Julia10 am 08 Aug 2009 18:36:17 In der heutigen Tageszeitung gelesen:
Wohnmobil brennt lichterloh
Ein brennedes Wohnmobil hat am Freitag eine einstündige Vollsperrung der Autobahn 43 nahe Münster ausgelöst. Brandursache sei ein technischer Deffekt a, Fahrzeug gewesen, teilt die Polizei in Münster mit. Der 75-jährige Fahrer konnte noch rechtzeitig auf dem Standstreifen halten, um sich aus dem Wagen zu retten. Der Mann blieb unverletzt, am Wagen entstand Totalschaden.
Was macht man in einer solchen Situation, ab Besten so weit weg wie möglich vom Fahrzeug?
Die meiste Angst hätte ich vor der Explosion der Gasflaschen.
Welche Ursachen kann denn solch ein Brand haben?
Julia
Bergbewohner1 am 08 Aug 2009 18:56:24 Julia10 hat geschrieben: Welche Ursachen kann denn solch ein Brand haben?
Julia
Rauchen im Bett :D
Schatzsucher am 08 Aug 2009 19:14:28 Naja, auf der Autobahn, hoffe ich, wird der Fahrter nicht im Bett gelegen haben. Das man einen beginnenden Brand im WOMO nicht bemerkt, kann ich mir kaum vorstellen, es sei denn, es ist ein seltenes Fahrzeug, mit völlig getrennter Wohnkabine.
Diese Geschichte ist aber wieder ein Argument für einen großen Feuerlöscher.
Bernd
locker am 08 Aug 2009 19:16:54 Ich will eine etwas ernsthaftere Antwort versuchen:
Parallelschaltung von Aufbaubatterien, ohne jede Einzelbatterie vor dem Zusammenschaltpunkt einzeln abzusichern.
Das wird leider von Bastlern, aber auch von Ausrüstern immer noch gemacht.
, Walter
Gast am 08 Aug 2009 19:55:22 Julia10 hat geschrieben:Welche Ursachen kann denn solch ein Brand haben?
Dometic hatten eine Aktion für bestimmte Kühlschränke. Es wurden 2 Klammern an die Gasleitung gesetzt. Ohne diese könnte sich die Leitung durch die Erschütterung beim fahren lösen und nach Inbetriebnahme strömt Gas durch das entstandene Leck aus. Die Flamme sorgt dann für den Rest. :shock:
batchman99 am 08 Aug 2009 21:13:16 Julia10 hat geschrieben:Die meiste Angst hätte ich vor der Explosion der Gasflaschen.
Gasflaschen explodieren eigentlich genauso wenig wie ein Auto ;-)
Das sind genau berechnete Druckbehälter, die über das Ventil als Stichflamme abbrennen...
Auch bei einem zu schnellen Druckanstieg durch Hitze sollte die Flasche über ein Sicherheitsventil abblasen.
homa am 09 Aug 2009 11:48:25 batchman99 hat geschrieben:Julia10 hat geschrieben:Die meiste Angst hätte ich vor der Explosion der Gasflaschen.
Gasflaschen explodieren eigentlich genauso wenig wie ein Auto ;-) Das sind genau berechnete Druckbehälter, die über das Ventil als Stichflamme abbrennen... Auch bei einem zu schnellen Druckanstieg durch Hitze sollte die Flasche über ein Sicherheitsventil abblasen.
wie das folgend verlinkte Video zeigt gibt es dieses Überdruckventil (Flammenstöße) es schützt aber nicht zwingend vor einer Explosion (Videoende). Abstand ist also schon gut :!: :D
--> Link
Maxima am 09 Aug 2009 13:06:14 Schatzsucher hat geschrieben:Diese Geschichte ist aber wieder ein Argument für einen großen Feuerlöscher. Bernd
Wir haben einen kleinen Feuerlöscher neben dem Beifahrersitz. Allerdings weiß ich nicht, ob ich den so schnell betriebsbereit hätte, wenn man sieht, wie rasendschnell sich ein Brand schon in einem Zimmer ausbreitet. :eek:
--> Link
LG
Maxima
Gast am 09 Aug 2009 14:34:58 batchman99 hat geschrieben:Julia10 hat geschrieben:Die meiste Angst hätte ich vor der Explosion der Gasflaschen.
Gasflaschen explodieren eigentlich genauso wenig wie ein Auto ;-) Das sind genau berechnete Druckbehälter, die über das Ventil als Stichflamme abbrennen... Auch bei einem zu schnellen Druckanstieg durch Hitze sollte die Flasche über ein Sicherheitsventil abblasen.
Hallo Batchman99
Du irrst dich:
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Ist das nicht schon mal ein Thema gewesen hier im Forum?
donalfredo2 am 09 Aug 2009 16:56:35 Hallo,
wir hatten im Schwarzwald als Dauercamper einen sehr netten Installateur, der nicht nur Flaschen verkauft sondern auch Gasprüfungen gemacht hat.
Ich lies mir den ganzen Vorgang mal erklären, und habe ihn, kurzgefasst, so in Erinnerung:
Die Flasche, so sie Feuer fängt, fackelt über das Sicherheitsventil ab - wie schon erwähnt. Wichtig und verhängnisvoll ist der Moment, wo sich der Gasinhalt zuende neigt, der Gasdruck abnimmt, und die Flamme, mal theoretisch gesagt, in der Lage ist, noch ungelöscht ins Flascheninnere vorzudringen.
Dann machts "bumm".
Deswegen - sofern möglich - brennende Flaschen löschen und abkühlen lassen.
donalfredo
pacific03 am 09 Aug 2009 17:16:40 Und nicht zu vergessen L A N G S A M abkühlen... abkühlen lassen ;-)
Kleine Feuerlöscher beruhigen nur die Nerven. Zum ernsthaften löschen sind sie meistens viel zu klein, weil ein Brand zu spät bemerkt wird.
Ostwestfale am 09 Aug 2009 23:23:06 Jau, der Gasdruck geht zu Ende...
Und das für die Explosion notwendige Gemisch aus Sauerstoff und Gas kommt wie in die Flasche?
Das Gas ist drin.
Aber wie bekommst du den Sauerstoff gegen den Gas-Überdruck - auch nur wenige mbar - in die Flasche herein.
Leute, hört bitte auf zu phantasieren - Vollmond ist vorbei.
Solang das Überdruckventil funktioniert wird es nur eine schöne, heisse Stichflamme geben die alles in der Umgebung abbrennt.
Aber sonst nichts.
terradoro am 10 Aug 2009 10:17:44 ......dann muss ich mir die explodierten Gasflaschen während meiner aktiven Zeit bei der Feuerwehr wohl alle eingebildet haben oder deren Überdruckventil hat nicht funktioniert. Vielleicht haben sie sich auch nur nicht so verhalten wie sich das hier einige Leute vorstellen oder wünschen.....
Mehr sog i ned....
Reimund
jakeomat am 10 Aug 2009 14:13:44 Ich kann mich noch sehr lebhaft an den Versuch zum Thema "Rückschlag" im Physikunterricht erinnern:
Ein dickwandiger Glaskolben mit 3 Öffnungen wird an der einen Öffnung an einen Gasschlauch angeschlossen, an der zweiten Öffnung befindet sich ein Glasrohr mit ca. 1m Länge und auf der dritten sitzt ein Gummistopfen. Das Gas wird aufgedreht und am Ende des Glasrohrs entzündet. Solange Gas einströmt, fackelt das ganze am oberen Ende des Glasrohrs munter vor sich hin. Wird das Gas aber abgestellt, dann sieht man eine kleine Flamme das Glasrohr runterwandern... Und sobald die Flamme im Glaskolben angekommen ist, tuts einen Riesenschlag und der Gummistopfen fliegt gefolgt von eine Stichflamme durch die Gegend :!:
Und in dem Kolben war definitiv ausser Propan nix drin!
Der Lehrer hat noch gesagt, dass es früher (als aus den Gashähnen noch Erdgas statt Propan strömte) oft den ganzen Glaskolben zerrisses hat!
Soviel dazu...
Jake
terradoro am 10 Aug 2009 15:51:15 Stimmt Jake,
ein prima Beispiel.
Für alle die noch etwas mehr zum Thema Gasflaschen, deren Behandlung sowie das Verhalten im Brandfall lesen möchten hier noch mal zwei Links des Industriegasverbandes zu Sicherheitshinweisen.
--> Link
--> Link
Bitte hört mit den Behauptungen auf, dass eine Gasflasche nicht explodieren kann. Selbst nach einem gelöschtem Brand sind sie unberechenbar und potentiell gefährlich.
Jede Flasche die hohen Temperaturen ausgesetzt wurde, dazu zählt NICHT das Bestrahlen durch die Sonne, muss dies der Füllstation oder dem Eigentümer der Flasche mitteilen, damit diese Flaschen einer besonderen Prüfung unterzogen werden können bevor sie erneut gefüllt werden.
Liebe
Reimund
Gast am 10 Aug 2009 18:58:17 Gestern auf dem Campingplatz Krautsand.
Wohnmobil brennt, Wohnwagen werden beschädigt.
Schaden : 100.000 Euro
Quelle: Buxtehuder Tageblatt
earlhill am 10 Aug 2009 20:40:42 locker hat geschrieben:Ich will eine etwas ernsthaftere Antwort versuchen:
Parallelschaltung von Aufbaubatterien, ohne jede Einzelbatterie vor dem Zusammenschaltpunkt einzeln abzusichern. Das wird leider von Bastlern, aber auch von Ausrüstern immer noch gemacht.
, Walter
Diese Einzelabsicherung ist nicht notwendig. Deshalb brennt nichts ab.
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