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Quo vadis, Espana !


carthagocliff am 01 Apr 2010 18:10:43

Obwohl es teilweise schon in anderen Beiträgen angesprochen wurde, eröffnete ich einen neuen.

Wohin geht´s denn in Spanien im Bezug auf die Stellplatzsituation ??
Wir kennen Spanien seit vielen Jahren, seit 2 Jahren überwintern wir auch dort. Wenn man sich aber vor Augen führt, daß es jedes Jahr weniger Plätze gibt, wo man stehen kann und immer mehr mit Verbotsschildern oder das man von der Polizei weggejagt wird, dafür keinerlei neue Plätze geschaffen werden, fragt man sich ernsthaft, ob man in ein paar Jahren noch nach Spanien fahren kann.

Beispiele gefällig:
Conil de la Frontera , an der Atlantikseite. War letztes Jahr noch ein Womo-Lieblingsort von uns. Kleines weißes Dorf, viel Platz an der Strandpromenade, zwei Strände, Supermärkte, etc. was man so liebt und braucht. Dieses Jahr riesengroße Schilder, daß das PARKEN von jedlichen Womos im GANZEN Stadtgebiet verboten sei. Und wirklich - kein Womo, auch am anderen Strand nicht. Wir haben trotzdem eine Nacht dort verbracht. TRAURIG

Almerimar - wie von Meli schon angesprochen und von mir kommentiert. Letztes Jahr standen wir dort noch mit 50 Mobilen in der Wildnis, ohne jemanden zu stören. Jetzt jagt die Polizei gnadenlos weg.

Die Schilder werden immer einfallsreicher. Früher stand Campen verboten, heute Parken verboten - für mich schon Diskriminierung.
Immer mehr berufen sich die Behörden auch dieses komische"ley de la costa del Adalusia", was besagt, daß ein Übernachten näher als 400 m vom Strand entfernt verboten ist. Und das im Winter auf manchmal leeren Plätzen.

Wer denn glaubt, daß sich die Spanier besonders aufregen, der irrt. Oft sind es die einheimischen Deutschen. So schreibt z.B. ein Deutscher in der Costa del Sol News einen Leserbrief, daß er die Womos in Torre de Mar schrecklich findet, weil die lassen die Kanaldeckel nach dem Cassettenausleeren offen und die Ratten würden da rauskommen :eek:
In Torrox Costa sprach ein ansässige Deutsche wutentbrannt meinen Stellplatznachbarn an, wir "würden die Kacke in die Gegend kippen", was natürlich nicht stimmt, wir kippten in dafür vorgesehende AbwasserGullys.
Eine andere dort lebende Deutsche regte sich auf , daß sie 27 Euros monatlich für Müllensorgung bezahlen müssen, die Womos aber dies alles gratis nutzen würden.
NEID, NEID, NEID, oder Mißgunst, ich weiß es nicht.

Die meisten Wohnmobilisten, mit denen ich gesprochen habe, wären gerne bereit, einen angemessenen Obolus für V & E zu bezahlen, oder auch im Winter eine Stellplatzgebühr, wenn es denn eine Womo Infrastruktur geben würde. Wohlgemerkt, wir unterscheiden klar zwischen Winter und der Hauptsaison.

Wie schlecht muß es Spanien noch gehen, daß da ein Umdenken stattfindet ?? Wann erkennt man die Womos als Touristen, nicht als Zigeuner. JaJa, ich weiß schon, daß die letzten Jahre auf Teufel komm raus die letzten Flecken Erde mit Billig-Beton-Bunkern zubebaut wurden, die dann als Reihenhäuser um unverschämtes Geld gekauft wurden.

Für uns persönlich ist es immer wieder ein etwas bedrückendes Gefühl, in der Nacht Güllydeckel aufheben zu müssen oder sich von Strandduschen verschämt Wasser zu holen. Immer mit der Beklemmung, daß ein diensteifriger Polizist das Ley de la Costa um 22h noch durchsetzen will.
Immer mit dem Gefühl, nicht erwünscht zu sein und Tourist zweiter Klasse zu sein. Nur weil ich nicht 30 Euro täglich in einen Campingplatz neben Gemüseplantagen oder ein Zimmer einer Bettenburg investiere.

So wünsche ich nur, daß es mehr Beispiele so wie von MELi beschrieben gibt, in dem Stellplätze geschaffen werden, die im Winter zugänglich sind und den Bedürfnissen der meisten Womos entsprechen. Auch wenn ich daran nicht wirklich glaube.

Viele
Christian

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s-48 am 01 Apr 2010 19:07:15

Moin und Hallo.Wenn man kein schlechtes Gewissen haben möchte,dann soll man doch auf die offizielen Plätze gehen.Aber da ist das Proplem denn wohl das die mehr kosten :D Ernie

Verratnix am 01 Apr 2010 19:14:39

carthagocliff hat geschrieben:Letztes Jahr standen wir dort noch mit 50 Mobilen in der Wildnis, ohne jemanden zu stören.


Offenbar habt IHR euch nicht von den Einheimischen gestört gefühlt.

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brawo1 am 01 Apr 2010 19:26:19

Für uns persönlich ist es immer wieder ein etwas bedrückendes Gefühl, in der Nacht Güllydeckel aufheben zu müssen oder sich von Strandduschen verschämt Wasser zu holen. Immer mit der Beklemmung, daß ein diensteifriger Polizist das Ley de la Costa um 22h noch durchsetzen will.
Immer mit dem Gefühl, nicht erwünscht zu sein und Tourist zweiter Klasse zu sein. Nur weil ich nicht 30 Euro täglich in einen Campingplatz neben Gemüseplantagen oder ein Zimmer einer Bettenburg investiere.


Hallo Christian,

wenn du o.a. nicht geschrieben hättest, würdest du auf meiner Linie sein.

Aber bzgl. Gullideckel aufheben und entsorgen und von Strandduschen Wasser holen, das kann ich nicht akzeptieren. Gerade diese Handlungsweise ist daran Schuld, dass Wohnmobilfahrer vertrieben werden und unerwünscht sind. Hoffentlich sind die Polizisten noch diensteifriger, erwischen euch und hauen euch auch eine anständige Strafe auf, damit ihr endlich lernt, dass es so auf gar keinen Fall geht.
Als nächstes kommt noch, dass du einen Laternenmasten hernimmst, um billig an Strom zu kommen.
Solche Touristen sind bestimmt 2. Klasse und in keinem Land erwünscht.

Ich grüße dich trotzdem und hoffe, dass du deine Handlungsweise überdenkst und nicht mehr so handelst, wie du es stolz beschrieben hast. Ich würde mich an deiner Stelle schämen.

Wolf

carthagocliff am 01 Apr 2010 20:07:40

Hallo Ernie.

Wenn man kein schlechtes Gewissen haben möchte,dann soll man doch auf die offizielen Plätze gehen.Aber da ist das Proplem denn wohl das die mehr kosten Ernie


Ääääh, welche offiziellen Stellplätze meinst Du???? Mir sind in ganz Spanien nur eine Hand voll bekannt. Oder meinst Du Campingplätze?

Hallo Wolf
Verfasst am: 01 04 2010 18:26:19

--------------------------------------------------------------------------------

Zitat:

Für uns persönlich ist es immer wieder ein etwas bedrückendes Gefühl, in der Nacht Güllydeckel aufheben zu müssen oder sich von Strandduschen verschämt Wasser zu holen. Immer mit der Beklemmung, daß ein diensteifriger Polizist das Ley de la Costa um 22h noch durchsetzen will.
Immer mit dem Gefühl, nicht erwünscht zu sein und Tourist zweiter Klasse zu sein. Nur weil ich nicht 30 Euro täglich in einen Campingplatz neben Gemüseplantagen oder ein Zimmer einer Bettenburg investiere.



Hallo Christian,

wenn du o.a. nicht geschrieben hättest, würdest du auf meiner Linie sein.

Aber bzgl. Gullideckel aufheben und entsorgen und von Strandduschen Wasser holen, das kann ich nicht akzeptieren. Gerade diese Handlungsweise ist daran Schuld, dass Wohnmobilfahrer vertrieben werden und unerwünscht sind.
Vielleicht habe ich mich mit den Begriff Gullydeckel mißverständlich ausgedrückt. Wir reden von den Abwasserkanal, in den auch all sonstigen Klärabfälle hingehen. Also auch die Abfälle von Sanistationen oder sonstigen Entsorgungsstationen.
Desweiteren rede ich nicht "stolz", sondern sachlich über die Zustände, die herrschen und die ich nicht für gut finde. Ich habe in meinem Womo große Fäkalbehälter, die ich dort entsorge, wo es sein soll. Ich rede allerdings von der nicht gegebenen Möglichkeit, anständig zu entsorgen. Ich bitte auch, mir nicht zu unterstellen, ob ich mich schämen soll, sondern möchte auch gerne mit Dir sachlich über Gegebenheiten diskutieren.

Viele
Christian

puget am 01 Apr 2010 20:33:14

s-48 hat geschrieben:Moin und Hallo.Wenn man kein schlechtes Gewissen haben möchte,dann soll man doch auf die offizielen Plätze gehen.Aber da ist das Proplem denn wohl das die mehr kosten :D Ernie


Ernie lies mal den Bericht RICHTIG.

Da ist von der mangelnden Infrastruktur der SP's, also davon, dass nicht oder keine SP'e VORHANDEN sind.

k1 am 01 Apr 2010 21:38:11

carthagocliff hat geschrieben: Vielleicht habe ich mich mit den Begriff Gullydeckel mißverständlich ausgedrückt. Wir reden von den Abwasserkanal, in den auch all sonstigen Klärabfälle hingehen. Also auch die Abfälle von Sanistationen oder sonstigen Entsorgungsstationen.
...

Viele
Christian


Nicht mal hier in D sind Abwasserkanäle von Regenwasserkanälen zu unterscheiden, geschweige denn in Spanien.

Ich habe leider im Winter viele Wohnmobilisten gesehen, die Abwässer und Fäkalien einfach in den Gully (und damit ins Meer) und teilweise sogar in die Wildnis gekippt haben.

Dagegen war an der Entsorgungsstation der Repsol Tankstelle, an der ich fast täglich mehrmals vorbei fuhr, kaum mal ein WOMO zu sehen. Kann es daran gelegen haben, daß die dort einen kleinen Obulus verlangten?

In schönen einsamen Buchten standen WOMOs dicht an dicht direkt auf dem Strand. Eingekauft wurde mit Fahrrad und Roller, nur ja nicht wegfahren, der schöne Platz könnte ja belegt sein wenn man wieder kommt.
Wo haben die nur ihre Abwässer gelassen?
Und wieviel Öl tropft da wohl täglich in den Sand? Oder schaut man vorher nach ob alles dicht ist?

Ich möchte hier keinem auf die Füße treten, aber warum sollen sich die Spanier um solche Gäste bemühen die zudem ihr Geld oftmals nur an der Tanke oder bei Lidl lassen?

brawo1 am 01 Apr 2010 21:39:16

carthagocliff hat geschrieben:Hallo Ernie.

Wenn man kein schlechtes Gewissen haben möchte,dann soll man doch auf die offizielen Plätze gehen.Aber da ist das Proplem denn wohl das die mehr kosten Ernie


Ääääh, welche offiziellen Stellplätze meinst Du???? Mir sind in ganz Spanien nur eine Hand voll bekannt. Oder meinst Du Campingplätze?

Hallo Wolf
Verfasst am: 01 04 2010 18:26:19

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Zitat:

Für uns persönlich ist es immer wieder ein etwas bedrückendes Gefühl, in der Nacht Güllydeckel aufheben zu müssen oder sich von Strandduschen verschämt Wasser zu holen. Immer mit der Beklemmung, daß ein diensteifriger Polizist das Ley de la Costa um 22h noch durchsetzen will.
Immer mit dem Gefühl, nicht erwünscht zu sein und Tourist zweiter Klasse zu sein. Nur weil ich nicht 30 Euro täglich in einen Campingplatz neben Gemüseplantagen oder ein Zimmer einer Bettenburg investiere.



Hallo Christian,

wenn du o.a. nicht geschrieben hättest, würdest du auf meiner Linie sein.

Aber bzgl. Gullideckel aufheben und entsorgen und von Strandduschen Wasser holen, das kann ich nicht akzeptieren. Gerade diese Handlungsweise ist daran Schuld, dass Wohnmobilfahrer vertrieben werden und unerwünscht sind.
Vielleicht habe ich mich mit den Begriff Gullydeckel mißverständlich ausgedrückt. Wir reden von den Abwasserkanal, in den auch all sonstigen Klärabfälle hingehen. Also auch die Abfälle von Sanistationen oder sonstigen Entsorgungsstationen.
Desweiteren rede ich nicht "stolz", sondern sachlich über die Zustände, die herrschen und die ich nicht für gut finde. Ich habe in meinem Womo große Fäkalbehälter, die ich dort entsorge, wo es sein soll. Ich rede allerdings von der nicht gegebenen Möglichkeit, anständig zu entsorgen. Ich bitte auch, mir nicht zu unterstellen, ob ich mich schämen soll, sondern möchte auch gerne mit Dir sachlich über Gegebenheiten diskutieren.

Viele
Christian


Christian,

so wie du dich ausdrückst, muss ich davon ausgehen, dass du über Gullideckel entsorgst und Frischwasser aus Strandduschen holst. Und dies verurteile ich. Das ist nicht in Ordnung.
Gerade du mit einem großen Wohnmobil kannst doch ganz anders haushalten als jemand mit einem kleinen. Und wenn du entsorgen musst bzw. Frischwasser brauchst, solltest du es dort bewerkstelligen, wo es offiziell möglich ist. Außer Campingplätzen gibt es auch noch Tankstellen, wo man, wie ich selbst weiß, gegen eine geringe Bezahlung, ent- und versorgen kann.

Es grüßt
Wolf

Gast am 01 Apr 2010 22:32:33

Hallo Christian,

hast Du schon mal dran gedacht daß Euch niemand dort haben will??

- 50 Womos die sich in der Wildnis zusammenrotten
- Kacke in die Gullis kippen
- Wasser von den Strandduschen stehlen
- ihren Müll in fremden Tonnen deponieren

das ist das Bild das Ihr den Einheimischen gegenüber abgebt, und auf 10 € die Ihr täglich bei Lidl läßt können die ganz offensichtlich verzichten, sonst würden sie nämlich Stellplätze bauen und Infrastruktur schaffen

Die Einwohner hätten gerne ihr kleines weißes Dorf wieder für sich und das ganz ohne Womos die Ihnen die Strandpromenade verbauen

sieh es mal aus deren Standpunkt, die sehen Euch wahrscheinlich nur als "Touristen" 4. Klasse,

grüße klaus

Campoverde am 02 Apr 2010 00:01:28

Hallo,

es ist ja bekannt, dass wir uns an der Costa Blanca in unserem Haus aufhalten, aber auch Reisen mit unserem Wohnmobil machen.
Ich habe an anderer Stelle schon öfters darüber geschrieben, wie sich Wohnmobilisten hier verhalten haben und sich nicht darüber wundern müssen, wenn nun in Spanien eine etwas andere Gangart in Bewegung kommt.
Ich hatte so schön für einige Wohnmobilisten auf einem Stellplatz am Strand - der auch zunächst geduldet wurde - einen Brötchenservice usw. eingerichtet. Alles lief wunderbar. Bis dann einige abends dabei beobachtet wurden, wie die Toiletten in den Dünen entsorgt wurden. Dann war alles vorbei. Die Polizei wurde informiert und innerhalb von 5 Minuten mussten die Wohnmobilisten den Platz räumen. Folge: heute ziert ein Verbotsschild, welches nicht zu übersehen ist, den Stellplatz.
Aber ich möchte auch einmal bitten, darüber nachzudenken, welchen Weg die Wohnmobilisten zwischenzeitlich gewählt haben.
Nachdem in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern die Städte und Kommunen sich um die Wohnmobilisten mit der Auweisung von Stellplätzen bemühen, werden immer mehr diese Stellplätze in Campingplätze umgewandelt.
Was bezwecken wir eigentlich mit dem Kauf eines Womos? Wir wollen ungebunden sein, reisen, wann und wie wir es gerne möchten. Hier sollte jedoch wirklich einmal unterschieden werden, zwischen Stellplatz und Camping. Wenn ich z.B. von Deutschland in Richtung Spanien usw. aufbreche, ist es vollkommen legal, dass ich mich auf der Anreise auf den Stellplätzen aufhalte. Wenn ich aber dann angekommen bin, sollte ich nicht dazu übergehen, nun in den nächsten Wochen (vielleicht auch Monate) den eigentlichen Stellplatz in einen Campingplatz umzuwandeln. Und das geschieht m.E. viel zu häufig.
Es ist doch auch in Spanien so, dass die Campingplatzbetreiber diese Situation genau beobachten. Weiter wird dann beobachtet, wie klammheimlich die Toiletten entsorgt werden und auch das Betteln um Wasser an den Tankstellen usw. hat Überhand genommen, es ist manchmal sogar peinlich für einen stillen Beobachter.
Es kann doch nicht so sein, dass sich teure Fahrzeuge angeschafft werden, aber dann für einen längeren Urlaub die Euros für die Ver- und Entsorgung eingespart werden. Hier halte ich dann wirklich einen Aufenthalt auf einem Campingplatz für angebracht. Hier sollte auch der Campingplatz für die Ver- und Entsorgung benutzt werden - aber bitte, was ich auch schon beobachtet habe - nicht vor der Schranke anhalten und dann sehen wie ich die Dinge für mich kostenlos erledigen kann!!!!!!!!!!!!!!
Stellplätze sind für einen Kurzaufenthalt, für Städtebesichtigungen usw. sinnvoll, alles andere muss sich auf einem Campingplatz abspielen. Ich habe auch nichts gegen einen Aufenthalt für 3 - 4 Tage auf einem Stellplatz. Aber wenn man dann die Stühle und den Tisch aufbaut, die Markise herausfährt, evtl. noch grillt, dann muss man sich nicht wundern, wenn plötzlich die Polizei auftaucht.
Ich finde es auch dann nicht in Ordnung,wenn man auf die Spanier oder auf andere Nationen sauer ist. Hier sollte sich jeder dann einmal selbst an die Nase fassen und sich fragen, warum war ein Einschreiten notwendig? Habe ich mich wirklich korrekt verhalten?
Ich habe mit meinem Wohnmobil alle 16 Provinzen in Spanien bereist und habe noch nie ein Problem gehabt. Selbstverständlich wurde ich auch schon von Ortsansässigen und auch von der Polizei darauf angesprochen, dass hier ein Freistehen nicht möglich sei. Ich habe es akzeptiert und habe mir einen anderen Platz gesucht. Ich habe aber auch noch nie in einem Rudel von 50 Womos gestanden. Hier sind dann schon beim Freistehen drei evtl. zuviel.
Es ist auch heute immer noch möglich, in Spanien einen Platz für eine oder auch für mehrere Übernachtungen zu finden. Nur zum Überwintern reichen diese Plätze nicht, hier muss dann doch der Campingplatz gewählt werden. Verhaltet Euch im Interesse der anderen Wohnmobilisten, die auch noch hin und wieder einen Stellplatz suchen, korrekt. Dann haben wir alles etwas davon.

Mit freundlichen und sonnigen n aus Spanien. Gleichzeitig wünsche ich Euch ein frohes Osterfest.

Heinz-Campoverde

901red am 02 Apr 2010 09:43:29

zum thema Womo = touristen = geld in der stadt/land lassen, fällt mir, nach jetzt 5 monaten beobachtung auf, dass von den mobilsten nur die tankstellen und supermärkte (vor allem deutsche ketten) profitieren...

wenn ich dann noch sehen würde, dass das wc im gulli entsorgt und das wasser aus der dusche genommen wird (von nächlicher entsorgung aller art nicht zu sprechen), würde ich ebenfalls ganz schlechte laune als dorfbewohner bekommen.

oder ich sehe das die höhenbarriere auf der landebahn in tarifa weggerissen ist. nicht dass es ein mobilst gewesen sein muss, aber das zu mindest sollte doch anlass genug sein, dies nicht auszunutzen und dort sich eben nicht auch noch hinzustellen.
und von dieser art orte gibt es einige...

das im hinterkopf dürfte für eine "ausweitung" von SPs eher kontraproduktiv sein.


im grunde ist es ganz einfach: es ist verboten. dann darf man sich auch nicht aufregen wenn man mit schildern nochmals darauf hingewiesen wird. und das ist noch die harmlose variante, fahr mal nach holland (zeeland)... der weg zum gericht ist dort sehr kurz (kann ich aus eigener erfahrung sagen)


o. - ebenfalls mit vorliebe freiesteher, der aber zum ver-/entsorgen auf einen CP fährt.

im grund

ElectraGlide am 02 Apr 2010 11:19:41

Guten Morgen,

@Campoverde :daumen2:

@Carthagocliff: Vorweg - auch wir sind aktive Wohnmobilisten.
Aber wo steht geschrieben, dass wir mit dem Kauf eines Womos das Recht erworben haben, stehen zu dürfen wo wir wollen. Ich denke mittlerweilen auch, dass WIR Womofahrer oft mehr Schaden anrichten, als wir glauben (wollen). Irgenwann - in naher Zukunft - werden wir nur noch auf Stellplätzen und Campingplätzen stehen dürfen oder manchmal auch auf Parkplätzen. Und in Länder, in denen es keine Stellplätze gibt, eben nur auf Campingplätzen.
That's life.
Vergiss nicht, dass Du Gast (z.B. in Spanien) bist und es gelten die Bestimmungen des Gastgebers - und nicht Deine.

Ride safe

Lancelot am 02 Apr 2010 11:34:12

willi_chic hat geschrieben:hast Du schon mal dran gedacht daß Euch niemand dort haben will??

- 50 Womos die sich in der Wildnis zusammenrotten
- Kacke in die Gullis kippen
- Wasser von den Strandduschen stehlen
- ihren Müll in fremden Tonnen deponieren

das ist das Bild das Ihr den Einheimischen gegenüber abgebt, ...

Die Einwohner hätten gerne ihr kleines weißes Dorf wieder für sich und das ganz ohne Womos die Ihnen die Strandpromenade verbauen

sieh es mal aus deren Standpunkt,


:daumen2: :daumen2:

... und stell Dir mal vor, in Deiner Ortschaft, möglichst bei Dir vorm Haus würde sich so eine Meute mit 50 Autos zusammenrotten .. könnte mir da auch vorstellen "pampig" zu werden :bindagegen:

Abgesehen davon haben wir´s schon nicht gern (beim frei stehen - übernacht), wenn sich ein zweites Auto in unserer Nähe befindet (WIR fahren da lieber weiter), geschweige denn 50 andere, wäre für uns "der Horror" :!:

Unauffällig bleiben ist die Devise ...

schulze am 02 Apr 2010 13:45:16

Wer denn glaubt, daß sich die Spanier besonders aufregen, der irrt. Oft sind es die einheimischen Deutschen.


Ich will deine ansässigen Landsleute nicht verteidigen,aber könnte es sein das sie sich
für deinesgleichen genieren?
Das Argument mit den Entsorgungskosten ist auch nachvollziehbar.

Das Hauptproblem ist halt- wir sind schon zu zahlreich , zu viele sind darunter die alles gratis haben wollen,die auf diesen Wege glauben die zu hohen Kosten für das Mobil irgendwie
„hereinzubringen“ . Zu viele die ohne Rücksicht auf die Umwelt , ihren
auch verständlichen Drang nach Freiheit ,Naturnähe, Sand und Strand , Sonnenuntergang , grillen und grölen glauben nachkommen zu müssen.
Die mit dem scheinheiligen Argument ,sich auf CP`s eingesperrt zu fühlen ihren
campierdrang eben auf „kostengünstigeren „ Locationen nachgehen und sich dort
wie die Heringe zusammengepfercht gar nicht mehr so beengt fühlen.
Ok ,es sind sicher zu wenige CP´s verfügbar ,aber siehe oben.
Die Gemeinden sind zum Teil überfordert diesen Womo-Tsunami der nun schon ganzjährig
über sie hereinbricht zu kanalisieren und wie erwähnt sieht die Kosten/Nutzenfrage eher
zu ungunsten der Komune aus.

Solche „Ideal-Touristen“ die gönnerhaft Glück und Wohlstand den armen Einheimischen bringen , sind Wohnmobilisten wie es sich manche einreden, nun doch auch wieder nicht.

schulze

wolfherm am 02 Apr 2010 20:11:06

Hallo,

das ist ja unglaublich. Gibt es doch Leute, die meinen, alle Welt müsste froh sein, wenn sie endlich mit ihrem Womo in die "unterentwickelte Welt" kommen. Die dürfen dann alles machen: Gullydeckel anheben, Wasser entwenden, in 50-er-Pulks die Gegend verschandeln.

Wenn du bei mir (landschaftlich auch sehr, sehr schön) des Nachts den Gullydeckel anheben würdest, bekämst du aller Wahrscheinlichkeit ein Kantholz ins Kreuz. Das ist doch das Allerletzte. Wenn ihr mit 50 Reisemobilen in einem Ort von 1000 Einwohnern steht, erhöht ihr schlagartig bei 2 Besatzungsmitgliedern das Entsorgungsvolumen um 10 %. Das soll man dann mal so eben hinnehmen. Weißt du, was z.B. bei uns im Bergland die Entsorgung kostet? Das fände ich nicht gut, wenn du mir die Aussicht nimmst, die schönsten Plätze belegst und ich bezahle dann deine Kassettenentleerung.

Wenn ihr schon monatelang irgendwo herum steht, dann sucht doch einen offiziellen Platz auf und kurbelt wirklich die Wirtschaft an. Da werden dann nämlich Leute bezahlt, die auf dem Platz arbeiten.

Mich schüttelst immer noch bei solcher Dreistigkeit.


Entsetzte

Wolfgang

Advantage am 02 Apr 2010 22:17:25

Hallo,

also wir stehen auch mal gerne "frei" aber max. 1-2 Nächte, dann muss eine Ver-und Entsorge her, hauptsächlich für Grau - und Frischwasser und das geliebte Portie.

Auf Stellplätzen mit dieser Möglichkeit ist alles kein Problem..... aber auf engstem Raum, Mobil an Mobil, das ist für UNS kein Urlaub.

Mit der ASCI-Card gibt es sehr viele Campingplätze, auch in Spanien, für 10-15 Euro pro Nacht und allem inkl. Strom, Duschen usw.

Dort gibt es dann keine Probleme.... und dieser Betrag sollte doch für jeden WOMO-Fahrer alle paar Tage möglich sein, oder ???

wolfherm am 02 Apr 2010 22:59:11

Advantage hat geschrieben:Hallo,

also wir stehen auch mal gerne "frei" aber max. 1-2 Nächte, dann muss eine Ver-und Entsorge her, hauptsächlich für Grau - und Frischwasser und das geliebte Portie.

Auf Stellplätzen mit dieser Möglichkeit ist alles kein Problem..... aber auf engstem Raum, Mobil an Mobil, das ist für UNS kein Urlaub.

Mit der ASCI-Card gibt es sehr viele Campingplätze, auch in Spanien, für 10-15 Euro pro Nacht und allem inkl. Strom, Duschen usw.

Dort gibt es dann keine Probleme.... und dieser Betrag sollte doch für jeden WOMO-Fahrer alle paar Tage möglich sein, oder ???



Hallo,

anscheinend ist das für einige zuviel. Die lieben eben "Freiheit" und "Abenteuer" und suchen Dünen und Gullys auf und versauen uns dann das Wohnmobilfahren.


LG Wolfgang

GeoHeiner am 03 Apr 2010 10:54:28

Advantage schrieb:
Hallo,

also wir stehen auch mal gerne "frei" aber max. 1-2 Nächte, dann muss eine Ver-und Entsorge her, hauptsächlich für Grau - und Frischwasser und das geliebte Portie.

Auf Stellplätzen mit dieser Möglichkeit ist alles kein Problem..... aber auf engstem Raum, Mobil an Mobil, das ist für UNS kein Urlaub.

Mit der ASCI-Card gibt es sehr viele Campingplätze, auch in Spanien, für 10-15 Euro pro Nacht und allem inkl. Strom, Duschen usw.

Dort gibt es dann keine Probleme.... und dieser Betrag sollte doch für jeden WOMO-Fahrer alle paar Tage möglich sein, oder ???


Eigentlich sollt es nicht nur möglich, sondern selbstverständlich sein !!

Mondmann am 03 Apr 2010 20:48:08

Hallo carthagocliff,-

wenn durch Jahre hindurch die "wilden" Freisteher toleriert wurden,
so kann man es jetzt doch nicht als " Gewohnheitsrecht" einfordern.
Was mich immer wieder wundert, wie die " Überwinterer " verbissen
argumentieren.
Wir sind seit Mitte Feber in Kalabrien und Sizilien unterwegs, meiden
allerdings die "wilden" Überwinterer und noch mehr die "normalen"
Überwinterer auf Campingplätzen, die ja oft schon seit Oktober
stehen und meist unter einem schweren Lagerkoller leiden. :D :D

Liebe
Mondmann

carthagocliff am 03 Apr 2010 22:49:31

Da habe ich ja mit meinem sicherlich provokativen Beitrag einiges losgetreten!

Erinnert mich ein bißchen an den Thread, als jemand fragt, was denn wohl der beste Moppel für ihn sei und seitenlang die Moppelhasser auf ihn einprügeln, er aber nie eine Antwort auf seine Frage bekommt.

Und so habe ich keinen Hinweis oder Erfahrung bekommen, warum es denn in einem Land, welche als Haupteinnahmequelle neben der Baubranche den Tourismus hat, keinerlei Entwicklung in einem Tourismuszweig gibt, der seit 20 Jahren solche Zuwächse hat wie die Reisemobilbranche. Warum wird nicht wie z.B. in Frankreich oder Italien, die Reisemobile streng reglementiert, mit 2 m Balken und Verboten, dort wo man sie nicht haben will, dafür andererseits Stellplätze geschaffen - die im Winter frei sind, im Sommer aber verboten oder kostenpflichtig - und V&E an jeder Ecke, und wenn es nur ein Loch im Boden ist. In den meisten anderen europäischen Ländern findet eine rege Tätigkeit für den Reisemobiltourismus statt. Und wir reden nicht nur von ausländischen Touristen, auch die spanischen Womos klagen darüber.

Nun aber lese ich auch den zahlreichen Beiträgen hier, daß zigtausende von jährlichen Wohnmobilisten in Spanien:

geizig und gierig seien und sich jeden Obulus ersparen wollen

sich von 10 Euro täglich bei LIDL ernähren

zu blöd sind, Kanaldeckel zu unterscheiden

ihre Hinterlassenschaften in die Natur kippen

sich nicht auf die wunderschönen Campingplätze zwischen den Plastikgemüseplantagen stellen, die meist neben Schnellstraßen liegen,

sich nicht einzeln auf die Parkplätze stellen, sondern mit mehreren

usw. und so fort

So war ich Mitte März bei einem nationalen (spanischen) Reisemobiltreffen in Toledo dabei, mit ca. 100 Womos. Als Entsorgung wurde von dem Veranstalter ein REGENWASSERDECKEL auf dem Busparkplatz mit Flatterband abgesperrt, wohin die Wohnmobilisten ca. 200 m über eine 4-spurige Schnellstraße mit Ampel mit ihren Cassetten zu gehen hatten. (Ich sehe jetzt schon einige hier beim Lesen von ihren PC´s aufspringen und mit hochrotem Kopf die Tel.Nummer des Ordnungsamts in Toledo suchend, "..auf das sie alle erwischt werden und hohe Strafen zahlen..."oder vielleicht doch den Prügel, "....um alle in den Rücken zu schlagen.....")

Ich werde mich jetzt endgültig hier ausklinken, nicht ohne nochmals ausdrücklich zu betonen, daß wenn auch alle sich so empören, sich nichts an der Tatsache ändert. So lehne ich auch viele Dinge ab, die sich da abspielen. Ich habe auch das Glück, mit 450 ltr. Frischwasser, 150 ltr. Abwasser und 85 ltr. Fäkaltank große Reichweiten zu haben, auch weil ich zu faul bin, zu Strandduschen zu rennen. Die meisten normalen Womos mit einer Cassette und 100 ltr Wasser allerdings müssen öfters sich um V&E kümmern. Davon abgesehen, sind deutsche Maß-Vorstellungen nicht unbedingt in Spanien/ Portugal anzuwenden. So gibt es viele Gemeinden, wo es empfohlen, bzw. es bereitgestellt wird, über diese vorgegebenen Deckel zu entleeren, die Gemeindemitarbeiter sogar mithelfen.

Und letztendlich genauso klar betont: es gibt sicherlich einige schwarze Schafe. Die große Mehrheit von diesen vielen tausenden Mobilisten, die jährlich auf der Suche nach nur Ruhe, Natur und Sonne in den Wintermonaten sind, von denen ich in den letzten Jahren viele kennen- und schätzengelernt habe, sind sehr bemüht, als Gäste sich unauffällig zu verhalten. Sie wollen einen Parkplatz (ohne Campingleben), etwas Infrastruktur, Abwechslung, sind auch generell bereit, Geld für Stellplätze auszugeben, wenn es sie denn gäbe. Eine generelle Vorverurteilung , wie tw. hier stattgefunden, mit tiefster Polemik und Andeutungen über körperliche Gewalt empfinde ich als unverhältnismäßig. So wünsche ich mir mehr Gelassenheit und TOLERANZ (ja, dieses Wort gibt es), die die Spanier vorleben. Ich werde meine Frage nun im spanischen Forum nochmals stellen, mit sicherlich sachlicherer Diskussion.

Habe die Ehre
Christian

Campoverde am 03 Apr 2010 23:04:20

Hallo,

Du schreibst über Toledo, ich kenne Toledo und wüsste nicht, wo hier im Bereich der Stadt sich 200 Wohnmobilisten aufhalten können. Die Stadt liegt am Hang mit engen, kaum mit Pkw`s zu befahrenen Straßen und eine vierspurige Fahrbahn habe ich dort nicht entdecken können.

Ich würde mir an Deiner Stelle so ein Land wie Spanien einfach nicht aussuchen, sondern dort hinfahren, wo nicht alles so - wie Du schreibst - reglementiert wird -. Dann erspart man sich auch den Hinweis Quo Vadis Espana!!!


Heinz-Campoverde

wolfherm am 04 Apr 2010 11:08:06

Hallo,

du fragst, warum Spanien als Tourismusland so wenig oder gar nichts für die so aufstrebende Reisemobilbewegung tut. Ganz einfach: die verdienen mit dem vorhandenen und ortsgebundenen Tourismus wesentlich mehr und da stören die Reisemobile nur. Du berichtest ja selbst von anwohnenden Deutschen, die das mit wenig Sympathie verfolgen, was sich vor ihnen in Strandnähe abspielt.

Das ist aber eine Entwicklung, die man akzeptieren muss. Man kann nicht immer von jedem geliebt und mit offenen Armen empfangen werden wollen.

LG Wolfgang

carthagocliff am 04 Apr 2010 11:21:01

Lieber Heinz !

Obwohl ich generell Deine Beiträge sehr schätze, ist es leider genau Dein jetziger, die ich mit anderen als so untolerant empfinde. Genau diese Unterstellungen nach dem Motto: "..... ich bin ja so schlau und kenne Toledo, während Du Dich irren mußt oder Lügen erzählst....."

So werden in Deinen Bericht aus den von mir geschilderten 100 Womos bei Dir 200 gemacht.
Und auch sonst schreibst Du schneller, als Du lesen kannst. Ich schrieb:
z.B. in Frankreich oder Italien, die Reisemobile streng reglementiert,
, bin also der Meinung, daß es in anderen Länder viel strenger, im Positiven wie als auch Negativen reglementiert ist.
Bei Dir wird daraus in Bezug auf Spanien:
alles so - wie Du schreibst - reglementiert wird -.


Man sollte jemand anderen so viel Wertschätzung entgegen bringen, zumindest seine Berichte zu lesen, sowie sich auch selbst einzugestehen, nicht allwissend zu sein und alles zu kennen.
PS: Der Stellplatz / Parkplatz, auf dem das Womo Treffen stattgefunden hat, liegt an der 4 spurigen Einfahrtstraße Avenida de Castilla, die von der Autobahn Richtung Innenstadt führt. Kurz vor dem Kreisverkehr, der rechts den Hügel rauf zu den Stadttoren führt, liegt links ein großer Parkplatz direkt neben dem Parque de Safont. Von dort geht man max. 5 min, um zu einer der Haupttore zu gelangen.

Viele
Christian

Lancelot am 04 Apr 2010 11:26:56

Hallo Christian,

ich kann die "allgemeine Empörung" :D schon auch nachvollziehen ... "Man" will DAS:

carthagocliff hat geschrieben:Sie wollen einen Parkplatz (ohne Campingleben), etwas Infrastruktur, Abwechslung, sind auch generell bereit, Geld für Stellplätze auszugeben, wenn es sie denn gäbe.


Gibt´s aber NICHT, jedenfalls nicht in ausreichender Menge ...

Anstelle sich jetzt auf die Gegebenheiten/Vorschriften des Gastlandes einzustellen, wird von einer Vielzahl (nicht Allen) dies ignoriert und mit "selbstgemachtem Regelwerk" umgangen --- bitte lies dazu nochmals Dein Eingangsposting --- DAS finde ich nicht in Ordnung :(

Campoverde am 04 Apr 2010 11:31:04

Hallo,

noch ein Hinweis. Ich habe bereits 1996 in einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Pilar de la Horadada versucht, ähnlich wie in Deutschland, wohnmobilfreundliche Gemeinden in Spanien zu gewinnen. Ich habe darauf hingewiesen, dass mit wenigen Mitteln ja zumindestens im Winter, wenn die Strände und Parkplätze wenig frequentiert werden, einfache Stellplätze eingerichtet werden können. Ich habe später noch einmal den Versuch unternommen, leider war alles vergeblich. Ich weiß nicht woran es liegt, offensichtlich hat man wirklich kein Interesse an den Wohnmobilisten. Vielleicht auch deshalb, weil man tatsächlich öfters schlechte Erfahrungen gesammelt hat.
Ich bin jedoch dabei, wenn es darum geht, weiter dafür zu werben, dass auch Stellplätze in Spanien eingerichtet werden und sich Gemeinden wohnmobilfreundlich zeigen. Aber wie gesagt, Stellplätze und keine Plätze, die in Camping ausarten.
Gerade vor zwei Tagen habe ich auf einem Parkplatz des Mercadona einen deutschen Wohnmobilisten getroffen, der sich auch noch damit brüstete,
dass er vier Monate unterwegs sei und in dieser Zeit noch keinen Tag auf einem Campingplatz verbracht hat. Auch hier war auf dem Parkplatz ein Pulk von mehr als 20 Fahrzeuge vorhanden. Ich denke, dass die angrenzenden Hausbesitzer auch nicht gerade erfreut sind, über den Anblick der parkenden Fahrzeuge. Auch waren hier Tische und Stühle aufgebaut und die Wohnmobilisten labten sich an diversen Getränken. Nein, das kann einfach nicht gut sein und wird unsere Reisen in weiter erschweren.

Heinz-Campoverde

carthagocliff am 04 Apr 2010 12:09:35

Wie schön, daß wir schlußendlich doch noch ein sachliches Gespräch zustande bringen.

Aber wie gesagt, Stellplätze und keine Plätze, die in Camping ausarten.

Und genau nur um das geht es !!! Parkplätze, die für max. 48 Std. als Stellplatz ausgewiesen sind. Ohne Tisch und Stühle, ohne Markise, ohne Campingleben, mit einem ausgewiesenen Kanaldeckel oder Loch im Boden. Das was sich die meisten, die sich ein Land anschauen möchten, wollen. Stellplätze , die NICHT neben Hotels oder Einfamilienhäusern liegen, gibts genügend im Winter.

Und Ihr müßt doch zugeben, zumindest die, die schon mehrere Länder bereist haben, daß die meisten spanischen Campingplätze im Vergleich z.B. mit kroatischen, irländischen, schwedischen, ungarischen.. oft potthäßlich sind und inmitten von Gemüseplantagen liegen und dann auch noch mit Hecken eingezäunte 20 m2 Stellplätze haben. Oft liegen sie auch noch sehr abseits, sodaß ältere Menschen ohne Fahrrad oder Moped sehr bewegungseingeschränkt sind. Kann man also manchen verdenken, wenn sie auf ihren Reisen mal zwei Tage auf einem Parkplatz nahe der Stadt stehen wollen.

Eine nette Idee erfuhr ich auf einem Parkplatz nahe Tarifa. Dort kam jeden Tag ein Mann, mit Dienstausweis der Kommune, der einen freiwilligen Parkbeitrag von 1 Euro kassierte. Dies sind Langzeitarbeitslose aus schwierigen sozialen Umfeldern, für mich eine sehr gute Einrichtung. Gerne haben alle Womos jeden Tag diesen Obulus bezahlt, obwohl wie gesagt freiwillig. Wieviel der Mann sich behalten kann, weiß ich nicht. Es wäre aber eine tolle Idee, soetwas flächendeckend zu haben.

Aber wahrscheinlich ist es wirklich so, daß die letzten Jahre mit dem Massentourismus und Bauboom so viel Geld verdient wurde, daß der Womo-Tourismus uninteressant ist.

Viele
Christian

Advantage am 04 Apr 2010 21:22:01

Hallo

Kann man also manchen verdenken, wenn sie auf ihren Reisen mal zwei Tage auf einem Parkplatz nahe der Stadt stehen wollen.


Jetzt sind wir uns doch einig....... und wenn nach dieser Zeit die Vorräte an Wasser usw. zu Ende gehen, dann fahre ich eben auch mal auf einen CP und die Welt ist in Ordnung.

- die Anwohner müssen nicht permanent auf ein und das selbe WOMO schauen

-es gibt keine Entsorgungsprobleme

-und bestimmt keinen Stress mit den Behörden

-die CP Betreiber sind auch zufrieden, da sie Gäste haben, müssen sie die Behörden auch nicht "aufstacheln"

PS: Ich kenne SEHR schöne CP in Spanien, die anderen Ländern in nichts nachstehen.

Campoverde am 04 Apr 2010 22:25:51

Hallo,

und ich kenne alle 16 Provinzen in Spanien, die ich mit meinem Womo bereist habe. Natürlich kenne ich auch hervorragende Campingplätze, z.B. Los Escullos bei Cabo de Gata oder in Guadamar.
Ich kenne natürlich auch gute Stellplätze in Spanien. Man braucht nur nett zu fragen und schon öffnen sich die Spanier für die Belange. So wurden wir in Galicien von Spanier eingeladen und mir wurde auch hin und wieder Strom und Wasser angeboten. Ich klinke mich nun wirklich hier aus und wünsche mir nach wie vor, dass Stellplätze wirklich als solche angesehen werden und man nicht auf diesen einen Pulk von Fahrzeugen antrifft und sich Camping breit macht.
aus Spanien
Heinz-Campoverde

Leser am 04 Apr 2010 22:38:16

Hallo,
habe alle Beiträge zu diesem Thema hier gelesen, für mich bleibt letztendlich die Frage: Warum muß ich als Wohnmobilist hier hin?

Wir waren vor unserer "wohnmobilen Zeit" ebenfalls begeisterte Spanienurlauber (immer Ferienhaus gemietet), mit dem Wohnmobil waren wir nur noch einmal dort, nein, -die dortigen Verhältnisse passen nicht zu uns, (zu einigen anderen hier offenbar auch nicht, -wie ich den Beiträgen entnehme) also fahren wir dort nicht mehr hin, Alternativen gibt´s für uns wirklich genug.

Leser

lwk am 07 Apr 2010 14:30:39

@carthagocliff

Gut geschrieben, gut gekontert!

Wir sind voll Deiner Meinung. Statt die WoMo's wegzujagen sollte man doch lieber die Sache über Stellplätze legalisieren, aber Preis und Leistung müssen schon übereinstimmen(eigentlich reicht uns eine Ver- und Entsorgung, viel Platz bis zum nächsten Nachbarn und ansonsten NICHTS)
Das findet man auf Campingplätzen nunmal nicht.

carthagocliff am 08 Apr 2010 11:36:01

Hallo

Campoverde schrieb:
und ich kenne alle 16 Provinzen in Spanien, die ich mit meinem Womo bereist habe. Natürlich kenne ich auch hervorragende Campingplätze, z.B. Los Escullos bei Cabo de Gata oder in Guadamar.


Das Gebiet um Cabo de Gata ist für mich eines der schönsten Spaniens, ich war auch dieses Jahr 3 Wochen dort. Der Campingplatz Los Escullos mag sicherlich schön sein, liegt aber im absoluten Nirvana, rundherum nichts. Für ältere Leute gibt´s keine Möglichkeit, zu Fuß oder mit Fahrrad etwas zu erreichen. Und genau dies wollen so viele Menschen, mit denen ich gesprochen habe.
PS: auf u.a. Foto liegt der Campingplatz ungefähr 1 km hinter dem Womo.

Man braucht nur nett zu fragen und schon öffnen sich die Spanier für die Belange. So wurden wir in Galicien von Spanier eingeladen und mir wurde auch hin und wieder Strom und Wasser angeboten.


Natürlich sprichst Du, Heinz, als in Spanien lebend auch fließend spanisch und kannst Einheimische nett ansprechen. Die meisten Womobilisten können dies aber wohl nicht, an den wird wohl Dein Vorschlag auch scheitern.

Um schlußendlich noch auf die Eingangsfrage zurückzukommen- Quo vadis, also wo geht´s denn in Spanien hin- das wird ja immer klarer, wohl werden sie den Weg der Griechen gehen, es droht der Staatsbankrott. Arbeitslosigkeit gestiegen auf 20 %, die Bautätigkeit komplett zusammengebrochen, zigtausende Bauruinen, Firmenpleiten zu Hauf, die Menschen können Ihre Kredite nicht mehr bedienen. So hat mir vorgestern erst eine Bekannte aus Barcelona erzählt, daß es durchaus üblich war, auch Geringverdienern Hauskredite auf 40 Jahre ohne Eigenmitteln und zu 100% Beleihungsgrenze zu verkaufen. Erinnert uns an Amerika, oder??

LWK schrieb:
aber Preis und Leistung müssen schon übereinstimmen(eigentlich reicht uns eine Ver- und Entsorgung, viel Platz bis zum nächsten Nachbarn und ansonsten NICHTS)
Das findet man auf Campingplätzen nunmal nicht.


Genau dies ist auch die Aussage von so vielen Womobilisten, die ich getroffen habe.

So hoffen wir mal, daß die Krise in Spanien ein Umdenken einleitet im Tourismuskonzept. Wenn sich die Betonbunker mit Meerblick nicht mehr automatisch verkaufen lassen, wird man sich auch um kleinere Tourismuszweige wie Wohnmobilisten kümmern.

Viele
Christian

eisloewe62 am 08 Apr 2010 13:43:27

Hallo Christian,
ich kann deine Beweggründe nachvollziehen, aber aus einer anderen Sicht. Ich habe kein WoMo und bin 2008 in so einer Bettenburg gewesen (im Oktober). Wir sind dann mal zwischen 2 Orten an der Costa Brava gewandert, einerseits phantastische Natur, dann aber wieder zugebaut mit Villen und *urbanizations*. alles leer im Herbst, höchstens paar wenige ausländische (vor allem aus dem süddeutschen Raum) stammende Fahrzeuge. Es war irgendwo gruselig. Wie mag das im Sommer ausschauen? Kleinere Hotels hatten auch alle geschlossen, Campingplätze waren verwaist. Keine ahnung, wo die Leute mit ihren Wohnmobilen übernachtet haben.

Da wir uns im Sommer ein WoMo mieten um nach Schweden zu fahren, habe ich mich hier angemeldet. Ich hätte nicht gedacht, mit welchen Themen ihr euch befasst.
Ich war bisher auch der Ansicht, Wohnmobilfahren ist eher nix für Campingplätze, Enge, Lärm, sondern man sucht die Einsamkeit, *flüchtet* auch vor Massentourismus, oder möchte Länder etwas umfänglicher als in einem hotel möglich, erkunden. Wenn ich dann einige Stellplätze anschaue, wird mir gleich ganz anders. Hoffentlich sieht das im Norden anders aus.

carthagocliff am 08 Apr 2010 16:23:58

Hallo Eisloewe

Hoffentlich sieht das im Norden anders aus.


NEIN! Im Sommer sicher genauso wie im Winter in Spanien. Wenn Du zu der Hauptreisesaison nach Schweden fährst, ist dort alles unterwegs. Nimm, wenn es geht, den September. Da war es wie im Bilderbuch, alles ruhig.

Viel Spaß in Schweden
Christian

Gast am 08 Apr 2010 17:10:09

carthagocliff hat geschrieben:Hallo

,

Um schlußendlich noch auf die Eingangsfrage zurückzukommen- Quo vadis, also wo geht´s denn in Spanien hin- das wird ja immer klarer, wohl werden sie den Weg der Griechen gehen, es droht der Staatsbankrott. Arbeitslosigkeit gestiegen auf 20 %, die Bautätigkeit komplett zusammengebrochen, zigtausende Bauruinen, Firmenpleiten zu Hauf, die Menschen können Ihre Kredite nicht mehr bedienen. So hat mir vorgestern erst eine Bekannte aus Barcelona erzählt, daß es durchaus üblich war, auch Geringverdienern Hauskredite auf 40 Jahre ohne Eigenmitteln und zu 100% Beleihungsgrenze zu verkaufen. Erinnert uns an Amerika, oder??


Viele
Christian



Hallo,

also ich kann kaum glauben, das irgendjemand sowas denkt, geschweige denn schreibt:

Wohnmobilisten als Retter der spanischen Finanzmisere :roll:

..zur Info: so toll steht unser Land auch nicht da(höchste Verschuldung seit bestehen der BRD, Riesenprobleme in der Gesundheitspolitik, die meisten Kommunen pleite, blühende Landschaften im Osten der Republik :ironie: usw. usw. usw.)

Auf welch hohem Ross sitzen denn hier Manche???

Solche Besucher braucht kein Land!!!!!...auch nicht Spanien!!!

aus Blanes, Costa Brava (auf einem sehr netten Campingplatz eingesperrt) :lol:

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