Eura665HS am 28 Nov 2010 00:45:29 Hallo zusammen,
für den bevorstehenden Schweden-Winterurlaub sammle ich grade Tipps und Hinweise.
Nun tut sich bei mir die Frage auf, wie gerne meine (beim Ducato 250 ja unterflur montierte) Batterie bei -30 Grad den Anlasser füttert und wie das gleiche Problem sich auf die Aufbaubatterie auswirkt, die bei meinem Eura Terrestra ja auch auch unterflur unisoliert montiert ist.
Hinten die Batterie könnte ich (für diesen Winter mal) von aussen provisorisch dämmen. Aber bei der Starterbatterie geht das nicht, es sei denn es gibt einen guten, aber völlig unbrennbaren Isolationsstoff der nicht Wasser aufnimmt.
Gibt es sowas?
Die Batterie jeden Abend ausbauen und mit in den Wohnbereich nehmen wollte ich bestimmt nicht...
svenhedin1 am 28 Nov 2010 10:03:28 Hi
diese gute Fragestellung ist leicht zu beantworten. Eine Gel z.B. soll ab - 5 grad C und tiefer fast keine Ladung mehr annehmen.
Jeder, der Wintercamping macht, kann die Bedeutung dieser Aussage für seinen Mobilbetrieb selber abschätzen
matthiast4 am 28 Nov 2010 10:11:32 Die Leute da oben fahren auch Auto, und die springen an. Mit einer gute und vernünftig geladenen Batterie sollte es also keine Probleme geben.
Ich weiss nicht, wie alt die Batterie und das Auto sind, aber im Zweifel das Öl an die Temperaturen anpassen und eine neue GUTE Batterie, dann klappt das.
Falls doch mal nichts mehr geht, Batterie aufwärmen und dann noch mal versuchen, haben wir mit einem Miet-Womo vor vielen Jahren (FIAT) in Schweden auch schon gehabt.
Falls das Fahrzeug beheizt ist, wird die Batterie ja auch nicht gleich Aussentemperatur haben. Ansonsten, falls man unsicher ist, halt auf CP fahren und die Batterie ans Ladegerät hängen.
Mat.
PS: Zum Schluss noch der Hinweis, das Schweden nicht die Arktis ist. Da gibts da auch Abschleppdienste und Starthilfe und was man noch so kennt.
wo20 am 28 Nov 2010 11:14:00 Guten Morgen,
ich schätze mal, dass Du an den Stell- oder Campingplätzen, die ihr anfahren wollt, dich an das Stromnetz hängst. Da werden alle Batterien geladen und somit bleiben diese, durch das aufladen, auch warm. Dann springt das Fahrzeug auch ohne Probleme wieder an und die Aufbaubatterie bleibt in Betrieb.
Uli
leowomo am 28 Nov 2010 11:37:48 Hallo,man kann,wennes der Platz zulässt,die Starterbatterie in Styrodur-Platten einpacken.Styrodur ist schwer Entflammbar und Trittfest.Zu kaufen in jedem vernünftigen Baumarkt.Aber bitte nur in der Winterzeit.
andwein am 28 Nov 2010 11:49:59 matthiast4 hat geschrieben:Die Leute da oben fahren auch Auto, und die springen an. Mit einer gute und vernünftig geladenen Batterie sollte es also keine Probleme geben. Mat. PS: Zum Schluss noch der Hinweis, das Schweden nicht die Arktis ist. Da gibts da auch Abschleppdienste und Starthilfe und was man noch so kennt.
Zur Info: Die meisten Leute, die dort oben bei -30° den Motor starten haben eine elektrische Motorwärmung und stehen in der Garage. Bei -30° ist das alles nicht nur eine Frage der Batterie oder deren Isolierung!!
Andreas
allerleirauh am 28 Nov 2010 17:35:22 moin.
ich kann mich andwein andreas nur anschliessen.. recht hat er.
da deine beiden batterien unterflur und aussen sind, wirst du bei den erwarteten temperaturen wohl besser an landstrom auf dem cp fahren..
falls deine aufbau batterie wirklich gel ist, hast du dann trotzdem noch das schon oben genannte ladeproblem..
styrodur könnte da sicher helfen..
viel spass trotzdem! vielleicht wird es ja auch nicht gar so kalt..
lg magda.
ps. google mal orrefors camping maleras. der cp betreiber fährt selbst wohnmobil und wird dir sicher tipps geben können (wenn du romy von magda grüsst..)
Bergbewohner1 am 28 Nov 2010 18:28:15 andwein hat geschrieben:matthiast4 hat geschrieben:Die Leute da oben fahren auch Auto, und die springen an. Mit einer gute und vernünftig geladenen Batterie sollte es also keine Probleme geben. Mat. PS: Zum Schluss noch der Hinweis, das Schweden nicht die Arktis ist. Da gibts da auch Abschleppdienste und Starthilfe und was man noch so kennt.
Zur Info: Die meisten Leute, die dort oben bei -30° den Motor starten haben eine elektrische Motorwärmung und stehen in der Garage. Bei -30° ist das alles nicht nur eine Frage der Batterie oder deren Isolierung!! Andreas
Genau so ist es,
mein Schwager fährt dort oben einen 40 Tonner, bei solchen minus Graden läuft der durch. Würde auf keinen Fall bei minus 30 Grad den Motor auskühlen lassen, dann brauchst du eine Halle zum Aufwärmen oder eben einen Vorwärmer, wie schon geschrieben.
Eura665HS am 29 Nov 2010 22:04:07 hm... vielen Dank für eure Antworten. Klingt ja als hätte ich mich eher auf eine Expedition als auf eine Reise eingelassen ;-)
Na, ich werde berichten :-)
andwein am 30 Nov 2010 12:20:59 Eura665HS hat geschrieben:hm... vielen Dank für eure Antworten. Klingt ja als hätte ich mich eher auf eine Expedition als auf eine Reise eingelassen ;-) Na, ich werde berichten :-)
Die -30° Vorgabe kommen von Dir. Ich würde das nicht so eng sehen. Aber im Winter in den nördlichen Teil von Schweden mit einem normal ausgerüsteten Wohnmobil ist sicherlich ein nettes Abenteuer.
Viel Spaß, Andreas
Eura665HS am 01 Dez 2010 07:58:18 Ach, wir lassen uns mal überraschen.
Gasflaschen nehmen wir nur eine mit und holen uns da dann eine schwedische, Standheizung mit Motoreinbindung ist auch vorhanden, Wärmetauscher für den Wohnaufbau auch (als Rückfallebene wenn Gas leer oder defekt).
Schneeketten, Winterreifen und der ganze andere Kram auch.
Und die isolierte Trennwand zwischen Fahrerhaus und Wohnaufbau bau ich grad ein...
Wird schon schiefgehen :-)
MobilIveco am 01 Dez 2010 08:25:59 andwein hat geschrieben:Zur Info: Die meisten Leute, die dort oben bei -30° den Motor starten haben eine elektrische Motorwärmung und stehen in der Garage
Stimmt genau und ist fast Pflicht wenn man tatsächlich bei diesen Temperaturen unterwegs sein will.
--> Link
Eura665HS am 02 Dez 2010 11:07:59 Danke für den Link, aber ich glaub meine 5KW Webasto wärmt den Motor schon ordentlich vor ;-)
Und das abseits jeder Steckdose (Webasto läuft über Aufbaubatterie)
canter am 02 Dez 2010 11:14:45 Es geht beim laufenlassen der Motoren nicht nur um den Motor und seine Flüssigkeiten sondern bei LKW vorallem um die Tankheizung. Winterdiesel geht bis ca. -27°C, Beimischung vom benzin oder Super führt bei den modernen Motoren zum sofortigen defekt der Einspritzanlage. Daher haben LKW in den Regionen unterwegs sind normal eine Tankheitung montiert die den Diesel zumindest auf -10°C hält auch wenn es aussen - 35°C sind.
walter7149 am 02 Dez 2010 11:38:07 @ Jens , kannst da mal ein link dazu schicken zwecks "dieseltankheizung" :?:
canter am 02 Dez 2010 11:51:08 Keine Ahnung ob es das zum Nachrüsten gibt. Ich kenn die nur von unseren Iveco Stralis bzw. MB Actros als werkseitigem Einbau. Haben wir aber auch nur bei den Fahrzeugen die in den Regionen unterwegs sind. Ich hab allerdings ( sehr laut lachend ) auch schon mal einem der Fahrer nach einer Saukalten Nacht über zwei Stunden geholfen einen Tauchsieder in den Tank zu halten :-) .. geht allerdings auch nur bei LKW mit entsprechend großem EInfüllstutzen und dauert eweig bis die 700l wieder flüssig sind.
Es gibt aber soweit ich weiß Heizplatten die aufgeklebt werden können. Wohl ähnlich wie die Froli Fußbodenheizungen. Kenn aber keinen Hersteller dazu.
Genau das Diesel - Kälte Problem ist übrigens der Grund warum in den sehr kalten Regionen kaum Diesel PKW gefahren werden und fast alle Autos Standheizung oder eine el. Motorvorwärmung haben. ( Kanada, Nord Schweden, Finnland, Russland, NWT, Alaska )
Womoforever am 23 Jan 2018 20:33:37 Hej, Wir hatten bei minus 38 Grad bis nach Kiruna hoch keine Probleme mit unserem Motor (Dethleffs/kein Winterfahrzeug/Teilintegriert). Wir tanken Winterdiesel(klaro). Das größte Problem war die Nichtvorhandene Isolierung im Fahrerhaus, ich bin beim fahren fast erfroren. Mein Mann hat diese vorher noch isoliert, die Lüftungen an den Türen abgedeckt. Ich habe mir einen Heizteppich gekauft und den zum zudecken während der Fahrt und zum Schutz vor Kälte an der Türe befestigt. Tip: In Jokkmokk gibts zum Wintermarkt 2 geöffnete CP - wir haben den kleinen genutzt. Einmal direkt am Parkplatz am Wintermarkt geparkt und das Womo in die Steckdosen der Händler gesteckt und 3 mal übernachtet, so hatten wir immer Gastronomie, Supermarkt und Musik, was zum Gucken. Das war trotz kälte (oder gerade deshalb?) ein tolles Erlebnis. Ach, in Kiruna haben wir an einer Werkstatt, die kostenlose Steckdose nutzen dürfen, 2 x übernachtet und direkten Blick zum Nordlicht gehabt. Wir lieben Schweden im Winter....
Trashy am 23 Jan 2018 20:39:41 Alter russischer Trick...vor dem Starten kurzzeitig ordentlich Strom entnehmen damit die Bakterie in Gang kommt. Bei einer intakten Batterie klappert das sehr gut.
Pius05 am 24 Jan 2018 10:32:19 Hallo Trashy
Die große Stromabnahme sollte doch durch mehrfaches Vorglühen gegeben sein. Was denkst du.
Gruß Edgar
Trashy am 24 Jan 2018 12:03:41 Hi, da gehe ich von aus :)
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