Gast am 06 Jan 2009 10:26:32 Eine tolle Idee habe ich in einem anderen Forum gefunden:
Gegen eingefronene Gasregler kann man sich statt oder zusätzlich zum Ei? mit einem elektrischen Schuhwärmer behelfen. Der wird mit Batterie betrieben und taut das Eis im Regler wieder auf.
Zu finden in der Bucht unter Nr. 310110109432
Für Wintercamper sicher eine überlegenswerte Anschaffung. Und wenn man mal kalte Füße hat oder man Eisfischen mag ....
turbokurtla am 06 Jan 2009 10:39:26 Hallo Rantanplan
Ein Eis-Ex ist, meiner Meinung nach, fast überflüssig.
Habs schon mal wo geschrieben, die meisten Leute denken, bei hohen Minusgraden friert ihnen der Regler ein. Dem ist nicht so.
Das Ding verhindert nur einen ev. Eispfropfen da drin, und das kommt fast nur bei Temperaturen um die 0 Grad vor. Also auch bei Plus. Und dann nur bei relativ viel Wasseranteil im Gas. Ist sehr, sehr selten.
Ich hatte noch nie so ein Ding dran, aber auch noch nie Probleme.
Kurt
jonathan am 06 Jan 2009 10:47:58 turbokurtla hat geschrieben:Hallo Rantanplan Ein Eis-Ex ist, meiner Meinung nach, fast überflüssig. Ich hatte noch nie so ein Ding dran, aber auch noch nie Probleme. Kurt
Kann ich bestätigen! Habe in zig-Jahren Camping incl. allerderbstem Wintercamping noch nie einen Es-ex oder Ähnliches gehabt-und auch noch nie eine "Buddelverstopfung". Eher friert das Bier im Gaskasten ein-und das ist dann was wirklich Schlimmes :D
Gast am 06 Jan 2009 11:12:43 Im anderen Forum berichten einige über eingefrorene Regler pp. Die Erfahrungen sind wohl unterschiedlich. Ei? funkt wohl auch nur bei ca. 0 bis 5 Grad, weil da die Gefahr der Vereisung besteht.
mafrige am 06 Jan 2009 11:24:41 Hallo,
da schließe ich mich meinen Vorschreibern @turbokurtla/jonathan an.
Aber wenn der Butangehalt groß ist (Flüssiggas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, sowie deren Isomeren), kann es sein, daß kein Gas mehr aus der Flasche kommt.
Butan hat einen Siedepunkt von -12 bis - 0,5 °C, Propan - 42 °C.
Im Sommer wird dem Gas mehr Anteile Butan beigemischt.(in südlichen Ländern - immer !).
Fälschlicherweise glauben viele, bei tiefen Temperaturen, daß der Regler verstopft (Ausnahme durch Wasser - @turbokurtla).
Aber das Gas kann unterhalb des Siedepunktes nicht mehr vergasen.
Abhelfen kann man, indem man die Gasflasche mit warmes Wasser überschüttet (Handuch herumlegen), so kommt die Vergasung (Siedepunkt muß erreicht werden) wieder im Gange.
Lancelot am 06 Jan 2009 11:34:38 turbokurtla hat geschrieben:Ein Eis-Ex ist, meiner Meinung nach, fast überflüssig.
Na ja, es ist ein wenig wie mit einem Airbag: eigentlich hofft man, den NIE zu brauchen, aber im Fall des Falles kann es von großem Vorteil sein ...
Wir hatten schon mal einen Eispfropfen am Druckminderer, eigentlich ja kein Problem, weil man durch Wärmezufuhr (in unserem Fall war´s auch ein heißes Handtuch) das relativ einfach lösen kann ... wenn´s nicht nur IMMER mitten in der Nacht passieren würde :( :( . Daher schalte ich die Eis-EX ein, wenn die Temperatur entsprechend ist UND ich genügend Strom zur Verfügung habe ... zieht nämlich ganz schön "Saft".
ingemaus am 06 Jan 2009 12:09:00 Hallo!
Ob das Aufwärmen, das wohl von vielen praktiziert wird, mit den Schuhwärmern erlaubt ist?
Wenn man die VDE 0100 für WM und WW zitiert, steht unter Fach zur Aufnahme von Gasflaschen: In einem Fach, das zur Aufnahme von Gasflaschen vorgesehen ist, dürfen Kabel und Leitungen weder vorhanden sein, noch hindurchgeführt werden.
Es dürften damit auch keine Schuhwärmer vorhanden sein, wenn el.angeschlossen.
Da Frage ich mich dann allerdings, wie die Gasinhaltsmesser funktionieren.
Wahrscheinlich dürfen diese nur verkauft, aber nicht montiert werden, da sie el. an 12 V angeschlossen werden müssen.
Vielleicht liege ich da aber auch verkehrt.
Bis zum Knall, gibt es auf jeden Fall keinen Richter.
und tschüss ingemaus
Scout am 06 Jan 2009 12:57:45 Hallo!
Butan hat einen Siedepunkt von -12 bis - 0,5
Nicht –12 bis -0,5 sonder -0,5°C. Abhelfen kann man, indem man die Gasflasche mit warmes Wasser überschüttet (Handuch herumlegen), …
Ich habe dies gedanklich nachvollzogen wie ich so etwa machen könnte und geschätzt wie viel Wasser man bräuchte.
Ich möchte1 Kg Butan in der Flasche verdampfen. Dazu lege ich ein Handtuch um die Flasche und übergieße es mit 60°C heißem Wasser, das dabei auf 10°C abkühlt.
Butan hat eine Verdampfungswärme von 386 kJ/kg.
Wasser eine Wärmekapazität von 4,2 kJ/kg.
Um das Butan zu verdampfen benötige ich demnach 1,8 kg Wasser.
Das Wasser wir über das Handtuch gegossen, wobei die meiste Wärme nach außen weggeht. Ich schätze, dass 10 % der Wärme nach innen gehen und Butan erwärmen. Also benötige ich 18 kg Wasser.
Eine Truma Heizung + Boiler verbraucht 490 g/h. Ich muss die 18 kg Wasser außerdem gleichmäßig 2 Stunden lang über die Flasche kippen.
Hat dies schon mal jemand so gemacht?
Wolfgang
Lancelot am 06 Jan 2009 13:04:41 Scout hat geschrieben:Hat dies schon mal jemand so gemacht?
Nein, wir haben im Backofen ein Handtuch auf geschätzte ca. 60°C erhitzt und um den Druckminderer gewunden, darüber ein zweites heißes Handtuch ... nach 2 Satz Handtüchern hatten wir wieder Gasfluß .. :)
Von nassern Handtüchern würde ich (instinktiv) abraten, evtl. wird die Situation durch Verdunstungskälte nur "verschlimmbessert".
Außerdem mußt Du ja nicht die ganze Flasche erwärmen, sondern nur den "bottleneck" am Druckminderer (Prinzip auch des Eis-Ex).
Scout am 06 Jan 2009 13:14:44 @ ingemaus
Wenn bei einem Schaltvorgang oder Kurzschluss die Energie unter einem bestimmten Wert bleibt, ist die Anlage sicher. Es sind ein paar mW. Den genauen Wert kenne ich nicht.
@Lancelot
Du erwärmst ja auch nur den Regler und willst kein Butan in der Flasche verdampfen.
Wolfgang
mafrige am 06 Jan 2009 14:17:17 Hallo Scout, du schreibst: ...Nicht –12 bis -0,5 sonder -0,5°C...
Stimmt nicht: Die Hauptbestandteile von Flüssiggas sind: Propan C3H8 Propen (Propylen) C3H6 (mit C-Doppelbindung) Butan C4H10 = -0,5 °C Buten (Butylen) C4H8 (mit C-Doppelbindung) -12 °C Isobutan (Methylpropan)C4H10 Isobuten (Methylpropen) C4H8 (mit C-Doppelbindung) Bei der LPG Herstellung entstehen nunmal diese Gemische und wir reden von Flüssiggas was in den Flaschen nunmal ist. :D Ich habe dies gedanklich nachvollzogen wie ich so etwa machen könnte und geschätzt wie viel Wasser man bräuchte. Ich möchte1 Kg Butan in der Flasche verdampfen. Dazu lege ich ein Handtuch um die Flasche und übergieße es mit 60°C heißem Wasser, das dabei auf 10°C abkühlt. Butan hat eine Verdampfungswärme von 386 kJ/kg. Wasser eine Wärmekapazität von 4,2 kJ/kg. Um das Butan zu verdampfen benötige ich demnach 1,8 kg Wasser. Das Wasser wir über das Handtuch gegossen, wobei die meiste Wärme nach außen weggeht. Ich schätze, dass 10 % der Wärme nach innen gehen und Butan erwärmen. Also benötige ich 18 kg Wasser. Eine Truma Heizung + Boiler verbraucht 490 g/h. Ich muss die 18 kg Wasser außerdem gleichmäßig 2 Stunden lang über die Flasche kippen.
Ich möchte auf diese Rechnung nicht eingehen.
Nur soviel:
Eine Heizung verbraucht ca. 150 g/h! (eine 11Kg Flasche reicht 3 Tage!)
Das heißt 150g /60 Min.= ca. 2,5 g/Min.!
Gast am 06 Jan 2009 14:41:00 ingemaus hat geschrieben:Hallo!
Ob das Aufwärmen, das wohl von vielen praktiziert wird, mit den Schuhwärmern erlaubt ist? Wenn man die VDE 0100 für WM und WW zitiert, steht unter Fach zur Aufnahme von Gasflaschen: In einem Fach, das zur Aufnahme von Gasflaschen vorgesehen ist, dürfen Kabel und Leitungen weder vorhanden sein, noch hindurchgeführt werden.
mein Ei? ist verkabelt, die Fernanzeige ist verkabelt....
Der Schuhwärmer arbeitet mit Batterien, weil man beim Spazierengehen keine langen Kabel mitnehmen kann ;-))
Scout am 06 Jan 2009 14:57:01 mafrige hat geschrieben:Butan hat einen Siedepunkt von -12 bis - 0,5 °C, Propan - 42 °C.
Du schreibst hier von Butan, nicht von Flüssiggas.
Ob Du nachrechnest, oder nicht.
Wenn der Gasfluss aus der Flasche, wegen zu viel Butan versiegt, hast Du auch nichts mehr um Wasser zu erwärmen.
Wolfgang
mafrige am 06 Jan 2009 15:26:05 Hallo Wolfgang,
Scout hat geschrieben:mafrige hat geschrieben:Butan hat einen Siedepunkt von -12 bis - 0,5 °C, Propan - 42 °C.
Du schreibst hier von Butan, nicht von Flüssiggas. Ob Du nachrechnest, oder nicht. Wenn der Gasfluss aus der Flasche, wegen zu viel Butan versiegt, hast Du auch nichts mehr um Wasser zu erwärmen. Wolfgang
Wir gehen hier im Thread von Flaschengas aus! Das habe ich oben geschrieben: Aber wenn der Butangehalt groß ist (Flüssiggas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, sowie deren Isomeren), kann es sein, daß kein Gas mehr aus der Flasche kommt. Butan hat einen Siedepunkt von -12 bis - 0,5 °C, Propan - 42 °C. Im Sommer wird dem Gas mehr Anteile Butan beigemischt.(in südlichen Ländern - immer !).
Aber um einmal praktisch an diese Sache zu gehen:
- sagen wir mal bei einer Temp. von -20 °C, hört die Verdampfung auf (bis dahin, hat die -20 °C kalt Luftzirkulation im Gasflaschenkasten die Verdapfungswärme geliefert! :D )
- Jetzt muß ich nur eine Wärmedifferenz durch heißes Wasser ersetzen, denn die Luftzirkulation ist ja immer noch vorhanden. :wink:
- Beim Vergasen (Sieden) kühlt die Flasche weit unter der Außentemperatur ab (mind.5-10 °C)
- Die Flasche hat bei -20 °C Außentemp. ca. -25 bis -30 °!
- Mit 60 °C warmen Wasser, natürlich vom netten Nachbarn, hat man eine Temp.-differenz von 90 °K
- der von dir angegebene Wirkungsgrad von 10 % bei Wasser/Stahlflasche ist viel zu gering, wie hoch glaubst Du ist dann der Wirkungsgrad Luft/Stahlflasche (Luftzirkulation)?
Auch habe ich nicht geschrieben das man die volle Gasmenge so verdampfen kann. ( zitiere: ...wieder im Gange...)
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