mainzer62 am 05 Okt 2011 16:52:33 Liebe Gemeinde,
habe momentan ein CI Wohnmobil auf Ford Transit von 1994 mit 100 PS Turbodiesel. Seit diesem Sommer arbeite ich 2-3 Tage pro Woche in Dresden, wohne aber in Mainz. Die Strecke fahre ich momentan mit dem Auto (Citroen XM) und habe in Dresden ein Zimmer angemietet für 270 €/Monat.
Als mich gestern bei ca. 140 km/h ein Ducato Kastenwagen mit Camping-Ausbau überholt hat, bin ich auf eine Idee gekommen. Warum nicht den Transit verkaufen, für 22.000 bis 25.000 Euro einen Kastenwagen oder Teilintegrierten kaufen und die Strecke damit fahren, um natürlich auch darin zu übernachten. Dann hätte ich wenigstens das Gefühl, in den eigenen 4 Wänden zu sein.
Mit dem Transit könnte ich das unmöglich machen, da er einfach zu langsam ist und auch der Verbrauch von 12 Litern das ganze unwirtschaftlich macht. Die Urlaube würden wir mit einem 4-Schläfer hinkriegen, auch wenn es etwas beengter wäre. Jahresfahrleistung läge nur für die berufliche Nutzung etwa bei 45.000 Kilometern. Den Citroen würde ich behalten - aber deutlich weniger fahren. Bei 130 km/h rechne ich bei einem Kastenwagen oder Teilintegrierten (125 oder 128 PS) mit einem Verbrauch von ca. 9 Litern Diesel.
Gibt es jemanden, der in einer ähnlichen Situation ist? Ist irgendetwas zu beachten? Wo übernachtet Ihr? WoMo-Stellplatz oder Parkplatz?
Wäre wirklich toll, wenn mir jemand hier bei der Entscheidung ein paar Impulse geben könnte.
Schon jetzt vielen Dank!
Stefan
canter am 05 Okt 2011 17:14:36 EInen Kastenwagen halte ich mit Hinblick auf Dusche, Winterfestigkeit, Raumangebot als eine im WInter schlechte Wahl. Auch wirst du mit einem KaWa recht sicher Landstrom brauchen. Also am ende des Tages wohl einen Campingplatz. Und der wird wohl das gleiche wie dein Zimmer kosten. Auch entfällt der Steuervorteil der doppelten HAushaltsführung da ein Womo hier nicht anerkannt wird und je km gibt es nach wie vor nur 30Ct.
Mit einem TI geht das leben/wohnen zumindest leichter. Dusche,.. on Board, größere Batterien, gute Isolierung. Da kann man auch bei Kälte frei stehen. Allerdings muss der dann wirklich Winterfest sein. Nachteile sind halt die Größe im Berufsverkehr/Parkplatzsuche und der Verlust der Steuervorteile. Auch seh ich beim TI den angedachten Verbrauch von 9l/100km nur bei Bummeltempo. Sicher nicht mehr bei 130km/h
Rechnen wird es sich nicht, du wirst Geld verlieren ( Steuervorteil entfällt, Wertverlust/Betriebskosten des Womo sind durch die Steuerlich absetzbaren 30Ct/km nicht im Ansatz gedeckt,...) .
Das Gefühl "Zu Hause" zu sein ist ein ganz anderes Thema.
ruptech am 05 Okt 2011 17:15:55 Hallo mainzer 62
Ich mache dies schon seit Jahren. Bin mit einem Kastenwagen mit Hund unterwegs. Im Schnitt 2-3 Tage die Woche.
Bei mir rechnet es sich. Mein Verbrauch ist zwischen 8,3 - 8,8 lit. Dabei fahre ich um die 100km/h. Wenn es schneller gehen soll, dann gibt es den PKW - nur bin ich meistens genaus so schnell mit dem Womo als mit dem PKW. Und im Stau habe ich viele Vorteile.
Steuerlich - keine Ahnung! Da schau ich nicht hin - meiner Nerven wegen. Bitte jemand anderen Fragen.
Großer Nachteil: Man wird als "Sonderling" angesehen. Kaum jemand versteht mich. Doch war es einmal die einzige Lösung mit meinem Hund. Und Heute habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich gar nicht mehr anders mag. Früher bekam ich oft Stress. Da sitzt man bis 20, 21Uhr und später und hat kein Zimmer gebucht. Oder man ist irgendwo und sucht. Heute bin ich gelassen. So lange es dauert, so lange dauert es. Und so mancher Kunde beneidet mich inzwischen meiner Gelassenheit.
Parken und schlafen kann ich mit einem Gesamtmaß von 5,1Meter überall!
Natürlich kann es passieren, dass du verjagt wirst. Ob berechtigt oder nicht, liegt es immer bei dir ob du streiten willst oder nicht.
Probleme gibt es im Raum Stuttgart - dort suchen so manche Menschen die Frau im Auto.....
Nebenbei wird mein Womo zu 50% als Lieferwagen verwendet.
Problematisch wird es im Winter bei Minustemperaturen. Theoretisch geht es. Doch bei -15 Grad kann ich nicht mehr schlafen - obwohl die Heizung läuft. Würde diese mal ausfallen, würde ich erfrieren. An solchen Tagen steht mein Womo vor dem Hotel.
Und noch etwas ist zu bedenken: Neben dem, dass du immer allein bist, was ja im Hotel anders ist, bist du auch allein, wenn du dein WC entleerst, Wasser tankst und dein Auto nach jeder Tour reinigst.
lg
ruptech
fuzzy am 05 Okt 2011 17:20:57 wir hatten das Thema schon öfter hier, finde den Thread grad nicht, wenn ich mich recht erinnere war der damalige Tenor das dies mit Deinem Steuerberater noch besser mit Deinem Sachbearbeiter erörtert werden soll weil das von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt wird.
Das musst Du wenn es Ernst sowieso machen, also Flucht nach vorn.
canter am 05 Okt 2011 17:32:41 Seit 2008 ist es mit der STeuer so:
30ct / km
Spesen ( Verpflegungsmehraufwand gestaffelt bis 24Std/24,-€ )
Übernachtungspauschale ausschließlich nach Beleg!! Also keine ( in D ) 20,- € pauschal mehr. Kosten für CP werden anerkannt.
--> Link
EInige wenige FA lassen sich bei der Km Pauschale darauf ein, das Fahrtenbauch / Belege für Sprit, Wartung,.. gesammelt werden und dann ein höherer Km Satz anerkannt wird. Hängt aber von der Gnade des Prüfers ab und kann im nächstem Jahr/neuer Bearbeiter im FA gekippt werden. Auch darf denn nur wenig private Nutzung vorliegen.
felix52 am 05 Okt 2011 17:45:43 So isset Bernd,
Das Thema hat es in sich, obwohl gerade bei nur 2-3 tägiger Abwesenheit der Steuerspareffekt zum Tragen kommt.
Felix52
kassiopeia am 05 Okt 2011 17:59:47 mainzer62 hat geschrieben:Gibt es jemanden, der in einer ähnlichen Situation ist? Ist irgendetwas zu beachten? Wo übernachtet Ihr? WoMo-Stellplatz oder Parkplatz?
Hallo Stefan,
auch ich nutze mein Womo 3 Tage die Woche bei der Arbeit.
bei schoenem Wetter fahre ich abends meist an einen See, im Winter bleibe ich einfach auf dem Institutsparkplatz. Ab und zu bleibe ich auch einfach in der Stadt in einer ruhigen Wohnstrasse - vertrieben worden bin ich noch niemals.
Mein Womo ist recht gut fuer den Winter geeignet (Doppelboden, recht gute Isolierung, dazu eine dicke Decke als Fahrerhausabtrennung), auch bei -15Grad ist es auch dank ordentlich dimensionierter Heizung mollig warm.
Das wuerde vermtl. mit einem Kastenwagen nicht klappen, dafuer erreichst du 9l/100km bei 130km/h mit einem TI nicht.
mainzer62 am 05 Okt 2011 18:38:28 [/quote]
Hallo Stefan,
auch ich nutze mein Womo 3 Tage die Woche bei der Arbeit.
[/quote]
Hallo,
welche Entfernungen fährst Du denn?
,
Stefan
canter am 05 Okt 2011 18:41:20 ..mal rein auf "daheim" bezogen:
270,- für ein Zimmer in Dresden :-o
In Dresden gibt es 1-2 Zi Wohnungen ab 120,- kalt/180,- warm zu mieten!! Und die sind nicht so schlecht. Selber einrichten ( kostet erst mal ) aber dann ist es "daheim".
und alle mal billiger als mit egal welchem Womo. Dann noch einen sparsamen Diesel als Kilometerfresser und gut.
Wenn ich mir vorstelle wie hoch der Wertverlust eines Womo bei den Kilometerleistungen ist, brauchst du rein finanziell nicht mehr nachdenken was Sinnvoll ist.
Wenn du jetzt für 25tsd € ein Mobil mit 50tkm auf dem Tacho kaufst hat es in 4 Jahren fast 240tkm runter und ist unverkäuflich oder geht für unter 10tsd weg. Mal von den Betriebskosten für Sprit, Wartung, Reifen,... abgesehen die ja auch höher sind als bei einem PKW
rossifumi am 05 Okt 2011 19:29:15 Hallo Mainzer Stefan,
das Thema kenne ich.
Bin auch mehrere Jahre die ganze Woche mit dem ausgebauten Kasten unterwegs gewesen, jetzt aber inzwischen doch mehr Komfort :) .
Ein Kasten oder TI wird immer mehr verbrauchen als ein PKW.
Mit 9l bei Reisegeschwindigkeit 130 wirst du nie hinkommen, denke da eher an 12-15l.
Und im Sommer warm (hatte teils über 50°) und im Winter kalt ist auch nicht unbedingt toll.
Im Winter nur mit Stromversorgung sinnvoll.
Dann noch die ganzen Zusatzarbeiten wie Wasser, Toilette, Strom usw kosten auch Zeit.
Und auf Dauerwohnen ist kaum ein WoMo ausgelegt, sprich Reparaturen folgen.
+ den Wertverlust!
Dann schon eher einen WoWa nach Dresden stellen, ev privat.
Oder die günstigen Wohnmöglichkeiten in DD nutzen.
In Stuttgart, München, Frankfurt etc könnte es da schon eher sinnvoll sein.
Rossi
Winni-two am 05 Okt 2011 22:53:14 Hallo,
ich musste zwischenzeitlich 1,5 Jahre zwischen Hamburg und Dresden pendeln. Da ich nur den Kawa hatte, bin ich mit diesem gefahren (Pössl 2 Win, Ducato 244, 2,8l). Nur gelebt habe ich nicht im Auto. Der Wagen hat in den 1,5 Jahren mehr km gesehen als in den 6 Jahren vorher :?
Deinen anvisierten Verbrauch wirst du höchstens bei Tempo 100 erreichen können. bei realen 130 km/h kommst du sicher deutlich an 13 - 15l/100km.
Auf Dauer habe ich mir schon einen PKW zum Pendeln gewünscht. Es ist einfach bequemer und schneller.
Im Winter wird es sicher schwierig im Kawa da bei den üblichen Modellen der Abwassertank unter dem Fahrzeug ist und somit einfrieren wird. Bezüglich Strom halte ich 3 Tage autark schon für realistisch. Auch im Kawa bekommt man zusätzliche Batteriekapazität installiert und wenn du eh sehr viel fährst, ist das Thema B2B-Ladegerät interessant. Evtl gibt es bei der Arbeit 'ne frei Steckdose.
Ich denke auch, dass man in DD günstig wohnen kann zb auch in einer WG.
Zum Thema Einsamkeit: Meine Frau hat berufsbedingt 3Monate lang 4Tage/ Woche im Kawa gelebt und hatte das auch als ein sehr großes Problem empfunden. Dabei war es sogar noch Sommer und sie war viel draußen.
,
Christian
kassiopeia am 05 Okt 2011 22:58:48 mainzer62 hat geschrieben:Hallo, welche Entfernungen fährst Du denn?
Nur 70 km einfache Wegstrecke (daher komme ich mit 9l/100km aus, aber bei 90-110km/h).
Diese 1,5 - 2 Stunden hin- und zurueck pro Tag auf der Strasse habe ich in meinem Leben nicht eingeplant, die gibt mir ja keiner wieder... vielleicht haben wir ja doch nur ein Leben :eek:
Uebrigens komme ich trotz der relativ kurzen Strecke auch im Winter immer ohne externen Stromanschluss aus - 260Wp solar und 230Ah Aufbaubatterie sei's gedankt. Letzter Kontakt zur Steckdose war im Sommer 2010...
Gast am 06 Okt 2011 09:42:49 Hallo
Mit dem Transit könnte ich das unmöglich machen, da er einfach zu langsam ist und auch der Verbrauch von 12 Litern das ganze unwirtschaftlich macht.
-->> Wenn Du um die 100 fährst :!:
Die braucht meiner auch , beim Gasgeben ,gehts auch schon einmal auf 15 l .
Glaube mir bei 140 km/h läuft keiner unter 13 liter !
Bin immer erstaunt ,wenn ich einmal beim Überholen 120 km/h fahre und dann gleich von einem anderem Womo überholt werde -> das sich dann zwar mit Geschwindigkeitsüberschuss schnell an mich vorbeischiebt -->> aber beim Wiedereinordnen schaukelt als wäre die Feder gebrochen :roll:
Nehme Dir weiterhin ein günstiges Zimmer und fahre mit dem PKW 150 km/h wo es die Strecke zulässt ,dann hast du etwas gewonnen - alles andere rechnet sich nicht :!:
michaelleo am 06 Okt 2011 10:04:11 Ich mach das ab und an mit dem LaStrada Trento.
Dann übernachte ich irgendwo, auf dem Firmenparkplatz oder auch in der Umgebung an einem schönen Plätzchen.
Unser Trento (Transit 2,2ltr, 115 PS) nimmt sich knapp 8,5 Liter/100 km, ich fahre mit Tempomat auf der Autobahn allerdings 120 km/h.
Wenn man schneller fährt (der kleine Kerl schafft an die 150) gurgelt es schon etwas im Tank.
Problematisch sehe ich auch den einfrierenden Abwassertank im Winter, ausser Du kannst an der Arbeitstätte geschützt stehen, muss ja nur knapp über 0 Grad aussen sein.
Oder ein Kasten mit internem frostsicherem Abwassertank. Gibt es, ist dann aber eher etwas teurer, z.B. der LaStrada Regent oder ein CS Mobile und verbraucht auf Grund des Hochdachs (nur dann passt auch der Tank innen rein) etwas mahr, eher um die 10 Liter
mainzer62 am 08 Okt 2011 15:44:24 Ihr habt mich überzeugt. Da kämen wohl eher mehr Probleme auf mich zu. Habe mich jetzt für das WG-Zimmer entschieden.
Danke an alle für ihre Kommentare!!!
aus Mainz (oder Dresden?),
Stefan
frankiafred am 08 Okt 2011 16:19:05 Moin mainzer62,
mal ganz nebenbei - der XM ist ein tolles Auto.Habe ich nach AX,CX und Xantia auch lange gehabt.Wegen des Mobils fahren wir jetzt "nur" noch einen Berlingo und nen Nissan Micra (weils gerade keinen günstigen Saxo gab :oops: ).
Fred
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