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Eigene Waage fürs WoMo


KbMUC am 10 Mär 2009 16:23:26

Hallo,

nachdem ich mit der Suchfunktion nicht erfolgreich war, eröffne ich ein eigenes Thema mit der Frage, ob jemand Erfahrungen mit einer eigenen kleinen Waage für das WoMo hat.

Es gibt hier relativ kleine und preiswerte Waagen, mit denen man die Last auf jedem Reifen messen kann und die Waage das dann automatisch zusammenfasst. Ich empfinde dies als großen Vorteil gegenüber einer Gesamtgewichtsmessung. Kann ich doch auch jede Achslast und jede Reifenlast gesondert feststellen.

Ich würde mir so ein Ding auch sofort zulegen, wenn ich wüßte, ob das was taugt.
Hat jemand damit Erfahrungen?

Viele aus München

Werner

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Gast am 10 Mär 2009 16:51:36

Wenn du diese gelben Waagen aus dem Zub. meinst, lass es. Wir hatten eine solche zu WW-Zeiten. Sie ist nicht geeicht und daher recht ungenau. Außerdem ist bei einer Radlast von 1000kg Schluss.

Wenn du nicht wirklich auf das letzte kg fährst, denke ich sind die Achslasten völlig ausreichend. Diese 1x beim TÜV ermitteln. Am besten mit dem urlaubsfertig gepackten WoMo oder mit dem leeren WoMo. Danach den Beladungsrechner hier aus dem Forum bzw. vom ADAC alles weitere ausrechnen. Um die einzelnen Stücke die du einpackst zu wiegen reicht grundsätzlich eine Personenwaage. Alternativ gibt es, zumindes bei Aldi Nord, kommende Woche für kleines Geld eine Kopfferwaage.

Stephan

spleiss53 am 10 Mär 2009 16:58:00

Also ich verwende seit 6 Jahren diese --> Link Waagen. Hab zwei Stück davon, und bin zufrieden. Hab die Gewichte auch schon mal auf einer großen Waage geprüft, und sie haben auf 5 kg gestimmt. Hab mir mal aus Holz dünne Auffahrtskeile gemacht, damit ich besser rauf fahren kann. Die 1000 kg reichen bei mir völlig aus.

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Gast am 10 Mär 2009 18:25:29

Hallo kBmuc,
Wie es spleiss bereits beschrieben hat,funktionieren diese gelben Waagen sehr gut,mit Toleranzen von max. +-2%.
Übrigens werden solche und ähnliche Waagen auch von den Grünen auf der Autobahn verwendet.
Bei einem WoMo bis 3,5To vollkommen ausreichend.
,
Konni

P.S. für Gast,natürlich nicht,da er mit 5 To zul GGW.mindestens dann auf der Hinterachse Probleme hat.

KbMUC am 10 Mär 2009 19:16:30

Hallo,
herzlichen Dank für Eure konstruktiven Informationen. Noch wohler wäre mir, wenn ich wüßte, wodurch Stephan seine kritische Einstellung begründet? Wenn sogar die Polizei diese Wagen einsetzt, überzeugt mich das schon, und auf ein paar Kilo kommt es ja wirklich nicht an.
Das mit den 1000 kg habe ich bisher gar nicht gesehen. Ist aber natürlich schon ein kleines Problem, da mein Fahrzeug bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5t, eine zulässige Achslast von 2,25 t auf der Hinterachse (=1,125t pro Rad!!!) und 1,75 t auf der Vorderachse hat. Beides zusammen gibt nach Adam Riese 4t. Also wäre es doch theoretisch möglich, dass ein Hinterrad 1,1 t Belastung hat und das Fahrzeug durch die geringere Belasung der anderen Räder doch unter 3,5 t Gesamtgewicht bleibt? Oder sehe ich das zu kompliziert bzw. zu theoretisch?
Dieses Beispiel zeigt aber auch, dass so eine Einzelradwaage (sofern sie einigermaßen funktioniert) durchaus ihren Sinn hat.
Viele
Werner

mocambo am 10 Mär 2009 19:32:09

hallo werner,
ich kann dir das teil von reich ebenfalls nur empfehlen. die gleichmässige verteilung der lasten, auf das einzelne rad, ist anders nicht besser zu lösen/kontrollieren. gut angelegtes geld, dein fahrzeug wird es dir mit fahrkomfort und sicheren fahreigenschaften danken. ich konnte so z.b. den luftdruck an der vorderachse absenken und das Womo rollte deutlich angenehmer ab. nicht mehr wie ein baustellenfahrzeug !

gruß stefan

reisemobil.online.cx am 10 Mär 2009 19:50:48

Wer in NRW wohnt findet --> Link , kurz hinter der Niederländischen Grenze, in Winterswijk diese Caravanwaage für 99€.
Michael

KbMUC am 10 Mär 2009 20:28:41

Super, an diese Möglichkeit der Luftdruckanpassung habe ich noch gar nicht gedacht - danke Stefan. Aber was sagst Du denn zu meiner Achslast hinten? Sie liegt halt doch erheblich über der Bandbreite der Waage. Wenn hier die Waage bei 1000kg ansteht, weiß ich nicht, ob es sich noch im zulässigen Bereich bewegt? Toll wäre halt eine derartige Waage, die ein wenig weiter geht.
@Michael, leider kann ich das von Dir gennante Angebot praktisch nicht nutzen.

mocambo am 10 Mär 2009 20:55:17

hallo werner,
ich habe keine ahnung was du für ein fahrzeug fährst. reizt du deine achslast hinten tatsächlich aus ? ich habe hinten möglichkeit bis 2400kg. gewogen habe ich 1820kg. interessanter weise ist es vorne bei mir genauso. vorne wären 2100kg erlaubt. die seitenverteilung differiert so um 20-30kg. du siehst man kann durch gezielte beladung deutlich einfluss nehmen. das geht nur mit messen des einzelrades. wenn du tatsächlich über die 100kg pro rad kommst (sieht ja wohl so aus ) hilft nur das gespräch mit dem hersteller.

gruß stefan

Gast am 10 Mär 2009 21:40:08

KbMUC hat geschrieben:Hallo,
... Noch wohler wäre mir, wenn ich wüßte, wodurch Stephan seine kritische Einstellung begründet? Wenn sogar die Polizei diese Wagen einsetzt, überzeugt mich das schon, und auf ein paar Kilo kommt es ja wirklich nicht an.
...


Die kritische Einstellung rührt daher, dass ich sowohl mit der Waage als auch beim TÜV gewogen habe und sich hierbei deutlich Abweichungen (>5%) ergeben haben. Klar, auch ich konnte seinerzeit bei meinem 3,5-Tonner mit der Waage überprüfen, ob die Verteilung auf die Räder stimmig ist. Denn dabei ist die Wiegetoleranz völlig schnurz.

Und bezüglich der Polizei bezweifele ich, dass sie - soweit das Wiegeergebnis Grundlage für eine Ordnungswidrigkeit oder mehr ist - ausschließlich diese Waage verwenden. Um allerdings eine mobile Kontrolle bei Verdachtsfällen durchzuführen und bei einer "Bestätigung" dieses Verdachts durch selbige Waage den Fahrzeugführer zu einer geeichten Waage zu bitten, auch dafür ist sie sicherlich grundsätzlich geeignet.

KbMUC am 10 Mär 2009 21:50:31

Hallo Stefan,
ich fahre ein Eura Mobil Profila Alkoven 580LS, Ford Transit 2,2l/130PS (siehe auch Profil) und ich kann überhaupt nicht beurteilen, ob ich die Achslasten ausreize oder nicht. Hab ja noch nie irgendwas gemessen. Das Leergewicht ist angeblich 2,9 t, dachte ich hab da genügend Luft bis 3,5 t. Würde aber doch gerne wissen, wie die genaue Auslastung ist.
Verstehe ich Dich richtig, dass in meinem Falle die 1 t Grenzbelastung der Waage ausreicht? Eine gleichartige Waage mit einer höheren Belastungsmöglichkeit weißt Du nicht?
Danke und viele
Werner

rkh am 10 Mär 2009 22:05:44

Hallo zusammen,
habe seit ca.3 Jahren solch ein gelbes Ding. Beim letzten mehrmaligen Wiegen hatte ich immer zu einer öffentlichen Waage ca. 200 KG Abweichung. (Beim WOMO bis 3.5 To.) Jetzt habe ich das Leergewicht, mit vollen Tankt von einer öffentlichen Waage und den Rest alles einmalig auf einer billigen Personenwaage gewogen und in einer Exet-Tabelle aufgelistet. Nunmehr prüfe ich anhand der List meine jeweilige Ausstattung und habe somit auch mein jeweiliges fahrbereites Gewicht. Einmal viel Abeit, dann nur noch zu- oder abziehen.

Ralf

Gast am 11 Mär 2009 11:54:10

Wiegen mit der gelben Waage,
Denke dass die Toleranzen wesentlich geringer sind als sie rkh angegeben hat.
Ist immer eine Frage des Drauffahrens ,(Holzkeile sind sehr wichtig) und ob die Hinterachse Einzel oder Zwillingsbereifung hat.
Beim Überfahren der Waage darauf achten ,dass das nicht ruckartig geschieht.Dann können nämlich sehr unterschiedliche Gewichte ermittelt werden.
Bei richtigem Gebrauch ist sie sicher sehr hilfreich.
Ein Abgleichen mit den gewogenen Lasten auf einer öffentlichen Waage hilft dann zukünftig für eine hinreichend genaue Kontrolle.
,
Konni

bingobaer1984 am 01 Apr 2009 21:46:54

Hallo Forum,

Ich bin neu hier. Zwar kein Camper, aber fahre regelmäßig einen MB Sprinter 3,5 Tonnen. Da ich Fliesenleger bin, ist dieser mit diversem Werkzeug und Mörtel und einem Holzregal beladen. Regelmäßig ist auch eine Palette mit 1000kg Flieen mit an Bord.

Um herraus zufinden, wie der Bulli beladen ist, habe ich mir die Waage bestellt.

Jetzt zum Wiegen:
Fahrzeug nur mit Zubehör ohne Fliesen, halbvoller Tank inkl. Fahrer
Mit der Reich-Waage (alle 4 Reifen gewogen 3000!!kg)

Dann zur Genossenschafft auf die LKW-Waage 2755kg

Dann Bedienungsanleitung durchgelesen.
Darin stand, dass beide Reifen einer Achse auf selbe Höhe sein müssen. Also ein Brett 2,5cm stark unter den anderen Reifen gelegt.
In dem verfahren alle Reifen gemessen und siehe da.

Reichwaage zeigt ein Gewicht von 2740kg also 20 kg zuwenig das ist 1% Toleranz.

Dirk

Sunti am 02 Apr 2009 06:55:10

bingobaer1984 hat geschrieben:Dann Bedienungsanleitung durchgelesen.
Darin stand, dass beide Reifen einer Achse auf selbe Höhe sein müssen. Also ein Brett 2,5cm stark unter den anderen Reifen gelegt.
In dem verfahren alle Reifen gemessen und siehe da.


Hallo miteinander,

wäre mir auch passiert - lese erst hinterher die Bedienungsanleitung

leuchtet ein - aber dann müßte der Hersteller eigentlich nen "Ausgleichsbrett" gleich im Lieferumfang haben - finde ich

Sunti

freetecmicha am 02 Apr 2009 10:21:57

........ja, ist von der Vorgehensweise verständlich. Einen Euro für ein Brett hat man aber dann auch übrig. Übrigens: die Abweichung beträgt absolut ja nur 15 kg. Das ist schon super!

bingobaer1984 am 02 Apr 2009 17:08:48

Aber wie genau ist die Waage beim Anhängerwiegen??

hat das schon jemand getestet?
Denn da brauch man dieses Ausgleichbrett angeblich nicht.

Dirk

mocambo am 02 Apr 2009 21:05:38

hallo zusammen,
hatte bislang immer geträumt die gelbe waage ist perfekt um die radbelastung bzw. das gesamtgewicht des fahrzeuges zu ermitteln. heute bin ich sicher, wer an die werte der waage glaubt der wartet auch noch sehnsüchtig auf den weihnachtsmann.

ich habe noch nie solch einen schrott in den fingern gehabt. die toleranz ist von messung zu messung über 100kg (pro rad wohl gemerkt). habe das fahrzeug sogar auf der ebene aufgebockt mit stahlplatte unter der waage und mehrfach das fahrzeug wieder abgesetzt. das ergebnis ist genau so erschreckend wie mit dem langsamen darüberfahren. es gelingt keine 2.messung mit dem identischen wert. ein drehzahlmesser hätte den gleichen effekt.

also finger weg von dem ding. es macht nur einen "RAICH".

gruß stefan

rje am 22 Mär 2010 17:13:47

Moin,

könntet Ihr einem Unwissenden bitte erklären, wie man mit der Waage von Reich (gibt es ja auch bis 1500 kg) bei Zwillingsbereifung das Gewicht ermittelt? Reicht es aus, jeweils mit einem der Räder auf jeder Seite darauf zu fahren oder wird mit allen 4 Reifen gewogen? Mit der Vorderachse käme ich ja noch klar ... :D

Vielen Dank.

haasi am 22 Mär 2010 17:23:35

Hallo

Es gibt noch ne Möglichkeit des Wiegens...

einfach zum nächsten Baustoffhändler, höflich fragen, 2 - 5 Euro in die Kaffeekasse und gut ist es.

Gast am 22 Mär 2010 18:01:26

rje hat geschrieben:Reicht es aus, jeweils mit einem der Räder auf jeder Seite darauf zu fahren

ja

grüße klaus

rje am 22 Mär 2010 18:30:55

Vielen Dank, Klaus.

@haasi: Die nächste Möglichkeit auf eine Waage zu kommen ist rd. 20 km entfernt, das ist etwas umständlich ...

tober am 22 Mär 2010 20:00:15

Auserdem kann man die waage mitnehmen und auf dem camping/stellplatz die anderen reisekollegen für 3.- wiegen lassen und so das geld wieder reinholen oder sogar verdienen. :wink:

gruß tober - der sich selbst lieber nicht wiegt weil leicht überladen auf der vorderachse :D

Vermieterheini1 am 18 Jun 2020 09:28:57

Radlast ist nicht Radlast
=====================
Der Begriff Radlast wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet.
Daher kommt es oft zu "Irritationen".

A) Im KFZ-Schein/-Brief
Neudeutsch Zulassungsbescheinigung Teil I und Zulassungsbescheinigung Teil II" genannt
stehen die ZULÄSSIGEN HÖCHST-Gewicht und -Lasten:

1. Das Maximal-Gesamtgewicht des gesamten Fahrzeuges
mit allen Einbauten/Anbauten und mit allen was bei Fahren im Wohnmobil ist!

2. Das Maximal-Gewicht auf der Vorderachse.

3. Das Maximal-Gewicht auf der Hinterachse.

4. Indirekt über den Lastindex der zulässigen Reifen das Maximal-Gewicht für jeden einzelnen Reifen.

Was man immer erforschen muss ist die maximale Traglast der Felgen.

In keinem Fall darf man bei den Maximal-Gewichten das summieren anfangen!
Jedes einzelne von den insgesamt 11 Höchst - Gewichten bzw. Lasten darf nicht überschritten werden.
In der Prasis ist bei Wohnmobilen das zulässige Gesamtgewicht oft noch lange nicht erreicht,
obwohl die Hinterachse schon stark überlastet ist.

========================================================

B) Der Begriff Radlast wird auch für das tatsächliche Gewicht verwendet,
das auf einem einzelnen Rad, Reifen bzw. Felge lastet.
Wiegen mit allen was bei Fahren im Wohnmobil ist!

Im Gegensatz zu den oben genannten zulässigen Höchst-Gewichten und -Lasten
darf und muss man die tatsächlichen Gewichte bzw. Lasten zusammenzählen!

Die Summe der beiden tatsächlichen Vorderradlasten ist die tatsächliche Vorderachlast.

Die Summe der beiden tatsächlichen Hinterradlasten ist die tatsächliche Hinterachlast.

Die Summe der vier tatsächlichen Radlasten ist das tatsächliche Gesamtgewicht.


Bei der Messung der tatsächlichen Radlasten kommt es bei Wohnmobilen
durch die Einbauten und den dadurch festgelegten Platz für die Zuladung
oft zu einer sehr ungleichmäßigen tatsächlichen Belastung der 4 Räder.

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