Angeregt durch die Discussion über Pedelecs zur Erweiterung des Aktionsradius bei Womoreisen, haben wir uns zum Kauf solcher Räder entschieden, als Mittelding zwischen Fahrrad und Mofa.
Bei einer Panne ist eine Person, ausgestattet mit den beiden Akkus beider Räder, in der Lage, auch von "weiter" entfernt Helfer zu organisieren.
Darüber hinaus bieten diese Räder, einfach als Fahrrad genossen, die Möglichkeit, stressfrei abendliche Touren in einen Biergarten zu unternehmen, auch wenn dieser mit einem normalen Rad in unkommoder Entfernung liegen sollte.
So erklärten wir den Biergarten beim Neckarmüller in Tübingen als Ziel für eine Feierabendtour.
Das Wetter war ideal, blauer Himmel, warme Sonne aber noch kühle Luft.
Aus unserem Ort (Nebringen) heraus, beginnt die Fahrt steil bergab in's Ammertal.
Ein letzter Test der Einstellungen, Weitwinkel und als Vorwahl 1/50s Belichtungszeit, um bei den Fahrtaufnahmen einen sichtbaren Wischeffekt zu erhalten:
Und los geht's:
Die schon tief stehende Sonne erlaubt interessante Schattenspiele:
Der Weg durchs Ammertal, von knapp hinter Herrenberg bis Tübingen, war ein Genuss, bis auf die Fliegen, die habe ich wieder ausgespuckt :D
In Tübingen aus Richtung Westen angekommen, ging es unter dem Schloss durch den Berg, zum Neckar hin.
Dafür gibt es einen extra Fahrrad/Fußgänger Tunnel:
Im Biergarten angekommen gab es den sauer-verdienten Wurstsalat, gekrönt von einer super kühlen Radler-Halben; beim Genießen kann man den Stocherkähnen zusehen:
Kurz vor Sonnenuntergang machten wir uns auf den Rückweg.
Ein lichtdurchlutetes Graffity-Kunstwerk zwang zum nächsten Fotostopp:
Knapp hinter Tübingen liegt , von den letzten Sonnenstrahlen interessant in Szene gesetzt, die Wurmlinger Kapelle, die Ludwig Uhland, ganz im Stil der Romantik, wie folgt beschrieb:
Droben stehet die Kapelle
schauet still ins Tal hinab
Drunten singt bei Wies und Quelle
froh und hell der Hirtenknab
Traurig tönt das Glöcklein nieder
schauerlich der Leichenchor
Stille sind die frohen Lieder
und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe,
dir auch singt man dort einmal
Sehr wahrscheinlich beschreibt dieses Gedicht die Sicht auf die Kapelle aus genau der anderen Seite, vom Neckartal aus.
Ein letztes Bild aus dem Ammertal, danach ging es, stramm geradelt, nach Hause:
Was die Bilder leider nicht vermitteln können, das sind die intensiven Gerüche, die Felder am Abend verströmen.
Hat's euch gefallen?
Dann auf, rauf auf's Radl :)
Grüßle
Waldameise und Waschbaer

