ich möchte Euch hier auch mit einen kleinen Reisebericht von unserer Norwegen Tour im August 2009 beglücken. Wir sind in 21 Tagen 6000 km gefahren (ink. Anreise aus BaWü) und auch recht viel gewandert.
Der ganze Bericht ist auf unserer Webseite beschrieben. --> Link
Jede Etappe hat dort ihre eigene Seite. Das will ich hier nicht alles wiederholen. Ich hoffe ich treffe mit der Auswahl hier im Thread einigermaßen die Interessen.
Die Bilder habe ich von unserer Webseite verlinkt, daher erscheinen sie in der Größe wie dort ins Layout eingebunden sind.
Die Überschriften der Etappen führen zu der entsprechenden Seite auf unserer Homepage, mit mehr Text und weiteren Bildern.
Ich hoffe es macht Lust auf mehr (bei mir schon).
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Jean-Marie
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Da wir relativ weit im Süden wohnen, haben wir 2 Tage bis zur Einreise nach Norwegen geplant. Die erste Übernachtung war in Grömitz an der Ostsee.
Wir wollten keine Fähren vorbuchen, da es unsere erste (aber hoffentlich nicht letzte) WoMo Tour war. Mir erschien es sicherer über Puttgarden und Helsingborg zu fahren. Laut den Erfahrungen hier im Forum (danke nochmal!) ist dort ein Vorbuchen nicht notwendig.
Und das hat auch ganz gut geklappt - wir hatten Null Wartezeiten - keine Schlangen beim Bezahlen und kaum waren wir auf dem Dampfer, ging es schon los.
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Wir fahren Richtung Oslo, üben zum ersten Mal die Entsorgung von und Versorgung mit Wasser und unterqueren dann den Oslo-Fjord südlich von Oslo bei Drøbak. Gegen Mittag erreichen wir den Parkplatz der Stabkirche in Heddal und machen zuerst mal Mittagspause. Danach besichtigen wir die Kirche und das Heimatmuseum auf einem nahen Hügel oberhalb der Kirche.
Nach einer längeren Fahrt durch die Telemark bei der wir auch lernen mussten, dass die zweit-höchste Strassenkategorie (“gelb”) in unseren Karten nicht unbedingt Wohnmobil-tauglich ist, erreichten wir den Telemarkkanal.
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Am nächsten Tag gehts an der Südküste entlang. Wir besuchen Arendal und Kristiansand. Und wie man sieht bei gutem Wetter.
Kap Lindesnes durfte natürlich auch nicht fehlen, da wurde es aber schon wieder bedeckter und es war ziemlich stürmisch. Aber vielleicht ist es ja da immer so.
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Hier ist mein Lieblingsbild von dieser Reise:
Das Hauptziel des Tages ist Stavanger. Vorher aber machen wir noch einen Abstecher zum Leuchtturm von Obrestad und schauen uns ein Steingräberfeld in seiner Nähe an.
Nach der Stadtbesichtigung von Stavanger fahren wir weiter zum Parkplatz am Preikestolen, zu dem wir am nächsten Tag wandern wollen. Allerdings darf man dort und auf der gesamten Zufahrtstrasse nicht über Nacht mit dem WoMo stehen bleiben. Daher fahren wir dann doch zum nahen Campingplatz zwischen Jørpeland und Strand.
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Dieser Ausflug musste einfach sein. Die Wanderung war für uns in knapp 2 Std. zu schaffen, geübte sind vermutlich schneller. Aber wir wollten ja unterwegs auch was sehen.
Hier nun das bekannte Motiv. Dieses Bild kann auf der Homepage auch als Panorama angeschaut werden.
Übernachtet haben wir dann schließlich am Sandsfjord.
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Nach kurzem Stop an einer Stromschnelle geht es auf dem “Suldalsvegen” zu einem neu entstehenden Heimatmuseum mit Mühle und dann zur Stabkirche nach Røldal. Auf der E134 schrauben wir uns dann in die Höhe und kommen bald zum Latefoss.
Danach fahren wir nach Odda und Buer zum Folgefonn Gletscher. Die Wanderung vom Parkplatz führt zunächst durch ein grünes Tal an einem Gehöft vorbei. Man konnte fast immer den Gletscher oben am Berg sehen. Bis zur Gletscherzunge waren wir ca. 1 1/2 Stunden unterwegs und mussten ab und zu schon ein wenig Klettern.
Nach dieser Wanderung fuhren wir weiter nach Kinsarvik, von wo aus wir am nächsten Tag eine weitere Wanderung unternehmen wollten. In der Nähe von Kinsarvik fanden wir eine schöne Parkbucht am Eidsfjord mit Blick nach Westen.
Zum Abendessen gab's eine schöne Lichtstimmung (siehe Bild unten) und 2 Fische die ein WoMo Kollege im Fjord gefangen hatte (schöne , falls Sie mitlesen!).
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Leider ein kompletter Regentag. Daher gibts auch nur wenige Bilder. Die vorgesehene Wanderung zu den 4 Wasserfällen im Husedalen brechen wir ab.
Immerhin hatten wir noch einen Blick auf den Voringsfossen - schon beeindruckend wieviel Wasser da von allen Seiten ins Tal rauscht.
Abends rann das Wasser dann auch noch ins WoMo (irgendwo am Dachfenster fand es seinen Weg).
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In Bergen haben wir uns knapp 2 Tage aufgehalten. Am ersten Tag gab's die Altstadt und Museen (Hakons-Halle, Rosenkrantzturm, Bruyggen-Museum).
Am zweiten Tag besuchten wir das Aquarium, Gamle Bergen, das Bergen Art Museum und zum Schluß gings mit der Zahnradbahn auf den Hausberg von Bergen.
(Dieses Bild gibts auf der Homepage wieder als Panorama).
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Wir verlassen Bergen, nach einem Abstecher an der Fantov Stabkirche und fahren Richtung Voss. Hier der Twindefoss:
Danach gehts über Stalheim nach Gudvangen. Hier ein Blick in den Naeroyfjord.
Dann geht es weiter nach Flåm. Dort beschließen wir eine “Fjord-Safari” zu buchen. Dabei geht es mit einem schnellen Schlauchboot über den Aurlandsfjord hinein in den Naerøyfjord und wieder zurück. Auf der Homepageseite ist ein kleines Video von der Bootsfahrt eingebunden.
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Wir übernachten direkt am Aurlandsfjord und fahren dann den Aurlandsvegen. Eine herrliche Straße mit herrlichem Ausblick. Der neue Aussichtspunkt macht bei gutem Wetter wirklich Spaß.
(Dieses Bild kann auf der Homepage wieder als komplettes Panorama geöffnet werden)
Es geht weiter über die Hochebene. Hinter Laerdal setzen wir mit der Fähre nach Kaupanger über. Der nächste Höhepunkt des Tages ist der Besuch im Jostedalsbreen Nationalpark. Wir entschließen uns kurzfristig eine 1-stündige Gletscherwanderung auf dem Nigardsbreen mitzumachen. Dazu müssen wir vom Parkplatz zunächst ca. 3/4 Std. zum Treffpunkt an der Gletscherzunge wandern. Dort werden wir mit Steighilfen an den Schuhen ausgestattet und alle Teilnehmer werden aneinander geleint. Wir steigen durch ins Eis gehauene Trittstufen auf die Gletscherzunge, vorbei an tiefblau schimmernden Spalten und Wasseraustritten.
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Nach einem Tank- und Wasserfassen-Stopp in Lom, geht es auf der E15 nordwestlich in Richtung Geirangerfjord. Wir fahren aber nicht den direkten Weg, sondern nehmen den Umweg über die 258 durch Maradalen. Dieser Umweg lohnt sich!
Der nächste Höhepunkt ist der 1476m hohe Dalsnibba, hoch über dem Geirangerfjord. Die Maut ist zwar nicht ohne, aber die Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge ist es Wert.
Nachdem wir uns den kleinen Ort Geiranger, der von den Kreuzfahrern richtiggehend überschwemmt wird, angeschaut haben, fahren wir noch einmal zum markanten Aussichtspunkt Flydals hoch.
Danach folgen wir der 63 in Richtung Eidstal und erreichen einen neu angelegten Aussichtspunkt etwa auf halber Höhe der Serpentinenstraße. Hier werfen wir nochmal einen Blick auf den beeindruckenden Fjord, beobachten, wie die MSC Orchestra aus dem Fjord ausfährt, und erfreuen uns an den Lichtspielen der Sonne durch die Wolkenlücken.
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Erster Tagespunkt ist der neue Steg am Gudbrandsjuvet.
Dann gehts zum Trollstigen. Den fahren wir gleich 2mal, da wir beim ersten Mal die Einfahrt zum oberen Parkplatz verpasst haben. Hat aber Spaß gemacht.
An der Kreuzung der 63 mit der E136 erreichen wir heute den nördlichsten Punkt unserer Reise. Ab hier gehts überwiegend wieder südwärts. Unser Endziel am heutigen Tag sind die Erdpyramiden südlich von Dombas, nahe am Rondane Nationalpark. Wir schauen uns dieses vergängliche Naturschauspiel am späten Nachmittag an und bleiben für die Nacht auf dem Parkplatz bei den Erdpyramiden stehen.
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Nach der Übernachtung bei den Erdpyramiden fahren wir die Mautstrasse weiter bis Mysueter und dort über eine weitere Mautstrasse in Richtung Rondane Nationalpark.
Wir schliessen uns dem Trekk von Wanderen und Radfahrern an und machen uns auf den Weg zur Rondvassu Hütte. Die Landschaft beeindruckt mit ausgedehnten Flächen, sanften Hügeln, dem Blick auf 2000m hohe Berge und jeder Menge Flechten und Wacholdersträuchern. Am Beeindruckendsten aber ist die vollkommene Stille.
Gegen 12:30 Uhr erreichen wir die Rondvassbu Hütte, verspeisen unsere Brote und erkunden noch ein wenig die Umgebung. Beim Rückweg lässt einsetzender Nieselregen einen Regenbogen über dem Rondvatnet See entstehen.
Zurück am Auto fahren wir nach Otta und dann die E15 nach Vagamo. Danach geht’s auf der RV15 weiter nach Süden. Ca. 30km vor Gjendesheim, dem Ziel des nächsten Tages, folgen wir einem Schild zum Aussichtspunkt “Ridderspranget”. Wir beschliessen hier zu übernachten und erkunden in aller Ruhe die Schlucht, über die laut Sage ein Ritter mit einer geraubten Braut gesprungen ist und so seinen Verfolgern entkommen konnte.
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Wir haben am Ridderspranget übernachtet - es war eiskalt in der Nacht. Die Temperatur fiel auf frostige +2° C. Im WoMo konnten wir unseren Atem sehen. Vielleicht hätten wir doch mal die Heizung ausprobieren sollen. Wir stehen bereits um 06:45 auf, um pünktlich los zu kommen. Heute geht es nämlich zur berühmten Besseggen Wanderung. Auf dem Weg nach Gjendesheim machen wir noch einen Fotostopp am Sjodalsvatnet.
Das Wetter ist herrlich und verspricht eine tolle Wanderung. In Gjendesheim angekommen machen wir uns wanderfertig und kaufen Karten für das Schiff nach Memurubu. Im Bild unten sieht man links die Anlegestelle. Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten und geht über knapp die Hälfte des langen Gjendesees. Von dort wandert man dann über den Bergrücken des Besseggen zurück nach Gjendesheim. Die Strecke ist etwa 13,5 km lang. Der Gjendesee liegt auf 1008 m ü.N.N., der höchste Punkt der Wanderung auf 1743 m. Durch die Auf- und Abstrecken muss man ca. 1000 Höhenmeter zurücklegen.
Nach ca. 3 Stunden kommen wir zum spektakulärsten Punkt der Wanderung. Ein schmaler Grat trennt den Bessvatnet auf 1374m (im Bild unten links) von dem 300 m tiefer liegenden Gjendesee (rechts im Bild). Es geht über den Grat und dann über den Berggrat auf über 1700 m Höhe.
Nach 7 3/4 Stunden kommen wir schließlich wieder in Gjendesheim an. Wir sind sehr erschöpft aber auch sehr glücklich diese anstrengende Wanderung gemacht zu haben.
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Von unserem Standplatz am Heggefjorden machen wir uns um 9h auf den Weg nach Oslo. Gegen 15 Uhr erreichen schließlich den WoMo Stellplatz im Sportboothafen von Oslo. Hier bleiben wir für 2 Nächte. Wir packen die Fahrräder aus, um damit die Stadt zu erkunden. Der Radweg ist gut ausgebaut und die 6 km zum Stadtzentrum an der Aker Brygge sind flott zurück gelegt.
Wir beginnen mit einer Besichtigung der Akerhus Festung, geniessen den Blick auf den Oslofjord und besuchen im Abendlicht die neue Oper, deren schöne Architektur uns sehr gefällt. Danach drehen wir noch eine Runde durch die Innenstadt, vorbei am Bahnhof, dem Parlament und schließlich dem Königspalast. Zum Abschluss schlendern wir über Akker Brygge und radeln dann wieder zum Womo.
Am nächsten Tag stehen jede Menge Museen auf dem Programm. Wir beginnen im Kon-Tiki Musueum und schauen uns die diversen Schiffe an mit denen Thor Heyerdahl versucht hat die Weltmeere zu überqueren.
Danach gehts ins Fram Museum und als drittes Museum radelten wir dann noch zum Wikingerschiff Museum.
Das nächste Ziel war der Vigelands Skulpturenpark. Hier sind überall Skulpturen von Menschen in den unterschiedlichsten Haltungen vorzufinden.
Nach einem weiteren Rundgang durch die Stadt beschiessen wir am Abend noch eine Fjordrundfahrt auf einem alten Schiff zu machen. Das ersetzt auch gleich das Abendessen, im Preis inbegriffen ist nämlich ein Krabbenessen an Bord ("all-you-can-eat").
Damit endete die Oslo Besichtigung am späten Abend und auch der Norwegen Teil unserer Reise.
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Auf der Rückreise übernachten wir auf einem Stellplatz in Kopenhagen und machen noch einen abendlichen Rundgang.
Am nächsten Tag gehts noch zum Grillen zur Verwandtschaft und dann nach Hause.
+++ ENDE +++

