Das erste Wochende mit dem neuen CaradoEs ist Freitagmorgen und wir versuchen den PKW mit den Dingen die wir unbedingt unterbringen wollen zu füllen. Ein wenig problematisch, der Kofferraum voll die Rückbank mit einem Wäschekorb getrennt um Platz für Hund und Katz zu schaffen.
Endlich geschafft und unterwegs dahin wo unser Womo auf uns wartet. Vor Ort beginnt das schnelle Umladen und wir bemerken es wird eine Zeit dauern ehe alles an Ort und Stelle verkramt ist.
Hund und Katzen fühlen sich sofort wohl und erkunden das lange Teil. Die Garage ist voll und die Gänge teilweise auch.
Wir starten und da wir nur schnell zum Stellplatz "Am Brückenkopfpark" Jülich fahren wollen geht es noch schnell an einem Supermarkt vorbei. Ein wenig Vorrat sollte man für 3 Tage schon bunkern. Meine Lebensgefährtin stößt sich derweil eine kleine Kratzwunde unterhalb des Auges zu, da im A-Markt so einiges ins Auge sticht. In unserem Alter wird man allerdings hart im nehmen. In Zukunft ziehen wir Schutzbrillen beim Einkaufen an, lol.
Nach einigen Minuten erreichen wir den Stellplatz und suchen uns ein nettes Stellplätzchen. Einigermaßen grad steht das Womo auch und so können wir ganz gut das Abflußverhalten prüfen. Dazu aber später mehr. Wassertank wurde gefüllt vor befahren des Stellplatzes.
Es beginnt ein grosses Aufräumen. Staufächer wollen gefüllt werden, möglichst sinnvoll. Antirutschmatten werden zurecht geschnitten und die erste Frage ist: Wo ist die Scheere? Na ja, irgendwann haben wir sie dann gefunden. Unzählige Kasten und Kästen, Taschen und das Zubehör aus dem alten Womo mußten und müssen verstaut werden. Irgendwann hatten wir einfach die Schnauze voll und haben fürs Erste einfach Schluß gemacht. TV funzte auch nicht über Satellit, Radio nur wenn Zündung eingeschaltet und Treppe eingefahren war. Dafür funzte der Gasherd und der Kühlschrank hervorragend. Nichts klapperte, nichts fiel auseinander. Keine Klappe hing schräg und es fiel der grosse Stauraum insgesamt auf den der T 449 hat.
Allerdings, war plötzlich kein Wasser mehr da! Wasserstandsanzeige null, Sicherung für Pumpe ok und Tank leer der nach dem Befüllen übergelaufen war und ganz kurzfristig ein wenig Wasser in den Innenraum gelassen hatte.
Grund dafür war der grosse Einlaßdeckel der nicht richtig festgezogen war. Wasser ablassen konnte ich nur über das eingebaute Ablaßventil was uns zuerst mal rettete, dann aber wohl nicht mehr richtig zugedreht wurde von mir.
Also kein Caradoproblem sondern ein Hausgemachtes.
Temperaturen um 3 Grad erforderten den Gebrauch der Heizung die auf der höchsten Stufe ziemlich laut aber wahnsinnig wirksam ist. Leichte Saunastimmung kam auf. Selbst auf Stufe 3 ist die Leistung noch sehr stark und zufriedenstellend.
Führerhaus natürlich der kälteste Punkt bei kühlen Temperaturen. Kältematten an den Scheiben sind das mindeste was nötig ist. Besser jedoch die Matten von aussen, wegen dem Schwitzwasser was sich bildet.
Der 2. Tag verlief dann Störungsfrei und endlich kriegte ich auch die SAT-Anlage ans Laufen und Nachtmittags besuchte uns ein Womo-Kollege den wir gerne bewirteten. Anschließend besuchten wir den Weihnachtsmarkt in Jülich. Gemütlich, preiswert und stimmungsvoll.
Den Abend ließen wir am TV ausklingen mit etwas Eierlikör und etwas Stolz auf unsere Arbeit und Freude am neuen Womo. Jedoch als Womofahrer packt mich nach 2 Tagen immer wieder die Reiselust. So auch diesmal. Wir wollten noch nach Köln.
Gegen Mittag des nächsten Tages erreichten wir den Reisemobilhaven in Köln. Dort machten wir uns Landfein, nahmen den Hund an die Leine und fuhren mit der Linie 18 nicht nach Instanbul, sondern bis zum Hauptbahnhof.
Von dort ging es auf die Domplatte zum größten der Kölner Weihnachtsmärkte, von da zum Altermarkt, zum Heumarkt, zum Neumarkt und schließlich zum Rudolfplatz. Alles zu Fuß bei etwas Regen und sehr stimmungsvoller Umgebung. Leckere Reibekuchen, guter Eierpunsch und zum Abschluß ein paar Kölsch im "Früh".
Tagesschauzeit erreichte uns wieder am Womo, wo wir mit der 18 auch wieder zurück gefunden hatten. Geschafft, körperlich und geistig, hörten wir uns noch etwas Eifelkrimi an, bevor das Wochende seinen Abschluß fand.
Insgesamt muß ich sagen das die Testfahrt einen Verbrauch von 11,7 Litern in Anspruch nahm, keine wirklichen Probleme auftauchten und alles ordnungsgemäß funktionierte. Sicherlich war und ist manches gegenüber unserem alten Womo gewöhnungsbedürftig und wir werden noch eine Zeit brauchen ehe uns alles vertraut ist.
Wer ein Womo sucht was nicht überteuert und den normalen Ansprüchen gerecht wird ist mit einem Carado glaube ich ganz gut bedient. Es ist sicherlich nicht übel im Winter das Fahrzeug noch etwas nachzurüsten. Sinnvoll und nicht überteuert sollte die Auswahl stattfinden. Für Stromsteher, was ich im Winter für üblich halte, empfehle ich ein Heizgerät wie den entsprechenden Würfel oder ähnliches was mit niedrigen Wattleistungen die Truma im Fahrerhausbereich unterstützt. Heizmatten für die Dinette. Das sollte eigentlich reichen. Mehr geht immer, für den der es will.
Fazit: Wir freuen uns auf den nächsten Törn und ganz viel aufs Frühjahr und den Sommer.
Liebe
maredo

