rheiwo am 04 Mär 2025 20:27:24 Kabelbruecke_4141E.png Der Thetford N4141 Absorber-Kühlschrank kann, wie üblich, mit 12V DC, 230 V AC und Gas betrieben werden. Nach der "Aufrüstung" unseres Wohnmobils auf 300 Ah LiFePO4 möchte ich den Kühlschrank optional auch im Stand auf 12V betreiben. Vor allem, um bei Fährüberfahrten nicht mit Kühlakkus herumjonglieren zu müssen. Der Kühlschrank "zieht" ca. 18 A auf höchster Stufe. Ein Test über 10 Stunden verlief problemlos. Hier im Forum ist an verschiedenen Stellen beschrieben, wie man mit zwei Dioden und einem Schalter die manuelle Umschaltung realisiert. Ein Blick in die Installationsanleitung des Kühlschranks hat mich aber irritiert. Dort ist (s. Zeichnung) beschrieben, wie die OEM Außenbeschaltung aussehen könnte. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind für HC (High Current für die 12 V Heizpatrone mit 25 A abgesichert) und LC (Low Current, Dauerspannung für die ELektronik mit 1,1 A abgesichert) jeweils 12 V (!) vorgesehen. Nun ist in der Zeichnung aber ein Spannungsteiler dargestellt, der am Abgriff zwischen den Widerständen ca. 2 Volt (!) zur Verfügung stellt. Diese werden dann auf den 12 V Eingang geschaltet? Wie ist das zu verstehen? Ist die erzeugt Spannung nicht zu niedrig? Kann das einer der Elekronikexperten erklären? Dafür wäre ich sehr dankbar. Grüße aus Rheine Gerold
ChristianF am 04 Mär 2025 22:13:33 Bevor wir auf Kompressor gewechselt sind, habe ich diesen Umbau auch gemacht. Die Widerstände habe ich nicht verbaut, und ehrlich gesagt erschließt sich mir deren Sinn überhaupt nicht. Worauf man auf jeden Fall achten sollte ist, beim künstlichen D+ eine Diode einzubauen, damit NUR der Kühlschrank die 12V D+ bekommt und sie nicht bis in die D+ Verteilung des EBL zurückreichen und Dinge wie Trittstufe oder Sat-Anlage blockieren. Zum Glück ist D+ nur ein Steuersignal, von daher reichen dort die einfachsten Dioden. Hier ein Beispiel: --> LinkDie +2V in der Zeichnung halte ich für einen Fehler, ich vermute dass dort auch 12V hätte stehen müssen?
rheiwo am 06 Mär 2025 00:00:53 Hallo Christian, vielen Dank für Deine Antwort. Ja, Deine Wago-Konstruktion hatte ich auch gesehen. Habe es heute aber lieber mit einer kleinen Epoxy-Lochrasterplatte und aufgelöteten 2 x 1 N 4001 Dioden gelöst. Ich kann nun mit einem Schalter (Taster) aus dem Innenraum D+ über eine der Dioden auf den Kühlschrank aufschalten und diesen damit auch "im Stand" auf 12 V betreiben. Bei den installierten 300 Ah läuft er damit mehr als 10 Std. Sobald ich die Photovoltaik installierere, werde ich versuchen, auch S+ vom MPPT-Regler zu nutzen. Die Schaltung von Thetford bleibt aber nach wie vor mysteriös.
ChristianF am 07 Mär 2025 00:28:06 Da muss ich Dich enttäuschen: Thetford kennt keinen S+, das gibt es m. W. nur bei Dometic. Dies ist ein weiterer Grund, warum man eine Diode braucht ;)
Eine richtige Platine ist natürlich deutlich schicker als eine Plastiklösung.
chigger am 07 Mär 2025 02:22:37 rheiwo hat geschrieben:Der Thetford N4141 Absorber-Kühlschrank kann, wie üblich, mit 12V DC, 230 V AC und Gas betrieben werden. Nach der "Aufrüstung" unseres Wohnmobils auf 300 Ah LiFePO4 möchte ich den Kühlschrank optional auch im Stand auf 12V betreiben.
Mal eine Grundsatzfrage: War immer der Meinung, dass der Kühli während der Fahrt die 12V von der Starterbatterie bezieht. Wenn nun die Schaltung mit dem D+ so modifiziert wird, dass der 12V Betrieb auch im Stand geht, würde immer noch die Starterbatterie belastet. Dann brächten die 300 Ah LiFePO4 Aufbaubatterien eigentlich nichts und die Starterbatterie verabschiedet sich irgendwann. Oder liege ich da falsch?
roehri am 07 Mär 2025 09:06:52 Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Das soll wohl nicht immer der Fall sein. Bei mir ist der Stecker für den KS auf dem EL in der Heckgarage angeschlossen. Von welcher Batterie die Stromversorgung erfolgt, werde ich testen, bevor ich den eigentlichen Anschluss vornehme.
ChristianF am 07 Mär 2025 23:21:29 chigger hat geschrieben:War immer der Meinung, dass der Kühli während der Fahrt die 12V von der Starterbatterie bezieht. Wenn nun die Schaltung mit dem D+ so modifiziert wird, dass der 12V Betrieb auch im Stand geht, würde immer noch die Starterbatterie belastet.
Im Idealfall nutzt der EBL (welchen Herstellers auch immer) das D+ Signal auch, um die Ladespannung der LiMa auch auf den EBL und damit die Aufbaubatterie zu schalten. Damit würde die Aufbaubatterie während der Fahrt geladen, und es wäre egal wo der KS angeschlossen ist, da ja grundsätzlich Strom von der LiMa in die Aufbauelektronik kommt. Ansonsten würde die Sache keinen Sinn machen.
roehri am 07 Mär 2025 23:49:19 Bei einem D+ Signal wird im EBL die SB und die AB zusammengeschlossen, und gemeinsam von der LM geladen. Die Frage ist, wenn der Zusammenschluss der Batterien getrennt ist, welche Batterie speist den Kühlschrank.
Ich habe heute das D+ am KS mit 12 Volt versorgt, der KS hat über 12 Volt gekühlt, aber das Bordpanel hat mir angezeigt, das beide Batterien zusammengeschlossen sind. Vermutlich hat die D+ Einspeisung die Batterien per Trennrelais im EBL zusammengeschaltet. Morgen baue ich 2 Dioden ein, damit eine Rückeinspeisung ins EBL mit D+ verhindert wird. Dann sehe ich, über welche Batterie der KS läuft. Im besten Fall über die AB, so habe ich es zumindest im Schaltplan erkannt.
Funktioniert aber auch nur mit der ominösen Brücke zwischen KS1 und KS2.
chigger am 08 Mär 2025 03:30:06 ChristianF hat geschrieben:Im Idealfall nutzt der EBL das D+ Signal auch, um die Ladespannung der LiMa auch auf den EBL und damit die Aufbaubatterie zu schalten. Damit würde die Aufbaubatterie während der Fahrt geladen, und es wäre egal wo der KS angeschlossen ist, da ja grundsätzlich Strom von der LiMa in die Aufbauelektronik kommt.
Die neueren Fahrzeuge haben sind meistens mit einem Booster ausgestattet, wobei dieser von der Leistung her (z.B. Knaus max. 25A) oft etwas knapp dimensioniert ist. Wenn dann noch die Kapazität der Aufbaubatterien vergrössert und allenfalls auf LiFePO4 hochgerüstet wird, bleibt so zum Laden der Aufbaubatterien nicht mehr viel übrig. im 12V Betrieb zieht der N4141E 205 Watt = 17A, dann bleibt nur noch 8A zum Laden der Batterien übrig. Daher müsste der Kühli direkt am der Fahrzeugelektrik angeschlossen sein.
roehri am 08 Mär 2025 15:20:35 Ja, der Kühlschrank bezieht auch im Stand den Strom über die Starterbatterie.
Hätte ja auch mal einfach sein können
rheiwo am 11 Mär 2025 22:57:48 Vielen Dank für Eure Ergänzungen. Es müssen also verschiedene Dinge berücksichtigt werden. Bei unserem GiottiLine Siena 322 (2024) war der Kühlschrank (4141E) mit einem ausereichend dimensionierten Kabel am EBL (Nordelettronica) angeschlossen und zwar in der Verteilung der Aufbaubatterie. An dem Stecker liegen sowohl 12V geschaltet (über D+) und Dauer 12V an. Im Kühlschrank selbst wurde dann einweiteres Mal geschaltet. Ebenfalls mit Relais über D+. Daher habe ich den Anschluss des 4141 am EBL auf Dauer 12V umgesteckt, das sonst die "Diodenweiche" am Kühlschrank selbst nicht funktioniert hätte. Außerdem ist im Siena 322 ein 40 Ampere Ladebooster verbaut. Darüber hatte ich mich gewundert. Aber bei den 18 A, den der Kühlschrank zieht, wäre ein 15 A Ladebooster überfordert gewesen. Nach dem Umbau kann ich nun den Kühlschrank auch im Stand auf 12 V betreiben. Mit den 300 Ah LiFePO4, die ich ebenfalls eingebaut habe, läuft er nun ca. 15 Stunden auf 12 V. Wozu? Einerseits, um die neuen Akkus testen zu können, vor allem aber um bei Fährüberfahrten (8 - 10 Std.) das Jonglieren mit den Kühlakkus zu sparen. In einem YouTube-Video habe ich das auch dokumentiert: --> Link
Hannus am 12 Mär 2025 11:01:52 Da es anfänglich egal war, ob der Kühlschrankanschluß vor oder hinter dem Trennrelais abgegriffen wurde, haben wir jetzt die unterschiedlichen Ausführungen bei den EBLs. Während bei den meisten EBLs der Anschluß des Kühlschranks auf der Aufbaubatterieseite sitzt und damit keine Probleme bereitet, sitzt er bei den Nordelektronikageräten auf der Starterbatterieseite des Trennrelais. Wer nicht auf der Leiterplatte rumschnitzen möchte, verbindet den Kühlschrankanschluß am einfachsten über eine fliegende Sicherung direkt mit B2.
Nochmal zur obigen Schaltung. Da steht doch eindeutig dran "zwei Wege Option". Hierdurch wird, z.B. in Wohnwagen, der 12V Betrieb bei der AES Auswahl deaktiviert. Der Kühlschrank schaltet dann nur noch zwischen Gas und 230V um. Hat also nichts mit der Spannungsversorgung zu tun, und damit für die Vorhaben hier also völlig irrelevant.
rheiwo am 12 Mär 2025 23:08:31 Hannus hat geschrieben: sitzt er bei den Nordelektronikageräten auf der Starterbatterieseite des Trennrelais .
Das ist - so pauschal - schlicht falsch. Die Nordelettronica-EBLs unterscheiden sich von Typ zu Typ. Ich habe den 355S beschrieben. Siehe Zeichnung. JP 4 ist die Molex-Buchse für den Kühlschrank.
rheiwo am 12 Mär 2025 23:10:43 Hannus hat geschrieben:Nochmal zur obigen Schaltung. Da steht doch eindeutig dran "zwei Wege Option".
Diesen Hinweis im Thetford Manual habe ich falsch interpretiert. Danke. 12 V HC wird durch den Spannungsteiler auf 2 V gezogen und bleibt damit wirkungslos. 12 V LC für die Elektronik bleibt erhalten. So macht das natürlich Sinn.
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