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50 Tage - Winterferien mit dem Wohnmobil in Kanada


northernlights am 03 Sep 2011 10:28:17

Achtung Quellen mögen teilweise veraltet sein.

Mit dem Wohnmobil zum Snowboarden unterwegs im Winter in Westkanada

Idee:

Nach einigen Snowboard Ferien in British-Columbia und Alberta, welche wir bisher in sehr schönen aber auch weniger schönen Wohnungen verbrachten, wollten wir dieses mal irgend etwas anderes machen. Wie wir auf ein Wohnmobil (RV = Recreation Vehicle) kamen wissen wir nicht mehr. Die Bedenken von Freunden und Bekannten, reichten vom Erfrierungstod, zum Ersticken in Gas und Überfällen mit (un-)passenden fantasievollen „Bären" Geschichten.
Nichts desto trotz, oder aus Trotz, haben wir bereits im Frühjahr anfangen zu planen.

Bevor man an ein Wohnmobil oder überhaupt diese Art des Reisens denkt, sollte man sich DRINGEND über die Flugdaten Gedanken machen. Egal, ob mit Mietauto und anderen Übernachtungsmöglichkeiten, oder eben dem Wohnmobil, je zeitiger der Flug gebucht ist, umso günstiger ist dieser. Im März/April gibt es meist noch günstige Flüge nach Westkanada. Je früher der Flug bezahlt ist, desto weniger entstehen im Nachhinein extra Treibstoffkosten.
Flüge können überall gebucht werden. Online sind Flüge oft ausgebucht, aber bei kleineren Reisebüros durchaus noch erhältlich.
Sehr gut sind wir mit --> Link gefahren. Absolut perfekter Service am Telefon und per E-Mail. Für Calgary haben wir dort immer die besten und günstigsten Flüge bekommen.

Bei billigen Flugangeboten muss oft sie 1. Hotel Übernachtung dazu gebucht werden. Dies ist auch notwendig, da bei vielen Wohnmobilanbietern die Anmiete erst einen Tag nach der Anreise aus Europa erfolgen darf. Wir konnten Vorort im Wohnmobil schlafen, ein Vorteil da man sich an die Heizung, die Geräusche und „Annehmlichkeiten“ gewöhnen und am Morgen gezielter Fragen stellen konnte.


Wohnmobilanbieter:

Von den vielen angeschrieben Wohnmobilanbietern, hat nur Vermieter ein Angebot gemacht, dass auch für unseren „Wintertraum" akzeptabel war. --> Link Für Langzeitmieten (wir waren 7 Wochen) machen Sie sehr gute Winterangebote und geben bereits im Vorfeld gute Ratschläge. Wir hatten ein 28 Fuss-Modell, ca. 9m, aber trotzdem sehr gut manövrierbar. Auch zu zweit ist ein grosses Wohnmobil zwingend. Dieses bietet ein extra Schlafzimmer, wo das Bett lediglich am Kopfende an die eiskalte Aussenwand angrenzt. Nachts kann der Frost trotz Heizung tief sitzen und in den Schränken wird es bei minus 30°C gefrieren.
Machen Sie sich auf unmögliche Annehmlichkeiten gefasst und bereit für Abenteuer, wie eingefrorenes Wasser oder dessen Pumpe, Strom der kurzfristig ausfällt oder den längst überfälligen Schmutzwassertank, der dringendst geleert werden sollte.
All das sollte uns nicht von einer Winterfahrt abhalten.
Hier einige Vorteile:
• Sehr Mobil
• In allen Skigebieten fanden wir Parkplätze
• Die Toilette ist immer dabei und man kann sich Vorort umziehen
• Unabhängigkeit, wenn's einem nicht gefällt geht's weiter
• Einmal einräumen für die ganzen Ferien
• Mollig warm auch bei minus 25°C
• Hilfsbereite Menschen, die es toll finden, dass man so etwas macht
• Auch geschlossene Campingplätze können offen sein, spontan wird ein Platz mit dem Schneepflug geräumt.
• Egal bei welchem Wohnmobilausrüster wir vorfuhren, es war sofort jemand zur Stelle um das Problem zu lösen

und Nachteile
• Man kann nicht mal schnell wohin fahren
• 25 Liter Benzin/1oo km (unbedingt Benzinmotor, Diesel geht in der Kälte nicht)
• Nicht günstiger als eine luxuriöse Wohnung und Mietwagen
• Kühlschrank funktioniert ab einem gewissen minus Punkt nicht mehr richtig
• Kleider können im Schrank gefrieren
• Wohnraum auf Dauer, trotz Grösse eher eng, da man nicht wie im Sommer mal ins Freie kann und es abends ab vier dunkel ist.
• Wenige Möglichkeiten um Wasser nachzufüllen oder den Abwassertank zu entleeren. Kann in entlegenen Gegenden zum Problem werden.
• Campingführer sind nicht zu gebrauchen, da auch „offene" Campingplätze geschlossen sein können und umgekehrt.
• Private Campingplätze sind teilweise in einem „lausigen" Zustand, und bedürfen dringender Renovation. Oft teuer im zum Service.

Bei Wohnmobilmiete beachten:
• Voll Winterausgerüstetes RV ist bis -25°C voll fahr- und starttüchtig
• Mit Generator und 2. Batterie
• Lieber zu gross als zu klein.
• Vermieter sind im Winter grosszügig und geben bei Langzeitmieten Discounts.
• Benzinmotor
• CDW (Vollkasko)
• Vermieter sollte immer gut erreichbar sein, auch über Feiertage, es gibt immer wieder Fragen. Bei Alldrive Canada war fast immer jemand für uns da.
• Extra Heizstrahler
• Leere PET-Wasserflaschen aufbewahren, falls der Wassertank ohne Schlauch aufgefüllt werden muss
• Eventuell Duvets/Daunendecken von zu Hause mitnehmen, welche im Vergleich zu zweiter Hand Schlafsäcke genial zum Schlafen sind
• Lange im Voraus buchen, es gibt nur wenige wintertaugliche Wohnmobile

Übernahme des Wohnmobils:
Die meisten Anbieter lassen einem das Wohnmobil erst am Tag nach der Ankunft übernehmen. Dies bietet sich auch an, weil bei günstigen Flugtarifen zumindest eine Nacht im Hotel gebucht werden muss.
Wir hatten die Möglichkeit gleich in der 1. Nacht im Wohnmobil zu schlafen. Es gab die ersten Erklärungen und man konnte sich schon eingewöhnen. Vor allem im Winter ist dies dringend anzuraten, auch wenn man vielleicht die Hotelübernachtung bezahlt hat. Irgendwann möchte man ja dann am nächsten Tag losfahren. Nehmen Sie sich für die Erklärungen genügend Zeit. Heinz aus Bayern von --> Link erklärt alles ganz genau, auch auf Deutsch und das Personal ist sehr hilfsbereit. Mindestens zwei Stunden sind dafür einzuplanen, denn im Winter gibt es noch wesentlich mehr zu wissen als im Sommer.

Tips vor der Abfahrt in Calgary (oder auch in Vancouver)
• Bereits zu Hause ist eine Einkaufsliste zu erstellen, damit möglichst vieles was man in den nächsten Tagen und Wochen braucht in Calgary gekauft werden kann
• Calgary ist mit Abstand am günstigsten zum Einkaufen. Auch auf dem Land, in Britisch Columbien und Landesweit gibt es Safeway, Coop und sonstige Superstores. Diese haben meist ein solch grosses Sortiment, dass einem der Atem stockt, sind aber wesentlich teurer.
• Alle grossen Supermärkte haben genügend Parkplätze. Keine Angst, niemand reklamiert, wenn man vier Plätze beansprucht.
• Eine Kundenkarte wie zu Hause von Migros oder Coop, ist zwingend. Vor dem ersten Einkauf gibt es diese beim Kundendienst gratis, aber mit kanadischer Adresse. Safeway, Overwaitea, Save on Food, etc. bieten alle eigene Karten. Nur mit Kundenkarte profitiert man von den ganzen Sonderangeboten und spart enorm Geld beim Einkauf. Die gesammelten Punkte sind für Touristen belanglos, könnten aber für wohltätige Zwecke gespendet werden.
• Bis Weihnachten können Discountkarten (z.B. LakeLouiseCard, SunshineCard) zum Preis einer Tageskarte für diverse Skigebiete in Westkanada bei Safeway und Coop gekauft werden. Die genauen Ausgabedaten und Konditionen sind auf den jeweiligen Homepages ersichtlich. Oft ist der 1. 3. und 7. Skitag gratis und an den restlichen Tagen gibt es einen satten Discount. Mehrtageskarten sind uninteressant, da diese nicht wirklich günstiger werden. Also lieber einzelne Tage und nur bezahlen, wenn man geht.
• Wohnmobile oder Mietauto unbedingt in Calgary voll tanken. Die Preisunterschiede sind frappant und beim Tanken eines Wohnmobils sind gleich mal 10 CAD $ gespart. Manche Skibillette enthalten einen Coupon zum verbilligten Tanken. Tankstellen bei Einkaufzentren geben oft einen Gutschein mit 3-5 Cents je Liter vergünstigtem Benzin/Diesel, welcher dann beim Einkaufen an Zahlung gegeben werden kann.


Dann kann es losgehen, aber wohin?

Fahren im Winter:
Muten Sie sich nicht zu viel zu. Im Winter noch weniger als im Sommer. Die Grösse und auch die Beweglichkeit des Wohnmobils bedürfen einer Angewöhnungsphase. Die Strassen ausserhalb Calgarys (generell ausserhalb von Städten) sind im Winter sehr gut geräumt und gepflegt. Auch bei 20 cm Schnee auf der Strasse, ist es kein Problem mit dem schweren Vehikel überall durch zukommen. Gefährlich können zu hohe Geschwindigkeiten werden, denn oft vergisst man den viel längeren Bremsweg des schweren Fahrzeugs, da dieses wie ein Auto zu lenken ist.

Also immer noch die Frage: WOHIN?
Gelistet sind alle uns bekanten Skigebiete im Westen Kanadas. Einige haben eigene Campingplätze, oder sind in der Nähe eines solchen. Manche Skigebiete stellen gratis Strom zur Verfügung, andere verlangen Standgebühren für den nackten Parkplatz. Je nach Management ändert sich dies jährlich. Sicher empfiehlt sich aber eine Reservation für die Zeit vom 24. Dezember bis nach Neujahr.
Skigebiete:
Weniger kann mehr sein.
Sinnvoll ist eine Beschränkung auf einen kleineren Kreis von Skigebieten, welche besucht werden wollen. Auch der Trans-Canada-Highway kann mal für einige Tage gesperrt sein. Umfahrungen sind dann nicht selten über 1000km weit.
Kleine, unbekannte Skigebiete mit nur zwei Sesselliften können trotzdem mehrere Duzend Abfahrten haben, da ein Lift nicht wie in Europa ein zwei Pisten, sondern 15-25 davon erschliesst. Ausserdem ist man ein Exot unter Kanadiern und kommt schnell ins Gespräch mit Leuten. Wochentags im Januar ist man in solchen Gebieten fast alleine und hat nicht nur die Piste für sich, sondern das halbe Skigebiet.
Selbst über die Feiertage ist es verglichen mit Europa ruhig.
Küstennahe Skigebiete haben oft vereiste Pisten und sind auf Grund der Nähe zu Grosstädten wie Vancouver und Seattle wesentlich voller.

So genannte Daylodges haben einfache Restaurants, aber auch Picknickräume wo man das mitgebrachte Essen auspacken, wärmen und essen kann. Toiletten und Umkleideräume gehören ebenso zum Standard, wie Sanität und Mietservice. Da Kanadier hemmungslos 500km weit zum Skifahren anreisen (Tagesausflug), ziehen sie sich oft erst vor Ort um, so dass es nicht immer sehr gemütlich ist, länger als notwendig in einer Daylodge zu verweilen. In Anwesenheit von Kindern darf kein Alkohol ausgeschenkt werden und das Rauchen ist generell verboten. Es gibt Rauchfreie Skigebiete und Skihüttenromantik ist nicht bekannt.

Wann?
Wir lieben Pulverschnee und Kälte, weshalb wir nur die Zeit Weihnachten bis Anfang Februar kennen. Dann ist es am kältesten und es liegt der Beste „Powder“, das magische Wort für Pulverschnee, in den Skigebieten. Oft werden einige Pisten nach Neuschnee erst fürs Tiefschnee fahren unpräpariert gelassen. Diese Strecken sind auch für ungeübte Tiefschneefahrer zu bewältigen und im Notfall wechselt man halt auf eine präparierte.
Im März ist der Firn auch in Europa ein Genuss. Die Tage werden dann in Kanada schnell wärmer und es kann schon sein, dass Wasserski angesagt ist.

• Lieber wenige Skigebiete als zu viele. Pro Woche maximal 2. Es sind Ferien!
• Kleine Skigebiete sind nicht unbedingt klein wie in Europa
• Pulverschnee und Kälte = Reisezeit Januar bis Mitte Februar

Reise:
Wintersportorte Alberta:
--> Link
--> Link Canyon Skiresort
--> Link Castle Mountain Resort
--> Link Fortress (leider geschlossen )
--> Link Hiddenvalley
--> Link * Lake Louise
--> Link * Marmot Basin
--> Link * Mt. Norquay
--> Link * Nakiska (Olympischer Berg für Calgary)
--> Link Powder Keg
--> Link (Sunshine) Sunshine
--> Link (Whispering Pines) Whispering Pines

Wintersportorte British Columbia:
--> Link

Vancouver Island
--> Link Mt. Cain Ski Resort
--> Link Mt Washingston

Vancouver, Whistler and Coast Mountain
--> Link Cypress Mountain
--> Link Grouse Mountain
--> Link Helmlock Valley
--> Link Manning Park
--> Link Mt Seymor
--> Link * Whistler

Thompson Okanagan
--> Link * Apex
--> Link * Big White
--> Link Crystal
--> Link
--> Link * Harper Mt.
Phoenix Mountain Ski Resort (keine eigene Homepage)
--> Link * Silver Star
--> Link * Sun Peaks

Kootenays and BC Rockies
--> Link> * Fairmont Hot Springs
--> Link * Fernie
--> Link * Golden Kicking Horse
--> Link * Kimberley
--> Link * Panorma Mt. Rsort
--> Link (Powder Springs resort)
--> Link * Red Mountain
Salmo Ski Hill (keine eigene Homepage)
Summit Lake - Ski Resort (keine eigene Homepage)
--> Link * White Water
--> Link Timothy
--> Link Troll Mountain

Northern British Columbia
--> Link (homepage zur Zeit nicht verfügbar)
--> Link * Powder King
--> Link Purden
Shames Mountain (keine eigene Homepage)
--> Link Smithers
--> Link Tabor Mt.

* von uns getestet (siehe im Einzelbericht)

Anzeige vom Forum

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missdemeanor am 25 Mär 2016 22:04:48

Hallo Northeim Light,

ich bin gerade übereits deinen Bericht gestolpert und bin absolut begeistert. Wir habe und vor kurzem entschieden eben genau eine solche Reise für nächsten Januar/Februar zu planen.

Hattet ihr eigene Ski/Boards mitgenommen oder vor Ortv eliehen?
Wann habt ihr die Reise unternommen? Konnte es hier nicht sehen.
Wie kamt ihr auf die Campingplätze die im Winter geöffnet haben? Google? Oder gibt es eine Liste? Auch wenn das nicht immer stimmen muss :)

Durftet ihr auch bei den Skigebiet direkt stehen oder boten diese extra RV Parkplätze an?

Vielen lieben Dank für deinem tollen Bericht!

Und alldrive...scheint es so nicht.mehr zu geben :(
Krisi

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