|
Guten Morgen, in der Theorie habt ihr alle recht, in der Praxis ist es dann eben doch nicht ganz so einfach, wie man es gerne hätte. als ich vor 15 Jahren meinen letzen Benz neu in einer Niederlassung gekauft habe, bekam ich viele Wochen vor der Abholung in Sindelfingen eine Rechnung über den Gesamtbetrag. Hatte mich auch etwas gewundert, aber dann doch bezahlt, weil es eine Niederlassung von Mercedes war. Auch beim Womokauf letztes Jahr wollte der Händler von 83 TE noch 20 TE Anzahlung, obwohl ich keine An/Umbauten beauftragt hatte. Ohne die Anzahlung hätte der Kauf nicht stattgefunden, da gab es keine Diskussion. Nach der Anzahlung kam der FZ-Brief mit der Aufforderung, den Rest zu begleichen. Ohne vorherige, vollständige Bezahlung war keine Abholung möglich. Es war ein extrem günstiger Preis für ein noch nicht gebautes Neufahrzeug mit einer sehr seltenen Ausstattung und bereits im Vorlauf in wenigen Wochen abholbar. Es handelte sich um eine nicht nachrüstbare Ausstattung wie Alde, 4x4 etc. Wenn ich abgelehnt hätte, wäre die Alternative ein von mir neukonfiguriertes Fahrzeug für mindestens 107 TE mit Glück ein Jahr später auslieferbar. Bei Mobile gab es Womos mit dieser Ausstattung gar nicht. Ich habe mich dann für die Anzahlung entschieden und Glück gehabt. Fazit: Es ist nicht einfach, ohne Anzahlung zu kaufen. Es sei denn, es handelt sich um 0-8-15-Fahrzeuge, die überall zum vergleichbaren Preis in ähnlicher Ausstattung sofort verfügbar sind. Dann kann man es drauf anlegen und das Geschäft notfalls platzen lassen. Danke für den Beitrag. Ich seh's genauso, die Welt ist halt nicht Schwarz-Weiss und es kommt immer auf den individuellen Fall an. Man muss sich auf für beiden Seiten akzeptable Verkaufsbedingungen einigen, wenn nicht, gibts halt kein Geschäft. bis denn, Uwe
Jeder darf soviel Anzahlen oder bezahlen wie er möchte, denn es ist ja Euer Geld. Nur einen PKW Monate vorher vollständig zu bezahlen, nur weil man eine Rechnung (aber noch keine Ware ) bekommt, das ist schon ein Hammer. Hast Du wenigstens mal angerufen, was das soll?
Dann hätte der Kauf eben nicht stattgefunden, Punkt! Du hast offensichtlich Wochen vor der Übergabe das Fahrzeug zu 100% bezahlt, Alle Achtung! Es gibt nie nur ein gutes Angebot auf dem Markt. Aber ja, Ihr dürft alles machen, denn es ist ja Eurer Risiko. Wenn der Händler pleite gegangen, hätten wir hier "Das Große Jammern" gelesen. Man muß einfach nur mal sein "HabenwollenGen" auschalten und einfach mal rational darüber nachdenken. Bei manchen Kommentaren hier kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln, wie naiv manche ihr hart verdientes Geld leichtsinnig einem Verlustrisiko preisgeben. Statt der Unseriosität von Vorkassen den "Hahn" abzudrehen, schütten manche immer weiter Wasser auf die Mühlen. Ihr stellt im Prinzip einen Koffer voll Geld "bei jemandem ab" und hofft Monate später, das es noch da ist :lol: Wie würdet Ihr das nennen? ich nenne das hochgradig leichtsinnig und naiv! Da müßte sich ja sogar ein Enkeltrickbetrüger bei manchem hier mehr anstrengen, um an Euer Geld zu kommen, als ein WoMo Händler :lol: :lol: :lol: Mein letzter WoMo Händler hat nie über eine Anzahlung gesprochen - er nimmt einfach keine! Nach 2 Wochen lagen die Papiere zur Anmeldung im Briefkasten. Nochmal - ein plausiblen Grund, außer dem "HabenWollenGen" eine Anzahlung zu leisten, hat hier noch niemand von sich gegeben. Aber jeder darf, wie er möchte, ist ja nicht mein Geld. Grüße Bei Shein war es eine Niederlassung, da hätte ich keine Probleme, im Voraus zu zahlen. Die Wahrscheinlichkeit, das die Mercedes-Benz AG Konkurs geht, ist doch sehr unwahrscheinlich. Aber Vielleicht noch eine andere Idee, da wir relativ kurz vor den Kauf eines neuen Wohnmobils stehen, unser "Altes" wird Dienstag abgeholt : Ich trage mich gerade mit dem Gedanken, das nächste Wohnmobil zu einem geringen Prozentsatz zu finanzieren. Soll heißen, ca. 80 - 90 % anzuzahlen, und die restlichen 10 - 20 % über 12 Monate zu finanzieren. Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, ich müsste sonst irgendwie an mein Festgeld ran, was mit Zinsverlust verbunden ist, und, was hier zum Thema gehört, sobald die finanzierende Bank den Brief hat, sollte ich sicher sein, falls der Händler in Konkurs geht, oder ? Die paar Euro Zinsen für die kurze Laufzeit und den Überschaubaren Betrag sind definitiv weniger, als der Verlust der Zinsen für das relativ hohe Festgeld, welches noch einige Zeit läuft.
Ich kann das rückblickend nur mit Nachdruck unterschreiben! Als wir Anfang 2024 bei Roadfans unterschrieben haben, wichen AGB und Webseite voneinander ab. Auf der Webseite hieß es Anzahlung (ca. 5k) sofort und den Rest nach Erhalt des Briefes (was aber auch tatsächlich keine Garantie darstellt). Das hatte man aber in den AGB dann spontan geändert, was mir aber echt durchgegangen ist. Und so stand ich vor der Wahl: Zurücktreten, die 5k abschreiben und b.a.W. ohne Traum-Womo da stehen oder eben nochmal 50k hinterher zu schicken. Ich habe mich zu Variante 2 selbst überredet (so ein großer Laden geht doch nicht Pleite, im Zweifelsfall rettet den eh jemand...). Und dann kamen tatsächlich fast 4 Wochen an Ausreden, bevor dann der Brief kam und die Abholung stattfand. Ganz ehrlich: Das brauch ich nicht nochmal. Als ich etwa 9 Monate später im Urlaub von der Insolvenz erfuhr, lief es mir echt eiskalt den Nacken runter. Auf der anderen Seite: Mit den 5k hätte ich kein Problem gehabt. Das wäre ärgerlich gewesen, aber kein Beinbruch.
Glauben heißt nicht Wissen, sowas macht man einfach nicht, oder würdest Du mir auf Zuruf mal eben 50k€ zukommen lassen?
Nein, der Brief ist kein Eigentumsnachweis, erst die unterzeichneten Übergabeprotokolle definieren den Eigentumsübergang! Für den Brief alleine gibt Dir kein Insolvenzverwalter ein Fahrzeug.
Wenn ich mich an meine letzte (Teil)-Finanzierung erinnere (14 Jahre - DiBa) habe ich den Betrag von der Bank erhalten und die Gesamtsumme an den Händler bezahlt. Worst Case wäre, Du zahlst vor Übergabe an den Händler, der geht Pleite, aber den Kredit an die Bank muß Du trotzdem zurückzahlen. Sofern das immer noch so sein sollte gilt auch hier - Zahlbar bei Übergabe. Auch wenn die Bank das Geld vorab an den Händler zahlen sollte, wäre es bei einer Insolvenz weg. Ob dann die Bank oder Du für den Verlust haften würde, vermag ich nicht zu sagen. Kläre mit Deiner Hausbank, daß Du am Tag der Übergabe, den Gesamtbetrag per Echtzeitüberweisung zahlen kannst )Deckung / Limits). Das kostet Dich nur eine halbe Stunde Zeit, denn der Verkäufer muß erst in seiner Buchhaltung nachfragen, ob das Geld eingegangen ist. Das funktioniert problemlos. Bei meinem PKW im Februar, haben wir alle Papiere fertig gemacht, dann kam das OK aus der Buchhaltung, danach schoben wir uns gegenseitig die Papiere und Schlüssel zu und alle waren zufrieden. Grüße
Steht auch ausdrücklich auf dem „Brief“ drauf!
Die Bank führt nur den Auftrag ihres Kunden aus ( zumindest in diesen Fällen ). Wenn der Kunde sagt „überweisen“ dann liegt das Risiko beim Kunden. Selbst wenn es ein Darlehen geben würde das zweckgebunden wäre ( was es in der Regel nicht ist ): die Bank haftet ( in diesen Fällen ) nicht wenn der Zahlungsempfänger insolvent ist / wird und der Kunde Geld verliert. Anders beim ( teureren ) Leasing: hier tritt die Leasinggesellschaft, dem Verkäufer gegenüber, in die Zahlungsverpflichtung ihres Kunden ein. Daher zahlt die Leasinggesellschaft auch erst an den Händler wenn der Kunde den „Eigentumsübergang“ ( Auslieferungsbeleg ) unterschrieben hat. Grüße Dirk Als ich all die tollen Beiträge gelesen habe, kamen bei mir mehrere Fragen/Gedanken auf: 1. Hat irgend jemand schon einmal im Internet bestellt und beim Thema Vorkasse (oft 100%) per Paypal oder wie auch immer überlegt, ob er die Ware auch bekommt oder wer der Verkäufer überhaupt ist? Ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere bestimmt schon einmal bezahlt hat und die Ware nicht oder Schrott bekommen hat! Auch wenn es vielleicht nur ein paar EUR gewesen sind; mich würde das ärgern. Kauft ihr dann nicht mehr im Internet? 2. Jeder soll so anzahlen oder nicht wie es ihm gefällt bzw. wie man sich mit dem Verkäufer/Händler (nicht Hersteller, denn da kauft man i.d.R. nicht) einigt. Entweder wird dann ein KV abgeschlossen oder nicht. 3. I.d.R. kann der Händler nicht einfach ein Wohnmobil (selbst Standard) nicht beim Hersteller zurückgeben; er hat ja selbst einen Vertrag abgeschlossen. Würde mir als Hersteller alle paar Monate ein Händler ein Fahrzeug zurück geben wollen, weil der Kunde plötzlich meint: Och nee, ich hab es mir doch anders überlegt... würde ich als Hersteller dem Händler nichts mehr liefern. 4. Natürlich kann jeder Händler pleite gehen und die Anzahlung ist möglicher Weise weg; umgekehrt aber genauso, wie DIRK geschrieben hat. Weil oftmals, nicht alle, aber nach meiner Erfahrung als Unternehmer tatsächlich bei einer gewissen Art von Kunden nichts zu holen ist. Viele Betriebe haben zum Teil hohe Außenstände, die selbst mit Vollstreckungstiteln nicht eingebracht werden können. Und mal ganz ehrlich, selbst ein Standardwohnmobil, was vom Kunden bestellt und nicht abgenommen wird, wird heute nicht mal eben ein paar Tage später an einen anderen Kunden verkauft. Dafür gibt es zu viele Grundrisse, verschiedene Designs, Polster, Zubehör und was weiß ich nicht noch alles. Das klappt dann allenfalls über den Preis und somit passt die Kalkulation des Händlers ja oftmals nicht mehr wirklich. Vielleicht achtet man auch mal darauf, was ein Händler i.d.R. ja auch noch mit Werkstatt alles an Infrastruktur etc. vorhalten und bezahlen muss, um die Arbeiten durchführen zu können. 5. Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei Händlern und Co. eine eierlegende Wollmichsau erwartet wird, man selbst aber nur auf seinen Vorteil hofft. 6. Wir alle, zumindest die, die noch arbeiten müssen, wollen gutes Geld für die eigene gute Arbeit haben (ob sie es immer ist, wage ich manchmal zu bezweifeln), aber der Händler soll möglichst wenig Sicherheit bei Geschäften haben. 7. Vielleicht tut uns gesunder Menschenverstand als auch ein fairer Umgang miteinander besser als immer nur auf den eigenen Vorteil zu hoffen. Ein Risiko bleibt natürlich immer. So, gerne Feuer frei auf den neuen Schreiberling.... ;-) Hallo zusammen, ein weiterer Punkt übrigens für mich die Anzahlung zu akzeptieren, war ein Crefo Zertifkat auf der Händler-Webseite, das ich auf der Creditreform Webseite verifizieren konnte. Am besten verhandeln können einfach die, die nicht immer der Meinung sind, das muss es jetzt unbedingt und auf der Stelle sein. Aber grundsätzlich gebe ich BikeAir recht, besser wäre gewesen kein Risiko einzugehen. Ab Oktober gibt es bindend die Sofort-Überweisung für alle Banken, ab dann ist es noch einfacher, Ware gegen Geld fair für beide Seiten umzusetzen. Ob das wirklich was ändert, wage zu bezweifeln. Leider ist Betrug und sich nicht an Verabredungen halten, üblich in der Gesellschaft geworden. Früher galt noch das Wort oder ein Handschlag. Als ich kürzlich bei einem langjährigen Geschäftspartner ein Gerät für 17 TE kaufte, verlangte dieser die Hälfte Anzahlung, obwohl er mich regelmäßig mit weniger hochpreisiger Ware gegen Rechnung beliefert und ich meine Rechnungen bezahle. Der wird schon wissen, warum. Auch Anfragen bei anderen Händlern haben keine besseren Modalitäten ergeben, jeder verlangte mindestens die Hälfte Anzahlung, viele sogar den Gesamtpreis vorab. Lug und Betrug als gesamtgesellschaftliches Problem ist die Ursache, die uns allen das Leben schwer macht. Mein Schwiegervater hatte vor 35 Jahren versehentlich einem Geschäftspartner 100 TE in Rechnung gestellt. Dieser hat sofort überwiesen. Nach dem mein Schwiegervater ihn über den Irrtum aufklärte und fragte, warum er denn überwiesen habe, erklärte dieser ihm: Das gebietet mir meine Kaufmannsehre. Erst die Rechnung begleichen, dann kann man den Sachverhalt klären. Diese unterschiedlichen Umgangsformen der Generationen untereinander könnten eine Erklärung dafür sein, warum es die Enkeltrick-Betrüger heute so einfach haben. Willkommen, nein hier wird nicht geschossen :razz:
Ich zahle fast alles, was ich im Internet kaufe per Paypal und bisher ist immer alles angekommen, sogar aus China. Im Zweifel, wenn wirklich mal was schiefgehen sollte kriege ich mein Geld von PP zurück. Also kein Problem. Solange der Käufer weiß, was er macht und welches Risiko er eingeht kann er das ja machen,- ist ja nicht mein Geld. ich rate nur davon ab. Die meisten Händler haben immer unbestellte Fahrzeuge im Vorlauf, sonst wären ja alle Ausstellungen und Freiflächen leer. Solange das Standard ist und ein Käufer abspringt, kauft halt der Nächste. Ich sehe da kein Problem. Das nennt sich auch unternehmerisches Risiko.
Ja dafür leben wir in einem Rechtsstaat. Ist jemandem ein Schaden entstanden, kann er diese einklagen. Das mag zwar ärgerlich sein, aber ich selbst kenne keinen Fall, wo jemand vom KV zurückgetreten wäre. Insgesamt dürften das wohl eher verschwindend wenige sein. Also recht irrelevant, oder? Na ja, Du willst einen guten Preis, der Händler ein gute Marge. Ist der Markt kaputt hat der Händler halt Pech, dafür haben sie in den letzten Jahren fett verdient. Es gibt keine Gewinngarantie und ganz ohne Restrisiko geht es nun mal auch nicht. Beide Parteien haben doch einen Vertrag. Er liefert das Fahrzeug - ich bezahle es, wozu braucht es eine Sicherheit?
Schön wär´s, aber solange unsere Welt vom "Shareholder Value" und möglichst schnellem Geld vedienen geprägt ist, sollte man grundsätzlich Vorsicht walten lassen und dann kommt der unbedarfte Opa Heinz (Name frei erfunden), der sich nur ein WoMo kaufen möchte und wird wegen seiner Unbedarftheit mit einer fetten Anzahlung auf sein Risiko übervorteilt .......und verliert sie womöglich auch noch - Finde den Fehler. Grüße
Als langjähriges Mitglied der Creditreform kann ich Dir leider sagen das deren Auskünfte oft das Papier nicht wert sind auf das sie gedruckt wurden! ICH hatte schon Fälle da hat mich der Insolvenzverwalter angeschrieben und um eine Forderungsaufstellung „gebeten“ ( d.h. die Firma hatte schon mind. 1 Woche Insolvenz beantragt ) da waren die Auskünfte der CreFo immer noch „rosig“! Grüße Dirk
Bis die Beträge mal größer werden, es der Verkäufer definitiv auf Betrug absieht oder es „Übersetzungsprobleme“ in verschiedene Sprachen ( PayPal sitzt auch nicht immer in Deutschland ) gibt! PP ist auch nicht mehr das was es mal war. ( vermutlich weil „auf beiden Seiten“ betrogen wird?! ) Grüße Dirk
Ich kaufe nur bei Händlern, die ich selber nochmal gecheckt habe, nicht von Privat! Absicherung hin oder her - ich mache nach wie vor „Handschlaggeschäfte“, wenn mein Bauchgefühl stimmt. Es schenkt ein gutes Lebensgefühl, einander vertrauen zu können. Wer kein Vertrauen schenken kann, wird selten die Gelegenheit haben, das zu spüren. Diese „Supervorsicht“, auch das letzte Risiko für sich zu vermeiden ist mir emotional zu teuer. Das ist die Haltung, mit der ich ganz gut fahre und keine allgemeine Empfehlung. Ich frage mich, warum ich bei einem Wohnmobil aus dem aktuellen Bestand eines Händlers eine Anzahlung leisten soll? Das Auto steht ja dort... ich gehe hin, bezahle, bekomme dafür Brief und Schlüssel, melde das Auto an und fahre es vom Hof. Da ist eine Anzahlung-Forderung eines Händlers/Verkäufers in meinen Augen unseriös und keinesfalls notwendig.
Ich denke, in der Diskussion hier geht es eher um Bestell-Fahrzeuge. Für ein Fahrzeug, das schon auf dem Hof steht, würde ich auch keine Anzahlung leisten. bis denn, Uwe
Natürlich. Deshalb habe ich privat fast immer nur kleinere Sachen bestellt. Einmal kam nichts (ebay). Weitere Suchen nach dem Anbieter haben über ein paar Umwege auf eine SEHR rechts orientierte Seite geführt, da habe ich es lieber abgeschrieben (war nicht soviel). Einmal wurde etwas laut Post vor meine Tür gestellt, war aber weg. Hat mir nur nichts genützt, weil die Versandversicherung nur mit dem Absender spricht und der dann nicht mehr erreichbar war. Einmal hat eine Firma den Artikel nicht sofort liefern können (Inland, normale Seite) und ich hab gesagt, ich warte, danach gab es viele Vertröstungen und irgendwann nichts mehr. Praktisch muß man das bei jeder Bestellung mit einkalkulieren. Deshalb bin ich eher bei Amazon, weil das das Risiko verringert.
Der Händler hat dann aber immerhin ein Womo. Solange das nicht ein extremes Einhorn ist (rechtgelenkt :-) ), kann er das immer noch verkaufen. Umgekehrt hat der Kunde nichts. Selbst wenn eine Insolvenz sehr gut läuft, bekommt er bestenfalls einen kleineren Prozentsatz seines Geldes zurück, weil es immer vorgereihte Schuldner geben wird.
Bei €100 kann ich ein Risiko akzeptieren, bei €10.000 oder gar €100.000 nicht. RK
Nein, es geh um das Grundsätzliche. Auch bei einem bestellten Fahrzeug gilt: "keine Anzahlung"! Warum sollte man denn auch, eine Bestellung kostet doch nichts und für den Händler ist es doch auch noch besser, es ist doch schneller wieder vom Hof als jedes Vorlauf- oder Ausstellungsfahrzeug. Grüße Guten Tag die Damen und Herren, da dass hier mein erster Beitrag ist, möchte ich mich ganz kurz vorstellen. Ich bin 63 Jahre alt und dieses Jahr im August (zum 60. Geburtstag meiner Frau) das erste Mal im Leben mit einem gemieteten Carthago T1 C-Tourer zum Nordkap gereist. Seitdem hat uns das WoMo-Fieber ereilt, denn trotz der Massen an anderen Wohnmobilen war es eine wunderschöne Zeit :-) Nun haben wir uns einige Wohnmobile angeschaut und sind bei einem Händler, der uns am nächsten ist (aber immer noch 200 km entfernt), fündig geworden. Passend zu diesem Thread hänge ich mal dessen Zahlungsbedingungen an. Gibt es dazu von euch fundierte Meinungen/Handlungsempfehlungen? Vielen Dank und Grüße Mathias Die 117000 EURO nur Zahlung, Geld gegen Fahrzeugbrief. Bei Überweisung Bank kontaktieren welches der sicherste Weg ist. Hallo Mathias, Bei Wendt habe ich auch gekauft, völlig problemlos. Nach der Anzahlung, damals waren es noch 1.000 Euro, habe ich per Post den Brief zur Zulassung bekommen. Den Rest habe ich nach Übernahme vor Ort per Sofortüberweisung bezahlt. Also ich weiß nicht, ob ich 117kEUR überweisen würde ohne das Ding gesehen zu haben. Hallo Zahlungsbedingungen sind verhandelbar. Bei meinem letzten Neukauf eines Fahrzeugs habe ich zur Bestellung die Anzahlung geleistet. Statt einer Benachrichtigung zur Abholung lag eines Tages der Briefumschlag mit den Fahrzeugpapieren im Briefkasten, mit der Bitte, nicht ohne Termin zur Abholung zu erscheinen und den Restbetrag bis dahin zu Überweisen. Mit freundlichen Grüßen Thomas Wendt ist sicher ein großer, aber wo ist man schon sicher im Moment? Eigentumsübergang erfolgt halt meist erst mit Übergabeprotokoll. Bis dahin steht die Kohle im Feuer.
Warum? Der "Brief" ist das Papier nicht wert auf dem er gedruckt ist! Merke: Fahrzeugpapiere, egal ob "Schein", "Brief", Zulassungsbescheinigungen,... sind NIEMALS Eigentumsnachweis!! Also wenn dann die 117.000€ nur gegen einen "Auslieferungsbeleg", "Übergabeprotokoll", Lieferschein,.... des Händlers zahlen! Grüße Dirk Bin mir nicht sicher, ob alle Antwortschreiber den Beitrag von Farsund gelesen haben. Nochmal: Es werden vorab 5.000 Euro überwiesen, dafür bekommt man den Brief per Post zur Zulassung. Dann fährt Farsund mit Zulassung und Nummernschilder 200 km zu Caravan Wendt, sieht sich seinen Wagen an. Ist alles in Ordnung, übernimmt er ihn und zahlt wie vereinbart "vor Abholung" per Sofortüberweisung den Restbetrag. Einfacher geht es doch nicht.
Beim Wendt habe ich 2020 einen Neu-Wohnwagen gekauft. Ähnliche Vorgehensweise. Der Laden ist groß und seriös, trotzdem hängen die 5.000 Euro in der Luft bis zur Übernahme. Für den Hauptbetrag würde ich Echtzeitüberweisung zeitgleich bei Übergabe machen.
Dann hab´ICH den wohl falsch gelesen? Meiner Meinung nach steht da sinngemäß: - der KFZ-Brief wird nach vollständiger Rechnungsbegleichung versandt - die 117.000€ werden VOR Abholung bezahlt / sind VOR Abholung fällig Und ich weiß auch im Moment nicht ob man die Sachmängelhaftung auf elektronische Aktualisierung ausschließen kann. Aber wenn nicht wäre das egal denn wenn nicht ausschließbar dann müsste der Passus entfallen. Grüße Dirk Richtig Dirk, die Rechnung nimmt aber Bezug auf die 5.000 € Anzahlung, zugegeben, ist nicht ganz eindeutig.
In dem Angebot, so es denn eines ist, heißt es unter „Bemerkungen“: „Der KFZ-Brief des gekauften Fahrzeugs wird dem Kunden zur Zulassung des Fahrzeugs nach vollständiger Zahlung der Rechnung zugeschickt.“ Von Anzahlung oder Anzahlungsrechnung sehe ICH da nix. Handelt es sich eigentlich um ein Bestell- oder ein Bestandsfahrzeug? Grüße Dirk
...kannst Du auch nicht, weil sie Frasund nicht mit angefügt hat :eek:
Also ich lese es wie Dirk, Kunde zahlt alles, und dann bekommt er die Papiere. Verstehe nicht wie Du da liest dass er die Papiere vorher bekommt… Für mich so nicht akzeptabel, egal wie toll das Fahrzeug ist. Uli, Frasund hat eine erste Rechnung über 5.000 Euro bekommen, wenn diese Rechnung bezahlt, bekommt er die Papiere zur Zulassung. Warum Wendt diese Rechnung nicht, wie Dirk richtig anmerkt, als Abschlagszahlung/Anzahlungsrechnung tituliert, weiß ich nicht.
Aber das Fahrzeug ist doch ein Bestellfahrzeug? Sogar mit „undefiniertem Liefertermin“ ( Zitat: „Der finale Liefertermin des Fahrzeugs kann aufgrund von diversen Problemen in der Lieferkette stark von der aktuellen Planung abweichen.“ ). Trotzdem bekommt der Besteller die Fahrzeugpapiere nachdem er die Anzahlung geleistet hat? :gruebel: ( Ok, er könnte auch heute bezahlen und bekommt die Papiere nächstes Jahr. Wäre auch „nach Bezahlung der Rechnung“ )). ABER: sofern das eingestellte „Bild“ wirklich, wie in dem Dokument angegeben, eine verbindliche Bestellung darstellt dann können wir hier diskutieren „bis der Arzt kommt“! Das ändert dann JETZT auch nix mehr! Zumindest nicht wenn beide Seiten schon unterschrieben haben sollten! Und wenn der Fragesteller wirklich schon die Anzahlungsrechnung über 5.000€ bekommen haben sollte dann können wir wohl davon ausgehen!? :wall: Grüße Dirk
Wendt schreibt hierzu: "Bemerkungen: Der KFZ-Brief des gekauften Fahrzeugs wird dem Kunden zur Zulassung des Fahrzeugs nach vollständiger Zahlung der Rechnung zugeschickt." Es handelt sich um ein Bestellfahrzeug. Aber auch bei einem Bestandsfahrzeug sind die Zahlungsbedingungen die gleichen/selben. Habe soeben von Wendt ein Angebot zu einem Bestandsfahrzeug erhalten. Die gleiche Verfahrensweise.
So sehe ich das auch. Es ist keine verbindliche Bestellung, sondern lediglich ein Angebot (für ein Bestellfahrzeug) mit angehängten Zahlungsbedingungen.
Ok. Dann musst Du dir darüber im klaren sein dass die Anzahlung, falls es dem Händler bis zur Lieferung in eine Insolvenz treiben sollte, zur Insolvenzmasse gehört. Im Prinzip kannst Du die dann mehr oder weniger abschreiben. Kommt es Dir jetzt auf die 5.000€ vielleicht nicht ganz so an dann bleibt da "das Problem" bei der Lieferung: alles das was Du an Geld an den Händler bezahlst BEVOR Du ein Übergabeprotokoll unterschreibst gehört, im Falle einer Insolvenz, zur Insolvenzmasse! Da nutzt Dir auch kein Kaufvertrag, keine verbindliche Bestellung, kein nix! Um es mal ganz krass darzustellen: Du fährst zum Händler, guckst Dir das Fahrzeug an, machst um 11.00 Uhr eine Sofortüberweisung, um 11.10 Uhr unterschreibst Du bzw der Verkäufer das Übergabeprotokoll aber um 11.03 Uhr wird das Insolvenzverfahren eröffnet: bist Du die Kohle los und das Auto müsste beim Händler auf dem Hof bleiben! Beides, also Anzahlung und auch Vorabzahlung könnte man mit einer Bankbürgschaft der Händlerbank absichern. Dann haftet die Bank für den entspr. Betrag. Das kostet aber extra!! Böser Fallstrick wäre auch: Du bestellst das Womo, das wird geliefert, Du zahlst aber Du vereinbarst auch das der Händler dir noch etwas nachrüsten soll. Solange das Womo nicht an Dich übergeben / ausgeliefert wurde gehört es Dir nicht! Also Übergabeprotokoll und Womo für die Nachrüstung stehen lassen ist ok. Alles andere ist Vertrauen. Grüße Dirk
Mathias, auf dem Angebot steht doch auch eine Telefonnummer. Wie wäre es denn, bei Wendt mal anzurufen, das würde einiges erhellen. Ich würde die Bedingen nicht akzeptieren!!!!!!!! 5.000,- Anzahlung - wofür? Das ist völlig unnötig und überflüssig! Vorabzahlung, spätestens 14 Tage nach Rechnungserhalt - wofür und warum? Entweder er schickt die Papiere zum Anmelden bedingungslos vorab, so wie das mein, oder ein seriöser Händler machen würde und akzeptiert eine Bezahlung per Echtzeitüberweisung am Tag der Abholung, wenn alle Übergabepapiere unterzeichnet sind, oder ich würde von einem Kauf Abstand nehmen. Solche Bedingungen deuten für mich auf einen unseriösen Händler hin, der alle Vorteil bei sich sieht und alle Risiken beim Kunden. Dabei ist es auch völlig egal ob der Händler klein, groß, bekannt oder unbekannt ist. Nachverhandeln auf akzeptable Bedingungen oder Finger weg! Grüße
Jein, denn die Bank hat ja auch keine Lust zu zahlen. Es hilft also nur, wenn in der Bankbürgschaft der Zusatz "Zahlung auf erste Anforderung" und / oder "ohne Einrede" drin steht, NUR dann muß die Bank sofort zahlen! Leider werden viele Bürgschaften nicht so ausgestellt, da muß man drauf bestehen, sonst kann es sein, das auch die werrlos sein könnte, weil die Bank Gründe suchen kann, um nicht zu zahlen . lange dauern wird es dann auf alle Fälle. Grüße Vielen Dank für eure Antworten. Wendt hat dieses WE Hausmesse. Morgen fahren Frau und ich mal da hin und schauen uns dort um. Mal sehen, welche Eindrücke wir dann mitnehmen werden. Hallo zusammen, nach all den Beiträgen: 1) Händler wollen Anzahlung, dann ist zu klären wie Anzahlung beim Händler verzinst wird. Händler müssen beim Hersteller vorordern, aber immer ohne Anzahlung! Also sind die Anzahlungen für die Händler zinsfreie Liquiditätsbeschaffung mit vollem Risiko für die Kunden und für den Händler ohne jegliche Nachweise (BWA), wie es z.B. Banken für Kredite verlangen. 2) Wenn Händler eine Anzahlung will, dann will ich als Sicherheit eine Bankbürgschaft über die Anzahlungssumme. 3) Zahlung der Restsumme nach Besichtigung, Briefaushändigung und Übergabeprotokoll per Blitzüberweisung bei der Übergabe. 4) Wenn ein Händler den Kaufbetrag vom Kunden vorab braucht, hat er dann nicht genügend Liquidität, um das WoMo beim Hersteller zu bezahlen oder sichert er sich noch weitere Marge in Form von Skonto beim Hersteller? Wenn nicht mal so viel Liquidität vorhanden ist, um die bestellten Kunden-WoMo ein paar Tage zwischenzufinanzieren, dann gehts dem Händler finanziell nicht gut.Wenn er nicht alle Gewinne privatisiert hat, dann sollten genügend Reserven aus den Boomjahren vorhanden sein. Die Händler konnten die letzten 15 Jahre jeden Schrott mit immensen Margen verkaufen. Die Banken gaben Kreditlinien raus mit niedrigsten Zinsen… Nun will man weiter risikolos Geld verdienen mit nun reduzierten Margen, wegen mehr Angebot als Nachfrage. Jetzt zeigt sich halt, wer Marktkenntnisse hat, betriebswirtschaftlich rechnen kann und auch mit Kunden und Lieferanten/Banken verhandeln kann. Diese kompetenten Händler werden weiter erfolgreich sein und die die es nicht können vom Markt verschwinden. Gruß Grandeur
Den Satz verstehe ICH nicht. Mal abgesehen davon das sich BWAs und Bilanzen immer auf vergangene Zeiträume beziehen und Bilanzen auch noch veröffentlicht werden, man muss beides auch lesen können!
Wenn der Händler das Womo beim Hersteller bezahlen muss dann steht es schon lange auf seinem Hof. Über Vorkasse läuft das in der Regel NICHT.
Mag sein das der prozentuale Gewinn am Umsatz zurückgegangen ist, aber dafür sind die Verkaufspreise gestiegen.
Heißt das der Händler der eine Anzahlung haben will, dem die Kosten für eine Bankbürgschaft nicht „egal“ sind, der ein Womo nur rausgibt wenn er vorher sein Geld bekommen hat, … kann betriebswirtschaftlich nicht rechnen und muss auch damit rechnen höhere Ausfälle zu haben? :gruebel: Grüße Dirk |
Anzeige
|