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Strom aus Brennstoffzelle, Generator oder SolarModul


Gast am 15 Aug 2010 11:24:25

Hallo,
Lithium-Akkus, Gas-, Benzin- oder Diesel-Generatoren, Brennstoffzellen, zweite Lichtmaschine, Solar mit automatischer Sonnenausrichtung, usw. es gibt viel Technik um den notwendigen Strom zu beschaffen und man kann eine ganze Menge Geld dafür ausgeben. Und oft genug stehen dann die Kosten im krassen Gegensatz zum erzielten Nutzen.

Da unser Stromverbrauch zu hoch ist, um mit der werksseitig installierten 240W-Solaranlage bei längeren Standzeiten völlig autark zu sein, habe ich auch all diese Möglichkeiten abgeklopft und jede davon aus irgend einem Grunde als für uns nicht geeignet befunden.

Vor dem Urlaub habe ich dann die vorhandene cbe-Solar-Anlage kurzerhand mit 5 Kyocera-Solarmodulen und einem zweiten Solarladeregler von Votronic erweitert. Unterm Strich habe ich jetzt gute 5 m² (7,6 lfm) Solar auf dem Dach, welche eine Nennleistung von 690W bzw. 40,5 A bringen. Da ich die Solarmodule und Solar-Kabel selber montiert habe und das Ganze nur noch an die Batterien in der Werkstatt anschließen ließ, hat mich der Spaß keine 3000 Teuros gekostet und belastet das Fahrzeug gerade mal mit 41 kg zusätzlich.

Nach den vergangenen 5 Wochen Urlaub in Frankreich kann ich sagen, Strom ohne Ende für unsere Senseo, den Laptop, Haartrockner, Staubsauger, Hubstützen, diverse Ladegeräte, die Bordbatterie, die Wasserpumpe, Fernseher, Beleuchtung usw. und das auch bei bewölktem Himmel. Wir waren nicht ein Mal an der Steckdose, haben auf etlichen Stell- und Campingplätzen die Strompauschale eingespart, brauchten keine Strippen ziehen, nach keinen Adaptern suchen, haben keine Nachbarn mit Generatorgeräuschen genervt, keinen Benzingeruch im Zwischenboden, keine Kanister mit Treibstoff für Generator oder Brennstoffzelle mit herumgeschleppt und wir können unseren Gasvorrat für nützlichere Dinge gebraucht als zur Stromerzeugung.

Man kann also mit einfacher und solider Technik, diese reichlich eingesetzt, für wenig Anschaffungskosten und Null Betriebskosten seine Stromerzeugung für die nächsten 20 Jahre sichern. Leistungsfähigere Batterien (Lithium) lösen das Stromproblem für mich nicht wirklich sondern nur sehr kurzfristig und welche Brennstoffzelle oder welcher Generator steht einen Zeitraum von 20 Jahren schon durch, und wenn im Einzelfall überhaupt, zu welchen Kosten? Brennstoffzellen haben meines Wissens eine sehr begrenzte Lebensdauer und in Spanien, Griechenland oder Marokko den Betriebsstoff für eine EFOY zu bekommen, könnte mit einigen kostenträchtigen Problemen verbunden sein.

Dank großen Frisch-, Abwasser und Fäkalientanks sind wir jetzt zu zweit deutlich über eine Woche von jeglicher Versorgung unabhängig und brauchen anderen Leuten nicht die schönen Campingplätze wegnehmen. So macht Reisen richtig Spaß.

Sehr loben muss ich in dem Zusammenhang den sehr aufgeräumten Dachaufbau von unserem 890M. Da ohne wäre es kaum möglich 5 m² Solarmodule unterzubringen. Bei so manchem Hersteller schaut das Dach aus wie ein Fleckerlteppich und es lassen sich dort wegen wahllos verteilter Entlüftungen, Dachluken, Antennen und Klimaanlagen nur wenige Module unterbringen. Ein großes Lob also an die Konstrukteure bei Concorde.

Viele vom Lagerfeuer
SuperDuty

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CarlosW am 15 Aug 2010 12:04:55

Ich bin auch ein Freund von Solarzellen,wer aber im Winter frei steht braucht wohl oder übel, einen Generator oder Brennstoffzelle.

Carlos

zeus am 15 Aug 2010 12:09:59

Wir haben jetzt auch 2 Solarzellen installiert, weiterhin 2 Batterien (Gel)
neu einbauen lassen und zur Sicherheit noch unsere Brennstoffzelle.
Man spart so einiges, und bekommt so einen Teil der Kosten wieder herein. Für mich ist auch das Gefühl wichtig, autark zu sein.
Liebe , Hildegunde

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Gast am 15 Aug 2010 13:17:53

Hallo Carlos,
ja, der Winter und lange Regenperioden sind die problematischen Zeiten, allerdings geht bei genügend Solar an halbwegs schönen Wintertagen auch noch etwas und zur Not kann man ja mal ein Kabel verlegen.
Wir haben jedoch mit Wintercamping nichts am Hut und werden diese Jahreszeit in südlichen Gefilden verbringen. Wir wollen demnächst unsere Wohnung aufgeben und ganzjährig im Mobil wohnen. Der Ruhestand macht’s nächstes Jahr möglich.
Aber ganz generell ist die Art der Stromversorgung natürlich sehr stark von den persönlichen Bedürfnissen abhängig. Denke es gibt nichts ohne Vor- und Nachteile und schon gar nichts, was für jeden ideal ist.
Viele vom Lagerfeuer
Gerd

Adler am 15 Aug 2010 20:47:04

Wir bauen uns jetzt auf das Wohnmobil 460 Watt die Teile haben mich mit WR knapp über 1000€ gekostet.
Auf unserem alten Wohnmobil hatten wir schon 300Watt Dünnschicht.
Für den Winter allerdings haben wir einen HPR Laderegler und der funktioniert halt immer und kostet im Verhältnis zu allen anderen Möglichkeiten am wenigsten.
Da wir sowieso nicht länger als zwei- maximal drei Tag am selben Ort verweilen, genügt die Fahrerei völlig.
Im Skigebiet lassen wir halt den Motor eine Stunde laufen und haben dann wieder Strom für zwei Tage.
Möglich wird das durch die Ladeleistung und natürlich weil wir die Kiste auf LED umgestellt haben.
Der günstigste Strom ist noch immer der, welcher gar nicht verbraucht wird.

Waschbaer am 15 Aug 2010 20:54:58

Der günstigste Strom ist noch immer der, welcher gar nicht verbraucht wird.


Danke!!
Du sprichst mir aus der Seele :D


Waschbaer

Gast am 16 Aug 2010 16:18:14

Gute Erfahrungen habe ich mit einer Hybrid-Lösung gemacht:

Auf dem Dach 100-W-Solarmodul, im Doppelboden 900er-efoy mit Büttner-Steuerung. 10 ltr. Methanol reichen für eine Saison; Landstrom nehme ich nur noch, wenn er nichts kostet...

fuzzy am 16 Aug 2010 16:27:08

wobei die Lösung auch ziemlich teurer ist im Vergleich.

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