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Vorwurf "Geiz ist geil"? Verhöhnung der Verbrauche 1, 2


MobilIveco am 17 Sep 2010 13:10:39

farmerj hat im Offtopic-bereich (Fersehtipps) folgendes geschrieben.

farmerj hat geschrieben:war zwar schon gestern, aber hat das jemand gesehen ??
gestern auf National Geographic war eine Doku, wie ein Winnebago Vectra gebaut wird......
Mann, war das beeindruckend.
Was ich nicht wusste war, dass Winnebago so gut wie alles (ausser Elektronik) selbst baut was in dem Auto drinn ist.......Möbel, Duschen, Schränke, Amaturenbrett, Slide Outs, Verkleidungen...einfach alles......
und wie das entsteht war wirklich beeindruckend.......
Das Mobil selbst wär zwar jetzt nicht mein Ding...aber war schon faszinierend zu sehen wie so ein Riesenteil wächst...und zwar am Fliessband...das Fahrgestell läuft auf einem Fliessband, dass sich 20 cm in der Minute bewegt. Die Fertigungsstrecke ist in fünf Teilen gesplittet...und die Leute müssen in der Zeit fertig werden, in der das Fahrzeug ihre Abteilung druchläuft.........wow..

Fertigungsdauer ohne Lackierung: 4 Tage !!!!!!!!!


Ja, das war schon beeindruckend.

Ich könnte dann regelmäßig :explodieren: wenn hier von machen (Wohnmobilverkäufern?) die angebliche "Geiz ist geil" Mentalität angeprangert wird.
Siehe aktuelles Angebot bei ebay.com (USA), rein zufällig innerhalb von 20Sek. nach Sichtung deines Postings ausgewählt.

Link zum eBay Artikel


NEW! (naja, 2009 und 1000 Meilen)

2009 Itasca By Winnebago Sunstar 32K, 33', Gas

2009 Itasca Sunstar 32K, Double Slide, V10 Ford, Ford Chassis

5.5 Onan Gas Generator, PS, AC (2), Auto Transmission

Cruise, Graphics Package, Back-up Camera, Leveler Jacks

Patio/Slide Awining, Steel Wheels, 45-amp Service

Electric Water heater, Exterior AM/FM/CD, Trailer Hitch

Trailer Hitch Receiver, Power/Heated Mirrors

Manual Pilot/Co-pilot seats, Leather Pilot/Co-pilot Seats

Surround Sound, Flat Screen TV, U-Shaped Booth

Laminate Counter Tops, Microwave, Oven

Upper/Lower Refrigerator, 2 Bunks w/ DVD Players

Queen Island Bed, Sleeps 8

Bright Platinum Metallic Exterior, Sierra Maple Wood, Cloudburst/Blue Interior

$75,000 (ca.57000,-€)

Oder, wer für ca. 60000,-€ lieber ein Wohnmobil mit MB-Sprinter Fahrgestell hätte. Selbstverständlich auch mit fest eingebautem Generator, Klimaanlage, 2 Fernsehern, 6 Zylinder MB-Diesel usw. usw......

Link zum eBay Artikel

Woran kann denn das liegen? Arbeiten die Arbeitnehmer in den USA umsonst (Oder billiger als in Osteuropa, wo man ja auch schon fertigen lässt?)
Was kostet eigentlich ein Sprinter bei uns mit 6Zyl Diesel, Tempomat, Klima, Radio, Lederaustattung, Metallic, Alufelgen........(hab' mal selber nachgesehen, es fehlen ja ein paar Angeben (Radstand, Gewicht), aber der Preis kommt in etwa hin, für das Fahrgestell!

Wohlgemerkt, die Angebote sind längst nicht verkauft! Was die Fahrzeuge wirklich kosten würden wenn man mal mit dem Händler spricht möchte ich nicht wissen :roll:[/b]

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

rolf51 am 17 Sep 2010 14:17:24

Hallo,

warum ist in Deutschland vieles teuerer? Eine ganz einfache erklärung..wir verdienen mitunter den höchsten Lohn (mitgerechnet Urlaub, Sonderzahlungen,Urlaubs/Weihnachtsgeld). Wir sind nur verwöhnt verdienen zB. 18€ die Std kaufen aber Artikel die in China hergesellt werden für einen Std. lohn von 0,50€ so können wir uns viele Dinge leisten und sind daher auch Reiseweltmeister.

MobilIveco am 17 Sep 2010 14:36:58

Ach so ist das, weil wir so viel Geld verdienen und bei den Chinesischen Artikeln soviel Geld sparen können wir es bei den Wohnmobilen zum Fenster raus werfen. Dabei wundern uns kein bischen darüber, das unser MB-Fahrgestell hier soviel kostet wie in Amerika das komplette Wohnmobil dessen Sonderaustattungen hier dann nochmal einen 5-stelligen €-Betrag kosten würden.
Das ist eine gute logische Erklärung! Wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen :D

Die Frage war übrigens nicht "warum ist in Deutschland vieles teurer" (wofür du eine wirkich erstaunliche Begründung lieferst)
Sondern: "Ist der Vorwurf der Verbraucher würde in Deutschland nach dem Motto "Geiz ist Geil" einkaufen (der ja hier im Forum hinsichtlich der Wohnmobilkäufer auch schon anklang) eine Verhöhnung der Verbraucher?

Ach und Nebenbei:

Der Durchschnittslohn liegt in den USA mit ca. 2.100 $ niedriger als in Deutschland mit ca. 2.400 €. Die Belastung mit Lohnsteuer und Sozialabgaben liegt in den USA mit knapp unter 30% deutlich niedriger als in Deutschland mit knapp über 50% (Quelle: OECD), was für den Arbeitnehmer die Lohnunterschiede ausgleicht.

Anzeige vom Forum


Gast am 17 Sep 2010 14:59:47

"Woran kann denn das liegen? Arbeiten die Arbeitnehmer in den USA umsonst"

Die sind schon in der 2. Halbzeit der Verlängerung.
Bald ist das Spiel aus.
Wir hier in der BRD sind noch nicht ganz soweit, aber auch schon in der Verlängerung.

Im Anhang interessante Entwicklung.
Einfach mal auf "Play" drücken

--> Link


ferienfahrer am 17 Sep 2010 15:45:26

lakotabuche hat geschrieben:"Woran kann denn das liegen? Arbeiten die Arbeitnehmer in den USA umsonst"


Nun, die Frage war ja wohl von MobilIveco rethorisch gemeint und er hat sie ja auch schon selbst beantwortet.
Auf jeden Fall arbeiten amerikanische Arbeiter zu Löhnen die deutlich über den Löhnen z.B. von Slowenien liegen wo Carthago? produzieren lässt und die Adria Wohnmobile herkommen.
Bei den völlig überzogenen Preisen in Deutschland ist es dann schon ziemlich Irrwitzig den Kunden eine "Geiz ist Geil Mentalität" vorzuwerfen wenn Sie, auf dem von wenigen Anbietern beherrschten (abgesprochenen?) Markt versuchen ein einigermaßen vernünftiges Angebot zu finden (herauszuhandeln).

Gast am 17 Sep 2010 16:17:13

ferienfahrer hat geschrieben:[

Auf jeden Fall arbeiten amerikanische Arbeiter zu Löhnen die deutlich über den Löhnen z.B. von Slowenien liegen...



Weißt Du das, oder glaubst Du das nur?
ferienfahrer hat geschrieben:[
Bei den völlig überzogenen Preisen in Deutschland ist es dann schon ziemlich Irrwitzig den Kunden eine "Geiz ist Geil Mentalität" vorzuwerfen ...


Nie wurde behauptet, daß die Deutschen die geizistgeil-Mentalität auf die Autobranche ausgeweitet hätten. Autos sind schließlich der Deutschen liebste Kinder. Da wird fast jeder Preis bezahlt. Sollte es mal anders kommen, dann wäre hier Land unter.
Der Vorwurf der geizistgeil-Mentalität bezog sich auf Dienstleistungen und Produkte des täglichen Gebrauchs.

Im Ausland wundert man sich sowieso:
Die Deutschen fahren die größten und teuersten Autos. Da ist ihnen kein Preis zu hoch.
Aber Lebensmittel und der Arzt dürfen nichts kosten. Wenn doch, dann gehen sie auf die Barrikaden.


farmerj am 17 Sep 2010 16:34:50

rolf51 hat geschrieben:Hallo,

warum ist in Deutschland vieles teuerer? Eine ganz einfache erklärung..wir verdienen mitunter den höchsten Lohn (mitgerechnet Urlaub, Sonderzahlungen,Urlaubs/Weihnachtsgeld). Wir sind nur verwöhnt verdienen zB. 18€ die Std kaufen aber Artikel die in China hergesellt werden für einen Std. lohn von 0,50€ so können wir uns viele Dinge leisten und sind daher auch Reiseweltmeister.


Hallo Rolf,

da kann ich dir aber nur zum Teil Recht geben......erstens haben die deutschen Arbeitnehmer in den letzten 20 Jahren den geringsten Lohnzuwachs in ganz Europa

zweitens lassen viele Unternehmen -egal ob Textil, Elektronik oder Autoindustrie - schon lange verstärkt in Billiglohnländern fertigen....

kostet deswegen der Golf bei uns weniger ???? Nein..
Oder Beispiel Adidas:
dieses Unternehmen steht seit langen langen Jahren auf der schwarzen Liste von Amnesty International, weil es in Billiglohnländern in Asien auf Kinderarbeit setzt.....trotzdem kostet ein Vereinsshirt eines Bundesligisten ca. 80 bis 90 Euro bei uns........

Jetzt frag ich dich: WER verdient denn daran wirklich das große Geld ?? Der Arbeitnehmer in Deutschland der bei diesen Unternehmen noch übriggeblieben ist ????

MobilIveco am 17 Sep 2010 16:36:32

lakotabuche hat geschrieben:
ferienfahrer hat geschrieben:[

Auf jeden Fall arbeiten amerikanische Arbeiter zu Löhnen die deutlich über den Löhnen z.B. von Slowenien liegen...



Weißt Du das, oder glaubst Du das nur?

--> Link

ferienfahrer hat geschrieben:[
Bei den völlig überzogenen Preisen in Deutschland ist es dann schon ziemlich Irrwitzig den Kunden eine "Geiz ist Geil Mentalität" vorzuwerfen ...


Nie wurde behauptet, daß die Deutschen die geizistgeil-Mentalität auf die Autobranche ausgeweitet hätten.

Viel liest du nicht im Forum oder? Nehmen irgendeinen x-beliebiges Thema wo es um Qualität der Händler und der Fahrzeuge geht, schon finden sich ein paar Experten die meinen: "Tja, was erwartet der Kunde denn wenn er alles nur immer billiger, billiger, billiger haben will"

PS
Nun habe ich aus Versehen meine Antworten in das Zitat rein geschrieben.

viking92 am 17 Sep 2010 17:07:30

lakotabuche hat geschrieben:Wenn doch, dann gehen sie auf die Barrikaden.


Aber nicht der deutsche Michel! :wink:

Mover am 17 Sep 2010 19:22:08

rolf51 hat geschrieben:...
Wir sind nur verwöhnt verdienen zB. 18€ die Std ...


Es gibt solche Arbeitsplätze und ich freue mich mit den Facharbeitern, die recht gut bekommen, sie verdienen es auch.

Allerdings kenne ich auch Unternehmen, darunter kleine Klitschen im Metallbereich, die ihre Akkordlöhner mit 8,50 Euro Stundenlohn abspeisen und ihre (studentischen) Aushilfen mit 5-6 Euro. So viel gab es bei vielen Jobs über den Studenten-Schnelldienst auch - schon im Jahr 1970.

Vor 40 Jahren derselbe Lohn wie heute - das ist eine Schande. Und dass alle Steuerzahler jene Billiglöhner unterstützen müssen, die trotz 40-Stunden-Woche zu wenig zum Leben "verdienen", das ist eine Schande dazu.

Nachdenklichen

Mover

Bergbewohner1 am 17 Sep 2010 19:31:23

Hallo Mover. mache doch selbst mal einen Betrieb auf, beschäftige Leute mit guten Lohn und dann seh mal wie lange du hin kommst.

farmerj am 17 Sep 2010 19:48:02

Waldtroll hat geschrieben:Hallo Mover. mache doch selbst mal einen Betrieb auf, beschäftige Leute mit guten Lohn und dann seh mal wie lange du hin kommst.



machen mehrere gute freunde von mir (Handwerker und IT-Branche)....und glaub mir :
die kommen alle sehr sehr gut hin, auch ohne Ausbeutung !!

dieter2 am 17 Sep 2010 19:54:22

Waldtroll hat geschrieben:Hallo Mover. mache doch selbst mal einen Betrieb auf, beschäftige Leute mit guten Lohn und dann seh mal wie lange du hin kommst.


Wenn ich keine Löhne zahlen kann,kann ich auch kein Betrieb aufmachen :(

Es gibt aber Firmen die machen das als Geschäftsmodell.
Leute auf Kosten des Steuerzahlers beschäftigen.
Wenn ich die Briefträgerin sehe,nicht die von der Post,kommt mir immer die Galle hoch.
(Nicht wegen der Frau,die kann nichts dafür)

Dieter

brainless am 17 Sep 2010 22:42:40

Schon wieder wurden viele Standpunkte vorgetragen, ohne daß es zu einem echten Austausch gekommen ist.
Deshalb werde auch ich mich mit Vermutungen oder Scheinargumenten zurückhalten.

Aber zur Frage des TO, warum die Preise in USA so niedrig sind, eine (aber gewiß nicht erschöpfende) Antwort:
In vielen Staaten gibt es keine oder nur eine geringe Verkaufs- / Mehrwertsteuer.

In unseren europäischen Staaten sind schnell zusätzliche (bis) 25 % Aufschlag an Steuer zu zahlen.
Da werden dann aus 60.000,- sofort 75.000,-.


brainless :wink:

CKgroupie am 17 Sep 2010 23:06:19

Was ich mich frage: Wieso kaufen dann denn nicht mehr Leute so ein Teil aus den USA? So teuer wie die Preisdifferenz von dem verlinkten Fahrzeug zu dem, was man hier für so ein Riesending bezahlt, kann die Überführung ja fast nicht sein, oder?
Ich bin echt überrascht über diese Preise. Das ist ja wirklich ein Wahnsinnsunterschied!

ninatochter am 17 Sep 2010 23:14:30

Leider mußt du noch die Einfuhrsteuer und den Zoll bezahlen und deutschen Tüv brauchst du auch noch
Und wenn man dann alles zusammen rechnet dan sieht der Preis Leiderschon ganz anders aus.
Sonst hätte ich mir schon längst einen drüben gekauft

mfg gerd

wolfherm am 18 Sep 2010 00:53:44

Jau, und wegen der Gewährleistung lässt du das Teil dann immer nach USA verschiffen. :D

MobilIveco am 18 Sep 2010 11:33:58

CKgroupie hat geschrieben:Was ich mich frage: Wieso kaufen dann denn nicht mehr Leute so ein Teil aus den USA? So teuer wie die Preisdifferenz von dem verlinkten Fahrzeug zu dem, was man hier für so ein Riesending bezahlt, kann die Überführung ja fast nicht sein, oder?
Ich bin echt überrascht über diese Preise. Das ist ja wirklich ein Wahnsinnsunterschied!


Ja, wie Ninatochter schon richtig geschrieben hat. Dem setzt man hohe Schranken entgegen.
Die ganze Gasanlage hat nicht die Europäischen Prüfzeichen. Naturgemäß läuft die ganze Elektrik wie in Amerika üblich auf 110V und am Fahrzeug müssen zum Teil auch Veränderungen vorgenommen werden.
Dazu Fracht, Einfuhrumsatzsteuer, Zoll, und TÜV-Gebühren. Glaub' mir, ich hab's mir gut überlegt und wollte als Zusatznutzen das Fahrzeug erstmal in den USA lassen und dort Urlaub machen (Zulassung in den USA geht, dazu gibt es ein sehr gute Anleitung im Web) aber der Import war mir dann doch zu kompliziert.
Allerdings begründet das nur warum nicht mehr Fahrzeuge von dort importiert werden!
Warum aber auf unserem Mark so viel höhere Preise verlangt werden ist an sich nur durch mangelnden Wettbewerb zu erklären.
Selbst die so genannten "Billiganbieter" sind ja nichts weiter als Töchter der 3 bis 4 großen Europäischen Hersteller. Wie dann das Preisnivau ausgekungelt wird darf sich jeder selber vorstellen.

ninatochter am 18 Sep 2010 11:53:38

Hallo miteinander
Man kann auch noch hierzulande ein Mobil zu einem angemessenem
Preis erwerben
Wenn man ein Auslaufmodel kauft wir haben 25%bis 30% gespart
und haben ein ein Auto mit allem was man braucht und jedemenge platz.

MobilIveco am 20 Sep 2010 21:28:01

Das stimmt wohl, aber ich hab' eben unter einem anderen Thema folgende Eintragung gefunden:
singlefreiheit hat geschrieben:Hallo chrisk,

ich habe eben folgende Einzelteilpreise ergoogelt:

GX25 bei Moto Schütte: 269€ ( in den USA: 195 US-$ )
Beste
Thomas

Man kommt sich schon ziemlich "veräppelt" vor wenn uns ständig die "Geiz ist geil Mentalität" vorgeworfen wird.

tober am 20 Sep 2010 22:09:13

Der aktuelle Benzinpreis in den USA ca. 2,65$/ Gallone.
Entspricht ca. 0,53 € / Liter :D :D

Ach ja, in Amerika gibts z.B Sozialhilfe nur 5 Jahre, danach biste auf Wohlfahrts/Hilfsorganisatsionen angewiesen.

Auserdem dürfen die Waffen kaufen. Die gibts bei uns so in der art gar nicht.

Ich gebe zu - das ist ein wenig daneben. Aber die Aussage in den USA ist es billiger (wohnmobile ect.) ist halt nur eine Seite .

tober

brainless am 20 Sep 2010 23:56:14

MobilIveco hat geschrieben:Das stimmt wohl, aber ich hab' eben unter einem anderen Thema folgende Eintragung gefunden:
singlefreiheit hat geschrieben:Hallo chrisk,

ich habe eben folgende Einzelteilpreise ergoogelt:

GX25 bei Moto Schütte: 269€ ( in den USA: 195 US-$ )
Beste
Thomas

Man kommt sich schon ziemlich "veräppelt" vor wenn uns ständig die "Geiz ist geil Mentalität" vorgeworfen wird.




Hi mobilveco,

die "Geiz ist geil Mentalität" wird uns vorgeworfen von Leuten, die ein originäres Interesse daran haben, wieder den uninformierten Verbraucher / Käufer zurückzubekommen, der so prima abzumelken war - wie vor der Zeit des Internets.

"Geiz ist geil" ist nur die moderne Übersetzung des alten Kaufmann-Klassikers: "Im Einkauf liegt der Gewinn".

Natürlich könnten wir einfach beim nächstbesten Laden kaufen, aber unsere Arbeitgeber tun's doch auch nicht:
Beschaffungsmarketing heißt das heute - nicht mehr nur simpel Einkauf.

Gerade die, die den unmündigen Kunden zurückwünschen, sind oft die härtesten Beschaffer,


brainless :wink:

Waldi am 21 Sep 2010 06:46:57

brainless wie recht du hast.

Waldi

aljosa am 21 Sep 2010 08:49:43

Guten Morgen

Interessante Ansichten und Erläuterungen. Warum sind die Produkte auf unseren Märkten so teuer? Der Preis eines Produkts setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Dies sind
- das Brottosozialprodukt des jeweiligen Landes,
- Steuern und
- Angebot und Nachfrage.

Es müsste jedem einleuchten, das der Hersteller für dasselbe Produkt nicht denselben Preis in Deutschland, Schweiz, USA, Indien und China verlangen kann (Bruttosozialprodukt). Grundsätzlich finanzieren Konsumenten aus reicheren Ländern teilweise und indirekt den Markt der ärmeren Ländern.

Mit dieser Gegebenheit "arbeitet" der Grauimport welcher den Herstellern und dem Staat ein Dorn im Auge ist. Der Staat hält dagegen indem er Materialen oder Produkte mit Strafzöllen belegt. Auch die Hersteller halten teilweise dagegen, indem sie den Verkäufern verbieten ihre Produkte an ausländische Verkäufer weiterzugeben.

aljosa

Gast am 21 Sep 2010 17:25:39

und noch ein argument gegen den kauf eines kompletten womos (also nicht nur des aufbaus) in den USA: motortechnik von vorgestern. über feinstaubwerte braucht man da gar nicht erst nachzudenken.

und was die aufbauten anbetrifft, so kann ich aus unseren mehrmaligen erfahrungen mit mietmobilen in den USA sagen, dass die verarbeitungsqualität unter aller sau ist (von der innenraumgestaltung ganz abgesehen). im hochpreisigen segment kann das natürlich anders sein.

singlefreiheit am 21 Sep 2010 17:41:19

Variofahrer hat geschrieben:über feinstaubwerte braucht man da gar nicht erst nachzudenken.


Das war einmal.
Verglichen mit europäischen Grenzwerten betragen die zulässigen Grenzwerte in den USA nur rund 1/10.
Quelle: --> Link ab Seite 10.
Die Amis lernen.
Beste
Thomas

brainless am 21 Sep 2010 21:56:52

@ aljosa:

Grundsätzlich finanzieren Konsumenten aus reicheren Ländern teilweise und indirekt den Markt der ärmeren Ländern.



Von wegen....

Umgekehrt wird ein Schuh draus! 8)

Zu Deinen übrigen - rein persönlichen - Meinungen halte ich mich zurück.
Wissenschaftlich betrachtet ist das alles Käse.......



brainless :wink:

singlefreiheit am 21 Sep 2010 22:47:26

brainless hat geschrieben:@ aljosa:

Grundsätzlich finanzieren Konsumenten aus reicheren Ländern teilweise und indirekt den Markt der ärmeren Ländern.



Von wegen....

Umgekehrt wird ein Schuh draus! 8)

Zu Deinen übrigen - rein persönlichen - Meinungen halte ich mich zurück.
Wissenschaftlich betrachtet ist das alles Käse.......



brainless :wink:


Wir können heute bei KIK zum Bruchteil eines unserer Stundenlöhne eine Jeans in Levis-Qualität für 8.99€ kaufen.
Für die Arbeiter in Fernost ist das mehr als ein Tageslohn.
Da fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass wir die Arbeiter dort unten durchfüttern.
Solche Jeans kosten als "Levis" bei Karstadt ca 100€.
Produziert Levis unter akzeptableren Bedingungen? Wohl kaum.
Geiz ist geil - vor allem für Arbeitgeber und Produzenten.

Beste
Thomas

frankiafred am 22 Sep 2010 01:31:15

Moin Variofahrer,
wie ich sehe favorisierst du Fahrgestelle von Mercedes.Schön.Habe ich auch lang mit geliebäugelt.Da ich kein Markenfetischist bin,habe ich mir auch die schönen Töchter anderer Mütter angesehen.Letztlich bin ich bei einem Ami gelandet.War nun mal Liebe auf den ersten Blick :wink: .Das Basisfahrzeug meines Mobils ist ein 1992er Ford Econoline E350.Ich denke,daß dieses Fahrzeug einem Zeitgenössischem Benz in nichts aber auch garnichts nachsteht.Ob da nun "Bauerntechnik" verbaut ist,soll mir in dem zusammenhang wurscht sein.Die Technik soll funktionieren und langlebig sein :!: Der 7,3 Liter Dieselmotor des Ford wird ganz sicher genauso lang halten wie der Motor des Benz (und dabei wahrscheinlich Drehmomentstärker sein).Ob es eine 4Gang Automatik mit Overdrive für den Benz gibt weiß ich nicht - meiner hat sie (wunderbar zu Fahren).Ein perfekt funktionierender Tempomat und eine Klimaanlage gehören auch zur Serienausstattung.Das Fahrwerk ist garantiert nicht weniger stabil als das des Benz.Dabei ist der Ford im direkten Preisvergleich ein absolutes Schnäppchen.Überhaupt die Kosten:der Verbrauch des Econoline ist NICHT höher als der eines - gleichschweren - Mercedes.Die Ersatzteile sind günstig (in Amerika geradezu unglaublich günstig) und vor allem auch noch verfügbar wenn das Fahrzeug mal richtig alt wird.Ja,und dann rostet dir der Ford nicht so schnell weg (sorry - der mußte jetzt sein :wink: ).Warum der Econoline (in Amerika der meistverkaufte Transporter) in Deutschland keine Verbreitung findet? DAS kann ich dir nicht Beantworten.
Fred (der Mercedes Fahrgestelle mag)

ferienfahrer am 22 Sep 2010 07:30:00

Variofahrer hat geschrieben:und noch ein argument gegen den kauf eines kompletten womos (also nicht nur des aufbaus) in den USA: motortechnik von vorgestern. über feinstaubwerte braucht man da gar nicht erst nachzudenken.

und was die aufbauten anbetrifft, so kann ich aus unseren mehrmaligen erfahrungen mit mietmobilen in den USA sagen, dass die verarbeitungsqualität unter aller sau ist (von der innenraumgestaltung ganz abgesehen). im hochpreisigen segment kann das natürlich anders sein.


Du hast schon mitbekommen, daß das eine genannte Wohnmobil ein Sprinter Fahrgestell hat?

Gast am 22 Sep 2010 09:00:54

Kleiner Exkurs in Volkswirtschaft:

Ein nicht unerheblichen Einfluss auf die Produktionskosten, haben die Kapitalkosten.
An dieser Stelle muss ich historisch werden und den verlorenen 2. Weltkrieg mit all seiner Zerstörung erwähnen. Dieser wirkt bis heute nach, drastisch noch mal war die Wiedervereinigung. Die Kriegskosten halten nämlich die Eigenkapitaldecke in Deutschland gegen über den USA immer noch unten. G.s.D. ist der Effekt aber stark nachlassend.

Weiterhin hat die USA gegenüber der EU, einen großen homogenen Binnenmarkt , der schon lange existiert. Dieser führt nicht nur zu großen Serienfertigungen und niedrigeren Absatzkosten, nein auch zu großen Investitionen durch das Ausland zu verhältnismäßig niedrigen Konditionen. Weil die Risiken eben viel geringer sind. Das führt dazu, das der Kapitalzufluss in die USA ungebrochen hoch ist, und wir in Deutschland einen Kapitalabfluss verzeichnen. Verstärkt wird das Gefälle wiederum durch den konsumorientierten Binnenmarkt der Amerikaner und der Exportorientierung der Deutschen. Was wiederum durch den Wiederaufbau und der Schuldenproblematik nach dem zweiten Weltkrieg, historisch begründet ist.

Nun kommen wir auf den außenpolitischen Einfluss zu sprechen, der dafür sorgt, dass Importe in die USA weniger kosten als in die EU bzw. nach Deutschland. Und im Gegenzug die Exporte der Amerikaner politisch unterstützt werden.

Aber auch entscheidend sind die durch die Begebenheiten unterschiedlichen Anforderungen an Wirtschafts- und Konsumgüter. Amerikaner bevorzugen einfache und bequeme Lösungen. Deutsche perfekte und dauerhafte Lösungen, die natürlich teurer sind.

Nun zurück zum Kapital! Amerikaner verleben ihre Einnahmen und leben eher auf Pump, was dem Wirtschaftskreislauf zugute kommt. Deutsche sparen und entziehen somit dem Wirtschaftskreislauf Möglichkeiten. Dies ist historisch wiederum begründet aber auch politisch forciert. Wenn man dann bedenkt, das dieses Vermögen dann im Ausland angelegt ist (Aussenhandelsüberschuss, Deutschland ist der größte Gläubiger der meißten Länder der Erde!) und dann dort verbrannt wird (siehe Griechenland, Lehmann Brother, Island, Immobilienverfall in Spanien usw.)

Dann kommt man zum Schluss, das in Deutschland die Geiz ist Geil Mentalität wirklich vorherrscht, nur das diese anders geartet ist als uns suggeriert wird, aber dennoch in der dümmlichen Arroganz gipfelt.

Deswegen kosten nicht nur Wohnmobile in den USA weniger!

Das war eine kurze Zusammenfassung eines sehr langen Hintergrudnes.

Jörg

brainless am 22 Sep 2010 17:09:33

Hallo Jörg,

da fehlt bei deinem US Exkurs dann aber doch folgendes ( sehr beliebt in USA):

"Only suckers pay retail."

Deine Verallgemeinerungen der amerikanischen oder deutschen Präferenzen bei Konsum finde ich längst überholt.
Auch haben sich die "niedrigeren Absatzkosten" für manche investitionsstarken Europäer als Fata Morgana erwiesen. Bei den Entfernungen zwischen Atlantik und Pazifik, zwischen Kanada und Karibik sind viele Marketingpläne unbarmherzig zusammengebrochen und die Investoren in's "kleinkarierte" Europa reumütig zurückgekehrt.

Historisch stimmen Deine Erläuterungen, aber der US-Markt ist heute in einer nachhaltigeren Umbruchphase als nach dem Black Thursday.

Mal sehen, was da noch alles geschieht,


brainless :wink:

Nille am 22 Sep 2010 17:30:58

Ich weiß gar nicht was an dem Sprinter so toll sein soll...einen schon leicht benutzten Alkoven aus IT (dar qualitativ immer noch besser ist als jede amerikanische Brotdose aus der ersten Post) bekomme ich doch auch für 65k€ in Deutschland.

Nicht vergessen, in US sind die Mehrwertsteuer und andere Steuern nach Bundesstaat immer unetrschiedlich und kommen jeweils zu den Preisen hinzu.



Nille

MobilIveco am 22 Sep 2010 20:32:53

Ich denke, daß hatten wir schon durch. Die genannte Firma stellt keineswegs billige Brotdosen her, beschäftige dich mal ein bischen genauer mit dem Angebot.
Dein Vergleichsangebot aus mobile.de kannst du ja mal einstellen.

frankiafred am 23 Sep 2010 00:43:36

Moin,
dieses Forum kann manchmal hilfreich sein.Oft ist es aber so,daß der Ratsuchende eher verwirrt zurück gelassen wird.Diese "hau drauf" Kommentare - wie z.B. der von Nille - sind nun wirklich nicht erhellend (außer fürs Ego vielleicht).Ich finde es immer wieder erstaunlich,wie sich hier einige erdreisten komplette Fahrzeugflotten in Grund und Boden zu schreiben.Liest man sich mal Threads durch die sog. Discountmobile,Amis usw. zum Thema haben,so muß man konstatieren,daß hier oft der Stammtisch vorherrscht.
Fred

Nille am 23 Sep 2010 09:01:25

Moin!

Sorry, aber habt Ihr Euch schon mal ein amerikanisches Mobil genauer angesehen? Ich habe das vor Jahren schon intensiv getan (Bevor wir unser Mobil gekauft haben) und habe bei sicher 15 besichtigten Ami-Mobilen KEINES gefunden welches auch nur im Ansatz meiner Qualitätsauffassung enstpricht. Von der in den Staaten verwendeten "Bauerntechnik" im Fahrwerks- und Motorenbereich will ich jetzt mal gar nicht erst anfangen. (Oder doch ;) )

Habt Ihr die Bilder des Innenraumes mal angesehen? Der Möbelbau ist doch wohl optisch nicht mehr zu übertreffen, oder? Ich wusste bis dato nicht, das Gelsenkirchener Barock immer noch aktuell ist. In Europa ist so etwas unverkäuflich und daher auch nicht zum Preis-Vergleich geeignet. Das hat nichts mit hau-drauf zu tun, ist nur meine persönliche Meinung!



Nille

Feuer frei, macht mich fertig ;) bin die nächsten 5 Tage eh nicht hier! :twisted:

ferienfahrer am 23 Sep 2010 09:18:46

Wenn du's dir nicht ansehen willst, kann ich auch nichts machen.

Das zweite genannte Angebot ist auf MB-Sprinter Fahrgestell (mit 6Zyl Turbodieselmotor, Alufelgen, Tempomat, Klimaautomatik,Lederaustattung usw. usw.), und bei dem Modell finde ich auch die Innenaustattung völig OK. Gut, Sofa und Sessel sind für uns ein wenig ungewohnt (wo sollten die auch hn ohne slideout).
Wie man auf die Idee kommen kann, das Fahrzeug mit fest eingebautem Diesel-Stromgenerator, Klimaanlage, Kühlgefrierkombination, LCD Fernsehern, DVD, Außendusche, Markiese mit dem billigst möglichen hiesigem Modell zu vergleichen verstehe ich nicht.
Die Innenausstattung finde ich zum Teil aber auch gewöhnungsbedürftig. "Fertig" machen will dich ganz sicher niemand :)
Ich hab' aber auch schon weitere schön ausgestattete Womos gesehen und in der Herstellung billiger sind sie sicher nicht. (Was könnte billiger sein, als unsere"folierten" Möbel)

aljosa am 23 Sep 2010 09:46:03

@brainless

Im zweiten Abschnitt steht der zweite Satz in Abhängigkeit mit der Aussage, dass der Hersteller für dasselbe Produkt .... (Natürlich ist meine Aussage auf das rudimentärste reduziert. Ansonsten können wir mit markt- und sozialwirtschaftlichen Analysen ganze Bücher füllen.)

Was stimmt an meiner Erläuterung nicht? Auf welche wissenschaftliche/n Studie/n stützt Du Deine Weisheit? Evtl. kannst Du mir ja einen entsprechenden Hinweis geben und ich muss das, was ich über die Marktwirtschaft vermittelt bekommen habe, komplett revidieren.

Anhanden zweier kleiner Beispielen möchte ich meine Aussage erläutern. Ein Notebook desselben Herstellers und Typs bekommst Du in Mumbasa für ca. £ 430.00. In London bezahlst Du für dasselbe Produkt £ 680.00. Das Produkt wurde an demselben Ort Produziert. Somit sind die Herstellungskosten dieselben.
Auf vielen Wunschzetteln steht heutzutage ein TV-Gerät welches 3D fähig ist. ein Samsung LE46C750 mit denselben Spezifikationen bekommt man in Mumbasa für ca. £ 920.00, in London für £ 1500.00.

Wie erklärt die von Dir angedeutete wissenschaftliche Studie diese Gegebenheit? Bin für entsprechende Hinweise dankbar.

ferienfahrer am 23 Sep 2010 10:02:11

cojo hat geschrieben:Kleiner Exkurs in Volkswirtschaft:

Ein nicht unerheblichen Einfluss auf die Produktionskosten, haben die Kapitalkosten.
An dieser Stelle muss ich historisch werden und den verlorenen 2. Weltkrieg mit all seiner Zerstörung erwähnen. Dieser wirkt bis heute nach, drastisch noch mal war die Wiedervereinigung. Die Kriegskosten halten nämlich die Eigenkapitaldecke in Deutschland gegen über den USA immer noch unten. G.s.D. ist der Effekt aber stark nachlassend.


Ich denke, wir können beide nicht im Detail beurteilen wie groß die Eigenkapitaldecke der verschiedenen Firmen ist. Die Kreditkosten sind jedenfalls auf einem historischen Tiefstand.

cojo hat geschrieben:Weiterhin hat die USA gegenüber der EU, einen großen homogenen Binnenmarkt , der schon lange existiert. Dieser führt nicht nur zu großen Serienfertigungen und niedrigeren Absatzkosten, nein auch zu großen Investitionen durch das Ausland zu verhältnismäßig niedrigen Konditionen. Weil die Risiken eben viel geringer sind. Das führt dazu, das der Kapitalzufluss in die USA ungebrochen hoch ist, und wir in Deutschland einen Kapitalabfluss verzeichnen. Verstärkt wird das Gefälle wiederum durch den konsumorientierten Binnenmarkt der Amerikaner und der Exportorientierung der Deutschen. Was wiederum durch den Wiederaufbau und der Schuldenproblematik nach dem zweiten Weltkrieg, historisch begründet ist.


Dazu ist ja schon Stellung genommen worden. Wir sprechen hier über den Wohnmobilmarkt, der wird in Europa von wenigen großen Konzernen beherrscht. Ich würde sogar sagen, daß die Serienfertigung in Europa in der Regel weitaus rationeller durchorganisiert ist als in den USA. Siehe Umstrukturierungen bei Chrysler nach der Übernahme durch MB.

cojo hat geschrieben:Nun kommen wir auf den außenpolitischen Einfluss zu sprechen, der dafür sorgt, dass Importe in die USA weniger kosten als in die EU bzw. nach Deutschland. Und im Gegenzug die Exporte der Amerikaner politisch unterstützt werden.


Die Wohnmobilteile werden weder von Europa nach USA noch umgekehrt Importiert. Also was spielt das hier für eine Rolle.

cojo hat geschrieben:Aber auch entscheidend sind die durch die Begebenheiten unterschiedlichen Anforderungen an Wirtschafts- und Konsumgüter. Amerikaner bevorzugen einfache und bequeme Lösungen. Deutsche perfekte und dauerhafte Lösungen, die natürlich teurer sind.


Das ist im Grundsatz sicher richtig (insbesondere beim Hausbau). Auf Wohnmobile trifft es aber nur sehr begrenzt zu. Frag mal die US-Fahrer hier im Forum und du wirst sehen, daß die Modelle mindestens so dauerhaft sind wie unsere.
Was Perfektion und Dauerhaftigkeit unserer Wohnmobile angeht, kann man sich hier im Forum ja ein gutes BIld machen.

cojo hat geschrieben:Nun zurück zum Kapital! Amerikaner verleben ihre Einnahmen und leben eher auf Pump, was dem Wirtschaftskreislauf zugute kommt. Deutsche sparen und entziehen somit dem Wirtschaftskreislauf Möglichkeiten. Dies ist historisch wiederum begründet aber auch politisch forciert. Wenn man dann bedenkt, das dieses Vermögen dann im Ausland angelegt ist (Aussenhandelsüberschuss, Deutschland ist der größte Gläubiger der meißten Länder der Erde!) und dann dort verbrannt wird (siehe Griechenland, Lehmann Brother, Island, Immobilienverfall in Spanien usw.)


Auch hier nochmal, wir sprechen vom Wohnmobilmarkt und der ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Über mangelnde Nachfrage konnten sich die Hersteller also ganz sicher nicht beschweren. Es fehlt einfach der Wettbewerb und würden die Sparschweine geschlachtet und die Nachfrage größer, dann würden die Preise eher noch erhöht.

Gast am 23 Sep 2010 13:32:04

@ferienfahrer

schau bitte weiter als bis zum Tellerrand.

Eigenkapitaldecke: dafür gibt es Statistiken!

Serienfertigung: soso du behauptest, in Europa werden mehr Fahrezeuge vom gleichen Typ abgesetzt, als in den USA und darüber hinaus noch gar in Deutschland!

Importe: Soso alle verwendeten Ur-Materialen und Energien, werden in beiden Wirtsxhaftsregionen vor Ort gewonnen?

Dann US-Standard: ich sagte nicht das US-Mobile weniger aushalten und weniger alt werden, aber schau Dir mal die Bauweise genauer an. Stühle und Couch aus dem normalen Hausmöbelsortiment. Sanitärbereich aus dem normalen Haussortiiment, Elektrobreich aus dem normalen Haussortiment, eventuell etwas modifiziert. Aussenliegende Scharniere bei Möbeln, ala Bauernmöbel des letzten Jahrhunderts usw.
Das führt zu geringen Produktions- und Anschafftungskosten, aber auch zu bedeutend höhrerem Gewicht und erheblich mehr Platzbedarf!

Historischer Camping-markt in EU?
ha, seit wann fahren die Amis schon rum? Vom Prinzip her, seit ihrer Auswanderung! :D Aber auch Camping gibt es mindestens schon 40 Jahre länger als in EU.

Am fehlenden Wettbewerb kann man es auch nicht festmachen, da dieser EU-weit noch nie größer war, als zur Zeit. Zumindest in diesem Bereich.
Aber Wettberwerb kostet halt auch Produktivkraft und senkt Stückzahlen, es dient nur einem Zweck, um Abhängigkeiten zu verringern und den Frotschritt am laufen zu halten. Volkswirtschaftlich kostet er aber in der Momentanbetrachtung mehr :!:

Mein Beitrag war eine extreme Kurzfassung von möglichen Hintergründen, für den Einwand im Eingangs-Thread. Ausführlich kann man darüber ein Buch schreiben, mit Quellenangaben für zig Bücher :!:

Aussagen immer erst Sacken lassen, meißt steckt mehr drin als man glaubt!

Ich zumindest versuche mich dran zu halten, klappt nicht immer, aber immer öfter 8)

Jörg

ferienfahrer am 23 Sep 2010 13:53:36

cojo hat geschrieben:schau bitte weiter als bis zum Tellerrand.

Kein Kommentar

cojo hat geschrieben:Eigenkapitaldecke: dafür gibt es Statistiken!

Wenn überhaupt, dann nur für Börsennotierte Unternehmen. Und du hast dir die vor deinem Posting durchgelesen?

cojo hat geschrieben:Serienfertigung: soso du behauptest, in Europa werden mehr Fahrezeuge vom gleichen Typ abgesetzt, als in den USA und darüber hinaus noch gar in Deutschland!

Bitte, wo habe ich das behauptet.
Was ich behauptet habe ist, daß i.d.R. die Produktion in Europa besser durchorganisiert ist als in den USA.

cojo hat geschrieben:Importe: Soso alle verwendeten Ur-Materialen und Energien, werden in beiden Wirtsxhaftsregionen vor Ort gewonnen?

Wieder so eine unsinnige Unterstellung

cojo hat geschrieben:Dann US-Standard: ich sagte nicht das US-Mobile weniger aushalten und weniger alt werden, aber schau Dir mal die Bauweise genauer an. Stühle und Couch aus dem normalen Hausmöbelsortiment. Sanitärbereich aus dem normalen Haussortiiment, Elektrobreich aus dem normalen Haussortiment, eventuell etwas modifiziert. Aussenliegende Scharniere bei Möbeln, ala Bauernmöbel des letzten Jahrhunderts usw.
Das führt zu geringen Produktions- und Anschafftungskosten, aber auch zu bedeutend höhrerem Gewicht und erheblich mehr Platzbedarf!


Tja, und da wird bei uns für die teuersten Mobile Reklame gemacht wenn auch Haushaltsarmaturen verwendet wurden. Als ob der Plastikkram der in unsere Wohnmobile eingebaut wird nun teurer wäre

cojo hat geschrieben:Historischer Camping-markt in EU?
ha, seit wann fahren die Amis schon rum? Vom Prinzip her, seit ihrer Auswanderung! :D Aber auch Camping gibt es mindestens schon 40 Jahre länger als in EU.

Tut eigentlich nichts zur Sache

cojo hat geschrieben:Am fehlenden Wettbewerb kann man es auch nicht festmachen, da dieser EU-weit noch nie größer war, als zur Zeit. Zumindest in diesem Bereich.
Aber Wettberwerb kostet halt auch Produktivkraft und senkt Stückzahlen, es dient nur einem Zweck, um Abhängigkeiten zu verringern und den Frotschritt am laufen zu halten. Volkswirtschaftlich kostet er aber in der Momentanbetrachtung mehr :!:

Sorry, aber unter Wettbewerb verstehe ich etwas anderes als wenn die (an einer Hand abzuzählenden) großen Hersteller jeweils noch ein/zwei "Billigmarken" ins Programm nehmen um Wettbewerb vorzutäuschen.

cojo hat geschrieben:Mein Beitrag war eine extreme Kurzfassung von möglichen Hintergründen, für den Einwand im Eingangs-Thread. Ausführlich kann man darüber ein Buch schreiben, mit Quellenangaben für zig Bücher :!:

Das glaube ich gern', denn mir scheint du bist "vom Fach", anders kann ich mir deine Ausführungen auch nicht erklären und würde sicher genau wie du argumentieren
8)

PS
Wer mag kann ja schon mal den serienmäßigen eingebauten Dieselgenerator nachrüsten (Ein bischen Montage kommt natürlich noch dazu) Link zum eBay Artikel

brainless am 23 Sep 2010 14:59:52

@aljosa.

Du sprichst mich direkt an, deshalb antworte ich (ansonsten wäre dieses Thema für mich erledigt gewesen).
1.
Ich beziehe mich nicht auf eine wissenschaftliche Studie, sondern auf die Grundlagen von Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft.
2. Preise werden -in einer Marktwirtschaft- ausschliesslich durch Angebot und Nachfrage geregelt - und sonst nichts. Nur protektionistische Massnahmen oder monopolistische Anbieter könnten das - in gewissen Grenzen - aushebeln.
3. Dass ein Produkt in X-Land einen anderen Preis hat als in Y-Land...............................siehe 2.

Dein Zitat:

Anhanden zweier kleiner Beispielen möchte ich meine Aussage erläutern. Ein Notebook desselben Herstellers und Typs bekommst Du in Mumbasa für ca. £ 430.00. In London bezahlst Du für dasselbe Produkt £ 680.00. Das Produkt wurde an demselben Ort Produziert. Somit sind die Herstellungskosten dieselben.


ist leider totaler Mumpitz. :roll:
Fangen wir mit den "Herstellungskosten an: Ja, die sind identisch.
Wenn aber der Warentransport nach X-Land teurer ist, die Distributionskosten in X-Land höher sind, die Akquisitionskosten und die unterstützenden Kommunikationskosten ebenfalls - dann sieht Dein - so genanntes - Beispiel absolut alt aus.
...und: Wir haben noch nicht von den "weichen" Marktfaktoren gesprochen: Markenbekanntheitsgrad, Markenhistorie, Marktanteil, Innovationsstärke, etc. etc.

Du gehst hingegen davon aus, dass "..die wohlhabenderen Nationen erst den Absatz von Waren in ärmeren Ländern ermöglichen"
Bullshit hoch 3!!
Warum?
Weil das hiesse, dass der Anbieter einen Mehrertrag in reichen Ländern dazu benützt, in ärmeren Ländern den Erwerb - womöglich noch unter seinen Abgabekosten - zu ermöglichen :D
Zeig mir diese Missionare des Sozialismus und ich werde nicht müde werden, mir Asche auf's Haupt zu streuen.

Es ist genau umgekehrt: Die unterbezahlten Arbeitskräfte in diesen armen Ländern ermöglichen uns in den reichen Nationen den Mengenkonsum, siehe nur das beispiel von "singlefreiheit" mit Textilien von KIK.
Die gesamten Markenklamotten für die Strasse (Addidas / Puma / Nike / etc.) bringen die Profite durch extrem billige Produktionskosten.

Auch verbreite ich nicht meine "Weisheit", sondern nur, wie ich bisher dachte, allgemein bekanntes Wirtschaftswissen.


So, habe fertikk,


brainless :wink:

aljosa am 23 Sep 2010 16:59:48

@brainless:

Ja, mit dem Massenkonsum gebe ich Dir absolut recht. Wir "bauen" unseren Wohlstand zum Teil auf dem "Rücken" der 4., 5. und Schwellenländer aus. Dies hat aber nichts mit der Preispolitik auf den verschiedenen Weltmärkte zu tun sondern mit der Gewinnoptimierung.
Darum gibt es auch das Label "Faire Preise für faire Arbeit".

Das mit den Kosten betreffs Marktplatz ist auch zu berücksichtigen. Auch in diesem Punkt gebe ich Dir recht. Wie ich aber geschrieben habe, sind die Anmerkungen rudimentär. Die Analysen und Statistiken der Weltmärkte (von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Vertrieb auf dem Absatzmarkt füllen Bücher).

Nur scheint mir, dass Du den Zusammenhang mit dem Bruttosozialprodukt ausser acht lässt. Sind wir uns einig, dass das durchschnittliche Einkommen pro Kopf in Indien einen Bruchteil beträgt wie auf unserem Arbeitsmarkt? Wenn ja, wie kann es sein, dass Firmen wie Sony, Samsung, Panasonic, Simens, BMW, VW, etc. ihre Produkte auch auf diesen Märkten verkaufen können?

Die Preise, welche ich aufgeführt habe, sind die aktuellen Verkaufspreise welche auf den jeweiligen Märkten vorherrschen. Die "Nebenkosten" sind bei beide Grossstädte zu begleichen. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich diese zwei Grossstädte gewählt habe.

Gehen wir Mal davon aus, Deine Ausführung der Preispolitik würde so wie von Dir beschrieben stimmen und funktionieren.
Wie kommt ein Parallelimport (oder auch Grauimport) zustande? Nach Deinen Ausführungen dürfte es diesen Import nicht geben. Ein solcher Import würde ja nur Transportkosten generieren und das Produkt verteuern.
Warum werden Seriennummern für Geräte generiert, bei welchen der Hersteller nachvollziehen kann, für welchen Markt ein Gerät ausgeliefert wurde?


aljosa

brainless am 24 Sep 2010 00:08:02

@aljosa:
Du weißt sicherlich, dass das Bruttosozialprodukt eines Landes die Summe aller dort erbrachten Leistungen beziffert - aber nix mit dem Pro-Kopf-Einkommen zu tun hat.

Du bringst soviel nicht korrelierende Dinge zusammen, daß es mich einfach überfordert, eine, mich zufriedenstellende, Antwort zu geben.

Gute Nacht,


brainless :wink:

frankiafred am 24 Sep 2010 01:05:13

Moin,
@Nille
du hast dir tatsächlich 15 Mobile angesehen? Hälst du das für eine fundierte Basis? Tipp:einfach mal amerikanische Internetseiten anklicken und über die Vielfalt staunen.Das es (hier in Deutschland) etliche Amis gibt,die die Vorurteile bestätigen stimmt.Es stimmt aber auch das es viele gibt die genau das nicht tun (übrigens gibt es hier auch unendliche viele Pappschachteln die die Vorurteile der Ami Fahrer bestätigen).Was die "Bauerntechnik" betifft,so habe ich ja schon vorher in diesem Thread was dazu geschrieben.Aber nun mal Butter bei die Fische.Wie ich sehe magst du Ivecos.Was kann denn ein 1992er Iveco besser als mein 1992er Econoline? Wo siehst du Spitzentechnologie beim Iveco :D :D :D ? Ich denke mal mein Ford kann alles besser als sein geschätzter italienischer Kollege (und - genau wie beim Mercedes - er rostet nicht so schnell).Von neueren Modellen wollen wir mal nicht Reden.Die Realität stellt sich oft anders da als uralt Vorurteile es vermuten lassen :wink: .Deine persönliche Meinung beruht auf einer kleinen Auswahl Mobile die wohl was den Innenraum betifft ins schwarze getroffen hat (plüschig,Gelsenk..........).Aber was soll ich Reden? Ich denke mal das ist vergebene liebesmüh (es lebe das Vorurteil).

@Cojo
für dich gilt wohl das gleiche (auf die Fahrzeuge bezogene Aussagen).Wie kommt man zu Aussagen wie - "Stühle und Couch aus dem normalen Hausmöbelsortiment" - ??????? Auf welcher Grundlage basieren solche "Erkenntnisse"???? Hast wohl auch schon mal 2 oder 3 oder 50 Amis gesehen? (übrigens gibt es in sehr vielen US-Mobilen sog.Captain Chairs,drehbar,Lehnenverstellung usw. und mit einem Griff komplett demontierbar per schnellverschluß,in Möbelhäusern jedoch selten zu finden :D :D ).Jo,es gibt natürlich auch die,die du gemeint hast.Was meinst du eigentlich mit deiner Aussage zur Elektrik?? Da komm ich nämlich garnicht mehr mit.Und auch bei dir wieder diese "Möbelaussage".Ja,es gab (und gibt) oft aussenliegende Scharniere (habe ich auch bei den Küchenmöbeln :eek: ) es gibt auch innenliegende (habe ich auch,mit einstellbarem Aufsteller bei den Hängeschränken :wink: ).Und? Ist das was schlechtes? Wo ich dir zu 80% zustimme (denn auch hier gibt es jede Menge Gegenbeispiele) ist das Gewicht.US-Mobile sind schwer :!: Meines wiegt leer bei 6,7m Außenlänge 4,7Tonnen :!: Das liegt am schweren Motor,am massiven Möbelbau (kein Folienschrott und entsprechend lange haltbar),an diversen einbaugeräten wie z.B. der 4KW Onan Gasgenerator usw. Spart man sich diese Gimmicks ist er leichter :!: Ach ja,die Fenster wiegen auch ein wenig mehr - sind sie doch aus Echtglas (was ich bei Einfachverglasung garnicht mal so gut finde).Gehen halt ein wenig anders an die Sache Wohnmobil heran die Amis (aber nicht immer).Erfreulich an deinem Beitag war der einleitende Satz ........."ich sage nicht das US-Mobile .............." Immerhin :!:
Fred (immer ein Herz für die Amis :wink: )

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