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Ganz Portugal liegt unter einer dichten Wolkendecke. Wirklich ganz Portugal? Nein, ein kleines Gebirge namens Estrela in der Mitte, umgeben von 5 Tälern wehrt sich heftig gegen ein Umschlagen der Inversionswetterlage. Nach und nach treffen die Wochenendausflügler ein, die sich johlend auf Plastikdeckeln die Hänge hinunterstürzen. Wir fahren schön vorsichtig über Manteigas (Übersetzt:Butter!!) „Sieht von weitem tatsächlich aus wie ein Butterberg mit Paprikastückchen“ nach Guarda, der höchsten Stadt Portugals. Guarda gefällt uns überhaupt nicht, trotz Kathedrale, aber der Vorplatz ist total seelenlos renoviert. Das Denkmal des Stadtgründers von der Mitte des Platzes zur Seite saniert. Dann kommt Belmonte, zuerst das Haus der hundert Zimmer (Centum Cellas – Bauherr und Nutzungszweck sind unbekannt) - („Das Haus der toten Augen des Dr. Marbuse wäre besser.“), dann das Castello (langsam kommen uns die Castellos so zahlreich vor, wie die Haare aus Mukas´ Nase und Ohren) und natürlich das Denkmal des wichtigsten Sohns der Stadt: Pedro Cabral, Entdecker Brasiliens. Da leuchten natürlich Mukas Augen: Samba, Karneval und Chicas. Weiter im Osten endet die Tour am Stausee von Sabugal.
Und schon ausprobiert?? :scherzkeks: Serviert in einem Turboladerschlauch?? @Pipo
Nee, ich kann kein Blut sehen :D Und..der Turboladerschlauch ist wieder fest :razz: Frank Weil das Wetter so schön (und der Wind eiskalt ist) stehen wir einen Tag am See von Sabugal herum und finden anschließend in Benquerenca einen zertifizierten SP mit V+E am Fluß. Zertifikat ist kein Plastikpäpperle, sondern schöne Azulejos, die in die V+E eingelassen wurden. „Ja und den SP kann ich sogar mit meinem Mietbürstner anfahren, ohne jegliches Problem, ganz anders alles viele SPs, die in einem bekannten WOMO-führer aufgeführt werden, is klar näh?“ Als die Bäume anfangen auszuschlagen besuchen wir die 2 schönsten Dörfer Portugals, erst Idanha a Vehla, wahrscheinlich älter als Köln am Rhein. „Do möchs wohl eine vör de Höner, is klar nä?“ Angefangen von Resten eines Römertempels (den die Westgoten dann in der Stadtmauer verbauten, nach der Devise, die Mauer ist außen glatt und gerade, wie es innen aussieht, geht keinen was an), über Mauren, mittelalterliche Tempelritter bis heute zur Fußgängerbrücke durch den Fluss auf römischen Quadern (?)…..jeder hat etwas Architektur zurückgelassen. Und wenn die Dorfbewohner einen Blumenpott oder ein Podest brauchen, holt man sich den immer noch aus den Beständen. Montsanto liegt hoch oben am Berg oder besser gesagt in Granitkugeln, an, auf und in die die Häuser gebaut wurden.Es gibt archaische Schweineställe, die noch genutzt werden.. „Ach, ich dacht, dat is ding neues Eijenheim!“ Und das ganze wird von einer großen Festung mit einer fantastischen Aussicht gekrönt, die vom Torre bis weit hinein nach Spanien reicht. Mukas ist der festen Überzeugung, an der Burgkapelle eine frühmittelalterliche Badewanne mit Fisch designed von Philippe Stark ururursen. gefunden zu haben (Ein Fischlein war im Sarkopharg) Ja und tatsächlich sind wir wieder an der spanischen Grenze gelandet. Im letzten Winkel Portugals: Monforthino. Die Stadtmauer gefällt mir. Da gibt es architektonisch nix zu bemängeln, schließlich konnten die überstehenden Steine ja nicht als Kletterhilfe nach außen weisen. Und bei den Steinpodesten für die Blumen stört eigentlich nur, dass die Schrift nicht die korrekte Ausrichtung hat. Hochkant wäre hier die bessere Lösung...
;D Tolle Fotos, bin auf die weitere Reise gespannt :)
Das geht uns genauso, da wir uns einfach treiben lassen. Das zeigen auch die beiden nächsten Tagen Reisebericht. Fest liegt für uns eigentlich nur, dass wir durch Portugal von Nord nach Süd mäandrieren. Frank Wir klappern ein paar der weißen Dörfer an Spaniens Grenze ab und überschreiten dann bei Segura die Grenze nach Spanien: Vom extremsten Winkel Portugals in den extremsten Winkel der Extremadura. „Dat is extrem hart, da kannste für!“ Der erste Ort , da bleiben wir fast den ganzen Tag, ist Alcantara (Mukas will sein Wohnmobil neu beziehen lassen, wegen dä Rotweinflecken auf dem Polster und wegen die Kaution und is vor Ort bestimmt billiger – mein Hinweis, Alcantara sei eine italienische Marke, stößt auf taube Ohren.) Die Brücke, die uns ans andere Ufer bringt, tut seit 1908 Jahren (seit 103 n.Chr. gebaut zu Kaiser Trajans Zeiten) ihren Dienst, ein technisches Meisterwerk des römischen Architekten Gaius Julius Lacer: 62m hoch, 270m lang, 9m breit, das ganze ohne jeglichen Mörtel zusammengefügt und in der Mitte ein Triumphbogen, durch den ein WOMO locker passt. Alcantara besitzt eine Reihe (teils zerfallener) Renaissancepaläste, Reste eines gotischen Doppelkreuzgangs, olle Kirchen, Ritterburg und römische und mittelalterliche Zugangsstrassen und mehr Störche als Tauben. Durch die äußerste Extremadura geht es über den Rio Saber (Brücke nur von 1690) zurück nach Portugal. Ich denke, ich habe gelogen mit der Aussage, Montsanto sei das schönste Dorf Portugals. Kaum sind wir wieder über die Grenze entdecken wir hoch oben auf dem Berg eine riesige Burg und darunter ein weißes Dorf. Also Übernachten wir in der Nähe, denn ein Dorfeinritt hätte das WOMO cabriolisiert. Marvao ist rundherum mit einer begehbaren (ungefähr 2km) Stadtmauer umgeben und höchstens im VW-Bus durch eines der Tore befahrbar. Und vom Castello blickt man weit über Spanien und Portugal. Unten drunter gibt es eine Zisterne, vielleicht 10m hoch, 10m breit und 30m lang. Mukas hat einen…wegen Weiberfastnacht…nein, das schreibe ich hier nicht….aber der Ton war noch 5 Min. zu hören.
Und Castelo de Vide – 10 km weiter – ist von der Frontalansicht noch schöner, die Burg allerdings nicht so interessant., dafür umschließt sie eine mittelalterliche Dorfstruktur. „We have a lot of time here – this is the best place of world – stay and enjoy…” Originalton aus dem Turismo von Flor de Rosa. „Muss wohl ne Schwester von mir sein!“ Klar, nur intelligenter! Flor de Rosa ist ein Templerkloster, das später von den Maltesern übernommen wurde – sehr schön renoviert, zum Teil hochmodern ein Hotel integriert und mit einer Ausstellung romanischen Madonnen. „Jetzt; wo ich dat mal aus der Nähe sehe -Die Jungs auf dem Arm sin janz schön ahl und nassforsch, wo die überall fummele!“ Klar, haben wir auch den Tipp aus dem Turismo umgesetzt! Und auch die kräftigen Typen auf den Wiesen bewundert. Nachtplatz am Tejo bei Belver mit Blicck auf das Castello und einem wunderbaren Uferwanderweg auf Planken In Macao „Dat is in Kina, nä! Oder Südamerika?“ gibt es V+E und bei Constancia liegt die portugiesische Version der Burg Kaub im Tejo. Tomar ist ein Reinfall, die angeblich schönste Stadt P.s ist potthässlich, die Krüge des arabischen Schöpfrads sind ein Trümmerhaufen, das Weltkulturerbe Convento de Christo hat die Öffnungszeiten geändert, die sogenannten SP aus der bekannten Führerreihe unmöglich. Aber die Portugiesen sind schwer in Ordnung. Die Studentinnen feiern Karneval mit Kräätzchemusik auf der Strasse und aus unserer SP „Not“ will uns eine Familie retten, die uns einen Platz auf ihrem Grundstück anbietet! Trotzdem kehren wir morgens nach Tomar zurück: Weltkulturerbe Convento do Christo. Erst Sitz der Templer-, dann der Christusritter, 2 Kirchen, 7 Kreuzgänge, ein Riesendormatorium, ein 6 km langes Aquadukt.. Die Ritter kamen zu Pferd in die Kirche, einem Nachbau der Grabeskirche in Jerusalem und dann ging es ab nach Südamerika: rauben und morden, kurz christianisieren genannt. Daher der Reichtum. Das Aquadukt haben wir ohne Mukas gequert, ihm war noch schwindelig vom Vinho verde. Aber auch ohne Mukas nicht ohne Risiko, so frei in gut 30m Höhe herumzuturnen. In Fatima rief er aus: „Dat kenn ich, dat han ich schon mal gesehen, in Tschenstochau!“ Stimmt! Auch dort krochen die Pilger auf Knien durch Kirche und über den Platz. Jopa II war Fatima-Fan, er war 3-mal da, weil nach seiner Meinung die Jungfrau das Attentat auf ihn vorhergesagt hatte. „Jooo, nur die dritte Weissagung von Fatima verschweigt die Kaki, weil die so schrecklich ist!“ Stimmt nicht! Die Heimsuchung eines friedlichen Wohnmobilisten durch Mukas P. hat doch schon stattgefunden. Am Nachmittag folgt noch Bathala, die Schlacht! „Joo, die Mutter aller Schlachten: Portugal schlägt Spanien, nur das Ergebnis ist nicht bekannt.“ Noch ein Wekuer…noch ein Kloster, aus Dank für den Sieg errichtet. „Dann war dat Ergebnis 2-stellig“.
Abends übernachten wir in Porto de Mos am Sportplatz. Heute Morgen ist Mukas nicht ansprechbar. Er verbessert sein in Polen entwickeltes Fäkaliensprühgerät --> Link um eine intelligente, treffsichere Schleuder für feste Fäkalien. Um 5 Uhr früh im tiefsten Schlaf zerreißt es uns die Trommelfelle. Direkt neben unserem Wohnmobil explodieren 2 Kanisterbomben, die irgendwelche Verrückte dort nachts hingestellt haben. Die morgendliche Analyse ergibt: Geknüllte Alufolie + eine gelbe Flüssigkeit (WAS?) in einen festen Plastikkanister, zugedreht, die Oxidation setzt Gas frei, bis es den Kanister zerreißt. Wer weiß, wie laut ein Luftballon direkt auf dem Ohr knallt … einer rechts, einer links… und hier stabile Kanister.....Es war, als wenn ein Kugelblitz zweimal im Womo eingeschlagen hätte. Ein wirklich netter Rosenmontagmorgenscherz …… Coimbra muss bei einer Portugalreise sein, deshalb schwenken wir nach Norden, erst Pombal (sehr modern), dann Conimbriga, die größte römische Ausgrabung Portugals. „De Typpe sehe us, als wäre se hück nach em Zoch us dä Malzmüll jefalle!“ Oder zu nahe an der Kanisterbombe gestanden. Diesmal übernachten wir lieber stadtauswärts an den Ausgrabungen. Da wird in Portugal nachts nur im PKW gebumst. Lärmfrei! Coimbra! Dafür haben wir 150 km Umweg gemacht! Eine Enttäuschung! Zwar gibt es einen schönen SP mit V+E und WIFI am Schwimmbad, aber alles andere hat geschlossen (obwohl es dienstags geöffnet sein sollte (Joah, die woren jestern alle beim Zoch!!)) Nur die Uni hat geöffnet mit ihrer Bibliothek mit 300.000 Büchern, die keiner mehr liest und voll mit brasilianischem Gold. Absolut sehenswert! No Fotos! Die gibt es aber nur im Kombiticket mit Karzer und Kirche und da heute Herr Prof. Dr. Dr. X („Ich wullt mit ihm auf dem Uniplatz öffentlich in Latein – meiner 2. Muttersprooch - diskutiere, ävver är hät sich einfaach üwer den Haades jemaacht, als er von meiner Wortgewalt hörte“) dort aufgebahrt wird, ist geschlossen. Wir wollen am Convento de Lorvao übernachten. Offizieller SP. Auch dort: Beerdigung! „Die suffe he, die Jungs an Carnival! Schenial! “ Also nach Bussaco. Den Womo-führer von Herrn S. habe ich dort endgültig durch das Fenster entsorgt! Dafür stehen wir jetzt umsonst auf dem Parkplatz des exklusivsten Hotels Portugals, mitten im Wald von Bussaco! Eine himmlisch ruhige Nacht neben Schloss Neuschwanstein, wobei Bussaco „nur“ ein Jagdschloss des portugiesischen Königs von 1890 auf ehemaligem Klostergelände ist. Die Mönche sammelten Pflanzen aus aller Welt (die die Christusritter mitbrachten) und so steht dort eine der seltsamsten Pflanzensammlungen Portugals. Einfach schön. Als wir den Park mit dem Womo verlassen, sind die Kassenhäuschen am Parkeingang wieder besetzt. Jetzt müssten wir 10,--€ Eintritt bezahlen. „Dat is dä jerechte Ausgleich für den toten Professor von jestern!“ Über Montemor mit seinen Reisfeldern fahren wir nach Pedrogao ans Meer, wo wir jetzt direkt über den Wellen stehen. Jetzt ist wieder erholen angesagt.
:eek: :eek: :eek: "Deppen" gibt´s halt überall ... :( Jetzt muss ich mich doch mal selber zitieren:
Und jetzt der Kanisteranschlag :nein: Deinen Humor hast du zum Glück noch nicht verloren. Geht ja auch gar nicht mit Mukas im Gepäck :) Gute Fahrt und erholsames Abhängen am Meer! Oh, das freut mich aber , dass Ihr hier noch mitlest!
Alles ist okay! Wir stecken das, im Gegensatz zu dem aggressiven Angriff in Elbing unter der Kategorie „Dummer Jungenstreich“, wenn auch äußerst unangenehm (und für Herzkranke vielleicht auch gefährlich ) weg -, insbesondere da tagsüber an verschiedenen Stellen in verschiedenen Städten herumgeböllert wurde, eben wegen Karneval. :D Mukas habe ich heute übrigens zum Bernstein sammeln geschickt. :D
Selbstverständlich lesen wir weiter mit! Ich freue mich jedes Mal wenn der Spanienschriftzug wieder signalisiert, dass es einen neuen Beitrag gibt. Viel Vergnügen noch und möge den "Böllerbastlern" der nächste Tank beim befüllen um die Ohren fliegen :twisted:
Ja was glaubst Du denn ... :) .. freu mich auf jedes neue Kapitel :!: Bernsteinsammeln DA :?: ... Na gut, dann kann die "Pause" ja nicht sooo lang werden :D
Kenn er ja nicht anders von der polnischen Küste ;D Ich lese immer begeistert mit, nur manchmal bleibt wenig Zeit zum antworten, da das Brottosozialprodukt auch erwirtschaftet werden muss. :wink: „Eih boah, Sauerei, mich Bernstein auf 60km Sandküste sammeln lassen, wo keine sind, und sich dann einfach verpissen!“ Wir haben Pause von der Pause gemacht wg. Schlechtwetter und sind nach Alcobaca weitergefahren. (Um das berühmte Seebad Nazare sollte man mit dem WOMO einen Bogen machen, überall Parkverbotsschilder für Womos!)“ Alcobaca ist auch Patrimony of thr Humanity: Portugals größter Kirchenbau und einst ein Zisterzienserkloster von 1153, allein die Frontfassade ist 220m breit, riesiger Schlafraum (Dormitorium), riesige Küche (sogar ein Bach fließt durch)) In der Kathedrale liegen Pedro I und Ines von Castro. Sie ließ sein Vater ermorden – als Pedro selbst König war, ließ er sie wieder ausbuddeln und die Leiche zur Königin von Portugal krönen. --> Link „Nä, is dä Pedro ne romantische Kähl, is klar nä!“ Und die gedungenen Mörder wurden ebenfalls nett behandelt! „Nä, dat is ävver ne fies Kähl, dä Pedro, nä?“ Übernachtet haben wir an einer Bootsanlagestelle am Lago di Obidos. Obidos, das Rothenburg ob der Tauber Portugals, besuchen wir am nächsten Tag – V+E und SP direkt am mittelalterlichen Aquadukt. Voll mit Lädchen und Restaurants und entsprechender Betrieb. Auf der Befestigungsmauer kann man fast komplett außen herumgehen. „Und minge Fründ, dä Helmut Kohl is auch schon da!“ Bei Ferrel, nördlich von Peniche finden wir einen tollen Platz, diesmal sicherheitshalber (?) hoch über dem Meer. Prima, die Pause ist rum :klatschen:
Sicher? :bindafür: Der Sonntag stand im Zeichen mehrerer Strandspaziergänge in Baleal und Peniche, wobei wir zusehen, wie man für eine Muschelmahlzeit oder einen Fisch an der Angel auch sein Leben riskieren kann. Die Muschelsammler mussten über die Spalte bei immer höher werdender Flut und Brecher, die von links und rchts kommen, zurück, sonst hätten sie 6 Stündchen auf dem Eiland sitzen können. „Un die Ahl von dem Angler had ihm verboten, da rumzukläddere ohne Netz und dobbelte Bodde.“ Und der Zwerg und Nick Knatterton schauen zu. Übernachtet in Areia Branca direkt am Strand. Nach wie vor Schlechtwetter. Wir pendeln von Strand zu Strand Richtung Lissabon. Absoluter Strandfavorit Praia Azul südlich von Santa Cruz (nicht ausgeschildert, leider kein Foto). Ericeira hat überall Unterfahrschranken. An den Tankstellen lange Schlangen von Autofahrern: Truckerstreik. „Die faulen Kerle – sollen sich an mir ein Beispiel nehmen. Ich bin schon seit 2 Monaten unterwegs und krieg auch nichts dafür, is klar nä?!“ Der Ü-Platz, Praia de Sao Juliao, liegt einigermaßen windgeschützt in einer Bucht. Mafra und Sintra – wir hatten keine Vorstellung, was da auf uns zukommt! Mafra ein Kloster- und Königsplast GRÖSSER als der Escorial. Klar, die Kolonialmacht Spanien war durch die Kolonialmacht Portugal zu übertrumpfen. Mukas blieb ganz cool: „Sieht us wie die Theatinerkirche in München nur so, wie ich sie nach einem Sieg des FC über den FC nach dem Besuch im Hofbräuhaus sehe: breit, sehr breit!“ und der Architekt war der Ludwig, Friedrich Johann aus Regensburg. „Joah siascht, die (Nieder- (mit den)) Bayern, überoi hans iar Fingar drin, isch kloar, nää!“ Der König Joao V musste 250m (!) von seinem Schlafzimmer zum Schlafzimmer der Königin laufen. ?feindlicher Bayerischer Architekt! „Da han ich ein Jedicht!“ Nein, Mukas, nein! „Wenn der König Joao hatte - ausnahmsweise eine Morgenla…- ich weiß es ganz genau - ging er nicht zu seiner Frau - sein Kammerdiener, der kleine Kesse - holte aus dem Nachbarzimmer die Mäträ…“ Das war der Baugrund für die Klosteranlage: Die anfängliche Kinderlosigkeit König Joao´s. Der Bau dauerte 19 Jahre, von den 50.000 beteiligten Arbeitern starben über 2000. Sintra: In einem Tag nicht zu schaffen! Wir haben ein Ticket für 4 Paläste und die dazugehörigen Parks: 2 haben wir hinter uns: Das maurische Kastell (Was man im Tal sieht, ist der mittelalterliche Palast der Könige von Portugal) und den Palacio de Pena: Schon wieder Neuschwanstein, nur diesmal mit LEGOS gebaut. Und diesmal hatten (wieder) ein Bayer (Ist eher ein Franken-Thüringer - „Häst woll Dein Joldenes Blatt Abo abbestellt?“) Ferdinand II von Sachsen-Coburg-Gotha als Ehemann der portugiesischen Königin und Wilhelm, Baron von Eschwege als Architekt mitgemischt. LEGO und Neuschwanstein gab es 1840 allerdings noch nicht! Was man selten sieht: Im Schloss steht noch die Originaleinrichtung der portugiesischen Königsfamilie. Zur Belohnung für die körperlichen Anstrengungen hier treppauf, treppab schlafen wir direkt unterhalb von Neuschwanstein! Nach den Anstrengengen von gestern schieben wir wieder einen Ruhetag in der Sonne am Meer am Praia Grande nördlich des Cabo di Rocca ein, um dann morgen in Sintra weitermachen zu können. Wer übrigens bis Sintra mit seinem WOMO nicht umgehen konnte, lernt spätestens hier millimetergenaues Fahren mit Kurven, Mauern, Bäumen, Felsen, Gegenverkehr, parkenden Autos und steilen An- und Abfahrten auf Kopfsteinpflaster. „Joa, der ADAC senkt jetzt die Versicherungsprämie für mein Mietwomo, is klar nä!“ Oberhalb von Praia Grande gibt es in einer Steilwand (durch die Erdauffaltung) 120 Millionen Jahre alte Dinosaurierfussabdrücke zu sehen. Wir wollen zurück nach Sintra, aber über das Cabo di Rocca, dem echten und einzigen Land´s End Kontinentaleuropas im Westen. Vom Cabo geht eine „gut“ zu fahrende Strasse zum Convento dos Capuchos von 1560, einem extrem entsagendem Orden. Filippe II von Spanien (als er auch König von Portugal war) hat angeblich gesagt, er besitze die beiden wertvollsten Klöster des Abendlandes, den Escorial und das Capucho. „Dat hät dä ävver bestimmt ironisch jemeint, oder?“ Die Fensterläden bestehen aus Kork, die Türen (80cm hoch, 30cm breit, echt Mukasfeindlich) auch, die Zellen vielleicht 2qm groß. Und einem der 18 Mönche war das noch zu komfortabel, er hauste 30 Jahre lang als Buße zwischen 2 zugedeckten Steinen, nicht größer wie in eine Hundehütte. „Joa, dä hät ävver schwär jesündicht, dä hatte 3 Sekunde lang Jefühle, als er eine Frau jesehen hat! Dat jeht niet!“ Über Colares (auch eine „breite“ Strasse) kurven wir in Sintra, den Palacio di Monserrate von Sir Francis Cook an „Dat war doch dä Seeräuber in Fluch der Karibik IV?“ Nein, das war Sir Francis Drake und der war nicht in Fluch der Karibik!“ Dann reicht es uns mit Sintra (obwohl wir längst nicht alles gesehen haben) und wir kehren zurück an die Praia Grande zum Schlafen. Außerdem brauchen wir jetzt eine Werkstatt, da die Bremsbeläge runter sind, der Sensor leuchtet. In Setubal gibt es eine IVECO-Vertretung. Lissabon. Zuerst auf den CP und dann mit dem Bus in die Stadt in den Stadtteil Belem. Ich kann das Wort Weltkulturerbe nicht mehr schreiben, aber Mukas durfte im Monasterio dos Jeronimos seine Hand auf den Sarkopharg von Vasco da Gama legen. Da leuchteten seine Augen wie bei einem kleinen Jungen! „Den Seeweg nach Indien hat dä jefunden! Und Pfeffer mitjebracht und damit die Pfeffersäcke und die Pfeffersteuer einjeführt! Statt ne schöne Joint mitzubringe!“ Dann den Turm von Belem besucht und vom Stadtzentrum aus eine Rundfahrt mit der Linie 28 (u.a. mit der steilsten Strassenbahnsteigung der Welt 13,5%.) absolviert. Geil, einfach, geil! Obwohl Mukas noch stocknüchtern war, war ihm speiübel! Auch schön! Hi,
die Verbindungen per Stick sind manchmal sehr lahm und eignen sich nicht zur Übertragung von Fotos. Daher die etwas längere Pause. Frank
Herrlich :kuller: :popo:
:yau: .. und: nach 250m Fußmarsch zum Schlafzimmer der Königin hätte ihm wohl auch die "schönste" ML nix (mehr) genutzt :D Irgendwie : unpraktisch :wink:
Deine ML hält keine 250m??? :gruebel: :rofl: Öhmmm ... ich bezieh mich auf Mukas, natürlich :!:
:D Du weißt doch: "Hart ist der Zahn der Bisamratte, ..... " :kuller: @Pipo @Lancelot
ich bin echt entsetzt. Statt sich an den Bildern zu delektieren, erfreut Ihr Euch an Mukas Schadenfreude hinsichtlich der Probleme des armen Königs Joao. Außerdem ist Euer Lösungsansatz falsch. Es kommt - wie immer - nicht auf die Länge, sondern auf die Abfolge der Aktivitäten und die Dauer an. Ein König geht - insbesondere wenn er wie in diesem Fall an ausladenden und schwerwiegenden Staatsgeschäften zu tragen hat - nicht zur Königin, sondern läßt dieselbe kommen. Das setzt voraus, dass der Kammerdiener sich zum Schlafzimmer der Königin begibt, dort mit der Zofe Kontakt anufnimmt, ihr in wohlgesetzten Worten das Problem schildert und diese dann die Königin hinsichtlich der staatstragende Bedeutung der notwendigen Aktivitäten in Kenntnis setzt. Da diese dann zuerst auf ihre morgendliche Toilette und insbesondere ET CETERA Wert legt, wird wohl der Mond aufgegangen sein, bis sie sich auf den Weg zum König machen kann. Die vom kessen Kammerdiener gefundene Lösung war die einzige, die möglich war, um den König von seinen Verspannungen zu erlösen und Portugal regierungsfähig zu halten.
Schäm mich ja auch ... :oops: :oops: ... (so fest wie möglich) :D ... UND: Pipo hat angefangen ... :poke: Aber jetzt wissen wir ja Bescheid wie´s ging ... damals ... :D Außerdem hast Du natürlich Recht : wirklich schöne und beeindruckende Fotos (und immer wieder schöne Geschichten dazu :wink: )
Die Königin kommen lassen, wie höflich, verstanden :D Deine volkommenden Niederschriften und monumentalen Fotodokumente werde ich ab heute (noch) mehr loben und preisen :!: :wink: Wovon redet ihr hier eigentlich? Der König hat eine Bisamratte als Haustier und die Königin hat Angst davor, deshalb zeigt er seinen Liebling nur der unerschrockenen Zimmernachbarin, oder hab ich da was missverstanden?
Die Episoden am Rande sind doch immer wieder erfrischend :D Hoffentlich kommt Frank bald wieder aus dem Funkloch raus. Ich möchte so gerne mehr Fotos sehen :flower: |
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