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Gaswarner SOPO Alarm Plus


knutschkugel am 15 Jul 2011 09:34:21

Hallo zusammen,

habe mir das Gaswarngerät SOPO Alarm Plus gekauft, mit einem Gassensor für Propan (der besseren Hälfte zur liebe).

Wollte mal Fragen ob noch einer dieses Gerät hat und wie er es eingebaut hat. Macht es Sinn noch weiteres Zubehör für dieses Gerät zu montieren z.B. Alarmanlage usw..

Ich wollte das Gerät über der Tür einbauen, da man es ja mit dem Schlüssel ein- oder ausschalten kann und eben den Sensor mit einem Kabel, in einer Ecke am Boden verlegen.

Oder hat einer eine andere bessere Idee?

aus dem kalten Norden

Kai

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

haballes am 15 Jul 2011 09:42:32

Alle zwei Jahre zur Gasprüfung, beim Abschalten von Herd, Kühlschrank oder Combi auf das "Klack" hören und gut ist. Das Märchen Narkosegas lassen wir besser direkt außen vor.

Wenn du dir eine Alarmanlage einbaust, achte bitte drauf, das sie nicht auslöst. Es ist ein Graus, wenn auf italienischen Campingplätzen die Familien grappageschwängert jeden Abend immer wieder in ihre eigene Falle treten.
Wer da rein will, geht da rein.

Einen Rauchmelder halte ich dagegen für nicht unsinnig.

guzzidriver am 15 Jul 2011 10:30:01

Naja und mit dem Narkosegaswarner ist auch so eine Sache,

der schlägt auch schon mal nachts an wenn man viel Zwiebel zu Abend gegessen hat. :D

...und es war natürlich wie immer der Partner :lol: :oops:

Anzeige vom Forum


pipo am 15 Jul 2011 10:35:02

Ich emppehle die Suchefunktion nach dem Stickwort Gaswarner und Du
wirst schnell bemerken, dass es kaum jemanden im Forum gibt, der so ein
Teil einsetzt :wink:

achwas am 15 Jul 2011 10:47:11

dass es kaum jemanden im Forum gibt


Ich hab so ein Teil montiert, mit Funkmeldern.

der so ein Teil einsetzt


Im Einsatz ist es höchstens einmal im Jahr und dann auch nur, um zu testen ob es noch funktioniert.

Einen (Heiz-)Gaswarner (12 Volt/220 Volt) hatte ich auch mal in einem Fahrzeug, aber der arbeitet nun still im Keller beim Zähler vor sich hin (hoffentlich).

Gast am 15 Jul 2011 11:37:14

Hallo,
für Butan und Propan ist so etwas gut, könnt ja mal was undicht werden, nur darf der Warner/Fühler nicht über der Tür sitzen, der Warner oder Fühler muß an tiefer Stelle angebracht werden, weil Propan oder Butan schwerer als Luft sind, bei Erdgas oder Methan (genau wie Darmwinde) sieht die Sache anders aus, die sind leichter als Luft. Also ist das Gerät/Fühler richtig angebracht, kannst Du furzen so viel Du willst, da sollte dann kein Alarm kommen. :wink:
, Frank

wolfherm am 15 Jul 2011 12:40:57

Hallo,

und wenn du einen Hund hast, achte darauf, dass das Gerät nicht direkt an seinem Schlafplatz monttiert wird. Dann hörst du öfter einen Alarm, als dir lieb ist. :D

LG Wolfgang

Sahli am 15 Jul 2011 15:11:18

achwas hat geschrieben:
dass es kaum jemanden im Forum gibt


Ich hab so ein Teil montiert, mit Funkmeldern.

der so ein Teil einsetzt


Im Einsatz ist es höchstens einmal im Jahr und dann auch nur, um zu testen ob es noch funktioniert.

Einen (Heiz-)Gaswarner (12 Volt/220 Volt) hatte ich auch mal in einem Fahrzeug, aber der arbeitet nun still im Keller beim Zähler vor sich hin (hoffentlich).

genau wie ich.

knutschkugel am 15 Jul 2011 15:47:23

Ja, ich weiß das die meisten es nicht haben.
Aber es gibt auch genug die sowas eingabut haben und froh sind das sie es nicht brauchen 8)
Was macht man nicht alles für die bessere Hälfte!
Ich würde mir das auch nicht einbauen.

So ich hab es jetzt gekauft und baue es jetzt auch ein :!:

Es ging mir jetzt nur um ein paar hilfreiche Tipps.



Kai

Sahli am 15 Jul 2011 18:14:38

ich hab meinen neben dem normalen kontroll panel. den propansensor weit unten, den andern gassensor in schlafhöhe neben dem alkoven.

knutschkugel am 15 Jul 2011 21:40:28

Hallo Sahli,

ja so hab ich mir das auch gedacht.

Ich habe hinten auch noch ein Bett, muß ich da auch noch einen Gassensor
anbringen. Oder wurde einer vorne im Alkoven reichen?


Kai

Dethleffs 6731 am 15 Jul 2011 22:04:45

Hallo Kai,

über Sinn, oder Unsinn -Gaswarner- will ich mich hier nicht auslassen.
Wenn "Gaswarner" (Flüssiggas) sollte dieser auf jeden Fall im Bereich Fussboden angebracht werden!! Ein Montage oberhalb Sitzhöhe ist unnütz, da LPG (Campinggas) schwerer ist wie Luft und nach unten sinkt. Die Wirksamkeit bei "Narkosegas" (gibt´s sowas überhaupt wirklich??) ist ohnehin mehr wie umstritten.

Bernd

Sahli am 16 Jul 2011 08:30:25

knutschkugel hat geschrieben:Hallo Sahli,

ja so hab ich mir das auch gedacht.

Ich habe hinten auch noch ein Bett, muß ich da auch noch einen Gassensor
anbringen. Oder wurde einer vorne im Alkoven reichen?


Kai

für mich würde einer reichen. und zwar am bevorzugten schlafplatz bzw. dort wo der mit dem leichtesten schlaf liegt, oder auch der mutigste. idealerweise alles in einer person. :D

kintzi am 16 Jul 2011 09:53:34

Hallo Dethleffs.., natürlich gibt es Narkosegase. Das erste war Fluothan
(Halothan), Standard in den 50-70er Jahren. Wurde zwischen 0,5 u. 3%
dem Lachgas (bei 21% Sauerstoff) exakt über geeichte Verdampfer dem Atemgas beigemischt. Siedepkt. bei 50°C, also bei Raumtemp. flüssig.
Beim Einfüllen sind schon einige Schlafen gegangen, man riecht den Dampf in etwa so , wie ein neues Tischwachstuch stinkt. Beim Druckablassen im System entweicht das Zeug in den Raum, da sind schon bei schlechter Raumlüftung einige Op.-Mannschaften müde geworden. Schwangere dürfen damit nicht arbeiten. Die heute in der Anästhesie angewandten Halogen-Kohlenwasserstoffe sind ähnlich, wenn auch gewisse unerwünschte Eigenschaften weggezüchtet wurden u. riechen weniger unangenehm.
Für den Rauminhalt eines Womos reichen ca. 5-10 ml, um auch bei 20°C genügende Konzentration zu machen. Richi

Acki am 16 Jul 2011 12:02:28

kintzi hat geschrieben:Hallo Dethleffs.., natürlich gibt es Narkosegase. Das erste war Fluothan
(Halothan), Standard in den 50-70er Jahren. Wurde zwischen 0,5 u. 3%
dem Lachgas (bei 21% Sauerstoff) exakt über geeichte Verdampfer dem Atemgas beigemischt. Siedepkt. bei 50°C, also bei Raumtemp. flüssig.
Beim Einfüllen sind schon einige Schlafen gegangen, man riecht den Dampf in etwa so , wie ein neues Tischwachstuch stinkt. Beim Druckablassen im System entweicht das Zeug in den Raum, da sind schon bei schlechter Raumlüftung einige Op.-Mannschaften müde geworden. Schwangere dürfen damit nicht arbeiten. Die heute in der Anästhesie angewandten Halogen-Kohlenwasserstoffe sind ähnlich, wenn auch gewisse unerwünschte Eigenschaften weggezüchtet wurden u. riechen weniger unangenehm.
Für den Rauminhalt eines Womos reichen ca. 5-10 ml, um auch bei 20°C genügende Konzentration zu machen. Richi

Ist das wissenschaftlich?
Endlich das schon lange in diesem Forum gesuchte Statement eines Anästhesisten, welches widerlegt, dass die Betäuber riesige Druckflaschen herumschleppen müssen, um die Besatzung eines Wohnmobils tiefer schlafen zu lassen?
So wird es ja immer von den "Narkosegas-Verneinern" ins Feld geführt!

sigi-Wolfgang am 16 Jul 2011 21:15:37

knutschkugel hat geschrieben:Ja, ich weiß das die meisten es nicht haben.
Aber es gibt auch genug die sowas eingabut haben und froh sind das sie es nicht brauchen 8)
Was macht man nicht alles für die bessere Hälfte!
Ich würde mir das auch nicht einbauen.

So ich hab es jetzt gekauft und baue es jetzt auch ein :!:

Es ging mir jetzt nur um ein paar hilfreiche Tipps.



Kai


jaaa, dann auf die bessere häfte schieben. es ist richtig von dir es eingebaut zu haben. so etwas gibt es und ist nicht auszuschließen auch wenn sich alle so dagegen wehren, bis sie selber davon betroffen werden, was wir nie hoffen und niemanden wünschen

batchman99 am 16 Jul 2011 23:19:37

Bei mir war der beim Gebraucht-Mobil bereits eingebaut, mit dem Gas-Sensor am Boden.
Allerdings geht der nach dem Einschalten grundsätzlich nach ca. 1min los.
Keine Ahnung, obs am Alarmgeber oder am Sensor liegt und/oder ob man da was kalibrieren kann oder sowas.

Gast am 16 Jul 2011 23:28:02

Nabend,
ich habe auch den Sopo eingebaut. Dazu habe ich es noch über ein 12V Relais (Öffner) an der Innebeleuchtung an meinem Transit angeschlossen (wenn einer die Türen vorne öffnet geht der Alarm an) und noch einen Magnetkontakt an der Aufbautür. Wenns denn tatsächlich kein Gas gibt, dann höre ich es auf jeden Fall wenn einer reinkommt und ich nur "sehr tief" schlafe.
Und seit ich das drin habe schlafe ich besser...also hat es sich auf jeden Fall schon gelohnt.


Eric

allerleirauh am 17 Jul 2011 01:18:52

batchman99 hat geschrieben:Bei mir war der beim Gebraucht-Mobil bereits eingebaut, mit dem Gas-Sensor am Boden.
Allerdings geht der nach dem Einschalten grundsätzlich nach ca. 1min los.
Keine Ahnung, obs am Alarmgeber oder am Sensor liegt und/oder ob man da was kalibrieren kann oder sowas.


moin.

bei mir ist das dito..
vom vorbesitzer eingebaut..

geht manchmal an beim kochen, obwohl die dunstabzugshaube läuft..
..wenn mehrere raucher zu besuch waren..
(jetzt lass ich keine mehr rein, smile)

geht auch ohne alles mal ans piepsen..
lässt sich dann aber am rädchen zurück- kalibrieren = ausstellen auf "2"

ich lass das teil drin, denn schaden kanns ja nix.

:? magda

kintzi am 17 Jul 2011 11:54:21

Hallo, Iso...an, 250ml = €192,33. Richi

Dethleffs 6731 am 17 Jul 2011 13:08:35

Hallo Kintzi,

...ist mir schon klar das es "Narkosegase" (im medizinischen Bereich) gibt.
In sehr seltenen Einzelfällen wurde sowas (vielleicht??) auch schonmal bei einem Überfall verwendet.
Bei mir wurde über ein teilw. geöffnetes Küchenfenster eingestiegen (Nachts, während wir schliefen). Hier war jedoch kein Narkosegas im Spiel! Es muss doch nur die "Tiefschlafphase" abgewartet werden. Der Einbrecher bei uns war ein Kind (wurde anhand der Fingerabdrücke und Spuren festgestellt). In der selben Nacht wurde auf diesem Campingplatz auch noch in ein Caminghäuschen mit 6 Personen eingestiegen (Fenster war offen) und ebenfalls das Bargeld mitgenommen. An einem Zelt wurde es versucht, die Zelterin hörte jedoch etwas und fragte im Halbschlaf ob da jemand ist. Dann schlief sie weiter.
Wenn ein Gasmelder glücklich macht und der Benutzer damit ruhiger schläft, hat das Ding seinen Zweck erfüllt und "Glaube versetzt Berge".
So ist doch jeder zufrieden: der Nutzer, der Hersteller und wenn´s eine Werkstatt einbaut- diese auch.

"Jedem Tierchen sein Plaisirchen"

Bernd

giovannibastanza am 17 Jul 2011 13:29:40

Ich werde mal ohne Wertung, die mag sich jeder selber machen, den Artikel Von Reisemobil einfügen und setze das Eiverstännis voraus.

Zitat von Reisemobil international Mai 2004

Beweise fehlen

Überfälle mit Narkosegas auf Urlauber erhitzen die Gemüter. Aber: Gibt es sie überhaupt? Schnell sind Reisemobilisten beim Thema: den Horrorgeschichten über ausgeraubte/ mit Narkosegas betäubte Urlauber. Bundesweit jedoch kommen die Landeskriminalämter (LKA) zu einem überraschenden Schluss: Bisher sei noch nie mit letzter Sicherheit nachgewiesen worden, dass bei einem Überfall auf ein Freizeitfahrzeug Betäubungsgas zum Einsatz gekommen ist. Pressesprecher Fredereck Holtkamp vom LKA Nordrhein-Westfalen bestätigt: „Gasüberfälle sind kein Thema. Dank starker Polizeipräsenz sind Überfälle auf Reisemobile und Caravans generell stark zurückgegangen." Udo Bühler von der hessischen Fraktion zählt 27 Überfälle auf Reisemobile und Wohnwagen im Jahr 2002, doch „in keinem der Fälle war ein Narkosegas nachzuweisen". Narkosegas nur vermutet.

Nachdem es in Bayern zwischen März und Juli 2002 insgesamt 41 solcher Überfälle gegeben hatte, bildete das Bayerische LKA die Sonderkommission „Zugvogel". Die subjektiven Aussagen der befragten Opfer ließen zwar die Vermutung zu, dass die Täter in zwölf Fällen bei ihrem Raub mit narkotisierenden Mitteln gearbeitet hatten. Doch bei elf Geschädigten gab es außer dem selbst geäußerten subjektiven Empfinden keinen konkreten Beweis über den Einsatz eines Betäubungsmittels. Weder im Fahrzeug noch am Aufbau fanden sich verwertbare Spuren, ebenso wenig in der näheren oder weiteren Umgebung des Tatorts. Kriminalhauptkommissar Alexander Wolf, Leiter der Soko Zugvogel, weiß: „Bei den Überfällen auf Freizeitfahrzeuge ist es uns bisher nicht gelungen, zweifelsfrei den Einsatz eines Narkosemittels nachzuweisen. Auch das von uns eingeschaltete Institut für Rechtsmedizin in München zeigte sich sehr skeptisch."
Rätselhaft bleibt der Fund sehr geringer Spuren von Chloräthan im Organismus eines ausgeraubten Ehepaares. Dieser Stoff befindet sich etwa in Kältesprays, eingesetzt bei Verstauchungen und Prellungen. Das überfallene Ehepaar versicherte jedoch, kein solches oder ähnliches Spray verwendet zu haben. Letztlich bleibt ungeklärt, wie oder wodurch das Chloräthan in den Organismus der Betroffenen gelangte.
Opfer Uwe W. aus dem Ruhrgebiet berichtet/ dass er mit seinem Gespann fast ohne Pause etwa 800 Kilometer weit bis Lyon gefahren sei. Aus Sicherheitsgründen habe er auf einer großen, belebten Raststätte in der Nähe der gut beleuchteten Tanksäulen geparkt: „Ich habe zwei Stunden geschlafen, war aber erst nach sechs Stunden richtig da." Er klagte über Kopfschmerzen, ein Gefühl der Benommenheit und trockenen Hals. Das Türschloss seines Caravans war geknackt, Handy, Geld, Papiere und andere Wertgegenstände fehlten. Übermüdung als Ursache Uwe W. ist sicher: „Ich wette, da war Schlafgas im Spiel." Gedanken über eingeatmete Benzindämpfe oder Übermüdung macht er sich nicht. Auch seine Kinder Julia, 5, und Daniel, 7, hatten von dem Einbruch nichts gemerkt. Sie schliefen im Caravan auf derselben Ebene wie ihr Vater. Schiebetüren gab es nicht. Dennoch litten sie weder an Kopf- noch Halsschmerzen oder sonstigen Beschwerden. Julia und Daniel fühlten sich topfit. Wenn ein Betäubungsgas einen kerngesunden, 80 Kilogramm schweren Mann in Tiefschlaf versetzt, müsste es seine nur einem Drittel so schweren Kind viel härter treffen.
Dazu sagt ein Professor: Vergiftungen mit Folgeschäden, lang andauernde Bewusstlosigkeit, Verwirrtheitszustände oder zumindest lang anhaltende Benommenheit müssten feststellbar sein. Mit Narkosegas kann man jeden Menschen betäuben."
Dazu jedoch bedarf es umfassender Kenntnisse der Anästhesie, der Wirkung des verwendeten Gases, seiner Konzentration in der Atemluft sowie der körperlichen Verfassung und Konstitution des Opfers. Es soll möglichst schnell sein Bewusstsein verlieren, tief und lange schlafen. Aufbau und Grundrisse von Reisemobilen sind sehr unterschiedlich. In einigen schlafen alle Reisenden auf der- selben Ebene, in Modellen mit Stockbetten und/oder Alkoven übereinander. Die Schlafebenen liegen also meist unterschiedlich hoch. Strömt Gas durch Lüftungsschächte oder Fenster ins Innere ein, sinkt es zunächst auf den Boden und breitet sich dort aus: Gas ist schwerer als Luft. Um nicht nur die schlafenden Personen im Untergeschoss, sondern auch die im höher gelegenen Bereich zu betäuben, wäre eine sehr große Menge Gas nötig. Der Innenraum müsste praktisch bis zur Decke gefüllt werden. Die Schläfer im Parterre würden deshalb erheblich mehr Gas einatmen als jene, die die weiter oben übernachten. Die verschiedenen Gasarten, die bislang als Tatwaffe diskutiert wurden, konnten noch nie im Körper von Überfallopfern nachgewiesen werden. Die Tiefschlafphasen des Menschen verlaufen zyklisch. Kurz nach dem Einschlafen erfolgt die intensivste Phase. Hier merken Menschen selten, was um sie herum geschieht. Wer übermüdet Ins Bett fällt, ist dann ein leichtes Opfer. Demnach müsste es zu einem unterschiedlichen Grad der Beeinträchtigungen und Vergiftungen kommen, je nachdem, wer und mit welcher körperlichen und gesundheitlichen Konstitution wo im Reisemobil geschlafen hat. Das Einleiten von Gas - Äther oder Chloroform - mit einer Spritze würde nicht ausreichen, um die gesamte Besatzung eines Reisemobils zu betäuben. Ganz abgesehen davon bestände bei entsprechender Konzentration oder Vermischung mit Luft eine sehr hohe Explosionsgefahr, der sich ein Einbrecher kaum aussetzen würde. Um von außen den Innenraum eines Caravans mit Gas zu befüllen, wäre der Inhalt einer großen Gasflasche erforderlich. Dies führte zu größeren Problemen technischer Art: Die Täter müssten bei ihrem Vorhaben eine große und schwere Gasflasche mitführen. Das Narkosegas einzuleiten, wäre mit einer nicht unerheblichen Geräuschentwicklung verbunden. Auch ist es wenig wahrscheinlich, dass die Täter nach erfolgtem Raub auf ihrem schnellen Rückzug eine schwere Gasflasche mit sich schleppten. „Wir haben weder am Tatort noch im näheren oder weiteren Umfeld Hilfswerkzeuge entdeckt, die sich zum Einleiten betäubender Substanzen in ein Reisemobil geeignet hätten." Das bestätigen die Ermittler des bayerischen LKA. Auch der Versuch, bei den Opfern selbst Spuren von verabreichten Betäubungsstoffen zu finden, war negativ.
Bärbel Cotte-Weiß vom LKA Brandenburg sagt: „Der Einsatz von Narkosemitteln lässt sich nur sehr schwer nachweisen, weil nach einer Blutprobe das Blut eines Geschädigten beim Trans- port immer unter 20 Grad gehalten werden muss. Bei einem Streifenwagen ist dies in der Regel nicht gewährleistet." In Bayern waren die Ermittler der Soko nach einem Überfall sofort vor Ort. Per Kurier wurde die Blutprobe zur Untersuchung gebracht. Die Analyse erbrachte keine Spuren von Stoffen, die auf ein wie immer auch geartetes Gas hinwiesen. „Ich persönlich halte es für ausgeschlossen, dass von außen Gas in die Freizeitmobile eingeleitet wurde", mutmaßt Alexander Wolf, Leiter der Soko, „das ist auch die Mehrheitsmeinung unserer Mitarbeiter." Falls überhaupt ein Betäubungsgas verwendet worden sei, dann erst im Fahrzeug. Die Schlösser an den Türen von Freizeitfahrzeugen sind meist relativ schnell und geräuschlos zu überwinden. Wie bei Wohnungseinbrüchen kommt es dem Täter auf schnelles Arbeiten im Sekundenbereich an. Wertgegenstände auf Ablagen oder offen abgelegt im Wohnbereich wechseln blitzschnell den Besitzer. Laut Hauptkommissar Wolf wird die Situation dann kritisch, wenn das Opfer im Schlaf unruhig wird oder sich der Täter entschließt, das Fahrzeug näher zu durchsuchen. Dann - so die Theorie - könnte sich ein Täter möglicherweise entschließen, ein Narkosemittel einzusetzen. Aber welches Gas? Auch hier bleibt nur Spekulation: Skeptisch äußern sich Toxikologen wie Gerichtsmediziner. Kältesprays oder Startpilot bringen nicht die Wirkung. Die Spraydose, die auf Knopfdruck ein Opfer in Sekundenschnelle bewusstlos macht, ist noch nicht erfunden. Herkömmliche Narkosemittel wirken nicht so schnell, als dass sie sich für einen Überfall im Inneren eines Reisemobils eigneten. Gäbe es solche Substanzen, würden sie nicht nur bei Überfällen auf Freizeitfahrzeuge eingesetzt, sondern auch bei anderen Überfällen. Ihr Einsatz ist bisher jedoch noch nie dokumentiert worden.
Gab es bisher also gar keine Überfälle mit Narkosegas auf Reisemobilisten? Außer den Schilderungen der Geschädigten fehlen Beweise. Kritisch betrachtet sind Überfälle, wie von Reisemobilisten kolportiert, eher unwahrscheinlich. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Der Autor Professor Dr. Kurt Mesle aus Ladenburg kennt seit über 30 Jahren die Camperszene aus eigener Erfahrung. Er ist studierter Kriminalsoziologe und war Fachbereichsleiter an der Berufsakademie , Baden-Württemberg im j4 Bereich Sozialwesen. 16 REISEMOBIL INTERNATIONAL 5/2004
Der Artikel ist ein paar jahre alt , scheint mir aber im Aufbau und der Logik des Vorgehens noch sehr stimmig.
Da müßte schon jemand sehr detailliertes Wissen aufbringen , um diesen Artikel zu entkräften.
Giovanni.

kintzi am 17 Jul 2011 14:15:09

Hallo, kann und erlaube mir keine forensische Aussage. Habe auf Anfrage
v. Acki (PM) geantwortet u. hier nur ein Fakt veröffentlicht. (aus "Roter Liste"). Richi

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