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Griechenlandurlaub 2011
Unser großer Urlaub 2011 begann wie jedes mal. Völlig gestresst vom letzten Arbeitstag kommt sie von der Arbeit und er sitzt schon im Auto mit laufenden Motor und hetzt. Also fast zumindest... Auch wie immer kurz vorm Urlaub hab ich unseren Ducato flott gemacht, dieses Jahr waren die Bremsen komplett und ein Ölwechsel dran. Bei den Bremsen hab ich gemerkt, dass die Blattfederaufnahme der Hinterachse so ziemlich hinüber war und hab sie auch noch schnell getauscht. Auch wie immer stand mein Vater daneben mit den Worten:“Na, kommt nur wieder gut heim damit.“ Das Wochenende vorm großen Start wird die Kiste gründlich leer gemacht um sie kurz drauf wieder mit dem ganzen Campingkram zu bestücken. Sitzbank hinten raus und ein Schrank dafür rein, Besteck und Geschirr durchzählen, Frischwasser einfüllen, Staub wischen und RainX auf die Frontscheibe bringen. Das Zeug ist wirklich der Hit. Ab einer gewissen Geschwindigkeit brauchts keinen Scheibenwischer mehr. Gerade auf der Autobahn in der Gischt des Vordermannes lernt man das zu schätzen. Wie immer hat man auch das Eine oder Andere vergessen, was man aber erst später merkt, wenn mans braucht. Dieses Jahr waren es die Spannbettlaken, die Taschentücher und der große Rucksack für's Strandgepäck. Zehn Tage vor Abreise musste sich mein altes Navi noch schnell mal verabschieden. Medion MD 95000, eine Art früher Pocket-PC, den es 2005 mal mit einem Medion Navi-Programm bei ALDI gab. Das Navi-Programm war nix mehr wert, aber ich hatte ja die Freeware von Mapfactor draufgespielt und damit war es in Sachen Aktualität unschlagbar. Also bei Ebay zugeschlagen und für 38€ ein ähnliches Teil von Navman geschossen. Leider kam es bis zur Abreise und ,wie sich später zeigen sollte, überhaupt nicht an. Na gut, dann also wieder mit Karte und der freundlichen Stimme vom Beifahrersitz:“Ich glaub, wir sind hier falsch.“ Mangelnden Wendekreis kann man mit einer Rückfahrkamera wieder gut machen. Auch auf griechischen Sackgassen. Doch zurück zum Anfang. Wenn es bei uns in den Süden geht, um eine Fähre zu erreichen, starten wir am Freitag abends. Bisher sind wir immer bis entweder Livorno oder Ancona durchgefahren, was mit kleinen Pausen immer so ziemlich 12 Stunden dauert. So erreichten wir immer die 8-Uhr-Fähre nach Korsika oder Sardinien. Dieses Mal gingen die Fähren erst ab 14 Uhr, weshalb wir eine Schlafpause auf der Brenner Landstrasse einlegten. In einer der vielen Kurven ist bei Kilometer 11,4 eine Möglichkeit, relativ gerade zu stehen und so zu schlafen. Kurz vorher in Innsbruck noch schnell getankt, es ist immer noch günstiger als in Deutschland oder Italien. Bis Innsbruck führte unsere Strecke über die A4-A72-A93-A9-mittlerer Ring Müchnens-A95-Garmisch-Mittenwald-Zirler Berg-B171-Innsbruck. Das erste Frühstück des Urlaubs gabs beim Bäcker von Matrei. Ein Rosinenbrötchen, ein Vollkornbrötchen, eine Zuckerschnecke und zwei „Verlängerte“. Mal ehrlich, wenn das schon die verlängerten sind, möchte ich nicht die normalen Portionen sehen. Im Vergleich zu einem Espresso schon riesig, schneidet die österreichische Version einer Tasse Kaffee im direkten Duell gegen den deutschen Vertreter doch sehr mickrig ab. Egal, wir sind ja nicht zum Kaffeetrinken hier, sondern um Maut und Pickerl zu sparen. Das Geld fürs Pickerl haben wir direkt dem Bäcker gegeben, 8 Euro irgendwas, sollt keiner was von Geiz ist geil sagen. Kurze Zeit und viele Regentropfen später rollen wir bei +3 Grad über den Brenner und klinken uns direkt auf die italienische Autobahn ein, die uns bis Ancona nicht wieder freigibt. Im Hafenterminal(Achtung: Neu gebaut) sagt die Freundliche von Superfast:“If you had a Car – Yes. For Foot its to wide. But no camping on board.“ - „Och nee, dann nicht. Sengk ju. Gud bai.“ Die Superfast lief gerade aus, mit dem Auto hätten wir's noch geschafft, aber für 400€ ohne COB, das geht Billiger. Auf zu Minoan. „No camping on Board today. Tomorrow or Cabines.“ - „Meibie läder, bai.“ Im Netz hatte ich schon gesehen, dass bei Minoan COB ausgebucht war, aber einen Versuch war's wert. Bliebe dann noch ANEK. „Yes, we have place, also for COB.“ - „Au fein, denn hin- and rückway“ - „When will you return?“ - „18.06.2011“(in perfektem Englisch, versteht sich) - „It's not possible. No free passages between 15 and 27 of June“ - „Seid ihr doof, knapp zwei Wochen lang kein freier Platz mehr“(natürlich nur gedacht, aber dafür fehlerfrei auf englisch). Kurz und gut: Hinfahrt mit ANEK mit COB und Rückfahrt mit Minoan und deren neuer Version des COB. Man bekommt eine Innenkabine kostenlos, darf sich aber nicht mehr in seinem Fahrzeug aufhalten. Was ist daran Camping? Wie sich bei der Rückfahrt zeigte, war die Kabine sauber, mit WC und Dusche versehen, das Warmwasser und die Klimaanlage funktionierten. Es gab auch noch für jeden ein kostenloses Menü vom Selbstbedienungsrestaurant. Diesen Service hätten wir uns zu unseren Motorradzeiten gewünscht, als wir uns bei Regen immer in den überfüllten Kinosaal flüchteten und das im letzten Supermarkt auf italienischer Seite eingekaufte Essen aus der Plastiktüte fischten. Hier bietet man den Leuten, die eigentlich in ihren eigenen Betten schlafen und vom eigenen Teller essen wollen alles an, was sie nicht brauchen. Gut, bei der Rückreise hätte ich auch nicht im Auto schlafen wollen, alles war so eng zugestellt, dass man mit zwei Taschen nicht durchkam. Den versprochenen Stromanschluss musste sich jeder selbst erkämpfen und verteidigen, denn ca. 20 Schukosteckdosen für ein Deck sind nicht nur zu wenig, sie entsprechen auch nicht der Vorschrift. Es hängen also an einer provisorisch montierten Baumarktkabeltrommel mit Vierfachverteiler und 3x1,5mm² Kabel vier Wohnmobile, wobei von denen vielleicht auch noch welche den Strom weiterleiten. Vom Stuart kam nur ein:“It's your Problem.“ Da ich ganz an der Seite stand konnte ich durch die vor mir stehenden Pkws und Transporter noch eine freie Steckdose erspähen und stöpselte mich auch stillschweigend an. Doch erst mal wieder zur Hinfahrt. Das Gute, wenn man nur nach Igoumenitsa will, ist, dass man als Letztes aufs Schiff kommt. Das garantiert zwar keinen Fensterplatz, man hat aber um einiges mehr Platz um sich herum. So kommen wir gegen 9 Uhr Ortszeit in Griechenland an und suchen erst mal eine Tankstelle. Wir sind zwar in Ancona noch an einer oder zweien vorbeigefahren, aber da hatten wir doch einen Supermarkt gesucht und keine Tanke. Hätten wir mal. In Italien haben wir Autobahntankstellen mit Dieselpreisen von 1,39€ gesehen, hier gehts bei 1,40€ erst mal los. Den günstigsten Diesel sahen wir für 1,389€, muss ich erwähnen, dass wir kurz vorher für etwas mehr vollgetankt hatten? Wir sind also in Griechenland. Alle reden von Tumulten und antieuropäischer Stimmung, aber hier ist es wie immer. Die Kaffeehäuser sind voller Männer, die Frauen müssen arbeiten, egal um welche Uhrzeit man vorbeikommt, immer das gleiche Bild. Doch wir sind auch nicht im Lande der Dichter und Denker, sondern da, wo ohne einen Kaffee und einen Ouzo gar nichts geht. Alles braucht Zeit und Muse. Hier kann der teutonisch durchorganisierte Gartenzwergzüchter nicht punkten; er kann es nicht verstehen. À pro pos verstehen. Die Ausschilderung ist auf Griechisch, ist ja klar. Gelb auf Blau. Wenn was Weiß auf Blau steht, ist es die Übersetzung oder Werbung. Im Landesinneren haben wir bemerkt, dass man sich die Übersetzung gespart hat. Das macht zwar die Navigation deutlich schwieriger, zeigt aber deutlich, dass die Griechen doch Sparen können oder zumindest den Willen dazu zeigen. Einige Male haben wir Schilder gesehen, auf denen stand, was die EU hier wieder hinbaut oder dort unterstützt. So gibt es ein Autobahnnetz, mautpflichtig, nach neustem Stand der Technik, aber die Landstraßen verfallen immer mehr. Vielmals sahen wir Straßenabbrüche von bis zu 50 cm nach unten. Mit viel Glück stand ein Warnschild davor. Die üblichen Müllhalden an den schönsten Stellen der Natur gabs natürlich auch noch, aber sie brannten nicht. Oft war die Feuerwehr bei Wacheinsätzen zu sehen, die an geeigneten Punkten mit guter Fernsicht Dienst verrichteten. Zwei Sachen wollte ich dieses Mal in Griechenland sehen: die Vikos-Schlucht und die Halbinsel Pilion. Nun ist es von Igoumenitsa nach Vikos nicht weit, mittags waren wir schon dort mit allen Verfahrmanövern in Ioannina. Mit kurzen Worten beschrieben: Wahnsinn! Wir sind erst nach Vikos selber, von wo man einen sehr schönen Aussichtspunkt entlang eines kleinen Rundweges gegenüber der Kirche hat. Schon die Fahrt dort hinauf ist klasse. Den ersten Kontakt mit einer Schildkröte auf der Straße gabs auch. Weiter sind wir dann nach Monodendri, laut Führer den Eingang zur Vikos-Schlucht, gefahren. Der Ort ist schon eher touristisch geprägt, mit kleinen Cafe's und Platz für zwei Reisebusse. Nach der Ausschilderung ging es zur Schlucht und zum Stonewood. Alles klar, nehmen wir beides, ist eh' der gleiche Weg. Man kommt zwar nicht zur Schlucht, weil die Straße abrupt endet, wohl dem, der hier nicht zu schnell ist, aber die Fahrt durch den Steinwald ist es alleine wert. Weiße Felsen, grüne Bäume und Wiesen und bunte Gebirgsblumen ohne Ende. Dazwischen eine Herde Ziegen, gut bewacht von vielen Hunden, die man schon auf der Straße vermuten konnte. Hier mal ein kurzer Abschweif zum Straßenlesen: Von meiner Motorradzeit her bin ich es gewöhnt, etwas genauer auf die Straße und deren Zustand oder Belag zu sehen. Wenn ein Stein oder ein Sandhaufen dem Autofahrer kalt lassen, treibts dem Biker mitunter den Angstschweiß auf die Stirn oder den Darminhalt in die Buchse. In Verbindung mit Urlauben in südlichen Gebieten, in denen es normal ist, einer Ziegen-, Schaf- oder Kuhherde auf der Straße zu begegnen kann man mittlerweile am Zustand der Hinterlassenschaft auf der Straße einschätzen, wie groß der Verursacher und wie frisch, das hießt wie nah derselbe ist. Ist's schon arg zerfahren besteht keine Gefahr, glänzt es noch oder läuft noch dann heißt es Fuß vom Gas. Hat bisher schon einige Male geholfen und soll mal einer sagen, Reiseberichte wären nicht lehrreich. Zurück nach Griechenland. Den gleichen Tag sind wir noch bis Kalampaka, bekannt durch die Meteora-Klöster, gefahren. Vrachos-Camping(39,42,48,62N-21,36,56,68O) war mal wieder angesagt. Zum vierten Mal in vier Griechenlandurlauben. Tradition verpflichtet eben. Nein, der Platz ist gut, ruhig abgelegen der großen Straße, sauber und recht günstig. Man campt zu Fuße der großen Sandsteinfelsen. Im Ort habe ich mir am nächsten Tag eine PrepaidKarte für's mobile Internet per Stick von WIND geholt. Die Freundliche von WIND hat auch gleich alles mit ihrem Handy freigeschalten und verabschiedete und mit den Worten“Put the card into your laptop – it works“. Na Klasse, dumm nur, dass mein Mobile-Partner-Programm eine Einwahlnummer und eine APN haben will, die nicht auf dem Zettel stand. Das Problem löste ein freundlicher WIND-Fritze tags drauf, als ich mit meinem Laptop in seinem Geschäft stand. Nun war ich wieder Mensch, aber eben mit Modemgeschwindigkeit und das auch nur bei gutem Empfang. Das ganze Leben mit 56kbit/s. Mann, ich hab keine Zeit, ich hab Urlaub. Vermutlich auch aus Zeitnot bin ich dann in Larissa auch auf die Autobahn gekommen, obwohl ich das gar nicht wollte. Im Wohnmobilforum las ich nämlich, dass es Maut kostet. Aber ohne Navi auf die Ausschilderung verlassen stand ich vorm Kassenhäusel und die gute Dame wollte für drei Kilometer 7,30€. „Ihr habt doch schon mein ganzes Geld, warum nehmt Ihr mich denn hier auch noch aus“ dachte ich mir und zahlte zähneknirschend. Bei der nächsten Gelegenheit verließen wir die Bahn, um die Parallel verlaufende große rote Straße zu nehmen. Ein LIDL-Markt an der Strecke versorgte uns mit Nachschub. Ende Teil 1 Die Bilder sind wohl mal wieder falsch herum Wer Volos noch nicht gesehen hat, hat auch nichts verpasst. Wer aber auf die Pilion-Halbinsel will, muss durch Volos. Wer gut ist, fährt drum herum. Wir nicht. Viele Spuren, noch mehr Auto's, parkend oder fahrend, und mittendrin lebensmüde Mopedfahrer. Süden eben. Mit stoischer Gelassenheit, wohl wissend der uns umgebenden Knautschzone passierten wir hier noch ohne Feindberührung die Großstadt. Hier sind wir 2002 und 2007 schon mal durch, einmal mit Motorrad und einmal mit dem T4 meiner Eltern. Bei beiden durfte bloß nichts angeschrammt werden. Diesmal wars viel ruhiger, wenn, dann geht nur Blech kaputt und dann ist es meins.
Die vorherigen Male übernachteten wir auf einem CP bei Kala Nero, diesmal sollte es Freistehen sein. Gar nicht so einfach, ein für beide geeignetes Plätzchen zu finden. Nach einer ganzen Ewigkeit gaben wir es auf und waren schon auf dem Rückweg zum bewährten CP als wir ein Womo erblickten, was auf einem alten Teil der Straße(39,09,34,57N-23,12,44,12O), nur erreichbar durch eine enge Zufahrt durch eine abmontierte Leitplanke, stand und mit Sonnenschirm als Touristen zu erkennen war. Mit ausreichendem Abstand zu ihnen verbrachten wir einen ruhigen Abend und eine fast ruhige Nacht. Die Fischer fuhren nachts raus und kamen im Morgengrauen wieder, mit viel Gepolter und noch mehr Diskussion, leider in Anglerlatein oder Griechisch, beides versteh ich nicht. Nach gutem Frühstück, wie immer gibts bei uns Müsli, gings zurück durch Volos, manche werden nicht schlau, aber wir wollten einkaufen und tanken. Beides erledigt wollte ich die Autobahn meiden, also eine weiße Straße als Ausweichstrecke ausgesucht, eine Stunde herumgekurvt, in allen Sackgassen der Gegend gewendet um dann doch die Autobahn zu nehmen. Weiße Straße eben. Irgendwann war zu erkennen, dass es eine gute Alternativstrecke entlang der Autobahn gab. So kamen wir mautfrei bis Glifa, von wo aus wir mit der Fähre auf Euböa übersetzten. Hier wollten wir wieder frei stehen, nahmen dann aber doch nach langer Suche den einzig auffindbaren CP, einer Clubanlage in Aufbau nahe Agios Anna(38,51,34,92N-23,26,38,84O). 5 von 6 Sanitärkomplexen waren geschlossen. Überall standen Schuhe vor den Bungalows, hing Wäsche auf der Leine, nur bis auf ein älteres Womopaar waren wir wohl die einzigen Gäste. Keiner zu sehen. Auch gut. Am nächsten Tag wollten wir weiter die Küste entlang, immer auf der Suche nach einem Stellplatz, in Richtung Süden. Ich entschloss mich zu einer weißen Straße, obwohl ich es hätte besser wissen sollen, zwischen Pili und Mili. Kurz hinterm Hafen von Pili, oder Piloi, geht es scharf rechts ab, steil hoch, aber immer noch mit Mittelstreifen und Leitplanken, auch wenn sie schon arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Irgendwann kam kein Verkehr mehr, zum Glück, denn bei dem was uns erwartete wäre Gegenverkehr das Letzte gewesen, was ich gebraucht hätte. Die Straße hörte einfach auf und ging in einen in den Felsen gehauenen Schotterweg über, wobei Schotter die Körnung bis Fußballgröße zuließ. Steil war es auch noch, aber nicht nur bergauf sondern auch noch an der Seite runter. Etwa eine halbe Stunde brauchten wir für die ca.3km lange strecke, bis wir wieder festen Asphalt unter den Rädern hatten, nun plumpste nur noch der Stein von meinem Herzen, aber nicht mehr gegens Bodenblech. Die Bauern schauten uns wie die ersten Menschen an, wie wir bloß aus dieser Ecke ihres Dorfes kommen könnten. „Tja, Leute, das nächste Mal zeig ich Euch das rückwärts.“ prahlte ich, obwohl ich mir hätte denken können, dass mich keiner versteht. Die Euböa hatte für uns nichts mehr, zwar versuchten wir unser Glück noch mal östlich von Haldiki, aber bis Amarinthos fanden wir nichts brauchbares zum Freistehen. Vielleicht fehlt uns auch der geübte Blick. Wir also über die Brücke bei Haldiki auf's Festland und hier, müde des Suchens, auf die Autobahn an Athen vorbei bis Ag. Theodoros. Dort auf die alte Küstenstraße bis Isthmia. Hier ist eine Senkbrücke über oder besser unter den Kanal von Korinth. Wer nicht schwerer ist als 3,5 Tonnen darf auch rüber. Nur Radfahrer müssen schieben, verständlich, ist es auch schon zu Fuß glatt genug. Es sind Holzbalken, die eine Weile im Wasser liegen und so einen glitschigen Belag bilden. Hier waren wir schon 2002 und 2007 und kannten einen Campingplatz(37,53,24,87N-23,00,24,15O) in der Nähe mit Strand und einer abgelegenen Bucht, wo ich in Ruhe Angeln könnte und die schönere unserer Hälften sich der Sonnenbräune widmen könnte. Den nächsten Tag radelten wir noch mal zum Kanal und badeten. Wir waren also jetzt auf dem Pellopones, dem Teil, den viele nur als Griechenland kennen und noch wissen, dass Kreta und Lesbos mit dazugehören. Mit Samos sind sich viele unsicher, ob es nicht doch nur der Wein ist. Und scheinbar nirgends tummeln sich so viele Touristen wie hier. Dementsprechend sind auch die Preise für Übernachtungen etwas teurer als auf dem Festland. Wieder ein Grund, frei zu stehen. Wir umrundeten also die Halbinsel Argolien, die Landschaft, aber irgendwie wieder nicht für uns zum Stehen hatte. Besonders Schick ist Galatas und die gegenüberliegende Insel Poros. Kleine Fährboote pendeln neben einer Großen für Autos und Busse und das Ganze hat was von Venedig. Hier gab es das wohl süßeste Eis von ganz Griechenland. Kennt Ihr das, wenn Süßes im Hals brennt? Scharfes ja, aber Süßes? Fürchterlich lecker wars trotzdem. Iria Beach, oder Par. Irion, versprach zwie CP und hielt mit zumindest einem Wort(37,29,49,35N-22,59,25,05O). Irgendwie kannte hier jeder jeden, der Strand war in nummerierte Abschnitte unterteilt und so richtig schön war es hier nicht. Abends regnete es und den Rest der Nacht tropfte es von den Sonnendächern auf den Stromkasten oder die Leitern neben uns. Schon mal im ¾ -Takt geschlafen? Also nur eine Nacht und kein Geheimtipp. Wir hatten neben Stellen zum Freistehen natürlich auch die in der Karte verzeichneten CP gesucht, doch entweder waren sie seit Jahren geschlossen oder einfach nicht da oder nicht zu finden. Der ganze Daumen neben den drei Fingern des Pellopones und kein Campingplatz? Bei Tolo, einem Touristenort bei Nafplio, haben wir dann wieder einen uns bekannten CP(37,31,41,54N-22,52,33,10O) besucht. Aber erst am nächsten Tag und weil wir wussten, dass es dort leckeres Eis gibt. Ich sag nur Bitterschokoladeneis. Uns trieb es weiter südwärts, immer die Küste entlang. Vorbei an Nafplio und Astros erreichten wir Leonidi. Wieder einmal geht es durch enge Gassen, in denen ich froh bin, kein breites und langes Wohnmobil zu haben. Die Ausschilderung verliert sich zwischen Werbung und wirr geparkten Autos und man kommt irgendwie immer am Fluss heraus. Aber dann führt die Straße in ein enges Tal und der vertrocknete Flusslauf begleitet sie dabei. Es ist die Verbindungsstraße zwischen Leonidio und Scala oder später Githio. In unzähligen Kurven und Kehren windet sie sich bis in eine Hochebene, an deren Ende Kosmas mit einer Ortsdurchfahrung der besonderen Art wartet. Mehrere Cafés breiten auf dem Markt ihre Stühle aus, der gleichzeitig Busbahnhof und Durchgangszentrale ist. Manchmal ist wenig Verkehr ganz gut. Auf dem Weg dahin liegt ein Kloster wie ein Schwalbennest an den Fels geklebt, Fotoalarm, aber bitte nur im Stehen. Ein Fahrfehler könnte hier leicht der letzte sein. Es gibt auch hier eine Linienbussverbindung und auch einige Touristenbussse machen die Straße noch enger. Kurz vor Githio liegt immer noch der gestrandete Frachter in der Bucht, nur kommt es mir vor, als läge er näher am Ufer als die letzten Male. Wer neben einem Wrack mal am Strand liegen wollte, oder drum herum schwimmen, kann das hier tun. Im Rechner habe ich einen Stellplatz bei Kalivia hinter Githio ausgemacht, Geheimtipp. Also an allen drei CP von Githio vorbei zum Stellplatz(36,40,54,06N-22,31,15,30O), der wohl früher mal ein Insidertreff war. Auf der kleinen Straße stand ein alter Niessmann&Bischoff und tat so, als würde er suchen. Ich an ihm vorbei, worauf er sich an meine Fersen heftet und mich auch gleich anspricht, sobald ich meinen Motor ausgemacht hatte. Früher hätten hier mehr Wohnmobile gestanden und ob man hier vertrieben würde? Weiß ich doch nicht und wer ist hier eigentlich der alte Hase? Wir haben uns zwischen zwei Büschen versteckt, schließlich will man ja nicht gerade auffallen. Der Alte direkt an die Front, mit einer Seite auf den Strand, mit der anderen noch auf der Straße. Stuhl raus, Hund raus, Motorrad raus und erst mal eine Runde durch den Sand gedreht. So macht man sich Freunde. Ein wenig später kam ein älteres Paar aus Bayern mit einem Alkovenmobil einer Vermietung. An uns vorbei, keines Blickes gewürdigt und stellten sich ans Ende der Bucht neben ein Wohnhaus auf einen Parkplatz, der vorher mit Badegästen belegt war. Der Alte wieder sein Mopped gestartet und hingedüst. Kurz drauf kam er zurück gelaufen und parkte sein Womo in Markisenlänge neben dem der Bayern. Wir lagen derweil am Strand, ich versuchte wieder einmal, das Abendessen zu fangen und die Holde bräunte sich unter der Strandmuschel. Nahtlos braun, versteht sich. Die gute Frau aus Bayern tätigte einen Strandspaziergang und als sie bei uns vorbeikam, klärte sie uns auf, dass doch in Griechenland Nacktbaden verboten sei und ob wir dies wüssten und sie wäre extra deswegen vorbeigekommen. Das haben wir gebraucht. Irgendwelche Moralapostel, die zwar verbotener maßen frei stehen, uns aber Vorträge über Nacktbadeverbote im Land der Erfinder der Nacktheit halten. Nach einigem „Ja-Ja“ unsererseits und ihrem „Das wollte ich aber bloß noch mal gesagt haben“ trollte sie sich wieder und wir hatten wieder nahtlose Ruhe. Die zwei Büsche, zwischen denen wir uns tarnten, waren eine Symbiose aus einem Strauch, Disteln und -ich traute meinen Augen nicht- Hanf. Nach eingehender Geruchsprobe der Blüten bewahrheitete der Verdacht und wir standen umringt von Mariuhana-Pflanzen am Meer. Früher hätte ich schon ein paar Blüten mitgenommen, aber erstens sind wir reifer geworden, zweitens die Gute in anderen Umständen und drittens hat das Zeugs noch keinen Wirkstoff, erst im Herbst. Wer also im Spätsommer bis Herbst mal in der Gegend ist... . Übrigens ist der Burggraben der Festung in Methoni unterhalb von Pilos auch voll davon und oberhalb von Parga gibt’s auch was davon. Das nur mal so. So richtig ruhig geschlafen haben wir nicht, nachts kamen Badegäste oder Angler, so zogen wir für die nächste Nacht auf den uns bekannten CP Mani Beach(36,43,36,21N-22,32,33,72O) in Githio, besser Mavrovounio. Der Herr an der Rezeption fragte, ob wir schon einmal dagewesen wären. „Ja, tutausendändtu änd tutausendändsewen. Änd naintinaintiesewen, aber da Githio Bay.“ Da hätte er noch nicht hier gearbeitet – wozu dann die Frage, wenn er uns dann doch noch mal alles erklärt, wo was ist und wie toll das Essen wäre? Na gut , es ist sein Job. Am Platz selbst hat sich in den nun fast zehn Jahren aber auch gar nichts getan, sogar die Preise waren zum letzten Mal unverändert. Wir haben Wäsche gewaschen, Strom getankt, entsorgt und waren am endlosen Strand baden. Kaum einer da, nur der Platz direkt neben uns gefiel einer Frau so gut, dass sie sich unbedingt da hinsetzen musste. Leute gibt’s. Ende Teil 2 Der nächste Morgen begann bewölkt, so dass wir uns überlegten, ob wir wieder an den Stellplatz fahren, nur um frei zu stehen oder ob wir weiterziehen. Wir entschieden uns für Letzteres und machten uns auf in Richtung Aeropoli. Einmal Mani durchqueren auf weißen Straßen, bitte! Es ging aber besser als gedacht. Enge einspurige Straßen, auf denen sich Touristenfuhren, Lkw und Linienbusse gegenseitig im Weg rumstehen. Nur mal so: Busse und Sattelzüge fahren nicht rückwärts. Irgendwann ließ uns der Münchner mit seinem Wohnwagengespann dann auch mal vorbei und wir konnten wieder Fahrt aufnehmen. Wie man eben auf einer kleinen weißen Küstenstraße in Fahrt kommen kann. Kurven werden von Kehren abgelöst und die gelegentlichen Geraden sind zum Arme ausschütteln da. In Kalamata wars um die Ausschilderung auch nicht so gut bestellt, Richtung Flughafen gings dann weiter durch Messini die nun gelbe Küstenstrasse um den westlichen Finger des Pellopones herum. Campingplätze auf der Strecke waren wie gewohnt entweder nicht da oder nicht zu finden oder Nichts für uns. Erst in Finikounda waren unsere Ansprüche so weit gesunken, dass wir uns auf einen CP für Deutsche und Österreicher niederließen(36,48,16,40N-21,49,17,76O). Kennt Ihr das, wenn man grad erst die Tür aufmacht und schon kommt der Erste angetrabt und klebt einen ein Gespräch an die Backe? In unserem Fall war sein Bayrischer Rentner, der es sicher nur nett meinte als er uns versicherte, dass sich das Wetter bessern würde. Sicher gibt es auch Leute, die das mögen und interessiert, wir aber eher nicht, aber eine Nacht werden wir hier schon aushalten. Doch so spät war es noch nicht und wir machten eine Radtour nach Methoni. Natürlich wieder mit Kinderfahrradanhänger. Ich mag an dem Ding, dass es breit und leuchtend orange ist. Durch dieses Teil halten die Autofahrer Abstand, auch im radrahrerunfreundlichen Ländern, denn vor nichts hat man mehr Angst, als ein Kind umzufahren. Bei Gegenwind und voll beladen hasse ich das Ding, ist aber eine gute Ausarbeitung für die vom langen Sitzen schlaffen Muskeln. Zwischen Finikounda und Methoni liegt ein Stellplatz(36,47,58,37N-21,44,57,90O) direkt am Strand, wo aber zur Zeit eine Baustelle ist. Methoni selbst ist bekannt durch seine Festung, die in seiner Größe wohl besonders ist. Das umgebende Dorf ist wohl erst im 18 Jahrhundert dazugekommen, vorher lag es im Inneren der Festung. Besichtigen konnte man sie nicht, sie war verschlossen. Zurück am CP war erst mal Baden und Kochen angesagt und wir gingen zeitig schlafen, wollten wir doch den nächsten Morgen auf den gefundenen Stellplatz umziehen. Doch Erstens kommt es anders und Zweitens war am Tag drauf immer noch nicht das vom Bayern versprochene Schönwetter da. Bei Wolken und Wind am Strand zu stehen, nur um frei zu stehen wollten wir dann auch nicht. Weiter also, mal so ganz langsam Richtung Igoumenitsa. Ab Pilos zog der Himmel auf und ich erinnerte mich eines Reiseberichts aus dem Wohnmobilforum von der Schweinebauchbucht oder so. Jedenfalls sollte es einen Stellplatz dort geben. Ganz grob Navaros Dunes nachgefahren und wir standen vor einem Hochsicherheitstrakt mit Mauer, Schranken und Sicherheitspersonal mit Golfwagen. Ganz schön nobel für einen kostenlosen Stellplatz. Nein, es war ein Hotelkomplex oder so, also kehrt Marsch. Auf der Hauptstraße zweimal recht abgebogen und durch Romanos gekurvt sahen wir am Horizont eine weiße Hutschachtel, ein Wohnmobil. Und nicht nur eins. Wir haben schön Abstand zu allen gehalten und sind auf eine Düne, die kein Alkoflachrahmen geschafft hätte. Knapp unter uns das Meer mit eigener Bucht zum Angeln und Nacktbaden. „Wussten sie eigentlich, dass Nacktbaden verboten....“ Die bayrische Alte geht mir nicht mehr aus dem Ohr.
Der Platz(36,59,20,89N-21,38,56,43O), der eigentlich keiner ist, ist wohl kein Geheimtipp, denn in der zweiten Nacht die wir dort verbrachten gab es kein freies Plätzchen mehr. Tagsüber sind wir mit dem Rad nach Pilos gefahren, einkaufen und Gyros Pita essen. Als wir wieder am Auto waren kam eine Nachbarin, dem Dialekt nach Rheinländerin, und fragte, ob bei uns auch eingebrochen worden sei. „Bei dem Euramobil vorn haben sie die Fenster aufgehebelt und innen alles durchwühlt. Und auch um Euer Mobil sind sie herumgeschlichen.“ Nach einem kurzem Blick hinein konnten wir antworten: “Nein, bei uns siehts immer so aus. Bei uns ist nicht zu holen.“ Wir hatten alles zugezogen und nicht aufgeräumt, so dass der potentielle Einbrecher, wenn er überhaupt etwas gesehen hätte wohl mehr Zeit mit suchen als mit Einbrechen zu tun gehabt hätte. Hat eben alles seinen Vorteil und wir wieder eine Ausrede.Der restliche Tag verging bei Baden, Angeln und Entspannung. Gegen Abend ging die Batterie zur Neige, was aber nicht besonders dramatisch war, weil wir den Kühlschrank eh nachts ausschalten und wir nur für ihn und ein paar LED-Lampen Strom brauchen. Die LEDs funktionierten noch, es bedeutete aber, dass wir wieder fahren mussten, wurde aber auch Zeit. Es ging weiter Richtung Patras, diesmal auf der Suche nach einem anständigem Campingplatz. Früher standen wir schon mal auf dem Kato Alissos(38,08,59,44N-21,34,38,78O), einem typischen Fähr-CP, oder wie ich es nenne: Durchgangs-CP. Meiner Meinung nach gibt es drei Arten von CP's. Die Einen sind gemacht, um auf ihnen drei Wochen Urlaub zu machen. Sie habenn meist Pool, Parzellen und Animation und sind von Dauercampern beschlagnahmt worden. Mit etwas Glück und einer Reservierung für drei Jahre im Voraus kann man hier sorglos Urlaub mit seinen Kindern machen, ohne sie zu sehen oder sich mit ihnen beschäftigen zu müssen. Kids Club und Juniordisco heißt das dann. Ist aber ein anderes Thema. Solche Plätze sind nicht unser Fall. Sie sind meist laut, überreglementiert und werden von Menschen bevorzugt, von denen wir uns erholen wollen. Die Zweiten sind solche Durchgangsplätze. Sie sind meist verkehrsgünstig nahe Häfen oder Autobahnen gelegen. Von Regeln hat man auf ihnen, so scheint es, noch nichts gehört, denn man kommt und geht und stellt sich hin, wie man will und kann. Uhrzeit und Lautstärke sind egal, der Zweck heiligt die Mittel. Hier wird auch schon mal schnell im Regenrohr entsorgt oder das Vorzelt richtig verstaut, auch mitternachts. Bezahlen kann man meist im Voraus, damit man nachts aufbrechen kann, um seine Fähre zu bekommen. Oder man meldet sich erst am nächsten Tag an, weil man nachts angekommen ist. Solche Plätze besuchen wir auch nur notgedrungen. Die dritte Art beinhaltet die ganze Bandbreite an Geheimtipps, die kleinen, feinen, die in keinem ADAC- oder ASCI-Führer auftauchen. Sterne Fehlanzeige, hier sagt Muttern noch wo es lang geht und der Sohn ist der Einzige, der etwas Englisch kann, aber der kommt erst Samstag. Solche Plätze sind die unseren, aber man muss sie erst suchen und finden. Der Kato Alissos, 30 Km südlich von Patras ist also einer der zweiten Kategorie. Alte Langnese- oder wie sie hier heißen Aligia-Aufsteller reservieren für angemeldete Fährgäste, andere Camper bekommen die Plätze neben dem Toilettenhäuschen. So auch wir. Wir hatten es auch diesmal nicht geschafft, die auf der Karte eingezeichneten CP zu finden. „Free WiFi at the reception, the Restaurant ist first class and the beach is there.“. Na, vielen Dank auch, denn irgendwie schaffe ich es immer noch nicht, mich ins WiFi-Netz einzubeamen, solche Restaurants hassen wir wie Fußpilz und den Strand kennen wir schon - die ganzen zwei Meter zugemüllten Schotters. Eine Nacht und Tschüss. Am nächsten Tag fuhren wir durch Patras. Hier gibt es einen Praktiker-Baumarkt, in dem ich einen neuen Tritt kaufen wollte. Der Alte war, wie schon sein Vorgänger, ein Plasteklappmodell mit 150 Kg Belastbarkeit, zerbrochen. Ich versteh das eigentlich nicht, weil wir beide zusammen gerade mal die Belastbarkeitsgrenze erreichen, aber die Dinger brechen in der Mitte durch. Hier im Praktiker gibt es ALLES. Handys, Haushaltswaren, Betonmischer, alles, nur eben keinen Tritt, außer den Plasteklappmodellen, die wir schon hatten. Dann eben nicht. Bei der Ausfahrt an der Ampel wollte eine Angehörige der Minderheit mit Migrationshintergrund unbedingt meine Frontscheibe reinigen, wovon sie sich erst abhalten ließ, als ich ihr anbot, sie zu überfahren. Ein vorheriges „Nein“, „No“, „Hau ab“ oder Hupen wurde nicht akzeptiert. In den Ballungsgebieten Larissa, Pirgos und eben hier Patras haben wir Bettler erlebt. An Ampeln und Supermarktparkplätzen klappern sie die Autos ab. Bei den Supermärkten sind es bevorzugt die auch in Deutschland bekannten. Der Einkaufswageneuro ist sehr beliebt, wer keinen Wagen hat und sein Zeug trägt wird nicht behelligt. Durch Patras durch kann man auf der nicht mehr ganz so neuen, aber eindrucksvollen Brücke wunderbare Fotos schießen, wenn man sie erst einmal erreicht hat, denn die Ausschilderung ist nicht so toll. Bezahlt wird die Brückenmaut auf der Festlandseite und ist mit 12,90€ human gestaltet. Wir nehmen an der allgemeinen Rallye Patras-Mesolongi teil und versuchen einen der Stellplätze dort zu finden. Kurz: gefunden haben wir sie, aber sie sind nicht toll. Die Innenstadt dagegen schon, zum Einkaufen oder Bummeln, nicht zum Parken. Ein Stück weiter nördlich an der alten Strasse gelegen sind Salinen(38,23,38,65N-21,24,40,98O). Dort kann man Schlammpackungen machen, baden oder wie wir, einfach nur ein Picknick. Sicher könnte man hier auch frei stehen, aber der Weg ist schmal und ein Wenden unmöglich bis auf wenige Stellen, die aber auch dafür freizuhalten sein sollten. Weiter nordwärts erreichen wir noch nicht Preveza, als wir eine herrliche Stelle zum Freistehen finden. Auf dem schmalen ´Damm vor Preveza ist ein Militärflughafen, der ziemlich verlassen ausschaut. Um ihn herum muss die Straße einen Bogen machen. Kurz vor der ersten Linkskurve, nach der es direkt zwischen Flughafen und Binnenmeer entlang geht, ist ein kleiner Weg zum Strand(38,55,37,85N-20,47,03,52O). Dieser führt etwa 100 Meter hinein und entlang eines ruhigen Strandes, leider vermüllt. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, wenn dann doch ein Düsenjet startet. Alles piept und hämmert, Sirenen heulen und man denkt, man wäre Statist bei Pearl Harbor. Doch nicht verlassen, der Flugplatz, sah aber so aus. Also nicht mit Ruhe und nur Müll an Strand machen diesen Ort nicht zum Geheimtipp. Der Tunnel nach Preveza kostet 3€ und spuckt uns nach irgendwas mit 1600 Metern wieder aus. Auf der anderen Seite suchen wir entlang der Küste einen geeigneten Ort zum Übernachten, als uns in Mitikas ein Sturzkampfmopedbomber in Harakiri-Manier gegen die Schiebetür knallt, Also doch Pearl Harbor, ich habs gewusst. Aber es gab keinen weiteren Einschläge und auch Ben Affleck blieb fern, nur der Moppedpilot lag auf der Straße. Er hatte es trotz aller Bemühung nicht geschafft, sein in die Jahre gekommenes Modell nur mithilfe seiner Badeschlappen zum Stehen zu bekommen, obwohl ihm dies das Stoppschild seinerseits anwies. So knallte er mit dem Vorderrad gegen einen Seitenrückstrahler und mit der restlichen Energie und seiner linken Hand einschließlich Kupplungshebel und Blinker in unsere Schiebetür. Ich erst mal raus und nach ihm geschaut, er stand schon wieder und hielt sich die Hand. Auf der Kleinfingerseite bildete sich ziemlich schnell eine weiße Schwellung. Das Knie hatte auch eine Schramme und sein Moped lag auf der Kreuzung. „You're ok?“ fragte ich und er nickte, schaute zum Stoppschild uns sagte:“All Ok, I'm fine, it's Ok.“ - “Shure?“ - „Yes, yes, I'm Ok., Bye“. Na gut, was hätte ich tun können? Die Polizei rufen, die dann vielleicht doch irgendwie feststellt, dass ich ja Schuld hätte, weil ich als Tourist ja mit Kamikaze-Moppedfahrern rechnen müsste. Öh, Nee, kein Bock drauf. Ihn zu seiner Family fahren, die dann demokratisch abstimmt, wie mit uns umzugehen sei. Nee, lass mal. Weiterfahren ist eine Idee, verabschiedet hatte sich der Mopedfahrer ja bereits. Na gut. Ich konnte mit der Delle in meiner Tür leben, rostig war sie schon vorher. Die Schnauze voll vom Suchen, abgeschossen werden und im Wissen,dass bei Parga ein CP ist brachen wir die Suche ab und fuhren direkt zum Lichnion Beach bei Parga(39,16,53,15N-20,26,05,28O). Er liegt direkt am Strand und ist nur über eine steile Serpentinenstraße zu erreichen, was aber irgendwie keinen davon abhält. Die größten Integrierten und die längsten Trailer haben wir hier unten gesehen. Schade nur, dass die Parzellen so klein sind und die Hälfte des Platzes von Badegästen zugeparkt ist. „You want to camp?“ - „Nee wir sind nur aus Spaß hier“. Meine Stimmung war nach dem Mopedzwischenfall etwas umgeschlagen, ich fürchte, man merkte dies auch. Ich hielt mich etwas zurück und schon ging es. Klar wollten wir campen. Nach einigen Angeboten an Parzellen entschieden wir uns für eine im hinteren Abschnitt, um mehr Ruhe zu haben. Guter Plan, außer dass Pfingstsamstag war, schönes Wetter und die Griechen neben uns anscheinend zum ersten Mal ihre Zelte aufbauten. Nix mit Ruhe und ich machte mir Gedanken über die Griechen. Zu den großen Erfindungen der Griechen gehört zweifelsohne die Demokratie und die Diskussion, also Sachen, die mit Quatschen und nichts mit Handeln oder gar Arbeiten zu tun haben. Man stimmt also vorher ab, ob man sich über etwas streitet. Das merkte man hier sehr deutlich. Auch wurde eine ?ualpraktik nach ihnen benannt, davon haben wir hier aber nichts bemerkt - Glück gehabt. Aber auch wieder nichts mit Arbeiten, merkt Ihr's? Die Nacktheit im Allgemeinen wurde wohl auch bei den Griechen entdeckt und praktiziert, ist aber heute verpönt. Ist schon eigenartig, auf der einen Seite für drei alte Steine übereinander Eintritt kassieren, aber Nacktbaden oder oben ohne am Strand bestrafen. Ein komisches Volk. Im Reisefürer von Marco Polo steht, dass man die Griechen niemals in der Mittagspause mit Telefonaten stören sollte, nur ist hier erstens immer Mittagspause und zweitens kommt man gar nicht durch – es ist immer besetzt. Die quatschen pausenlos am Handy und das in einer Lautstärke als ob sie sich zum Anderen durchbrüllen müssten. Vielleicht ist das ja auch eine Art der Briefwahl bei der Abstimmung zum Streik oder so. Übrigens streiken nur die Griechen, die sonst arbeiten würden. Wahrscheinlich auch nur, um darauf aufmerksam zu machen, wie unentbehrlich sie sind. Die folgenden Tage verbrachen wir hier, morgendliche Radtouren nach Parga und dessen Umland gestalteten sich schwierig. Es ging erst extrem bergauf bis zur Straße, dann lang gezogen bergab nach Parga hinein, um dann wieder bergauf nach Agio zu führen. Fast die einzigen Radfahrer haben wir hier gesehen. Mountainbike- und Rennradfahrer mit Helm, also deutlich als Touristen zu erkennen. Der Grieche hätte niemals einen Helm auf. Die geltende Helmpflicht für Moped- und Motorradfahrer ist eher Hinweis als Vorschrift. Nur die Polizei hat einen auf und ganz wenige Einheimische, sind vielleicht deutsche Auswanderer. Wie es mit einer Art TÜV in Griechenland aussieht, weiß ich auch nicht, es gibt Autos mit Plaketten, ähnlich der des deutschen TÜV. Aber auch welche ohne alles, auch ohne erkennbares Nummernschild. Besitzstandswahrung könnte eine Erklärung sein. Wer ein altes Auto hat, darf es behalten, wer aber ein Neues hat, muss zum TÜV, oder so. Nirgends sonst auf der Welt sieht man wahrscheinlich so viele alte Pickup's. Von neuen Navaro's von Nissan bis zum alten Irgendwas von Datsun. Mit und ohne Lichter und Leuchten, aber alle mit Hupe. War Datsun nicht schon 1980 Pleite? Ende Teil 3 Parga ist ein echter Touristenort. Wer als englischer Tourist Griechenland in einer halben Stunde erleben will, ist hier zu finden. Man spricht fließend Englisch, Spanisch und Deutsch. Der Stadtstrand gleicht einer Fleischbeschau, von rotem frisch verbranntem Fleisch bis hin zum alten Leder ist alles vertreten. Hat aber auch was von Freibank. Man muss wohl mal da gewesen und gesehen worden sein. Barkassen fahren die lauffaulen Touris zu den umliegenden Buchten und Badestränden, einer davon ist der „unseres CP“, mit festgelegten Rückfahrzeiten. Ob es zwischenzeitlich regnet oder nicht ist egal. Die Souvenirshops führen alle das gleiche Zeugs, die Eisverkäufer haben die gleichen Sorten, nur die Supermärkte unterscheiden sich in Preis und Angebot und das erheblich. Große Supermärkte sucht man vergebens. Einzig in Igoumenitsa der LIDL an der alten Landstrasse Richting Ioannina wäre eine Alternative. Bei diesem gibt es im Umfeld aber auch noch einige anderer Marken, doch erst bis Igou zum Einkaufen ist zu weit. So brauchen wir unsere Vorräte auf. Vormittags Radfahren, Mittagessen und dann bis zum Abend an den Strand, Bräune haschen. Am Rand der großen Bucht machen wir es uns gemütlich und als das Pfingstwochenende vorüber ist, kehrt auch hier wieder Normalität ein. Kein Massentourismus mehr, nur ein paar Camper und einheimische Ruhesuchende. Wir planen, bis Donnerstag hier zu bleiben, in Igoumenitsa einzukaufen und dann am dortigen Drepano Beach die letzte Nacht frei zu stehen. Bei Parga gab es nicht mehr viel aufregendes, außer einem Belgier, der mit seinem Mover seinen Trailer gegen den Baum setzte und einer italienischen Großfamilie, die sich in der halb so großen Nachbarparzelle neben uns einnistete. Diskretion und Zurückhaltung sind scheinbar nicht die Stärke der Italiener, das wussten wir aber schon.
Drepano Beach(39,30,50,54N-20,12,54,37O) ist kein Geheimtipp mehr. Schön ist es dennoch und praktisch. Man steht direkt am Strand, einige so penetrant nahe, dass es schon peinlich ist. Aber es passt immer noch ein griechischer Badegast mit seinem Auto dazwischen. Grauwasser wird schon mal in die dahinterliegende Lagune entsorgt, aber nur um die ToiToi-Toiletten fürs Schwarzwasser freizuhalten. Abends ist Musik von einer der benachbarten Bars. Den am Ende der Straße gelegenen Sandplatz haben wir zwar gefunden, aber Sand und schwere Autos vertragen sich nur bedingt und eingraben wollte ich uns nicht. Wir haben uns also in ausreichendem Abstand zu benachbarten Wohnmobilen eingerichtet und die Nacht beinahe ruhig verbracht. Mit der Morgenfähre füllte sich der Strand mit allerlei Womos aller Nationen und wieder waren es Italiener, die erst lautstark den Platz neben uns wählen und ihn dann, wieder laut, mit zwei Wohnmobilen zur Wagenburg planierten. Anschließend aalten sie sich, in laute Diskussionen verstrickt, am Strand. Erwähnte ich schon, dass ich Italiener nicht besonders mag und dass sie komischerweise immer mein Vorurteil bestätigen. Der Italiener geht nicht auf die Straße – er betritt die Bühne. Das sagte man meinen Eltern bei einem Rom-Urlaub und Recht hatte man. Freitag Abend machten machten wir alles startklar, besuchten noch mal den Lidl und checkten am Schalter ein. Die Einfahrt in den Hafen war verbunden mit einer Kontrolle des Fahrzeugs, außen und innen und ob wir wirklich nur in Griechenland und nicht etwa in der Türkei oder so gewesen wären. „Och nee, vielleicht nächstes Mal.“ „Ok, you can drive.“ Alles klar, Terminal 12 hatte die Frau am Schalter gesagt, also hin. Dort war außer mir noch keiner und ich freute mich über einen Platz in der ersten Reihe, weil ich weiß, dass der Sonnenuntergang im Hafen von Igou sehr schön ist. Kaum hatte ich den Motor ausgemacht kam eine Uniformierte mit einem Geländewagen angebraust, ich dachte schon:'Ok, der Mopedfahrer und seine 12 Brüder haben es sich anders überlegt und Dich angezeigt', aber nein, ich dürfte hier erst stehen, wenn das Schiff käme. Ich sollte zum Terminal 6 fahren und mich dort hinstellen. Auf dem Weg dahin hielt mich der nächste Uniformierte an. „Where you want to go?“ - „Heeme“ wollte ich rufen, aber ich ahnte, dass der Herr weder sächsisch noch Spaß verstehen würde. Also „Ancona with Minoan lines“ zugerufen und er rief zurück:“You stand there“ und deutete auf eine Reihe von Lkws, Pkws und Wohnmobilen. Ich stellte mich also neben die Lkws, weil ich ja nicht in der Reihe der Womos von Terminal 6 eingeparkt werden wollte. Am Ende fahren die nach Timbuktu-Nord und ich komm nicht mehr aus der Schlange raus. Wir steigen aus, um noch mal zum Eis und Gyros Pita essen zu gehen, da schrillt schon wieder seine Trillerpfeife. „No – Mistake. You must stand so“ und fuchtelt mit seinen Händen herum. Der bewaffnete Schülerlotse meinte also, dass ich doch in die Meute nach Timbuktu sollte. Also gut, ich parke zum dritten Mal um. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier jeder mit Uniform etwas zu sagen hat und wenn nicht, dann tut er so. Je größer die Mütze desto mehr hat man zu sagen. Das zeigt sich auch, als endlich mit der üblichen Verspätung die Fähre eintrifft und alle im Massenstart zum Terminal 12 wechseln. An die alte Startprozedur von Le Mans erinnert, fahre ich meinem Vordermann nach und die Meute mischt sich durch. Die Einweiser des Fährpersonals machen deutlich, dass sie die eigentlichen Chefs sind und die in den hübschen weißen Uniformen eher so was wie Sasche Hehn vom Traumschiff sind – Statisten. Mit wilden Gesten und allerlei Geschrei werden die Fahrzeuge wie Vieh beim Almabtrieb auf die Fähre gescheucht, um sie dann dort in Tetris-Manier zu verkeilen. Wer hier nach Rückspiegeln fahren kann und eine Rückfahrkamera hat, hat gute Karten, denn nicht immer sind die Handzeichen mit dem verbleibendem Platz vereinbar. Auch meint hier jeder einweisen zu können und so schreien bis zu drei Mann mit Warnwesten um die Wette – die drei Tenöre von Minoan eben. Jetzt bloß nicht lachen, dann werden die wild. Wir haben unseren Standplatz erreicht, wie wir Strom gekriegt haben, habe ich oben schon geschrieben und wir suchen in den Labyrinthen der Gänge die Rezeption. Schließlich haben wir eine Kabine und brauchen den Schlüssel. Es muss eine griechische Fähre sein, so schlecht ausgeschildert wie sie ist. Irgendwann finden wir sie und beziehen wenig später unser 8m² Innenapartement. Wir beziehen die Betten mit unseren Bettlaken und schlummern bald unter Schunkeln und leisem Gedröhn ein. Das erste Ding-Dong erweckt uns gegen Neun, alles ist stockdunkel. Ach ja, kein Fenster drin. Morgentoilette und ab ans Deck zum Muschel aufbauen, essen und weiterschlafen. Seit einiger Zeit machen wir die Jagd auf freie Liegen nicht mehr mit und nehmen unsere Strandmuschel und die Luftmatratzen mit. Damit suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen an Deck. So um halb zwölf fordert uns eine deutschsprachige Durchsage auf, unsere Kabine zu räumen. Also haben wir alles abgebaut und sind hinunter zur Kabine, wo diese auch schon mit Nachdruck und heftigen an-die-Tür-klopfen zum Reinigen vorbereitet wurden. So sind wir mit allem Gepäck zum Selbstbedienungsrestaurant und haben uns dort unsere Menus abgeholt. Hühnchen mit Pommes und Salat hätten wir sonst zwar nirgends bestellt, hier war die Auswahl aber sehr begrenzt. Geschmeckt und satt gemacht hat es dann doch und wir verzogen uns, als wir fertig waren, in eine Lounge im Vorderteil des Schiffes, um dort auf die Ankunft zu warten. Die Szenen an Deck bei Einfahrt in den Hafen kennen wir schon: Jeder denkt, nur weil er ganz vorn steht, ist er auch als Erstes da. Alle wollen fotografieren und filmen. Wenn man dann nah genug am Pier ist, setzt sich die Karawane fluchtartig in Bewegung mit Richtung Autodeck. In den Treppenhäusern und auf den Fluren staut sich dann alles. Vom Trucker aus Timbuktu-Nord, der in der falschen Schlange stand, über die zwölfköpfige schweizer Familie, die schnell noch an Board die Erziehung nachholen will; das klingt dann so wie Kurt Felix auf Extacy; bis zum sonst eigentlich ganz lieben Golden Retriever, der aber auch langsam Panik kriegt und die Zähne fletscht. Es ist warm, die Luft stickig und die Stimmung eine Mischung aus Sommerschlussverkauf und nur eine Kasse auf und Musikantenstadl im TV, man hat zwei gebrochene Beine und die Fernbedienung ist kaputt. Jeder gibt sich Mühe, so ruhig wie möglich zu sein, bis auf Kurt Felix, von dessen Kindern nun das ganze Schiff die Vornamen kennt. Man atmet nur so viel wie nötig und versucht, niemanden direkt anzuschauen. Das alles wollten wir vermeiden und gingen deshalb erst viel später runter, was aber nichts genutzt hat, wir standen eben nur weiter hinten im Stau. Irgendwann schloss man dann doch gnädigerweise auf und die Massen suchten ihre Autos. Einige hatten sich die Decknummer gemerkt und rannten dann unten planlos herum, weil sie nicht wussten, wo vorn und hinten ist. Andere hatten schon beim richtigen Deck zu suchen. Wenn dann jeder sein Fahrzeug gefunden hat, alles Gepäck verstaut hat und drin sitzt, merkt man, dass es immer noch nicht losgeht, lässt aber schon mal seinen Motor an, damit die Klimaanlage geht und man nachher schneller fortkommt. Das der Hintermann keine Luft mehr bekommt ist egal. Neu für uns war diesmal, dass wir rückwärts raus mussten. Für mich eher kein Problem, aber mein Hintermann mit seinem Alkoven hatte da schon mehr zu tun, zumal die Ein- oder in diesem Fall besser Ausweiser seine Rückspiegel einklappten und er ihnen somit hilflos ausgeliefert war. Mit einer Art Zumba-Fitness-Tanz, Trillerpfeifenrhythmus und lauten Rufen schrien sie ihn förmlich vom Schiff. Irgendwann waren wir dann auch runter und stellten uns in Ancona mit in die beiden Stau's. Der erste beim Verlassen des Hafens, weil hier wieder wichtige Leute mit großen Mützen stehen und der andere auf der Hauptstraße am Abzweig zur Autobahn. Hier hat man kurz nach dem Abzweig eine Ampel hingebaut. An der Kreuzung befindet sich aber auch eine Tankstelle, die den bis Österreich billigsten Sprit hatte. Wenn man sich also beim nächsten Mal nicht im zweiten Stau anstellt, sondern auf der rechten Spur daran vorbeifährt, kann man die Tankstelle von unten erreichen. An der oberen Einfahrt sind eh' nur Automaten, also solche Dinger, wo man vorher wissen muss, für wie viel man tanken will. Ziemlich unpraktisch beim Motorrad, weil nur ein Zehner reinging, mein Tank war ja so klein, und ziemlich blöd, wenn man seinen Verbrauch ausrechnen will. Wir sind rückwärts mit Warnblinke bis zur richtigen Säule und haben vollgetankt, was uns bis Innsbruck hätte bringen sollen. Allerdings hatten wir ziemlich viel Wind und bergauf geht’s auch noch und das Heimweh drückt auf den Gasfuß, so dass wir bei Bozen noch mal 20€ reingehauen haben, um bis Österreich zu kommen. Geschlafen haben wir wieder in unserer Kurve und sind auf dem gleichen Weg zurück gefahren wie wir auch gekommen sind. Mittags waren wir bei den Schwiegereltern zum Essen und gegen Eins dann wieder zu Hause, Heeme, wie der Sachse sagt. Irgendwas mit 4500 Kilometern, einem Durchschnittsverbrauch von knapp 9 Litern mit Minimum 7,8 und Maximum 10,8. Zusammenfassend ein sehr schöner Urlaub, viel gesehen, gut erholt und vielleicht gerade rechtzeitig zurückgekommen. Einen Tag nach unserer Rückkehr versagt die EU Griechenland ein dringend benötigtes Hilfspaket von 12 Milliarden Euro und fordert erst die Umsetzung der Auflagen. Das könnte die Stimmung kippen lassen, aber lange nicht gesagt, dass man das an den Touris auslässt. Dieser Reisebericht spiegelt meinen Eindruck wieder, nicht man meine bessere Hälfte ist gleicher Meinung, so kann es auch nicht die allumfassende Realität darstellen. Andere Leute machen andere Erfahrungen, sehen Sachen anders und sind anderer Meinung. Ich würde jedenfalls wieder nach GR fahren, wenn auch nicht gleich nächstes Jahr wieder. Die Müllproblematik hat sich gebessert und wenn man sich mal in der Nähe unserer Fast Food Tempel oder Autobahnrastplätzen umschaut siehts auch nicht besser aus. Der alte Grieche ist wie er ist und das ist auch gut so. Nur es entsteht ein Problem, wenn die Mentalität an gehobene Ansprüche gerät. Wenn die alten Griechen nur so viel gearbeitet haben, dass es zum Leben reichte, wars ja gut. Nur will die junge Generation am Fortschritt teilhaben. Sie wollen Autos fahren, telefonieren und im Internet surfen, sie wollen sich modisch kleiden und brauchen dafür Geld. Auch wir mussten lernen, dass man dafür arbeiten und jeder Kredit zurückgezahlt werden muss. Um die Mentalität werden sie doch eigentlich auch von uns beneidet und auch deshalb fährt man in das Land, um an der Ruhe und Gelassenheit teil zu haben. Die angegebenen Koordinaten sind von GoogleEarth und haben deren Format. Frank Danke schön fürs Mitnehmen, war toll und Kurzweilig zu lesen. :razz: . TzTzT wie kannst du nur um die zeit, als ich eigentlich am Herd stehen müsste deinen Bericht einstellen :D
Klasse das! Wünsche dir das du bald wieder in den Urlaub kannst und wir wieder in diesen Genuss kommen :) Das war ja eine erlebnisreiche Tour. Danke. Informativ und Unterhaltsam, klasse Reisebericht
Tom Super Reisebericht:
alte Erinnerungen tauchen auf, und Beruhigung im Hinblick auf den nächsten Herbst ... Roland Danke für die schöne "Frühstückspause" :)
In Kosmas war seinerzeit Markt...keiner verstand Deutsch geschweige Englisch... Ein nettes weibliches Lächeln, und ein Herr ging mit mir den Weg um die Kirche herum ab wo wir lang sollten.... Es war Milimeterarbeit!!!! hallo
wir haben deinen bericht sogar zwei mal gelesen so weit auseinander waren wir garnicht das hast du super geschrieben,aber ich vermute mal du hast es abends in den lappi gemeißelt ? denn ich führe noch unser altes DinA5 diarium und muß jetzt alles in unser lappi meißeln danke für so ein bericht teilweise aus unserer seele gesprochen gruß ute und kuno Danke Euch allen für die Lorbeeren,
ja, einiges hatte ich manchen Abend und auf der Fähre schon geschrieben, bin aber hier noch mal alles durchgegangen. Bei einigen Themen waren die Emotionen vor Ort nicht passend, wie Ihr Euch denken könnt. Nun heißt es für mich, Tüv machen, also vorher die Schweller schweißen und so, Kinder- und Schlafzimmer fertig bauen und im Oktober mithecheln. Den nächsten Urlaub zu zweit gibt's dann in 19 Jahren. In den Duc kommt noch ein Kinderbett über die Vordersitze und noch ein Schrank fürs Kindeerzeug. Dann machen wir die nächsten Jahre erst mal ruhigere Touren, aber auch wieder mit Kasten. Frank Vielen Dank für diesen schönen bebilderten Bericht :daumen2: Danke für deinen schönen Bericht. Da freue ich mich jetzt noch ein bisschen mehr auf unseren GR-Urlaub im August. Wie ich deinem Bericht entnehmen kann hat sich in den letzten drei Jahren rein gar nichts geändert - zum Glück! wir wünschen euch beiden alles gute mit dem kind geht es auch ist ja nur 1
wir hatten ca 15 Jahre pause bei 3 kindern nun macht es spaß glaubt uns auch mit 50 ist das campen noch schön und wird immer besser,ok auch etwas spießiger gruß ute und kuno alles gute! Danke für den super Reisebericht! Da freuen wir uns auch auf die 3 Wochen ab Ende August mit einer ähnlichen Route. 8) Hi
Danke für diesen wirklich tollen Reisebericht . Wenn ich ansonsten oft lese, da waren wir da, Foto, dann waren wird da. Foto, dann waren wir dada, Foto und so geht das ewig weiter in kaum auszuhaltender Ödnis. Dein Bericht aber lebt, Du hast sogar eine eigene Meinung über die Dinge, auch eine recht treffende über die Woniszene ! Du siehst was, hörst was, fühlst was und und ....und hast sogar all den Mut, das auch zu äußern. Und alles gekonnt. Hut ab. Großartig. Aber jetzt muss ich noch was anderes schreiben bei der Gelegenheit und das geht direkt ins Herz, weil es geht um Griechenland - das ich seit 1980 2 mal je Jahr über Autoput mit Womo besucht habe und ab 1991 dito, nun aber mit Minoan und Co. Aber seit 1998 nicht mehr. Schluss. Ende. Irgendwann hat es klick gemacht mit meinem Griechenlandwahn und ich fahr da nicht mehr hin: Es geht um den Komfort beim naturnahen reisen und Camping. Und dieses GR, die Hitze, die ganze unorganisierte Kotze, der Kampf um das CoB, die frühbucherei, die termingezwungeheit auf den Fähren, in den Häfen davor beim rauf und runter, dieses Ancona, Brindisi, Bari, Igu oder Patras - nun auch noch mit gewaltbereiten Flüchtlingen, der Müll und Dreck, die Mücken, die Polizei, die Hunde, die Preise, der Nepp, ....kurz: Es gibt tatsächlich noch andere, schöne, vor allem aber erholsamere Länder. Das Griechendland und seine Womoszene tu ich mir nicht mehr an.
Komm mal nach Südamerika - Du wirst Dich wundern :D PS: nettes (letztes) Foto! :) καλησπέρα fantom,
deine schönen Bilder habe ich genossen und ich finde es toll, wenn wer so viel beschreibt, aber dein Bericht :) sieht bei mir so aus, ein kleiner Ausschnitt aus deinem Bericht: "..............an einer oder zweien vorbeigefahren, aber da hatten wir doch einen Supermarkt gesucht und keine Tanke. Hätten wir mal. In Italien haben wir Autobahntankstellen mit Dieselpreisen von 1,39€ gesehen, hier gehts bei 1,40€ erst mal los. Den günstigsten Diesel sahen wir für 1,389€, muss ich erwähnen, dass wir kurz vorher für etwas mehr vollgetankt hatten? Wir sind also in Griechenland. Alle reden von Tumulten und antieuropäischer Stimmung, aber hier ist es wie immer. Die Kaffeehäuser sind voller Männer, die Frauen müssen arbeiten, egal um welche Uhrzeit man vorbeikommt, immer das gleiche Bild. Doch wir sind auch nicht im Lande der Dichter und Denker, sondern da, wo ohne einen Kaffee und einen Ouzo gar nichts geht. Alles braucht Zeit und Muse. Hier kann der teutonisch durchorganisierte Gartenzwergzüchter nicht punkten; er kann es nicht verstehen. À pro pos verstehen. Die Ausschilderung ist auf Griechisch, ist ja klar. Gelb auf Blau. Wenn was Weiß auf Blau steht, ist es die Übersetzung oder Werbung. Im Landesinneren haben wir bemerkt, dass man sich die Übersetzung gespart hat. Das macht zwar die Navigation deutlich schwieriger, zeigt aber deutlich, dass die Griechen doch Sparen können oder zumindest den Willen dazu zeigen. Einige Male haben wir Schilder gesehen, auf denen stand, was die EU hier wieder hinbaut oder dort unterstützt. So gibt es ein Autobahnnetz, mautpflichtig, nach neustem Stand der Technik, aber die Landstraßen verfallen immer mehr. Vielmals sahen wir Straßenabbrüche von bis zu 50 cm nach unten. Mit viel Glück stand ein Warnschild davor. Die üblichen Müllhalden an den schönsten Stellen der Natur gabs natürlich auch noch, aber sie brannten nicht. Oft war die Feuerwehr bei Wacheinsätzen zu sehen, die an geeigneten Punkten mit guter Fernsicht Dienst verrichteten. Zwei Sachen wollte ich dieses Mal in Griechenland sehen: die Vikos-Schlucht und die Halbinsel Pilion. Nun ist es von Igoumenitsa nach Vikos nicht weit, mittags waren wir schon dort mit allen Verfahrmanövern in Ioannina. Mit kurzen Worten beschrieben: Wahnsinn! Wir sind erst nach Vikos selber, von wo man einen sehr schönen Aussichtspunkt entlang eines kleinen Rundweges gegenüber der Kirche hat. Schon die Fahrt dort hinauf ist klasse. Den ersten Kontakt mit einer Schildkröte auf der Straße gabs auch. Weiter sind wir dann nach Monodendri, laut Führer den Eingang zur Vikos-Schlucht, gefahren. Der Ort ist schon eher touristisch geprägt, mit kleinen Cafe's und Platz für zwei Reisebusse. Nach der Ausschilderung ging es zur Schlucht und zum Stonewood. Alles klar, nehmen wir beides, ist eh' der gleiche Weg. Man kommt zwar nicht zur Schlucht, weil die Straße abrupt endet, wohl dem, der hier nicht zu schnell ist, aber die Fahrt durch den Steinwald ist es alleine wert. Weiße Felsen, grüne Bäume und Wiesen und bunte Gebirgsblumen ohne Ende. Dazwischen eine Herde Ziegen, gut bewacht von vielen Hunden, die man schon auf der Straße vermuten konnte. Hier mal ein kurzer Abschweif zum Straßenlesen: Von meiner Motorradzeit her bin ich es gewöhnt, etwas genauer auf die Straße und deren Zustand oder Belag zu sehen. Wenn ein Stein oder ein Sandhaufen dem Autofahrer kalt lassen, treibts dem Biker mitunter den Angstschweiß auf die Stirn oder den Darminhalt in die Buchse. In Verbindung mit Urlauben in südlichen Gebieten, in denen es normal ist, einer Ziegen-, Schaf- oder Kuhherde auf der Straße zu begegnen kann man mittlerweile am Zustand der Hinterlassenschaft auf der Straße einschätzen, wie groß der Verursacher und wie frisch, das hießt wie nah.........." Die fehlenden Absätze machen mir das Lesen schwer, es wird anstrengend, bzw. ich les es nicht :? oder sieht es nur bei mir so aus? Vielleicht hat das ja auch einen Grund, der sich mir noch nicht erschliest. Danke fürs mitnehmen auf eurer Reise, Toller Bericht. Wir waren erst im Mai / Juni diesen Jahres da, aber irgendwie wird mir nicht erlaubt, auf unsere HP hinzu weisen, wo wir alles beschrieben haben, seltsam...
Jion Danke Danke Euch allen(verbeug)
@Svenhedin: Auch mich hat einiges gestört, einiges davon habt ich ja geschrieben. Aber ich denke, woanders wird auch nur mit Wasser gekocht. MIR PERSÖNLICH ist Italien unsympatisch, Korsika liebe ich, Spanien eher nicht, Portugal dagegen geht wieder und Griechenland betrachte ich als neutral. Aber so hat jeder seine Vorzüge und Abneigungen und das ist auch gut so. @ Dirk: Südamerika ist mir für drei Wochen mit Kasten zu weit, ist aber schön zu hören, dass dort die alten Kisten restverwertet werden. @ artischocce: Ja mit den Absätzen wurde auch schon in einem anderen Forum angemahnt. Hier hab ich den Reisebericht als erstes reingesetzt und kannihn wohl auch nicht mehr ändern. Ich werde mich bei den Nächsten bessern, versprochen. Frank ein großes danke schön für diesen anschaulichen und mit flottem vokabular getippten reisebericht. spannend bis zur letzten zeile und perfekt zum miterleben.
vg gerald Tja, was soll man sagen:
1. flott geschrieben 2. tolle Kommentare 3. Mann hat eine Meinung, die er auch kundtut. Das ist alles in allem erfrischend und TOLL Aus unserer Erfahrung finden Kinder campen toll, nicht nur auf dem CP. Hallo fantom,
deine schnodderige Art in dem Bericht ist authentisch, das kann man raushören. Trotz der Kritik merkt man, dass dir etwas an Griechenland liegt. Ich finde es gut, so damit umzugehen. Wir haben auch nach unserer Reise im vergangenen Herbst gesagt, jetzt ist mit Griechenland erstmal Pause. Es wurde ja schon angesprochen, dass dein Bericht mit mehr Absätzen viel leichter zu lesen gewesen wäre. Es ist schade um jeden, der kapituliert hat. Denn deine Art zu schreiben, regt eine stille Diskussion an (Griechen-Syndrom :D ). Man muss ja nicht immer gleicher Meinung sein! Ich hab nur nicht verstanden, dass du auf die Pilion-Halbinsel wolltest, und in Kalo Nero wieder gedreht hast? Lag es an dem Urlaubsmonat? In diesem Sinne vielen Dank für deinen Bericht. @svenhedin 1: Wenn es dir im Sommer zu heiß ist, hast du es schon mal im Frühjahr oder Herbst mit Griechenland probiert? Uns hat es gerade in diesen Zeiten sehr gut gefallen. Die Mentalität und das ganze Drumherum der Griechen war uns bekannt und deshalb sind wir auch immer wieder hingefahren. Aber auch Pausen können ganz gut tun. Irgendwann erwächst dann auch wieder der Wunsch, Dinge zu wiederholen! Hallo,
nein, umgedreht haben wir ca. 30 Km hinter Milina, weil ich die Hoffnung auf ein stilles Plätzchen aufgegeben hatte. Gestanden haben wir dann kurz hinter Milina auf der alten Küstenstraße. Die Jahreszeit war gut und auf dem Festland war es auch noch nicht so überlaufen. Ja, ich weiß, die Absätze... :( Sorry, Frank @Säcker: na ja, wenn du im Sommer aus der Schattenseite um das Womo herum auf die sonnenbeschienene Seite gehst, trifft dich die Hitze ja wie ein Schlag und du stirbst sofort. Deshalb:selbstverständlich haben wir es wegen der Hitze seit 1980 ! nur im Frühling und Herbst praktiziert. Unser geliebtes GR. Aber im Frühling/04 ist GR "auch" noch zusätzlich kalt und auch regnerisch, zumal die ganze Gegend um den Olymp rum, sprich man "muss" 500 km runter zum Pelops und im Herbst kommen zu der dennoch existenten Hitze extreme Gewitterneigung allerschwerster Gewitter- sprich GR ist aufgrund des Ausläufers des asiatischen Festlandklimas grundsätzlich in jeder Jahreszeit wettermäßig problematisch und nicht so sicher wie andere Südländer mit überwiegend Meeresklimaeinfluss (und aus diesem Grund auch schon gar nicht ein Überwintererland etwa für Rentner weil viel zu kalt). Wobei ich allerdings eins teile: die Ablehung des Themenstarters für I ! - aus vielerlei Gründen ist dieses Land gewiss "gar keine" Alternative für GR- andere serh wohl -und die habe auch nicht alle 'Strände voll mit Teerklumpen, die man von Badeschuhen, Bikinis und nix merh abkriegt. Die Schweine, die Tankerklapitänr lassen halt vor der Suezkanaleinfahrt die Balastwassertanks ins Meer ab und da kann zwar GR nix für, aber was nutzt das uns, wenn wir voller Teer sind und auch das ist in anderen Ländern nicht und noch viel merh.
Und wenn ich seine ganze Schilderung Abfahrt Igu Gate 6, dann Abfahrt Gate 12 usw lese. Die ganze Schilderung, dass ganze chaos, das ist wie bei uns in 1991 und all die Jahre danch in I wie GR. D. h. sie haben in 20 Jahren aus der massenweisen Woniverschiffung Null gelernt, was den Service für Ihre Kundschaft angeht oder sind nicht bereit, einen solchen zu leisten. Ich könngte alleine darüber ein Buch schreiben, was wir da schon alles zu erlebt haben, Minoan und Co, uns, ihre Kundschaft, kümmert die einen Dreck. Sie schreien uns grundsätzlich auf des Schiff und in die Reihe right right right left left left und wieder runter vom Schiff wie Vieh. Wers mal anders erlben will, kann mal mit Fähren nach GB oder die scandinavischen Länder fahren, was Organisation betifft. Und die können die GR auch - aber wir sind es ihnen "nicht wert"! Deshalb - GR: never. @svenhedin,
wir fahren zwar auch nicht mehr nach GR sondern mittlerweile in die TR, deine neg. fährerfahrung kann ich aber nicht bestätigen. wir hatten mit superfast (4-mal) nie probleme, der service war auch OK ebenso das freundliche personal. LG olly Es ist zwar nicht das "Thema", entwickelte sich aber aus dem Reisebericht.
@svenhedin1 Deine Schilderung der Ver- und Entladung der Fähre ist richtig. Bedenke aber auch bitte Mentalität, Bildung und Druck der Arbeiter. Spricht man nicht von den heißblütigen Südländern (ich zähle die Griechen aufgrund der vergleichbaren Mentalität dazu) und von den kühlen Nordlichtern? Außerdem geht den Südländern (bitte nicht als Verallgemeinerung auffassen) unsere Form der Organisation ab. Wir planen und organisieren alles frühzeitig, genau und in aller Ruhe. Bei der südländischen Mentalität funktioniert auch alles. Man beginnt nur später und schafft mit viel Trara alles in letzter Minute. Und wenn du siehst, wie viele Autos bei der Fähre ausgespuckt und wieder verladen werden, und das dann alles noch in einer kurzen Zeit. Sind diese Arbeiter doch die Dummen und bekommen aufgrund der Verspätung den ganzen Druck von oben ab. Ich sehe das immer gelassen und lasse mich nicht von der Hektik anstecken. Ich habe Urlaub! Wir fahren sicher wieder nach GR, aber nicht gleich. Wir habens gern warm bis heiß, meiden aber die Hauptsaison, was die ganze Sache kompliziert macht. 04 hatten wir in GR auch bloß 20 Grad am Strand, aber nach 5 Tagen warens derer 32. Aber wir hatten 10 auch 13grad mit Dauernieselregen in Spanien. Wetter halt.
Teer oder Öl am Strand hatten wir nur ein einziges Mal, 03 À Coruna/Spanien. Hier war wohl mal ein Tanker havariert. Sonst nie. Etwas Fährerfahrung haben wir auch. Mit jeder von den drei großen Linien nach GR und zweimal innergriechisch. Korsika und Sardinien mit beiden Gesellschaften und einmal Fehmarn-Dänemark. Der "Service" an Board nimmt sich nicht viel. Das "Auf die Fähre scheuchen" auch nicht. Das Beste Einweisen hatten wir bei der innergriechischen, war aber auch nichts los. Hilfe beim Verzurren unserer Motorräder gabs nirgends, paarmal lag ein stück Strick rum. Aber wenn mans weiß, nimmt man zwei Spanngurte mehr mit und machts selber. Dieses Mal war die Rückfahrkamera richtig gut, ich sah, was der Einweiser nicht konnte, weil er falsch stand. Wenn man aber auch sieht, was die Urlauber für einen Zirkus veranstalten, nur um die Ersten an Deck zu sein, oder die Sitze zu belegen, habe ich vollstes Verständnis. Einige sind mit ihrem Fahrzeug maßlos überfordert, andere wollen neben ihren Bekannten stehen, aber ALLE wollen die Ersten sein, wenns wieder runter geht, nur, um als Erstes im Stau zu stehen. Hier haben wir auch schon gesehen, wie ein Urlauber einen Einweiser umfuhr, weil der so was wie Reißverschluss praktizierte, der Löhracher aber gleich hinter seinem Kumpel mit gleichem Kennzeichen fahren wollte. Wenn ich also mit der Fähre übersetze, freu ich mich schon auf das Spektakel und geniesse es in vollen Zügen. Mit den Uniformierten ist es wie überall, denke ich. Wer sonst nicht zu sagen hat.... Ich kann aber auch nachvollziehen, dass man sich das in seinem Urlaub nicht mehr antun will. Jeder reagiert auf seine Erfahrung. Frank Herrlich Dein Bericht! Wann kommt der nächste?!
Mit Kinde geht das nicht??? Wir sind früher mit VW-Bully und Kind nach GR. Kind wurde auf 3 Lagen Bierdosen zwischen den Sitzen gelagert. Oh Mann, mir stehen heute noch die Haare zu Berge, wenn ich daran denke wie leichtsinnig das war. Kind hat es gut überstanden und fährt heute mit seinem Kind gut gesichert und komfortabel nach GR. Wir wünschen euch weiterhin so schöne Reisen und uns hier Deine witzigen Reiseberichte. :-) |
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