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Selbstausbau eines Kastenwagens zum WOMO


mk9 am 15 Nov 2009 14:07:05

Heute möchte ich mich mal zum Thema SELBSTAUSBAU äußern.
In meinem Bericht erzähle ich mal, wie es hierzu kam und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe.

Bilder habe ich bereits gescannt. Ob der Bericht etwas bringt, das steht zunächst mal in den Sternen. Nun, es soll ein Hinweis und Warnung für Diejenigen sein, die sich mit dem Ausbau befassen wollen.

Wenn man allerdings mit dem Ausbau anfängt, sollte man sich darüber klar sein: Wer A sagt, sollte auch B sagen. Zumal dann, wenn er bereits eine Menge Geld für Material besorgt hat. In der Regel wird es mehr und mehr Geld kosten, als man denkt.

Wenn allerdings das Fahrzeug fertigt ist, kann man stolz auf seine Eigenleistung sein.
So habe ich es mir zumindest erlebt. Und seit 1996 sehr viel Spaß mit meinem Peugeot J 9 gehabt.

Euer alter Peugeot - Fahrer
mk9 ( Manfred )

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CKgroupie am 15 Nov 2009 14:49:36

Hallo Manfred,
ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf Deinen Bericht!

mk9 am 15 Nov 2009 15:15:54

Mich interessiert zunächst einmal nur der Motor, falls beim J7 Probleme auftauchen sollten. Also der J9 war erst einmal als „Organspender“ vorgesehen. Da aber früher oder später, aufgrund der doch starken Roststellen am Unterboden des J7, einmal der TÜV abwinken würde und ich / wir nicht mehr auf ein WOMO verzichten wollten, reifte der Gedanke: der J9 sollte ein weiteres WOMO werden.

Zunächst wurde die Holzplatte im Ladebereich herausgenommen. Dann kam die erste böse Überraschung. Das Bodenblech konnte man ja vergessen. An vielen Stellen an- und durchgerostet. Also die komplette Bodengruppe, also das Bodenblech, mußte raus. Ein guter Bekannter wurde wegen einer Unterstellmöglichkeit angesprochen, der mir in seiner Halle dann den Platz zur Verfügung stellte. Ein rotes Kennzeichen besorgt und den Wagen zur Halle gefahren. War zum Glück nur 1 km von unserem Haus entfernt. Ich bekam den Schlüssel zur Halle und konnte jederzeit, d.h. nach Dienstschluß mit den nötigen Arbeiten beginnen..Mit einem Karrosseriemeißel wurde
ringsum das angeschweißte Bodenblech abgetrennt. Das waren insgesamt ca. 10 m, die abgetrennt werden mußten. Nun trennt mal 0,8 mm Blech in dieser Länge. Wer das bereits einmal gemacht hat, der weiß, wie schnell der Arm erlahmt. Wie oft ich da geflucht und mit dem Hammer auf das Blech geschlagen habe, ich weiß es nicht mehr. Mit einer Flex wollte ich nicht arbeiten, allein wegen des Funkenfluges in dem geschlossenen Kastenwagen. Oft habe ich die Lust verloren, aber aufgeben wollte ich dennoch nicht. Aber jeden Tag diese Tortur, nein. Also zog sich das über eine Woche hin. War ja alles nicht so eilig.

Nachdem nun das Blech ringsum abgetrennt war kamen nun die Schweißpunkte dran. Im Fachhandel also 4 Schweißpunktfräser für die Bohrmaschine besorgt und Schweißpunkt für Schweißpunkt ausgefräst, damit die Blechteile vom Chassis gelöst werden konnten. Alle 5 cm einen Schweißpunkt „behandelt“. Ich glaub es waren weit über 200 Stück, wenn nicht noch mehr. Nach einer Woche war das dann auch geschafft. Da lag nun das, ich nenn es mal laienhaft, Leiter- oder Gittergestell vor mir, als ich die beiden Hälften des Boden herausgenommen hatte.

Jetzt aber nun ein paar Bilder von dieser Arbeit. Danach geht es weiter mit dem Bericht.


mk9

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mk9 am 15 Nov 2009 16:01:56

Fortsetzung des Berichtes Peugeot J 9

Rechtzeitig hatte ich mich bei meiner Werkstatt, die eine Peugeot-Vertretung hatte, nach Ersatzteilen, wie Bleche, Bremsleitungen und sonstigen Teilen für die Instandsetzung erkundigt, auch für eine neue Scheibendichtung und Keilriemen. Alles lieferbar.

Also konnte die Arbeit weitergehen. Nachdem alle schrottreifen Teile vom Chassis getrennt waren, konnten die Schweißarbeiten beginnen. Der Besitzer der Halle, selbst Kfz.-Meister, hat die Schweißarbeiten durchgeführt.
Mit einem Schutzgasschweißgerät kannte ich mich zwar aus, wollte aber, falls der TÜV eine entspr. Bescheinigung verlangte kein Risiko eingehen. War alles astrein. Ich mag garnicht in meinen Unterlagen über die Gesamtkosten für Material und Lohn hineinsehen. Aber, wie gesagt: Wer A sagt, muß usw usw.

Auf der Zeichnung kann man genau sehen, wie das Chassis aussah und was alles erneuert wurde. Ich hoffe das werde ich mit PAINT-Programm hinkriegen. Das folgt dann aber später.

Teile wurden eingesetzt und angeschweißt, vor allen Dingen die 4 Wagenheberaufnahmen und die Blechwand anstatt der 2 kleinen Flügeltüren, sowie Verstärkungsbleche an den Radkästen. Dann erfolgen die notwendigen Spachtelarbeiten. Vor Weihnachten 1994/1995 kam dann der J9 wieder auf mein Grundstück. Das die Front-scheine noch nicht eingesetzt war und der Winter anbrach, haben meine Frau und ich noch am 2. Weihnachtstag
Dieses Vorhaben verwirklicht. Beim 2. Versuch hat esdann auch geklappt. Hatten beide eisige Hände aber froh, dass wir das hinbekommen haben. Nur der, der nicht aufgibt kann gewinnen, das war unser Motto bei dieser Aktion. Jetzt war der Wagen dicht, der Ausbau, d,h, die Isolierung konnte beginnen. Das Material: X-trem Iso-
Lator, Kleber, 2 kleine Fenster für die Fahrerseite, das Fenster für die Schiebetür, Wasckbecken, Toilette, Spüle für die Küche, Truma-heizung nebst Zubehör, 3 – Flammenkocher und jede Menge Kleinteile, wie Winkel, Iinbus-Schrauben, Kabel usw usw waren bereits gekauft.

Über die Isolierung und dem weiteren Ausbau berichte ich in dem Fortsetzungsbericht.


mk9

mk9 am 15 Nov 2009 16:26:24

Jetzt die Zeichnung, wie das Chassis aussieht, ohne Bodenblech, und was alles erneuert wurde ( in grau gekennzeichnet ) die Zahlen sind die E.-Teil-Nr. von Peugeot.

Jetzt fehlen aber noch die Kosten für die Möbelplatten, 16mm beschicht. Pappelsperrholz, Toilette, Spüle, Waschbecken, Iso-Material, Klein- und Befestigungsteile, Dichrungsmasse, Dachhaube, Fahrradträger, Dachreling,Heizung und was weiß ich noch.

Da hätte ich doch fast einnen gebrauchten VW-Bus als WOMO bekommen.
Aber das gewisse Etwas hätte gefehlt, geschweige das Selbstwertgefühl:
Selbstausbau gelungen. Wie das WOMO im Innenbereich aussieht, ist unter:
Zeigt her Eure Wohnmobile, ich glaub ab Seite 27 ff zu sehen, kann aber auch Seite 29 sein, Ihr könnt ja mal diesen vorgenannten Thread durchblättern, wo auch die anderen schönen und großen WOMOS zu sehen sind

Fortsetzung folgt nach der Kaffeepause, bis später

mk9

Maxima am 15 Nov 2009 16:40:31

Hi Manfred,
ich habe ein bißchen geblättert und mir das vollendete Werk angeschaut. Alle Achtung vor soviel Pioniergeist, Durchhaltevermögen, Initiative, Kreativität und Phantasie. Du kannst mit Fug und Recht sagen, dass Deine Kuschelhütte einmalig ist. Großes Kompliment, ich bin sehr beeindruckt!
LG
MaximaBild

Stefan-Claudia am 15 Nov 2009 16:43:33

Sei nicht so bescheiden, hier ist der link, man muss nur etwas scrollen: --> Link


:respekt: :respekt:

mk9 am 15 Nov 2009 18:18:57

Hallo Stefan-Claudia,

Ihr habt recht, aber ich wußte im Moment nicht mehr ganz genau, wo ich damals die Bilder untergebracht habe.
Danke für den Link, es war die Seite 28 und 29. Danke nochmals.

Mit freundlichem
Manfred

Jetzt werde ich die Fortsetzung schreiben, war eine ausgiebige Kaffeepause mit Besuch meiner Schwiegertochter und meines Sohnes.

mk9 am 15 Nov 2009 18:23:10

Hallo Maxima,

wenn man jahrelang immer nur mit Schreibarbeiten und Zahlen zu tun hatte, mußte ich ja mal auch etwas schaffen, was man anfassen konnte.
Zum Glück hat meine Frau sehr viel Geduld mit mir gehabt, wenn ich sehr viel Zeit nur in der garage und im J9 war. Aber profitiert haben wir BEIDE ja auch davon.
:) :)

LG
Manfred

Die Rumtreiber am 15 Nov 2009 18:46:50

Hallo Manfred,
alle Achtung, und das als "Nichtfachmann"? :respekt:
Ich hätte den Mut bestimmt nicht aufgebracht.
Bin auf die Fortsetzung gespannt.

mk9 am 15 Nov 2009 19:35:07

Hallo Gabi und Uli,

was schreibt MAXIMA und was hat Obama doch so treffend gesagt:

Yes, we can

Könnte von mir sein :D

Die Fortsetzung folgt. Das Ihr aber alle so geduldig meine langen Artikel verfolgt. Hab schon häufig im Forum die Artikel der Selbstausbauer mit Freude gelesen und wie die das so geschafft haben. Alle Achtung vor deren Ergebnisse. Aber jedem nach seinem Geldbeutel, was ich da geblecht habe, das reichte mir. Bin aber froh, dass ich damals das durchgezogen habe.

LG
Manfred

Flatus am 15 Nov 2009 19:42:22

mk9 hat geschrieben:Yes, we can
Könnte von mir sein :D


Ich meine, der Obama hat "Yes, Weekend" gesagt...


Flatus


.

mk9 am 15 Nov 2009 19:55:16

Isolierung und Anfertigung der Möbelteile für den Innenausbau ( Teil 1 )

Ich konnte das Frühjahr nicht abwarten, um mit der Isolierung zu beginnen. Im Januar hielt mich auch das kalte und lausige Wetter nicht davon ab. Vermummt mit einer Panzerkombi der BW und mit einem kleinen Heizlüfter
Begannen dann die Arbeiten. Das Iso-Material, sau teuer, würde vollflächig am Dach und an den Seitenwänden verklebt. Natürlich war der Boden mit Korrosionsfarbe und 2 Komponentenlack gestrichen. An den Seitenteilen
war relativ wenig auszubessern. Auf dem Bodenblech kam eine 40mm starke Isolierung mit dem gleichen Isomaterial, auch vollflächig verklebt und darauf eine 20mm starke wasserfeste Holzplatte. Lieber etwas weniger Stehhöhe, dafür aber eine gute Bodenisolierung. ( Später wurde die komplette Bodengruppe mit Rostschutzfarbe und rotem Lack gestrichen; es wurde kein Unterbodenschutz verwendet. Hatte die Möglichkeit, meinen Wagen in der Werkstatt an einem Freitag und am Samstag auf einer Hebebühne zu stellen, um diese Arbeiten auszuführen. Jährlich Kontrolle des Unterbodens auf Steinschlag zu überprüfen , und um evtl. Ausbesserungen dort vorzunehmen. Bis heute, also nach 13 Jahren, seit der 1. Fahrt, keine Roststellen. Beim vorherigen Peugeot, also dem J7 viel Rost, was sich unter dem Unterbodenschutz sich eingenistet hatte. Das sollte bei meinem J9 nicht passieren. Schweißarbeiten kann man ohnehin, weder am Boden noch an den Seitenwänden mehr machen, ohne dass die Isolierung wegschmilzt.) Das zu meiner Einstellung mit Unterbodenschutz, und im Winter bin ich ohnehin nie gefahren.

Dann kam die Elektrik dran. 220 Volt Einspeisung in Leehrrohre verlegt, ebenso viele andere Kabel für die 12 Volt Anlage. Und wie soll den jetzt die Aufteilung aussehen. Dazu in der freien Garagenhälfte die Umrisse, also die Maße des Bodens 1 zu 1 auf den Boden aufgezeichnet und aus dünnen Platten Schablonen angefertigt, und mit Dachlatten, unters Garagendach geklemmt, den Wohnbereich und den Bereich für den Toilettenraum zu bestimmen. Dabei festgestellt, dass von einer Gesamttiefe von 3m alleine 10 cm für den Sitz und Schlafbereich
für den Toilettenraum geplant werden mußten; 1,90 für den Sitz und Schlafbereich reichten vollkommen. Die Tür zum Toilettenraum ist natürlich breit genug, man muß halt seitlich dort herein. Aber eine Sitzprobe auf der
aufgestellten Toilette, zum Gluck eine CS 200 mit drehbarer Schüssel gewährleistet auch, daß man sich auch auch noch waschen kann. Zwar etwas eng, aber es geht gut. Man braucht also nicht die Luft anhalten oder den Bauch einziehen ( kleiner Scherz von mir ).

Nachdem also das Grundkonzept feststand, wurde eine Zeichnung angefertigt ( 1 : 10 ) und die Möbel bzw. die Einrichtung angefertigt, natürlich nur aus der Vogelperspektive. Was die Elekrik anbetraf, so hatte ich aus alten Kabelbäumen von Schrottautos genügen lange leitungen in den verschiedensten Kabelfarben und Markierungen.
Auf einem Bild ist dieser Kabelsalat ja zu sehen. Im Kleiderschrank wurde ein Si.-Kasten eingebaut, der nur die
Lampen in 2 Stromkreisen absichert, dazu noch für zusätzlichen Ventilatoren für die Heizungsschläuche, Magnetventil für Gasfernschalter. In der Elekrikzentale seitlich vom Eingang ein weiterer Si.-Kasten für die einzelnen Relais der Pumpen und dem Ladegerät usw, was sonst noch abgesichert werden soll. Das Schaltpaneel habe ich selbst angefertigt, Voltmeter , umschaltbar für batterie I und II, Ampermeter für die Ladung der beiden batterien und LED´s für die verschiedensten Funktionen. FI – Schalter, Hauptschalter für die Stromversorgung von Batterie I ( Starterbatterie ) falls Batterie II zu wenig Strom haben sollte, NATO-Knochen für Batterie II.
Es waren soviele Kabel da, die angeschlossen werden mußten. An einem Tag, also später, als der Aubau der Möbel fertig war, hatte ich einen Blackout, ich wußte nicht mehr, welches Kabel wohin angeschlossen werden mußte. Resultat: 1 Woche absolut nichts getan, abgeschaltet, es ging nicht mehr. Dann wieder angefangen, neuen Mut geschöpft und siehe da, wußte wieder Bescheid. Dann aber alles aufgezeichnet, jedes Kabel mit einem kleinen Zettel versehen, Kabelfarben natürlich auch vermerkt. Also es geht doch weiter. Aufzeichnungen bis heute verwahrt. Und wenn ich mal Langeweile habe, werde ich dann doch mal eine Betriebsanleitung davon verfassen, aber nur von der Elektrik. Alles andere ist schon geschrieben, also die Betriebsanleitung für den Wohnmobilbereich.

Jetzt einige Bilder vom Ausbau. Beschreibung der Möbelanfertigung folgt noch.

Wieder mal verdammt viel geschrieben.


mk9 ( Manfred )

hoffentlich habe ich nicht einige Bilder doppelt eingestellt

mk9 am 15 Nov 2009 23:38:52

Teil 2 des Ausbaues

Nachdem nun alles feststand was wo hin sollte, wurde mit der „ Möbelproduktion“ begonnen. Seinerzeit gab es im Nachbarort enien Laden, der Produkte eines bestimmten Herstellers vertrieb. Dort wurden einige Platten aus
15 oder 16mm starkem, beidseitig beschichteten Pappelsperrholz gekauft. Auch für einige Seitenteile, die gebogen werden mußten war das geeignete Material ( 4mm Pappelsperrholz ) in der gleichen Beschichtung vorhanden. Es wurde angeliefert, da ich dieses Material nicht in meinen PKW bekam. War natürlich nicht billig, aber, gut in der Qualität und vor allen Dingen leicht und sah auch gut aus. Nachdem der Boden im Fahrzeug war und auch ein Bodenbelag, konnten Schablonen angefertigt werden. Vorher war die Deckenverkleidung angebracht. Wenn die Schablonen am Boden und der Decke gut anlagen, wurden die Möbelteile ausgesägt, mit einer Nut versehen und der Kantenschutz eingeschlagen. Für die Abdeckung, also Küchenplatte kam ein Kantenschutz mit Luftpolster, weiß nicht genau mehr wie das Zeug hieß, zum Einsatz. Ecken wurden möglichst etwas gerundet.
So entstand die ganzen Möbel. Ausgesägte Teile paßten in die jeweiligen Ausschnitte, wie Türen, Schubladen usw. Dafür gab es dann auch die entsprechenden Scharniere. War natürlich eine Heidenarbeit, die Nut zu fräsen.
In der Bohrmaschine wurde der Nutfräser eingesetz und dann die Nut gefräst. Verschnitt gab es sehr wenig. So entstand Teil für Teil. Holzschrauben kamen nur für die Scharniere zum Einsatz. und für Winkel am Boden. Alle zu verbindenden Möbelteile mit Winkeln und INBUS-Schrauben und Stopmuttern verschraubt. Die Abdeckung für den Küchenbereich ( Winkelform ) für die Aufnahme des Spülbeckens und Aufnahme des 3-Flammenherdes aus einem Stück angefertigt und auf den Unterschränken ebenfalls mit mit Winkelund INBUS-Schrauben befestigt.. In die Unterseite der Küchenplatte kamen dann Eindrehhülsen aus Metall, sodaß die Befestigung von oben nicht zu sehen ist. Die Inbusschrauchen, die sichtbar waren, bekammen eine hellgraue Abdeckkappe, aussehend in der Möbelfarbe. Gut, bei genauem Hinsehen kann man doch etwas kritisieren, stimmt auch. Aber schließlich bin ich kein Schreiner. Nur Stichsäge, Schmiergelpapier und für größere Möbelteile kam auch ein kleiner Bandschleifer zum Einsatz. Es wackelt nichts, ist stabil und es funktioniert alles.

Ach ja, und wie ist es mit den Fenstern. 2 kleine SEITZ-Fenster an der Seite und ein großes in der Schiebetür.
Von außen aufgezeichnet, Ränder angeklebt und dann mit der Stichsäge die Ausschnitte vorgenommen, die Ränder entgratet und gestrichen, Fenster mit Dichtung versehen, eingesetzt und von innen an einer Holzkonstruktion ( Hilfsrahmen ) mit den entsprechenden Schrauben befestigt. So auch bei der Dachhaube, die bis vor einem Monat dicht war. Ist aber neu angedichtet und befestigt. Alles wieder o.k.

Ein Problem war der Einbau an der Schiebetür. Dort mußte von außen ein Holzrahmen ( wasserfester Sperrholz von ca. 15mm Stärke zunächst befestigt werden. Mehrmals gestrichen und darauf wie auch innen mit einem Hilfsrahmen versehen das Fenster geschraubt. Das die Innenseite der Tür auch isoliert ist, versteht sich ja. Eine Türverkleidung angefertigt, mit einem Bezugsstoff für Autositze versehen und mit verchromten kleinen Schrauben befestigt.

Jetzt kommen noch ein paar Bilder. Und wie alles später so aussah, kann man in dem Link, den freundlicherweise von: Stefan und Claudia, aus Bielefeld in einem Aufruf genannt wurde, gesehen werden.

Einzig und allein wurden die Polster von einem Fachmann nach Vorgabe der einzelnen Elemente angefertigt. War nicht billig aber preiswert und von Spitzenqualität und paßt auch zu den Möbeln. Diese Elemente zusammen ergeben eine Schlaffläche von 1,35 mal 1,90 m. Ausreichend für 2 Personen.

Manfred ( mk9 )

PS das Bild von dem Kabelsalat fehlt ja noch, kommt aber noch separat

Stefan-Claudia am 15 Nov 2009 23:53:52

Ich hab´s ja schon mal geschrieben und ich bleib dabei :
wenn alle Hersteller so toll arbeiten würden hätten wir hier keine Beiträge wie :

Hilfe, mein Hymer ist naß !
mein Rimoor schwimmt !
nie wieder Eura !
neues von den Torfstechern !
u.a.

:) :tach: :zustimm: :jawoll:

mk9 am 16 Nov 2009 12:48:20

Habe in einem Teil des Berichtes von meinem Blackout bezüglich der Kabel etwas erwähnt.

Das zutreffende Bild will ich jetzt mal zeigen.

Alle Kabel wurden dann mit Zentralsteckern, 6 - polig, versehen. sodaß
zumindest das Paneel herausgenommen werden konnte.


Manfred

Fortsetzung folgt

mk9 am 16 Nov 2009 13:38:46

Fortsetung

Das mit den Polstern wurde natürlich erst später in Auftrag gegeben, als die komplette Einrichtung fertig war.
Paßte dann aber auch ganz genau. Nachdem die Polster fertig waren, erfolgte ein Probeliegen, wie es in einem Scetch von LORIOT einmal gezeigt wurde,. in Rücken- und in der klassischer Seitenlage. :) Hierzu möchte ich nicht näher eingehen.

So, jetzt wieder zum Thema. Jetzt mußte erst einmal die letzte Tour mit dem J7 erfolgen. Nach dem Urlaub 95
Wurde dann der Kühlschrank aus dem J7 ausgebaut und in dem J9 untergebracht. Alle Anschlüsse, Gas, 220 und 12 Volt angeschlossen. Gestört hat mich dann aber, dass man die rote Kontrolleuchte bei 12 Volt-betrieb während der Fahrt sehr schlecht vom Fahrersitz sehen konnte. Also wurde eine kleine, rote LED im Armaturenbrett eingebaut, sowie eine grüne LED, die anzeigte, dass auch Strom von der Lichtmaschine zum Trennrelais mit Anschluß zum KS vorhanden war. Danach erfolgte die Überprüfung mit 220 V und mit Gas.
Alles funktionierte wie gewünscht. An der KS – Blende ein kleines Paneel angebracht, um die Lüfter für den KS
Einzuschalten. Das war zunächst nur manuell möglich. Paßte mir aber nicht. Also mußte eine weitere Lösung gefunden werden. Hinter dem KS wurde ein Ablenkblech für die warme Luft mit einem Thermoschalter eingebaut. Jetzt war durch den Einbau eines Schalters eine manuelle sowie eine automatische Einschaltung der Lüfter gegeben. Eine rote LED zeigte an, dass die Lüfter in Betrieb sind. Die Drehzahl konnte ohnehin eingestellt werden. Selbst nachts ist nur ein leises Geräusch der Lüfter zu hören, ist aber in keiner Weise störend.
Unter einer Sitzgelegenheit war zunächst ein 50ltr. Frischwasserbehälter eingebaut. Das habe ich aber zwischenzeitlich geändert. Jetzt sind es 2 Kanister a 20 ltr. Da wir in der regel auf CP übernachten, reicht das ohnehin aus .Den freien Platz, durch eine Änderung der bisherigen Frischwasserversorgung, habe ich jetzt für kleinere Vorräte zur Verfügung. Bilder davon kommen noch.



mk9

Maxima am 16 Nov 2009 13:41:25

mk9 hat geschrieben:wenn man jahrelang immer nur mit Schreibarbeiten und Zahlen zu tun hatte, mußte ich ja mal auch etwas schaffen, was man anfassen konnte.


Hi Manfred,
boah, ich habe natürlich vermutet, dass Du ein Meister des Schweißapparates und des Bleches von Berufs wegen bist! Nun lese ich, dass Du Dein Berufsleben hinterm Schreibtisch verbracht hast.
Jetzt würde mich aber schon interessieren auf welche Weise Du zu den erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten gekommen bist, ein Wohnmobil so fachmännisch auszubauen.Bild
LG
Maxima

mk9 am 16 Nov 2009 14:55:04

Im Mai war es dann soweit. Mit rotem Kennzeichen zunächst mal zur Waage, damit der TÜV die neuen Eintragungen zum Leergewicht und zul. Gesamtgewicht eintragen konnte.

Beim TÜV kam es zu keinerlei Beanstandungen, sogar ein dritter Sitzplatz im Wohnbereich trug der Prüfer anstandslos ein. In der Regel fahren wir zu Zweit. Dennoch war es mir lieb, einen ditten Sitzplatz in den Papieren nachzuweisen.

Jetzt nur noch zum Straßenverkehrsamt und das neue WOMO stand für die 1. Tour bereit, Ziel: Südfrankreich. Aber davon habe ich ja einen Reisebericht geschrieben. Spätere TÜV – Termine ergaben, bis 2008 wegen der
vorderen Bremsen keinerlei Beanstandungen, was ich aber auch in letzter Minute in den Griff bekommen habe.
Und leichter Ölverlust am hinteren Simmerung ( zur Kupplungsseite ) hinderte nicht an der Zuteilung der TÜV-Plakette.

Erwähnen muß ich aber noch, dass während der gesamten Ausbauzeit ein Beobachter vorhanden war. Hat nie etwas gesagt, mich manchmal genervt, wenn er mir die Schrauben und Muttern und Unterlagscheiben „sortiert“ hat und mir immer im Wege stand. Nein, nicht meine Frau, es war unsere damalige Katze BELLA. Abends mußte ich sie immer mit sanfter Gewalt von einem Vordersitz im Fahrerhaus entfernen, konnte ja nicht über Nacht eine Tür offen lassen. Aber zu einer Mitfahrt konnten wir sie nie begeistern, blieb lieber am bzw. im Haus,

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich die ganze Aktion durchgezogen habe, heute würde ich es mir noch einmal zutrauen, dann aber mit einem neuen Kastenwagen, Zeit hätte ich ja jetzt . Aber warum ? Der J9 ist zwar von der Optik ( Farbe und einige Dellen ) ein altes Fahrzeug, dafür aber robust und zuverlässig. Denke mal, dass er noch einige TÜV – Prüfungen standhält. Aber ob ich / wir noch in 5 oder 6 Jahren fahren Das ist auch der Grund, weshalb ich seit Anmeldung im April 2008 so einige Fahrten beschrieben habe. Es stehen aber noch einige Jahre
in Wartestellung. Aber die kommen auch noch ins Forum. Dann bin ich aber mit meinem Latein am Ende. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, mich am Forum zu beteiligen. Die Zahl der Aufrufe haben mich wohl erstaunt und auch Eure Kommentare dazu haben mich erfreut.

Ja, das war es denn auch schon mit den Erfahrungen beim Selbstausbau eines Kastenwagens.

Nun noch die Bilder, die ich heute noch gemacht habe.

Es grüßt Euch der J9 – Fahrer

mk9 ( Manfred )

mit den Bildern dauert es noch etwas, kam immer der Hinweis auf unzulässige Zeichen :?: :?:

mk9 am 16 Nov 2009 15:07:06

Hallo Maxima,

also, die erforderlichen Schweißarbeiten hat ein guter Bekannter, der KFz.-Meister ist, vorgenommen.

Andere Schweißarbeiten im Wagen ( Befestigungslaschen an den Seitenwänden, Einbau eines Aufnahmekastens für die 2. Batterie und sonstige Kleinigkeiten habe ich selbst gemacht. Mein Sohn hat mir das gezeigt, der Kfz.-Mech. gelernt hat.

Ja und mit dem Ausbau: der Mensch kann mehr, als er machmal denkt. Man muß nur den Mut haben und sich sagen, dass man aus das kann.
Selbstvertrauen, an sich selber glauben, in Ruhe alles überdenken, sich nicht selbst unter Druck setzen und es einfach mal wagen. Zudem hat man ja auch nicht immer das Geld, um Arbeiten in Auftrag zu geben. Do it yourself ist dann ja auch vonnöten, wenn man ein Haus hat und Reparaturen machen muß.
Ich könnte noch so vieles dazu sagen. Hauptsache ist die Einstellung: Ich WILL das und ich KANN das auch, und nie aufgeben. Nur wer kämpft kann gewinnen, wer aufgibt hat sofort verloren.

LG
Manfred

mk9 am 16 Nov 2009 15:55:41

Hoffentlich klappt es jetzt mit den restlichen Bildern.

Und das wär es denn auch schon.


Manfred

Beduin am 19 Nov 2009 19:01:32

Gaaaaaaaaaanz klasse habt ihr das gemacht, Hut ab!
Du Schreibtischtäter du :)

Bin erst heute in Ruhe dazu gekommen das alles zu lesen

Pijpop am 19 Nov 2009 19:12:40

Manfred - da hast Du was Einmaliges!!!

Hut ab vor der handwerklichen Leistung.


Pijpop

Gast am 19 Nov 2009 20:19:45

Chapeaux :!: :!: :tach:

MichaelW am 19 Nov 2009 22:59:58

Hallo Manfred,

Du Genie, Du ! Nicht nur ein vorzüglicher Reisebericht-Autor, jetzt auch noch Profi-Schreiner, Konstrukteur (für den is nix zu schwör :D ) und Kfz-Schlosser, Mechaniker etc in einer Person. Ich bin echt schwerst beeindruckt. Das ist ja wie bei "bimobil". Klasse Arbeit und superinteressanter Bericht !!! Besten Dank dafür :!:

Gast am 19 Nov 2009 23:30:24

:respekt:
Hallo Manfred,

ich gratuliere Dir zu dieser sehr, sehr schönen Arbeit!
Und ich stelle wieder mal fest, dass es große Freude macht, Deine Berichte zu lesen!

Viele ,
westy75

eva b. am 20 Nov 2009 12:26:49

Du hast ja wirklich jede Ecke als Stauraum genutzt und gut aussehen tut es obendrein auch noch. Von diesem Beitrag können bestimmt viele Selbstausbauer profitieren.
Einfach toll gemacht!

mk9 am 20 Nov 2009 13:32:56

Zunächst mal herzlichen Dank für Eure Nachrichten.

Was blieb mir dann auch anders übrig, auch B zu sagen, als ich angefangen und Blechteile bestellt hatte. Weieterhin bin ich ja auch im Sternzeichen Stier geboren. Die gehen ja auch mit dem Kopf durch die Wand, wenn es sein muß. War natürlich eine Herausforderung. Wollte mir auch selbst beweisen, dass man mehr kann als man sich vielleicht zutraut.

Ich mußte ja auf knapp 6 qm alles unterbringen: Wohnraum, Schlafbereich, Küche, Toilettenraum, Kleiderschrank und die Schränke für Töpfe usw usw. Aber, Platz ist ja auch in der kleinsten Hütte.

Ein Problem ist aber das abendl. Bettenmachen. Und dann die akrobatischen Verrenkungen beim Ausziehen. Es blieben immer nur jeweils 50 x 50 cm Freifächen. Ich nannte es dann immer Abendgymnastik. :D

Mein Bericht sollte aber auch dazu dienen, dass potentielle Selbstausbauer nie aufgeben sollen, wenn man einmal angefangen hat. Und es macht dann auch richtig Freude, wenn alles fertig ist.

Schönes Wochenende wünscht Euch

Manfred ( mk9 ) vom linken Niederrhein.

PS: haben hier am Niederrhein frühlingshafte Temperaturen. Hätte ich doch nicht ein Saisonkennzeichen, jetzt bereue ich es doch ein wenig.
Aber es kommt ja auch wieder das Frühjahr, wenn wir losdüsen können.

mk9 am 02 Dez 2009 14:51:48

Hatte noch ein paar Fotos vom Ausbau.
Vorher war ein 50ltr Frischwasserbehälter mit 2 Tauchpumpen eingebaut.
Habe das aber geändert, weil ich nachträglich noch Platz für Reiseproviat an schnell zuhänglicher Stelle brauchte.
Dafür mußte der Tank weichen. An dessen Stelle traten 2 Kanister für Frischwasser: Waschbecken im Toilettenraum und ein Kanister für das Spülbecken.
Die jeweiligen Wassermengen reichen durchaus. Gespült wird ohnehin jeweils auf einem Campingplatz. Dort habe ich ja auch heißes Wasser zur verfügung und wesentlich mehr Platz um alles jeweils zu spülen.
Und für das Waschbecklen im Toilettenraum reicht ebenfalls der Wasservorrat, kann ihn ja immer wieder durch frisches Wasser ergänzen.

mk9

Beduin am 02 Dez 2009 20:50:20

Wirklich super!
Vor allem der Schrank mit den beiden Türen!

taps am 02 Dez 2009 21:12:57

Hallo Manfred,
Das hast Du wirklich schön und vor allem sehr durchdacht ausgebaut.
Ich hatte in 2000 ein ähnliches Projekt gestartet und das auch wie Du im www dokumentiert.
Allerdings hatte ich es leichter, da ich damals ein nahezu neuwertiges Basisfahrzeug gekauft hatte.
hier meine Gedanken dazu, natürlich auch für alle anderen.
--> Link
Mit vielen Bildern.
Um es mal deutlich zu sagen, ein schöner Selbstausbau ist ein Traum, den man sich erfüllen kann. Viel Energie muß man jedoch dafür aufbringen, es lohnt sich aber!!!
Du hast es getan: Glückwunsch!

heute baue ich Nachrüstungen für unseren Neuen
freundliche

Andreas

2messerpeter am 10 Dez 2009 17:44:38

Das war eine riesige Leistung, Mk9! Hut ab!

Cooles Fahrzeug .... sollte noch lange laufen.

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