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Ich denke, so langsam verfault den italienischen Hausfrauen die Wäsche auf der Leine. „Ja, Algen, Muscheln, Krebse und Fische sind auch schon in den Betttüchern, is klar nää?“
Wir suchen uns ein Loch in der Wolkendecke und folgen der Sonne in diesem nach Pitigliano und Sorana. Pit hat jetzt auch einen PP für Womos, Parkplatz Nenni, da kann man sicherlich auch ruhig übernachten. Die gute Nachricht: Direkt hinter der Cantina, die schlechte: auch neben der Kläranlage. Zwischen Sorana und Sovana erwischt uns dann ein Gewitter mit Hagel. Italien 2010 spinnt! Das wäre dann Hagelschaden Nummer 3 – mit einem Unfalltotalschaden im Ausland und einem Einbruch sind wir doch sowieso schon ganz weit weg vom Durchschnittswohnmobilisten. Eine Inspektion des Daches und der Wände zeigt: Nichts passiert. Mukas grinst wieder hämisch (so wie auf der Keramik): „Hättest Du nen ADAC-Mietbürstner mit Versicherung wie ich, wär Dir das alles Sch..egal, is klar nä?“ Ich könnte den Kerl! Einen SP finden wir auf einer Wiese bei Sovana. Sovana kennen wir übrigens von früher. Total verfallen, kein Geschäft, nichts. Ich wollte damals eine Flasche Wein kaufen. Kam dann an einen uralten Mann. War das schlimmste Gesöff, was wir je an Wein getrunken haben. Und heute: jedes Haus renoviert: Boutiquen, Feinkostgeschäfte, Enotecas, Restaurants – alles vom Feinsten!
Du bist zu weit nördlich ... komm zu uns in den Süden :) : Golf von Salerno, Paestum: sitze bei 28° im Freien, T-shirt Wetter, nachts noch angenehme 12° ... morgen geht´s noch weiter "runter" ... Trotz Eurem Wetterpech eine tolle Reise, ich "plotte" mit :wink: EEhh booah...unglaublich Wolfgang! Aber heute wurde es auch hier ein bisschen besser! Das war bestimmt Beduins Optimismus!
Frank Noch ein Tip. Wenn man in Sovana vom Womo SP in Richtung Dorf geht, geht ca. 50m vor der Strassenkreuzung rechts ein Feldweg ab. Geht man diesen in Serpentinen 300m hinunter und kreuzt den Bach auf Trampelpfaden, findet man in der Wildnis am Hang herrliche etruskische Gräber. Für Kinder bestimmt viel spannender als auf breiten Wegen im „Museumsgrab“ Ildebrand herumzulaufen. Auch etruskische Hohlwege hat man dabei inklusive.
Wir wandern zusätzlich noch durch die Cavone (die etruskische Strasse durch die Felsen). Dann geht es nach Norden (Saturnia lassen wir links liegen). Mukas ist zwar sauer, weil „Ich wollt doch eine von den geilen Vollmondparties im Wasserfall mitmaache, is klar nä?“, aber bis Vollmond sind es noch 23 Tage. Abstecher führen nach Roccalbegna und Santa Fiora (mittelalterliche Terrakottabilder). Von Arcidosso schlagen wir uns westsüdwärts – wieder einmal auf Stradas Biancas – vor den Eingang des Parco Faunistico de Monte Amiata. Überraschung: Hier gibt es einen SP in 1000m Höhe, allerdings so schräg, dass man normalerweise auch mit Keilen nicht waagrecht stehen kann. Trotzdem – hier bleiben wir. Da das mit dem italienischen Sonnenstudio immer noch nicht klappt, hat Mukas eine Beautyfarm in seinem WOMO eingerichtet: „Olivenöl mit Limone oder mit Tartufo oder mit Kräutern, dazu etwas Zucker, das ist das beste Öko-Peeling, dat et jibt – und nachts noch ne Wollsocke über die Häng, dat funzt, is klar, nä? Haste ne Haut wie eene Penatenbabypopo!“ Das Extravergine mit Knoblauch habe ich ihm allerdings weggenommen!
Wir besteigen den Monte Amiata mit dem WOMO, eine Fahrt zwischen drei Jahreszeiten vom Frühsommer, durch die Obstblüte im Frühling hoch in den Spätwinter. Und ganz oben ist plötzlich November oder ist 1. Mai, nur die nackten, tanzenden Hexen zwischen den Bäumen fehlen? Auch die Denkmäler für die neuen und alten Götter stehen hier en masse. Zwischen den Fotos vom Gipfel und der Abtei von Sant Antimo liegt nur eine Stunde Fahrzeit. Der SP von S. Antimo befindet sich im Dreieck zwischen zwei Strassen und dem Friedhof – egal, wir übernachten hier! Wieso schreibt jemand, hier könnte er Tage verbringen? „Eih booah, bist Du blöd, die Nächte nicht, id est klarus?“ Frühmorgens dreht ein kleiner Italiener mit Hupe seine Runde über den SP. „Dä wollt mich wecken, damit ich pünktlich zum Luja-Singen in der Früh-Contemplatio um 4:30 Uhr bin.“
Aber die Hupe hat wohl die SONNE geweckt! Schnell einen SP an der Sonne gesucht. Wo wird nicht verraten, aber Mukas kauft sofort ein paar Püllekes Wein. „Dat is äch jünstig hier in Italie, dat sind Lire, weil die Wing sind doch so aahl.“ Als er an der Kasse € abliefern soll, ändert er seine Meinung: „Freiheit für das deutsche Weingesetz! Kauft bei deutschen Winzern! Wo Deidesheimer Himmelsstück drauf steht, ist auch Deidesheimer Paradies drin!“ Das Gute hier ist, man fährt jeden Tag nur 20km – unterwegs gibt es so viel zu sehen, dass der Tag dann schon herum ist: Heute Buonconvento – ein mittelalterliches, ganz in Ziegeln gemauertes Städtchen mit Stadtmauer und Sterbeort Kaiser Heinrich des VII. Die deutschen Kaiser wussten also auch, wo es schön ist.
Und das Kloster Großer Ölberg mit einem Freskenzyklus von Sodoma und Signorelli. Mukas gefällt besonders der Mönch, der ihm in seiner Jugend so ähnlich sieht und seinem Nachbarn das Brötchen mopst, mir der historische Weinkeller der Mönche von 1450 unter dem Kreuzgang. Übernachtet wird in Buonconvento Heute regnet es schon wieder (und es wird lt. Wetterkarte wohl auch nicht aufhören.
Trotzdem trödeln wir durch die Crete nach Pienza, einer mittelalterlichen Rennaissanceretortenstadt, gebaut von Papst Pius II. Hier gibt es (nach Sardinien) den zweitbesten Pecorino Italiens (auch mit Trüffeln) und viel Kitsch für die Touris. Irgendjemand hat auch vergessen, die Weihnachtskrippe aus Terracotta abzubauen (wie an vielen Orten, wo vergessen wurde, die Weihnachtsdeko zu entfernen. (Wir haben sogar Nikoläuse in den Bäumen entdeckt.)) Mukas meint: „Du häst Halluzinationen vom Waterbording oder im Roten is LSD!“ Wir finden einen supertollen Parkplatz bei Bagno Vignoni (San Quirico) mit einem Bilderbuchblick über die Crete von Montepulciano bis Castiglione d Orcia. Ein neuer Fixstern steht am Himmel und strahlt!
Also: Ruhetag und sonnen! Trotzdem ein kleiner Spaziergang durch den Ort, der einzige in Europa, der statt eines Marktplatzes ein Thermalschwimmbad in der Mitte hat und das seit dem frühen Mittelalter. Hier kurten die Medicis, Borghias, die Renaissancepäpste mit ihren Kardinälen und Gespielinnen. Heute ist Baden darin verboten. „Neue historische Forschungen beweisen, dass Papst Pius II. beim Schwimmen eine falsche Bewegung machte, jetzt ist das ganze Becken Weihwasser. Badeverbot is klar, nä?“ Um 18:00 Uhr ist alles wie gehabt…. Morgens ist Einkaufstag in San Quirico. Ab 5€ wollen die dort sehen für parkende WOMOs, nicht weniger! Busse und PKWs sind frei! Das ist toskanische Abzocke! Und 2 Knöllchentanten haben sie auch!
Nachmittags ist Wandertag mit dem Rother Wanderführer – Tour 25. Und bevor der Hahn abends dreimal gekräht hat, habe ich Mukas dreimal belogen: 1.) Es wird auf der Tour warm sein 2.) Es wird nicht regnen 3.) In der Toskana gehen wir nur breite, feste Wege Mukas verliert sogar zum ersten Mal in seinem Wanderleben einen Schuh in einem Schlammloch! Der Fernsehtipp: 7. Etappe der Giro d Italia…ausgestattet mit Taucherbrille, Schnorchel, Neopreen und Flossen schwimmt Mukas Podomski allen davon und ist der Überraschungssieger des Tages. Bei Volterra hat sogar ein Erdrutsch aufgrund des Dauerregens zu einer Änderung der Strecke und Streichung der Bergwertung gezwungen.
Wir sind mittlerweile über Monticchiello in Montepulciano angekommen. Wirklich sehr schön, aber bei dem Wetter hilft nur eine Flucht in einen der vielen Nobile de Montepulciano- Keller aus dem Mittelalter. 24. Juni 217 v. Chr. morgens:. Römische Legionäre wickeln sich zwischen Cortona und Tuoro aus ihren Wolldecken und erstarren. Das Heerlager des Hannibals bei Tuoro, dessen Feuer die ganze Nacht hell brannten, ist leer. Hannibal ist bereits auf dem Weg ostwärts zum Tibertal, Rom anzugreifen. 20.000 Legionäre unter Führung des Konsuls Gaius Flaminius eilen ihm auf der Via Cassia hinterher. Doch Hannibal ist nicht nach Rom. Irgendwo zwischen Tuoro und Passignano hat er die Strasse verbarrikadiert und Teile seiner Truppen in Nebel und Regen (so wie heute) zurückgeführt und in den Wäldern oberhalb der Strasse postiert. Als die Römer an der Barrikade ankommen, sitzen sie in der Falle. Von 3 Seiten von Karthagern angegriffen, an der vierten der See. Ihnen bleibt – total überrascht - nur noch die Flucht Richtung See. Abends sind 15.000 Römer erschlagen, erstochen, das Wasser des Trasimenischen Sees wird blutrot.
„Boaah, dat haste schön erklärt, dann sin mer ja jar nich die Erfinder des Blitzkriegs, is klar nä?“ Naja, Hannibal war 13 Jahre in Italien, da ist unsere Womotour dagegen ein Kurztrip. Und heute haben wir den Trasimenischen See umrundet. Unser Lager ist Castiglione. Ein bayrischer König am Lago di Trasimeno :?:
Mukas hilf und klär mich auf ... ich hab was verpaßt ... :wink: Habs doppelte gelöscht, also bin immer am Ball :D
Schon ein bissi ... :wink: Wenn´s allerdings um die Liebschaften des ersten Luggi geht ... da kann man schon mal den Überblick verlieren. DER hatte sein "Hirn" wirklich deutlich "südlicher" .. :D Danke für Aufklärung ... (was man in katholischen Knabenschulen so alles lernt :D ) Danke, Christel, dass Du spätnachts noch an Hanis Balls arbeitest! :D
Danke für´s Mut machen, Eva! Ab Donnerstag? War letzte Woche, vorletzte Woche, vorvorletzte Woche genau so :cry: Beim Lidl verkaufen sie Strandschlappsandalen. Bloß..keiner kauft sie. Gummistiefel dagegen wären der Renner! :razz: Siehste, Wolfgang, es geht nix über ne ordentliche Watschen im Unterricht! :D Vergißt Frank nie! :eek: Frank Die Römer mussten noch mehr Misserfolge gegen Hannibal wegstecken, wir können das heute auch:
1.) Cortona, die erste: Chiesa S. Maria delle Grazie al Calcinaio. Keine Anfahrts- und Parkmöglichkeit. Wir klemmen uns kriminell neben die Hauptstr. Und gehen zu Fuß. Kirche geschlossen! 2.) Cortona, die zweite: Alle Parkplätze sind packevoll! Keine Chance! 3.) Cortona, die dritte: Die Zufahrt zum Kloster Convento delle Celle (Nein, Mukas, nicht Celle in Norddeutschland!) wird durch einen Bau-LKW versperrt (2 km im Rückwärtsgang!) 4.) Cortona, die vierte: „Schau mal, ne holländische Wandergruppe, die kumme vom Wattwandere, han Regenjacke, patschnasse Hose + abgesoffene Schuhe, is klar nä?“ Ja, Mukas, Holländer, Ja! Nein, Mukas, hier oben im Gebirge gibt es kein Watt! 5.) Montecchio: Parkplatz leer, aber Zufahrt so schmal und dann um die Ecke mit Leitungspfahl, das ist nur mit PKW oder Kleinbus zu nehmen, nicht mit Womo über 7m Länge. 6.) Arezzo: Kurv und Kurbel, die Hinweisschilder zum PP Bus Touristico enden immer im Nirwana! Dafür hopsen Löwen, Elefanten, Kamele und Clowns über den Großparkplatz! Richtig: PP Beschilderung Pietro folgen!! Mit Glück erwischt man dort einen Platz. Arezzo: Historisches Zentrum weitgehend autofrei und wirklich sehenswert! Übernachtet wird wild am Ufer des Arno (naja, in sicherer Entfernung wegen den Flutwellen) Keine 5km von unserem Übernachtungsplatz ist die Fattoria La Vialla --> Link ein Tipp hier aus dem Forum --> Link. Da fahren wir frühmorgens auf eine kleine Stippvisite hin. Wir verlassen sie beschwingt wieder nach einer Führung durch Mühle, Bäckerei, Weinkeller (inkl. Probe), und einer kleinen Jause unter Olivenbäumen am Spätnachmittag bepackt mit vollen Tüten, is klar nä! Genau richtig, um ein paar Kurven durch das Bergland des Chianti nach Radda zu drehen. Mukas hat heute seine Flossen wieder verkauft. „Die bruch ich nit mieh, ich han jetzt Schwimmhäut zwische de Zeh.“
Dabei ist bei der Besichtigung von Radda in Ch. noch alles trocken. Mukas will den Rest seines Lebens in Castellina in Ch. verbringen, weil dieser Ort seiner Frohnatur entspricht: „Alt muß der Wein und jung das Mädel sein…..“ jodelt er . Tatsächlich kann man dort neben mittelalterlichen überdeckten Gängen auch 5% einer Sammlung von echten (gefüllten) Chiantiflaschen sehen, die älteste von 1874 (Die gesamte Sammlung umfasst 15.000 Flaschen). Und die Mädels….? Dann nimmt das Wetter wieder seinen Lauf… Panzano bietet eigentlich nichts, aber einen supertollen Parkplatz hoch über der Landschaft.. Dort stehen wir fast alleine in der untergehenden SONNE! „Häste dat jesehn, unsere WOMO-Nachbarn? Bis 20:32 sin die im Pälzmäntele vor dä Tür jesesse, nur weil se 14 Taach nich in dä Sonn luure konnte, is klar, nä!“
Ich habe kapiert, heute liegen wir in der Sonne und Mukas ratzt „O sole mio“ vor sich hin. Aber nur bis mittags, dann wird aus dem Wetterbericht „Sonne mit Wölkchen“ doch Wolke ohne Sönnchen. Also wandern wir durch die Landschaft mit tollen Gärten an den Landhäusern vorbei und besuchen auch den Paul Pott der Toskana: Metzger Cecchini, der den von ihm in Bistecca alla Fiorentina verwandelten Rindern eine Gedenktafel aufgehängt hat, und seine Steaks Opern singend verscherbelt. Mukas hat eine Abkürzung gewählt und mit einer Gruppe kleiner Engländerinnen das Buffet bereits verzehrt. „We are all eating in the same boat“ öttingert er. Wir schleichen über die “echte” Chiantigana, die Höhenstrasse über die Berge von Panzano nach Mercatale, aber ganz vorsichtig, denn sie ist tws. sehr schmal, kurvig und ständiges Auf und Ab!
Abstecher zur Badia alla Passignano, einem Kloster, das aussieht wie eine Burg aus einem Ritterfilm, inkl. Luxuslokal der Antinoris und Abstecher nach Greve in Chianti. Zur Übernachtung zurück nach Panzano, für uns der beste Ü-Platz im Chianti. Eigentlich ein schöner Tag….”Ja mei, hoabst Ihr koan Stroam hia net, i hoab a Buach doa woa….“ Dann quellen Montessorius und Montessoria, 6 und 4 Jahre, vom Summerhill Gymnasium Neuschwanstein --> Link für Hyperaktive aus dem Hymer und rollen, purzeln, trampeln durch die Naturblumenwiese unterhalb des PP, mindestens 40mal angefeuert von megafonstarkem Rufen: „Montis, koammt, Broatzeit, leckereeee Semmäln! Wenn ihr niacht koammt , koa DeVauDe, koa Vorlesa, koa Spiela….“ Nach 30 min ist die vorher 1m hohe Wiese ein Schlachtfeld, Abendessen und DVD Schauen gibt es trotz gewonnener Schlacht. Der Höhepunkt ist aber ein minutenlanger Affentanz von Muttern um die Picknickdecke: „Ameisen, hunderte, tausende Ameisen, die pinkeln auf s Bein, das brennt dann. Das wisst Ihr doch noch aus Kenia! Jens-Uwe mach sie weg, mach sei weg!“ Mukas grinst: „Juut, dass ich keine Rüssel wie ne Ameisebär han, sonst müsst ich die Ahl wahrscheinlich noch abrüssele, is klar nä….“ Scheeeeee wars zum lesen, bin ja Tage nicht dazu gekommen :)
Danke dir für die Mühe und wünsche dir noch viele sonnige Tage! "Himmel und Pimmel" : ja sakra, da legst di nieder ... :wink: Danke für ´s Lob meiner Schreib- und Dichtkunst :D Heute ist Markttag in Greve und für uns zusätzlich einen Wandertag. Außerdem haben wir 5 ltr 100% Sangiovese Sfuso vom Topp-Weingut Verrazzano für 3,--€ /l erbeutet. (Glauben wir mal beim Trinken).
Den Gag des Tages aber bringt wieder einmal Mukas: Stellt sich mit seinem Miet-Womo in Greve über die Entsorgungsstation (Ein Deckel in der Mitte des Platzes), steigt aus und pflaumt jeden an: „Eih, wo is hier die Kläranlaje, is klar, nä?“
Ahh ... Mukas hatte "keinen Durst" heute, oder :?: :D Das Schweinchen ist übrigens Porchetta, solltest Du unbedingt mal lauwarm, frisch vom Stand, in der Semmel (scusi, panini) probieren. @Lancelot
Mukas "kämpft" noch mit den 1ol von der Genossenschaft am Lago di Trasimeno. 2km südlich vom SP in Castiglione! Aber ich habe eben von seinem Womo den Schrei gehört: "Vinceremus!" (Hat nichts mit Winzern zu tun!) Panini! Steht oben auf dem Schild! 3,50€ die Semmel, aber extrem dünn belegt, so a la Frikadelle: Fleisch kann, Brötchen muß! Da lob ich mir einen Schwenkbraten vom Hunsrück auf einem Moselweinfest....Da hast Du wenigstens FLEISCH! Irgendwie können wir uns vom Chianti-Gebiet nicht losreisen, sorry losreissen! :) Viele von Italien nach Italien Frank
Vino o carne - anscheinend ist Eure Entscheidung schon getroffen. Zumindest fürs Erste. :D Klaus Ich muss mir das alles nach unsrem Urlaub nochmal in Ruhe ansehen, denn mein Stick ist zu lahm für die Bilder :cry:
Hoffentlich schaffen sie es :!: :) Porchetta: das letzte (damals in Orvieto, direkt am Dom) kostete sowas um die € 3,-- und hatte Fleisch satt drauf ... schon ein paar Jährchen her, leider, die Zeiten ändern sich scheint´s ... oder wie die auf den katholischen Knabenschulen sagen: Tempera mutantur :D Hatte Dir schon eingangs in diesem thread prophezeit, daß das Chianti-Gebiet schon was hat ... müssen da unbedingt auch mal wieder hin, diesmal rauschen wir nur durch auf dem Heimweg, sind derzeit immer noch tief im Süden. zurück, von I nach I :)
Sagen wir carne o vino, dann haben wir die Entscheidung für´s erste hinsichtlich des Hunsrücker Schwenkbratenbrötchens getroffen. Beim Wein sind wir noch offen! Aber ein Sangioveseweinfest an der Mosel wäre doch ein Kompromiß :D Frank @Wolfgang,
wir haben uns Porchetta nicht entgehen lassen, nur nicht auf dem Markt in Greve, sondern normal beim Metzger gekauft. In Greve lagen mindestens schon 5 vorbereitete Brötchen (wie beschrieben) herum und die Nachfrage der Touris war mäßig, die der Einheimischen Null! Frank Feueralarm in Mukas Mietwomo! Beim Befüllen des Mietkassettenklos hat der Rauchmelder ausgelöst! Und nur weil Mukas aufgrund der Vernichtung des restlichen Transimenischenseeweins während des Toastens des Frühstücksbrötchens auf dem Klo eingenickt ist. „Is juut, dat die die Dinger im Mietwomo einjebaut han, is klar, nä?“ Und gut, dass sie beim ungewollten Test funktionieren. Eine Rüttelplatte zusätzlich unter dem Klodeckel wäre auch nicht schlecht.
Wir haben das Chianti und die Toskana auf der etwas ungewöhnlichen Route Greve – Figline – Reggello – Vallombrosa (Übernachtung auf dem SP unterhalb des Klosters neben der Försterei (mit V+E, Grills, Quellwasser)) – Passo di Consuma – Pratovecchio (Castelino di Romena) – Stia - Passo la Calia verlassen. Und stehen nun auf dem SP Cusercoli im Bisentetal. Im Parco Naz. Delle Foreste Casentinesi darf man nachts nur auf den ausgewiesenen SPs stehen, davon gibt es einige im Gebirge in schöner Lage. Aber wir haben auf der Route kaum Autos geschweige denn Womos gesehen, die jagen sich lieber auf der AA Firenze-Bologna mit den LKWs. Sehr schön, vieles in der Region haben wir ganz anders gesehen, aber der Blickwinkel macht es... „Isch bin am Abnibbele, dat is die Höll, 32°, keine Wolk, nur Sunn! Is klar, nä?“ Beinahe hätten wir Mukas am ersten richtigen italienischen Sonnentag – also nach 65 Reisetagen - verloren, aber ein Gelato in Ferrara kühlt ihn wieder auf normale Temperaturen.
Ansonsten verlief die Tour über Forli hierher ein bisschen enttäuschend. Nirgendwo ein vernünftiger PP, wo man ein Mittagsschläfchen halten könnte. Aber die Gegend sieht abseits der Autobahn mit viel Obst und Weinplantagen in Grün ganz anders aus als im Herbst, wo wir bisher immer diese Region gekreuzt haben. :razz: Und das Navi hat sich auch auf unsere Angewohnheiten eingestellt. Es führt uns selbständig an den Cantini Socialisti vorbei, wo Wein gezapft werden kann! :razz: Da die Sonne scheint, suchen wir zwischen Ferrara und San Benedetto ein Plätzchen am Po, wo wir ein bisschen in der Sonne sitzen können. Mukas findet diese Vorstellung ein wenig abwegig: „Wenn ich meine Kolläje sage, dat ich am Po saß, saje die, da jehörst de hin, da biste inne Verwandtschaft, is klar nä?“ und hat Recht, denn alle Zufahrten zu kleinen Häfen gehen immer über den hohen Damm und dann ist da meistens keine Stehmöglichkeit.
Erst bei Revere haben wir Glück und sitzen dort bis zum frühen Abend am Fluss. In Mantova entpuppt sich der avisierte SP am Palazzo Te als simpler Parkplatz. Weiter zum SP Monzambano. Der ist absolute Superklasse, das beste, was wir in den letzten Jahren gesehen haben. (Tipp von Rider aus dem Forum. Danke! :bussi: ). Und es gibt in der SP Gebühr einen Gutschein, mit dem man Nachlässe in diversen Geschäften und Pizzerien bekommt. (U.a. auch in der Cantina Sociale). :razz: :razz: Und die ist gut bestückt: Merlot, Chardonnay, etc. für 1,15 €/ltr (statt 1,30 € bzw. 1,40€). Po-Ebene... Tipp: probier unbedingt die Risotti´s, egal ob mit Meeresfrüchten oder mit Pilzen oder mit Wild oder mit Fleisch ... einfach köstlich :)
Dazu paßt ein Chardonnay oder Trebbiano perfekt ... Wolfgang, schon wieder auf dem Heimweg :( @Wolfgang....zu spät....vorbei.... :cry:
auch auf dem Weg nach......keine Ahnung! (Wo sind denn die Reisfelder? Wir haben viel Obst, Wein, Wiesen gesehen!) Die Risottis (auch mit Pasta fresca) habe ich immer selber gekocht, nachdem ich die gemischten Meeresfrüchte in den Läden entdeckt hatte..mit Oliöl und Vino bianco) Frank
Na dann schau mal zwischen Bologna und Verona links und rechts an der Autobahn ... kilometerweit Reisfelder, die "Spitzen" schauen grad schon raus aus dem Wasser ... 6 km von Monzambano entfernt ist Castellaro, angeblich einer der schönsten Weiler Italiens. Und wieder einmal fängt es an zu regnen. Also ab in die Alpen zum Idrosee, auf den Azur Camping. (Tipp von Gogolo!! Danke!!) ) . Ebenfalls wunderschön, nur ist der CP Azur mit unserem Womo sehr eng. Der CP Manager hilft mit einem Doppelplatz aus, aber Millimeterarbeit ist gefragt. Am Idro See Heute ist Abenteuer angesagt (freiwillig und unfreiwillig!). Vom Idrosee geht es 28km bergauf durch das Caffaro-Tal zum Passo di Croce Domini, tws. nur 2,5m breit, mit Haarnadelkurven und durch hohe Schneewächten, mittendrin Baustellen. Makrometerarbeit mit vor und zurück in den Tornantis! Nachahmung nicht empfehlenswert! Und wieder runter im Regen ins Camonica-Tal, dann nach Norden. In Edolo ist Schluss: Carabinieris stoppen alles! Es ist Giro d Italia!
Also Womo mitten auf der Strasse stehen lassen, wie alle anderen auch, und ab in die Gelateria, dann zur Rennstrecke: 15km vor dem Ziel in Aprica. „He, haste den da grad im Rosa Hämdche jesehe, dat war bestimmt unser Wästerwälle oder dä Wowärät, is klar nä?“ „Nein, das war David ARROYO. Und der muss das Rosa Trikot gleich an Basso abgeben, weil der heute weit vor ihm ist.“ „Wie, was, wat, dat verschwitzte Hämdelche? Dat sin ävver Säu! Un dann Rosa, eh näääh!“ Dann bricht das Chaos richtig los. Fahrräder, Motorräder, Mofas, Fussgänger, Womos, Busse, PKWs kommen uns von Aprica zu Hunderten entgegen, die Motorräder überholen die Autos und die Fahrradfahrer üben sich im fast tödlichen Slalom. Dazwischen stehen LKWs mit Arbeitern, die die Banderolen abbauen und überall typisch italienisches Fahrverhalt: REIN! „Die han keine TÜV! Weil die janze italienische Autos han keine Rückwärtsjang! Is klar, nä?“ In Aprica sorgen dann die Ordner endgültig für Deadlock-Situationen, in dem sie die Autos von beiden Seiten in die Nebenstrassen winken. SEHENSWERT! 2 Stunden für 15 km. In Tresenda finden wir einen PP. Aus, Ende für heute! Morgen geht es in die Schweiz! Dann ist auch Bella Italia zu Ende! |
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