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Frankreich – Spanien – Portugal
März 2010
1. Tag Donnerstag, 4.3.2010, 18:00 Uhr
Mertloch- Bad Bergzabern Kilometerstand: 13.196
2. Tag Freitag, 5.3.210
Bad Bergzabern – Camping Indigo Lyon über Straßburg Colmar Mulhouse Jura
3. Tag Samstag, 6.3.2010
Lyon – Gruissan Plage
4. Tag Sonntag 7.3.2010
Gruissan
5. Tag 8.3.2010 Kilometerstand 14.358
Gruissan Plage nach Blanes Camping La Masia
In der Nacht hat es geschneit. Doch wir sind ja im Süden und der Schnee wird wohl schnell tauen.
Wir kommen aber nur bis zur Mautstelle am Pass über die Pyrenäen. Da wir keine Schneeketten dabei hatten, mussten wir auf die Gegenspur wechseln und im Konvoi hinter einem Schneepflug zurück bis zur Raststätte Village Catania fahren. Dort finden wir einen Stellplatz in der Nähe des Hotels. Nach uns kommen schließlich immer mehr Fahrzeuge auch LKW und Busse. Es ist wieder kräftig am Schneien. Immer mehr Pkw, Lieferwagen und Busse kommen jetzt hier an und müssen die Fahrt hier unterbrechen und hier auch übernachten. Es schneit ununterbrochen und so liegen ca 50 cm Schneee auf unserem Wohnmobil. Damit wir Fernsehen genießen können muss ich die Satelittenschüssel vom Schnee befreien. Ich steige im Wohnmobil unter dem Dachfenster hoch und erreiche mit einem Besen die Schüssel und kann dort den Schnee so weit wegfegen, dass der Motor die Schüssel aufstellen und ausrichten kann.
Wir sind komplett eingeschneit. An ein Weiterfahren ist so nicht zu denken. Am Vortag hatten wir zwei Herren kennen gelernt die auf dem Weg nach Malaga waren. Offensichtlich sind sie trotz dem Schnee losgefahren. Plötzlich waren sie wieder da und erklärten, dass sie versucht hätten das Gelände zu verlasen. Dies war aber durch querstehende LKw nicht möglich. Ich kaufte im Hotel 6 Brötchen und wir 4 frühstückten im Wohnmobil. Dafür haben uns die beiden das Wohnmobil freigeschaufelt. Gegen Mittag stateten die beiden den nächsten Versuch. Wir verabredeten, dass sie uns unterrichten, wenn ein Verlassen nicht möglich sei. Nach einer angemessenen Zeitspanne fuhren wir dann auch los, da wir keine negativen Nachrichten erhielten. Wir kamen auch von dem Gelände auf die Autobahn Richtung Barcelona. Unterwegs sah Rosemarie dann auf der Gegenspur den Lieferwagen der Beiden wieder zurück in Richtung Rasthaus fahren. Kurz darauf mussten auch wir wieder umkehren und zurück zum Rasthaus fahren. Dort angekommen warteten wir wie viele andere im Bereich der Tankstelle. Als wir eine allgemeine Unruhe bemerkten wollten wir den nächsten Versuch starten. Um wieder in Richtung Barcelona zu gelangen mussten wir auf dem Gelände wieder hoch in Richtung Hotel fahren, um von dort die Ausfahrt Richtung Barcelona zu erreichen. In der Zwischenzeit waren aber auch die Wege im Bereich der Raststätte zugeweht und wir blieben in einer Schneewehe stecken, weil wir nicht mit Schwung durchfahren konnten. Vor uns fuhr ein sehr vorsichtiger Fahrer und blieb auch promt stehen. 2 junge Männer die hinter uns kamen halfen dann zuerst dem Pkwfahrer und dann uns aus der Schneeehe. Wir mussten dazu den Schnee mit einem abgebrochenen Verkehrsschild von der Fahrbahn schaufeln. In dieser Situation hat dann Rosemarie zum ersten Mal unser Wohnmobil gefahren. Direkt hinter uns konnten dann auch die beiden jungen Männer das Gelände verlassen und landeten kurz darauf auf der Autobahn im Stau. Der Pass war noch immer nicht frei. Eine Freigabe stand aber offensichtlich bevor, da die Fahrzeuge nicht mehr zurück zur Raststätte geleitet wurden.
Plötzlich erschien einer der beiden jungen Männer und fragte uns ob wir etwas zu essen für seinen Beifahrer hätten. Wir opferten unsere restlichen Schockobrötchen und Rosemarie kochte den Beiden dann je eine Rindswurst.
Frisch gestärkt ging es dann auch für uns weiter über die Pyrenäen. Als Besonderheit ist hier zu erwähnen, dass keine Kontrolle und auch keine Maut zu bezahlen war. So kamen wir zwar verspätet aber ohne Bezahlung nach Spanien. Unsere Planungen sahen so aus, dass wir nun nach links in Richtung Mittelmeer fahren wollten, um dort von Palamos am Meer entlang zu fahren. Das Navi wollte uns dazu schon ab Figures von der Autobahn lotsen. Dies war uns nicht so ganz geheuer und wir blieben bis Girona Süd auf der Autobahn. Von da an begann eine ganz abenteuerliche Fahrt. Überall standen verlassene und gestrandete Pkw an und auf der Straße. Manchmal standen diese Fahrzeuge auch noch mitten auf der Fahrbahn oder mitten auf der Kreuzung. Strommasten waren gebrochen und die Kabel offensichtlich nur notdürftig zur Seite geräumt. Gegenverkehr war nicht ohne Absprache durch Winken oder sonstige Zeichen möglich. Verstärkt wurde das Chaos durch die umgestürzten Bäume. Mit Mühe erreichten wir Palamos. Hier beschlossen wir dann nicht weiter am Meer zu bleiben sondern wieder zurück in Richtung Autobahn und Barcelona fahren. In der Zwischenzeit hatte die Polizei die Zufahrtsstraßen als Einbahnstraßen Richtung Meer eingerichtet. So blieb uns nur übrig unsere Fahrroute wie geplant fortzusetzen. Mit sehr viel Glück und noch viel Mühen erreichten wir S. Feliu de Guixols. Ab hier ging dann nichts mehr. Alle Ausfahrtstraßen waren gesperrt. So mussten wir in der Stadt übernachten. In der Stadt gab es keinen Strom. Ein Supermarkt hatte ein Notstromaggregat und deshalb auch geöffnet. Wir kauften ein und fuhren Richtung Hafen. Auf einem zentral gelegenen Platz in der Nähe des Hafens haben wir zwei weitere Wohnmobile entdeckt. Zuvor waren wir auf dem zentralen Busbahnhof. Dort sind zwar Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen aber die waren so schräg, dass man auch mit Auffahrkeilen keine ebenen Aufstellung erreichen konnte.
Ich nahm Kontakt mit den Besitzern eines der beiden Wohnmobile auf ; ein Ehepaar aus den Niederlanden. Sie erklärten mir, dass sie mit viel Mühe aus Richtung Tossa de Maar hierhin gefunden hätten.
Trotz aller Widrigkeiten gab es eine hervorragende Putenbrustpfanne. Am Abend war die ganze Stadt gespenstish dunkel. Am Rand des Platzes war ein Büro der Police Municipal. Diese hatten einern kleinen Stromgenerator auf dem Gehweg in Betrieb. Nach dem Fernsehen SWR 3 schliefen wir dann tatsächlich schon um 20:15 Uhr ein. Es wurde eine kalte unruhige Nacht. Am Vortag war uns die erste Flasche unseres Gasvorrates zu Ende gegangen. Am Morgen stellten wir dann noch fest, dass auch der Wassertank leer war. Für den Tee bzw. Kaffee hatten wir noch unsere eiserne Reserve.
7. Tag 10.3.2010
Ich war richtig sauer und beschloss auf Grund der wirklich widrigen Umstände in Richtung Heimat zu fahren.
Wir starteten und Rosemarie sagte, dass Sie doch gerne noch einmal das Mittelmeer sehen möchte. Ich fuhr in Richtung Hafen wo wir eine Ehrenrunde drehten. Auf dem Weg zurück zu einer freien Ausfahrtstraße sah ich, dass die Straße in Richtung Tossa de Maar nicht mehr gesperrt war. Blinker links gesetzt und los.
Es war so um 07:30 Uhr und die Strecke zum Teil noch überfroren. Es waren aber frische Fahrspuren zu erkennen. Es dauerte nicht lange bis wir und auch hier die ersten querliegenden Bäume und Geröll auf der Fahrbahn erreichten. Die Bäume waren nur so weit geräumt und geschnitten, dass gerade eine Fahrspur frei war. Der Transit meisterte die Herausforderung dank seines elektronischen ASR hervorragend. Ohne diese Hilfe hätten wir die Strecke mit Sicherheit nicht geschafft, denn diese ist sehr bergig. Für die wunderschönen Ausblicke aufs Meer hatte Rosemarie absolut keinen Sinn, sondern war mit den Nerven fix und fertig.
Kurz vor Tossa de Maar wurde die Straße breiter, der Schnee auf der Fahrbahn und das Glatteis weniger. Auch waren hier kein Geröll und Bäume mehr auf der Fahrbahn.
Wir erreichten Tossa de Maar, Llorret de Maar und später den Campingplatz La Masia in Blanes. Wir haben für 20 Kilometer 1,5 Stunden benötig.
In Blanes lachte uns die Sonne ins Gesicht. Auf dem Campingplatz eingerichtet, dann ein richtiges Frühstück und geduscht. Die Welt sah wieder viel freundlicher aus.
Die Neugier trieb uns zum Strand. Der CP liegt ca. 250 Meter vom Strand entfernt. Die Wanderung führte uns am Strand entlang bis zum alten Ortskern von Blanes. Es war gerade Markt. Endivien und Tomaten waren unsere Beute. Am Strand belohnten wir uns für die vergangenen Tage mit Calamares, Pizza und einem halben Liter Wein. Leicht beschwippst ging es am Strand entlang zum Wohnmobil, um vor der Mittagsruhe noch einen Espresso zu trinken.
Am Abend besuchte ich das hervorragende Wellnesszentrum des CP. Gas konnte ich hier jedoch keines bekommen. Rosemarie wird deswegen leicht nervös. Ein Platznachbar hat eine Waage dabei und damit konnten wir feststellen, dass unsere angeschlossene Gasflasche noch ca 8,5 Kg Inhalt hat.
8. Tag : Ruhetag
9. Tag 12.3.2010
Wegen dem kalten und sehr unfreundlichen Wetter beschließen wir auf einen Besuch von Barcelona zu verzichten und stattdessen die 750 Kilometer bis Cartagena zum Camping La Masa zu fahren. Kurz vor Cartagena finden wir dann zufällig eine Carado Vertretung und hoffen dort im Zubehör den passenden Gasanschluss zu finden. Das gelingt uns auch. Es gelingt mir jedoch nicht den sehr freundlichen Vertreter dazu zu überreden uns eine spanische Gasflasche zu verkaufen. In Spanien muss bei dem Erstkauf einer Gasflasche ein Vertrag abgeschlossen werden. Dieser Vertrag (Contract) kann aber nur in dazu zugelassenen Gasausgabestellen abgeschlossen werden. Uns fehlt also jetzt für ein unbeschwertes Weiterreisen nur noch eine volle spanische Gasflasche und eine Dichtung zur Abdichtung der Gasverbindung aus dem spanischen System an mein Wohnmobil. Wir erreichen so kurz nach 18:00 Uhr den Campingplatz in La Manga und sind über die enorme Größe überrascht. Ca. 2000 Stellplätze mit sehr vielen deutschen Überwinterern und gleichfalls viele mit GB Kennzeichen. Ab jetzt wissen wir wo die „Dickschiffe“ stehen.
Strand vom Camping La Manga
10.Tag 13.3.2010
Am Morgen vor dem Supermarkt des Campingplatzes höre ich ein Gespräch über Gasversorgung mit und frage nach den dortigen Möglichkeiten. Bereitwillig erhalte ich alle Auskünfte. Mir wird aber auch erklärt, dass die erforderliche Dichtung wohl nicht in Spanien zu bekommen sei und dass ein guter Camper immer ein paar solche Dichtungen dabei haben sollte. Auf meine Gegenfrage ob er ein guter Camper sei lachte der Gesprächspartner, machte die Geldbörse auf und händigte mir eine Dichtung aus. Das anschließende Frühstück schmeckt nun viel besser. Nach dem Frühstück wurde das Wohnmobil in Richtung Baumarkt Casanova gestartet. Dort konnten wir problemlos den Contract abschließen und erhielten eine volle spanische Propangasflasche. Diese wurde auch direkt angeschlossen und war dank der kleinen Gummidichtung auch dicht.
Das Gulasch mit Reis als Mittagessen schmeckte hervorragend. Die Mittagsruhe findet draußen statt. Es ist heute der erste richtig warme und sonnige Tag. Wir spazieren zum Strand des Campingpatz und haben den Leuchtturm besucht. Hier war natürlich auch wieder Muschelsuchen angesagt. Morgen wollen wir weiter bis nach Granada fahren.
11. Tag 14.3.2010
Wir starten in Richtung Granada aber nicht auf direktem Weg sondern zuerst bis Aquilas und dann am Meer vorbei durch die weißen Dörfer und sehr schönen Strände bis Garucha. Wir biegen dort ab auf die N 340 und später auf die A 92. Zuerst durch die Sierra Alhamilla und anschließend durch die Sierra Nevada. Eine sehr beeindruckende Landschaft. In Granada führt uns unser Navi problemlos zu dem kleinen Campingplatz la Zubia. Hier können wir beim Einschecken auch direkt die Eintrittskarten für die Alhambra am nächsten Tag buchen.
Stellplätze auf dem Campingplatz La Zubia Granada
Sanitärgebäude Camping La Zubia (auf dem Dach ein kleiner Pool)
12. Tag 15.3.2010 Granada
Mit dem Bus geht es für 1,10 € pro Person in die Stadt. Wir gehen zur Stadtmitte und besuchen die Kathedrale. Wie in Burgos, Leon und Santiago so ist auchhier die Kirche überwältigend. Wir spazieren zum Plaza Nuevo und wollen von dort hoch zur Alhambra fahren. Wir müssen aber zurück zur Plaza Catolico gehen, weil von dort die Kleinbusse Richtung Alhambra abfahren. Das Wetter ist wunderschön. Wir wandern zum Haupteingang und haben um 13:30 Uhr unseren Einlass in den Palast. Vorher sehen wir uns noch die Gärten an und machen eine kleine Pause mit unseren mitgebrachten belegten Broten. Nach dem Einlass in den Palast sind wir von der prunkvollen Architektur und den kunstvollen Stuckarbeiten überwältigt. Den Rückweg treten wir zu Fuß an und gelangen wieder zum Plaza Nueva. Hier besteigen wir einen Kleinbus der Linie 32 und machen eine Rundfahrt durch das arabische Stadtviertel Albazyn.
In der Alhambra
13. Tag 16.3.2010
Wir beschließen in Anbetracht der schon fortgeschrittenen Reisezeit nicht mehr zurück zum Mittelmeer zu fahren, sondern auf einen Besuch von Gibraltar, Tarifa und Sevilla zu verzichten und stattdessen direkt nach Monte Gordo / Portugal zu fahren.
Direkt in Vila Real St. Antoni finden wir den viel beschriebenen Lidl Markt. Hier stehen viele Wohnmobile die Lebensmittel bunkern. Wir tun desgleichen und fahren dann nach Monte Gordo wo wir auch direkt am Ortseingang den Campingplatz finden. Der Platz ist sehr naturnah gehalten. Wir finden einen Stellplatz direkt unter einem Mimosenbaum nah am Ausgang und daher auch nah am Meer. Unser erster Spaziergang führt uns durch eine parkähnliche Anlage unter Pinien zum Sandstrand. Ein herrlicher riesiger Strand mit einem anschließenden Dünengürtel. Am Wasser entlang finden wir den Weg zur Ortsmitte und lassen es uns an der Strandpromenade gut gehen. Für ein Bier und einen Kaffee zahlen wir 2,- €.
14. Tag 17.3.2010
Auf dem Campingplatz gibt es tatsächlich deutsche Brötchen. Für 4 Stück bezahle ich 54 Cent. Nach einem ausgiebigen Frühstück sonnen wir uns am Strand. Rosemarie geht ihrer Lieblingsbeschäftigung nach und sucht Muscheln. Da die Ebbe schon weit fortgeschritten ist kann sie schon weit hinausgehen und findet dort eine Ansammlung von Muscheln wobei sie fast von einem Seeteufel, einer Krabbe und einer Garnele gefressen wird. Zu Mittag gibt es Kottelet und frische Bohnen.
Der Nachmittagsspaziergang führt uns bis zum Fischerhafen. Hier liegen die Fischerboote auf dem Strand und werden von den Fischern entweder entladen oder wieder fit gemacht für die nächste Ausfahrt. Wir trinken einen Rotwein und schlendern zurück zum Campingplatz. Zum Abendessen serviert Rosemarie einen mediteranen Gulaschtopf. Im Fernsehen gibt es dann das spannende Fußballspiel (1 FC Bayern München).
Campingplatz Monte Gordo
Fischerbotte am Strand in Monte Gordo
15. Tag 18.3.2010
Nach der Ent- und Versorgung starten wir in Richtung Faro. In Vila Real de Antonio finden wir nach kurzem suchen die Gastankstelle. Hier können wir unsere leere deutsche Propangasflasche auftanken. Wir zahlen 15,- € und setzen unsere Fahrt bis Olhao fort. Olaho soll einen Besuch wert sein. Deshalb wird das Navi mit Ziel Ortsmitte programmiert. Wir finden auch tatsächlich mitten im Ort einen Parkplatz. Die Innenstadt ist mit ihren engen Gassen und den weißen Häusern tatsächlich wie eine nordafrikanische Stadt. Der Stadtbummel führt uns bis zum Hafen zu den bekannten roten Markthallen. In einer Halle gibt es Fisch und in der anderen Halle Obst, Gemüse, Brot und Fleisch. Für uns gibt es draußen einen Kaffee.
Auch in Faro finden wir mitten in der Stadt einen Parkplatz. Wir schlendern durch Faro. In der Fußgängerzone gibt es eine Minipizza bevor wir am Hafen die stattlichen Gebäude mit den Storchennestern bewundern. Sehenswert sind aber auch auf jeden Fall die wunderschön gestalteten Straßenbeläge.
Unser Plan war nun in der Nähe von Faro an einem Strand (Praia) einen Stellplatz für die Nacht zu finden.Wir fahren über Almanid zur Praia Val de Lobo. Unterwegs sind wir überrascht von den vielen und sehr aufwendigen Baumaßnahme(Golfplatz und Hotels für Millionäre) Die Zufahrt zum Strand finden wir, die ist zwar feldwegmäßig und schlecht aber am Strand keine weiteres Wohnmobil. Rosemarie möchte deshalb hier nicht übernachten. Die Rückfahrt vom Strand ist anschließend richtig saumäßig mit vielen großen Schlaglöchern. Ich kann nur im Schritttempo fahren und muß ständig um die großen Löcher herumfahren. Auf unserer Karte ist beim Praia de Traf einCampingplatz eingezeichnet. Also nichts wie hin. Wir finden den Strand, aber schon bei der Zufahrt erkennen wir ein Verbotsschild für Camping. Dann ein Parkplatz mit Restaurant direkt am Meer. Sehr schön. Beim Auffahren auf den Parkplatz gibt uns der Wirt schon mit Handzeichen zu verstehen, dass wir nicht willkommen sind. Unsere Geduld ist zu Ende und wir fahren zum Camping Parque De Campismo Da Quarteira. Ein gepflegter Platz (groß) mit freundlicher Bedienung an der Rezeption. Die Dame macht mich sogar darauf aufmerksam, dass ich als" Pensionista" noch günstiger als mit der Asci Card dort stehen kann wenn ich keinen Stromanschluss benötige. So konnten wir dort für 10,95 € übernachten.
16. Tag 19.3.2010
Auf dem Campingplatz ist ein Waschplatz für Wohnmobile. Dieser wird von uns genutzt. Mit frisch gewaschenem Wohnmobil fahren wir durch Quarteira über Albufeira, Portimao nach Lagos zur Praia don Ana.
Hier sehen wir dann zum ersten Mal die berühmte malerische Steilküste. Zur Feier des Tags gibt es in dem dortigen Restaurant je eine große gegrillte Dorade mit Fritten und Cola. 200 Stufen führen hinunter zu zwei kleinen wunderschönen Sandstränden.
Nachdem wir die beiden Strände erwandert und genossen haben, führt uns das Wohnmobil auf die Landspitze zur Ponte de Piedale mit dem Leuchtturm und unterhalb der bekannten Felsformationen und den Grotten. Ich steige hinab in voller Erwartung aber leider war kein Boot da, mit dem man hätte in die Grotten fahren können. Schade. Dann wieder hoch zum Parkplatz der natürlich auch wieder für Camping gesperrt ist. Es stehen dort drei Womos. Eins davon ist aus den Niederlanden und der Besitzer ist gerade draußen. Ich frage ihn ob er doch dort stehen bleibt. Er antwortet nein und im weiteren Gespräch erfahre ich, dass er in der letzten Nacht direkt am Meer in Boca de Roca gestanden hätte. Ort am Strand wären keine Verbotszeichen und es ständen mehrere Womos dort. Wir würden aber sicher noch einen guten Platz dort finden. Es sind nur noch 16 Kilometer bis dorthin und wir finden de Strand. Es stehen ca. 10 Wohnmobile dort und wir können uns noch direkt am Meer aufstellen. Unsere Begeisterung ist groß und wir beschließen einige Tage hier zu verbringen. Also auch die richtige Gelegenheit meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Rosemarie war auf Muscheljagd und liegt nun in der Sonne. Die Flut hat eingesetzt und die Brandung ist sehr intensiv. Es ist einfach nur schön.
Blick auf die Praia don Ana
17. Tag 20.3.2010
Heute ist Ruhetag. Wir verbringen den ganzen Tag am Strand und schauen den Anglern zu. Am Morgen kommt eine Gruppe Jugendlicher und säubert den Strand.
18. Tag 21.3.2010
Ein besonderer Tag für mich und Rosemarie. Wir starten nach einem schönen Frühstück mit dem Rest unseres Knubbelbrotes in Richtung Sagres zur Ponta de Sagres. Ich erwanderte das Gebiet, fotografierte und filmte die Brandungsfischer. In die alte Seefahrerschule ging ich nicht hinein, da dort Eintritt erhoben wurde und ich meine Geldbörse im Womo gelassen hatte. Von hier aus konnte ich schon unser nächstes Ziel das Cabo san Vincente erblicken. Der westlichste Punkt von Europa. Leider war die letzte Bratwurst vor Amerika“ noch nicht zu haben. Auch hier habe ich von der imposanten Steilküste Fotos von den Brandungsfischer geschossen. Da wir nach dem Aufenthalt am Meer ohne Ent- und Versorgung gestanden haben musste das nun nachgeholt werden.
Im Reiseführer von Schulz fand ich einen Hinweis auf einen Strand mit einem Brunnen und zwar die Praia de Casteljo unterhalb von Vila do Bispo. In Vila do Bispo entdeckte Rosemarie dann, dass der Lidl dort am Sontag geöffnet hat. So bunkerten wir Lebensmittel und unser Kühlschrank war wieder gut gefüllt. Unser Navi führte uns dann über eine schmale aber gut befahrbare Straße hinunter zum Strand. Unser Vorhaben war ja dort nur Wasser zu fassen. Aber der Strand war wunderschön mit einem gepflegten Restaurant. Wir verbrachten eine überlange Mittagspause dort und genossen ein opulentes Mittagessen. Ich bestellte eine frische „Sagre“ (ähnlich einer Dorade) und Rosemarie wollte eine „Ligune“ (ähnlich einer Scholle). Als Vorspeise gab es Brot mit verschiedenen Beilagen und Aufstrichen. Das Essen war einfach großartig. Wir bezahlten 40,- €. Der im Essen enthaltene Knoblauch war nicht tragisch, da wir ja beide davon gegessen hatten.
Nach unserer Planung wollten wir die nächste Nacht an der Praia de Almograve übernachten. Meiner Berechnung nach mussten das noch ca. 90 Kilomter sein. Wir fuhren über Landstraßen, durch die typischen portugiesischen Dörfer mit Ihren Windmühlen und durch Pinienalleen mit vielen blühenden Mimosenbäumen. In Almograve fanden wir sofort die Zufahrt zu Praia. Die Zufahrt ist sehr gut und endet auf einem großen befestigten Parkplatz. Hier stehen schon einige Wohnmobile. Auch wir finden noch einen schönen Stellplatz mit direktem Blick aufs Meer.
Die Sonne scheint schon den ganzen Tag und wir hatten heute Mittag 25 Grad. Jetzt um 17:45 Uhr scheint zwar noch die Sonne aber es herrscht ein kühler Wind. Wenn die Bewölkung nicht stärker wird, könnte es einen schönen Sonnenuntergang geben. Hoffen wir mal drauf.
Leider wird aus dem schönen Sonnenuntergang nichts. Ein Wolkenband steigt aus dem Meer und schiebt sich vor die untergehende Sonne.
19. Tag 22.3.2010
Wir verlassen Almograve in Richtung Lissabon und fahren auf der N 262 durch Korkeichenwälder und vielen belegten Storchennestern zur A2 und weiter zum Camping Municipal Lissabon. Wir treffen um die Mittagzeit dort ein. Rosemarie zaubert eine südländische Hackfleischpfanne bevor wir ein holprige Busfahrt zur Innenstadt von Lissabon unternehmen. Die Busfahrt kostet für die Fahrt (ca 40 Minuten) pro Person 1,40 € . In der Stadt nehmen wir nach einem kurzen Bummel Platz in einem Yellowbus und lassen uns die Sehenswürdigkeiten von Lissabon zeigen. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden und kostet pro Person 15,- €. Auf dem Rossio trinken wir einen Wein und einen Kaffee und treten dann wieder mit dem Bus die Rückfahrt zum Wohnmobil an.
Rosemarie hat wieder schlimmes Heimweh und so beschließen wir am nächsten Tag weiter nach Fatima zu fahren.
20. Tag 23.3.2010
Unser Navi führt uns ohne Verzögerung zielgerichtet auf den großen Parkplatz direkt neben dem Erscheinungslatz. Wir parken neben anderen dort stehenden Wohnmobilen und gehen zur Erscheinungskirche. Der Platz mit der Basilika ist auf Grund seiner Größe überwältigend. An der Erscheinungskapelle findet ein Wortgottesdienst statt und in der Kirche eine Messe an der wir noch teilnehmen können. Wir stellen mehrere Kerzen auf, holen am Brunnen Wasser und besuchen die Basilika. Auf dem Platz und an der Erscheinungskapelle konnten wir einige Pilger beobachten, die auf Knien zum Erscheinungsort rutschen.
Zum Mittagessen gibt es Rührei und Schinken. Frisch gestärkt wird unser Wohnmobil nun in Richtung Spanien/Salamanca gelenkt. Eine sehr beeindruckende Fahrt durch Korkeichenwälder und wieder vielen Storchennestern. Auf der Höhe vor Spanien ist kein Baumbestand sondern es gibt hier nur Steine. Man hat den Eindruck durch die Alpen oberhalb der Baumgrenze zu fahren.
Bei einem Hyperleclerc haben wir vollgetankt und noch die restlichen Mitbringsel aus Portugal gekauft. Hierzu musste ich Jana anrufen , um die Schuhgrößen der drei Mädchen erfragen. Nach rund 300 Kilometer sind wir auf dem Campingplatz Salamanca angekommen un haben uns eingerichtet. Morgen werden wir Salamanca besichtigen.
21. Tag 24.3.2010
Salamanca meint es nicht gut mit uns. Wir fahren in die Stadt können aber nirgendwo einen Parkplatz finden. Nach einer Stadtrundfahrt geht es dann raus in Richtung Burgos. Unterwegs wir d es immer kälter. Es beginn stark zu regnen und so beschließen wir kurz vor Burgos nochmals vollzutanken und weiter in Richtung Biarritz zu fahren. Gesagt, getan ; es geht in Richtung Viktoria Gasteiz in die Pyrenäen und dann hinab nach San Sebastian/Biarritz. Auf dem Stellplatz in Biarritz ist richtig was los. Wir finden jedoch einen angenehmen Platz und bleiben hier zwei Nächte. Gerade über die Straße ist der Strand, den wir natürlich direkt besuchen. Während wir in Burgos nur noch 12 Grad hatten sind es nun hier in Biarritz 23 Grad. In der Nacht fängt es an zu regnen. Am Morgen scheint aber wieder die Sonne.
22. Tag 25.3.2010
Um 09:00 Uhr weckt uns der Bäcker. Zum Frühstück gib es frisches Baguette. Wir wandern in die Altstadt zur Markthalle, zum Spielcasino und zum Strand wo wir den Wellenreitern zusehen. Dort essen wir auch zu Mittag Panadem (sieht aus wie eine gefüllte Crepe) . Als Füllung Hackfleisch, Kartoffeln, Ei, Gemüse und Tomaten. Dazu gab es bretonischer Cidre. Zurück im Wohnmobil gibt es den üblichen Espresso und eine Mittagspause bis 16:30 Uhr. Morgen geht es weiter Richtung Dunes Pilates und Bordeaux.
23. Tag 26.3.2010
Dunes Pilates wir kommen! Nach ca. 18 Kilometer sind wir auf dem Großparkplatz an der Dune de Pilates. Als Stellplatz kann er aber leider zur Zeit nicht benutzt werden, da größere Bauarbeiten vorgenommen werden. Wir machen uns auf den Fußweg zu der Düne und sind von der Größe tatsächlich überwältigt. Leider sind die Treppen noch nicht aufgebaut. So stehen wir vor der Entscheidung den mühsamen Aufstieg über den Sand zu wagen oder unten zu bleiben. Rosemarie entscheidet sich sehr schnell für „unten zu bleiben“. Ich bin noch nicht ganz schlüssig als Rosemarie bemerkt, dass 2 Ehepaare in der Nähe offensichtlich aus unserer Gegend stammen da sie sich in unserem heimischen Dialekt unterhalten. Es stellt sich heraus, dass ein Ehepaar aus Rieden ist. Se waren oben auf dem Gipfel und berichten, dass sich der anstrengende Aufstieg wegen der tollen Aussicht lohnt. So beginne ich den mühsamen Aufstieg. Es ist wirklich sehr anstrengend, da man bei jedem Schritt wieder einen halben Schritt in dem Sand nach unten rutscht. Die Mühe wird aber mit einer tollen Aussicht belohnt.
Im Wohnmobil stellt sich anschließend die Frage wo wir über Nacht stehen. Nach einer längeren Irrfahrt finden wir einen großen Stellplatz am Biscarose Plage. Ca 18 Kilometer entfernt. Der Platz liegt mitten in einem Pinienwald. Außer uns sind noch etwa vier Wohnmobile dort, es kommen noch mehr, die aber wieder den Patz verlassen. Der Patz macht auch einen trostlosen Eindruck. Rosemarie hat das Mittagessen wieder hervorragend zelebriert. Es gibt Haschee und ich war zum Strand spaziert. Es begann zu stürmen und auch am Strand war ich einsam und allein. Da ich innerlich spürte, dasssich auch Rosemarie wie ich auf dem Platz nicht wohlfühlte beschloss ich den Vorschlag zur Weiterfahrt zu machen. Dieser Vorschlag wurde sehr dankbar angenommen. Unterwegs haben wir dann in unserem Stellplatzführer einen Stellplatz in der Nähe von Bordeaux bei einem Winzer gefunden. Die Adresse ins Navi programmiert und los ging es. Ca. 70 Kilometer bis zum Ziel. Das Wetter wurde kälter, regnerischer und stürmisch. Wir waren froh nicht mehr in dem Pinienwald zu stehen. In Bordeaux lotst uns das Navi nach Saint-Loube zum Chateau dÈster direkt am Ufer der Dordonne außerhalb des Ortes.
Auf dem Gelände steht bereits ein Wohnmobil aus Bottrop. Die Insassen, ein Ehepaar auf der Rückreise nach Deutschland erklären uns, dass der Besitzer etwas später eintreffen würde. Dies trifft auch zu. Wir werden sehr freundlich begrüßt und bezahlen unsere Stellplatzgebühr in Höhe von 6,- € . Als Gegenleistung erhalten wir eine Betriebsführung mit sehr ausführlicher Erläuterung der biologischen Arbeitsweise.
In der Nacht nimmt der Sturm noch zu und wir sind froh hier auf dem Chateau zu stehen.
24. Tag 27.3.2010
Am Morgen folgt noch ein weiteres langes Gespräch mit dem Winzer, der aus Bremen stammt und den Beruf des Winzers nun nach seiner Tätigkeit als Koch und Restaurantbesitzer ausführt. Zuerst als Hobby und nun hauptberuflich. Er veranstaltet in seinem Chateau ständig wechselnde Gemäldeausstellung was natürlich auf ein reges Interesse von Rosemarie trifft.
Wir w0llen heute ein gute Stück Weg hinter uns bringen und bis in den Bereich von Chalon S Saren fahren, um dann am nächsten Tag bis in den Elsass und die Pfalz zu kommen.
Unser Navi sagt, dass wir 550 Kilometer zu fahren haben. Wir müssen das französische Hauptmassiv überqueren und finden genau auf 1000 Höhenmeter auch wieder Schnee am Straßenrand. Wegen der langen Strecke haben wir uns für de Benutzung der mautpflichtigen Autobahn entschieden. Als Übernachtungsplatz haben wir aus Franc Passion einen Winzerhof in St Leger Sur Dhune entschieden. Wir fahren die letzten 12 Kilometer an einem Kanal mit unzähligen Schleusen vorbei. Der Winzer Jean-Yves Renaud ist äußerst freundlich und möchte bei einer kleinen Weinprobe viel erzählen. Doch ist die Verständigung sehr schwierig.
25.Tag 283.2010
Wir starten in Richtung Elsass und besuchen Riquier.
Hier besichtigen wir die mittelalterliche Stadt und zum Mittagesen gibt es für mich eine Elsässer Schlachtplatte und für Rosemarie Zwiebelkuchen. Wir kaufen Wein und eine österliche Tischdecke. Über Ribauville (hier waren wir mal mit unserem Kegelclub) fahren wir dann nach St Martin. Das Wetter wir wieder kühler und regnerischer.
In St Martin finden wir beim Consul des Weines einen schönen Stellplatz und richten uns für die Nacht ein. Morgen wollen wir die Mandelblüte bei einem abschließenden Spaziergang genießen.
25. Tag 29.3.2010
Das Wetter ist noch schlechter geworden. Ich gehe Brot, Brötchen und Saumagen kaufen und wir genießen unser Frühstück.
Auch nach dem Frühstück hat sich das Wetter immer nicht gebessert. An eine Wanderung und auch an einen Spaziergang ist nicht zu denken.
So beschließen wir darauf zu verzichten und mit dem Wohnmobil unter den blühenden Mandelbäumen über Neustadt nach Hause zu fahren.
Eine schöne erlebnisreiche Fahrt geht zu Ende.

