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Gasgemische Autogas - Propangas


Scout am 04 Mär 2010 12:14:46

Hallo!
Zitat aus dem Thread „Strom im Gaskasten
Scout hat geschrieben:Hallo Detlef!!
webline hat geschrieben: Und: Ihr hättet wirklich einen neuen Thread zum Gasgemisch aufmachen können...


Als ich meinen Beitrag hier eingestellt habe ich mir auch gedacht, dass jetzt einiges weder nicht zusammenpasst.
Nur wie leitet man eine sich entwickelnde Diskussion in einen neuen Thread?

Ich werde mal einen neues Thread aufmachen und einige Beiträge zu dem Thema als Zitate einfügen.
Ob das richtig und sinnvoll ist, wird sich zeigen.

Wolfgang


Ich versuche die beiden Themen zu entflechten!

Wolfgang

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Scout am 04 Mär 2010 12:16:19

turbokurtla hat geschrieben:Trotzdem Wolfgang,
ich will das jetzt genau wissen.
O.K., ein Tank ist klar, der muss sowas tanken. Da kannste auch nicht schnell eine andere Gasflasche dranhängen.
Ich hab ja mit dem Butanzeugs auch schon meine ( schlechten ) Erfahrungen gemacht.
Doch erstens, das Zeugs muss doch auch im Winter funktionieren, also bis zu welcher Temp. geht das dann denn ?
Und zweitens, ich dachte immer ein Gemisch, hier 60:40 P/B ist ja gemischt. Siedepunkt Propan = -42°, Butan - 0,5 ° wäre dann als Gemisch etwa gut die Hälfte. Das bedeutet, dieses Gas brennt bis ca. - 20/25°, entleert sich also zusammen, halt als Gemisch. Unter brennen versteh ich, dass die Flamme der Heizung noch richtig, also in der 2.Stufe, brennt.
So wie ich Dich Ralph versteh, bist Du der Meinung, es würde nur der Propananteil verbrennen und Butan bleibt in der Flasche/Tank zurück.
Ich weiß es zwar nicht ganz sicher, aber das glaub ich nicht.
Würde mich interessieren.
Und was für ein genaues Gemisch ist dann in den grauen Flaschen ?
Kurt




bestager hat geschrieben:Hallo Kurt,

Propan hat ein spez. Gewicht von 0,51 Kg/L, Butan
0,58 Kg/L.
Wenn das Womo länger ruhig steht, entmischt es sich
und Butan setzt sich auf dem Flaschenboden ab.
Bei entsprechenden Temperaturen vergast der Propananteil
und Butan bleibt in der Flasche zurück.

MfG, Charly


turbokurtla hat geschrieben:Tja,
dann würde das ja bedeuten, dass bei einer 60/40 Füllung im Winter immer 40 % des Flüssiggases in der Flasche verbleiben. Bei grauen Flaschen mit fast nur Propan dann eben ca. 5 %.
Wie ist es denn dann bei Flüssiggastanks für Häuser, die stehen ja nun wirklich ruhig ? Geht da im Winter auch nur ein Teil raus ?

Ich war ja nun wirklich schon mehrmals Wintercampen. Selbst mit selbstgefüllten Sommergas Flaschen ist mir noch nie irgend ein Rest in einer Flasche verblieben. Die waren immer richtig leer.
Selbst die Flasche ( selbst gefüllt mit Butananteil ) die bei - 21° die Heizung nur auf Stufe 1 brennen ließ, machte ich nach Temeraturrückgang auf -13° restlos leer.
Komisch, ich werd mal bei Linde Gas nachfragen, wie sich das verhält.
Kurt



Hallo!

Doch erstens, das Zeugs muss doch auch im Winter funktionieren, also bis zu welcher Temp. geht das dann denn ?
Und zweitens, ich dachte immer ein Gemisch, hier 60:40 P/B ist ja gemischt. Siedepunkt Propan = -42°, Butan - 0,5 ° wäre dann als Gemisch etwa gut die Hälfte. Das bedeutet, dieses Gas brennt bis ca. - 20/25°, entleert sich also zusammen, halt als Gemisch.


Das Gas (LPG) an der Tanke dient als Treibgas für Verbrennungsmotoren und wird im Tank unten flüssig entnommen.
Das Mischungsverhältnis der Gase muss so sein, dass nach der DIN EN 589 bei unterschiedlichen Temperaturen im Tank der ein Druck von mindestens 1,5 bar vorhanden ist.

Was bedeutet das?
Ich vermute, da nicht vom Fach, dass ein gewisser Druck vorhandenen sein muss, um das flüssige Gas aus dem Tank zu den Motoreinrichtungen zu drücken.
Da das Gas flüssig entnommen wird, ist der Siedepunkt nicht wichtig, es muss ja nicht verdampfen. Es muss lediglich eine Gasmischung im Tank vorhanden sein die einen Druck von 1,5 bar erzeugt.
Vielleicht kann ich es mit folgendem Diagramm verdeutlichen.

Bild.

Die rote Linie zeigt den Druck an, der mindestens im Tank herrschen muss, 1,5 bar.
Man muss die Schnittpunkte der verschiedenen Gas - Kurven mit der roten Linie betrachten.
Die Propankurve (blau) schneidet die 1,5 bar- Linie bei – 33°C.
Das bedeutet bei Propan im Tank funktioniert das System bis – 33°C

Bei Propan/Butan 60/40 (braun) schneidet die 1,5 bar- Linie bei – 23°C.
Das bedeutet bei Propan/Butan 60/40 im Tank funktioniert das System bis – 23°C

Bei Propan/Butan 40/60(grün) schneidet die 1,5 bar- Linie bei – 15°C.
Das bedeutet bei Propan/Butan 40/60 im Tank funktioniert das System bis – 15°C

Bei Butan (violett) schneidet die 1,5 bar- Linie bei +10°C.
Das bedeutet bei Butan im Tank funktioniert das System bis + 10°C

Entsprechend der vorhandenen Temperaturen, können die Gaselieferanten ihre Gase mischen. Bei extrem kalten Temperaturen kann auch nur Propan in den Tanke – Tanks sein.

Das war die Erklärung für die Kellerleute, die ihr Gas zum Antrieb unten aus dem Sumpf abziehen.

Und nun zu den Kopfleuten, den Herrschaften im Womo, die das Gas oben aus der Gasphase abziehen.
es würde nur der Propananteil verbrennen und Butan bleibt in der Flasche/Tank zurück.
Ich weiß es zwar nicht ganz sicher, aber das glaub ich nicht.


Oberhalb der Siedtemperatur vom höher siedenden Anteil (Butan mit -0,5°C Siedepunkt) verdampfen beide Komponenten gleichmäßig.
Bei allen Gasemischungen (Flüssiggas) verlassen deshalb oberhalb der 0°C beide Gaskomponenten im gleichen Mischungsverhältnis wie in der Flüssigkeit als Gas die Flasche.
Unterhalb der 0°C kann Butan nicht mehr verdampfen. Es geht also nur noch Propan vom flüssigen in den Gasförmigen Zustand über. Wenn alles Propan verflüchtigt ist, liegt Butan im Tank, wie Wasser in einem Eimer.
Sinkt die Temperatur auf – 43°C geht auch bei Propan nichts mehr.
In dem Diagramm sind die Siedepunkte von Propan und Butan an den Schnittpunkten mit einer Linie von 1 bar zu erkennen.

.
Und was für ein genaues Gemisch ist dann in den grauen Flaschen ? .

Für die graue oder rote Tauschflasche gilt folgendes:
Für dieses Flüssiggas gilt die DIN 51622.
Es muss mindestens 95% Propan und Propen enthalten. Da es in erster Linie zum Heizen und Kochen Verwendung findet, wird auch als Brenngas bezeichnet.

Noch eine Bemerkung zu diesem Punkt
Wenn das Womo länger ruhig steht, entmischt es sich
und Butan setzt sich auf dem Flaschenboden ab.

Die beiden bleiben immer gemischt, genau wie in der Schnapsbuddel Wasser mit Alkohol. Selbst dann wenn er 25 Jahre ruhig im Keller gewartet hat.


Wolfgang

Lancelot am 04 Mär 2010 13:12:35

Danke für diesen - wieder einmal - hoch informativen Beitrag zumThema Gas im Womo :)

:dankeschoen:

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co11 am 04 Mär 2010 17:09:31

Für alle, die es mit Druck, Liter und Mengen ganz genau wissen wollen:

--> Link

Ich hoffe, mit der Konformität ist alles ok. (oder heißt es Kondomität?)

Walter

turbokurtla am 04 Mär 2010 17:34:35

Tag zusammen
Danke erstmal Wolfgang, für den neuen Threat und die guten Statements.
Danke auch Walter, ist ein guter Link.
So, ich hab mich heut auch mal bei Gaserern in Nürnberg tel. schlau gemacht.
Es ist tatsächlich so, dass bei sehr hohen Minusgraden Butanreste im Tank verbleiben können. Aber, wie Wolfgang schon anmerkte, ist die Wintermischung natürlich bis über minus 20° einsatzfähig.

So, wie auch in Walters Link zu lesen ist, gibt es aber auch reines Propan zu tanken. Wer also mit Tank im Winter längere Zeit Campen möchte, könnte sich mit Propan versorgen. Dann ist man auf der sicheren Seite, auch bei tiefen Temperaturen, und die Tankgröße ist voll ausnutzbar.
Nach Preisunterschieden hab ich leider nicht gefragt.
Kurt

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