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Gelbatterien oder Nassbatterien


Fritzirapido am 15 Mär 2026 23:39:12

Vom Verkäufer unseres gebrauchten Wohnmobils wurden uns damals für den Wohnraum, noch 2 Varta Batterien LFD 90 Professional DC Leisure eingebaut, weil die eine mit einem Vlies weiterentwickelte Nassbatterie sei.. Da wir keine Starterbatterie brauchen, sondern nur eine Wohnraum -Batterie ohne grosse Beanspruchung benötigen, fragen wir uns, ob wir mit einer Gelbatterie nicht besser bedient sind.
Sind euch Vergleiche bzw. Tests bekannt, um wie viel Gelbatterien für diesen Fall besser sind als diese Art von Nassbatterien?
Danke für eure Meinungen

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UweHD am 16 Mär 2026 15:16:28

Fritzirapido hat geschrieben: ...Sind euch Vergleiche bzw. Tests bekannt, um wie viel Gelbatterien für diesen Fall besser sind als diese Art von Nassbatterien?

Ich denke, die beiden Varianten geben sich grundsätzlich nicht viel für den Einsatzzweck als Wohnraumbatterie. Auch AGM werden dafür öfter mal verwendet (z.B. als OEM Ausrüstung in unserem Adria), das funktioniert alles. Es gibt allerdings von allen Bauarten speziell für den Anwendungszweck als Wohnraumbatterie (häufigere, tiefere Entladungszyklen) speziell angepasste Batterien, gerne auch mal Solarbatterien genannt - allerdings meist zu einem deutlich höheren Preis. Ob sich das rechnet? Schwer zu sagen.

Abgesehen davon würde ich die Neuanschaffung als Gelegenheit sehen, auf LiFePo4 umzurüsten.

RaGu am 16 Mär 2026 15:33:40

Mein Wissen...
Gel-Batterien benötigen eine höhere Ladeschlussspannung über einen längeren Zeitraum.
Wenn dein eingebautes Ladegerät im Wohnmobil nicht auf "Gel" umschaltbar ist, würdest du eine teure Gel-Batterie mit der Zeit eher schädigen, anstatt ihre Vorteile zu nutzen.
Vorteile Gel-Batterie vs Varta LFD (EFB/Nass) sind:
- Absolut wartungsfrei
- Auslaufsicher, Einbau liegend möglich
- Zyklenfestigkeit (ca. 500–800 Zyklen)
- Entladetiefe: Verträgt auch mal 60–70%

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silverdawn am 16 Mär 2026 16:35:46

Wenn Gel Batterie dann Exide, halten 10 bis 12 Jahre !

Gruß
Harald

dietmardd am 18 Mär 2026 01:45:37

Auf keinen Fall würde ich die Blei-Säure-Batterien nehmen, bei denen man in Abständen den Säurestand kontrollieren und auffüllen muss. Das sind zwar die billigsten Batterien aus dem Baumarkt, aber der Wartungsaufwand ist enorm und die Lebensdauer meist nicht länger als 3 Jahre. Diese Blei-Säure-Batterien sind auch sehr empfindlich auf Vibrationen und Stöße. Das ist Technik aus dem vorigen Jahrtausend.
Uns sind in Mietwomos zweimal solche Batterien plötzlich kaputt gegangen. Das passiert immer am Wochenende und an abgelegenen Stellen, z.B. am Peipussee in Estland an der Grenze zu Russland und weit vom nächsten "gelben Engel" entfernt und inmitten eines damaligen Funkloches.

Es gibt seit langer Zeit wartungsfreie Blei-Batterien, deren Lebensdauer mehr als das Doppelte ist, da weniger vibrations- und stoßempfindlich und bei denen es keine Probleme mit dem Säurestand geben kann. Hier stimmt das Sprichwort: Wer billig kauft, kauft doppelt und dreifach. Nicht der mehrfache Kauf ist das Problem, sondern dass man, wenn es die Starterbatterie ist, irgendwo hilflos stehen bleibt.

Alternativen zur Blei-Säure-Batterien sind AGM-Batterien und Gel-Batterien und einige seltenere Varianten. Im Vergleich zu einer AGM-Batterie haben Gel-Batterien, soweit mir bekannt ist, relativ geringe Lade- und Entladeströme, so dass Gel-Batterien nicht als Starterbatterien taugen. In meinen Augen taugen Gel-Batterien auch nicht als Aufbaubatterie, da neben den geringen Entladeströmen, ein hohes Gewicht und eine nur ca. 50 % tatsächlich verfügbare Kapazität haben.

Für Starterbatterien haben sich AGM-Batterien durchgesetzt, weil LiFePO4-Batterien als Starterbatterie nicht gut geeignet sind. Das A und O bei Aufbaubatterien sind LiFePO4-Batterien. Ich würde niemals noch irgendeine Bleibatterie als Aufbaubatterie nehmen, egal welcher Art. LiFePO4-Batterien können sehr gut mit der gleichen Ladekurve und damit mit den gleichen Einstellungen wie Blei-Säre-Batterien an den diversen Ladegeräten (Landstrom, Ladebooster, Solarladegeräte) betrieben werden.

Vorteile der LiFePO4-Batterien:
- haben bei gleicher theoretischen Kapazität nur die Hälfte bis ein Drittel des Gewichtes. Da aber Bleibatterien prinzipbedingt praktisch nur zu 50 bis 55 % der theoretischen Kapazität genutzt werden können, verdoppelt sich noch einmal fast die praktisch nutzbare Kapazität einer LiFePO4-Batterie gegenüber einer Bleibatterie. Betrachtet man die tatsächlich nutzbare Kapazität pro kg Gewicht, so ist diese bei LiFePO4-Batterien ca. 4 ... 6 mal höher. Gerade bei 3,5-Tonnern kommt es auf jedes kg Gewicht an.
- LiFePO4-Batterien haben mit ca. 3 ... 4 % pro Monat eine sehr viel geringere Selbstentladung als Bleibatterien mit 25 ... 30 % pro Monat. Gerade bei längerer Pause ist die Gefahr einer Tiefentladung bei einer Bleibatterie viel größer. Neuere Bleibatterien sollten alle ca. 2 Monate z.B. in der Winterpause nachgeladen werden. Voll geladene LiFePO4-Batterien überstehen die Winterpause ohne Weiteres.
- LiFePO4-Batterien haben eine mindestens doppelt so lange Lebensdauer wie AGM-Batterien und mindestens die 5 bis 6-fache Lebensdauer wie Blei-Säure-Batterien. Man muss nur eine Tiefentladung vermeiden. Billige Chinakracher haben eine geringere Lebensdauer.
- LiFePO4-Batterien können unabhängig vom Ladezustand immer etwa gleichstark geladen werden. Bei Bleibatterien wird die Ladegeschwindigkeit mit dem Füllstand immer geringer, d.h. man pumpt bei Laden immer mehr Strom hinein, aber der Ladefortschritt nimmt immer mehr ab. Gerade bei PV-Anlagen kann dadurch der Strom sehr viel effizienter zum Laden genutzt werden als bei Bleibatterien, (sonst aber auch).

LiFePO4-Batterien haben aber einige Nachteile:
- Unter ca. 5 °C können diese nicht geladen werden, aber eine Entladung ist möglich.
- Der Preis ist etwas bis etwas mehr höher als bei AGM-Batterien, aber unter Beachtung der höheren Lebensdauer und der zu ca. 95 % tatsächlich nutzbaren Kapazität ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht viel höher als bei einer AGM-Batterie. Ich möchte aber vor den ganz billigen China-Krachern warnen.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich würde auf keinen Fall weder eine Gel- und gleich gar nicht eine Nassbatterie nehmen. Die Wahl zwischen Gel- und Nassbatterien gleicht einer Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn Du schon keine LiFePO4-Batterie nehmen willst, dann wenigstens eine AGM. Allerdings brauchen AGM-Batterien eine andere Einstellung an den Ladegeräten.

Hannus am 18 Mär 2026 09:39:30

Für Camper die keine Freisteher sind und ihren Urlaub nur auf Campingplätzen mit Landstromanschluß verbringen, ist eine Gelbatterie nach wie vor gut geeignet.

dieterk am 18 Mär 2026 10:18:07

silverdawn hat geschrieben:Wenn Gel Batterie dann Exide, halten 10 bis 12 Jahre !

Gruß
Harald


und noch länger.

Ich habe zwei Exide Gel je 80 Ah seit 2014.
Und diese sind noch Top.

Allerdings muss oder soll der EBL eine Gel-Stellung haben und die Entladeströme sollen nicht zu hoch sein, also z.B. Wechselrichtergebrauch, dafür sind AGM`s besser.

Bei mir hängt nur das normale Equipement dran, wie Heizung, Licht usw.
Und meine Kiste hängt den ganzen Winter am Landstrom, d.h. die Batterien sind immer voll.

Gruß
Dieter

surfoldie11 am 18 Mär 2026 11:31:10

Moin, hatte vor Jahren die Starter - Batt ( Nass und Italo ) gegen eine EXIDE wartungsarm getauscht um das nachfüllen mit geschraube zu vermeiden.
Diese EXIDE war nach 4 Jahren PLATT!!! Über Nacht verseht sich. Die 1. Italo - Batt lebt heute noch in einem Mäher - nach 16 >Jahren.

Die sehr günstige Starter - Batt die ich dann aus dem Netz für 72Teuronen kaufte ist nun im 5. Jahr und startet immer noch. Wird aber im Sommer ersetzt.
Also hört auf mit dem gelaber über sog. Markenbatts !!!

Tinduck am 18 Mär 2026 11:31:35

Hannus hat geschrieben:Für Camper die keine Freisteher sind und ihren Urlaub nur auf Campingplätzen mit Landstromanschluß verbringen, ist eine Gelbatterie nach wie vor gut geeignet.


Sehe ich anders. Die sterben dann still, wenn sie nie beansprucht werden. Vielleicht erst nach 10 Jahren, aber immer, wenn man sie gerade braucht.

Eine LiFePO ist da wesentlich geeigneter, die hat selbst dauernd voll geladen eine höhere Lebensdauer als jede Bleibatterie. Dazu kommt der Gewichtsvorleil - einmal, weil man 2 x 100 Ah Blei durch 1 x 100 Ah LiFePO ersetzen kann, und zweitens, weil sie auch an sich noch mal leichter sind.

Wer heute noch Bleibatterien als Aufbaubatterien kauft, hat zu viel Geld. Wenn man die Gelegenzeit hat, Blei rauszuschmeissen, sollte man das auch tun.

bis denn,

Uwe

surfoldie11 am 18 Mär 2026 12:00:28

Na klar, aber nur wenn man kapiert das die Temperaturprobs beherrschbar sind und auch passende Geräte vorhanden sind. Vergessen und kapieren viel eben nicht!
Sehr oft passt auch das ältere E-Material im Fahrzeug was aber von "Fachleuten" hier im Forum oft anders dargestellt wird. Gerede über Kennlinien und Nutzungsprofil.........HÄ???? Über flüssig hoch DREI!!!
Vor allem der Starter sollte schon ein wartungsarmer AGM sein wenn das Auto in unseren kälteren Bereichen genutzt wird. Hochstromfähig und stabil!
Die gibts auch in kleineren Baugrößen - somit leichter.

dieterk am 18 Mär 2026 12:01:14

surfoldie11 hat geschrieben:Also hört auf mit dem gelaber über sog. Markenbatts !!!


Tja, an so einem Satz merkt man die 85% :roll:
Der Ton macht die Musik....

Aber davon abgesehen, meine halten. Ich hatte vorher eine Banner Running Bull.
Die hielt sage und schreibe 3 Jahre :(

Gruß
Dieter

silverdawn am 18 Mär 2026 14:53:08

dieterk hat geschrieben:
Ich habe zwei Exide Gel je 80 Ah seit 2014.
Und diese sind noch Top.


Gruß
Dieter


Besser geht’s doch nicht !

Gruß
Harald

silverdawn am 18 Mär 2026 15:02:05

Hannus hat geschrieben:Für Camper die keine Freisteher sind und ihren Urlaub nur auf Campingplätzen mit Landstromanschluß verbringen, ist eine Gelbatterie nach wie vor gut geeignet.


Unsinn, ich stehe jedes Jahr 3 Wochen ohne Strom in Kroatien mit extra Kühltruhe, Kaffeemaschine und E-bike Laden.

Gruß
Harald

pwglobe am 18 Mär 2026 15:26:22

Wer keine Gewichtsprobleme hat und keine hohen Ströme kommt Bleibatterien gut aus.

Egal ob AGM oder GEL, bei richtiger Handhabung halten beide Bauformen lange.
Unsere AGM im Karmann haben 9 Jahre gehalten, dann haben wir ihn verkauft und die AGM im Phoenix habe ich nach 8 Jahren gegen LFP getauscht weil ich mehr Kapazität brauche.
Bleibatterien wollen sorgfältig behandelt werden, dann halten sie auch lange.

Uwe hat natürlich auch recht, eine Bleibatterie kann auch plötzlich sterben, hat bestimmt mancher schon im PKW erlebt.
Bei unserem Eurocargo hatten wir den Fall, dass die beiden Starterbatterien praktisch über Nacht den Dienst aufgaben. Am Abend abgestellt und am Morgen sprang die Kiste nicht mehr an, zum Glück bei uns zuhause.
Wenn man dann schnell Ersatz braucht kann es auch teuer werden.

Hannus am 18 Mär 2026 15:47:05

Jede Batterie kann mal ihren Dienst quitieren. Wie oft liest man von LiFePO Batterien, die plötzlich leer waren und kpl. abgeschaltet haben, weil der Nutzer den Prozentangaben vertraut hat.

pwglobe am 18 Mär 2026 15:51:18

Hannus hat geschrieben:Jede Batterie kann mal ihren Dienst quitieren. Wie oft liest man von LiFePO Batterien, die plötzlich leer waren und kpl. abgeschaltet haben, weil der Nutzer den Prozentangaben vertraut hat.


Solche LiFePo hole ich mir dann vom Wertstoffhof und wecke sie zum neuen Leben. :D
Ist inzwischen ein Hobby von mir.

heiner57 am 18 Mär 2026 20:16:06

dieterk hat geschrieben:
Tja, an so einem Satz merkt man die 85% :roll:


Gruß
Dieter


Hallo Dieter ; Achtung = OT zum eigentlichen Thema !

> Der "Surfer" hat 108! "Positiv" und mittlerweile 65 "Negativ"; von den "Negativ" ist mein einziges bisher vergebenes von mir.

Die "Positiv" hat er aber sicherlich nicht umsonst bekommen; irgendwann in seinen früheren Jahren hier im Forum hat er mal vieles
von anderen "Geschätztes" geschrieben.

In den letzten Jahren wurde es "schlimmer" mit seiner Ausdrucksweise.
Wenig "Positives".

ICH habe , obwohl 11 Jahre jünger als der ewige Surfer Paul , vor wenigen Wochen einen (nach heutigen Denken!)
Beitrag verfasst, welcher sicherlich nicht den allgemeinen Regeln entsprach.
Dafür ein "Negativ" bekommen.

War auch gut so!
> Berechtigt!

Aber also nix mit 85 % "Positiv" beim "Paul".


> Hallo Paul , WARUM äußert du dich nicht zu meinem "Geschreibselns"?

VG
Heinrich

BossHogg am 19 Mär 2026 05:50:43

Servus,
Welche Ladetechnik ist bei Dir bereits verbaut?
Je nach vorhandener Ladetechnik kann diese zur Ladung von Li Batterien umgestellt werden (CC/CV Kennlinie).
Bleiladetechnik kann u. U. nicht zur Ladung dieser verwendet werden, bspw. PWM Solarregler, Ladegeräte mit fixer W-Kennlinie.
Siehe Doku von Victron "wiring unlimited" --> Link sowie die sehr gute Nordkyn Li Zusammenfassung fürs Einarbeiten in die Thematik Li Ladetechnik und Handhabung. --> Link

Stocki333 am 19 Mär 2026 09:24:11

BossHogg hat geschrieben:Bleiladetechnik kann u. U. nicht zur Ladung dieser verwendet werden,

Was wiederum der völlige Holler ist. Jeder der mit Trennrelais arbeitet und LFP Accus als Bordaccus verwendet. Füttert die LFP mit einer Bleiladetechnik.
Bitte bleib bei deinen Aussagen auf den Boden der Tatsachen.
Franz

Hannus am 19 Mär 2026 10:20:00

die sehr gute Nordkyn Li Zusammenfassung fürs Einarbeiten in die Thematik Li Ladetechnik und Handhabung.

Warum verlinkst du immer noch diesen total veralteten Beitrag. Wenn das dein Wissensstand ist, braucht man sich über deine längst überholten Aussagen natürlich nicht zu wundern.
Allerdings verunsicherst du damit aber die ganzen Fragesteller.

AndyAmmer am 21 Mär 2026 19:07:08

dietmardd hat geschrieben:LiFePO4-Batterien haben aber einige Nachteile:
- Unter ca. 5 °C können diese nicht geladen werden, aber eine Entladung ist möglich.

Dafür gibt es von Supervolt die "Polar" mit eingebauter Heizung (und von anderen Herstellern auch). Hab das bei Frost getestet: Motor laufen lassen, Akku hatte 0°C. Nach ein paar Minuten ging das auf 1°C hoch, nach 10 Minuten hatte ich 5°C und einen Moment später ging der Ladestrom dann hoch.
Also das wäre jetzt allenfalls die Einschränkung, wenn man sich die drölf Euro für die Heizung sparen will.

Andy

dietmardd am 22 Mär 2026 22:13:36

Nach ein paar Minuten ging das auf 1°C hoch, nach 10 Minuten hatte ich 5°C


1. Braucht man dazu eine leistungsfähige Stromquelle. Strom aus einer PV-Anlage reicht da nicht, da im Winterhalbjahr ohnehin geringer Ertrag.
2. Kommt auf die Größe der Heizleistung und den Ort innerhalb der Batterie an, wo die Heizfolie/Heizmatte plaziert ist.
3. Der Ort des Temperaturfühlers - misst der tatsächlich repräsentativ oder gibt es Stellen innerhalb der Zellen, an denen es kälter ist.
4. Zur Erwärmung musst die Heizenergie die begrenzte Wärmeleitung (das kostet Zeit) und die spez. Wärmekapazität überwinden.
5. Die Durchwärmung dauert um so länger, je tiefer die Ausgangstemperatur der Batterie war. Vielleicht war die Ausgangstemperatur Deiner Batterie nicht viel tiefer als 0 °C.

Meine LiFePO4-Batterien haben auch alle eine Heizmatte, aber ich bin sehr skeptisch, ob nach so kurzer Zeit die Batterie tatsächlich auf über 5 °C durchgewärmt ist oder ob das der Sensor nur vorgaukelt. Wenn die Ladung schon beginnt, bevor alle Stellen der Batterien durchgewärmt sind, dann werden die zu kalten Stellen beim Laden beschädigt.

Was habe ich gemacht?

Ich habe erst einmal beim Hersteller gefragt, wo genau die Heizmatten plaziert wurden und wo genau der Temperaturfühler angebracht ist. Das ging in meinem Fall, da wir bewußt Bulltronbatterien haben, also Batterien, die in D zusammengesetzt wurden. Zum Zweiten habe ich mit unseren Batterien telefoniert, um zu prüfen, welche Mindesttemperatur im BMS eingestellt ist und habe diese Temperatur um 2 Grad auf 7 °C erhöht. Wenn die Temperatur am Sensor etwas höher eingestellt ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Mindesttemperatur zum Laden überall tatsächlich erreicht ist.

Da wir eine sehr hohe Batteriekapazität haben, ist es verkraftbar, wenn es ein paar Minuten länger dauert, bis das Laden wieder beginnt. Ich weiß es nicht mehr genau, wie lange es bei uns dauerte, aber es waren bestimmt 20 ... 30 Minuten, bis das Laden begann. Die Ausgangstemperatur war so um die - 3 ... 5°C. Im richtigen Winter fahren wir nicht. Da könnte es länger dauern.

Ruedi1952 am 22 Mär 2026 22:23:49

Es gibt große Unterschiede.
Bei meinem Selbstbau sitzt das BMS außerhalb, bei Minus 6 Grad geht es schnell mit in die Plus-Temperatur.
Ein Temperaturfühlet sitzt im Akku seitlich an der äußersten Zelle, da waren nach ca. 2 Std Plusgrade erreichbt.
An den mittleren Temperaturfühler waren es ca. 4 Std. mit 5 Grad Plus.

Pechvogel am 22 Mär 2026 22:29:05

Li war zwar absolut NICHT das Thema des TE aber wenn Ihr unbedingt auf die Kälte-Probleme von Li-Batterien hinweisen wollt: nehmt Yttrium-Batterien! Die kann man auch unter Null laden!



Grüße
Dirk

Hannus am 23 Mär 2026 09:14:51

Ich wußte gar nicht, daß es LiFePO auch als Gel- oder Nassbatterie gibt. Wofür so ein Forum doch alles gut ist.

Tinduck am 23 Mär 2026 09:37:44

Pechvogel hat geschrieben:Li war zwar absolut NICHT das Thema des TE aber wenn Ihr unbedingt auf die Kälte-Probleme von Li-Batterien hinweisen wollt: nehmt Yttrium-Batterien! Die kann man auch unter Null laden!

Grüße
Dirk


In der Tat der Königsweg, wenn man bei Kälte laden muss. Das ganze Heizfolien- und Temperatursensoren-Gehampel ist mehr Gewissensberuhigung als wirklich nutzbar. Wie man leicht mathematisch zeigen kann, braucht so ein 20-Kg-LiFePO-Zellklotz mit der Leistung üblicher Heizfolien bei niedriger Temperatur Stunden, bis geladen werden darf. Komisch, dass das bei vielen Akkus nur Minuten dauert, bis Laden freigegeben wird. Da sind dann wohl die Temperatursensoren innovativ platziert.

LiFeYPOs kann man bis -40° laden, und viel teurer als ne Bulltron sind die auch nicht - gerade mal geschaut, die 210 Ah Bulltron kostet bei amumot über 1700 Euro. Für 300 Euro mehr bekommt man einen 200 Ah Winston Bausatz, der in allen Belangen bessere Performance bietet. Den kann jeder, der einen Schraubenzieher gerade halten kann, in 2 h zusammenschrauben.

Und ja, auch wenn der TE nach Blei-Säure oder Gel gefragt hat - der Hinweis auf LiFePOs ist valide.

Wenn jemand fragt, ob Bachblüten oder Homöopathie besser gegen seine eingewachsenen Fußnägel sind, bekommt er ja schliesslich auch den Hinweis, geh zum Arzt. Auch wenn er das nicht hören will. :)

bis denn,

Uwe

Hannus am 23 Mär 2026 14:04:17

Wenn mich jemand fragt ober er besser einen Kleinwagen mit Benzin oder Elektro kaufen soll, würde ich ihm auf jeden Fall zu einem Porsche SUV oder vieleicht doch gleich zu einem Flugzeug raten.

Tinduck am 23 Mär 2026 15:54:53

Hannus hat geschrieben:Wenn mich jemand fragt ober er besser einen Kleinwagen mit Benzin oder Elektro kaufen soll, würde ich ihm auf jeden Fall zu einem Porsche SUV oder vieleicht doch gleich zu einem Flugzeug raten.


Unpassender Vergleich. Eine LiFePO (wenn man nicht unbedingt Premium-Marken kauft) dürfte über die Zeit gesehen deutlich billiger sein als vernünftige Blei/Säure oder Gel-Batterien.

Und es ist ja nicht jeder hier schon 88 und überlebt keinen Bleibatterie-Satz mehr.

bis denn,

Uwe

silverdawn am 23 Mär 2026 16:04:44

Hört doch auf mit eurem LiFePo gesülze, die Frage war doch klar definiert Gel oder Nassbatterie !

Gruß
Harald

BossHogg am 24 Mär 2026 02:49:58

Hannus hat geschrieben: quote die sehr gute Nordkyn Li Zusammenfassung fürs Einarbeiten in die Thematik Li Ladetechnik und Handhabung./quote
Warum verlinkst du immer...das dein Wissensstand ist, braucht man sich über deine längst überhol...ern.
Allerdings verunsicherst du damit aber die ganzen Fragesteller.


Der Beitrag von Nordkyn über das Wissen über Li Systeme ist immer noch aktuell (ich u. A. habe teils beruflich mit Akkublöcken zu tun die mit relativ kompakten Abmaßen mehrere 10 kWh bereitstellen könne , deren Ladetechnik entspricht dem bisherigen aktuellen technischem Stand)! Es gibt aber gerade in Fz. älterer Baujahre Bleiladetechnik die für eine Li-Nutzung nicht geeignet ist, ebenso bestehen Anwendungsfälle wo Blei noch Sinn machen kann.
In beiden Fällen ist es nützlich mal über den Zaun zu gucken.

WoMoMei am 24 Mär 2026 05:24:02

silverdawn hat geschrieben:....die Frage war doch klar definiert Gel oder Nassbatterie !


Lithium GEL ;)

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