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Frage an die *Wissenden*, Batterie-Zyklen, was ist das genau


volki am 17 Sep 2008 00:25:40

Bei Batterien steht z.B. 500 Zyklen fest oder so ähnlich

Die Frage ist nun, WAS ist genau ein solcher Zyklus.

Ab wo, wird laden /entladen als Zyklus gewertet?

Ist jeder kleine Verbrauch, z.B. in der Nacht und dann wieder Nach-Laden am Tag, beim Fahren, EIN Zyklus?

oder z.B. bei längerem Stehen hängt das WoMo an 230V . Die Batterien werden durch die EVS daher ständig voll gehalten, also wird wohl vielmals, aber sehr wenig, nachgeladen. Ist das auch immer ein Zyklus?

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abo1 am 17 Sep 2008 01:26:20

volki hat geschrieben:Bei Batterien steht z.B. 500 Zyklen fest oder so ähnlich

Die Frage ist nun, WAS ist genau ein solcher Zyklus.

Ab wo, wird laden /entladen als Zyklus gewertet?

Ist jeder kleine Verbrauch, z.B. in der Nacht und dann wieder Nach-Laden am Tag, beim Fahren, EIN Zyklus?

oder z.B. bei längerem Stehen hängt das WoMo an 230V . Die Batterien werden durch die EVS daher ständig voll gehalten, also wird wohl vielmals, aber sehr wenig, nachgeladen. Ist das auch immer ein Zyklus?



hallo

ein zyklus ist eine entladung und die darauf folgende aufladung
egal ob die durch das ladegerät oder die LiMa erfolgt

die reine erhaltungsladung der batterie ist zwar kein zyklus im herkömmlichen sinn, ist aber - zumindestens langfristig zb über den winter aus genau diesem grund nicht zu empfehlen

die nazhal der möglichen zyklen innerhalb der batterielebensdauer hängt von der entladetuefe (also wie viel kapazität entnommen wurde) ab

aber da hatten wir doch kürzlich einen thread hier, oder?
--> Link

lg
g

volki am 17 Sep 2008 11:30:58

danke,

ich habe auch noch den andern Tread gelesen :D

Am Einfachsten für "Normal-Bürger" wird sein, weiter fahren so wie bis her. Eigentlich können "wir" das gar nicht gross steuern.
Höchstens das Entladen, wenn man weniger verbraucht, aber das kann ja auch "schlecht" sein..

Die Solaranlage lädt wenns Sonne hat :oops:
Die Lima lädt wenn der Motor läuft und die Starterbatterie voll ist. :-o
230V--12V gibt's wenn's Strom hat :oops:

was willst du machen. :roll:

Auf alle Fälle werde ich im Winter den 230V-Stecker nicht mehr dauernd am WoMo lassen, oder dann einen Pol lösen.
Einmal im Monat Pol verbinden, 230V einstecken und nach einem Tag wieder abhängen?

In der Zuleitung von der Solaranlage hat es eine Sicherung, soll ich die auch ziehen, damit von dort gar KEIN Strom kommt?

Reicht das?

Aufbau- UND Motor-Batterie?? oder nur Aufbau?

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Gast am 17 Sep 2008 12:15:58

Hallo volki,

mach weiter wie bisher, dann machst Du auch nichts falsch

Unter einem Lade/Entladezyklus wird nicht jedes kurzfristige Lichtanschalten und anschließende Nachladen verstanden.
Die Industrie versteht darunter ein standardisiertes Entladen auf 40? % und anschließendes Vollladen. Dies wiederholt man solange bis nur noch 80 % der Nennkapazität erreicht werden. Das ist dann die Zyklenzahl (leg mich bitte nicht auf die genauen %-Werte fest)

Bleibatterien habens am liebsten wenn sie immer vollgeladen sind, dann leben sie problemlos 10 Jahre und mehr.

Schalt halt zuverlässig alle Verbraucher aus, Batterie nicht abklemmen, Sicherung zur Solaranlage drinlassen. Wenn Dein Womo im Freien steht und Sonne auf die Solarzellen kommt reicht das dann auch im Winter zur Erhaltungsladung. Alle 4 Wochen mal für 24 Stunden an die Steckdose und Du bist auf der sicheren Seite. Falls Dein Solarregler oder das Ladegerät die Starterbatterie nicht mitversorgt, diese dann getrennt alle 4 Wochen Nachladen

grüße klaus

Nachtrag:
- für Haltbarkeitstests in Lade-Entladezyklen gibts eine IEC Norm
- Ursache für den Kapazitätsverlust ist ein vorzeitiger Zerfall des aktiven Materials in der positiven Elektrode
- die Zyklenzahl hängt vom Antimonanteil in der positiven Elektrode ab (0% = 200 Zyklen bis 6% = 1400 Zyklen)
soviel zu den Dingen die uns eigentlich garnicht interessieren.

abo1 am 17 Sep 2008 13:57:30

hallo

willi_chic hat geschrieben:Unter einem Lade/Entladezyklus wird nicht jedes kurzfristige Lichtanschalten und anschließende Nachladen verstanden.
Die Industrie versteht darunter ein standardisiertes Entladen auf 40? % und anschließendes Vollladen. Dies wiederholt man solange bis nur noch 80 % der Nennkapazität erreicht werden. Das ist dann die Zyklenzahl (leg mich bitte nicht auf die genauen %-Werte fest)

kurzfristiges lichtanschalten nicht, aber warum geben hersteller die erzielbare zyklenanzahl basierend auf 10%, 20%, 30% und 40% entladung auch an?
das sind auch entladungen und wirken sie sich genauso auf die lebensdauer aus

willi_chic hat geschrieben:Bleibatterien habens am liebsten wenn sie immer vollgeladen sind

genau!

willi_chic hat geschrieben:Batterie nicht abklemmen, Sicherung zur Solaranlage drinlassen. Wenn Dein Womo im Freien steht und Sonne auf die Solarzellen kommt reicht das dann auch im Winter zur Erhaltungsladung.

das lässt sich technisch nicht argumentieren. diese art der "erhaltungsladung" in form von ungezielter pufferung durch die solaranlage ist für die batterie weder nötig noch zielführend. wenn 230volt verfügbar dann ist regelmässiges nachladen für 24h alle paar wochen wesentlich besser

willi_chic hat geschrieben:Alle 4 Wochen mal für 24 Stunden an die Steckdose und Du bist auf der sicheren Seite.

sag ich doch! ;-) pearl.de hatte kuerzlich zeitschaltuhren mit wochenprogramm um ich glaube 5,- oder so. hab ich mir geholt. gehen prima für den zweck

lg
g

Gast am 17 Sep 2008 14:06:01

dachte ich mir doch daß man den abo damit kitzeln kann...

abo1 am 17 Sep 2008 14:08:42

willi_chic hat geschrieben:dachte ich mir doch daß man den abo damit kitzeln kann...


:D :D :D

lg
g

kintzi am 17 Sep 2008 17:46:36

Hallo, will die Aussage v. willi_chic präzisieren u. ergänzen.
Ein vollständiger Zyklus bedeutet: Batt. um 80% auf 20%
Ein halber Zyklus: um 50% auf 50%.
Ein viertel Zyklus: um 25% auf 75% entladen.
Bei verschlossenen Batt.(Gel/AGM) sind es im 1.Fall 400-500 Z.,im 2. 800-1000 z.,im 3. 1600-2000 Z. Bei diesen Typen sollte die Lebensdauer durchschnittl. 7 Jahre betragen, definiert durch Absinken auf 80% der Anfangskapazität (Industriedefinition), wobei die Batt. durchaus noch weiter benutzt werden kann, eben mit eingeschränkter Kapazität.
Zum Vergleich: eine Starterbatt. hat 50-80 Zyklen, sieht sehr wenig aus, reicht aber, da sie beim Starten nur mit 0,001% ihrer Kapazität belastet wird, was sich auf 50 000-80 000 Startvorgänge in Ihrem Leben summiert. Quelle: svb. Ausserdem wird sie gleich wieder "voll", so dass heutige St.-Batt. 4-6 J. halten. Eine "flüssige",zyklenfeste Bleibatt.( übliche Flüssigsäure mit Stopfen u. Servicepflicht, letztere sofern keine autom. Nachfüllung) soll bei 80% Entladung 250- 300 Zyklen haben, hat bei weniger Entladung (50%= 500-600Z., 25% =1000Z). Diese Tatsachen sprechen auch für möglichst grosse Batt.-Kapazitäten, bei gleichbleibendem Verbrauch werden grosse B. nämlich prozentual weniger belastet u. halten länger, natürlich anständige Behandlung vorausgesetzt. Richi

Gast am 17 Sep 2008 17:52:00

danke kintzi,
wieder was dazugelernt
klaus

Gast am 17 Sep 2008 17:53:50

willi_chic hat geschrieben:danke kintzi,
wieder was dazugelernt
klaus


genau, und vor Allem, das man sich um manche Dinge viel zu viele Gedanken macht :wink:

abo1 am 17 Sep 2008 17:55:59

kintzi hat geschrieben:...
.... Diese Tatsachen sprechen auch für möglichst grosse Batt.-Kapazitäten, bei gleichbleibendem Verbrauch werden grosse B. nämlich prozentual weniger belastet u. halten länger,



hallo

in den diversen batteriedatenblättern finden sich zyklen/lebensdauerdiagramme die teilweise ganz was anderes sagen...

höchste lebensdauer bei rund 40 bis 60% entladung
geringeste lebensdfauer bei nur 10% entladung
100% entladung liegt dazwischen, ist aber deutlich besser als nur 10% entladung

zb hier:
--> Link

lg
g

kintzi am 17 Sep 2008 18:32:06

Hallo abo, Du meinst das 1. Diagramm auf S.1? Da steht Entladetiefe, u. je geringer diese ist, umso mehr Zyklen. Oder was meinst Du? Habe nur flüchtig hingesehen(der Hund drängelt n. draussen), irre ich mich? Richi

abo1 am 17 Sep 2008 18:41:22

kintzi hat geschrieben:Hallo abo, Du meinst das 1. Diagramm auf S.1? Da steht Entladetiefe, u. je geringer diese ist, umso mehr Zyklen. Oder was meinst Du? Habe nur flüchtig hingesehen(der Hund drängelt n. draussen), irre ich mich? Richi


hallo

jo

seite 1
links oben
entladetiefe/zyklenanzahl

wenn du dirs rausschreibst und rausrechnest kommt raus:

bei 10% entladung 2500zyklen
bei 20% entladung 1700zyklen
bei 30% entladung 1300zyklen
bei 40% entladung 1200zyklen
bei 50% entladung 1000zyklen
bei 60% entladung 800zyklen
bei 80% entladung 500zyklen
bei 100% entladung 300zyklen

bei 25% entladung schafft die batterie rund 1500 zyklen
bei 80% entladung schafft sie 500 zyklen

80Ah zu 25% entladen sind je zyklus 20Ah, und das 1500 mal ergibt 30000Ah
80Ah zu 80% entladen sind je zyklus 64ah, und das 500 mal ergibt 32000Ah

die entladung um 80% der kapazität ermöglicht also im falle der exide G80 eine LÄNGERE gesamtnutzung als die um 25%

klingt komisch
scheint aber so zu sein

lg
g

Gast am 17 Sep 2008 19:12:52

find ich gut....

30.000 Ah x 3 Exides = 60.000 Ah
geteilt durch 30 Ah pro Tag (bei mir) sind 2000 Nutzungstage
geteilt durch 100 Nutzungstage pro Jahr sind 20 Jahre
3 bereits genutzte Jahre weg macht Nutzkapazität noch bis 2025

... das heißt ich brauch (hoffentlich) noch einen Satz Batterien

Leute, nehmts nicht so tierisch ernst

klaus

abo1 am 17 Sep 2008 19:25:18

willi_chic hat geschrieben:30.000 Ah x 3 Exides = 60.000 Ah



hallo

naja, mit der mathematik nimmst du es ja offenbar eh ned zu ernst ..
:D :D :D

aber im ernst
kein mensch sagt dass das das evangelium ist

aber das was man von der tendenz her rauslesen kann hat schon seine richtigkeit

und wenn in diesem fall die zahlen und fakten genau das gegenteil davon ausssagen was der landsläufigen meinung entspricht (tiefentladung ist total schlecht, batterie puffern mit solar ist total gut) dann ist es schon zweckmässig das auch zu thematisieren. evt hab ich mich ja auch nur verrechnet...

;-)

lg
g

kintzi am 17 Sep 2008 20:22:33

Hallo abo, interessant Deine Ausführung! Was schrieb mal mein Mathematiklehrer in mein Klassenarbeitsheft: Genial, leider falsch. Und so sehe ich Deine Rechnung. Es dürfte wohl klar sein, dass eine andauernde 100%ige Entladung die kleinste Zyklenzahl ergibt. Was die Batt. bis zu ihrem Lebensende theoret. an Ah gespeichert oder wiedergegeben hat, diese Überlegung u. die sich daran anschliessende Rechnung halte ich für genial. Du vergisst aber, dass es Min.-Max.-Kurven mit Streubereich sind, dieser beträgt im Mittel 10 Ah. Hier nun die Sache schönzurechnen, um eine Diff. v. 2000Ah auf 30 000, ~6% zu bekommen, halte ich schlicht u. einfach für nicht zulässig. Solche Rechnungen sind für`s Finananzamt(Glück gehabt,wenn sie es glauben), Banken(s. jetziges Dilemma) u. unsere(dtsch.) Politik(letztere laufen jetzt 300 Mill. hinterher, die letzte Woche an Lehmann gingen,vielleicht 150 Jahre alte Sippenhaft, da die Gründer Deutsche waren). Nicht`s für ungut Richi

abo1 am 17 Sep 2008 23:21:47

kintzi hat geschrieben:..Es dürfte wohl klar sein, dass eine andauernde 100%ige Entladung die kleinste Zyklenzahl ergibt. Was die Batt. bis zu ihrem Lebensende theoret. an Ah gespeichert oder wiedergegeben hat, diese Überlegung u. die sich daran anschliessende Rechnung halte ich für genial. Du vergisst aber, dass es Min.-Max.-Kurven mit Streubereich sind, dieser beträgt im Mittel 10 Ah. Hier nun die Sache schönzurechnen, um eine Diff. v. 2000Ah auf 30 000, ~6% zu bekommen, halte ich schlicht u. einfach für nicht zulässig. S....



hallo kintzi

mal im ernst, es geht doch nicht um 6% ...
die komplette rechnung sieht ja so aus:

bei 10% entladung 2500zyklen = 8 Ah x 2500 = 20.000 Ah
bei 20% entladung 1700zyklen = 16 Ah x 1700 = 27.200 Ah
bei 30% entladung 1300zyklen = 24 Ah x 1300 = 31.200 Ah
bei 40% entladung 1200zyklen = 32 Ah x 1200 = 38.450 Ah
bei 50% entladung 950zyklen = 40 Ah x 950 = 38.000 Ah
bei 60% entladung 800zyklen = 48 Ah x 800 = 38.400 Ah
bei 80% entladung 500zyklen = 64 Ah x 500 = 32.000 Ah
bei 100% entladung 300zyklen = 80 Ah x 300 = 24.000Ah

es geht also um den lebensdauer unterschied von 20.000Ah (bei 10%igen entladungen) zu 38.450 Ah (bei 40%igen entladungen)

das sind 100% unterschied und nicht 6%
schwankungsbreite und grafik ungenauigkeit hin oder her

zitat kinzi: "...Es dürfte wohl klar sein, dass eine andauernde 100%ige Entladung die kleinste Zyklenzahl ergibt. ..."

WARUM "...dürfte das klar sein..."?
weil alle es immer schon gepredigt haben?
weil einer es vom anderen ohne quellenangabe abschreibt

tatsache ist dass in den datenblättern (und nicht nur in denen der exide G80) genau das gegenteil steht

was denkst du dazu?
deine meinung würde mich interessieren

lg
g

viking92 am 18 Sep 2008 08:56:59

Hy abo,

die obige Rechnung ist sicherlich nicht 1:1 auf eine Batterie übertragbar.
Sind sind die 40-60% Entladetiefe (für höchstmögliche Ausnutzung) grob auf alle Batterien als Richtwert ansehen?



abo1 am 18 Sep 2008 09:35:55

viking92 hat geschrieben:die obige Rechnung ist sicherlich nicht 1:1 auf eine Batterie übertragbar.
Sind sind die 40-60% Entladetiefe (für höchstmögliche Ausnutzung) grob auf alle Batterien als Richtwert ansehen?


hallo

du meinst wohl "...die obige Rechnung ist sicherlich nicht 1:1 auf ALLE Batterien übertragbar..." ??

NEIN, ist sie nicht
es gibt da gewaltige unterschiede

bei vielen batterien sinkt die lebensdauer bei entladungen auf 100% tatsächlich
bei manchen ist die 10% entladungen auch nicht so dramatisch schlimm wie bei der exide G80
bei den meisten ist eine entladung auf zwischen 30% bis 80% das "beste"

aber um ehrlich zu sein ich bin selbst ein wenig perplex
denn das alles widerspricht dem was ich hier jahrelang in den foren nachgelesen habe völlig.
die diversen datenblätter lassen da aber relativ wenig interpretationsspielraum. es sind verbindliche produktzusagen und man darf schon davon ausgehen dass - zumindestens von der tendenz her - zutreffen

der hersteller hat doch nix davon "zuzugeben" dass eine regelmässige entladung von ca 10% (typischer solarpuffer betrieb) die lebensdauer seines produktes auf die hälfte reduziert, oder?

lg
g

viking92 am 18 Sep 2008 10:53:49

abo1 hat geschrieben:
viking92 hat geschrieben:die obige Rechnung ist sicherlich nicht 1:1 auf eine Batterie übertragbar.



hallo

du meinst wohl "...die obige Rechnung ist sicherlich nicht 1:1 auf ALLE Batterien übertragbar..." ??



...sorry, bin heute etwas wirr :wink:


kintzi am 18 Sep 2008 11:24:39

abo1 hat geschrieben:
kintzi hat geschrieben:...
.... Diese Tatsachen sprechen auch für möglichst grosse Batt.-Kapazitäten, bei gleichbleibendem Verbrauch werden grosse B. nämlich prozentual weniger belastet u. halten länger,



hallo

in den diversen batteriedatenblättern finden sich zyklen/lebensdauerdiagramme die teilweise ganz was anderes sagen...

höchste lebensdauer bei rund 40 bis 60% entladung
geringeste lebensdfauer bei nur 10% entladung
100% entladung liegt dazwischen, ist aber deutlich besser als nur 10% entladung

zb hier:
--> Link

lg
g

Hallo abo, nochmals Kompliment für Deine geniale Rechnungsweise u. daraus resultierende Tabellen, wobei ich dann obige Aussage nicht verstehe. Unser Problem liegt in der Definition. Das bewusste Exide-Diagramm stellt nichts anderes als Zyklenzahl abhängig v. der Entladetiefe dar, eigentlich, um den Unterschied zu einer nicht zyklenfesten Starterbatt. deutlich zu machen. In der Überschrift taucht dann "längere Lebensdauer" auf, was sich in diesem Zusammenhang auf die Zyklenzahl bezieht - die Batt. kann länger drin bleiben als eine St.-Batt. (Werbegrafik). Du beziehst diese Aussagen auf die lebenslange Speicherfähigkeit in Abhängigkeit der Zyklenzahl, machst also eine theoretische Wirtschaftlichkeitsberechnung,indem Du Zyklenzahl,relative Entladung u. beispielhaft tatsächliche Speicherkapazität in Beziehung setzt. Diese ist m.E. theoretisch zulässig u. sagt auch aus, dass eine 40-60%ige Entladungstiefe bezüglich der Lebensspeicherfähigkeit optimal ist, was schon lange bekannt ist. Natürlich ist die Sache höchst theoretisch, da sofortiges Aufladen n. den Regeln der Kunst (IUoU, Temp.-Komp.) notwendig ist. In Praxi resultiert häufig nur eine Teilladung mit allen ihren Nachteilen bzgl. Lebensdauer,bleibt v. Deinem theoret. Ansatz bezogen auf Ah eigentlich real nur die 40-60%ige Entl.als definitive wirtschaftl. Aussage. Auf mehr kann man sich nicht verlassen. Genauso ist in der Praxis meine Aussage grosser Batt. zu sehen, die bei 10-20% grosse Zyklenzahlen (vielleicht) erreichen, wenn ich dann aber an das Gewicht, den Platzbedarf u. den Preis denke, na ja... Richi

abo1 am 18 Sep 2008 12:13:49

kintzi hat geschrieben:...Natürlich ist die Sache höchst theoretisch, da sofortiges Aufladen n. den Regeln der Kunst (IUoU, Temp.-Komp.) notwendig ist. In Praxi resultiert häufig nur eine Teilladung mit allen ihren Nachteilen bzgl. Lebensdauer,bleibt v. Deinem theoret. Ansatz bezogen auf Ah eigentlich real nur die 40-60%ige Entl.als definitive wirtschaftl. Aussage. ...


hallo kintzi

ohne da draus jetzt eine wissenschaftliche fachdiskussion machen zu wollen:

aber im konkreten einzelfall:
ist es deiner meinung nach richtig dass eine EXIDE G80 über ihre gesamte lebensdauer betrachtet bei regelmässiger entladung und wieder aufladung um nur ca 10% der kapazität (typischer solarbetrieb tag/nacht) nur ungefähr die hälfte der insgesamt möglichen Ah liefern kann als sie die liefern könnte wenn sie (ohne solarpuffereung) immer zu 2/3 entladen wird und erst dann wieder voll geladen wird?

lg

Gast am 18 Sep 2008 15:24:31

Hallo abo,

wir sind bereits seit längerem in einer wissenschaftlichen Fachdiskussion, und wenn die (Deine) Interpretation der Exide-Kurven zu Werten führt, die doch weit jenseits der hier im Forum berichteten Nutzungsdauer von Batterien liegt, so ist das eine Diskussion um des Kaisers Bart.

Zitat aus: Varta Bleiakkumulatoren ISBN 3-18-400534-8

Die Haltbarkeit zeigt sich als Ergebnis eines Dauertestes unter Laborbedingungen, bei denen die Batterie genau festgelegte Lade-/Entladezyklen unterworfen wird. Es muß dabei eine Mindestanzahl solcher Zyklen erreicht werden, ohne daß die Kapazität unter 80% des Nennwertes absinkt. Das Verfahren ist in DIN 43539 Teil 3 festgelegt.
Die wirkliche Lebensdauer oder Gebrauchsdauer kann länger oder kürzer als die im Labortest ermittelte Haltbarkeitsdauer sein, denn zahlreiche Einflüsse im praktischen Betrieb ergeben völlig andere Beanspruchungen als unter Laborbedingungen.

Ich klinke mich deshalb jetzt aus.

grüße klaus

abo1 am 18 Sep 2008 15:52:59

willi_chic hat geschrieben:... wenn die (Deine) Interpretation der Exide-Kurven zu Werten führt, die doch weit jenseits der hier im Forum berichteten Nutzungsdauer von Batterien liegt, so ist das eine Diskussion um des Kaisers Bart.
...



hallo

sehe ich nicht so

hier geben immer wieder user geld für solaranlagen aus weil der fachhandel und die kollegen ihnen das zur schonung der batterien empfehlen

sollte das genau das gegenteil bewirken dann ist das durchaus für die forumsbenutzer von interesse

und es gibt auch immer wieder mal threads die sinngemäss mit "ich verstehe das nicht, meine teuren gelbatterien sind schon nach drei jahren kaputt obwohl ich doch eh eine solaranlage habe..."

ich persönlich finde die ursachenermittlung für die manchmal recht geringe lebensdauer der bordbatterien schon wichtig

ich denke es wird den einen oder anderen hier geben der den details fachlich nicht wird folgen können, sich für die sich daraus ergebenden erkenntnisse aber sehr wohl interessiert ...

lg
g

kintzi am 18 Sep 2008 16:08:57

Hallo abo, ja, wenn nicht andere Faktoren eine grössere Rolle spielen, wie z.B. Alterung. 2500 Zyklen wären real 14 Jahre bei üblichem Gebrauch u. ich habe noch nie eine so alte Gel-Batt. in Betrieb gesehen, den AGMs werden aber solche Zeiten nachgesagt. Ist wohl die gleiche Geschichte wie in den 70er Jahren mit den Batt.(keine Akkus!) f. Herzschrittmacher-Generatoren, allerdings hatten die dann damals die theoret. Erwartungen v. 10 Jahren +/- 1 Jahr erfüllt. Wenn Du Deine Tabellenwerte ins Schaubild (nach oben Ah , zur Seite % Entladung (Abzisse/Ordinate) einträgst, würde ich die entstehende Kurve mit peak bei 40-60% als Abo`sches Theorem bezeichnen. Richi

kintzi am 18 Sep 2008 16:20:42

Hallo abo, letzteres Problem wäre mit manuellem oder automat. Zu-u. Abschalten der Solaranlage je nach Restladung zu begegnen. Dumm ist nur, dass die Sonne nicht auf Befehl scheint u. die Erdachse nicht so leicht zu drehen ist (Schiefe der Ekliptik). Aber mit Energie-Satelliten könnte man es machen wie beim Satellitenempfang, nur wie rechnet man ab? Muntere von Richi

PS: nimm`s nicht so ernst.

Gast am 18 Sep 2008 17:36:56

Hallo Abo

Das ganze Problem mit frühzeitig gestorbenen Gel und anderen wartungsfreien Batt. liegt meiner Meinung nach an der Ausgasung. (Austrocknung)
Das Solaranlagen dies unterstützen können glaube ich sehr wohl, einfach daher weil
1. meiner Kenntnis nach immer noch die wenigsten temperaturabhängige Ladetechnik benutzen,
2. selbst mit dieser es wohl trotzdem bei permanenter Ladung dazu kommt, alleine schon dadurch, dass eben bei Fahrt bei den meisten Anlagen auch die Aufbaubatt. durch Lima ständig weiter (über) geladen werden.

Das Thema was Du hier ansprichst wird wohl auch Auswirkungen auf die Lebensdauer einer Batt. haben, nur werde ich das sicherlich weiterhin nicht in der Praxis als relevant einordnen, da wie ich schon mal geschrieben habe, ich meine Batterienutzung nicht nach Lade.- Entladekurven des Herstellers, sondern weiterhin frei nach meinem Bedarf handhaben werde.
Das heißt ich verbrauche Strom wenn ich es will und Lade sobald ich dazu die Möglichkeit habe. Ob nun viertel halb voll oder sonst was. ;-)

Und das Problem mit dem sinnlosen Ausgasen bei Fahrbetrieb,(Batt. sind bei Fahrtantritt ja eh schon voll) was durch Solar bei mir, bei fast jedem Beginn einer Reise so ist, löse ich durch Nurnutzung von nicht wartungsfreien Batt.

Wobei ich auch immer wieder gerne mal Datenblätter der verschiedenen Hersteller lese. :-)

kintzi am 18 Sep 2008 17:44:52

Hallo abo, nochmal im Ernst: das Theater mit niedriger Gellebensdauer liegt m. E. darin, dass die Batt. zu selten voll geladen werden und viele LG nicht präzise genug, wenigstens nach ein paar Jahren, ihre Spannungen einhalten. Nach spätestens einer Woche sollte eine volle Ladung am Netz gefahren werden(16-24h). Bezgl. erhöhter Spannung sind Gel sauempfindlich, 14,4V, besser 14,3V bei Normtemp. 14,5 V trocknet sie nach einiger Zeit aus.Nicht immer ist das Gerät schuld. Gute Geräte haben eine Spannungsrückmeldung=Sensorleitung) Dort bilden sich mit der Zeit
Übergangswiderstände, (so bei mir an Calira-Anlage passiert), der EBL bekommt eine zu niedrige Spannung simuliert u. erhöht die Ladespannung, was zum Tode der Gel führen kann. Bei mir fiel die Sache durch sehr spätes Dazuschalten der Starterbatt. auf, dachte an Gerätedefekt u. war innerhalb der Garantie bei Calira. Schuld waren Überg.-widerstände in der Sensorltg., Empfehlung alles Löten einschl. Sicherungshalter, seidem Werte korrekt, Batt. Computer u. Messgerät am Zentralstecker stimmen überein, auch Steckerzungen sollten mitgemessen werden. Habe hier eine Ex G80 übrig, war Ersatz für eine 9 Mon. alte , v. Werk anerkannter Zellenschaden. Diese wurde im Mai 04 geliefert, verrichtete bis Sommer 07 ihren Dienst in Kompr.-Kühltruhekreis, geladen mit Schaudt LAS 1218 , das mir v. Werk auf Endsp. 14,3V eingestellt wurde. Als Ersatz läuft eine AGM v. Moll, am Ctek25000 seit 1 Jahr im Test, die Gel ist immer noch gut, in der Kap. sogar minimal besser als die AGM, welche mit höherer Spannung geladen wird. Gel wurde mit max 18A geladen u. 3,5-4A im Betrieb entladen, max.Ladesp. 14,3, Entl. 12,0V. Richi

abo1 am 19 Sep 2008 10:56:27

kintzi hat geschrieben:....ja, wenn nicht andere Faktoren eine grössere Rolle spielen, wie z.B. Alterung. 2500 Zyklen wären real 14 Jahre bei üblichem Gebrauch.....

......Wenn Du Deine Tabellenwerte ins Schaubild (nach oben Ah , zur Seite % Entladung (Abzisse/Ordinate) einträgst, würde ich die entstehende Kurve mit peak bei 40-60% als Abo`sches Theorem bezeichnen....



hallo richi

"Abo`sches Theorem"
LLLOOOOOLLLLL
:oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops:
dabei bin ich doch so schüchtern ...
;-)

mal im ernst, die kurve muesste dann so aussehen?
die "delle" oben bei 50% halte ich für eine abweichung, eigentlich sollte es da oben domförmig weitergehen



B A T T E R I E L E B E N S D A U E R in abhängigkeit von der entladetiefen



an dieser stelle herzlichen dank an die erstellerin des diagramms, eine ungenannt bleibende kollegin aus dem forum hier, ich bin im diagrammassistenten vom excel ned ganz so begabt und hätte dazu vermutlich den halben vormittag benötigt ..

betreffend SBD (sudden battery death, plötzlicher batterietot) bin ich deiner meinung

ich orte drei hauptprobleme

- mangelhafte ladung im mobilen betrieb (falsche ladeleitungsquerschnitte, verwendung von umschaltdioden, ungeregelte ladung ohne kennline ect)

- mangelhafte ladung bei 230volt anschluss (keine kennlinienlader, keine ausgleichsladungen, keine temperaturkompensation)

- mangelhafte ladung durch solaranlagen (zu ungenau regelnde regler, durch nicht kontinuierlich verfügbare ladeströme keine ausreichend konsistente ladekennlinie, permanentes puffern der batterie vergeudet die verfügbaren zyklen)

- fehler bei der benutzung (zu starke verbraucher für zu kleine batterien, langzeit daueraufladung im winter, leere batterien bleiben oft zu lange zeit im entladenen zustand)

lg
g

PS: betreffend lebensdauer
na 24 jahre sind es nicht, oder?
das wäremn sie ja nur wenn das fahrzeug IMMER nur im hochsommer 100 von 365 tagen im jahr genutzt würde und NIE mehr als 10% der batteriekapazität verbraucht werden würden ...

rechnen wir doch auf basis eines vielnutzers mit ca 80 tagen pro jahr im Womo die übliche nutzung über 5 jahre raus:

5 jahre solarladung 10% an 100tagen/jahr "kostet" 500 zyklen oder 20% der gesamtbatterieleistung

5 jahre 40mal jährlich 50% entladung macht 200x 50% das sind 20% der gesamtbatterieleistung

5 jahre 30mal jährlich 30% entladung macht 150 x 30% das sind 10% der gesamtbatterieleistung

5 jahre 10mal jährlich 80% entladung macht 50 x 80% das sind 10% der gesamtbatterieleistung

20 + 20 + 10 + 10 ergibt 60% der gesamtkapazität ist nach 5 jahren verloren gegangen

eine restkapaziotät von 40% nach fünf jahren intensiover batterienutzung ist durchaus realistisch (ok, ohne solaranlage hätte die batterie rechnerisch noch ca die hälfte mehr kapazität also 60% ..)

das das jetzt alles daumen mal phi rechnungen sind ist eh klar, da kommen jetzt noch ein haufen parameter dazu wie batteriegreosse, verbraucherleistung usw

aber ich glaube daran dass die grundsätzliche richtung absolut stimmt

lg
g

volki am 19 Sep 2008 11:53:29

um Gottes Willen,

was habe ich durch meine Frage ausgelöst

Ich entschuldige mich in aller Form dafür :chor2:

abo1 am 19 Sep 2008 11:57:10

volki hat geschrieben:um Gottes Willen,

was habe ich durch meine Frage ausgelöst

Ich entschuldige mich in aller Form dafür :chor2:



hallo

lass uns doch hier ein wenig rumspinnen ....

hältst du deine frage übrigens für beantwortet ...?
;-)

lg
g

kintzi am 19 Sep 2008 15:24:46

Hallo,
@volki,(spaßig) brauchst nicht zu Bereuen u. Dich zu Entschuldigen, noch haben wir in bd. Staaten Rede- u. Meinungsfreiheit.
@abo, wenn Du bei 50% die Tabelle interpolierst(nicht manipulierst), kommen 1000 Zyklen raus, ergibt dann 4000 Ah und die hässliche Delle verschwindet.(Was meinst Du, wie das in Promotion(Dr.) Arbeiten u. Habilitations(Univ.Prof.) Arbeiten gemacht wird, um sich im Glanz zu sonnen u. dickes Geld zu verdienen, zuletzt vor ein paar Jahren v. einem Prof. Päärchen in Ulm, nur Pech, dass sie Krach gekriegt haben, weil er fremd ging u. sie daraufhin den Schwindel auffliegen liess.) So, bis jetzt war es theoretische Physik, jetzt geht`s zur Experimentalphysik, die das Theorem bestätigen muss. Bedeutet 10 G80 Batt. kaufen(gleiche Serie u. Alter)= 2800€ + 10 Top-Ladegeräte =4000€ +Miete, Heizung, Strom u.Wasser f. max. 7 Jahre + für eben soviel Jahre zwei Gehälter, alles geschätzt 1 500 000 € . Ja, so teuer ist Wissenschaft, und das alles, um nach 7 Jahren in einer Fachzeitschrift (umsonst) schreiben zu dürfen, Abo`s Theorem stimmt-oder auch nicht. Wann fangen wir an? Müssen nur noch Fördergelder irgendwo rausleiern. Mit ernst gemeintem u. nicht ganz ernst gemeinter obiger Geschichte Richi, der glaubt, das Forum hängt uns bald auf, wenn wir nicht endlich aufhören.

abo1 am 19 Sep 2008 16:14:35

kintzi hat geschrieben:....Bedeutet 10 G80 Batt. kaufen(gleiche Serie u. Alter)= 2800€ + 10 Top-Ladegeräte =4000€ +Miete, Heizung, Strom u.Wasser f. max. 7 Jahre + für eben soviel Jahre zwei Gehälter, alles geschätzt 1 500 000 € . Ja, so teuer ist Wissenschaft, und das alles, um nach 7 Jahren in einer Fachzeitschrift (umsonst) schreiben zu dürfen, Abo`s Theorem stimmt-oder auch nicht. Wann fangen wir an? Müssen nur noch Fördergelder irgendwo rausleiern. ...



hallo

genau
wir brauchen sponsoren

evt sollten wir mal den dirk hier fragen, der hat doch so ein rieeesenforum, da hat er sicher auch kohle bis zum abwinken ...

:D :D :D :D :D

lg
g

volki am 20 Sep 2008 23:38:54

[quote="abo1
hältst du deine frage übrigens für beantwortet ...
lg
g[/quote]

Ja, aber........................... :roll:

Quintessenz:

1. Zwei neue , gleiche Batterien bestellt
2. Solaranlage bleibt auch im Winter eingeschaltet, obwohl am Standort dann kaum Sonne draufscheint
3. Batteriepole bleiben montiert
4. Monatlich wird für 24-48 Std. 230V angehängt

ob ich je noch einen dritten Satz Batterien brauche sei dahingestellt. :D

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