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Ist der Euro am Ende? 1, 2, 3, 4, 5


Gast am 10 Dez 2010 10:08:43

Zur gestrigen Sendung bei Maybrit Illner.

--> Link

Meine Meinung, deckt sich mit der Version von Dirk Müller.
-Ohne Aufgabe der Suverinität in Sachen Steuer-und Wirtschaftsrecht (mehr ist auch nciht mehr übrig), zerbricht der Währungsverbund.
Passiert dies, wäre das auch für die Deutschen nicht gut und es würde auch nichts besser.

Das der Euro missbraucht wurde, um den Liberailsmus vorranzubringen und gesellschaftliche Werte auf reine Ökonomie zu trimmen, steht ausser Frage. Auch steht ausser Frage, dass die meißten Deutschen eben nicht vom Euro profitiert haben, sondern eher draufzahlten.

Auch war das Resümee der Sendeung, das nicht mit deutschem Geld die überschuldeten eropäischen Staaten gerettet werden sollen, sondern nur die deutschen Banken im Vordergrund standen.

Mein Fazit sieht aber noch anders aus:
Der Euro wird nicht zerbrechen, und es wird zu einer Art Zentralregierung in der EU kommen, die das prinzipielle Ende der Nationalstaaten bedeuten wird.
Denn, die Probleme die sich im Inneren der einzelnen Nationalstaaten aufgehäuft haben, sind zwar Innerpolitisch verschuldet aber globalisiert und daher innerpolitisch nicht lösbar. (das betrifft auch die Staaten die noch nicht im Euro sind, wie z.B. die Auflösung/Enteigung der privaten Renten in Ungarn, Demonstrationen in Tschechien) Die innerpolitischen Spannungen werden dabei die Nationalstaaten überfordern, zu sehen auch im Deutschlandtrend und den Umfragen.
Daher wird es notgedrungen zu einer Auslagerung der Verantwortung nach Brüssel und Straßbourg kommen, um nicht gänzlich die Kontrolle zu verlieren.

Trotz brummender Wirtschaft ist der Topf am überkochen.

Jörg

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Delfinkg am 10 Dez 2010 10:19:45

Hallo,

Mitgliedsland in der Europäischen Union zu sein und mit dem Euro eine gemeinsame Währung zu haben,
ist das Beste was den Deutschen passieren konnte!


Gerd

svenhedin1 am 10 Dez 2010 11:08:41

Hi
Also auf dem Titelbild des aktuellen Spiegels stand: DAS LETZTE GEFECHT- Wie Europa seine Währung ruiniert. Und das war ernst, nicht als halodri-Schlagzeile gemeint und mit guten Fachberichten dann unterlegt..

Der Junker hat ja jetzt einen Vorschlag mit den Eurobonds gemacht. D.h., alle EU-Staaten – auch die, die gar keine Bonität haben, nehmen am Geldmarkt – zum Vorteil der Banken natrülich - Anleihen für die Schuldenbedienung auf. Zu von den für die Deutschen selbst dann natrülich viel schlechterem Zinsen (weil die schlechte Bonität derjenigen Länder dabei ist, die sich auf Kosten solide wirtschaftender Nordländer einen guten Tag machen) Das heisst, Deutschland zahlt für seine ebenfalls nicht unerheblichen Schulden einen höheren Zins, der als Ausabe natrülich dem Fianzminister im Haushalt bitter fehlen wird – sprich weniger Kindertagesstätten usw. + höhere Steuern …

Aber der schlechte Zins ist nicht alles. Es wird auch von allen für alle gebürgt. D. h. die Südstaaten können sich politisch bedingt dem Belieben nach daraus weiter unbegrenzt verschulden und wir haften dennoch mit – ohne Kontrolle. Ist dass nicht herrlich, was wir für Politiker haben. Was ist alles gelogen worden bei Euroeinführung, an was sie sich alles halten wollten. Und an wass haben sie sich gehalten, von Kohl angefangen bis jetzt Merkel. An so gut wie gar nichts, was die Stabilität der Währung sichert.

Jetzt verzocken sich Irische Banken mit aberhunderten von Millionen in Grundstücks- und Immobiliengeschäften und sind plötzlich pleite (an wen haben sie die Gelder verschoben, die sind ja nicht weg – nur in anderen Taschen). Dann geht der irische Staat hin und ersetzt den Banken mit seinem Haushaltsgeld fürs tägliche Leben der Iren den gezockten Schaden . Ist dadurch natürlich dann pleite und ruft dann die EU an und bittet um Geld und bekommt es auch. Und wir in D tragen i nder EU stets den größten Anteil, nämlich 27 % und dieses in Deutschland per Steuern eingetriebene Geld geht dann nach Irland. Wir zahlen also Steuern für das irische Bankenzocking. Und dann werden wir auch noch belogen, das Geld sei ja nur geliehen. Als wenn die pleiten Iren das jeh zurück zahlen könnten .

Und was heisst hier, Deutschland hat durch seinen Export am meisten davon profitiert. Das mag ja in Grenzen auch stimmen. (haben wir aber mit der DM genau so) Die Frage ist dabei natürlich wie immer nämlich die gleiche, nämlich, wer mit Deutschland gemeint ist. Die Unternehmer haben ganz sicher davon profitiert, dass immer neue und immer neue EU-Länder kommen. Riesige neue Bedarfe, die von unseren Steuergeldern bedient werden. Türkei auch noch, Klar. Aber insbesondere , aber DAS unausgesprochene Tabu, geht es natürlich um Israel – die in die EU und in die Nato, da wird nach Kräften hinter den Kulisssen dran geschoben von wegen bloß Türkei. Die sollen wir noch mehr finanzieren mitsamt dem Palestinenserproblem, als hätten wir nicht schon Probleme genug. . Ich glaube also nicht, dass ausser den Unternehmen hier in D das normale Deutsche Volk von dieser extremen EU-Ausweitung profitiert. Eh im Gegenteil. Wir bekommen als Dank noch unsere Währung ruiniert. Und wir zahlen diese extreme EU-Ausweitung nur mit ständig höheren Steuern und Abgaben, wie z.B. im hintersten Lettland oder Rumänien oder sonst wo von Deutschen Steuern und zu fetten Deutschen Unternehmergewinnen von Deutschen Unternehmen Strassen und Infrastruktur gebaut oder von Automaten fast arbeitskräftelos produzierte Waren in neue grenzenlose EU-Märkte hin geliefert werden (die sich ja beliebig verschulden dürfen über ihre Währung dazu, sieh GR, weil wir deren Schulden dann zu 27 % übernehmen) ).
Und komme mir keiner mit aus dem ganzen Reibach daraus resultierenden Arbeitsplätzen in D. Stimmt ja nur bedingt. Wäre a) mit der DM auch so und b) setzen sie Zeitarbeiter aus der ganze EU statt aus D ein oder lassen die Waren gleich ganz oder zu hohen Anteilen in Asien herstellen. Sprich, all die staatlichen Infrastrukturhilfsgelder, in aberwitzigen Milliardenhöhen, die die EU jedes Jahr in die neuen EU-Länder der letzen 10 Jahre verteilt, die bringen den Unternehmern satte Gewinner – aber aufgebracht werden sie vom ganzen Volk durch höhere Steuern und Abgaben. Und während hier bei uns kaum noch Geld für einen Radweg vorhanden ist, werden in den neuen EU-Ländern von diesen üppig sprudelnden Infrastrukturhilfen ein Golfplatz nach dem anderen gebaut.
Und wenn die Währung erst mal kaputt ist, wenn die Sparer mal wieder all ihr Geld verlieren, wenn es zu einer Währungsreform kommt, dann ist das ganze Deutsche Volk betroffen. Die wenigen aber, die bisher ihren ungezügelten Reibach aus immer schnellerer und immer aberwitziger EU-Erweiterung gemacht haben, die haben die extremen Gewinne aus dem riesigen EU-Markt längst in Goldbarren umgetauscht. Die juckt der Zusammenbruch der Währung wenig. Es muss alles im Detail nicht wie dargestellt sein, aber es ist viel dran und so sehe ich das.

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wolfherm am 10 Dez 2010 11:15:47

Aha, nur die Unternehmer profitieren vom Export???
Was ist mit den Arbeitnehmern in den Unternehmen, die vom Export profitieren?

Wir alle profitieren vom Export und der EU-Erweiterung!

LG Wolfgang

psbu am 10 Dez 2010 11:32:17

Zentralregierung in der EU?
Mit den Pappenheimern in Brüssel und Straßburg?
Das wäre dann wohl der Supergau.

Ein Grund zum auswandern.


macagi am 10 Dez 2010 11:35:17

wolfherm hat geschrieben:Aha, nur die Unternehmer profitieren vom Export???
Was ist mit den Arbeitnehmern in den Unternehmen, die vom Export profitieren?

Wir alle profitieren vom Export und der EU-Erweiterung!


Genau so isses.

Der Markt konzentriert sich mimentan auf den Euroraum.
Das wird sich nächstes Jahr vielleicht ändern, wenn der Markt merkt wie schlecht es wirklich um die USA steht.....

Es gab übrigens kürzlich eine sehr gute Dokumentation über dieses Euro-Thema auf Arte - Illner (usw.) tu ich mir nicht mehr an, zu viel Polemik.

svenhedin1 am 10 Dez 2010 11:37:53

Hi,
ja genau. Die Unternehmer sind fast die einzigen, die davon profitieren dass sagen wir in Estland die gesamte Infrastruktur, Strassen, Abwasser. Telefon, Bahn usw neu modernisiert wird per Zahlungen aus Brüssel über unsere Steuern.

Und Arbeitnehmer: Wo sidn die denn noch. Die Arbeitsplätze werden doch abgebaut, druch Automaten, die die Waren erzeugen oder gleich nach Asien verlagert.

Gast am 10 Dez 2010 11:38:16

Ob der Euro am Ende ist oder nicht :!:
Diese Frage stellt sich uns gar nicht mehr ..

Denn wenn D und F es nicht schafft Ihn zu "stützen bzw. stabil" zu halten wird es schwer zu verdauen sein -> für uns alle ..

Eigentlich hat er nur noch Vorteile und eine Rückkehr zur DM wäre fatal für unsere Wirtschaft und für jeden von uns ....
Es gibt kein zurück mehr :!:

Ich bin kein Finanzexperte ,doch eines weiss ich : ohne eine florierende Exportwirtschaft und stabilen Euro gehts uns in Zukunft "nicht besser " ...
Hier muß ich Wolfgang zustimmen !

svenhedin1 am 10 Dez 2010 11:40:12

Hi,
vergessen: exportieren haben und täten wir mit auch mit der alten DM oder einer neuen DM soweiso, weil wir nämlich unsere Schulaufgaben machen und serh wettbewerbsfähig sind, statt sich auf die faule Haut zu legen, Statistiken zu fälschen und das Geld anderer zu verprassen.

bärnd am 10 Dez 2010 11:48:07

svenhedin1 hat geschrieben:Hi,
vergessen: exportieren haben und täten wir mit auch mit der alten DM oder einer neuen DM soweiso, weil wir nämlich unsere Schulaufgaben machen und serh wettbewerbsfähig sind, statt sich auf die faule Haut zu legen, Statistiken zu fälschen und das Geld anderer zu verprassen.


Mag sein, aber wer soll das dann kaufen?

Gast am 10 Dez 2010 11:49:26

Delfinkg hat geschrieben:Hallo,

Mitgliedsland in der Europäischen Union zu sein und mit dem Euro eine gemeinsame Währung zu haben,
ist das Beste was den Deutschen passieren konnte!


Gerd


Danke für Deine feine Ironie.

Hier einfach mal die Zeichen an der Wand lesen:

--> Link

Bietungen 4.575,00 Mio €
Aufstockungsbetrag 5.000,00 Mio €

Wer meint die Karawane würde irgendwo an PT, SP, It. , Belgien stehen bleiben, sollte mal kurz in sich gehen.
Was viele nicht kapiert haben, ist die nette Bedeutung des Wörtchens


credere

Wenn das da ist, wo es speziell beim Eurotz hingehört...dann ist endlich Feierabend...

Entschieden wird das Schicksal dieser Kunstwährung also nicht von Politkern und der EZB, sondern von den Teilnehmern am Markt für Staatsanleihen. Z.B. PIMCO, die als weltgrößter Bond-Käufer schon mehrmals angedeutet haben, daß das Verschuldungsspiel der Staaten nicht endlos fortgesetzt werden kann. Und von den Kleinanlegern, die irgendwann das Vertrauen in den Euro so weit verlieren könnten, daß sie Sparguthaben, Bankeinlagen und Versicherungsverträge auflösen, um mit dem Erlös in Sachwerte zu flüchten.
Nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008 war es fast schon so weit, Mitte Mai 2010 im Gefolge des Griechenland-Debakels war es fast schon so weit, und auch jetzt wieder wird versucht, den Euro zusammenzuhalten. Das wird irgendwann in den nächsten Monaten nicht mehr funktionieren.
Wer den Fortbestand des Euro predigt, macht sich doch eigentlich schon längst entweder lächerlich oder unglaubwürdig.

Viele

svenhedin1 am 10 Dez 2010 11:51:40

Hi (Ergänzug zu Vorthread)
und ausserdem: Bei F hätte ich doch starke Zweifel, ob es denn den Nordstaaten oder den sogen. Südstaaten zuzurechnen wäre. Ich halte zu letzterem.

Der Euro ist gekommen und der Euro wird auch wieder gehen. Das hat mir bei Einführung schon ein schweizer Campingplatzwirt einmal gesagt.

Die wirtschaflichen Hintergründe sind zu schwerwiegend für eine Währung, die mangels politischen Willens oder Befähigung nicht geeint werden kann.
Spätestens dann, wenn Deutschland und einige wenige andere die extremen Transferlasten daraus nicht merh tragen können, wenn also auch die Bonität der Deutschen am kapitalmarkt zusammen bricht (wir auch extreme zinsen für eigene mäßig Haushaltsschulden haben), weil sie gezwungend sind, die extremen Schulden der anderen zu schultern, das aber nicht merh packen. spätestens dann MÜSSEN WIR RAUS:

svenhedin1 am 10 Dez 2010 11:57:46

Hi,
und: Flucht in die Sachwerte ist doch längst. Es wird Ackerland gekaut, so es nur habbar ist. Auch überteuerte Eigentumswohnungen in seltsamen Lagen gehen wie warme Semmeln. Und dann der Goldpreis. Und Auslandsimmos und und.
Vertrauen haben nur die noch, die am Tage Yx vor abgeschalteten Geldautomaten und Bankschaltern stehen werden. ja ja, ich höre schon, das seien Kassanddra-Rufe. Wir werden sehen. Denn es ist schon sserh weit gekommen- und es kommt noch mehr

Gast am 10 Dez 2010 12:17:18

wolfherm hat geschrieben:Wir alle profitieren vom Export und der EU-Erweiterung!

LG Wolfgang


Wolfgang, daß ist doch mal eine fundierte Analyse!!

Du hast vollkommen recht.
Trotzdem ist mir manches nicht klar.
Wäre nett, wenn Du mir auf die Sprünge helfen könntest.

Mag sein, daß die Rentner dieses Landes vom Export profitieren.
Sie sollten aber auch wissen, wem sie das verdanken.
Nämlich der Klasse der Leiharbeiter, die es zu ihrer "aktiven" Zeit in diesen Massen noch nicht gab. Neben geringfügig Beschäftigten findet man sie heute fast überall, in den Betrieben, in Kliniken, bei den Sozialdiensten.
Diese Leiharbeiter stehen in direkter Konkurrenz zum chinesischen Wanderarbeiter. Und sie schlagen sich nicht schlecht.

Wolfgang, jetzt die Frage :

Der Chineser, als jahrelanger Exportweltmeister, bzw. Exportvizeweltmeister, sitzt auf einem gigantischen Berg von Devisenreserven. Der könnte die Amis sofort pfänden, wenn er denn wollte.
Er kauft z.B. in Afrika Schürfrechte, Minen und Regierungen ohne Ende, stockt seine Militärausgaben Jährlich um 10% auf, usw.
Meine Frage:
Wo sind denn die adäquaten Finanzreserven des schönsten Staates, den es je auf deutschem Boden gegeben hat, der sich ja auch Exportweltmeister nennt, geblieben ?

Ach, noch eine Frage:

Wie lange wird eine Wirtschaft funktionieren , die dank aggressivem Lohnstückkosten-Dumpings jährliche Leistungsbilanzüberschüsse im dreistelligen Milliardenbereich "erwirtschaftet", damit die Abnehmer der Exporte zwangsweise zum Kapitalimport, also zur Verschuldung, zwingt, wobei eben diese Länder dank des Lohnstückkostenwettbewerbs keine Chance haben, ihre Verschuldung NICHT weiter zu erhöhen.

Sind Verschuldungskrisen und staatliche Bailouts (durch D-Land ohne Ende bis zum Ende) damit nicht zwangsläufig?

Viele

Gast am 10 Dez 2010 12:32:57

svenhedin1 hat geschrieben:Hi,
und: Flucht in die Sachwerte ist doch längst. Es wird Ackerland gekaut, so es nur habbar ist. Auch überteuerte Eigentumswohnungen in seltsamen Lagen gehen wie warme Semmeln. Und dann der Goldpreis. Und Auslandsimmos und und.
Vertrauen haben nur die noch, die am Tage Yx vor abgeschalteten Geldautomaten und Bankschaltern stehen werden. ja ja, ich höre schon, das seien Kassanddra-Rufe. Wir werden sehen. Denn es ist schon sserh weit gekommen- und es kommt noch mehr


muss ich zustimmen.
Trotzdem glaube ich, das der Euro, eventuell in anderer Form und wenigeren Mitgliedstaaten weiter existieren wird. Gerade mit Frankreich gibt es großes Interesse, an einem gemeinsamen Wirtschaftsstandort. Und es beweißt auch UK das eine eigene Währung ein Land vor Fehlpolitik und deren Auswüchse nicht schützt.

Darübe hinaus, sieht es bei den anderen Weltwährungen nicht besser sondern eher schlechter aus. Die Problematik ruht nämlich auf den selben Füssen, nur in anderen Krügen mit gleichem Inhalt.

Fakt ist für mich, es ist bis zu meiner Rente wieder alles offen. Der Liberalismus wird beerdigt und das Kapitalsystem hat seine Grenzen erreicht, so wie es Marx seinerzeit in seiner Weise schon vorausgesehen hat.

Jörg

macagi am 10 Dez 2010 12:35:02

macagi hat geschrieben:Es gab übrigens kürzlich eine sehr gute Dokumentation über dieses Euro-Thema auf Arte


Dienstag, 7.12. ab 20:15 :

Die erste Sendung:
--> Link

Gast am 10 Dez 2010 12:50:20

svenhedin1 hat geschrieben:Hi,
Vertrauen haben nur die noch, die am Tage Yx vor abgeschalteten Geldautomaten und Bankschaltern stehen werden. ja ja, ich höre schon, das seien Kassanddra-Rufe. Wir werden sehen. Denn es ist schon sserh weit gekommen- und es kommt noch mehr


@svenhedin
Genauso wird es kommen. In den nächsten 5 Jahren.
Das ist ein Naturgesetz!
Dieses Finanz-Wirtschaftssystem braucht Wachstum. Immer mehr Schulden müssen aufgenommen werden um ein immer kleiner werdendes Wachstum zu generieren.
Aber ein "immer mehr", ein ewiges Wachstum gibt es genausowenig, wie das ewige Leben.
Sie werden Schulden ausbuchen und dann versuchen mit neuem Personal von vorn anzufangen.
Aber,
kannst Du Dir nur im Ansatz vorstellen, was abgeht, wenn die Masse merkt, daß alle Ersparnisse, alle Ansprüche weg sind?

Viele

macagi am 10 Dez 2010 12:51:27

lakotabuche hat geschrieben:Mag sein, daß die Rentner dieses Landes vom Export profitieren.


Die Rentner profitieren davon am Wenigsten.

lakotabuche hat geschrieben:Wolfgang, jetzt die Frage :
Der Chineser, als jahrelanger Exportweltmeister, bzw. Exportvizeweltmeister, sitzt auf einem gigantischen Berg von Devisenreserven. Der könnte die Amis sofort pfänden, wenn er denn wollte.


Ich bin zwar nicht Wolfgang.....
Nein kann er nicht. Die verkaufen nämlich nicht. Nicht mal amerikanische Häfen durften sie erwerben. Im Übrigen hatten wir in den 80igern dieselbe Frage, als die Japaner anfingen Hochhäuser in New York City zu kaufen.

lakotabuche hat geschrieben:Er kauft z.B. in Afrika Schürfrechte, Minen und Regierungen ohne Ende,


Ja, Strategie nennt man das. Der Kapf um die Weltherrschaft - mal nicht im James Bond Film sondern real.

lakotabuche hat geschrieben:Meine Frage:
Wo sind denn die adäquaten Finanzreserven des schönsten Staates, den es je auf deutschem Boden gegeben hat, der sich ja auch Exportweltmeister nennt, geblieben ?


Bei den Firmen, und auch bei den BMW und Audi Cabrios den sich viele Arbeiter und Angestellte nun leisten!
Die Löhne die zB am Bodensee bei Maschinenbauern (zB MTU oder ZF) gezahlt werden sind abenteuerlich hoch.

Gast am 10 Dez 2010 13:29:34

Code: --> Link
Mag sein, daß die Rentner dieses Landes vom Export profitieren.
 
Die Rentner profitieren davon am Wenigsten.

Nicht die Rentner priftierten davon, sondern die Besitzenden, aber nicht der Arbeitende!


Code: --> Link
Meine Frage:
Wo sind denn die adäquaten Finanzreserven des schönsten Staates, den es je auf deutschem Boden gegeben hat, der sich ja auch Exportweltmeister nennt, geblieben ?

Bei den Firmen, und auch bei den BMW und Audi Cabrios den sich viele Arbeiter und Angestellte nun leisten!
Die Löhne die zB am Bodensee bei Maschinenbauern (zB MTU oder ZF) gezahlt werden sind abenteuerlich hoch.

Die Löhne mögen DORT im Deutschen Vergleich hoch sein, aber im Durchschnitt ist das Realeinkommen aus Arbeit und Sozialleistungen der Deutschen gesunken! Das Geld wurde u.A. im Persischen Golf versenkt, in windschiefe Hütten in den USA, Spanien und Grichenland verbaut, in Island auf die Vulkanasche gestreut, in Afghanistan auf die Felscen getreut,in deutsche Privatprachtbauten gemauert und darüber hinaus steht es als Handelsüberschuss/ Verschuldung in den Büchern sehr vieler Länder dieser Welt!

Jörg

Gast am 10 Dez 2010 13:49:00

cojo hat geschrieben: Das Geld wurde u.A. im Persischen Golf versenkt, in windschiefe Hütten in den USA, Spanien und Grichenland verbaut, in Island auf die Vulkanasche gestreut, in Afghanistan auf die Felscen getreut,in deutsche Privatprachtbauten gemauert und darüber hinaus steht es als Handelsüberschuss/ Verschuldung in den Büchern sehr vieler Länder dieser Welt!

Jörg


.

Typisch für die BRD-Elite.

--> Link

cojo hat geschrieben:
darüber hinaus steht es als Handelsüberschuss/ Verschuldung in den Büchern sehr vieler Länder dieser Welt!

Jörg


Ob die Bundeswehr die Schulden irgendwann eintreibt ?? :-o

Viele

creativi am 10 Dez 2010 14:05:16

Nur weil man einen Satz in Fettschrift schreibt wird er dadurch noch lange nicht besser oder richtiger.

macagi am 10 Dez 2010 14:19:27

cojo hat geschrieben:Nicht die Rentner priftierten davon, sondern die Besitzenden, aber nicht der Arbeitende!


Doch, genau der. Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verringert, und ist heute sogar niedriger als die der USA.

cojo hat geschrieben:in deutsche Privatprachtbauten gemauert


Ist immer die Frage was man als Prachtbau bezeichnet. Für viele Chinesen ist das deutsche Durchschnittshaus ein Prachtbau. Vom Interieur ganz zu schweigen - da steht dann bestimmt die vollautomatische Saeco oder Jura Espressomaschine......der Chinese kommt vielleicht mit dem 6-eckigen Teil aus....

peterhubertus am 10 Dez 2010 14:30:15

wolfherm hat geschrieben:Aha, nur die Unternehmer profitieren vom Export???
Was ist mit den Arbeitnehmern in den Unternehmen, die vom Export profitieren?

Wir alle profitieren vom Export und der EU-Erweiterung!

LG Wolfgang


Das ist ganz ähnlich wie bei der Fragestellung ob es besser sei, Nettozahler (wie D) oder Nettoempfänger zu sein.

Viele stehen auf dem Standpunkt, der deutsche Nettozahlerstatus habe bisher der deutschen Volkswirtschaft genützt, weil das Ausland in Deutschland einkauft.

Natürlich ist das ein weitverbreiteter Trugschluß: Wenn der Staat (Steuerzahler-)Geld ins Ausland gibt und sich das Ausland mit diesem Geld deutsche Waren kauft, dann ist das Geld zwar wieder im Lande, aber die Waren sind im Ausland. Es freut sich zwar der Unternehemer (und, Wolftherm, auch seine Belegschaft), aber der Steuerzahler insgesamt bezahlt die Zeche.

Aus diesem Grunde übrigens drängt sich auch (außer Deutschland) kein Land, Nettozahler sein zu dürfen.

Und ebenso verteilt auch kein Kaufmann Geld in der Nachbarschaft, damit sie in seinem Laden mehr einkauft...

So kann man das ein bischen verkürzt darstellen.

Wenn es andersrum wäre, dann fällt mir kein Grund ein, warum wir nicht noch mehr, noch viel mehr, noch viel viel viel mehr Geld überall ins Ausland pumpen sollten.

macagi am 10 Dez 2010 15:19:35

Wo ist eigentlcih der Pete - der weiss doch bestimmt was zu deisem Thema? :-)

Pete, machst du auch Währungen?

Delfinkg am 10 Dez 2010 16:33:22

lakotabuche hat geschrieben:...Wer den Fortbestand des Euro predigt, macht sich doch eigentlich schon längst entweder lächerlich oder unglaubwürdig.
Viele


Hört, hört - alles nur schlecht zu reden und keine Alternativen oder realistische Lösungen etc. aufzuzeigen - ob man dadurch an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit überzeugen kann?


Gerd

Gast am 10 Dez 2010 17:14:40

Delfinkg hat geschrieben:
lakotabuche hat geschrieben:...Wer den Fortbestand des Euro predigt, macht sich doch eigentlich schon längst entweder lächerlich oder unglaubwürdig.
Viele


Hört, hört - alles nur schlecht zu reden und keine Alternativen oder realistische Lösungen etc. aufzuzeigen - ob man dadurch an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit überzeugen kann?


Gerd


Da wird nichts schlecht geredet, der Euro ist einfach so schlecht.

Es läuft nicht nach dem Plan der Planer, sondern nach der normativen Kraft des Faktischen. Und dieses Faktische spiegelt sich u.a. in den Renditeerwartungen der 10 jährigen Staatsanleihen wider.

Da kann das Merkele, das Schäubele und das Michele im Dreieck springen.

Gegen den "Markt" kommen sie da nicht an.
Dort wird nur investiert, wenn man glaubt als Gläuber mal irgendwann cash zu sehen.
Und wenn das Vertrauen in die Leidensfähigkeit des BRD-Steuermichels erschöpft ist, gibt es für den Euro kein Halten mehr.

Und wenn die Partei-und Staatsführung die Parole herausgegeben hat "Euro oder Tod" (Merkle) heißt daß nichts anderes, als daß der Michel irgendwann rasiert wird.
Denn an Schuldenrückzahlung glaubt niemand.

creativi am 10 Dez 2010 17:49:43

Zu diesem Thema gab es am Montag eine, wie ich finde, recht gute "Hart aber Fair" Sendung - "Kampf um den Euro"

U.a. kam zur Sprache das es ja im Euro Raum insgesamt 13 verschiedene Währungen gibt... warum sollte es demzufolge nicht möglich sein das D. auch wieder eine eigene Währung hat?

Weiterhin Export.
Sicher ist D. "Export-vize-weltmeister", aber ebso Import-vize-weltmeister und auch heute steht wieder geschrieben das der Export zurück geht, dafür der Import gestiegen ist.

Sicher wäre eine starke Inlandswährung auf dem Weltmarkt nicht gerade beliebt und sicher würden der Export zurückgehen, aber das macht er ja sowieso. Aber der Import würde im Gegenzug viel, viel billiger und das käme ja wiederum uns allen zugute.

Und ich denke letzten Endes sollte unsere Regierung als allererstes für die eigene Bevölkerung dasein und nicht das Hauptaugenmerkt darauf richten andere Staaten zu "retten"
Wahrscheinlich wird dies ein Fass ohne Boden.

Ich würde mich freuen wenn mir einer von den Euro-Beführwortern hier erklärt würde warum der Euro sein musste... warum er eingeführt wurde?
(außer vielleicht das man an der Grenze nicht mehr tauschen muss)
Ich denke vorher war das Gleichgewicht der unterschiedlichen Währungen in Ordnung, der Markt hat dies geregelt.

Zu dieser Zeit hatten wir doch einen viel höheren Export und dennoch wurden die Waren auf dem Weltmarkt gekauft. (also kann man dieses Argument doch nicht gelten lassen)

Delfinkg am 10 Dez 2010 17:58:25

lakotabuche hat geschrieben:
Delfinkg hat geschrieben:
lakotabuche hat geschrieben:...Wer den Fortbestand des Euro predigt, macht sich doch eigentlich schon längst entweder lächerlich oder unglaubwürdig.
Viele


Hört, hört - alles nur schlecht zu reden und keine Alternativen oder realistische Lösungen etc. aufzuzeigen - ob man dadurch an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit überzeugen kann?


Gerd


Da wird nichts schlecht geredet, der Euro ist einfach so schlecht.

Es läuft nicht nach dem Plan der Planer, sondern nach der normativen Kraft des Faktischen. Und dieses Faktische spiegelt sich u.a. in den Renditeerwartungen der 10 jährigen Staatsanleihen wider.

Da kann das Merkele, das Schäubele und das Michele im Dreieck springen.

Gegen den "Markt" kommen sie da nicht an.
Dort wird nur investiert, wenn man glaubt als Gläuber mal irgendwann cash zu sehen.
Und wenn das Vertrauen in die Leidensfähigkeit des BRD-Steuermichels erschöpft ist, gibt es für den Euro kein Halten mehr.

Und wenn die Partei-und Staatsführung die Parole herausgegeben hat "Euro oder Tod" (Merkle) heißt daß nichts anderes, als daß der Michel irgendwann rasiert wird.
Denn an Schuldenrückzahlung glaubt niemand.


Hallo lakotabuche,

auch hier wieder nur ein durch Paukenschläge hervorgehobenes "Gejammere" und Anklagen sowie kurzsichtige und unbewiesene Behauptungen bzw. weit hergeholte Unterstellungen etc.

Ich vermisse leider immer noch einen konstruktiven Beitrag sowie die o.g. realistischen Alternativen bzw. substantielle Lösungsvorschläge im Rahmen Deiner Ausführungen/Kritik; also bitte... :wink:


Gerd

Dakota am 10 Dez 2010 18:12:17

Moin,

ich bin beeindruckt 8)

Bei euch können Schlipf, Mussel, Pflüger und Gernot Sieg noch was lernen :D

Die Bücher der Volkswirtschaftslehre müsses (!) neu geschrieben werden :!:

Gast am 10 Dez 2010 18:12:17

Warum der Euro sein mußte,

steht ind der Biografie von Mitterand, wird in "Der Euro" von D. Marsh bestätigt


......sagte Mitterrand, spiele Frau Thatcher in die Hände.22 Er forderte die Deutschen auf, sich zu ernsthaften Verhandlun­gen über die Wirtschafts- und Währungsunion vor Ende 1990 bereitzufinden.23 Andernfalls riskierten sie, sich mit einer »Tripelallianz« zwischen Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion konfrontiert zu sehen, die ihr Land ähnlich wie am Vorabend des Ersten und des Zwei­ten Weltkriegs isolieren werde. »Wir werden in die Welt von 1913 zurück­fallen.«24
Vor dieser extremen Drohung kapitulierte Kohl und erklärte sich damit einverstanden,....

Der Euro, S. 201 f

Delfinkg am 10 Dez 2010 18:20:07

lakotabuche hat geschrieben:Warum der Euro sein mußte,

steht ind der Biografie von Mitterand, wird in "Der Euro" von D. Marsh bestätigt
......sagte Mitterrand, spiele Frau Thatcher in die Hände.22 Er forderte die Deutschen auf, sich zu ernsthaften Verhandlun­gen über die Wirtschafts- und Währungsunion vor Ende 1990 bereitzufinden.23 Andernfalls riskierten sie, sich mit einer »Tripelallianz« zwischen Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion konfrontiert zu sehen, die ihr Land ähnlich wie am Vorabend des Ersten und des Zwei­ten Weltkriegs isolieren werde. »Wir werden in die Welt von 1913 zurück­fallen.«24
Vor dieser extremen Drohung kapitulierte Kohl und erklärte sich damit einverstanden,....
Der Euro, S. 201 f


Hallo,

nur ein Zitat als "Begründung", ist nicht gerade wissenschaftlich und überzeugend "belegt"! :wink:


Gerd

Gast am 10 Dez 2010 18:39:15

Delfinkg hat geschrieben:[Ich vermisse leider immer noch einen konstruktiven Beitrag sowie die o.g. realistischen Alternativen bzw. substantielle Lösungsvorschläge im Rahmen Deiner Ausführungen/Kritik; also bitte... :wink:


Gerd



Aus dieser Nummer gibt es keinen Ausweg.
Das würden Politiker aber nie zugeben.
Aber die Fachleute wissen das. Schon die alten "Österreicher" (Ludwig von Mises) wußten es.

Sie werden versuchen, das Spiel in die Länge zu ziehen (mit Hilfe der unten stehenden Tastatur, EZB und FED gemeinsam).
QE 3/4/5....
Ohne realen Gegenwert wird man Digits schaffen, die unser Vorstellungsvermögen übersteigen.

Dadurch wird die Fallhöhe immer größer.


Aber letztendlich wird es einen Währungsschnitt geben. In der gesamten westlichen Welt. D.h. Schulden werden ausgebucht. Gläubiger werden abschreiben müssen. Wer diese Gläubiger sind....

Reset-

Das Spiel beginnt vielleicht von vorn.


macagi am 10 Dez 2010 19:13:36

lakotabuche hat geschrieben:Da wird nichts schlecht geredet, der Euro ist einfach so schlecht.


Wieso denn?

Die Kaufkraftparität gegenüber dem US$ zB liegt bei ca. 1,15 zu 1,20 - der Markt bewertet den Euro aber höher!

GeoHeiner am 10 Dez 2010 19:24:47

Warum eigentlich nur den Euro abschaffen ? Überspringen wir doch in der Rückentwicklung auch gleich die D-Mark und gehen über zu Rheinischem Gulden, Kreuzer, Heller und wie die Währungen während der Kleinstaaterei in Deutschland vor 1870 geheißen haben mögen.

Denn was auf zwischenstaatlicher Ebene in Europa passiert, passiert zwischen den Bundesländern doch im Prinzip gleichermassen. Die sogenannten reichen „Südstaaten“ klagen doch über den Länderfinanzausgleich und mögen nicht mehr für verarmte Bundesländer wie Berlin, Meck-Pom oder Saarland Ausgleichszahlungen leisten. Auf Landesebene wie auf Staatenebene heißt es doch immer wieder: Die Nehmerländer müssen „Ihre Hausaufgaben“ machen, d.h. Schuldenabbau, gleichzeitig in Infrastruktur und Bildung investieren und gefälligst erst einmal soviel leisten, wie es die zu Reichtum und Wohlstand gekommenen Bundesländer geschafft haben, dann kann man auf Augenhöhe miteinander reden und Geschäfte machen. So schwätzt Deutschland natürlich auch über Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und welches Land da sonst noch kommen mag.

Diese Meinung scheint mir bald mehrheitsfähig zu sein.

Diese Meinung erscheint mir aber auch zugleich ziemlich einfältig, dumm und äußerst kurzsichtig. Damit meine ich nicht, dass man alle notdürftigen Staaten auf Dauer alimentieren sollte. Das wäre sicher der falsche Weg. Das Prinzip sollte dem chinesischen Sprichwort folgen:
„Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“

Bei aller heftigen Kritik, die ich an den Regulierungswahnsinn und der überbordenden Bürokratie aus Brüssel und Straßburg zu üben habe. Bevor man den Euro in Frage stellt, muss man sich doch erst einmal den Weg zum Euro anschauen.

Als Europa nach dem 2. Weltkrieg am Boden zerstört war und es bereits nach kurzer Zeit mit der Montanunion ein gemeinsamer Markt für Kohle und Stahl etabliert wurde, es dann zu den Römischen Verträgen kam, dann über mehrere Etappen nach dem Fall der Mauer der europäische Einigungsprozess vorangetrieben wurde, hat für unseren Kontinent einen bislang in dieser Länge nicht gekannten Frieden und Wohlstand gebracht.
Die logische Konsequenz für die weitere Europäische Einigung besteht für mich nur in der weiteren Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Das passiert bislang unzureichend oder gar nicht und wird sicher auch nicht immer von den richtigen Leuten gemacht.
Beschwert Euch aber nicht: Ihr habt sie gewählt !
Pedro in Portugal aber auch, der John in Irland ebenso und Dimitrios in Griechenland auch.

Angenommen wir kehren zu unseren nationalen Währungen zurück. Was passiert dann ?
Zollschranken werden errichtet, dass ist mal vermutlich eine der ersten Konsequenzen. Um die jeweilige heimische Wirtschaft zu schützen oder gar Industriezweige erst aufzubauen, muss der eigene Markt erst einmal geschützt werden. Ist doch logisch, wenn man nur kirchturmpolitisch denkt. Nur dass, was man nicht selber billig herstellen kann oder will lässt man billig ins Land. Unsere exportorientierte Industrie wird sich bedanken (da hat Wolfherrn doch absolut Recht !!!), und die Mitarbeiter in diesen Unternehmen auch, wenn dann ein Daimler in Griechenland plötzlich das doppelte kostet, weil die lieber mit chinesischer Hilfe eine eigene Autoproduktion aufbauen, was ihnen Beschäftigung und Umsatz im eigenen Land sichert.

Da würden die Euroskeptiker ganz schnell ganz dumm aus der Wäsche gucken, wenn wir in die nationale Kleinstaaterei zurückfielen.

Bei aller Befürworterei zum Euro meinerseits (und die Argumentation könnte ich endlos fortführen), verkenne ich nicht, dass unsere z. Zt. amtierende Führungselite mit dem Problem nicht optimal umgeht, um es mal ganz diplomatisch auszudrücken.
Da wünsch ich mir einen Steinbrück zurück, der mit scharfen Verstand und klarer Aussprache sicher mehr bewegen könnte als Merkel & Co.
[/b]

Delfinkg am 10 Dez 2010 19:55:06

Hallo,

bitte das Wesentliche vom blos Wichtigen unterscheiden:

Die Europäische Union steht für gemeinsame Grundwerte, auf denen die europäischen Gesellschaften aufbauen. Sie sind die Leitlinien ihres Handelns - so etwa das Streben nach Achtung der Menschenwürde, Demokratie, Chancengleichheit sowie freiem Handel, fairem Wettbewerb, Solidarität, Sicherheit etc.
An diesen Idealen und ihrer Umsetzung misst die EU ihre Erfolge, sie machen den Hauptteil europäischer Politik aus.

Der Euro ist die Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, einem Politikbereich der Europäischen Union und ist die am deutlichsten sichtbare Errungenschaft der Europäischen Union.

Somit ist der Euro m.E. eher "Mittel zum Zweck" und durchaus sehr wichtig und wird auch künftig Bestand haben sowie absolut sicher bleiben, aber im Kontext ist der Euro dennoch nicht das Wesentliche.


Gerd

Delfinkg am 10 Dez 2010 20:06:35

Delfinkg hat geschrieben:Hallo,
bitte das Wesentliche vom blos Wichtigen unterscheiden:

Die Europäische Union steht für gemeinsame Grundwerte, auf denen die europäischen Gesellschaften aufbauen. Sie sind die Leitlinien ihres Handelns - so etwa das Streben nach Achtung der Menschenwürde, Demokratie, Chancengleichheit sowie freiem Handel, fairem Wettbewerb, Solidarität, Sicherheit etc.
An diesen Idealen und ihrer Umsetzung misst die EU ihre Erfolge, sie machen den Hauptteil europäischer Politik aus.

Der Euro ist die Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, einem Politikbereich der Europäischen Union und ist die am deutlichsten sichtbare Errungenschaft der Europäischen Union.

Somit ist der Euro m.E. eher "Mittel zum Zweck" und durchaus sehr wichtig und wird auch künftig Bestand haben sowie absolut sicher bleiben, aber im Kontext ist der Euro dennoch nicht das Wesentliche.

Gerd


Hallo (leider konnte ich weiter oben meinen Satz nicht mehr vervollständigen),

Fazit: Der Euro ist derzeit integraler Bestandteil und somit wesentlicher Baustein innerhalb der Europäischen Union und nicht mehr weg zu denken u.v.m.


Gerd

fuzzy am 10 Dez 2010 20:23:53

ich glaub der Euro ist am Ende, ich hab nämlich kaum noch welche :roll:

otti-gt am 10 Dez 2010 21:50:01

ja, Bernd, da bist du nicht alleine. :oops:

Otti

GeoHeiner am 11 Dez 2010 00:02:35

Aber das macht Dir doch nichts aus Otti,
weniger ist oft mehr steht doch in deiner Fußzeile :)

otti-gt am 11 Dez 2010 06:33:05

da ich bisher immer einen mehr habe als ich
brauche, komme ich damit klar. :wink:

Otti

svenhedin1 am 11 Dez 2010 09:41:55

Hi,
in meinen Augen ist viel heres oben in Richtung pro Euro geschriebenes ganz einfach falsch, wenngleich es natrülich erkennbar extrem beseelt ist von dem Europagedanken. Es gibt ja so einige, die dem D-Staat nicht merh trauen, nachdem er so einige male extrem gegen die Wand geschlittert ist und die wollen , aber völliger Nonsens, nun ihr nationales Heilssüppchen in Gesamteuropa wieder finden. Andere Staaten, F z.B. können über so viel altruistische Fantastereien nur drüber spotten – faseln zwar auch dauernd von D-F-Freundschaft - aber wie bekannt ist die sofort dann zu Ende, wenn es anfängt, mit den F um Geld zu gehen (sprich dann sind wir nur noch die Zahlmeister) – aber unter F-Hegemonie.

Zurück zum Teuro. Alle Fachleute sagen, eine gemeinsame Währung hätte AM ENDE einer gemeinsamen Politik incl einer gemeinsamen Wirtschafts-Steuer und Finanzpolitik stehen müssen – niemals am Anfang.

Da aber von der Innen- über die Aussen- und bis zur gesamten Wirtschafts- und Finanzpolitik-/Steuerpolitik jedes EU-land nach wie vor beinharte Eigeninteressen
- ohne jede Rücksicht auf andere verfolgt !!! ***), -
wird druch den Euro derzeit nur das eine Land von dem anderen ausgebeutet – und das hat dann ein Ende, wenn die ausgebeuteten Länder, die eh schon zahlen und zahlen, auch wegen dem 2. Weltkrieg – machen wir uns doch nichts vor, vieles sind von uns verlangte unausgesprochene Reparationskosten z.B. bei unseren deutschen enormen jahrzehntelangen hunderte von Milliarden umfassenden Zahlungen an die Französischen Landwirtschaft aus/über den Agrarhaushalt der EU , als Beispiel –

also: dies hat spätestens dann ein Ende, wenn die wenigen Zahlmeister das einfach nicht mehr als Last tragen können.

***) ein extremes gutes Beispiel für radikalen nur Eigennutz verfolgende Interessen derzeit Irland: Sie verlangen von der EU Rettungsgelder für ihren Staatshaushalt. Aber gleichzeitig ist ihr Staat auch deshalb pleite, weil sie in ihrem Ländchen kaum Steuern in der ansonsten in EU überall üblichen Höhe von ihren Unternehmern verlangen. Dadruch locken sie unternehmer aus anderen Ländern, wo deswegen Arbeitsplätze verloren gehen, nach Irland. Alles purer Egoismus. Deshalb geht der Euro auch kaputt. Weil der so systematischso oder wie von den Griechen durch systematischen egoistischen Betrug ruiniert wird und die Politik dabei zusieht und nichts getan hat dagegen und derzeit dagegen nichts tut (siehe Irland) und auch künftig dagegen nichts tut, bis alles zusammen kracht. Das sind die Fakten und alles andere sind Europa-Hirngespinste. Hirngespinste.

Und es ist absolut richtig. Der Kohl hat französischer Erpressung nachgegeben, die ihm klar gesagt haben, ohne Euro gibt es keine Wiedervereinigung.- Ferner hat der Kohl als Pfälzer, naher zur französochen Grenze wohnend und ferner sein Geschichtsstudium als Historiker im Gepäck auch seinen eigenen Landleuten schon etwas insofern nicht getraut, als er wohl am besten um die eine oder andere Hegemoniefantasie speziell in seiner Wählerklientel auf Europa bezogen wohl am besten kannte bzw davor noch immer Angst hatte. Sprich, es war ihm aus seiner Sicht um des Friedens willen gar nicht so unrecht, wenn dieser Riese D mal druch so was wie den Euro gefesselt/gelähmt würde für solche Eskapaden.

Nur, die Gefahren rund um den Euro waren ihm dennoch bekannt. Die Engländer, die dem Euro nicht beitraten, waren wenigstens noch so fair, einige Warnugen aus ihrem Land in Richtung D zu senden von Fachleuten, die warnten, Der Euro ist für Deutschlad ein zweites Versailles Deshalb wurden auch Stabilitätskriterien verankert in den Euroverträgen. An die sich die Politik aber nicht hielt.

UND DESHALB STEHT AUCH IN DEN VERTRÄGEN ZUM EURO DASS KEINER INNERHALB DER BEIGETRETENEN LÄNDER DIE SCHULODEN EINES ANDEREN ÜPBERNEHMEN MUSS

Auch heute noch ist dies bindendes EU-Recht. Aber die Politik, beherrscht von den Banken, die ja derzeit den großen Reibach machen , hat den Karren derart in die Scheisse gefahren, dass gegen diese Regel, gegen dieses Gesetz einfach verstoßen wrid. Feddisch. Der Hauptleidtragende davon ist Deutschland, bis es zusammen bricht, es einen Währungsschnnitt gibt. Sprich, die Bargeldautomaten sind für ein paar Tage geschlossen und hernach laufen sie wieder – dann, wenn bekannt ist, zu welchem Kurs bestehende Guthaben umgerechnet werden – sprich sagen wir 1 zu 10.

Wenn das schnell geht und ohne Unruhen, dann öffnen dann auch wieder die zwischenzeitlich geplünderten Supermärkte. Denn die modernen Haushalte haben spätestens nach 5 Tagen keine Vorräte mehr, sprich nichts merh zu ESSEN . Da aber auch keiner merh Geld hat, werden die deshalb geschlossenen Supermärkte einfach aus Not überrannt.

Das alles weiss die Merkel und deshalb muss sie derzeit in Europa den Buhmann spielen, weil sie da noch Dammbrüche gegen stellen will. Aber es wird nichts nutzen. Es ist zu spät. Deutschland wird dazu politisch erpresst, in kürze die derzeit noch abgelehnten Eurobonds zusammen mit den Schuldenstaaten auf zu nehmen. Das wird aber dann der vorläufige Schlussstein sein. Weil danach wird alles sehr schnell zusammen brechen. Nur noch eine Frage der Zeit.

Delfinkg am 11 Dez 2010 10:06:50

Hallo,

nur keine Panik - alles wird gut! :) :) :)


Gerd

svenhedin1 am 11 Dez 2010 10:28:52

Hi
Gerd schrieb:

Hallo,

nur keine Panik - alles wird gut!


Gerd

sagte der Grieche, dann der Ire, dann der Portugese, dann der E, dann der I, dann der B, dann der F ......aber dann ....

Delfinkg am 11 Dez 2010 11:15:31

Hallo svenhedin1,

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ - (Aristoteles)

Gerd

rolf51 am 11 Dez 2010 11:37:35

Hallo Zusammen,

einige ganz gute Beiträge. Aber sicher ist wir können nicht mehr zurück (DM),
die Schulden kommen nicht vom Euro, wir sind auf den Export anegwiesen, Wir können doch froh sei, dass wir auf dieser seite der Erde leben und uns Gedanken um unseren Wohlstand machen. Will aber hier nicht eine neue Diskussion lostreten.
Bin mir auch sicher, dass wir bis spätestens 2018 eine Währungsreform haben werden!.
Meine Frage ist. Wir wissen es, aber was tun wir/Ihr dagegen?
ZB. Gold, Währungen oder alles auf den Kopf schlagen??????????
Bin gespannt auf die Vorschläge.

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