Eigentlich wollte ich ja keine Reiseberichte hier einstellen, da es mir einfach zu umständlich ist, jedes Bild einzeln hier auf den Forumsserver zu laden…
.....und dann noch dieses merkwürdige Pflichtfeld welches unbedingt bedient werden will, auch wenn es nur irgendwelche Leerzeichen sind.
Meine Bilder liegen bereits auf einem externen Server und meine Berichte können so innerhalb von Sekunden in anderen Foren eingestellt werden.
Aber was soll´s, ich habe hier so viele tolle Reiseberichte gelesen, dass ich Euch auch mal ein wenig von uns zeigen möchte.
So nehme ich die Qual auf mich....
...man hat ja sonst nichts zu tun :wink:
Wer jetzt hier einen Reisebericht in üblicher Womo-Form erwartet, den muss ich leider enttäuschen.
Wir fahren mit unserem Womo nicht den ganzen Urlaub in der Gegend herum und wir schauen auch nicht nur alte Steine und Gedenkstätten an.
Somit steht das Womo bei uns nicht im Mittelpunkt, sondern den ganzen Urlaub auf dem Campingplatz und wird nur ca. einmal die Woche zum Einkaufen und tanken bewegt.
Bei uns steht das Boot fahren im Mittelpunkt und das Womo ist nur Mittel zum Zweck.
Ich bin jahrzehntelang mit Wohnwagen gefahren, aber da die kleinen Schlauchboote mir das Kreuz zerschlagen, musste eine Nummer größer mit festem Rumpf her.
Und das ging dann nur noch mit Trailer.
Da die Sommerferien bei uns hier in SH ja leider immer so früh beginnen war der Reisetermin vom 01.07.2011 – 06.08.2011
Die Fahrt ging wie jedes Jahr auf den Ostpeloponnes in die Nähe von Nafplio, um genau zu sein auf den CP Posidon kurz vor Iria.
Ausgesucht hatten wir uns diesen CP schon vor vielen Jahren, nachdem wir in Pilos, Gythion, Chalkidiki unser Glück versucht hatten.
Der Finger Sithonia war über Jahre allerdings auch ein sehr schönes Bootsrevier, nur habe ich keine Lust mehr diesen langen Landweg zu benutzen.
Dafür ist mir mein Urlaub einfach zu kostbar.
So, nun aber los……
Angefangen hatte es am Vorabend, dass ich bereits das Boot anhängen wollte. Beim Zurücksetzen des Womos gab es dann einen Schlag und das Kupplungspedal schlapperte nur noch vor sich hin.
Oh je, Motorhaube auf und das Drama gesehen. Geplatzter Hydraulikschlauch.
Und dann ging es los. Wo bekommt man am späten Freitagabend noch einen Hydraulikschlauch her.
Und vor allem wie baut man den alten aus.
Die erste Einschätzung war, der Urlaub ist gelaufen. Das Schiff wartet nicht und eine Reparatur würde nicht vor Montag fertig werden.
Nachdem die Tränen des Restes der Familie getrocknet war, hatte ich mir einen Lappen geschnappt und erst einmal nachgeschaut. Zwischenzeitlich noch den Nachbarn auf der Arbeit in Hamburg angerufen, er möge doch noch versuchen, einen Schlauch zu besorgen.
So langsam hatte ich wieder den Durchblick und nach dem ich alles abgewischt hatte, konnte ich keinen Defekt am Schlauch feststellen.
Es hatte sich der Splint am Schlauch gelöst, so dass die gesamte Hydraulikflüssigkeit auslief.
Also Splint rein und anschließend der Familie berichtet, dass doch noch nicht alles verloren ist.
(Ach war das schön, in so strahlende Augen schauen zu können………
…….und Papa war der größte)
Auf den Nachbarn gewartet und dieser hatte glücklicherweise einen Kanister der begehrten Flüssigkeit.
Also Hydraulikflüssigkeit eingefüllt, und versucht, die Anlage zu entlüften.
Aber wie????
Ich kannte es noch von früher mit Bierflasche, Schlauch und Kupplungspedal bzw. Bremspedal treten.
Aber hier war nichts, wo man den Schlauch hätte anbringen können, geschweige denn irgendeine Schraube zum öffnen.
Nach langem Suchen und grübeln dann einen Fachmann angerufen.
Und siehe da, einfaches durchtreten des Kupplungspedals genügt.
Nach etlichen Tritten verspürte ich auch so langsam etwas Gegendruck.
Vorne nachfüllen, drinnen pumpen.
Nach einiger Zeit ließ sich dann die Kupplung trennen, aber so ganz wie vorher war es meiner Meinung nach nicht.
Also noch ein viertel Liter Reserve eingesteckt und die ersten Kilometer jeden Rastplatz raus und Nachgefüllt. Und dann war auch alles wieder bestens….
Nicht auszudenken, wenn das am nächsten Tag auf der Autobahn passiert wäre.
Hier der Fleck, der leider übrig geblieben ist.
Nur noch eine Nacht schlafen……..
Und dann konnte es endlich losgehen.
Geplant war dieses Jahr eine Übernachtung am nördlichen Gardasee auf einem Womo-Stellplatz.
Also runter von der Autostrada in Rovereto Sud und ab zum Lago…
Die Anfahrt zum See war schon beeindruckend, wie er so vor uns lag.
Sonniges Wetter und glitzerndes Wasser…
Dann die Küstenstraße entlang Richtung Malcesine. Ich weiß es nicht mehr genau, aber ich glaube dort sollte der Stellplatz sein.
Den haben wir dann allerdings nicht gefunden, weil ich Oberdussel den Zettel mit dem Namen und Koordinaten auf dem Schreibtisch liegen gelassen hatte.
Meiner Tochter viel dann noch der Name ein, aber kein Stellplatz weit und breit.
Also umdisponiert und versucht einen Campinglatz anzusteuern.
Auch wenn es mächtig teurer wäre.
Und das war für uns der Horror. Keine Chance mal irgendwo anzuhalten, Autos über Autos, jede kleine Parkbucht belegt.
Keine Chance mit dem Gespann auf einen Campingplatz zu kommen, alles dermaßen eng.
Wir hatten nur die ganze Zeit gedacht, was ist wenn man hier auf einem Campingplatz steht und mit dem Womo mal zum Einkaufen fahren will.
Wir sind dann etliche Kilometer gefahren, bis wir die Faxen dicke hatten und bei der nächsten Möglichkeit abgebogen sind. Ich glaube, das war dann irgendwo in Garda.
Geplant war jetzt an irgendeiner Tankstelle oder Parkplatz anzuhalten um in Ruhe zu überlegen, wie wir jetzt weiter machen.
Zurück auf die Autostrada und irgendwo auf einem Rastplatz übernachten hatten wir jedenfalls keine Lust.
Glücklicherweise kam dann ein riesen Parkplatz mit Supermarkt und Restaurants.
Und hier hatten wir dann beschlossen zu übernachten. Also Stühle raus und bequem gemacht.
Ich will hier niemand den Gardasee madig machen. Aber für uns war das nichts und ich weiß auch nicht, wie man da Urlaub machen kann.
- Eine Straße auf der man kilometerlang nicht abbiegen kann
- Will man irgendwo hin, läuft man direkt auf der schmalen Straße
- Der Strand vielleicht zwei Meter breit und vor Menschen kaum zu sehen.
- Keine freien Parkplätze
- Wenn man zum baden will, dann muss man über diese vielbefahrene Straße
Für uns jedenfalls der absolute Horror…..
Vielleicht waren wir an der falschen Stelle und hätten lieber den Süden anfahren sollen.
Sollten wir noch einmal die Strecke fahren, werden wir es wahrscheinlich auch tun.
Die Tochter hat es gefilmt, und am Ende meines Berichts werde ich mal einen Link einstellen.
Aber egal, die Tochter war nun, gelinde gesagt, leider etwas traurig, da ich ihr versprochen hatte, dass wir im Gardasee baden gehen.
Also was tun.
Mal über den Parkplatz geschlendert und eine sehr schöne Pizzeria mit Außenbereich entdeckt.
Somit war der Abend gerettet und die Tochter wieder glücklich….
Und die Pizzen waren wirklich lecker und reichlich!!
Es war auch nicht allzu teuer, womit wir nun gar nicht gerechnet hatten.
Ach ja, und wunderbar ruhig geschlafen hatten wir dort auch.
Ausgeschlafen ging es am nächsten Tag dann weiter Richtung Ancona und zwar bis nach Fano.
Hier hatten wir schon einmal mit dem Wohnwagen auf einem Campingplatz übernachtet. Aber das war dort so eng, dass ich mir das mit dem Womo nicht antuen wollte.
Hier aus dem Forum hatte ich glücklicherweise einen Platz empfohlen bekommen. Nämlich den an der Via Kennedy.
Er war zwar mächtig voll, aber mit Wasser Ver- und Entsorgung.
Und man gelangt von dort aus direkt in den Ort und kann noch ein wenig bummeln gehen.
Erst hatte ich gedacht, dass hier alle auf das Schiff nach Griechenland warten. Aber nichts da.
Es waren fast alles nur Rentner aus Italien, Deutschland und Holland, die seit Monaten von Stellplatz zu Stellplatz fahren. Einige waren auch schon seit Wochen dort.
Urlaub auf Stellplätzen…..
…na ja wer es mag. Unser Ding ist es nicht.
Aber mich hat die Freundlichkeit schwer beeindruckt.
Nicht annähernd das, was hier oft beschrieben wird, so von wegen zu dicht beim Nachbarn stehen.
Da ich ja hier aus dem Forum vorgewarnt war, hatte ich gleich gefragt. Aber es wurde immer abgewunken und es war völlig egal wo man sich hingestellt hat.
Und dann hatten wir stundenlang nationenübergreifenden Smalltalk….
Ach ja, meine Frau war sehr verwundert darüber, dass die etwas älteren Herrschaften, vor allem die Frauen, alle so jugendlich aussahen.
Und es kam von allen die Antwort: Dauerreisen mit Womo hält jung.
Das lässt ja hoffen…….
Am nächsten Tag waren es dann nur noch wenige Km bis zum Schiff:
Dann nur noch in die Schlange einreihen und auf die Abfahrt warten:
Und hier geht es nun endlich auf´s Schiff:
Und die Rückwärtseinweisung mit Trailer klappte wie jedes Jahr hervorragend:
Auch wenn der Urlaub mit der Abfahrt zu Hause beginnt. So richtig erleichtert bin ich immer erst, wenn das Womo auf dem Camperdeck steht.
Für mich beginnt ab da der wahre Urlaub.
Oft genug hatten wir uns bereits unter mächtigen Schwierigkeiten bis zu Schiff geschleppt.
Vom literweisen Ölverlust am Motor, defekter Kupplung, abgerissenem Auspuff, war alles dabei.
Egal, nur rauf auf das Schiff, die Griechen haben es immer Top gerichtet.







