carlos100 am 22 Apr 2011 23:43:53 Hallo Alle,
wer kennt das Problem nicht, man steht auf einen Stellplatz oder einem Campingplatz und da fällt die Sicherung heraus. Dies passiert meist in südlichen Ländern oder auch Frankreich. Grund ist die nur schwache Absicherung, meist um 6-10 Amp. Vielfach muss man bereits für 10 Amp.oder 16 Amp. einen kräftigen Aufpreis zahlen.
Was kann man dagegen tun, so die Frage?
Lösung 1
Ich habe gehört, dass man über den Betrieb eines Wechselreichters, eine stabile 16Amp. Leitung im Womo aufbauen kann. Das System müsste aber selbstständig erkennen, dass weniger als 16Amp. vorhanden sind ; also hier angenommen 6 Amp. . Dann wird der Wechselrichter automatisch in Betrieb genommen, alle Steckdosen im Womo werden mit 16 Amp. abgesichert sein. Dabei verwende ich aber weiter die angebotenen 6 Amp. vom Stellplatz. Zusätzlich ließe sich dann über ein zweites Ladegerät, die Aufbau-Batterie wieder laden (der Wechselrichter nimmt ja 12V aus der Aufbaubatterie). Wie kann man ein solches System realisieren????????
kilroy am 23 Apr 2011 00:02:35 das klingt nach einem schönen bastelplan.
aber wozu werden bitte im wohmo 16 AH -Netzspannung benötigt?
das sind 16Ax220V also gute 3000Watt.
backofen und föhn gleichzeitig?
naja, wäre es da nicht auch sinnvoll, wechselrichterspannung und netzspannung getrennt zu halten?
das zu mischen dürfte diverse probleme bei der betriebssicherheit
ergeben...
wie wäre es denn so:
die steckdosen werden nur vom wechselrichter versorgt, mit dicken kabeln direkt von der batterie und 16 A abgesichert.
und der netzstrom lädt die batterien mit der verfügbaren stromstärke über das ladegerät.
so sind hohe lastspitzen machbar soweit der wechselrichter reicht, und die installation ist gut überschaubar und wenn mal etwas nicht funktioniert bleibt die fehlersuche einfach...
der Nachteil wären geringe wandlungsverluste, so dass ein klein wenig mehr landstrom verbaucht wird....
MDDIO am 23 Apr 2011 02:14:41 Also mal generell:
Wer bei 6-10 A die Sicherung himmelt, der hat schon ein gewaltiges Problem mit der Energiebilanz seines Womos. Es sei denn, er will im Winter, in nördlichen Gefilden mit Strom heizen.
Wer mit dem vorgenannten Angebot nicht auskommt, der sollte dafür Sorge tragen, daß sein Womo als Zwischenspeicher funktioniert. Die Voraussetzungen sind:
1- Ein Wechselrichter, der die geforderte Leistung hat.
2- Ein Batteriepool, der die benötigte Pufferleistung bereitstellt.
Beispiel:
Ich habe vier Wohnraumbatterien (Gel) zu je 95 A, ein internes Ladegerät von 7 A und ein Zusatzladegerät von 40A um diese Batterien aufzuladen. Ein Wechselrichter mit Spitzenleistung von 4000 W und Dauerleistung von 2000 W ermöglicht mir, alle Geräte (wenn ich sie nicht gerade gleichzeitig betreibe) zu versorgen. Meistens benötige ich, dank 200 Watt Solarzellen, keinen externen Strom. Wenn der Solarstrom, z. B. im Winter, nicht reicht und ich die Möglichkeit habe externen Strom zu beziehen, dann lade ich damit die Wohnraumbatterien. Wenn nicht, dann schmeiße ich meinen 1000W Kipor-Generator an (schallgedämmt im Anhänger) und bringe damit meine Energiebilanz auf Vordermann.
Wer all das nicht hat, und auch nicht investieren möchte, der möge bitte den Aufpreis für den 10-16A Anschluß ohne Murren zahlen. Es ist eine Frage der Kosten/Nutzen-Rechnung!
Mit energetischen n
vom Sahara-Peter
P.S. @Kilroy:
16A *230V (nicht 220V) sind 3680 Watt.
pietter am 23 Apr 2011 07:50:41 Hallo,
wie wäre diese Lösung:
Fahrzeug mit einem leistungsstarken Wechselrichter mit Vorrangschaltung und mit entsprechender Batteriekapazität ausrüsten.
Netzversorgung 6 Ampere vom Campingplatz anschließen.
Bei Inbetriebnahme der "Stromfresser" z.B.: Staubsauger oder Fön kurzzeitig das Campingnetz trennen.
Nach dem staubsaugen oder fönen das Netz zum laden der Batterien wieder aufschalten.
Gast am 23 Apr 2011 08:24:31 Wer bei 6-10 A die Sicherung himmelt, der hat schon ein gewaltiges Problem mit der Energiebilanz seines Womos.
sehe ich genauso :wink:
(ist mir auch schon passiert als ich meine Kaffemaschine "unbeabsichtigt " an 3 A anschloss :D )
Wechselrichter ist hier sicherlich richtig (hab ich dann auch genommen !) und dann aber Seperat vom vorhandenen Stromkreis im WoMo :!:
alles "Gedenks" mit den Zusammenschliessen von WR und Stromkreis ist Murks !(wenn auch technisch machbar :!: )...
andwein am 23 Apr 2011 11:15:54 Hallo an alle,
also "mischen" kann man Campingplatz-Landstrom und Wechselrichterstrom nicht!!. Das führt zu 100% zu Beschädigung/Verlust des Wechselrichters.
Man kann die Netze getrennt lassen (keine Vorrangschaltung) und die Belastung verteilen.
Aber wer Probleme mit 6A (1380Watt) hat und auf die zusätzlichen 10A (2300Watt) angewiesen ist löst das so einfach auch nicht mit einem zusätzlichen Wechselrichter. Der müsste dann eine Gesmtleistungsaufnahme von ca. 2800W (230A) haben, da die Verlustleistung ja noch mit eingerechnet werden müsste.
Andreas
Gast am 23 Apr 2011 14:38:59 andwein hat geschrieben:Hallo an alle, also "mischen" kann man Campingplatz-Landstrom und Wechselrichterstrom nicht!!. Das führt zu 100% zu Beschädigung/Verlust des Wechselrichters. Andreas
Doch, das geht mit entsprechender Technik.
Es gibt Wechselrichter, welche die hohen Einschaltströme mancher Gerät (z.B. Klimaanlage) aus der Batterie puffern und dennoch den niedrig abgesicherten Landstrom verwenden.
z.B.:
--> Link
Viele ,
westy75
andwein am 23 Apr 2011 16:53:04 Hallo @westy,
Ich sprach von mischen Landstrom/Wechselrichter Ausgangsspannung.
Und mischen würde bedeuten, den Wechselrichter mit der Landstromfrequenz zu synchronisieren und stabil zu halten.
Kommerzielle Umschalt-Anlagen und Kraftwerke tun dies, die sind aber in Womos relativ selten vertreten.
Über ein Beispiel für so ein System im Womo-Einsatz würde ich mich freuen, der Link für nur generell zu einem Anbieter.
Andreas
Gast am 23 Apr 2011 18:45:42 Hallo Andwein,
sicherlich gibt es zur Zeit wenige Anbieter, die diese Technik verbauen (da sie noch recht teuer ist).
Concorde bietet den Mass-Combi von Mastervolt als Extra an; Morelo verbaut ihn meines Wissens serienmäßig (ohne Gewähr).
Auf der CMT wurde übrigens ein vergleichbares System von Waeco vorgestellt.
Generell stellt sich mir aber die Frage, wieviel )oder besser gesagt: wie wenig Energie man zum Campen wirklich braucht :) .
Aber jedem das Seine....
Viele ,
westy75
carlos100 am 24 Apr 2011 22:48:48 Hallo Alle,
besten Dank für die Antworten. Ich brauche nicht unbedingt 2500Watt, aber bei dem Einschalten vom Elektrogrill, ist es mir schon öfters passiert, dass die Sicherung rausflog; deshalb die Frage an Euch. Es ist doch immer das Einschalten was Probleme bereitet, da ist die Spitze zu hoch.
Ich glaube aber, es geht noch besser..... oder? Würde gerne ein optimales System in die Realität umsetzen.
Land-Rover109 am 24 Apr 2011 22:56:40 andwein hat geschrieben:Hallo @westy, Ich sprach von mischen Landstrom/Wechselrichter Ausgangsspannung. Und mischen würde bedeuten, den Wechselrichter mit der Landstromfrequenz zu synchronisieren und stabil zu halten.
Genau dies tut mein Trace Wechselrichter, Er synchronisiert den Landstrom mit dem Strom aus der Aufbaubatterie.
Allerdings muß ich meinem Wechselrichter vorher "mitteilen" welche Leistung aus dem Netz entnommen werden darf.
D.h. ich gebe diesem vor bis max. 6 A aus dem Netz zu entnehmen und der Rest wird aus der Aufbaubatterie entnommen.
Roland
MDDIO am 25 Apr 2011 02:20:29 @Carlos:
Ich würde zunächst mal den Elektrogrill rausschmeißen!
Bei Kodi gibt´s einen der maximal 1100 Watt zieht, auch beim Einschalten, für 99 Euro. Wenn er als Mikrowelle betrieben wird, zieht er nur 700 Watt. Und der ist noch nicht mal speziell für Wohnmobile gebaut! :D
Alternative:
Den Stromfresser-Grill direkt an den (ausreichend dimensionierten) Wechselrichter anschließen.
Viele
Peter
kintzi am 25 Apr 2011 04:19:37 Hallo, neben Trace gibt es noch den raffinierten Phoenix Easy Plus v. Victron Energy. Kann Sinus-WR u. Laden, blitzschnell Netze schalten u. Netzstrombegrenzung durch Splitten u. Synchronisieren ausgleichen. Z.B. braucht Klima 6A, Aussen-Netz ist auf 3A begrenzt, die restl. 3A werden über Geräte-WR aus Batt. geholt. Nach Abschalten d. Klima wird Batt. v. Easy Plus autom. nachgeladen. Tolle Yachttechnik aus Holland, aber teuer; ab 1€ pro Watt WR-Leistung(ab 1200€ bis ca. 5000). Richi
andwein am 25 Apr 2011 10:01:51 Hallo @westy, hallo @kintzi, hallo @land-rover
danke für eure Antworten, ich habe mir mal die techn. Unterlagen angeschaut.
Bei dem "Trace" Greät bin ich mir nicht sicher, ob er wirklich mischt, er hat auch zwei Ausgänge (original Landstrom + gewandelter Batt.Strom???) aber der Phoenix Easy Plus v. Victron Energy. mischt tatsächlich.
Aber egal wie es wirklich ist, schon wieder was dazu gelernt.
Andreas
|
|