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Die Reinigung mit den preiswerten Mitteln (s. Betreff) habe ich bereits mehrfach zufriedenstellend durchgeführt. Gelegentlich wird aber vor der Gefahr von Korrosion im Boiler bei diesem "Verfahren" gewarnt. Hat jemand negative Erfahrungen? Wie lange sollten die Mittel im Wasserkreislauf bis zur Spülung risikolos (ROST) verbleiben? Andererseits: wie lange sollten die Mittel verbleiben, um die gewünschte Wirkung zu erzielen? Die am Markt befindlichen Mittel arbeiten doch wohl mit ähnlichen "Grundstoffen"...? Danke im Voraus für Ihre Tipps! Herzliche Grüße aus dem schönen Ahrtal! Achtung Gefahr! Chlorhaltige Reiniger niemals mit Essig oder andere Säuren benutzen! Es entsteht Chlorgas, das ist sehr gitig beim Einatmen. Lebensgefahr :eek: Hallo chrisc4 ich meinte natürlich ... nacheinander: erst die Lauge, dann die Säure. dazwischen erst mal spülen. Bleibt meine Behauptung dass die "anderen" Mittel mit ähnlichen chemischen Präparaten arbeiten. FALSCH? Bei mir ging bisher im WOMO Bj. 1989 alles gut. Aber was kann man nun ernsthaft als Mittel empfehlen. Gibt es etwas, um Biofilm zu beseitigen oder zu vermeiden UND das System zu entkalken? Bitte nix mit "Silber"! Wir haben sehr kalkhaltiges Wasser in unserer Stadt. Sog. destilliertes Wasser ist auch nicht "gesund". Erstmal danke für Eure schnelle Reaktion! Beim Boot habe ich den Wassertank, Leitungen und Boiler zu Saisonbeginn mit Kukident Gebißreiniger "desinfiziert". Also 20 l Wasser rein, dazu 2-3 Röhrchen von dem Zeug, ne Weile auflösen lassen, und dann schubweise durch die Leitungen, damit es dort auch einwirken kann. Wenn Wasser leer, frisches Wasser rein, gründlich spülen, fertig. Bis dato keine negativen Folgen.
Gegen Bakterien hilft Chlor. Bei einer Chlorierung von 0,1mg/l sollte kein Biofilm entstehen. Gesundheitlich ist das unbedenklich - im Ländlichen Bereich ist das hier und da ein vorgeschriebener Mindestwert für Trinkwasserversorger. Gegen Biofilm würde ich eine mechanische Entfernung und Clordioxid einsetzen. Gegen Kalk ist besonders schonend für Metallteile und Dichtungen Amidosulfonsäure. Anders als Zitronensäure bildet diese keine eigenen Ablagerungen bei Wärme. Daher ist das auch der empfohlene Entkalker für Espressomaschinen. Bei der Dosierung gilt besondere Sorgfalt. Ich habe von 3%iger Lösung gelesen, bin da aber nicht sicher. Danklorix und Essigsäure kommen mir nicht ins Trinkwassersystem - und schon gar nicht in den Boiler für Warmwasser. Servus, Gebißreiniger enthält Bestandteile die Bakterienfutter darstellen. Essigsäure bildet Acetate mit einigen metallischen Bestandteilen (Grünspan ist bekanntl.giftig), darüber löst es Metalle bei längerem Kontakt auf (in der Vergangenheit hatte ich einen Fall aus der Verwandtschaft bearbeitet wo eine Kaffeemaschine in der Gastroküche vom Personal abends mit Essig gefüllt wurde und morgens ein Kurzschluß auftrat. Nach Zerlegen der Maschine war offensichtlich daß der Heizstab sich aufgelöst hatte und eine grüne Flüssigkeit den Wasserkreislauf der Maschine kontaminiert hat). Ebenso reagieren einige Chlorverbindungen in Kontakt mit einigen Edelstahlprodukten. Reine Zitronensäure aus entspr. Pulver angemischt, erzeugt keine Ablagerungen wenn richtig verarbeitet, Sulfonsäure ist wie oben gesagt, in den meisten Entkalkern enthalten. Deswegen erst gründlich und aus sicheren Quellen und bei Fachleuten informieren (Herstellerangaben/-freigaben sind zu beachten) und dann erst handeln! Zum Entkalken würde ich nie Essigsäure nehmen, da diese generell Gummi, Silikon und somit entspr. Dichtungen angreifen kann. Ich nehm Zitronensäure, ist meines Wissens in jeder Hinsicht unbedenklich ... und schmeckt auch gut ;) (heißt: Reste sind auch im Trinkwasser kein Drama). Bei sehr heißen Teilen (Kaffeemaschine) soll Zitronensäure mit dem Kalk Caliumcitrat bilden können, was sehr schwer löslich ist und sich auch ablagern kann. Aber der Boiler im Womo bringt das Wasser ja nicht zum Kochen, so dass es da wohl nicht heiß genug wird für so ein Problem. Calciumcitrat ist andererseits sehr gesund ... Chlorreiniger und Säure NIE zusammen anwenden. Ist ein beliebtes Thema beim Giftnotruf. Gruss Manfred Wir nehmen nur sehr gelegentlich Zitronen Säure. Hurra wir leben noch. Ich habe Tankwagen 6000 ltr. mit "Trinkwasser" zur Versorgung gefahren. Es ist niemand krank geworden oder gestorben. Restwasser wurde nach Gebrauch abgelassen fertig. Wenn wir Lust hatten Tank vor Gebrauch grob ausgespritzt oder auch nicht. für das trinkwasser mache ich nur eines: das "richtige" trinkwaszer und die bongospülung haben ihre eigenen, getrennten pumpen, leitungen und tanks. da kann der coli sich nicht verirren.... :idea: die guten ins kröpfchen, die schlechten ins töpfchen! allesbleibtgut hartmut Woran erkennt man, dass man entkalken sollte? Reinigung? Ich nehme Silberionenpulver seit Jahren und habe klares Trinkwasser. Ein paar Sandkörner im Wassertank, na und? Kalk habe ich noch nicht gesichtet, würde ja auch nur den Warmwasserboiler betreffen. Kalk ist bei uns in der Gegend auch im Trinkwasser kein Problem Korrigiert mich, wenn meine Meinung falsch ist. Zur Korrosion im Boiler: Reiniger auf Chlorbasis (DanKlorix, Chlorbleichlauge) greifen Edelstahl nicht an. Truma hat das vor Jahren behauptet um in einem Schadensfall einen Gewährleistungsanspruch abzuwehren. Dieser Fall wurde im Forum diskutiert. Ausführlich beschrieben in dem Artikel über Boilerkorrosion. --> Link Truma hat dann zwangsläufig erkannt, dass ihre Aussage falsch war und schreibt folgendes. --> Link Truma hat nun die Auswirkungen von chlorhaltigen Präparaten auf den Boiler der Combi durch Experten der DEKRA in einem aufwendigen Langzeittest überprüfen lassen. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse steht nun fest: Handelsübliche chlorhaltige Reinigungsmittel und Wasserkonservierungsmittel aus dem Campingfachhandel greifen Material und Schweißverbindungen des Boilers nicht an. Entkalkungsmittel Amidosulfonsäure ist das beste Entkalkungsmitteln. Sie löst den Kalk bis zu 10-mal schneller und wesentlich gründlicher als andere Kalklöser und wirkt nicht korrosiv. Für die Kalkentfernung im Boiler würde ich einen gehäuften Esslöffel pro Liter Wasser verwenden. Punkt 3.3 Amidosulfonsäure. --> Link Gruß Scout Danchlorix ist ein sehr bewährtes, billiges und umweltverträgliches Desinfektionsmittel. Umweltverträglich, weil das Mittel verdünnt schnell in ungefährliches Natriumchlorid (Kochsalz) und Wasser zerfällt. Der Umweltvorteil ist allerdings ein Nachteil bezüglich Korrosion. Natriumchlorid dissoziiert im Wasser zu Natronlaugerest und Chloridionen. Diese Chloridionen (Säurerest) sind der Hauptgrund für die Korrosion von Stahl, aber auch von Zinkschichten und selbst Chromschichten. Selbst geringe Mengen befördern schon die Korrosion. Das kennt man auch von der Korrosion von Fahrzeugen im Winter durch die Auftaumittel Kochsalz bzw. Magnesiumchlorid. In hoher Konzentration greifen diese Auftaumittel auch Aluminium (Alufelgen) und verchromte Teile an. Rostfreier Edelstahl sollte kurzfristig beständig gegen Chloridionen sein. Das enthaltene Chrom sorgt an der Oberfläche für eine einatomar dicke Sauerstoffgasschicht, die den Stahl vor allen möglichen Korrosionsmitteln und Säuren und Laugen schützen. Im allgemeinen schützt schon ein Chromgehalt von ab ca. 13 %, aber im Stahl gibt es verschiedene Phasen, so dass es eben nicht überall eine schützende Gasschicht gibt. Zur Sicherheit haben deshalb rostfreie Edelstähle 18 % Chromanteil. Aber Chloridionen finden manchmal doch eine Schwachstelle und an diesen Schwachstellen gibt es dann eine Lochfraßkorrosion. Will man diese Lochfraßkorrosion bei Edelstählen vermeiden, dann muss mit bestimmten Legierungselementen für ein sehr feinkörniges Gefüge gesorgt werden. Solche Edelstähle sind dann beständig gegen Kochfraßkorrosion durch Chloridionen und damit auch gegen das Zerfallsprodukt von Danchlorid, dem Kochsalz. Warum gab es damals Probleme bei den Trumaheizungen? - aus Kostengründen ein paar Cent an der Edelstahlsorte gespart oder - bei der Materialauswahl wurde nicht an Chloridionen und damit auch an Danchlorix gedacht oder - Truma-Konstrukteure hatten schlichtweg keine Ahnung von Materialwissenschaft.
Servus, der Kalk um die Heizstäbe wirkt isolierend, dadurch wird die Heizung heißer was einige Typen mit Sensorik messen (Temperatur, Stromaufnahme). Wenn deine Kaffeemaschine laut röchelnd nach dem Brühen abklingt, wird es Zeit zum Entkalken. Normalerweise sollten zum Ende des Durchlaufs nur einige leichte Grunzer zu hören sein. Zum Entkalken die kalte Zitronensäurelösung in die Maschine füllen und diese einige Sekunden starten bis Lösung austritt. Dann Abschalten und 1 bis 2 Minuten warten. Dann wieder kurz starten. Nach der Hälfte des Vorratsbehälters die Maschine ganz durchlaufen lassen und anschließend spülen. Am Besten immer enthärtetes Wasser verwenden (Brita Filterkanne). Viele machen einen Fehler und schütten heiße Lösung in die Maschine! Gerade bei Gewerbemaschinen mit starken Heizstäben führt das zum "Einbrennen" des Kalks. Dann hilft nur noch Austausch der Heizung oder Roßkur mit Salzsäure (dann brauchst Du dazu ne Stoppuhr und Erfahrung da die Einwirkzeit genau eingehalten werden muß). Hallo, seit über 10 Jahren desinfizieren mit Danklorix, vorher Wasserstoffperoxid, keine negativen Erfahrungen bei der Alde Heizung. Den Boiler entkalke ich alle zwei bis drei Jahre mit Zitronensäure und warmem Wasser, auch keine negativen Auswirkungen. Ein Heizstab der Alde war mal defekt FI löste aus, den habe ich ersetzt, man konnte keine äußeren Schäden erkennen. Ein Boiler aber füllt sich mit der Zeit mit Kalk auf. Dann merkt man irgendwann daß entweder kein warmes Wasser entsteht weil die reversible Übertemperatursicherung des Heizelements auslöst oder die bereitgestellte Heißwassermenge zurückgeht weil der Innenraum voller Kalk ist. Dann wird es Zeit, den Boiler zu entkalken (Zitronensäure im Kreislauf pumpen und dabei anteilig durch Frische ersetzen oder Boiler aus dem Gerät ausbauen und wenn möglich öffnen.)
Deine Meinung, eigentlich ja Deine Erfahrung, ist sicher 100% richtig. Aber für andere Menschen eben auch 100% nutzlos. Grüße Uwe
Das erkennt man nicht so ohne weiteres.Bei hartem Wasser fällt Kalk deutlich schneller aus als bei weichem Wasser. In unserem Fall ist das gut zu beobachten: Selbst im Tank mit kaltem Wasser bilden sich bereits Kalkkrümel, die sich am Boden absetzen. Im Boiler kommt es durch die Erwärmung des Wassers zu deutlich stärkeren Kalkablagerungen. Wie viel Kalk sich insgesamt bildet, hängt dabei wesentlich vom Wasserdurchsatz ab. Ich desinfiziere meine Wasseranlage einmal jährlich und entkalke etwa alle zwei Jahre. Beim Entkalken reagiert die Säure mit dem Kalk. Dabei wird die Säure nach und nach verbraucht, ihre Konzentration sinkt und damit auch ihre Wirksamkeit. Durch Umpumpen bzw. Zirkulieren der Entkalkerlösung wird die im Boiler verbrauchte Lösung kontinuierlich durch wirksamere Lösung aus dem Tank ersetzt. Dadurch wird eine gleichmäßigere und effektivere Entkalkung erreicht. Es ist daher sinnvoll, die Entkalkerlösung im Kreis zu pumpen. Hierzu ein Beispielaufbau: ![]() Dabei ist es nicht erforderlich, den Tank vollständig zu füllen. Es genügt, so viel Entkalkerlösung einzufüllen, dass die Pumpe sicher ansaugt und keine Luft zieht. Gruß Scout Ich möchte in dem Thread mal die Frage stellen: Wenn ich 5 Monate in Spanien das dortige gechlorte Wasser tanke, kann ich davon ausgehen ein evtl Biofilm hat sich aufgelöst :?:
Leider nein... Leitungswasser enthält meist nur ca. 0,1 bis 0,5 mg/l Chlor. Um einen etablierten Biofilm chemisch zu "knacken", benötigt man Konzentrationen von mind. 50 bis 100 mg/l über mehrere Stunden oder mehr für eine kürzere Zeit.
Die üblichen Wasserbehandlungsmittel können Biofilme nicht entfernen. Chlordioxid kann Biofilm entfernen, Chlorbleichlauge (DanKlorix) in hohen Konzentrationen eventuell auch. Wobei man bei Chlorbleichlauge unterscheiden muss. DanKlorix als Reinigungsmittel enthält neben Natriumhydroxid, das praktisch jedes Chlorbleichlaugenmittel enthält, zusätzlich Soda um die Reinigungswirkung zu verstärken. In sehr hohen Konzentrationen angewendet wirkt es dann wie ein Reinigungsmittel für Bierzapfanlagen und entfernt Biofilm. Hier ein paar Infos zu Biofilmen und ihre Enfernung. --> Link Und hier Erfahrungsberichte von Foristen die ähnliche Probleme hatten. --> Link Ich würde Chlordioxid bevorzugen. Gruß Scout
Genau so. Wobei ich der Meinung bin das desinfizieren bei einem Womo wichtiger ist als entkalken. Heißes Wasser (Kalk) wird ja doch nicht sooo oft gebraucht. Wenn ich, wie schon mehrmals in den letzten Jahren, mir ein neueres, gebrauchtes Womo kaufe, dann desinfiziere ich einmalig mit Chlorbleichlauge. Ich staune hierbei immer wieder was da so an Bioschmodder rauskommt. Später dann nach längerem Besitz reicht mir 1 x im Jahr etwas Danklorix. Übrigens, ich hatte noch nie Probleme, auch lebe ich noch obwohl ich den Tankinhalt. manchmal sogar pur trinke. Gruß Kurt |
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