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Auf welcher Achse sind Reifenplatzer "angenehmer"? 1, 2


flashmot am 26 Apr 2009 18:41:22

Hallo,

ich fahre einen Integra von Euramobil auf Fiat-Maxi-Basis mit AL-KO Tiefrahmen.

Was meint Ihr auf welcher Achse ein Reifenplatzer "angenehmer" ist.

Hintergrund meiner Frage:
Ich muß einen Reifen wechseln, da ein hinterer Stoßdämpfer defekt ist und das reifenprofil unterschiedlich, stellenweise abgefahren ist. Nun habe ich 2 neue Stoßdämpfer und zwei neue Reifen bestellt. Die anderen(vorderen) Reifen sind noch gut und knapp 4 Jahre alt. Für mich noch zu früh zum wechseln. Da neue Reifen nicht so schnell wie ältere Reifen platzen könnten, möchte ich einfach wissen auf welche Achse ich die neuen Reifen montieren soll.

Bin gespannt auf Eure antworten.

Klaus

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Nasenbär am 26 Apr 2009 18:44:05

Wird wohl so wie bem PKW sein. Die besseren Reifen immer nach hinten, weil man vorne zur Not noch mit Gegenlenken das Fahrzeug auffangen kann.

dieter2 am 26 Apr 2009 19:08:57

Genau,die "Guten" hinten.

Dieter

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Bergbewohner1 am 26 Apr 2009 19:24:57

Stimmt

Flatus am 26 Apr 2009 19:35:54

flashmot hat geschrieben:Hallo,

Was meint Ihr auf welcher Achse ein Reifenplatzer "angenehmer" ist.

Bin gespannt auf Eure Antworten.

Klaus

Ich find Reifenplatzer auf den Achsen des Vorausfahrenden "angenehmer". Man kann besser zu gucken, wie die Fetzen fliegen... :daumen2:


Pelzerli

Wolfgangfox am 26 Apr 2009 20:18:44

Hallo Klaus
Es ist schon richtig, die besseren Reifen hinten zu fahren. (Warumauchimmer)
Wenn ich allerdings deine Frage wörtlich beantworten soll, ist ein "richtiger" Reifenplatzer an der Hinterachse wesentlich ungefährlicher, als an der Vorderachse.
Mir ist so ein Platzer, bei dem die komplette Reifenflanke wegflog, an der Hinterachse bei ca. Tempo 90 passiert. Der komplette Luftverlust war innerhalb von Sekunden. Der Wagen schlingerte schon enorm, bis ich zum Stehen kam. Ich konnte die Fuhre GottseiDank abfangen.
Ich möchte das Gleiche auf der Vorderachse lieber nicht wiederholen. Ich kann mir vorstellen, daß die Lenkfähigkeit dann drastisch weg ist. Die Möglichkeit, dann in den Gegenverkehr zu schießen ist viel stärker. Von dem plötzlichen Schreck und der Reaktionsfähigkeit des Fahrers ganz zu schweigen.
Wolfgang

Gast am 26 Apr 2009 20:24:55

@ Heinz/Dieter / Werner :daumen2:
genau


mach es so :!:
Carsten

Gast am 26 Apr 2009 20:26:57

Reifenplatz sind vorne leichter zu beherrschen, weil man gegenlenken kann. Die besseren Reifen gehören nach hinten, damit das Fahrzeug nicht so leicht ausbricht. Die sich verabschiedende Hinterachse ist in beiden Fällen problematischer als ein untersteuerndes oder nach einer Seite ziehendes Fahrzeug, wenn man vorne gegenlenken kann.

walter@bibuu am 26 Apr 2009 20:50:38

Da die hintere Achse dringendst zur Spurführung gebraucht wird sind Reifenplatzer auf der Hinterachse in der Regel wesentlich gefährlicher wie vorne.

Also immer die besseren nach hinten allerdings sollte man sich um die guten Stücke bei unseren Kisten eigentlich immer kümmern, denn traglastmäßig sind die Schuhe bei uns doch meistens immer an der oberen Grenze der Belastbarkeit.

wernardo am 26 Apr 2009 22:59:04

Hinten natürlich. Da ist ein reifenplatzer nicht ganz so schlimm. Ich war mal bei einem reifenplatzer vorne mit dabei. Haben aber Glück gehabt der Fahrer reagierte richtig. Nämlich nicht bremsen wenn er platzt sondern ganz langsam Geschwindigkeit reduzieren. Sonst taucht das Fahrzeug vorne ab, kommt ins Schlingern und kann zum Umkippen führen.

Tipsel am 26 Apr 2009 23:06:52

Kann man angeblich am Siku-Auto testen. Tesafilm auf die Vorderreifen und bergab rollen lassen.

Dann Tesa auf die Hinterachse und sehen, was passiert. Hat uns ein Reifenhändler mal gesagt, weil wir vorm gleichen Problem standen.

Obs stimmt, wissen wir nicht, aber haben die Neuen auch auf die Hinterachse und nicht auf die Antriebsachse, was mir eigentlich logischer erschien.

flashmot am 26 Apr 2009 23:19:24

Wenn ich allerdings deine Frage wörtlich beantworten soll, ist ein "richtiger" Reifenplatzer an der Hinterachse wesentlich ungefährlicher, als an der Vorderachse.

Genau das stelle ich mir dabei vor.

Was passiert häufiger: ein direkter Platzer mit sofortigen Druckverlust oder ein nicht so schneller Druckverlust?

Bei einem nicht so schnellen Druckverlust denke ich ist das das Fahrzeug jedenfalls leichter unter Kontrolle zu bringen ist.
[/list][/list]

conga am 27 Apr 2009 09:43:06

Auf die Gerfahr hin, dass ich mich hier unbeliebt mache.
Aber dieses Thema ist sicherlich genauso kritisch bzw. lebenswichtig wie das Thema "Gas". Aber bei letzterem gibt es immer einen Aufschrei, wenn Wissen geliefert wird ohne Beweis, dass man ein Fachmann ist.
Das sollte hier genauso sein! Bald haben wir hier 50:50 Vorderachse : Hinterachse! Woher haben die Vorderachsen-Vertreter ihr Wissen?
Reifenhändler und ADAC sagen eindeutig, dass die Hinterachse zum Spurhalten benötigt wird. Deswegen ist dort ein Reifenplatzer wesentlich schwieriger auszugleichen und die guten Reifen gehören immer auf die Hinterachse!

flairmichel am 27 Apr 2009 09:48:55

Hallo zusammen
Ich hatte schon einen Reifenplatzeram linken Vorderad mit unserem Firmen T4-Fahrzeug war beladen und wir waren zu fünft.In einer AB-Baustelle ist es passiert-die ganze lauffläche ist weggeflogen-die Lenkung wurde etwas unruhig (gefühl als ob man durch schlamm fährt)-aber ansonsten noch gut beherschbar bis auf das Bremsen-hab zwar extra sachte gebremst-aber es kam sofort unruhe ins Fahrwerk-also am besten nur vom gas gehen und GANZ SACHTE auf die Bremse-Ich Wünsche es Keinen-Aber wenn man keine Panik bekommt ist es beherschbar
bis bald Michel

dieter2 am 27 Apr 2009 12:16:20

Und ich habe vor vielen Jahren einen Platzer am PKW hinten auf der BAB bei
Tempo 110 gehabt.
Ich habe die ganze Breite der Autobahn gebraucht um das Auto einiger maßen zu beherschen.

Dieter

heyn am 27 Apr 2009 12:27:09

dieter2 hat geschrieben:Genau,die "Guten" hinten.

Dieter


ich habs auch verstanden, aber frag hier mal nach weil das bei mir eine Verständnisfrage aufwirft... heißt das für mich, dass ihr nie eine Reifentausch vorn/hinten macht wenn die Vorderen schon weit abgefahren sind (Vorderachsantrieb vorausgesetzt), sondern immer erst quasi die abgefahrenen Vorderreifen erneuert und sie dann nach hinten nehmt und die weniger abgefahrenen nach vorne?

dieter2 am 27 Apr 2009 13:03:33

heyn hat geschrieben:
dieter2 hat geschrieben:Genau,die "Guten" hinten.

Dieter


ich habs auch verstanden, aber frag hier mal nach weil das bei mir eine Verständnisfrage aufwirft... heißt das für mich, dass ihr nie eine Reifentausch vorn/hinten macht wenn die Vorderen schon weit abgefahren sind (Vorderachsantrieb vorausgesetzt), sondern immer erst quasi die abgefahrenen Vorderreifen erneuert und sie dann nach hinten nehmt und die weniger abgefahrenen nach vorne?


Ich würde die Hinteren nach vorne nehmen und für hinten Neue kaufen.

Dieter

Gast am 27 Apr 2009 13:16:36

heyn hat geschrieben:... heißt das für mich, dass ihr nie eine Reifentausch vorn/hinten macht wenn die Vorderen schon weit abgefahren sind (Vorderachsantrieb vorausgesetzt), sondern immer erst quasi die abgefahrenen Vorderreifen erneuert und sie dann nach hinten nehmt und die weniger abgefahrenen nach vorne?


Regelmäßiger Tausch macht schon sinn, denn es ist nicht verkehrt, wenn alle Reifen ein gleich gutes Profil haben.

Zu der Achsdiskussion möchte ich folgendes sagen:

Reifenplatzer an der Vorderachse sind in der Tat leichter beherrschbar ... wenn sie beherrschbar sind. In etlichen Situationen sind sie es aber nicht, beispielsweise in Kurven auf Landstrassen oder Alleen. Dort fehlt oftmals der benötigte Auslauf für das Gegenlenken und man landet leider schneller im Graben als man das Fahrzeug abfangen kann.

Kontrollsysteme für den Luftdruck helfen, verschleißbedingte Reifenschäden zu vermeiden.

Teils sind aber auch Schäden in den Reifenflanken, die beim Parken auf und an Kantsteinen entstehen, die Ursache. Was man da manchmal so sieht ist unglaublich. Dagegen hilft nur ein Fahr- und Rangiertraining.

Bergbewohner1 am 27 Apr 2009 18:31:14

aldebaran hat geschrieben:
Teils sind aber auch Schäden in den Reifenflanken, die beim Parken auf und an Kantsteinen entstehen, die Ursache. Was man da manchmal so sieht ist unglaublich. Dagegen hilft nur ein Fahr- und Rangiertraining.

Warum nicht gleich einen Pilotenschein :?:

weltcamper am 27 Apr 2009 18:48:27

Ich hatte mal hinten einen Platzer beim LKW überholen.
Nach dem ersten Schreck war das Womo aber noch beherrschbar und ich konnte es ausrollen lassen und dann auf den Standstreifen lenken.
Ich kann mir vorstellen das wenns vorne geknallt hätte wäre ich entweder in die Leitplanke oder in den LKW oder beides gerauscht.

Nur ein Erlebniss kein Wissen!

Aber nochmal möchte ich das nicht.
Deshalb vorne und hinten gute Reifen.

a.miertsch am 27 Apr 2009 19:36:04

Also, ob guter Reifen oder schlechter Reifen hinten ist bei einem Platzer unerheblich. Es ist in beiden Fällen kritischer als vorn.
Das der bessere Reifen hinten drauf soll hängt mit der besseren Haftung in kritischen Bremssituationen zusammen Das Fahrzeug hängt am Reifen. Ist wie mit dem Gleichgewicht : stabil, labil, indifferent. nichts anderes. Bei Winterreifen besonders gut zu bemerken. Reifenplatzer haben immer eine Vorgeschichte. Ich bin zwar kein Reifenexperte, verfüge mit aber schon 50 Fahrerjahren über einen gesunden Menschenverstand. Zum Glück? noch keinen Platzer gehabt, oder gesehen.
Zum Reifenalter soviel, wem nützt es? Runderneuerer kaufen Altreifen tonnenweise. Bei 1to. 4-järiger Reifen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch,90% runderneuern zu können. Bei 6-jährigen liegt die Wahrscheinlichkeit sicher erheblich niedriger. Wenn es nach denen ginge, alle Jahre neue Reifen. wir Mobilisten sind ja das gefundene Fressen für die Industrie. Wir haben Geld-glauben die - sind leicht in Angst und Schrecken zu versetzen, weil wir ja allesamt ständig am Gewichtslimit rumkrebsen. Fragt mal ne Baufirma nach diesen Dingen. Die rufen gleich den Arzt, oder laden dich zum Bier ein.
Ist alles nicht so ernst gemeint, aber ich denke, ein klein wenig Wahrheit steckt da wohl schon drin.
Verabschiede mich für ein paar schöne Tage in den herrlichen Spreewald, bevor dort die Mücken Ausgang kriegen
Herzliche
Albert

flashmot am 27 Apr 2009 22:01:25

Vielen Dank für die guten Antworten. Werde die neuen Reifen hinten montieren lassen. Ich hätte genau anders rum gedacht und bin froh die Frage hier im Forum gestellt zu haben.

Was mich noch interessieren würde:
Der rechte hintere Stoßdämpfer ist bei meinem WoMo kaputt und deshalb wurde der Reifen stellenweise stark abgefahren. Passiert das ab einer bestimmten Geschwindigkeit oder spielt die Geschwindigkeit keine Rolle?

wernardo am 28 Apr 2009 11:19:44

Hier ist derzeit ein ähnlicher Beitrag zu dem Thema:
--> Link

Man sieht es kommt auf die Einzelsituation und dem Reagieren des Fahrers an. Wenn kein Platz da ist und man muss etwas "unlogisches machen" hilft alles nix.
Mein Motto: Trotz ESP, Airbag, Gurt & Co. gibt es keine 100%ige Sicherheit auf den Straßen.

mbm am 28 Apr 2009 18:27:52

Ich komme erst heute zum Mitlesen und möchte doch auch noch meine Meinung hier schreiben. Also es ist richtig, dass die "guten " Reifen hinten monitiert werden sollen, weil das Fahrzeug mit der Hinterachse "geführt" wird. Ein Lenken an den Vorderrädern hätte keinerlei Bedeutung, wenn nicht die Hinterräder den ensprechend notwendig Bodenkontakt (Reibbeiwert) aufbauen können. Das ist auch ganz besonders wichtig bei Auaplaninggefahr. Wenn die Hinterräder aufschwimmen dreht sich sofort das Fahrzeug. Dagegen bleibt es weitgehend in der Spur und kann nocht abgebremst werden wenn nur die Vorderräder aufschwimmen. Wichtig bei einem Reifenplatzer ( wir haben das schon mehrmals auf einer Versuchsstrecke getestet) ist dass man hoffentlich in diesem Moment beide Hände am Lenkrad hat und die entstehenden Gegenkräfte auffangen kann.
Zu den Stoßdämpfern ist zu bemerken, dass jeder defekte Stoßdämpfer sofort auszutauschen ist weil nicht nur der Reifenverschleiß höher ist sondern weil die Bodenhaftung in Kurven und bei unebener Fahrbahn durch das Schaukeln des Fahrzeuges ungleichmäig wird und damit die Bodenhaftung des betroffenen Reifens so unterschiedlich wird, dass das Fahrzeug nicht mehr in der Spur bleibt.

Bodenseenessie am 03 Mai 2009 10:59:59

Hallo Leute,

die HA ist fahrdynamisch wesentlich kritischer als die Vorderachse, der Platzer ist aber vorne kritischer als hinten. Unlogisch? nein denn:
normalerweise platzt immer nur ein Reifen seltenst beide. Verliert nun ein Reifen an der HA jegliche Seitenführung übernimmt der 2. Reifen der HA die Seiteführung der Achse. Bei Gerdeausfahrt ist das ausreichend um die Fuhre gerdeaus zu halten, befindet man sich in Kurvenfahrt landet man ziemlich sicher im Graben. Schön beobachten konnte man das bei den alten Golf 2 die bei sehr scharf gefahrenen Kurven schon mal das kurveninnere Hinterrad fast in der Luft hatten. Genauso sieht es es bei einer µ-Spit Bremsung mit ABS aus, das Hinterrad auf Eis wird ziemlich in den SChlupf gezogen, das Rad auf Asphalt übernimmt die Seitenführung.

Der Platzer an der VA baut schlagartig! extrem einseitige Lenkkräfte auf. Da muß das Lenkrad sehr kräftig gegengehalten werden, sonst stellt der Reifenplatzer die Lenkung schief und das Fzg. lenkt eigenständig in die Kurve. Kann bis zum Kippen führen! Ablösungen der Lauffläche sind meist nicht so kritisch wie echte Platzer, da oft-nicht immer die Luft nicht schlagartig entweicht sondern langsamer. Das lässt mehr Zeit zum reagieren und 300 msec sind da schon viel.

Ich nehme die besseren Reifen immer auf die VA, denn wenn ich Reifen nicht mehr traue, werden sie getauscht! Keine Diskussion. Und der Verschleiss ist vorne nun mal größer als hinten, speziell bei unseren Fzgen, denn die größere Belastung kommt durchs Bremsen und da tauchen die Fzge vorne ein, ich bremse selten rückwärts.

Schönen Sonntag
Uwe

Wolfgangfox am 03 Mai 2009 18:09:28

Hallo Uwe

Ich kann deinem Beitrag aus eigener Erfahrung nur voll zustimmen.
Deine Argumente sind absolut schlüssig.
Bei meinem Reifenplatzer an der HA konnte ich den Ducato relativ leicht abfangen und zum Stehen bringen. Das Fahrzeug schlingerte nur leicht, blieb aber in der Spur. Wenn das vorn passiert wäre, bin ich mir nicht sicher, ob ich die Fahrbahnseite hätte halten können.
Deshalb mache ich die besseren Reifen ebenfalls auf die Vorderachse.
Ich fahre über 35 Jahre die verschiedensten Fahrzeuge und habe es immer so gehalten, weil schon meine Lehrmeister das so machten.
Aber es kann halt jeder so halten wie er mag. Vielleicht hat sich ja im Laufe der Jahrzehnte wirklich etwas in der Physik des Automobils verändert ?

Wolfgang

Stefan-Claudia am 03 Mai 2009 20:02:13

Tach auch,
einem Freund von mir sind auf der Autobahn beide Zwillings-Reifen vom LKW geflogen und haben ihn überholt.
Er hat nach eigenen Angaben erst die Reifen an sich vorbeirollern sehen und dann erst gemerkt : sch....ön, das sind ja meine ! aber er konnte ohne viel Geschaukel die Fuhre an den Straßenrand fahren.

Bei einem PKW mit Vorderradantrieb kommen doch auch immer die besseren vorne drauf, allein schon wegen der Aquaplaning - Gefahr.
Ich will jedenfalls vorne immer die mit dem besseren Grip und Lenkverhalten !

Stefan-Claudia am 03 Mai 2009 20:20:26

mbm hat geschrieben:. Dagegen bleibt es weitgehend in der Spur und kann nocht abgebremst werden wenn nur die Vorderräder aufschwimmen.


Sorry, das ist ganz einfach falsch, ein Fahrzeug das aufschwimmt kann NICHT abgebremst werden, es kann höchstenfalls von alleine langsamer werden, bremsen ist wie ein Tritt ins Leere ! Das habe ich selbst erlebt im alten Golf GTI, auf einmal ging der Tacho bis zur Begrenzung hoch, der Motor jaulte auf und der anschliessende Tritt auf die Bremse bewirkte das Gegenteil : bei gleicher Geschwindigkeit stand der Tacho auf 0 , die Räder standen still! Da hilft dann nur, Kupplung treten und die Lenkung gerade halten und hoffen das keine Kurve kommt...

Bodenseenessie am 03 Mai 2009 21:11:53

Hallo zusammen,

@Wolfgang,

an der Physik ändert sich nix, weder in 35 noch in 135 Jahren. Es ändert sich nur manchmal wie wir die Physik nutzen. Wär ja noch schöner, wenn die Physik bei uns anders wäre wie vor vielen Jahren oder bei uns anders als in Australien.

zum Aquaplaning
theoretisch kann ein Fzg. im Aquaplaningfall über die HA gebremst werden. Die VA wird beim Antippen der Bremse sofort zum Stehen gebracht, also 100% SChlupf, die HA kann bremsen. Berechnet man jedoch die auftretenden Kräfte wird schnell klar, dass die aufschwimmende VA über die Wasserkräfte ebenfalls "stark" abgebremst wird.
Bei modernen Fzge. ist das aber nicht so relevant. Das ABS regelt die Geschichte. Sobald Aquaplaning erkannt wird, wird die VA bewußt zum Stheen gebracht (wenn der Fahrer auf die Bremse tritt). Die HA wird geregelt aber nur mit sehr wenig Schlupf.

Warum? Unbedachte Fahrer neigen dazu bei Aquaplaning zu lenken. Da jedoch keinerlei Lenkkräfte auftreten weiß man sehr schnell nicht mehr, wo die Räder stehen. Findet die VA nun wieder Grip (das Fzg. wird langsamer!) kann das Fzg. dann der gelenkten VA folgend quer zur Fahrbahn schießen. Hat die VA aber auch 100% Schlupf schiebt das Fzg. nur über die VA geradeaus weiter. Hat die HA noch Seitenhalt bleibt das Fzg. zwar schiebend aber stabil.

Ich habe vor vielen Jahren 3 Tage lang ABS im Contidrom abgestimmt, für mich ist das die absolut unangenehmste Situation, denn ich kann aktiv nicht eingreifen und das Fzg beeinflussen. Während des Aquqplanings bin ich plötzlich Passagier und nicht mehr Fahrer. Deshalb bei Starkregen immer Fuß vom Gas. Bei Tag sieht man jedoch recht gut die Fallen.

Immer Kontakt zum Asphalt.
LG Uwe

Gast am 03 Jun 2009 09:36:22

Also zum Thema vorne oder hinten angenehmer kann ich nun folgendes hinzufügen..
Auf meinem 6T Alkovenwomo auf Iveco ist mir am Freitag bei ca 100kmh der rechte Vorderreifen mit einem lauten Knall geplatzt.. Ein kurzes Schlagen im Lenkrad, kurzes Gegenlenken, festhalten. Retarder rein, Warnblinker an und ab auf die Standspur.. Kein Ausbrechen des Fahrzeuges, Einfach recht unspektakulär. Ich weiss allerdings nicht, was gewesen wäre, wenn ich mit der Betriebsbremse gebremst hätte.. Zum Glück war wenige 100mtr weiter direkt ein Rastplatz, auf dem ich meinen Reifen wechseln konnte.
Ein Problem war es allerdings, den Wagenheber anzusetzen.. Dadurch das der Wagen komplett auf der Felge hing, passte der Heber nicht unter die dafür vorgesehene Stelle.. ( Da frag ich mich schon, was sich Konstrukteure dabei denken ) Zum Glück hatte ich einiges an Brennholz im Womo liegen, was zum Unterlegen und Nachsetzen genutzt werden konnte, bis der Wagenheber an der vorgesehenen Stelle seine Arbeit verrichten konnte..
Das ganze ist bis auf einen defekten Kunststoffinnenradkasten ohne weitere Schänden abgegangen..
Hinten hätte es wohl ziemliches Kleinholz im Unterboden gegeben.. Vom Fahrtechnischen her sehe ich bei dem Fahrzeug mit Zwillingsbereifung das kleinere Problem vom ausbrechen des Fahrzeugs her..

goliver am 03 Jun 2009 10:33:50

Hätte da mal eine blöde Fräge.... :D Was ist ein Retarder???

Lancelot am 03 Jun 2009 10:37:15

goliver hat geschrieben:Was ist ein Retarder???


... eine (zusätzliche zur Betriebsbremse) Wirbelstrombremse:

--> Link

NaviGer am 03 Jun 2009 10:39:30

Hallo Bodenseenessie,

Deine Ausführungen sind sehr interessant. Ich habe vor 35 Jahren bei Telefunken an der Entwicklung des ABS von Mercedes mitgearbeitet. Damals war allerdings alles noch analog. Simuliert haben wir das auf einem Analogrechner.

Inzwischen hat sich ja sehr sehr viel getan.

Zwei Fragen habe ich da noch an Dich:
a) Wie reagiert ABS, wenn ein Bremskreis ausfällt, z.B. durch Platzen einer Bremsleitung?

b) Und eher am Rande: Wenn das ESP arbeitet: leuchten da auch die Bremslichter? Bei ABS ist's ja klar, da steht man ja auf der Bremse.

Bodenseenessie am 06 Jun 2009 22:42:40

Hallo Gerhard,

dann bist Du ja einer der ganz alten Kämpfer und müßtest die Legenden wie Roller und Kollegen kennen. Nun ich bin auch schon einige Jahre aus dem Geschäft, da die Entwickler immer noch ausschließlich auf Reisen sind.
Nun zu den Fragen:
Wenn ein Bremskreis hydraulisch ausfällt, regelt das ABS erst mal ganz normal weiter. Was die Reaktion am Fzg. angeht hängt es von der Auslegung der Bremskreise ab. Bei der bei Fronttrieblern üblichen Diagonalaufteilung (ein Vorderrad und das diagonal gegenüberliegende Hinterrad hängen an einem Bremskreis) wird das intakte Vorderrad weitergeregelt, die Hinterachse ebenfalls. Das defekte Hinterrad übernimmt die Seitenführung. Der Fahrer muß jedoch ein stark schief ziehendes Fzg. (aufgrund der einseitigen Bremskraft an der VA) durch Gegenlenken auf Kurs halten.
Eine schwarz weiß Aufteilung wie bei Hecktrieblern üblich reagiert anders. Fällt die VA aus bremst das Fzg. kaum noch. Es kann nur noch die HA geregelt werden und die regelt nach select low. Fällt die HA aus ist das Fzg. sehr stabil und die VA wird normal gebremst. Der Fahrer wird kaum etwas merken. Das geschilderte gilt natürlich nur im Falle einer ABS BRemsung, bei normaler Bremsung verhält sich das Fzg. wie sonst auch. Fällt die Hydraulik aber erst nach dem ABS Gerät aus, kann das sogar erkannt werden. Ob die Algorithmen dazu implementiert sind, weiß ich jedoch nicht.

Die Bremslichter werden im ESP Fall nicht angemacht, der Fahrer bremst ja nicht aktiv. Zudem ist die Verzögerung ja nur so groß, dass das Fzg. wieder stabilisiert wird.

Schöne
Uwe

jonathan am 07 Jun 2009 09:58:48

Bodenseenessie hat geschrieben:
Die Bremslichter werden im ESP Fall nicht angemacht, der Fahrer bremst ja nicht aktiv. Zudem ist die Verzögerung ja nur so groß, dass das Fzg. wieder stabilisiert wird.

Schöne
Uwe


In der Betriebsanleitung unseres VW-Passat mit Anhänger ESP steht, das bei eingreifen des ESP im Falle der Anhängerstabilisierung das Bremslicht schnell blinkert, um den rückwärtigen Verkehr zu warnen.
Werner

Bodenseenessie am 07 Jun 2009 10:34:11

Hallo Jonathan,

Vielen Dank für Deine Info, dann weiß ich jetzt was das bedeutet, wenn ich das mal vor mir sehe. Bei Hänger ESP kann das durchaus Sinn machen, das muss auch nicht bei allen Herstellern gleich sein. Außerdem gibt es länderspezifische Vorschriften, die sind in Japan USA oder Mitteleuropa durchaus mal unterschiedlich.

LG
Uwe

svenhedin1 am 07 Jun 2009 17:06:49

Hi
wurde ja hier schon geschrieben, will ich nur unterstützen
Die besseren Reifen gehören auf die Hinterachse - weil die Hinterachse die ganze Fuhre FÜHRT.

Stefan-Claudia am 07 Jun 2009 17:35:08

Damit die abgefahrenen Reifen bei Aquaplaning noch früher den Halt verlieren ???
und Du bremst dann mit der Handbremse, weil die guten ja hinten noch halt haben, oder was ?

Bodenseenessie am 07 Jun 2009 21:56:09

Hallo,

bitte fahrt die besseren Reifen auf der VA. Die HA hat im Normalfall so viel Reserve für die Seiteführung, dass keine Gefahr für INstabilität besteht. Die Zeiten von Diagonalreifen sind vorbei. Ausnahme wäre, wenn die Schlappen hinten 15 Jahre alt sind und die auf der VA neu. Aber das macht hoffentlich keiner. Im Winter auf Schneefahrbahn sollten wir ohnehin recht vorsichtig unterwegs sein, denn so eine Fuhre hat ziemlich viel träge Masse und wenn die ins Rutschen kommt ist es schwer das abzufangen.
Die VA muß wesentlich mehr leisten, die Bremskräfte dort sind deutlich höher als auf der HA, dort gehören die besseren Reifen drauf.

LG
Uwe

frankiafred am 09 Jun 2009 18:56:21

Moin,
vieleicht ein weiterer Fingerzeig:unser "rustikaler Ami" hat auch das ein oder andere Feauture der Neuzeit zu bieten.Gemeint ist in diesem Fall das allseits bekannte ABS.Warum ich das im zusammenhang mit Reifenplatzern poste? Nun,weil ob ihr es glaubt oder nicht (ich fand es sehr merkwürdig) - sich ein ABS System nur an der Hinterachse befindet (wirklich wahr).
Fred

Stefan-Claudia am 09 Jun 2009 19:26:48

ABS AntiBlockierSystem nur hinten??? Du redest jetzt aber über Rollschuhe, oder ???
oder meinst Du AllgemeineBölkstoffSäufer ?

camperfrank am 09 Jun 2009 20:16:34

Was kosten 4 Reifen??? 320€?????

Meine 220€. Für die Parr Mark mache ich mir bei den ca. 15 -20tkm im Jahr keine Gedanken was nach vorne und hinten muss.
Da ich das ganze Jahr über fahre, werden die nach einem Jahr von vorne nach hinten gewechselt. Dadurch kann ich die Reifen gleichmäßig abfahren und gut ist es.

Als ich meine Mobil kaufte waren hinten neue Winterreifen und vorne am Limit Allwetterreifen.

Da ich im Nov.gekauft habe und heiß war zu fahren, wechselte ich trotz Wissen, dass die besseren Reifen hinten sein sollten, nach der ersten Schneefahrt um. Ich kam nicht von der Stelle, aber konnte trotzdem einigermaßen anhalten. Nach dem wechsel kam ich schnell in fahrt, musste aber bei leichtem abbremsen mit ansehen, das mein Mobil hinten ausbrach und man keine Chance mehr hatte das aufzufangen. Alles auf meinem "TEstgelände". :D

Die billigsten Reifen sollten 45 € das St.kosten und die teuersten 90€. Ich habe mich dann für Allwetter im mittleren Mittelfeld des mittleren Preissegment entschlossen.
Gutes Gefühl, besser Lenken und Ruhe.

:eek:

Gast am 09 Jun 2009 20:38:21

camperfrank hat geschrieben:Was kosten 4 Reifen??? 320€?????

Meine 220€.

Die billigsten Reifen sollten 45 € das St.kosten

und die teuersten 90€.

:eek:


Dann Glückwunsch zum Preiswerten Reifen...

das dürfte dann aber keiner sein, für ein Womo mit mehr als 3,5 Tonnen sondern eher was in Richtung PKW Reifen...

Meine in Ausführung ContiVanco 4 Season in 225-75-16 120/120 kosten das Stück 210.- incl. Montage.. Machen bei 6 Stück über 1250 EUR...

camperfrank am 10 Jun 2009 12:25:40

MichaelN hat geschrieben:
camperfrank hat geschrieben:
Meine in Ausführung ContiVanco 4 Season in 225-75-16 120/120 kosten das Stück 210.- incl. Montage.. Machen bei 6 Stück über 1250 EUR...


Im vergleich zu deinem und meinem Mobil doch Peanuts, oder??

Genau das habe ich mir auch ausgerechnet. Die 120t€ für einen xxl die es 4 Jahre alt für 69t€ aufwärts gibt, teilweise mit unter 10000km auf der Uhr und noch jünger.

Aber die ca. 20l auf 100km und die laufenden kosten haben mich davon abgehalten.


Mein Vater hat jetzt für 6 neue Reifen für seinen 8 m Concord Carisma keine 600€ bezahlt.......

Denke mal das ist auch kein Geld für vernünftig unterwegs zu sein für mind. 4 Jahre.

Gast am 10 Jun 2009 13:01:22

camperfrank hat geschrieben:Im vergleich zu deinem und meinem Mobil doch Peanuts, oder??

Genau das habe ich mir auch ausgerechnet. Die 120t€ für einen xxl die es 4 Jahre alt für 69t€ aufwärts gibt, teilweise mit unter 10000km auf der Uhr und noch jünger.

Aber die ca. 20l auf 100km und die laufenden kosten haben mich davon abgehalten.

Mein Vater hat jetzt für 6 neue Reifen für seinen 8 m Concord Carisma keine 600€ bezahlt......


Also mein XXL ist nun 6 Jahre alte geworden und war somit einiges preiswerter :-) Auf der Uhr hatte ich schon knapp über 54000km... Nun sinds schon 68000km..
Aber 20ltr auf 100km braucht der nicht.. Ich fahre mit Tempomat bei 85 nach GPS mit einem Vebrauch von 15-16 Litern. Bei 100kmh liegt er bei ca 19 litern. 20 hab ich bisher noch nicht geschafft..
Die laufenden Kosten sind auch nicht höher als bei einem anderen Mobil. Die VS mit Vollkasko ist sogar billger als bei meinen PKW´s Wass wil lman mehr. Ausserdem gönnt man sich ja sonst nix.
Für 6 Reifen weniger als 600 EUR zu bezahlen halte ich für einen wirklich guten Markenreifen in der Grösse für etwas unrealistisch. Ich hab damals aus einer Notlage heraus mal einen Westlake auf meinen 3,85t Ducato aufziehen müssen, weil kein anderer verfügbar war. .Der Reifen hat 75 EUR gekostet udn war keinen Cent davon wert. 2 Wochen später hab ich neue Winterreifen montiert und die 2 Wochen alten Reifen dem Händler als Müll abgegeben. Wenn ich bei was nicht spare, dasnn sidn es sicherheitsrelevante Teile.. Und Lastindex 114 ist noch lange nicht 114 bei nem Billigreifen.. Die Premiummarken haben da schon wesentlich höhere Reserven . Das sieht man schon, wenn das Womo steht. Geschweige denn, wenns in Fahrt ist.

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