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Gelderland Mobile ist in Planinsolvenz gegangen


BOWO am 17 Jun 2010 14:35:35

In der neusten Ausgabe der Reisemobil International (Heft 7/2010) ist ein Artikel über das eingeleitete Planinsolvenzverfahren bei der Firma Gelderland Mobile.
Der Händler hatte immer eine große Auswahl an Eura und Laika Mobilen und der Erfolg wurde zum Verhängnis :(
Laut Artikel hatte das Unternehmen alleine im März 1 Mill.Euro Umsatz, neuer Rekord für den Händler, leider konnte aber die fällige Umsatzsteuer darauf nicht zwischenfinanziert werden, die Bank hat wohl nicht mitgemacht. Also trotz Erfolg wurde Planinsolvenz angemeldet. Jetzt findet man auf der Homepage der Firma nur noch Laika und Carthago Wohnmobile als Neufahrzeuge, von Eura stehen z. Zt. nur zwei Gebrauchte drin. :cry:

Bleibt zu hoffen, das es die Firma dank Planinsolvenz schafft am Markt zu bleiben. Der Ruf war bisher sehr gut und die Preise dort waren anscheinend in Ordnung. :)

Finde ich gut, dass hier ein Unternehmer offen dargelegt hat wie man trotz guter Geschäfte anscheinend von den Banken ausgebremst werden kann. :evil:

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BOWO am 17 Jun 2010 14:39:11

Ergänzung:
Der Betrieb läuft natürlich weiter, auch unter der alten Leitung. Die Planinsolvenz dient der Gesundung eines Unternehmens um Altlasten abzuwerfen. :!:

Golfspieler am 17 Jun 2010 14:42:26

Irgendwie habe ich mich über diesen Artike gewundert...

Kenne zwar nicht das deutsche Umsatzsteuer-Gesetz, bei uns in Ö ist´s jedenfalls so, dass du deine USt-Meldung im Folgemonat beim Finanzamt abgibst.

...und da hast du doch schon längst das Geld (Kaufpreis inkl. USt) vom Kunden...

Außerdem braucht man (zumindest bei uns in Ö) nicht unbedingt eine Bank, sondern kann direkt mit dem Finanzamt ein Zahlungsziel vereinbaren...

Nicht vergessen darf man, dass mit jeder Insolvenz auch zahlreiche andere Gläubiger durch die Finger schauen und Geld verlieren.

...die werden sich sicher grün und blau ärgern wenn die diesen Artikel lesen, spricht doch der Geschäftsführer von Top-Umsatz, auch in Zukunft und so weiter...

Ich weiß nicht, irgendwie ist die ganze Geschichte für mich nicht schlüssig...

Fritz

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al am 17 Jun 2010 14:57:03

wenn ein unternehmer eine bank braucht, um seine steuern zu bezahlen....
dann hat er vorher mit dem eingenommenen geld etwas falsch gemacht.

picteur am 17 Jun 2010 14:57:19

Genau das dachte ich auch heute morgen als ich den Artikel gelesen habe.

Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht so ganz. Wenn ich etwas verkaufe, dann verkaufe ich es doch inkl. MwSt. an den Kunden und somit sollte diese auch da sein um sie an das Finanzamt abführen zu können oder? :? Es sei denn, man hat die vereinahmten Steuern anderweitig ausgegeben, anstatt sie für das Finanzamt "aufzuheben".

Sehr dubios irgendwie...

Lancelot am 17 Jun 2010 15:37:26

BOWO hat geschrieben:Laut Artikel hatte das Unternehmen alleine im März 1 Mill.Euro Umsatz, neuer Rekord für den Händler, leider konnte aber die fällige Umsatzsteuer darauf nicht zwischenfinanziert werden, die Bank hat wohl nicht mitgemacht.


:D

... hätte ich als Bank auch nicht :(

Umsatzsteuer ist am 10. des Folgemonats fällig, mit Dauerfristverlängerung nochmal 4 Wochen später ... der Unternehmer hat also die eingenommene USt. "kassiert" und anderweitig verbraten --- warum soll eine Bank DAS finanzieren :?:

BOWO hat geschrieben:Finde ich gut, dass hier ein Unternehmer offen dargelegt hat wie man trotz guter Geschäfte anscheinend von den Banken ausgebremst werden kann. :evil:


Wenn dem Unternehmer keine blödere Ausrede (vor der Öffentlichkeit) einfällt ... vor dem Konkursgericht kommt er damit jedenfalls nicht durch.

BOWO hat geschrieben:Der Ruf war bisher sehr gut und die Preise dort waren anscheinend in Ordnung. :)


Wohl eher nicht, sonst wäre er nicht pleite ... :roll:

mattes23 am 17 Jun 2010 15:39:56

Also mich wundert es wenig.

Ich war im Herbst letzen Jahres, sowie im Frühjahr diesen Jahres mehrfach auf dem Hof und habe mir sehr offenkundig verschiedene Fahrzeuge angesehen. nicht ein einziges Mal hat sich jemand bei mir blicken lassen, um mich zu beraten, geschweige denn sich nach meinen Kaufgelüsten zu erkundigen. Handel funktioniert anders.

Übrigens gibt es zwei verschiedene Arten der Besteuerung, Die IST- und die SOLL-Besteuerung. Zur Info: --> Link

Es ist somit sehr gut möglich, dass du Waren an den Kunden reichst, hierfür auch Steuern (pünktlich) abzuführen hast, das Geld jedoch noch lange nicht vom Kunden bezahlt wurde. Gerade bei Größen jenseits der 20K kann sowas arg böse enden. Wer da kein Polster hat, den erwischt es schon mal ganz schnell. Auch im Handwerkerbereich, wenn kleinen Betrieben die Zahlung verweigert wird sieht sowas übel aus.

Lancelot am 17 Jun 2010 15:42:11

mattes23 hat geschrieben:Übrigens gibt es zwei verschiedene Arten der Besteuerung, Die IST- und die SOLL-Besteuerung.


Aus Deinem link:

Auf Antrag beim Finanzamt kann ein Unternehmer die Steuer nach §20 UStG berechnen, wenn sein Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht höher als 125.000 € lag oder wenn er nicht buchführungspflichtig ist.

Lancelot am 17 Jun 2010 15:44:53

(Mist, edit geht nicht)

Selbstverständlich ist DER Unternehmer mit einem Monatsumsatz von ca. 1 Mio SOLL-steuerpflichtig.

Da normalerweise Fahrzeuge an Endkunden bezahlt sind ... "fehlt" irgendiwe die Umsatzsteuer.

Gast am 17 Jun 2010 16:25:07

"Planinsolvenz"
Lustige Wortakrobatik, um den wahren Sachverhalt bloß nicht beim Namen nennen zu müssen:

BANKROTT

"Planinsolvenz", klingt irgendwie auch nach "DDR 2.0"

Ist denn die BRD-GmbH nicht auch planinsolvent ?
Versucht sie nicht gerade verzweifelt sich "einiger" "Altlasten" zu entledigen?

Übrigens!
Eine Insolvenz, ein Bankrott, oder wie auch immer, führt nie zu einer winwin-Situation.

Auch wenn "Planinsolvenz" ganz harmlos, fast belustigend klingt:

"Altlasten abwerfen" heißt, irgendwo sehen irgendwelche Gläubiger in die Röhre. Deren Geld ist weg.

andwein am 17 Jun 2010 16:36:14

BOWO hat geschrieben:In der neusten Ausgabe der Reisemobil International (Heft 7/2010) ist ein Artikel über das eingeleitete Planinsolvenzverfahren bei der Firma Gelderland Mobile.
Der Händler hatte immer eine große Auswahl an Eura und Laika Mobilen und der Erfolg wurde zum Verhängnis :(
Laut Artikel hatte das Unternehmen alleine im März 1 Mill.Euro Umsatz, neuer Rekord für den Händler, leider konnte aber die fällige Umsatzsteuer darauf nicht zwischenfinanziert werden :evil:


Ein alter Lehrsatz aus dem Mittelstand lautet:
"Man lebt nicht vom Umsatz sondern vom Gewinn".
aus dem Schwabenland, Andreas

FJH am 17 Jun 2010 17:09:22

Schade um den Laden. Ich habe früher dort bereits mehrfach gemietet und habe mich in allen Bereichen kompetent und freundlich behandelt gefühlt.
Sehr zuvorkommend und vor allem als Einsteiger der probieren wollte, waren die Tipps und Hilfestellungen echt hilfreich.
Hoffentlich geht es da weiter.
Lotte, Franz und Gaby

BOWO am 17 Jun 2010 19:52:52

Korrektur:
Ich habe den Artikel noch mal in Ruhe neu gelesen. Oben habe ich den Umsatz mit 1 Mill. im März falsch geschildert. Richtig hieß es:"Der eigentliche Insolvenzgrund entstand wesentlich in Folge unseres höchsten Monatsumsatzes im März.....
An anderer Stelle:
"Wir haben aktuell weit über eine Million Euro Auftragsbestand abzuarbeiten...."

Asche auf mein Haupt. :oops:


An anderer Stelle des Artikels ist ausgeführt, dass die Firma 7 Mill. Euro Jahresumsatz hatte, wohl ein Rekordjahr.

Golfspieler am 17 Jun 2010 19:58:16

...und nach einem Rekordjahr geht man in Insolvenz???????

Fritz

knauserich am 17 Jun 2010 20:00:38

Umsatz kann man eben nicht essen .

Planinsolvenz ??????

Im Volksmund : PLEITE

wolfherm am 17 Jun 2010 23:16:14

fanni hat geschrieben:"Planinsolvenz"
Lustige Wortakrobatik, um den wahren Sachverhalt bloß nicht beim Namen nennen zu müssen:

BANKROTT

"Planinsolvenz", klingt irgendwie auch nach "DDR 2.0"

Ist denn die BRD-GmbH nicht auch planinsolvent ?
Versucht sie nicht gerade verzweifelt sich "einiger" "Altlasten" zu entledigen?

Übrigens!
Eine Insolvenz, ein Bankrott, oder wie auch immer, führt nie zu einer winwin-Situation.

Auch wenn "Planinsolvenz" ganz harmlos, fast belustigend klingt:

"Altlasten abwerfen" heißt, irgendwo sehen irgendwelche Gläubiger in die Röhre. Deren Geld ist weg.


Hallo,

das ist eine Planinsolvenz:

Bei einer Planinsolvenz handelt es sich umgangssprachlich um eine "geplante Insolvenz". Dabei wird der Antrag auf Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht direkt mit einem Vorschlag für ein Insolvenzplanverfahren und einem bereits erstellten Insolvenzplan verbunden.

Diese Planinsolvenz wird dabei meistens von einem Sanierer begleitet, der den Insolvenzplan vor der Antragsstellung zusammen mit der Unternehmensführung erstellt.

Die Gläubiger entscheiden über den ausgearbeiteten Insolvenzplan. Der bestellte Insolvenzverwalter tritt nur noch beratend auf. Die alte Geschäftsführung bleibt bei der Planinsolvenz im Amt.

Damit kann man Unternehmen und Arbeitsplätze retten. und alles in Abstimmung mit den Gläubigern.

LG Wolfgang

Gast am 18 Jun 2010 08:49:37

Bei einer Planinsolvenz handelt es sich umgangssprachlich um eine "geplante Insolvenz". Dabei wird der Antrag auf Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht direkt mit einem Vorschlag für ein Insolvenzplanverfahren und einem bereits erstellten Insolvenzplan verbunden.

Diese Planinsolvenz wird dabei meistens von einem Sanierer begleitet, der den Insolvenzplan vor der Antragsstellung zusammen mit der Unternehmensführung erstellt.

Die Gläubiger entscheiden über den ausgearbeiteten Insolvenzplan. Der bestellte Insolvenzverwalter tritt nur noch beratend auf. Die alte Geschäftsführung bleibt bei der Planinsolvenz im Amt.

Damit kann man Unternehmen und Arbeitsplätze retten. und alles in Abstimmung mit den Gläubigern.





Hallo Wolfgang,
seit wann wird denn im Kasperletheater so schwülstig getextet?

Viele

Poldi am 18 Jun 2010 09:30:32

fanni hat geschrieben:Bei einer Planinsolvenz handelt es sich umgangssprachlich um eine "geplante Insolvenz". Dabei wird der Antrag auf Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht direkt mit einem Vorschlag für ein Insolvenzplanverfahren und einem bereits erstellten Insolvenzplan verbunden.

Diese Planinsolvenz wird dabei meistens von einem Sanierer begleitet, der den Insolvenzplan vor der Antragsstellung zusammen mit der Unternehmensführung erstellt.

Die Gläubiger entscheiden über den ausgearbeiteten Insolvenzplan. Der bestellte Insolvenzverwalter tritt nur noch beratend auf. Die alte Geschäftsführung bleibt bei der Planinsolvenz im Amt.

Damit kann man Unternehmen und Arbeitsplätze retten. und alles in Abstimmung mit den Gläubigern.






Hallo Wolfgang,
seit wann wird denn im Kasperletheater so schwülstig getextet?

Viele
:bahnhof:
Ich verstehe nicht was du mit schwülstig meinst. :nixweiss:
Ich bin dankbar für Wolfgangs Erläuterung, denn die sind informativ und verständlich. :gut:

Poldi

Gast am 18 Jun 2010 09:56:04

Synonyme für "schwülstig:

gekünstelt, geschraubt, hochgestochen, hochtrabend, überladen, übertrieben, überschwänglich, bombastisch, hochtönend, pathetisch, pompös, theatralisch, verschnörkelt, salbungsvoll, unnatürlich

Buchtipp:

Amazon Link



"Geschwätz", könnte man auch dazu sagen.

Eine Ansammlung von Sprechblasen, die nur dazu dienen:
Abwiegeln
Schönreden
Beschwichtigen

Also das, was die Politiker dieser Republik täglich tun.

Dieses Wort "Planinsolvenz" wurde nur erfunden, um das Publikum zu beruhigen.

"Voraussetzungen für eine Planinsolvenz
Damit ein solches Verfahren durchgeführt werden kann, müssen im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen abgeklärt werden:

- Bietet der Markt für die Zukunft Chancen für das Unternehmen?

- Die Frage der Sanierungswürdigkeit des Unternehmens ist zu klären.

- Ist durch eine Verringerung der Kosten/ Verbindlichkeiten die Rentabilität des Unternehmens zu erreichen?

- Sind die Gläubiger (z.B. Banken, Lieferanten) an einer Sanierung des Unternehmens interessiert?

- Findet sich ein neuer Kreditgeber oder Investor?

- Beteiligen sich Gläubiger und eventuell auch Arbeitnehmer an der Sanierung?

- Ist die Unternehmensleitung noch vertrauenswürdig?"


Nichts anderes als bei einer "normalen" Insolvenz.

wolfherm am 18 Jun 2010 10:06:31

fanni hat geschrieben:Synonyme für "schwülstig:

gekünstelt, geschraubt, hochgestochen, hochtrabend, überladen, übertrieben, überschwänglich, bombastisch, hochtönend, pathetisch, pompös, theatralisch, verschnörkelt, salbungsvoll, unnatürlich

Buchtipp:

Amazon Link



"Geschwätz", könnte man auch dazu sagen.

Eine Ansammlung von Sprechblasen, die nur dazu dienen:
Abwiegeln
Schönreden
Beschwichtigen

Also das, was die Politiker dieser Republik täglich tun.

Dieses Wort "Planinsolvenz" wurde nur erfunden, um das Publikum zu beruhigen.

"Voraussetzungen für eine Planinsolvenz
Damit ein solches Verfahren durchgeführt werden kann, müssen im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen abgeklärt werden:

- Bietet der Markt für die Zukunft Chancen für das Unternehmen?

- Die Frage der Sanierungswürdigkeit des Unternehmens ist zu klären.

- Ist durch eine Verringerung der Kosten/ Verbindlichkeiten die Rentabilität des Unternehmens zu erreichen?

- Sind die Gläubiger (z.B. Banken, Lieferanten) an einer Sanierung des Unternehmens interessiert?

- Findet sich ein neuer Kreditgeber oder Investor?

- Beteiligen sich Gläubiger und eventuell auch Arbeitnehmer an der Sanierung?

- Ist die Unternehmensleitung noch vertrauenswürdig?"


Nichts anderes als bei einer "normalen" Insolvenz.


Hallo,

dann hast du das nicht richtig verstanden. Eine Planinsolvenz wird durch das Unternehmen selbst durchgeführt, also von Menschen, die das Geschäft verstehen. Eine normale Insolvenz wird von einem bestellten Insolvenzverwalter durchgeführt, der erstens viel Geld kostet, zweitens das Geschäft meistens nicht beherrscht und drittens in erster Linie an die Gläubiger denkt.


LG Wolfgang

Gast am 18 Jun 2010 10:20:34

Das kann doch nicht wahr sein !!!!!!!!!

JEDER kann es im Internet nachlesen:

--> Link

"Das Insolvenzplanverfahren ist ein vom Insolvenzverwalter geführter Vergleich, welchem eine Mehrheit der Gläubiger zustimmen muss."

weiter

"Der größte Unterschied zur Abwicklung eines Unternehmens durch Liquidation liegt vor allem im wesentlich größeren Mitbestimmungsrecht auf Gläubigerseite. Daraus resultiert allerdings auch ein größeres finanzielles Risiko. Durch eine Planinsolvenz erreicht man normalerweise eine höhere Auszahlungsquote auf Seiten der Gläubiger."

"Planinsolvenz vom Unternehmen selbst durchgeführt"
Das hätten die Damen und Herren Bankrotteure wohl gern.

Vielleicht auch noch die eigene Kreditwürdigkeit festlegen.

Die EU-Bonzen fordern ja jetzt auch eigene Ratingagenturen.

Was dabei rauskommt kann man erahnen:

AAA+++Gold

wolfherm am 18 Jun 2010 12:00:51

Ich gebe es auf.

BOWO am 18 Jun 2010 12:16:28

Ich auch.... :?

fanni scheint hier eine politische Plattform zu suchen, ich wollte iegntlich nur auf die Situation bei der bekannten Firma Gelderland Mobile hinweisen.
Lassen wir also besser Definitionsstreitigkeiten und politische Kommentare zum bösen Kapitalismus, hier ist ein CAMPERFORUM! :razz:

rinto am 18 Jun 2010 12:21:42

Das Planinsolvenzverfahren hat ausschließlich das Ziel, ein Unternehmen zu retten, das noch rettungsfähig ist.
Es ist aber keine "Insolvenz light": Das Unternehnen ist zahlungsunfähig oder überschuldet, das Insolvenzgericht hat einen Insolvenzverwalter zu bestellen und die Gläubiger müssen dem Sanierungsplan zustimmen. Machen Sie das nicht, läuft es wie bei jeder anderen Insolvenz auch; stimmen Sie zu, verlieren sie - wie bei jeder anderen Insolvenz auch - einen ( idR Groß- ) Teil ihrer Forderung.

Auch wenn der Begriff der Planisolvenz etwas lieblicher klingen mag, ändert er nichts daran, dass das Unternehmen - aus welchem Grund auch immer - die Insolvenzreife erreicht hat und der Geschäftsführer zur Vermeidung entsprechender strafrechtlicher Konsequenzen gezwungen war, tätig zu werden.

Viele aus Nürnberg, Edgar

BOWO am 18 Jun 2010 12:27:39

Wenn wir jetzt doch mit Wirtschaftkunde weitermachen hätte ich da mal eine Frage:

Wenn man bei einen Händler ein gebrauchtes Mobil gekauft hat ( also keine Herstellergarantie mehr), was passiert dann mit den Gewährleistungsanspruch (1 Jahr) wenn die Firma zwischenzeitlich so ein Insolvenzverfahren durchläuft?
Bleiben die Ansprüche im Falle des Defektes oder zählt man als Gläubiger und verliert jede Gewährleistung obwohl der Händler in Insolvenz weiter macht wie hier Gelderland-Mobile?

wolfherm am 18 Jun 2010 12:32:08

BOWO hat geschrieben:Wenn wir jetzt doch mit Wirtschaftkunde weitermachen hätte ich da mal eine Frage:

Wenn man bei einen Händler ein gebrauchtes Mobil gekauft hat ( also keine Herstellergarantie mehr), was passiert dann mit den Gewährleistungsanspruch (1 Jahr) wenn die Firma zwischenzeitlich so ein Insolvenzverfahren durchläuft?
Bleiben die Ansprüche im Falle des Defektes oder zählt man als Gläubiger und verliert jede Gewährleistung obwohl der Händler in Insolvenz weiter macht wie hier Gelderland-Mobile?



In der Regel sind die futsch. Siehe Knaus, die haben aus Kulanz (ohne Rechtsanspruch) auch nach dem Verfahren die Garantieansprüche der vor der Insolvenz ausgelieferten Fahrzeuge übernommen. Die hätten das auch sein lassen können; nur hätten die dann das Vertrauen der Altkundschaft verloren.

LG Wolfgang

walter@bibuu am 18 Jun 2010 12:45:06

wolfherm hat geschrieben:In der Regel sind die futsch. Siehe Knaus, die haben aus Kulanz (ohne Rechtsanspruch) auch nach dem Verfahren die Garantieansprüche der vor der Insolvenz ausgelieferten Fahrzeuge übernommen. Die hätten das auch sein lassen können; nur hätten die dann das Vertrauen der Altkundschaft verloren.

LG Wolfgang


Hallo Wolfgang,

bist Du Dir da ganz sicher? Ich meine mich zu entsinnen das unser Insolvenzverwalter im letzten Jahr erwähnte das manche Firmen noch über Jahre (zur Abwicklung der Garantieleistungen) teinlweise am Leben gehalten werden.

Walter

wolfherm am 18 Jun 2010 12:54:06

walter@bibuu hat geschrieben:
wolfherm hat geschrieben:In der Regel sind die futsch. Siehe Knaus, die haben aus Kulanz (ohne Rechtsanspruch) auch nach dem Verfahren die Garantieansprüche der vor der Insolvenz ausgelieferten Fahrzeuge übernommen. Die hätten das auch sein lassen können; nur hätten die dann das Vertrauen der Altkundschaft verloren.

LG Wolfgang


Hallo Wolfgang,

bist Du Dir da ganz sicher? Ich meine mich zu entsinnen das unser Insolvenzverwalter im letzten Jahr erwähnte das manche Firmen noch über Jahre (zur Abwicklung der Garantieleistungen) teinlweise am Leben gehalten werden.

Walter


Hallo,

das ist während des Insolvenzverfahrens, aber auch nur, solange Geld da ist. Nach dem Insolvenzverfahren (siehe Knaus) entsteht ja ein neues Unternehmen mit ganz anderen Eigentümern. Die kommen nicht für die Ansprüche an die "alte" Firma auf.

LG Wolfgang

Gast am 18 Jun 2010 12:55:13

BOWO hat geschrieben:Ich auch.... :?

fanni scheint hier eine politische Plattform zu suchen, ich wollte iegntlich nur auf die Situation bei der bekannten Firma Gelderland Mobile hinweisen.
Lassen wir also besser Definitionsstreitigkeiten und politische Kommentare zum bösen Kapitalismus, hier ist ein CAMPERFORUM! :razz:


Ich versuche hier zu erklären, daß die Firma Gelderland-Mobile, die ich nicht kenne, pleite ist.
Das ist keine Frage der Definition.
Im entsprechenden Link kann man das nachlesen
(richtige Brille vorausgesetz).

Warum man hier versucht in einem Womofahrerforum die eindeutige Situation des Händlers schönzureden, kann ich mir nicht erklären.


Vorsicht ist also angebracht, im geschäftlichen Umgang mit dieser Firma.


Viele

Campoverde am 18 Jun 2010 13:01:27

Hallo Wolfgang,

es ist wirklich besser, wie Du schreibst, "ich gebe auf". Es hat doch hier bei einigen Themen wirklich keinen Zweck, Kommentare abzugeben. Du siehst es doch auch hier, ein Thema wird aufgemacht, was kommt dann, nur wieder ein Draufschlagen auf die Politik usw. Fanni hat doch klar mit dem Bild zu erkennen gegeben, was hier gewollt ist.
Ich überlege auch hin und wieder, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, sich zu äußern. Immer wieder wird eine Schieflage erzeugt. Ich lese oft nur noch mit, schüttele dann den Kopf und lasse es.

Liebe
Heinz-Campoverde

Gast am 18 Jun 2010 13:04:24

wolfherm hat geschrieben:
BOWO hat geschrieben:Wenn wir jetzt doch mit Wirtschaftkunde weitermachen hätte ich da mal eine Frage:

Wenn man bei einen Händler ein gebrauchtes Mobil gekauft hat ( also keine Herstellergarantie mehr), was passiert dann mit den Gewährleistungsanspruch (1 Jahr) wenn die Firma zwischenzeitlich so ein Insolvenzverfahren durchläuft?
Bleiben die Ansprüche im Falle des Defektes oder zählt man als Gläubiger und verliert jede Gewährleistung obwohl der Händler in Insolvenz weiter macht wie hier Gelderland-Mobile?



In der Regel sind die futsch. Siehe Knaus, die haben aus Kulanz (ohne Rechtsanspruch) auch nach dem Verfahren die Garantieansprüche der vor der Insolvenz ausgelieferten Fahrzeuge übernommen. Die hätten das auch sein lassen können; nur hätten die dann das Vertrauen der Altkundschaft verloren.

LG Wolfgang


Da hat der Wolf-Hermann vollkommen recht!

Leider!

Trotzdem liegt die Entscheidung ob Gewährleistungsansprüche erfüllt werden, beim Insolvenzverwalter (den es nach Meinung von Wolf-Hermann gar nicht gibt :lol: ).

Deshalb besteht noch etwas Hoffnung.

Viele

fuzzy am 18 Jun 2010 13:09:26

ich denke es ist zum Händler Alles gesagt !

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