Hallo Leute,
wir melden uns zurück von unserem Großbritannien-Trip und möchten hier für die Interessierten ein paar Impressionen mitteilen.
Zunächst einmal ein paar Grundinfos:
Dauer der Reise: 4 Wochen, davon netto auf der Insel 3 Wochen
Länge der Reise: 5995 km (ab/bis Rostock), davon auf der Insel ca. 4000 km
Route: Rostock - Holland - Belgien - Calais-Dover - engl. Südküste bis Lands End - Küste von Devon - an Wales vorbei in Richtung Midlands - Preston - Newcastle - Edinburgh - Glasgow - nochmals Edinburgh - Aberdeen - Glennfiddish-Distellery besichtigt - Inverness (Loch Ness) - Scotish Highlands (Wick, Thurso, Durness, Ullapool etc.) - dann Richtung York - Deal - Dover
Wetter: von 3 Wochen Aufenthalt in GB ca. 2 1/2 Wochen Regen !
Wie Ihr seht, sind wir eine eigentlich viel zu große Strecke gefahren. Wir hatten uns lange überlegt, Cornwall überhaupt mitzunehmen, haben es aber gemacht, schon aus Wettergründen. Was soll man bei strömenden Regen anfangen? Es gibt zwar viele Unterhaltungsmöglichkeiten auch im Womo :D , doch hat uns der prasselnde Regen mehr dazu verleitet weiterzufahren. Dadurch haben wir natürlich enorm viel gesehen, wenn das trübe Wetter uns auch nicht alles sehen ließ.
Vom Cornwall hatten wir uns eigentlich mehr erhofft. Wir waren insofern enttäuscht, dass man eigentlich fast im gesamten Cornwall enorm wenig von der Landschaft sieht, da man, sobald man sich in Küstennähe aufhält von wahnsinnig hohen Hecken umgeben ist. Alle Bauern grenzen ihre Felder damit ein. Zunächst gefiel uns dies viele Grün noch, bis es irgendwie nervte, weil 1. die Sicht total eingeschränkt war und 2. die Wege dermaßen eng waren, und das über viele Kilometer, dass es ständig links und rechts irgendwo schliff. Entgegenkommen dürfte sowieso keiner.
Besser hat es uns in Devon gefallen. Dort war es etwas offener und auch die Landschaft war sehr schön.
Hier wurden nach unserer Information auch viel Liselotte Pilcher Aufnahmen gemacht und weniger im Cornwall.
Unsere Zeit ließ es nicht zu, Wales noch mit einzubeziehen, so führen wir strikt gen Norden. Ich hatte ja auch noch einige geschäftliche Besuche abzuwickeln in Nordengland und Schottland, darum die vielleicht etwas ungewöhnliche Route.
Im Norden hatten wir dann etwas mehr Glück mit dem Wetter und konnten die herrliche Landschaft der Highlands genießen. Schottland ist für uns landschaftlich ein Traum und wäre für uns die einzige Gegend, die wir in GB nochmals besuchen würden.
Allgemeines:
Kultur: Wir hatten den Great British Heritage Pass gekauft (55 GBP/Person für 15 Tage) und uns darum (und eigentlich nur darum!) insgesamt 17 Schlösser und einige andere Kulturstätten angetan. Nach spätestens dem 10. Schloss war mein Schlossbedarf gedeckt! Weil es ist doch irgendwie immer wieder das Gleiche oder zumindest sehr ähnlich. Ich würde den Pass nicht wieder kaufen, schon weil er einige sehr interessante Kulturstätten gar nicht beinhaltet.
Spritpreise: diese schwankten zwischen 129,9 und ca. 138,9 GBP. An ünstigsten war es meistens bei Tesco oder ASDA. Manchmal waren Tankstellen in der Nähe von Tesco aber auch mal 1 Penny günstiger
Stellplätze: Richtige Womo-Stellplätze findet man in GB praktisch nicht. Viele Parkplätze sind mit "Teppichstangen" versehen, was ganz besonders nervte, wenn man sich z. B. ein Dorf anschauen wollte und keinen Parkplatz fand ausser vielleicht 5 km außerhalb des Dorfes. Dieses war auffällig oft im Süden der Fall. Wir haben es trotzdem geschafft, nur 2-mal auf Campingplätze zu gehen, einmal für 22 und einmal für 12 GBP. Für unsere Begriffe nicht gerade billig. Der für 22 war allerdings direkt am Meer.
In Schottland war es grundsätzlich kein Problem, schöne und geeignete Plätze zu bekommen. Vorm Tesco und vorm Netto in York hat uns spätabends die Security höflich aber bestimmt vom Hof gejagt, sodaß ich beide Male im Schlafanzug einen neuen Platz suchen durfte.
Ver-/Entsorgung: Frischwasser war des öfteren ein Problem. OK, mit Fahrradschlauch und Gießkanne bewaffnet hätte man die öffentlichen WC´s anzapfen können, das war mir aber etwas zu umständlich und zeitaufwendig. Wir haben oft die Tankstellen gefragt, die meistens hilfsbereit waren, allerdings manchmal auch nur stark gechlortes Wasser hatten.
Zum Glück hatte ich aber meine Kunden (9 Hotels) dort , die mir sehr geholfen haben.
Die WC-Entsorgung war i. d. R. kein Problem über öffentliche Toiletten oder Autobahn-WC´s.
Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung
Uli

