ohne Landstrom etwas laden zu können. Aber das ist für den Sohn noch Zukunftsmusik.
Wir werden berichten.
LG Carsten


Wer keine großen Ansprüche hat kann auch damit richtig glücklich werden. und das wird er auch sein.
Solange kein WR ins Spiel kommt, Ich habe es bei mir in der Werkstatt gesehen selbst ein 300W WR den ich zum entladen der Akkus nutze hat bei einem 100AH LITime Akku die Zellen richtig gequält und und teilweise die Zellen bis auf 2,5V runtergezogen.

Leider ist es halt oft so, wenn die Leute Merken ich hab Strom im Überfluß, dann denken sie über Wechselrichter nach, und dann sind die Probleme vorprogrammiert.
Beim Betrieb ohne WR ist alles easy

Hannus am 01 Jun 2024 09:42:59

Ich hab meine Akkus mal ein bißchen belastet. Jeweils für 10 Minuten. Länger benötige ich solche Ströme in der Praxis nicht. Da ich zwei Akkus habe, sind es dann die doppelten Ströme.
Hier aber einzeln gemessen, direkt an den Batteriepolen.

Bei 25A geht die Spannung auf ca.12,8V runter und verbleibt dann da. (entspricht der angegebenen Normspannung)
Bei 50A dann auf 12,65V runter und verbleibt da.
Ohne Last geht die Spannung dann wieder hoch auf 13,3V. Für meine Zwecke also durchaus Wechselrichter tauglich.

Das ergibt übrigens einen Innenwiderstand von 10 mOhm, so wie im Datenblatt angegeben.

Gast am 01 Jun 2024 09:53:05

gute Information. und wie verteilst sich das auf die Zellspannungen? welche Zellen bleiben stabil und welche rauschen vorraus in den Keller bei Belastung?

pwglobe am 01 Jun 2024 10:18:38

leverkusen3 hat geschrieben:Zitat Dr. Google:
LFP-Batterien finden wir heute beispielsweise in einigen Modellen von Tesla und bei verschiedenen chinesischen Herstellern wie BYD oder XPeng.12.09.2023


Hallo, stimmt es gibt vereinzelt LEP Zellen in Autos, aber dies ist nicht die Regel.

Hier mal eine schematische Darstellung vom Herstellprozess, der unterschiedlichen Zelltypen.

image001.png


Die Zellen von Stelantis werden zur Zeit noch zum größten Teil in China gebaut, aber in Zukunft von ACC in Billy-Berclau, Kaiserslautern und später auch in Tremoli.
Hier wird auch nochmal der Prozess beschrieben:
--> Link

pwglobe am 01 Jun 2024 10:28:27

JUBE11 hat geschrieben:Leider ist es halt oft so, wenn die Leute Merken ich hab Strom im Überfluß, dann denken sie über Wechselrichter nach, und dann sind die Probleme vorprogrammiert.
Beim Betrieb ohne WR ist alles easy


Hallo, ich habe 3 LiTime 200AH /200A verbaut und betreibe über den Victron Multiplus 3000 einen Gastroback Heißluftofen, die Spannung fällt nicht unter 13V, selbst nach über 30 Minuten nicht.

Hannus am 01 Jun 2024 10:35:44

Gastroback Heißluftofen

Du solltest schon auch die Leistung von diesem Gerät angeben, sonst macht die Aussage nicht viel Sinn.

andwein am 01 Jun 2024 10:47:07

pwglobe hat geschrieben:......Hier mal eine schematische Darstellung vom Herstellprozess, der unterschiedlichen Zelltypen.

Gute Darstellung, Dank dafür
Gruß Andreas

pwglobe am 01 Jun 2024 10:58:16

Hannus hat geschrieben:Du solltest schon auch die Leistung von diesem Gerät angeben, sonst macht die Aussage nicht viel Sinn.


Gastroback Design Ofen
Design Ofen Air Fry & Pizza
Art.-Nr.:
42815
Stromversorgung:
220 - 240 V ~ , 50/60 Hz
Leistung:
1680 Watt

pwglobe am 01 Jun 2024 11:39:25

pwglobe hat geschrieben:Hallo, ich habe 3 LiTime 200AH /200A verbaut und betreibe über den Victron Multiplus 3000 einen Gastroback Heißluftofen, die Spannung fällt nicht unter 13V, selbst nach über 30 Minuten nicht.


Ergänzung:
Sonniger Tag und 600Wp Solar,
Solarregler
200Wp an Victron 100/20 am Lastausgang hängt noch die Engel Kühlbox
400Wp an Victron 100/50

2 x Pizza und aufheizen vom Pizzastein

Hannus am 01 Jun 2024 14:26:27

Das sind dann grob gerechnet 40A pro Akku, bzw. 20A auf 100AH gerechnet. Die sollten bei vollen Akkus kein Problem sein.

cinzano01 am 10 Jun 2024 17:21:38

Ich muss mal ein bisschen einsteigen, weil da wirklich zum Teil hahnebüchenes Zeug als "Fakt" verbreitet wird. Wenn du wirklich aus der Branche bist, kann ich mir diese Aussagen jedenfalls nicht erklären.


pwglobe hat geschrieben:Die Zellen für die Module sind Pouch-Zellen und dies ist auch die Zukunft, zumindest in der Automobilindustrie.
Denn die Ausschreibung eines weiteren großen deutschen Herstellers ist auch für Pouch-Zellen.


Zumindest diese Aussage ist richtig, denn es geht um a) Einsparung von Gewicht und b) der Möglichkeit zwischen den Zellen zu Kühlen. Dafür werden die Zellen in langgestreckem Bauformat eingesetzt. Nennt sich Bladezelle ("Klingenzelle") und hat nur bedingt was mit den kritisierten Billigzellen im Beutel zu tun. aber ja, wenn man will eine Art Pouchzelle 2.0

pwglobe hat geschrieben:Bei den prismatischen Zellen müssen diese erst beschichtet und dann kommt beim Stacking noch ein „Kleber“dazwischen.


Aha.... ein Kleber? Dazwischen? Wo genau? Und was bitte wird beschichtet? Oder meinst du die Elektroden? Die bestehen - in egal welchem Format - aus mit Aktivmasse beschichteten Ableiterfolien oder (selten) Gittern. Ich kenne sowohl gestackte als auch gewickelte Pouchzellen und selbiges bei primatischen Zellen, wobei die in den meisten Fällen gestackt werden. Den einzigen Kleber, den man dort findet, sind Kaptontapes mit denen der Separator, der zischen Anode und Kathode gelegt wird und den Stapel umhüllt, fixiert wird. Eine Art "besserer" Tesafilm.

pwglobe hat geschrieben:Früher wurden die einzelnen Zellen mit Folie umwickelt, dies war zu aufwendig.


Das kann man bestellen wie man will und -richtig- die Farbe kann man sich ab einer gewissen Stückzahl aufwärts, aussuchen. Werden die prismatischen aber zu großen Fahrzeugbatterien verbaut, wo sie einsprechend fixierte Einbaupositionen haben, wird auch ohne Folie gearbeitet.

pwglobe hat geschrieben:Die Pouch-Zellen sind bereits durch das Material der Taschen gegeneinander isoliert und die Taschen sind sogar hitzebeständiger als das Aluminium der prismatischen Zellen.


Entschuldigung, aber so einen Schwachsinn habe ich noch nie gelesen! Die Folien der Pouchzellen bestehen aus sogenannten Barrierefolien. Das sind sandwichartige Laminate aus thermoplastischen Folien mit einer Lage aus Aluminiumfolie, die dazu dient, keinerlei Gasdiffusion und insbesondere Eindringen von Wassermolekülen zuzulassen. Die Wahl des Folienmaterials hängt von der Zusammensetzung des Elektrolyts ab. In der Regel sind es Laminate aus Polypropylen (PP) und/oder Polyethylenterephtalat (PET). Gerne wird ein Verbund genommen mit PET außen, dann Alu und PP innen, weil PP eine hohe chemische Beständigkeit aufweist.

Beiden Materialien gemein ist die Möglichkeit, sie mit Schweißleisten miteinander zu verschmelzen und gasdicht zu bekommen, dies geschieht bei Temperaturen von kurzzeitig etwa 180-200 °C.

Gleichzeitig besteht die nicht ganz triviale Anforderung, die Schweißnähte über längere Strecken und vor allem im Bereich der Ableiterfahnendurchführung dicht zu bekommen.

Aluminium hat bekanntermaßen einen erheblich höheren Schmelzpunkt.....

Die TemperaturBELASTBARKEIT einer Zelle wird hingegen vom Material des eingesetzten Separators bestimmt und beträgt bei PE-Separatoren 70 °C und bei PP 90-110 °C. Glasfaserseparatoren sind bei diesen Bauformen gänzlich unüblich.


pwglobe hat geschrieben:Ich denke niemand kann wirklich sagen woher die Zellen in seinen Batterien sind, egal ob teuer oder billig.
Verdrahtung und BMS stehen dann auf einem anderen Blatt.


Das mag stimmen, lässt sich bei Qualitätszellen aber im Zweifel nachvollziehen. Ich weiß jedenfalls vom wem, wo, wann und auf welcher Anlage meine Zellen produziert wurden. Die Kennzeichnung durch den National Standard of the People´s Republic of China in der Norm GB/T 34014 festgelegt: --> Link

Zellanbieter, die diesen Code unkenntlich machen, haben jedenfalls etwas zu verbergen....

Stocki333 am 11 Jun 2024 20:33:01

cinzano01 hat geschrieben:Zellanbieter, die diesen Code unkenntlich machen, haben jedenfalls etwas zu verbergen....

pwglobe hat geschrieben:Ich denke niemand kann wirklich sagen woher die Zellen in seinen Batterien sind, egal ob teuer oder billig.
Verdrahtung und BMS stehen dann auf einem anderen Blatt.

Ich hatte gestern in Bremen ein Intressantes Date mit Linda und einem Techniker von Bely.
Die beiden haben mir bestätigt, das es in China momentan viele kleine Firmen gibt die gebrauchte Zellen aufkaufen und billigst mit BMS mit aktiven Balancer in Gehäuse bauen und verkaufen.
Sie waren überrascht, wie billig die in DE angeboten werden. Obwohl diese Aussage ich mit Vorsicht betrachte.
Linda ist in meinen Augen eine Beinharte Geschäftsfrau mit sehr gutn Marketingkentnissen.
Franz

Gast am 12 Jun 2024 07:31:35

Stocki333 hat geschrieben:
Linda ist in meinen Augen eine Beinharte Geschäftsfrau mit sehr gutn Marketingkentnissen.
Franz


Das ist genau das was ich hier schon lange immer wieder predige. Galubt eben nur keiner weil es keiner glauben will.

die Zeiten der ewig lächelnden Idioten ist schon lange vorbei. Und die wissen auch was sie für Qualität verlangen können. und auch bekommen.

Wer glaubt heute noch auch in China Qualität zum Aldipreis zu bekommen, ist auf einem uralten Holzweg.

pwglobe am 12 Jun 2024 15:05:03

Hallo cinzano01 „LiFePo4 Experte“,

Wenn du aufmerksam gelesen hättest und dem Link zu ACC gefolgt wärst hättest du den von mir beschriebenen Prozess gesehen.
Ich habe hier die Fertigungsprozesse der Module und nicht der Zellen beschrieben, die Fertigungsprozesse der Zellen habe ich in einem Schaubbild gepostet.

Ich zähle mich nicht zu den Experten in der Herstellung von Li Batteriezellen, aber in der Konstruktion und Aufbau von Produktionsanlagen zur Fertigung von Modulen und Batterie Assembly in weltweiten Großprojekten (Gigafactory) hat unser Unternehmen mittlerweile einiges an Erfahrung sammeln können.

In meiner Position habe ich einen tiefen Einblick in die Technik.

Gerry01 am 12 Jun 2024 21:50:10

Sehr interessante Ausführungen zur Zellherstellung, aber die Eingangsdrage war doch eigentlich ob Billigakkus verwendbar sind.
Ich habe im Flugmodellbau schon alle Akkutypen von NiCd, NiMh über LiIon bis LiPo und LiFePo durch. Allen war eines gemeinsam. Wenn man die Spezifikation der Hersteller ausreizt hat man nicht unbedingt lange Freude an seinen Akkus.
Deshalb gilt bei uns die Regel maximal die Hälfte des zulässigen Stroms und Entladung maximal auf 20%.
Die Hälfte des zulässigen Stroms deshalb weil die Akkus in weniger als 10 Minuten entleert sind.
Im Bereich LiFePo bei unseren Wohnmobilen sehe ich das ähnlich. Wenn mann deutlich unter den zulässigen Entladeströmen bleibt und die Zellen nicht mit hohen Strömen völlig leer saugt, dann kann man auch mit sogenannten Billigakkus gut klar kommen.

cinzano01 am 12 Jun 2024 22:04:54

Was soll ich mit dem Link vom ACC oder dem Fließschema?
Das sind völlige allgemeine Informationen mit null Tiefe.

Hast du schon mal Elektrodentinten entwickelt?
Aktivmaterialien?
Additivierung von Elektrolyten erforscht?
Beschichtungsmaschinen für Elektroden gebaut und eingefahren?
Tausende Versuchszellen gebaut Knopfzellen, Pouchzellen, 18650er und diese Zyklisiert?
Prüfprogramme geschrieben und validiert?
Nein?
Dann bleib bei deiner Behauptung, die Folien von Pouchzellen seien temperaturstabiler als das Alucase einer Prismenzelle. Das reicht schon.

Bevor ich 2013 zum Thema Elektrodenentwicklung für LiB kam, war ich in der Prozessentwicklung für organische Grindchemikalien 20 Jahre tätig und hab entsprechende Anlagen Projektierung im Bereich 100kT/a durchgeführt.
Das hat aber nicht automatisch bedeutet, dass die Ingenieurteams im Detail wussten, was in diesen Anlagen chemisch abläuft.
Vielleicht hast du tiefe Einblicke in die betreffenden Produktionsstraßen für Batterien, aber deine Aussagen lassen erkennen, dass Detailwissen fehlt.

Stocki333 am 12 Jun 2024 22:07:35

[quote="Gerry01"
Im Bereich LiFePo bei unseren Wohnmobilen sehe ich das ähnlich. Wenn mann deutlich unter den zulässigen Entladeströmen bleibt und die Zellen nicht mit hohen Strömen völlig leer saugt, dann kann man auch mit sogenannten Billigakkus gut klar kommen.[/quote]
Gute Aussage denen ich folgen kann.
Aber du übersiehst einen wichtigen Punkt.
Der Hersteller muß dir sagen, was für Typen von Zellen verbaut.( = Leistungsklasse) Sagt er dir das nicht, stehst du weiter im Dunkeln mit deiner Meinung.
Also sind wir wieder bei der Speculation.
Aber wir stehen noch immer im Dunkeln. Weil sich keiner das Licht einschalten traut, wegen der Billigaccus mit unbekannten Zellen. :lol: :mrgreen:
Franz

Gerry01 am 12 Jun 2024 23:45:43

Welche Zellen genau verbaut sind sagen dir nicht mal die vermeintlichen Premiumhersteller. Ich hab dieses Jahr auf der CMT einen geöffneten Liontron am Herstellerstand gesehen und gefragt was sie da für Blaustrümpfe eingebaut haben.
Das sind natürlich Topzellen, Fabrikat nur rumgedruckse.
Fakt ist es sind weder Headway noch A123.
Ähnliche Reaktionen bei anderen Herstellern mit prismatischen Zellen.
Auch die sind alle blau.....
Mit Spezifikation meinte ich den Maximalstrom. Alle mir bekannten Billigakkus können angeblich 100A. Halbiert man den, dann sollte man einigermaßen auf der sicheren Seite sein.
Wenn man sich dann noch den Luxus eines Voltmeters gönnt und die Spannung beobachtet während die Kaffeemaschine läuft denke ich mal das Risiko hält sich in Grenzen.

andwein am 13 Jun 2024 09:59:14

Gerry01 hat geschrieben:.....Ich habe im Flugmodellbau schon alle Akkutypen von NiCd, NiMh über LiIon bis LiPo und LiFePo durch. Allen war eines gemeinsam. Wenn man die Spezifikation der Hersteller ausreizt hat man nicht unbedingt lange Freude an seinen Akkus.
Deshalb gilt bei uns die Regel maximal die Hälfte des zulässigen Stroms und Entladung maximal auf 20%.

Dieser Aussage stimme ich zu!! Alles andere darüber geht zu Lasten der Lebensdauer! Das ist auch das Problem, das viele einfach nicht in Betracht ziehen. Eine Überlastung ist bei allen Akkutypen möglich, die Auswirkungen zeigen sich erst nach 2-3 Jahren.
Gruß Andreas

Gast am 13 Jun 2024 10:53:43

Gerry01 hat geschrieben:Wenn man sich dann noch den Luxus eines Voltmeters gönnt und die Spannung beobachtet während die Kaffeemaschine läuft denke ich mal das Risiko hält sich in Grenzen.


Das widerspricht aber häufig den Aussagen Ich will eine Lifepo einbauen und vergessen.

Es ist richtig das viele Hersteller egal ob teuer oder billig, nichts offenlegen, die sehen das als Betriebsgeheimnis oder was auch immer.

NUR darf man nicht immer alle über einen Kamm scheren, was hier aber betrieben wird, es gibt auch Händler die ihre Sachen transparent gestalten.

Es herrscht hier die Meinung, Deutsche Händler machen sich mit den gleichen Komponenten wie die Billiganbieter NUR die Taschen voll, können sich dafür in 1 Monat einen Porsche kaufen. Die Billigen sind die guten weil die gleiche Ware zum reellen Preis anbieten. Wo leben denn manche hier?

Ich bekomme in den letzten wochen unzählige Anfragen von Billigakkubesitzern die die Deutsche Electric App aus dem Store kostenlos geladen haben mit Fragen wie
wie komme nicht in meinen Akku, kannst du mir sagen wie das geht? oder wie kann ich die Daten ändern und kontrollieren.

Da frage ich mich manchmal schon auf welchem Planeten ich gerade lebe.
Trotzdem versuche ich zu helfen wo es geht, aber alle deutschen Händler zu verteufeln, und Gier zu unterstellen ist der falsche Ansatz.

Ich habe hier schonmal geschrieben solange jemand wenig Strom braucht, und keine hungrigen WR hat kann auch mit Billigakkus glücklich werden.
Aber eben nicht einbauen und vergessen.

pwglobe am 13 Jun 2024 11:19:14

cinzano01 hat geschrieben:Dann bleib bei deiner Behauptung, die Folien von Pouchzellen seien temperaturstabiler als das Alucase einer Prismenzelle. Das reicht schon.
Bevor ich 2013 zum Thema Elektrodenentwicklung für LiB kam, war ich in der Prozessentwicklung .


Wir bauen aktuell einen Fertigungstrasse für Batterien mit Pouchzellen, die äußere Hülle der Taschen besteht aus einem hochhitzebeständigen Keramikgewebe und einer wärmeleitfähigen Beschichtung.
Vielleicht ist man bei der Entwicklung dieser Zellen weiter als dein aktuelles Wissen.
Ich bin Ingenieur (zwar seit einigen Jahren mehr im Management) und kein Chemiker, aber den Prozess hinter der Herstellung kann ich schon verstehen.
Wir entwickeln und bauen Anlagen zur Batterieproduktion die Zellen sind vorgelagert und diese Fertigung wird von anderen Anlagenbauern realisiert.

Tinduck am 13 Jun 2024 13:00:36

pwglobe hat geschrieben:
Wir bauen aktuell einen Fertigungstrasse für Batterien mit Pouchzellen, die äußere Hülle der Taschen besteht aus einem hochhitzebeständigen Keramikgewebe und einer wärmeleitfähigen Beschichtung.
Vielleicht ist man bei der Entwicklung dieser Zellen weiter als dein aktuelles Wissen.


Das sind aber MIT SICHERHEIT nicht die Art von Pouchzellen, die man in aktuellen Billigakkus findet.

Deine Variante muss nämlich erst noch in Serie eingefahren, produziert, genutzt, ausgemustert und dann auf dem Gebrauchtzellenmarkt verkauft werden, bevor sie in einem Billigakku für den Endverbraucher landen... :)

Es geht um die Akkus, die im Moment verkauft werden, nicht um die, die es in 5 Jahren vielleicht gibt. Und aktuell sind da halt die üblichen Pouchzellen drin, die mechanisch und thermisch nicht so belastbar sind wie prismatische Zellen.

bis denn,

Uwe

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