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Burgund 2007 1, 2


Kater58 am 14 Sep 2007 23:21:56

Ich stehe in den Startlöchern und scharre mit den Hufen. Endlich gehts los! Nach über einem Jahr wieder eine längere Tour nach Frankreich. Im Elsass waren wir ja schon gewesen in diesem Jahr und jetzt haben wir uns die Bourgogne zum Ziel gewählt. Gut, es wird mir die südliche Sonne fehlen und den Mont Ventoux werde ich auch in diesem Jahr nicht sehen. Ebenso wird mir das Rauschen des Meeres fehlen, daß uns im letzten Jahr an der Küste der Normandie begleitet hat. Aber wir wollen uns mal diesen Landstrich, der für Genuss und Sterne und teure Weine steht genauer ansehen. Und zum Chateau Pierrefitte werden wir auch wieder fahren.
Morgen ist es soweit. Und ich freue mich auf meinen ersten Einkauf in einem französischen Supermarche, wo wir uns all das besorgen werden, was wir seit unserer Elsassfahrt über Pfingsten vermisst haben.
Wahrscheinlich werden wir morgen Abend schon Muscheln essen!
:francais: :francais: :francais:

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Administrator am 14 Sep 2007 23:40:56

mach die Schale vorher ab!


viel Spaß :wink:

rs270550 am 15 Sep 2007 09:13:17

In Macon kannst Du ruhig am Yachthafen übernachten und tagsüber in der Nähe der Anlegestelle parken. Der Quai ist übrigens komplett erneuert und dort finden oft Veranstaltungen statt.
Rolf

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Aretousa am 15 Sep 2007 10:21:31

Grün vor Neid denke ich an euch beide- nee mal ganz ehrlich ich wünsche euch alles Gute, habt eine tolle Zeit, kommt heil zurück und berichtet hinterher ein bisschen
Lena

Kater58 am 02 Okt 2007 23:38:42

Heute mittag um halb fünf sind wir daheim eingetroffen. Unsere katzen haben uns freudestrahlend begrüsst und das Womo ist jetzt auch scon ausgeräumt.
Natürlich folgt ein Reisebericht, so gut es eben geht mit Bildern, di mir in diesem Jahr nicht so gut gelungen sind (nach erster Sichtung) Aber meine Aldi-kamera hat ihr bestes getan auch diese Ausfahrt wieder in einiges visuelles zu verwandeln.

Hallo Dirk! Auch Linke wissen, wie man Muscheln isst! :D

Aretousa am 03 Okt 2007 07:14:34

Freu mich!!!!!!!

Kater58 am 03 Okt 2007 09:35:40

15.09.2007 Hetzbach-Kientzheim/ 276 km

Um halb 3 Uhr Mittags kommen wir in Hetzbach endlich weg.
Ich hab mir bei Falk einen Routenplan ausgedruckt (Schade um Tinte und Papier). Danach könnten wir in 6 Stunden Baume-les-Dames erreichen.
Aber nicht wenn man in Speyer, ohne sich da auszukennen, einen Baumarkt sucht weil man noch Gas braucht. und nicht wenn man in Colmar/Haussen in den CORA geht, um sich erste französische Spezialitäten zu besorgen, wie Münsterkäse, Terrine de Canard, Saucisson d´ail....ihr wisst schon was ich meine...
Also beschliessen wir nach Keysersberg zum Stellplatz zu fahren und dort zu übernachten. Doch der Platz ist übervoll. Das gefällt uns gar nicht, also fahren wir ein paar Kilometer zurück. In Kientzheim hatten wir einen freien Parkplatz gesichtet. Dort stehen wir allein, ruhig und obendrein kostenlos.
Ziel war eigentlich Baume-les-Dames, weil wir Sonntag in Dijon sein wollen.
Aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.
Also immer mit der Ruhe.

Aretousa am 03 Okt 2007 14:53:37

Weiter!!!!!! :D :zustimm: Ich hätte jetzt grad mal Zeit zum Lesen

Kater58 am 03 Okt 2007 21:06:12

Meine Mutter hat heute Geburtstag. Da blieb nicht viel Zeit für den PC. Und morgen gehe ich schon wieder arbeiten. Aber den zweiten Tag will ich noch aus dem Tagebuch abschreiben:

Sonntag, 16.09.2007 Kientzhim/Elsass-Fixin/Bourgogne 306 km

Am Morgen sind wir früh auf den Beinen. Um 8 Uhr sind wir beide! aus den Federn und der Kaffee brüht schon.
Die Sonne strahlt und ich mach mich fertig, denn ich will erst mal raus vors Womo.

Kater58 am 03 Okt 2007 21:16:36

Ich bin kaum draussen, da seh ich schon einen Heißluftballon über den Weinlagen oberhalb von Kientzheim, der es offensichtlich nicht weiter schafft. Er geht dort an ziemlich ungünstiger Stelle runter. Doch der "Jäger" kommt innerhalb ner Viertelstunde hin und ich kann sehen, wie der Ballon in sich zusammen fällt.

Frühstück. Heute ohne frisches Baguette. Wir hatten gestern Abend eines im Cora gekauft und das ist heute morgen noch geniessbar. Den Münsterkäse und die Terrine de Canard beeinträchtigt das sowieso nicht. Das erste Frühstück auf französischem Boden schmeckt vorzüglich.
Um 10 Uhr setzen wir unsere Fahrt fort. mal sehen wie weit es uns treibt. Dijon ist unser Ziel, aber wenns zu spät wird, dann eben nicht...
wir schaffen es um 15 Uhr da zu sein. Das reicht uns.
An einem anderenWochentag als am Sonntag hätten wir es auch nicht gewagt in die hektische Stadt hinein zu fahren.
Aber es hat sich gelohnt. Es gibt jede Menge zu sehen: vom Palais des Ducs über die Kathedrale und den Place de Liberation, die Rue des Forges, die Eglise Notre Dame mit der schwarzen Madonna bis zu den sehenswerten Fachwerkhäusern, die überall die Altstadt zieren.
Nach dem Kulturtrip in die Hauptstadt Burgunds geht es dann wieder in die kultivierte Natur der Weinlagen. Die Rue des Grand Crus lockt mit Ihren Weindörfern un den herrlichsten Lagen.
Wir fahren die Route ein Stückchen und kehren dann zu einem Ort namens Fixin zurück, wo wir schon einmal übernachtet hatten, im Jahr 2004 auf unserer "Gourmetrundfahrt".

esskaa am 04 Okt 2007 18:05:41

Hallo Kater,

schöne Bilder von Dijon !!
Mich würde interessieren, wo du welchen Wein ( und in welcher Preislage ) du gekauft hast.

Wir werden wahrscheinlich im November mal wieder runter fahren .

LG Stefan

Kater58 am 10 Okt 2007 21:26:46

Da es an der Rue des Grand Cru praktisch keinen France-Passion-Winzer mehr gibt haben wir unseren Wein im Supermarkt gekauft. Preislage so, daß es für uns finanzierbar blieb, also im teuersten Falle mal 8 Euro.

Kater58 am 10 Okt 2007 21:44:27

Montag 17.09.2007 Fixin-Saint Gengoux- le National 115 km

Es ist trübe am Morgen über Fixin und den umliegenden Garnd-Cru-Lagen.
Wir fahern eine Ortaschaft zurück nach Marsannaye-la-Cote, in der Hoffnung dort eine Boulangerie zu finden und unser erstes frisches Baguette zu kriegen. Wir finden eine, aber die hat geschlossen und der Fussweg zur nächsten ist sicher weit. Also gibt es französisches Frühstück: Milchkaffe und (alte) Croissants. Eier gibts als Zugabe.
Im Anschluss fahren wir an die Entsorge in diesem Ort und dann gehts entlang die Route du Grand Cru in Richtung Beaune.

Kater58 am 10 Okt 2007 21:48:53

Überall die herrlichen Chateaus in den Weinlagen!
Ich wollte mich von der Gegend gar nicht trennen.
Gerade heute, nicht unter strahlendem Sonnenschein, sondern unter bedecktem Himmel, zeigte der Landstrich warum er Cote d´Or heißt. Die Blätter der Weinstöcke strahlen in jedem Licht golden....

Kater58 am 10 Okt 2007 21:51:03

Wäre ich alleine unterwegs gewesen, ich wäre hier zwei, drei Tage geblieben, hätte, gemalt und die Seele baumeln lassen. Wäre durch die Rebflächen gewandert und hätte immer neue Eindrücke dieser herrlichen Landschaft gewonnen. Ein Traum!

Aretousa am 11 Okt 2007 09:44:00

Da kann ich dich gut verstehen.....
Übrigens haben in den kleineren Orten die Bäckereien sehr oft montags (morgens) geschlossen.
Schön dass du ein wenig weitergeschrieben hast. :D

Bob am 11 Okt 2007 10:17:44

"Wäre ich alleine unterwegs gewesen, ich wäre hier zwei, drei Tage geblieben, hätte, gemalt und die Seele baumeln lassen. Wäre durch die Rebflächen gewandert und hätte immer neue Eindrücke dieser herrlichen Landschaft gewonnen. Ein Traum!"
Vielleicht solltest du das tatsächlich mal verwirklichen; ich wünsche es dir. Für mich wäre das einzige Problem dabei die möglicherweise täglichen Weinproben ...

, Bob

Aretousa am 11 Okt 2007 10:20:31

Ich glaube das wäre für Kater kein Problem :D :D Aber gelegentlich ists für mitreisenden Familienangehörige nicht so sehr unterhaltsam mitten in einem Weinberg zu sitzen und dem anderen beim Seelebaumelnlassen oder auch malen zuzuschauen.

esskaa am 13 Okt 2007 20:45:41

Burgund ist halt toll.
Die Preise sind allerdings hoch ( für Wein ).
Wir haben ne enge Beziehung dahin , sind sehr "vorbelastet".

Alles um Beaune und herum ist aber m.E. zu teuer.-

Quand même, j'aime la bourgogne.


Amicalement

Stefan

Tipsel am 14 Okt 2007 03:51:09

Aretousa hat geschrieben:Ich glaube das wäre für Kater kein Problem :D :D Aber gelegentlich ists für mitreisenden Familienangehörige nicht so sehr unterhaltsam mitten in einem Weinberg zu sitzen und dem anderen beim Seelebaumelnlassen oder auch malen zuzuschauen.

Elke hat sich bestimmt schon dran gewöhnt , denn mit Kater zu reisen, ist bestimmt interessant, und da kann frau auch mal kurz auf nen Kater verzichten. Boah, das ist ja doppeldeutig, aber egal. Die Bilder sind toll.

Kater58 am 14 Okt 2007 18:21:44

Es ging weiter an diesem Tag über Beaune, das sicher sehenswert ist. Wir hatten es uns 2004 bereits intensiv angesehen und verzichten diesmal aufgrund der Touristenströme, die auch an einem Herbstmontag über die Stadt herfallen, auf eine erneute Besichtigung. Über Chalons s/Saone fahren wir weiter zu unserem heutigen Nachtplatz in St.-Gengoux-le-National, da eigentlich nur ein Zwischenhalt zu unserem südlichsten Ziel der diesjährigen Reise ist: dem einstigen "Wunder des Abendlandes": Cluny.

Und das ganz ohne Kater, ähm natürlich mit Kater und Maus, aber eben ohne Kater, oder wie jetzt...

Kater58 am 14 Okt 2007 18:24:45

Entsorgt haben wir inChalons s/ Saone am Campingplatz, dort standen an der Saone auch einige Womos.
Wär gar nicht nötig gewesen, denn in St-Gengoux-le-National gibt es auch V+E am Alten Bahnhof.
Und es gibt noch etwas interessantes: den "voie-vert"
Was das ist erklär ich später.

klavitt am 16 Okt 2007 11:02:14

Hallo,

eine gute Adresse für Wein in allen Qualitätsstufen - auch für bezahlbaren vin en vrac - gibt es in Monthelie, das erste Haus auf der rechten Seite, wenn man von Beaune her kommt.
Den Namen des Winzers weiß ich leider nicht mehr.


Kater58 am 16 Okt 2007 12:54:27

Ich komme noch einmal auf den voie verte zurück: das ist schlicht ein Radwanderweg, den man auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse angelegt hat und der in Burgund, oder besser im Departement Saone et Loire von Charnay les Macon bis Cronat geht. Sind so ca. 260 km. Eine schöne Sache, zumal, da es ja mal eine Eisenbahntrasse war kaum Steigungen drin sind. Gefahren bin ich aber núr mal ein teilstück um Cluny herum.
An den stillgelegten Bahnhöfen finden sich jeweils Parkplätze auf denen man auch wunderbar übernachten kann. Und von St. Gengoux weiss ich, dass es dort Strom und V+E gibt.

Aretousa am 21 Okt 2007 20:02:30

Hallo Lothar, schön dass du mit dem Weiterberichten gewartet hast bis wir wieder zu Hause sind :D :D
Jetzt kannste weitermachen :D

Kater58 am 24 Okt 2007 14:06:09

Und wenn alles klappt will ich heute Abend auch weiterschreiben...

@ Lena. Denkt Ihr noch an Dhalias Lane bei Jazz and Cooking am 18.November in Worms? Karten sind vorbestellt! :!:
Wir sind den ganzen November an jedem Wochenende (fast) auf nem Konzert, angefangen am 02.11. in Heilbronn bei den Dubliners, dann am 10.11. in Bamberg bei STS und am 18. dann in Worms!

Aretousa am 24 Okt 2007 20:43:23

Ja ich denke dran- uist doch klar, und freu mich schon drauf. Melde mich dann auch vorher noch mal bei euch :D
Wegen den Dubliners bin ich auch noch am überlegen. Sie kommen auch hier in die Nähe.
Wo schlaft ihr in Heilbronn?????

Kater58 am 24 Okt 2007 20:53:11

"Wo schlaft ihr in Heilbronn?????"

Ähhm? Im Womo natürlich!

Da gibts auch nen Stellplatz, aber da muss ich erst noch mal Stadtplan studieren, wie weit der von der Halle entfernt ist. Wir waren dieses Jahr auf der Rückreise aus Bad Dürrheim dort für eine Nacht, aber wie der Platz zur Halle der Veranstaltung (Festhalle Harmonie) liegt weiss ich nicht.

Kater58 am 24 Okt 2007 20:55:26

Ach übrigens Dublineres, wenn ihr jetzt noch überlegt, kann es zu spät werden. In Heilbronn waren vor drei Wochen als ich bestellt habe kaum noch PLätze frei. Dämlicherweise ist da bestuhlt.

Tipsel am 24 Okt 2007 21:56:25

Heilbronn hat 2 Stellpätze :D Bernd hatte ja den anderen gefunden :D

Beduin am 24 Okt 2007 22:08:49

Tipsel hat geschrieben:Heilbronn hat 2 Stellpätze :D Bernd hatte ja den anderen gefunden :D


Genau, das war der auf dem ihr nicht ward :)

Kater58 am 30 Dez 2007 20:13:00

Dienstag, 18.09.2007
Cluny-Das einstige Wunder des Abendlandes ist ein verschlafenes Städtchen mit 4700 Einwohnern.
Der TGV Lyon-Paris rauscht hier vorbei, und kaum einer der Passagiere dürfte den Ort wahrnehmen, dessen Blütezeitim Mittelater lag, wo es zum Zentrum der Christenheit wurde.
Die Äbte von cluny waren mächtiger als manch weltlicher Fürst, und wenn man heute vor den Ruinen der einst nach dem Petersdom in Rom größten Kirche des Abendlandes steht, bekommt man einen kleinen Begriff davon, welchen Mühen und Drangsalen die Landbevölkerung ausgesetzt gewesen sein musste, um solche Machtentfaltung im Herzen Burgunds mit zu ermöglichen.
Welche Abgaben wird diese Pracht von den Bauern der Umgebung gefordert haben? Welches Leid werden die hungrigen und durstigen Brüder von Cluny über die Menschen gebracht haben, die von ihrer Hände Arbeit leben mussten und oft selbst nicht genug zu essen hatten.
Selbsrt der heilige Bernhard von Clairvaux prangerte das Luxusleben in der Abtei von Cluny an.

Kater58 am 30 Dez 2007 20:23:13

1790 wurde das Kloster im Zuge der französischen Revolution geschlossen und 1798 begann der Abbruch. Die Revolution schaftte auch hier Liberte, Egalite und Fraternite, und mancher Stein, der einst in der stolzen Kirtche der Abtei verbaut war findet sich heute im mauerwerk eines Hanwerkerhauses, eines Bürgerhauses oder gar dem eines einfachen Landarbeiters.. Tatsächlich sieht man diese Besonderheit in fast jedem Steinhaus bei einem Bummel durch die kopfsteinbepflasterte Altstadt.
Doch auch die Ruinen sind sehenswert und das Städtchen übt seinen Reiz aus.

Kater58 am 30 Dez 2007 20:37:15

Daneben ist Cluny ein Zentrum der Pferde in Burgund. Es gibt ein Haras-National, ein National-Gestüt, und, etwas ausserhalb eine Rennbahn, ein Hyppodrome und ein Military-Gelände.

Am Tag zuvor waren wir ja noch in dem ebenfalls beschauliche St. Gengoux le National gewesen. Dort hatten wir am Morgen dann bei unserem kleinen Ortsbummel das Glück, daß Markttag war.
Dies führte zwangsläufig zur Bereicherung unserer Frühstückstafel: feinherben Kastanienhonig, Pain d´Epice, Käse und Wurst aus Savoien, allerdings zu gesalzenen Preisen. Egal: Schmegge musses!

Am Abend in Cluny gibts gebackenen Schafskäse. Das Womo duftet nach Knoblauch. Man lebt.

Kater58 am 30 Dez 2007 20:47:57

Das Chateau de Cormatin zwischen St. Gengoux-le-National und Cluny. Vielbesucht, was uns die Busparkplätze bewiesen, die jetzt gegen Ende September allerdings nicht mehr ganz so ausgelastet waren.
Bei den Eintrittspreisen hatte ich aber dann einen Igel in der Tasche...
Auch aus der Ferne gesehen ist das Chateau richtig schön...

Kater58 am 30 Dez 2007 20:50:54

Und noch ein Blick auf Cluny vom Voie vert aus...

Kater58 am 30 Dez 2007 20:59:35

Mittwoch 19.09.2007
Cluny-Autun 94 km
Wir werden geweckt durch die Lautsprecheransage, daß es für die Zuschauer und Gäste in der Kälte Chocolat, The und Croissants gäbe.
Draussen ist eine Pferdeschau am beginnen. Ich besorge unser Baguette in einer Boulangerie, und nach dem Frühstück schauen wir dem Treiben zu, daß wohl eine Art Bewertung der Tiere mit Preisverleihung war, um deren Marktwert festzustellen oder zu steigern. Interessant wars allemal, selbst für mich als Laien. Es gab schöne Tiere zu sehen und selbst wir beurteilten die gezeigte Darbietungen mit unqualifizierten Kommentaren (die zum Glück niemand verstand) Neben den Pferden waren natürlich auch einige der halterinnen in ihren engen Reithosen sehenswert, worüber ich allerdings in Anbetracht der Nähe von Elke keine Bemerkungen machte.

Kater58 am 30 Dez 2007 21:10:11

Irgendwann verabschiedeten wir uns von der faszinierenden Scenerie, fuhren zum Atac zum tanken und nochmal zum Bahnhof am "Voie verte" mit seinem sehr gut zum ruhigen übernachten geeigneten Parkplatz.
Wir gingen noch ein wenig den Radweg entlang um uns das Hippodrome nochmal anzusehen

Die anschliessende Fahrt führt uns zunächst nach Montceau les Mines, sozusagen ins Herz des französischen Ruhrgebiets.

Auf dem Mont St. Vincent machen wir Halt. Hier gibt es in 610 m Höhe einen Aussichtspunkt, von dem aus bei guter, klarer Fernsicht der Puy de Dome zu sehen sein soll.
An diesem Tag nicht!
Und es gibt, wie in allen umliegenden Orten hier im Burgund, eine sehenswerte romanische Kirche, die wir allerdings nicht besichtigen, da gerade eine Beerdigung stattfindet. Hier hat die Bezwichnung Kirchhof noch seinen ursprünglichen Sinn, denn die Gräber sind rund um die Kirche angelegt.

Kater58 am 30 Dez 2007 21:13:10

Ziel des Tages ist Autun, das einstige Augustodunum, Zentrum der römischen Welt in Gallien, wo wir entsorgen, Frischwasser aufnehmen (mit Chlorgeruch!) und uns auf schiefer Ebene mit unseren Keilen für die Nachtruhe betten.
Es gibt Muscheln zum Abendessen und noch einen Mondspaziergang um den See zur Verdauung derselben.

Aretousa am 02 Jan 2008 19:02:15

Schön dass es weitergeht . Ich lese ja sooo gerne von Frankreich

Kater58 am 02 Jan 2008 23:26:33

Donnerstag, 20.09.2007
Autun-Mont Beauvray 48 km

Baguette hole ich heute früh mit dem Rad. Es sind schon ein paar Meter bis in die Stadt und zur nächstgelegenen Boulangerie. Es ist kalt am Morgen und wir müssen schon heizen!
Nach dem Frühstück gehts zu Fuss in die Stadt. 4 Stunden Fußmarsch erschliessen uns die Sehenswürdigkeiten von Autun. Die Kathedrale St Lazare, den Tour des Ursulines, die römische Stadtmauer, den Juno-Tempel, die Porte d´Arroux und die Porte St Andre. Die Reste des antiken rämischen Theaters schenken wir uns. Es ist zwar das größte der Gallo-Romanischen Welt gewesen, aber wir hatten es vor drei Jahren bereits eingehend besichtigt.

Kater58 am 02 Jan 2008 23:52:08

Ziemlich erledigt kommen wir zum Womo zurück. Es war nach der frühmorgendlichen Kälte ein heisser Tag geworden, und wir spürten jeden Knochen durch den Fussmarsch. Aber wir haben viel gesehen an diesem Tag.
Heute Nachmittag solls zum Chateau Pierrefitte gehen, jenem Chateau, zu dem wir vor drei Jahren über France-Passion gefunden hatten. Damals fanden wir das Chateu so toll, daß wir, nun schon einmal in der Gegend die Übernachtung dort wiederholen wollten.
Doch diesmal wurden wir enttäuscht. Es standen zwar 4 PKWs um das Anwesen herum, aber wir sahen keinen Menschen weit und breit und mein klingeln blieb ungehört. Das Chateua macht optisch immer noch den gleichen baufälligen Eindruck. Neu war eine Schranke an der Zufahrt. Und die Neufundländer, mit denen ich mich vor drei Jahren so wunderbar angfreundet hatte? Die lagen faul im Hof herum und beachteten uns nicht einmal. Damals hatten sie uns mit lautem Gebell begrüsst und waren, als wir wegfuhren uns bis zur Grundstücksgrenze hinterhergelaufen. Jetzt wirkten sie reichlich heruntergekommen. Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die sich auf Privatgrund stellen, ohne sich anzumelden, und diese Anmeldung mangels Ansprechpartner nicht möglich ist, fahren wir weiter. Die Besitzer haben viele neue Werbetafeln angebracht: Gites de France, Bed + Breakfast France z.B.- aber wo sollen sich eventuelle Gädste anmelden?
Kein Blick zurück- Wiederholungen gefallen eben oft nicht...nach voren wollen wir schauen!
Wir fahren durch den Morvan und sehen wilde, ursprüngliche Landschaft mit vielen Charolais-Rindern.
Jetzt habe ich mir den Mont Beauvray zum übernachten ausgesucht. Das keltische Bibracte ist unser Ziel! Dort gibt es bestimmt Stellplatz für die Nacht. Und ausserdem steht man nicht weit von historischer Stätte: nahe der ehemaligen Häduer-Siedlung, wo die keltischen Stämme (oder auch Gallier) den Arverner Vercingetorix zu ihrem Anführer wählten, der die Freiheit Galliens gegenüber dem Römischen Reich und Julius Cäsar verteidigen sollte. Wir werden dem Herren auf unserer Rundreise noch einmal begegnen!
Nach der gallischen Niederlage schrieb Cäsar hier seinen "Gallischen Krieg" zu Ende. Später verlor die Siedung an Bedeutung und Autun wurde der Mittelpunkt der Gallo-Romanischen Welt- die spinnen, die Römer!
Heute gibt es hier ein archäölogisches Museum, das die Ausgrabungen der alten Keltensiedlung veranschaulicht.

Kater58 am 05 Jan 2008 16:33:01

Freitag, 21.09.2007
Bibracte- Girolle 125 km

Etwas lange geschlafen heute und etwas später dran, aber viel haben wir eh nicht vor heute.
Frühstück ohne Baguette, weil wir etwas weiter draußen stehen als gewohnt...
Aber wir hatten uns mit Brioche und Croissants aus dem Supermarkt eingedeckt. Es gibt ein süsses Frühstück.
Dann wechseln wir die Örtlichkeit. Es geht an den Nordrand des Morvan.. Zunächst bis Saulieu, wo wir einen kleinen Bummel machen. Hier gibt es das "Cote d´Or", ein Restaurant mit 3 Michelin-Sternen in dem der Starkoch Bernard Loiseau kocht un der das Ganze natürlich auch besitzt. Nachdem Elke das Buch "Die Sterne Burgunds" von eben jenem Loiseau gelesen hatt mussten wir uns das ja zumindest mal ansehen.

Kater58 am 05 Jan 2008 16:42:07

Nichts für unseren Geldbeutel!
Allerdings auch nicht sooo unverschämt: es gibt auch schon ein Menu ab 155 €uronen. Frühstück kostet im Mittel 28 €uronen. Das Ganze ist auch ein Hotel. Man kann dort also bequem mit einer Übernachtung mit Abendessen und Frühstück soviel Geld ausgeben, wie wir in einer ganzen Woche für Lebensmittel gebraucht haben.
OK. Wir kochen dann mal weiterhin selbst...
Viel Wald sehen wir heute und durchqueren fast den gesamten Morvan.
Schluchten, Täler, Hochebenen romantische Dörfer mit romanischen Kirchen. Es ist eine Augenweide. Obwohl: gar nicht sooo verschieden vom Odenwald, diese Waldkulturlandschaft- bis auf die romanischen Kirchen und die 3-Sterne-Michelin-Restaurants....
Wir fahren bis nach Avallon, daß wir uns morgen ansehen wollen und übernachten bei einem France-Passion-Bauern, der Ziegenkäse anbietet. In der Hoffnung morgen davon etwas käuflich erwerben zu können.

Kater58 am 03 Feb 2008 21:51:26

Samstag, 22.09.2007 Girolles-Vezelay 29 km

Was Vauban, Marschall von Frankreis und Festungsbaumeister unter Louis dem XIV, mit dem Städtchen Avallon in Burgund zu tun hat wollte ich dann doch wissen.
Überall in Frankreis, aber auch in Belgien und auf der anderen Rheinseite bei Breisach sind wir auf unsren Reisen schon auf die Spuren seines Wirkens gestoßen. Aber ein Denkmal hatten wir bis jetzt noch nicht gesehen.
In Avallon steht eins. Un dort wurde auch 1933 anlässlich seines 300 Geburtstages eine Gedenktafel in die Stadtmauer eingelassen.
In Frankreich lernt das sicher jedes Kind. Aber wie kann ich armer Womo-Tourist, noch dazu mit schwachen Sprachkenntnissen, herausfinden, was es damit auf sich hat?
Nun, es gibt ein kleines Dörfchen in der Nähe von Avallon mit Namen St-Leger-Vauban. Und dort isser geboren, am 1. oder 4. Mai 1633.
Das war des Rätsels Lösung.
Zum Tagesgeschehen: Das Städtchen Avallon hat heute Marche und entsprechend viel ist in der Altstadt los.
In der Markthalle finden wir sofort den Stand unseres Bio-Ziegenköse-Hertstellers, bei dem wir die Nacht verbracht hatten. Er hatte uns, als wir uns verabschiedeten und nach Käse fragten, bereits erklärt, daß "tout la producton est on marche". Also kaufen wir unseren Käse hier. Pas de Problem!
Das Städtchen Avallon ist einen Besuchn wert, auch ohne Markt und Vauban. Das Stadtbild fügt sich zu einem harmonischen Ganzen.

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