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nächstes Bild Hier im Südwesten Europas gibt es nichts zu sehen, außer Sonne, Sand, Gebirge, Felsen und Meer. Und das satt! Und da Mukas weder mit noch ohne Badehose ins Wasser geht, gibt es auch nichts zu lachen! Nur an ein paar Rindviecher kommen vorbei. nächstes Bild nächstes Bild Ich "kündige" jetzt Mukas die Freundschaft ... :)
... das Bild von Eurem Abendessen vor der Strandkulisse ist geradezu GEMEIN :!: :wink: @Wolfgang
bin erleichtert, dass nur Mukas gekündigt wird. Die Ü-Plätze hier an der Küste sind alle fulminant. Was man auf dem Foto nicht erkennt, die Klippen sind etwa 9m hoch, da wir 80m über dem Strand stehen. Das Abendessen war nicht so toll: Paella aus dem Supemarkt in Milfontes, ziemlich pampig. Viel besser ist die vom Lidl und dazu zusätzlich eine Packung Meeresfrüchte in Olivenöl mit Knoblauch geröstet. Der Wein (darauf hast Du ja geschielt!) im 5 ltr. Beutel (nach den Polenerfahrungen mit den zerstörten Flaschen in der WOMO-Garage!!) stammt vom Intermarche. Ist portugiesisch, chardonnayähnlich, is klar! Rotwein am liebsten vom Dao oder vom Duoro. Mit Winzerverkauf und Genossenschaften ist hier nicht so üblich wie z.B. Italien, sehr selten. Frank Sagres besteht aus dem Fortezza, das die Ponta de Sagres sperrt und im 14. Jahrhundert die Seefahrerschule Heinrich des Seefahrers, der nur einmal auf Feldzug nach Marokko, aber nie zu See fuhr, enthielt, die aber ebenfalls nach Meinung vieler Historiker nie existierte. Ein Wallfahrtsort für die Portugiesen. „Jo deshalb han die hier die riesige Parkplatzfläche, wie wir das Parkhus ungerm Dom zu Kölle, is klar, nä!“ Sehr beliebt bei Wohnmobilisten, die wir zum ersten Mal nach Monaten wieder in größerer Ansammlung sehen. Und dann das Cabo San Vicente, wo das Skelett des heiligen Vinzenz nach mehrhundertjähriger Irrfahrt von Valencia aus - begleitet von Raben - an Land stieg. „ Jo, dä hät bestimmt schwer jeklappert bei die Felsen hier. Do han se ihn gleich einjefange un nach Lisboa jebracht un wieder mit näm Steindeckel beschwert, damit dat aufhört!“ Ein Stellplatztipp von Deutschen aus WT ist die Boca do Rio. Stimmt! Boca do Rio ist himmlisch. Kein Mobiltelefon, kein Internet. Da bleibt man einfach einen Tag stehen. Dann geht es nach Lagos zur Ponte da Piedade, für mich das schönste Küstenstück Europas. Hier war Mukas schon öfter als auf dem Kölner Dom. Und da es stürmt, rasen riesige Brecher durch die Tore und Felsen, Und entsprechend ist Gischt in der Luft.
Lagos: 1443 wurden hier erstmals (???? Gab es doch wohl auch schon bei den Römern???) in Europa wertvolle Luxusgüter versteigert: 235 schwarzafrikanische Sklaven. Später ging das schneller, man hat den Handelsweg über Europa eingespart: Glasperlen aus dem Bayerischen Wald und Spielzeug aus Nürnberg auf die Sklavenmärkte nach Afrika – die Sklaven nach Mittel- und Südamerika – Gold, Silber, Edelhölzer etc. nach Portugal. „Mukas, alter Wirtschaftsfachmann! Wer hat dabei richtig Kohle gemacht?“ „Na die Glasbläser und Holzdreher im Bayerischen Wald, is doch klar, nääh!“ „Danke, Mukas! Du hast wirklich verstanden, uns zu verdeutlichen, wie Politiker und Wirtschaftsbosse den Erhalt deutscher Arbeitsplätze (nicht) erklären!“ Lagos: sehr wohnmobilunfreundlich: Riesige Parkflächen am Hafen, aber nur einer, wo Womos tagsüber stehen dürfen. Wir haben uns davon gemacht und unser Geld in Silves ausgegeben, wo man auch prima am Fluß übernachten kann. Hier stehen ca. 60 Womos, in Lagos keins!!!! Traumhaft :daumen2:
Genießt die Zeit dort.
:oops: :oops: .... "ertappt" ... :D Obwohl Silves relativ weit im Land liegt, kommt über das Flüsslein Ebbe und Flut, und bei Flut auch die Ausflugsschiffe aus Portimao wie früher die Kreuzritter. Silves ist ein wirklich schönes Städtchen, gekrönt von einem mittelalterlichen Castello in Rot, mit maurischer Zisterne, einem blinden Harmoniumspieler im Stadttor, einer romanischen Brücke, und…der Ehre König Joao II (ich glaube, das ist der mit der Leiche auf dem Thron Portugals) als Toten eine Zeitlang gehabt zu haben. „Joah, Joao II, der ist nach einer Kur in Monchique hier an einer Lungenentzündung gestorben, weil er nicht auf seinen Privatarzt Dr. Rössler gehört hat, der ihm das Baden im kalten Meer verboten hatte. Als Kassenpatient wär ihm dat niet passiert, da hät är keine Kur bekomme, is klar näh!“ Und dann sei noch die Geschichte der älteren, deutschen Dame (wahrscheinlich Mukas Schwester) erzählt, die am „Cafe da Se (=Cafe an der Kathedale)“ vorbeilief und laut übersetzte „Cafe am See“.
Nach Silves ziehen wir uns noch weiter ins Land an den Stausee Barragem do Arade zurück – dem ältesten in der Algarve – und wen wundert es, der SP steht voll mit Womos. nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild Frauen haben bekanntlich 4000 Worte Tagesmenge, Männer nur 2000, weshalb Männer sich abends normalerweise beim Bier mit Ja und Nein sehr gut unterhalten können. „Ich han ävver 6000, is klar nä?“ Ja, Mukas! Deshalb sitzt er wahrscheinlich den ganzen Nachmittag mit den Männern der Marokkozurückkehrer zusammen, die haben nämlich anscheinend auch 6000 Worte Tagesmenge und unterhalten sich lautstark über alle Themen ihrer Vorvorvorfahrentante Gerda über Hundeverziehung bis zu Ursachen der Pleite von Salzgitter&CoKG. Mukas ist jetzt auch auf diesen Gebieten Experte! Oder vielleicht war die Wüste nur sehr einsam? Wir steuern bei milden 26,5° C und Sonnenschein Alte an – Nein, Mukas, keine Angst nicht Deine, der Ort heißt wirklich so - wo es Quellwasser en masse gibt und auch einen Wasserfall. So bringt nicht nur regelmäßiges Blumen gießen, sondern auch die Welt der Wiesen Erstaunliches hervor. Bei der Weiterfahrt nach Salir biegt Mukas falsch ab, wir hinterher und landen am Lagoa da Nave, einem größtenteils ausgetrockneten, ehemaligen See, von der Struktur ähnlich wie das Piane Grande in Italien, nur mit Mandelbäumen, Wein und Korkeichen bewachsen. Hier bleiben wir in aller Einsamkeit stehen. nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild Die Reisetipps für diesen Tag entpuppen sich – bis auf Loule – als ziemliche Luftnummern: Salir, Estoi, Olhao. Salir: nicht viel zu sehen von der alten Maurenburg und wer nach dem Reiseführer des Herrn S. zum Kastell fährt, wird kaum mit dem Womo wieder heil aus der Stadt rauskommen, Estoi: das in allen Reiseführern erwähnte Schloss ist nicht mehr zugängig, Luxushotel, Olhao: der SP ist eine Katastrophe, der Rest Hochhäuser. Der SP in Moncarapacho ist Baustelle, also landen wir auf dem Mini-CP eines Australiers, ruhig, sehr sauber, mit allem drum und dran.
Loule: Da Samstag ist, ist großer Markt und Zigeunermarkt. (Der heißt tatsächlich so) Wir parken neben der GNR (Polizei), da ist schon Stress mit den Damen einer Sippe und der ganzen Familie. Mukas kauft auf dem Markt anstatt von Orangen beinahe einen schwarzen Labrador für 30,--€. Die Markthalle hat maurisches Design „Joa, stimmt und stinkt nach Fisch!“ meint Mukas. nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild Morgens geraten wir zum ersten Mal in unserem Leben mit dem Womo in eine Volkswanderung. Das nachts für Wohnmobilisten angeblich gesperrte Tavira (einen Hinweis darauf sehen wir nicht) entpuppt sich als wunderbares Städtchen, wo alte Türen wie in Zeiten der Mauren, den Damen noch Ausblick, aber Herren keinen Einblick gewährten, was Mukas überhaupt nicht gut findet. Am Castello ist ein wunderschöner Garten, dessen abgeblühten Blüten Mukas zum Träumen bringen. Wegen der Nachtsperre geht es zur Übernachtung nach Manta Rota, wo angeblich Hunderte von Womos stehen. Ganze 5 stehen auf unserem Parkplatz und die Verbotsschilder sind alle verhängt, weil die einheimischen Restaurants und Geschäftsleute nach dem Ausbleiben der Wohnmoblisten diesen Winter (und insbesondere deren Einkäufe) heftig protestiert haben. Mukas ist losgezogen, um für die klugen Geschäftsleute eine Party zu organisieren. (Mal eine kleine Nebenbemerkung: Wo Wohnmobilisten in Portugal standen, war es überall peinlichst sauber, wo PKWs standen, wimmelte es von Zigarrettenschachteln, Windeln, Tempos, Flaschen, Tüten etc., obwohl es Mülleimer en masse gibt.) nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild nächstes Bild Die Blütenpracht ist einfach herrlich und die Bilder von den Türen sind auch toll! |
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