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01.10.09
Es gibt nichts zu berichten. Am 4. Juli 2002 hat ein Sturm in 10 Minuten eine 100km lange Schneisse durch Polens Wälder geschlagen. „Da war die Schwester vom Loddar, die Loddofee is klar nä!“ Südlich von Pisz und westlich der Pisa (Nein, Mukas das ist keine Stadt in Italien, sondern ein Fluß in Massuren.) soll sich eine Art Lotharpfad (Siehe Schwarzwald) befinden. Wir finden per Navi die Stelle mitten im Wald, ist aber nicht vergleichbar. Aber wir finden in der Wildnis einen verlassenen deutschen Friedhof (kein Dorf weit und breit). Über unglaubliche Holperpisten (Die gefüllte Teekanne schafft es, bei geschlossener Tür aus dem Schrank zu springen, so dass das Schloss geschlossen bleibt. Mukas meint, mein Fahrstil ähnelt Walter Röhr mit zauberhaften Einlagen) gelangen wir am Spätnachmittag nach Krzyze am Jerzo Nidzkie. Dort ist ein toll gelegener, nun geschlossener CP. Wir bleiben einfach am Dorfrand stehen. Schlechte Tage, gute Tage. Ein kleiner Spaziergang am Morgen durch Krzyze (angeblich trafen sich hier früher die Künstler etc. aus Warschau), der CP ist doch ein wenig hügelig für WOMOs, aber der See absolute Platte….allmählich verstehen wir, einmal Masuren im Sommer, immer Masuren? Trotzdem…Anfang Oktober ist hier mehr als „Tote Hosen.“ Über Karwica, Rozogi fahren wir nach Klon. „Ein Klon des 17./18. Jahrhunderts, aber nix echt, is klar nä!“ Mukas irrt. Dies ist ein denkmalgeschütztes Straßendorf mit wunderschönen alten Holzhäusern. Und auf jedem protzt ein Kruzifix. Und der alte Friedhof ist bei Sonnenschein so was von morbide! „Dracula lässt grüßen, ist klar nä.“ Jetzt geht es über die 59 über Spychowo nach Norden und über die 58 und Zgon nach Krutyn. Wenn ich nicht aufgehört hätte zu zählen….da stehen bei einem Vermieter bestimmt 1000 Kajaks rum ….und es gibt viele Vermieter. “Im Sommer stauen sich die Boote auf der Krutyna wie Autos auf dem Kölner Ring, is klar nä.“ Wir machen am Nachmittag intuitiv eine „kleine“ Wanderung von Krutyn nach Zgon entlang des Jerzioro Mokre, knappe 10km – vorbei an den 2 Liebenden, einer 250 jährigen Eiche und einer 150 jährigen Kiefer („Wat will denn die ahl Schabrack mit dem junge Kähl, da läuft doch nix mieh, is klar nä!“), aber wir müssen auch wieder zurück..noch mal 8km. Uns begleitet die ganze Strecke (18km!!) Mukasch, eine junge Katze…so etwas habe ich in 50 Wanderjahren noch nicht erlebt. „Nach der Wandernummer mit Mukasch, musst Du jetzt auch ne Nummer mit Siegfried und Roy bringen, is klar nä!“ Langsam wird Mukas vorlaut, finde ich. Zur Nacht fahren wir nach Szeroki Bor, einem 3 Häuser Dorf südlich der 58 zwischen Ruciane Nida und Pisz. Vollmond. In den Wäldern heulen die Wölfe! Ich muss mal schnell zwischendurch danke sagen, für den informativen und erfrischend geschriebenen Bericht und die klasse Bilder
:daumen2: Und weiterhin viel Spaß und gute Fahrt :hallo: Ich guck täglich, obs weitergeht. Nachdem die Wölfe gerade aufgehört haben zu heulen, ist um 6:45 bereits der erste Pilzsammler da. „Et jiitt zwei Arten von Polen, nit Männlein und Weiblein, sondern mit Plastiktüte und mit Plastiktüte + Stock. Die einen kaufen Fisch, die anderen sammeln Pilze, is klar nä!“ Nun startet eine kleine Irrfahrt, um es kurz zu machen, wir landen in Popielno am Südufer des Jezioro Sniardwy (Oder wie es in einem sehr alten Ostpreussenführer steht, den ich habe, der zweitgrößte See von D nach dem Bodensee . ) Hier werden Tarpanpferde gezüchtet und Rotrinder. Erstere laufen im angrenzenden Wald in mehreren Herden auch frei herum. Die Fähre, über die wir schnell nach Mikolajki gekommen wären, fährt nur März bis September. (Auch ansonsten für WOMOs nicht zu empfehlen, Buschwerk ist zu eng auf der Westseite.) Wegen einer zusätzlichen Baustelle zurück fast bis Pisz, ein kleiner Umweg von gut 70km. Wir nehmen noch Wojnowo als Sehenswürdigkeit mit: Eine orthodoxe Kirche und ein Altgläubigenkloster mit Friedhof. Übernachtet wird kurz vor Mikolajki auf einem Waldparkplatz an der Strasse zur Fähre (siehe oben). 4.10.09
„Die Reise nach Nikolaiken“ – endlich sind wir da. Hier müssen alle literaturduseligen Deutschen hin? „Ja! Die fahren ja auch nur wegen meines Romans „Frau starb in Liebesnacht Herztod auf dem Watzmann“ an den Königsee, is klar nä!“ Im Sommer ist es bestimmt ganz schön rummelig, jetzt ruhen beinahe still und verlassen alle Gassen. Wenigstens keine Zelt- und Bretterbuden wie an der Ostsee. (Aber Grundstücksgeschäfte werden schon tüchtig getätigt!) Und der Stinthengst – ein Fischkönig – ist an der Brücke angekettet, damit er keine Boote umwirft und Netze zerreißt. Östlich von Mikolajki liegt der Luknajno See, maximal 50cm tief. Ein UNESCO-Bio Reservat: Hier brüten Tausende von Höckerschwänen. Zum Übernachten fahren wir an den Kanal zwischen Taltry und Taltowisko See (10km nördlich von Mikolajki). An einer Brücke mit 2,10m Überfahrtsbreite und 2,5t ist für uns Schluß. Aber ein schöner Ü-Platz – Wir schlafen wie in einem Luxushotel. „Kein Wunder, genau hier steht bald das Sheraton Mazurky, is klar nä!“ 5.10.09
Wir verlassen den zukünftigen Standort des Sheraton und besuchen Kosewo Gorny. Hier züchtet jemand Hirsche, Rehe, etc. en gros zu Forschungszwecken. Dann kommt Mragowo: Das ist viel (klein)städtischer als die in den letzten Wochen gesehenen Orte und hat auch etwas alte Bausubstanz übrig. . Hinter Mragrewo folgt Sorkwity. Nach einiger Suche finden wir das neogotische Schloss in Backstein ausgeführt – um 1860 erbaut, im WKI komplett zerstört, 1920 restauriert. Es soll ein Hotel sein, aber alles ist verlassen, verriegelt und verrammelt, nur der Rasen ist gemäht. Bei Barczewo (Hier saß bis an sein Lebensende 1986 der Gauleiter Ostpreussens Erich Koch im denkmalgeschützten Gefängnis – sein Geheimnis, was geschah mit dem Bernsteinzimmer, nahm er mit ins Grab) biegen wir nach Süden ab ins Gelände, um einen Schlafplatz zu suchen, den wir aber erst nach Sonnenuntergang in Pasym finden. Hallo Frank,
ich wiederhole mich gerne! Danke für den herrlichen und herrlich bebilderten Bericht. :daumen2: Mir geht als in 1949 Lötzen geborenem und 1957 dort weggegangenem Ostpreußen das Herz auf. Wir werden Deinen Bericht ausdrucken und bei unseren nächsten Reisen dorthin als Reiseführer benutzen,Dein Einverständnis vorausgesetzt. lg peter Mist,aber 1 x zuviel geklickt,aber ich kann mich nicht oft genug wiederholen:Ein herrlicher Bericht und nochmals herzlichen dank dafür.
lg peter 06.10.09
Strahlender Sonnenschein. Also Richtung Olsztyn, vorher noch ein Abstecher nach Silice dort, wo die Elisabeth quer über der Viktoria liegt. „Sankt Lesbos, jetzt wird es aber unanständig, is klar nä!“ Nein, das waren die Töchter von Kaiser Willy II und es war halt damals Sitte großartige Bauwerke nach königlichen Hoheiten zu benennen. Hier handelt es sich um eine in ihren Dimensionen unglaubliche „Flußkreuzung“, selbst im Paddelboot hätte man Probleme. Aber echt alt! Allenstein ist wie Place de l´Etoile fahren. Als wir nach 1 Stunde endlich einen freien, kostenpflichtigen PP finden, werden wir auch gleich wieder verjagt. Wer unser Geld nicht, will kriegt auch keins. Tschüss, Olsztyn. Zur Belohnung das einzige Foto, das wir schießen konnten und den Ehrentitel unfreundlichste Touristenstadt Polens. Beide repräsentieren sicherlich nicht das wahre Bild der Stadt. „Mußt eben besser klüngeln wie in Kölle, dann kriegste auch nen PP, is klar nä!“
Wir kurven noch durch den Wald am Lanskie See (südlich von O.), einst streng abgeriegeltes Erholungsgebiet der Machthaber Polens und pausieren dort auch. (Das Gebiet des Präsidentenpalais wollen und dürfen wir aber nicht befahren.) Einen Nachtplatz finden wir auf dem Pole Nomiatowe (Zeltplatz) am Gym See bei Nw. Kaletka für 5,--€. Geht doch! 7.10.
Überraschung – Wassereinbruch im Womo - Regen in der Nacht und die Dachklappe in der Küche war auf. „Bist eben kein Womo-Profi, musst Deine Checkliste abends trotz Wodka abarbeiten: 1.) Alle Türen zu 2.) Alle Fenster zu 3.) Alle Klappen zu 4.) Frau im Bett 5.) Hubstütze ausfahren 6.) Bewegungsmelder an ..is klar nä!“ Für Geschichtsinteressierte: In Olsztynek suchen wir das „Reichsehrenmal Tannenberg“. --> Link Da waren wir schon mal vor 18 Jahren. Im Gegensatz zu damals finden wir es fast auf Anhieb. Damals war es entgegen anderer Aussagen rel. gut erhalten. Heute ist es nur noch ein verwildertes Halbrund mit ein paar Trümmern. In der Mitte müssen immer noch 20 unbekannte deutsche Soldaten aus dem WKI liegen. Den toten „Hauptgast“ Hindenburg und seine Frau hat die Wehrmacht 1945 – bevor sie (nicht die Russen!) das Denkmal sprengte – schnell nach Marburg gebracht. Die Bevölkerung musste selber sehen, wie sie wegkam (oder auch nicht). Da wir bei schlechtem Wetter immer Freiluftmuseen besuchen, ist der Skansen heute Pflicht in Olsztynek. Der Parkplatzwächter bietet uns sehr freundlich sofort an, auch über Nacht zu bleiben. Da wir bei schlechtem Wetter immer Freiluftmuseen besuchen, ist der Skansen heute Pflicht in Olsztynek. Der Parkplatzwächter bietet uns sehr freundlich sofort an, auch über Nacht zu bleiben.
Trotzdem geht es zum Parkplatz an der Strasse zwischen Slebark und Grunwald. Wegen dieses Kaffs hat jeder Ort, der in Polen auch nur ein bisschen was auf sich hält, eine Ul Grunwaldska als Hauptstrasse. Im Moment ist alles Baustelle, denn am 15.07.2010 ist 600-Jahrfeier. (Ob Änschjie oder Guidjio eingeladen wird?) 1410 fand hier die größte Ritterschlacht des Mittelalters statt. Historiker schätzen 35-50.000 Teilnehmer und 18.000 Tote. Sieger war Polen-Litauen, geschlagen war der Deutsche Ritterorden, den es übrigens immer noch gibt. (Um Irrtümern gleich vorzubeugen: Polen und Litauen gibt es auch noch!) Ende August 1914 lagen hier und in der weiteren Umgebung 30.000 tote Russen und 20.000 tote Deutsche. Deshalb das oben erwähnte „Ehrenmal“. Wir übernachten auf dem Ersatz-PP des ehemaligen Schlachtfelds und Mukas ist sehr zufrieden, weil hier wegen des historischen Auswärtssiegs des FC Kölle über den VfB eine riesige FC Fahne weht. Dass sie weiß-rot, statt ruut-wieß ist, hat er wegen des doppelten Wodkas nicht gemerkt und weil er gerade Kopfstand übt. 8.10.09
„Heute holste besser Deine Unterwasserkamera raus, is klar nä!“ Leider müsst Ihr Euch den Himmel in blau vorstellen und ein paar Kontraste dazu. Ich verspreche Euch trotzdem echte Leckerbissen. Wer all die Orte schon einmal gesehen hat, darf Mukas zum Essen einladen! Zuerst den Feldherren Hügel in Frygnowo (2km von Grunwald entfernt). Hier steuerten Hindenburg und Ludendorf 1919 die Schlacht bei Tannenberg II. Steht in keinem Reiseführer. Und wenn man ins Gebüsch eindringt, findet man die Stelle, wo Hindenburg eine Eiche pflanzte. „Hier hat einer mit ner HILTI dran gebohrt, Sabotage! Is klar nä“ Eigentlich hat nur der Specht sehr intensiv an Hindenburgs Baum oder dessen Relikten herumgehämmert. (Aber man sieht noch schön unten die alte Original-Ummauerung). Weiter nach Szymbark (Schönberg)., das Schloß der Grafen von Finckenstein, Bau begonnen 13XX, wahrscheinlich die größte Schlossruine im ehemaligen Ostpreussen. Als wir auf das Schlosstor zugehen, knarzt wie von selbst das Tor auf….mitten drin steht Quasimodo, schlank, geht mir Hochgewächs bis zur Schulter, mittig einzahnig und mit einer Fellohrenklappmütze bekleidet, wie der Bucklige in Polanskis „Tanz der Vampire“. Partisanski Ukrainski stellt sich der über 80 jährige vor, der hier wohl unter ein paar Plastikplanen haust. Mukas ist längst im Festungsgraben verschwunden. Und führt uns in bestem deutsch durch das Schloss: Kapelski=Kapelle, Hotel=Gasträume, Arbeit=haben wir rekonstruiert, Betonnix=hält nicht, Wodka=Weinkeller, Foto=hier Klickklack machen, Ruski bummbumm=haben die Russen kaputt gemacht. Stimmt: Erst 1946 – Schade. „Enfin, un chateau!“ Mensch, Mukas, ich bewundere deine Intuition! Genau das gleiche hat Napoleon am 01.04.1807 202 1/2 Jahre vor Dir auch gesagt! Kamieniec! Wer in Nordpolen war und das nicht gesehen hat, war nicht in Nordpolen. (Zutritt nicht möglich!!) Hier traf Napoleon auf Gräfin Maria Waleska. „Der hät die nit jetroffe, die hät hart under ihm jearbeitet, mit Häz. Leib und Seel für die Freiheit Polens! Vor allem mit Leib! Hät ävver für Polen nit viel jenützt!“ Wieder ist Mukas Experte. köstlich!
Freu mich das du wieder ins Net kannst! Am Abend enden wir hier! Müßte eigentlich proppevoll sein! Aber wir stehen ganz allein, fast direkt vor dem Eingang! Malbork = Marienburg = drittgrößte Burg nach Hradschin und Kreml in Europa, größter Backsteinbau Eurotpas. Ein Spaziergang rundherum! Polen im Herbst stimmt, wenn das Wetter stimmt (und es stimmt wieder) ….Mukas ist tief beeindruckt und sagt NIX mehr! Vom Besuch in der Burg heute nur ein Foto.
"Da hät doch einer Schießübungen an unserem Hindenburg jemaat - Is ett den zu gläuve! Dat jiit et doch niet! So schießen die Russen ihren Schützenkönig aus, is klar nä!" Da hätte Mukas mal sehen müssen, wei die Marienburg 1945 aussah! (Die Büste stammt aus der Ausstellung, wer seit 1370 alles auf Marienburg zu Gast war!) Wir stehen abends in Elbing am Kanal gegenüber der Altstadt (Terminal für die Oberland-Kanalboote), weil der CP mittlerweile geschlossen hat (Wie fast alle CPs in Polen). Der Platz ist strategisch gut gewählt. Kein Durchgangsverkehr in der Nähe. Er ist beleuchtete Sackgasse, an der sich eine Schrebergartensiedlung und ein Bootshaus befinden. Beide sind mit Zaun gegen die Strasse abgetrennt. Dahinter befindet sich auch noch ein Hafenarm. „Na dann juute Naacht, is klar nä!“ 10.10.2009
Um 0:30 Uhr startet die 1. Angriffswelle: 3 jugendliche Besoffkis benutzen unser WOMO mit Händen als Schlagzeug und amüsieren sich bei dem Versuch, das WOMO seitwärts in Richtung Kanal aufzuschaukeln. Unser lautes Geschrei vertreibt sie. Mukas entwickelt ein System mit Hochleistungspumpen….. Um 1:30 folgt die nächste Offensive: Einer von 3 McDonald Jünger im PKW verziert unser verstaubtes WOMO mit dem Finger mit deutschlandfreundlichen Parolen. Geschicktes in Deckungbleiben beendet auch diese Aktion. …mit Feinspritzdüsen integriert in der Dachreling…. Rückzug: 2:00 Uhr – Die Graffitifraktion verabschiedet sich mit lautem Gehupe. Wir können die Frontjalousie herunterlassen und das gezückte Bajonett wegpacken. ....mit Sensoren in der Außenhaut des WOMO…… 6:00 Uhr Kapitulationsgeläut: Die Heilige Mutter Kirche beschließt den „Dicken Pitter“ vom Dom zu Kölle in die St. Nikolai Kirche zu transferieren und Probedröhnen zu lassen. …die bei Annäherung von menschlichen Wesen…. 6:45 Uhr Letztes Partisanengefecht: Die ersten Angler diskutieren genau hinter dem WOMO, ob die deutschlandfreundlichen Parolen korrekt seien. …direkt auf den Fäkalientank zugreifen! 9:00 Uhr Innerer Friedensvertrag: Jetzt hält uns nichts mehr im Osten. Wieder über Danzig – da fällt in einem Schlagloch eine abgeschlossene Außenklappe auf, an der nächsten Ampel schließt sie der nette Pole aus dem Wagen neben uns – nach Kartuzy (Das Karthäuserkloster mit einem Sargdeckel als Dach auf der Kirche) Mukas ist erstaunlich schweigsam und sieht auch sehr müde aus. Durch die kaschubische Schweiz und eine kleine Wanderung auf den höchsten Berg der nordeuropäischen Tiefebene, den Mount St. Wiezyca („Wie bitte, wo fängt die an und hört die auf, is klar nä!“) endet der Tag in Wesiory auf einem PP im Wald. Hier herrscht Friedhofsruhe, denn hier haben die Goten während der Völkerwanderung vor 1800 Jahren ihre Toten beigesetzt. Mukas meint „ Du häst Deinen Erich von Däniken nicht richtig gelesen, das ist ein vergessener Weltraumbahnhof, is klar nä!“ Also Mukas ist wieder fit! Waldfriedhofsparkplätze sind nachts wirklich so was von ruhig! Nur ein paar Pferde und Pilzsammler galoppierten vorbei. Also ausschlafen! Nächster Zielpunkt ist Bytow. „Das ist aber die letzte Kreuzritterburg, is klar nä!“ Versprochen! „Und das, was ist das?“ Das ist der Ort, von dem aus von 1867-1890 Deutsche Politik und Frieden und Krieg und Kaiser gemacht wurden, und Reichskanzler Graf Otto von Bismarck, der eiserne Kanzler, nach seiner Abdankung (Der Lotse geht von Bord) lebte: Warcino (Warzin). „Ah, eisern, das war auch der mit der eisernen Faust?“ Nein, das war Götz von Berchlingen! „L…. mich, dat is mir zu komplickiert, is klar nä!“ Mukas Podomski, mein neugieriger Stellplatzadacmietwohnmobilnachbar ist immer noch etwas aufgedreht.
Um ihn zu beruhigen, verziehen wir uns wieder in den Wald bei Ratajki (Nähe Koszalin). 12.10.2009
Nach gut 7 Wochen erreichen wir wieder wie bei der Hintour bei Mielno die Ostsee, um diesmal westwärts zu ziehen. „Mann, wo sind denn die ganzen Stringitanganixen hin? Das einzige stringmäßige ist jetzt die Mittelinie, die hatte ich damals gar nicht gesehen, is klar nä!“ Auch die Verkehrsschilder wurden ausgewechselt, entsprechend der Wetterlage und der Strand ist unter einer tobenden Ostsee verschwunden. In Kolobrezg (Kolberg – der berüchtigte Durchhaltefilm der Nazis basierend auf den Ereignissen von 1807, der dann auch 1945 zu ähnlichem Verhalten und der totalen Vernichtung der Stadt führte) finden wir keinen adäquaten Parkplatz, so dass wir uns in Mrzezyno hinter den Dünen (schön windgeschützt) niederlassen. Vor Graupelschauern schützt das aber nicht!
:kuller: :klatschen: Wenn Mukas DAS fertig entwickelt hat, will ich auch sowas :D Tröste Dich: "Deppen" und "Besoffkis" gibt´s halt - leider - überall ... :(
Hallo Frank, ich möchte mich den Worten von Wolfgang anschließen. Diese Anlage mußt Du Dir patentieren lassen. Da gibt es bestimmt einen großen Bedarf für. :D lg peter Hi Ihr beiden,
technisch sollte es funktionieren. Das Problem ist, den Tank immer voll zu haben :D Frank Entlang der Küste mit Abstecher durch alle Orte, alle sind ziemlich ausgestorben – verrammelte Bretterbuden, dazu noch schlechtes Wetter. Der erste Lichtblick ist der Leuchtturm von Niechorze, gut 45m hoch und dann noch oben auf einer Klippe stehend. Auch am aufgrund des Sturms schmalen Strand kein Mensch von oben zu sehen. Dann kommt der Wolinski-Nationalpark. Statt ausgiebigem Wandern gibt es nur einen Spurt auf die Gora Gosan Klippe (95m hoch) bei Miedrzydroje, wohl Polens höchste Klippe direkt am Meer. „95m, dat is ja so hoch wie dä Draachefäls – Hollands höchster Berg bei Bonn – über dem Rheinuferniveau und ich dacht, dä Osten is so platt wie Holland selbst, ävver mindestens so platt wie Meier´s Käthche, is klar nä!“ Bei Lublin im Südwesten der Insel Wolin „klettern“ wir noch auf den Wzgorze Zielonka und schauen über den Wicko Wielcke. Das ist irgendwie die verzweigte Odermündung. Nachtlager am Turkusowe See. Ausderasche schrieb:
"Um 0:30 Uhr startet die 1. Angriffswelle: 3 jugendliche Besoffkis benutzen unser WOMO mit Händen als Schlagzeug und amüsieren sich bei dem Versuch, das WOMO seitwärts in Richtung Kanal aufzuschaukeln. Unser lautes Geschrei vertreibt sie. Um 1:30 folgt die nächste Offensive: Einer von 3 McDonald Jünger im PKW verziert unser verstaubtes WOMO mit dem Finger mit deutschlandfreundlichen Parolen. Geschicktes in Deckungbleiben beendet auch diese Aktion. " Das ist uns vor xx-Jahren mal in Südfrankreich passiert - seitdem stehen wir nur noch sehr selten "wild" und fahren meist auf Campingplätze. Was nutzt mir der schönste Stellplatz, wenn ich die ganze Nacht nicht schlafen kann, weil ich auf jedes Geräusch höre. Schade, dass es solche Idioten gibt, die einem die Unbeschwertheit einer Womo-Reise völlig versauen können. saren |
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