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Wirtschaftliche Situation 1, 2, 3, 4, 5


GeoHeiner am 17 Feb 2012 10:16:04

ottomar hat geschrieben:@Raidy und @GeoHeiner

Stammtisch, na klar!


:gui::gui::gui:

Und meine Allerliebste macht den shuttle für den Heimweg...so sie denn noch kann.

:lenker:

Mit freundlichen n,
Ottomar


Irgendwann demnächst bin ich ohnehin beim Dorn in Deißlingen, Gas- und Dichtigkeitsprüfung. Da lässt sich dann was arrangieren. Ist aber jetzt sehr OT.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gast am 17 Feb 2012 10:18:31

Ich weiß ja, es ist die BLÖD-Zeitung. Trotzdem schocken mich solche Bilder: --> Link
Sie sind nicht entschuldbar und eine unglaubliche Frechheit. Die Presse springt voll auf diesen Zug auf, viele Griechen und Deutsche auch.
Aber wie sagt der Volksmund: Wenn es ums Geld geht hört jede Freundschaft auf.

Gast am 17 Feb 2012 10:39:05

Solche Bilder sind nicht nur "nicht entschuldbar und eine unglaubliche Frechheit", sondern zeugen auch von der Dummheit und der mangelnden - oder vollständig fehlenden - Fähigkeit zu argumentieren.

Meine Hoffnung ist, dass die nationalen Gerichte so etwas endlich (!) sanktionieren.

Meine weitere Hoffnung ist, dass möglichste wenige Menschen auf die Scharfmacher reinfallen. In D und in GR.

Ich wiederhole mich: Angezündet (oder zerstört) ist etwas viel schneller, als gelöscht und wieder aufgebaut!

Und nachdenklich sollte uns machen, wie dünn das Eis des friedlichen Umgangs der Völker untereinander ist, und wie rasend schnell, alte, längst überwunden geglaubte Vorurteile wieder an die Oberfläche kommen.



Peter

Anzeige vom Forum


Gast am 17 Feb 2012 10:56:47

Hallo Peter,

ich bin auch dafür, dass die Solidargemeinschaft (in diesem Fall die EU-Staaten) jemandem hilft, der unverschuldet in Not geraten ist. In diesem Falle aber haben wir es mit Jahrzehnte alten kriminellen Machenschaften in Griechenland zu tun, für die wir alle nun den Kopf hinhalten sollen.

Wer sich die Suppe einbrockt, der soll diese bitte schön auch selber auslöffeln!

BernhardK am 17 Feb 2012 12:55:45

Hallo !

Hier mal ein Beitrag dazu, wie das EU-Rettungspaket umgesetzt wird.

Kommt ein Deutscher Tourist in ein Griechisches Hotel, legt einen 100 Euro Schein auf die Theke und bittet um einige Zimmerschlüssel, damit er mal nachschauen könne, ob Ihm die Zimmer gefallen würden.
Die 100 Euro seien als Sicherheit.
Der Hotelier gibt ihm alle Schlüssel, da er keinen einzigen Gast hat.
Als der Gast verschwunden ist um sich die Zimmer anzusehen, rennt der Wirt zum Metzger und gibt dem die 100 Euro und sagt, dass damit seine offen stehenden Rechnungen ja wohl bezahlt seien.
Er rennt zurück in sein Hotel.
Der Metzger läuft zum Bauern, gibt dem die 100 Euro und sagt; für das Schwein letzte Woche, das noch zu bezahlen ist.
Der Bauer geht zur einzigen Prostituierten des Dorfes und gibt ihr die 100 Euro, weil er noch seine beiden letzten Besuche bei ihr zu zahlen hat.
Die Prostituierte rennt zum Hotel und übergibt dem Hotelier die 100 Euro die sie ihm noch für 2 Zimmermieten, mit Kunden, schuldet.
In dem Moment kommt der Deutsche die Treppe herunter und sagt, dass ihm keins der Zimmer gefallen würde.
Er gibt dem Hotelier die Zimmerschlüssel, nimmt seine 100 Euro und verlässt das Hotel.
Nun das Ergebnis:
Alle Schulden sind bezahlt und keiner hat Geld....!!!! So funktioniert das EU Rettungspaket !!!

aliobaba am 17 Feb 2012 17:02:36

Hallo BernhardK

.... na ja: Der Vergleich hinkt leider ein wenig, leider - sonst wäre das mit Griechenland ja recht einfach:

Die Schuldnergemeinschaft hatte per saldo zusammen keine Schulden. Darum funktioniert dieses auf den ersten Blick verblüffende Beispiel.

Wenn's nur so einfach wäre!! Die griechische "Schuldnergemeinschaft" hat aber sehr wohl reale Schulden.

Trotzdem: Nett!

Gast am 17 Feb 2012 20:58:48

Hallo
schön wäre es, wenn es so überschaubar wäre wie deine 100E-parabel
schön wäre es wenn nicht jeder einzelne von uns für die GR-schlamperei bzw den dort vollkommen überzogenen lebensstil(bezogen auf die wirtschaftslstg) aufkommen müsste
schön wäre es, wenn die menschen in GR endlich die ärmel hochkrempeln, anfangen effizient zu arbeiten, ihren staat reformieren bzw funktionsfähig gestalten und keine fremde hilfe zur staats-effizienz-steigerung ablehnen.

aber es geht auch anders: irland ist auf dem weg der besserung mit einsicht/willigkeit durch die bevölkerung. dort sehe ich ein zu helfen, die dortige bevölkerung arbeitet härter ohne zu murren, ohne gewalt-demos, ohne gejammer
lg
olly

Gast am 17 Feb 2012 21:54:09

Die Geschichte geht leider etwas anders:

Die deutschen Bürger geben ihr Geld an den Staat.
Der gibt den Banken eine Bürgschaft für Griechenlandkredite inkl. der Zinsen.
Das Geld des Bürgers gibt der deutsche Staat auch den deutschen Banken zum Tilgen der Zinsen der Staatseigenen Kredite. Die Schulden aber bleiben.
Die deutschen Banken geben den griechischen Banken das Geld und bekommt dafür Zinsen.
Die griechischen Banken geben dem griechischen Staat das Geld mit noch mehr Zinsen.
Der Staat zahlt damit bei genau dieser Bank die extremen Zinslasten, kann aber nicht tilgen.
Der griechische Staat hat wieder kein Geld, weil er ja seine Zinsen zurückzahlt.
Also nimmt er sich nochmals einen Kredit von genau dieser Bank mit noch mehr Zinsen.
Der griechische Staat ist völlig überschuldet, weil er die Zinsen nicht tilgen kann.
Die griechische Bank verdient richtig gut an den Zinsen, fordert aber trotzdem eine pünktliche Rückzahlung der Kredite samt hoher Zinsen.
Der griechische Staat steht kurz vor der Pleite und schreit nach Geld.
......
Die deutschen Bürger geben dem Staat ihr Geld
...
...
...

Und daraus schließen wir:
Deutsche Banken verdienen an den Zinsen.
Griechische Banken verdienen an den Zinsen.
Der griechische Staat ist trotzdem Pleite.
Beim griechischen Bürger kommt von diesem Geld nichts an.
Sollte die griechische Bank trotzdem pleite gehen, bekommen die deutschen Banken trotzdem ihr Geld samt Zinsen vom Staat.
Der deutsche Bürger gibt dann dem deutschen Staat sein Geld.....

Und die Moral von der Geschichte: Banken verdienen immer, selbst wenn sie angeblich Verluste machen.
Dem Volk von Deutschland und Griechenland bringt es so und so nichts.
Die Shareholder der Banken verdienen sich dumm und dämlich.
Kurs Deutsche Bank Sept. 2011 (erste Zahlungen) 20,79€
Kurs Deutsche Bank Febr. 2012 (direkt vor nächsten Staatshilfe) 34,08€
Kursgewinn 61%. Staatsschulden lohnen sich für Banken!

Und damit das System nicht so offensichtlich auffällt, hetzt man deutsche und griechische Bürger mittels Hetzpresse und Dummfernsehen gegeneinander auf. Und wir spielen das Spiel mit.

ottomar am 18 Feb 2012 03:45:54

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“.

Aus: Bertold Brecht. Dreigroschenoper. 1928

Mit freundlichen n,
Ottomar

Gast am 18 Feb 2012 12:24:21

papageno46 hat geschrieben:Hallo Peter,

ich bin auch dafür, dass die Solidargemeinschaft (in diesem Fall die EU-Staaten) jemandem hilft, der unverschuldet in Not geraten ist. In diesem Falle aber haben wir es mit Jahrzehnte alten kriminellen Machenschaften in Griechenland zu tun, für die wir alle nun den Kopf hinhalten sollen.

Wer sich die Suppe einbrockt, der soll diese bitte schön auch selber auslöffeln!


Moin papageno46,

es ehrt dich, dass Du, nachdem ich einige Deiner posts recht massiv angegangen bin, Dich trotzdem direkt an mich wendest. Auch deshalb, will ich Dir direkt antworten.

Zunächst würde es mich freuen, wenn es für Dich die Möglichkeit gäbe, die von mir angegriffen Formulierungen "ins rechte Licht" zu rücken. Nicht damit ich zufrieden wäre, sondern damit sie nicht für immer und ewig so im www rumgeistern, ohne, dass Du das klargestellt hast.

Und der "deutsch-griechischen Freundschaft" würde es bestimmt auch nicht schaden :wink:




Zu Deinen obigen Ausführungen kann ich sagen, dass ich generell mir sehr schwer damit tue, wenn eine Solidargemeinschaft für "kriminelle Machenschaften den Kopf hin halten soll".



Solltest Du mit "kriminelle Machenschaften" allerdings den kleinen(!) griechischen Steuerbetrüger meinen, kann ich Dir sagen, dass wir - alleine hier im Forum - bestimmt auch 1 oder 2 :D (o.k., vielleicht auch ein paar mehr...) haben, die bei einer Steuerprüfung nicht "hurra" schreien würden (um es gaaaaanz vorsichtig auszudrücken).




Solltest Du mit "kriminelle Machenschaften" den griech. Staat/Politiker und die falschen Zahlen, die zum EU-Beitritt führten, meinen, finde ich es ausgesprochen schade, dass z.B. der Hinweis von Ottomar, dass u.U. amerik. Banken schon seit Jahren bei den "falschen Zahlen" geholfen haben, auch von Dir nicht weiter verfolgt wurde.
Vielleicht hängen ja an den "falschen Zahlen" noch viel mehr Politiker, Banker, Institutionen etc. außerhalb (!) Griechenlands.
Sollten die dann auch irgendwie bestraft werden, oder lässt man das mal sein, weil es vielleicht zu "unübersichtlich" würde, und man mit GR ja schon ein Opfer gefunden hat, auf das es sich relativ problem - und gefahrlos einprügeln lässt?




Und selbst wenn sich rausstellen sollte, dass die Betrügerein ganz allein auf griech. Politikermist gewachsen wären und wir deshalb "mit gutem Gewissen" für eine harte Bestrafung (des ganzen Volkes) plädieren könnten, was machen wir demnächst mit Ungarn?
Dort haben zwei Drittel der Bevölkerung eine "Regierung" gewählt die mit Demokratie nicht sooo viel am Hut hat, aber dafür das Land finanziell ruiniert hat. Eindeutig die eigene "Schuld"! Sollen die, die nächsten Jahre nur Paprika essen?



Was machen wir mit Portugal, wenn sich rausstellen sollte, dass da auch ein paar Verbrecher betrogen haben? Lassen wir sie in ihrem Elend dann alleine?




Und für was plädierst DU (!) bei Italien? Dort versickern seit Jahrzehnten Milliarden von der EU? Was machst Du mit denen? Die "kriminelle Machenschaften" sind dort um ein Vielfaches offensichlicher als in GR.






Und noch etwas zum Schluss:

Wenn unser Land vor knapp 70 Jahren von der Völkergemeinschaft nicht an die Hand genommen worden wäre, würden wir heute vielleicht auf Kartoffeläckern (Morgenthau lässt grüßen) leben und Du hättest gar keine Möglichkeit in einem Womo-Forum auf andere Völker und Länder, mit "kriminelle Machenschaften", zu schimpfen, u.a. weil Du den ganzen Tag damit beschäftigt wärst Rüben für die Schweine anzubauen.

Und wir bekamen eine neue Chance, nicht weil wir mit falschen Zahlen und Steuerbetrügereien Milliarden geklaut hatten, sondern obwohl wir für die Verwüstung von vielen Ländern und den Tod von Zig-Millionen Menschen verantwortlich waren. Brauchst Du noch Genaueres?


Also, wenn es einem schon so leicht fällt, schnell über andere Völker/Länder den Stab zu brechen, weil man es mit ihnen vielleicht "eh nicht so hat", dann sollte man wenigstens ab und an die eigene Historie bemühen. Das kann dann schon sehr oft helfen, einfach mal die Füße still zu halten und die bekannten "Ausländer ist vielleicht Feind, fauler Betrüger und in kriminelle Machenschaften verstrickt"-Reflexe zu unterdrücken.



Peter

Gast am 18 Feb 2012 12:30:50

raidy hat geschrieben:...Und die Moral von der Geschichte: Banken verdienen immer, selbst wenn sie angeblich Verluste machen.
Dem Volk von Deutschland und Griechenland bringt es so und so nichts.
Die Shareholder der Banken verdienen sich dumm und dämlich.
Kurs Deutsche Bank Sept. 2011 (erste Zahlungen) 20,79€
Kurs Deutsche Bank Febr. 2012 (direkt vor nächsten Staatshilfe) 34,08€
Kursgewinn 61%. Staatsschulden lohnen sich für Banken!..


Die Zahlen sind herrlich! Herrlich entlarvend! :D

Gast am 18 Feb 2012 12:36:37

raidy hat geschrieben:...Und damit das System nicht so offensichtlich auffällt, hetzt man deutsche und griechische Bürger mittels Hetzpresse und Dummfernsehen gegeneinander auf. Und wir spielen das Spiel mit.


Will den geographischen Themen-Kreis nicht erweitern, aber wenn man zynisch sein wollte, könnte man sagen, dass wir hier - trotz "Hetzpresse und Dummfernsehen" - noch "froh" sein können :D

In Indien und Pakistan z.B. müssen die Soldaten immer dann marschieren, wenn ein Land glaubt von innenpolitischen Krisen ablenken zu müssen. Da wird dann aber nicht nur gehetzt, sondern es wird geschossen.

Gast am 19 Feb 2012 14:32:43

Hallo yasar-peter (was immer das zu bedeuten hat),

die gute, freundliche Stimmung in Deinem GR-positiv-Tröt will ich nicht kaputt machen! Offensichtlich bist Du ein bussi-bussi-Typ (Begriff aus Österreich für jemanden, der es immer allen Recht machen will und nur Positives sieht). Bist - warst - Du vielleicht Lehrer? Das würde alles erklären!

Die erfreulichen Stellungnahmen zu persönlichen Begegnungen mit der griechischen Bevölkerung in Deinem Sonder-Tröt sind die eine Seite. Die Tatsache, dass wir Deutschen (und andere in der EU) mit unseren Renten, Sparvermögen und Lebensversicherungen nun für die Jahrzehnte währende Selbstbedienungsmentalität (Details sind bereits bekannt) der griechischen Regierungen, Industriellen, Banken usw. den Kopf hin halten sollen, sind die andere Sache und verschlägt mir die Sprache!

Und dass Leute wie Du diese Vorgehensweise gut heissen und anders Denkende in die rechte Ecke schieben, finde ich skandalös! Vielleicht funktioniert ja eine Lösung à la Irland? Ich gestehe - da bin ich pessimistisch. Die neuesten Nachrichten an diesem Tag (19. Februar 2012, 14 Uhr) geben mir Recht!

ottomar am 19 Feb 2012 16:34:59

Werter Papageno,

"das Bildnis", das Du mit Deinem letzten Beitrag hier abgibst, ist nicht gerade "bezaubernd schön". (Siehe: Schikaneder...aber das weißt Du sicher selbst).

Ich möchte Dich dringlich ersuchen, derartige Flötentöne, und wenn Dir noch so sehr nach Vogel ist, aus diesem mit großem Ernst betriebenen Thread heraus zu lassen.

Unklar bleibt, was Du letztlich willst, denn unqualifizierte Angriffe gegen einzelne Personen und Berufgruppen sind nicht gerade zielführend, deuten aber schon auf eine tiefe, kindliche Verletzung hin. Ist Dir in der Schule Böses widerfahren? Das wäre schlimm.
Schlimmer aber, weil nun keinesfalls hilfreich, wäre es, wenn Du meinst, das hier ausagieren zu müssen.

Somit zum eigentlichen Inhalt: Welche Nachrichtenmeldung auf welchem Medium von 14 Uhr meinst Du denn? Ich würde mich zu gerne auf Inhalte beziehen.

Im übrigen hat Raidy schon viel weiter oben das Szenario, das uns eventuell erwartet, geschildert. Wir haben letztlich die Wahl zwischen Pest und Cholera, die Frage ist nur, ob es sich Europa leisten kann, auch noch den letzten Rest von Moral zur Disposition zu stellen. Mein Hemd ist mir das nächste etc...

Mit freundlichen n,
Ottomar

Gast am 19 Feb 2012 18:35:04

Hallo ottomar,

ja, das war die Mitteilung in den diversen aktuellen Medien, dass Griechenland noch einmal (!) weitere Zeit benötige, um "anstehende Probleme zu klären".

Es ist mir nicht ganz klar, woher dieser plötzliche Psychotherapeuten-Wind (und wenn er noch so gut gemeint ist) in diesem Tröt kommt - den brauchen wir nämlich gar nicht!

Zum eigentlichen Thema ist bisher alles mehrfach gesagt worden. Ich wehre mich lediglich gegen diese ständigen Verharmlosungen dessen, was auf uns aufgrund der Jahrzehnte alten Schweinereien in Griechenland zukommen wird (bei uns: Abwertung von Renten, Barvermögen, Lebensversicherungen usw.).

Noch einmal: Wer sich die Suppe eingebrockt hat, der soll sie bitteschön auch selber auslöffeln (siehe Irland)!

PS: Nach wie vor gilt die gute alte Schwarzwälder Holzfäller-Regel: "Auf grobe Klötze gehören grobe Keile..."

Gast am 19 Feb 2012 20:25:59

Bevor es jetzt wieder zu emotional wird hier und ihr euch "Klötze und Keile" um die Ohren haut, hätte ich noch ein paar Fragen.

1) Was, wenn morgen 2-4 weitere Länder nach Hilfe rufen. Vervierfachen wir dann die Hilfen?
Wenn nein: Mit welchem Recht sagen wir den anderen Ländern, dass sie nicht bekommen, was Griechenland bekommen hat?
Wenn ja: Wie sollten wir das je finanzieren. Schon die Griechenlandhilfe führt uns an die Grenzen der finanziellen Machbarkeit, sollten die Bürgschaften fällig werden.

2) Wie stellen wir sicher, dass diese Hilfe nicht auch noch uns in eine Krise stürzt? Denn aus meiner Sicht können wir die Hilfe abschreiben. Wir werden das Geld nicht wieder sehen. Und wenn wir es nicht wieder sehen, dann geht es auf unsere Kosten (Renten, Steuern, Straßenbau, Sozialhilfe.....)

Nochmals zur vorbeugenden Richtigstellung:
Ich bin NICHT links eingestellt, nur weil ich über die Banken hergezogen habe. Ich bin NICHT rechts eingestellt, nur weil ich für einen freien Markt bin.
Wie überall auch liegt die Wahrheit in der Mitte. Wer Leistung bringt, soll auch gutes Geld verdienen. Wer nicht arbeiten kann, soll würdig leben können. Aber wer nicht arbeiten will, soll das Gefühl des Magenknurrens kennen lernen. Sprüche wie "Umverteilung von oben nach unten" sind mir zu albern und zu links. Das gab es noch nie, so was gibt es nicht, so was wird es nie geben - es funktioniert nicht! Dass ein Mensch, der 60-70 Stunden in der Woche eine mittelständische Firma lenkt und führt, deutlich mehr verdient wie seine Mitarbeiter mit einer 40 Stunden Woche halte ich für richtig! Dass eine Kassiererin in einem Supermarkt nur 100€ mehr Heim trägt wie ein Hartz4 Empfänger, finde ich schockierend. Den Banken allerdings würde ich gesetzliche Fußfesseln anlegen. Sie genießen offensichtlich Narrenfreiheit in unserer Demokratie. Menschen, die Steuern hinterziehen, gehören hart bestraft. Sie betrügen die ehrlichen Steuerzahler, welche für diese Lücken einspringen müssen.

Gast am 19 Feb 2012 20:51:26

Hallo raidy,

wie schön, wir sind einer Meinung!

Wer sich die Suppe einbrockt, der soll sie auch auslöffeln!

:daumen2:

Gast am 19 Feb 2012 20:59:26

papageno46 hat geschrieben:Hallo raidy,
wie schön, wir sind einer Meinung!
Wer sich die Suppe einbrockt, der soll sie auch auslöffeln!
:daumen2:

Jein.
In der Krankenkasse bezahlt die Gemeinschaft auch, wenn sich der Sportler durch leichtsinnige Überschätzung verletzt, Schäden durch "ungesunde" Lebensweise......

Dass wir Griechenland helfen, finde ich nicht grundlegend falsch.
Wie wir gerade Griechenland helfen, finde ich grundlegend falsch.

thomas56 am 19 Feb 2012 21:00:27

raidy hat geschrieben:Wer Leistung bringt, soll auch gutes Geld verdienen. Wer nicht arbeiten kann, soll würdig leben können. Aber wer nicht arbeiten will, soll das Gefühl des Magenknurrens kennen lernen. Sprüche wie "Umverteilung von oben nach unten" sind mir zu albern und zu links. Das gab es noch nie, so was gibt es nicht, so was wird es nie geben - es funktioniert nicht! Dass ein Mensch, der 60-70 Stunden in der Woche eine mittelständische Firma lenkt und führt, deutlich mehr verdient wie seine Mitarbeiter mit einer 40 Stunden Woche halte ich für richtig! Dass eine Kassiererin in einem Supermarkt nur 100€ mehr Heim trägt wie ein Hartz4 Empfänger, finde ich schockierend. Den Banken allerdings würde ich gesetzliche Fußfesseln anlegen. Sie genießen offensichtlich Narrenfreiheit in unserer Demokratie. Menschen, die Steuern hinterziehen, gehören hart bestraft. Sie betrügen die ehrlichen Steuerzahler, welche für diese Lücken einspringen müssen.

raidy, großes DANKE, genau meine Meinung! :daumen2:

thomas56 am 19 Feb 2012 21:13:30

raidy hat geschrieben:Jein.
In der Krankenkasse bezahlt die Gemeinschaft auch, wenn sich der Sportler durch leichtsinnige Überschätzung verletzt, Schäden durch "ungesunde" Lebensweise......


doch schon, oder sollten jetzt Zusatzversicherungen für alle Risikogruppen gefordert werden? Gibt es Gruppen, die beruflich oder privat keinem gesondertem Risiko unterliegen?
Und die Harley-Fahrer? :D

Gast am 19 Feb 2012 21:23:58

thomas56 hat geschrieben:
raidy hat geschrieben:Jein.
In der Krankenkasse bezahlt die Gemeinschaft auch, wenn sich der Sportler durch leichtsinnige Überschätzung verletzt, Schäden durch "ungesunde" Lebensweise......


doch schon, oder sollten jetzt Zusatzversicherungen für alle Risikogruppen gefordert werden? Gibt es Gruppen, die beruflich oder privat keinem gesondertem Risiko unterliegen?
Und die Harley-Fahrer? :D

Ich finde das Solidaritätssystem richtig. Und man sollte es in keinem Punkt auch nur anfassen und ändern wollen.
Aber du kannst darauf warten, dass genau daran herumgedockert wird. Vermutlich fängt es mit einem Zusatzbeitrag für eine Minderheitsgruppe (z.B. Raucher) an, denn da würde eine Mehrheit "jawoll, selbst schuld" rufen. Dann kommen die Dicken, dann die mit Bluthochdruck und Gelenkschäden wegen fehlender Bewegung.......

Was ich damit meinte: Die EU nennt sich Solidargemeinschaft. Nur was ist eigentlich mit Solidargemeinschaft gemeint? Wir haben die Regeln der Solidarität nie wirklich geklärt. Für die Griechen heißt es jetzt, für ALLE und ALLES. Rechtfertigt interne Korruption den Anspruch auf Solidarität?
Anders herum: Für viele ehrliche Griechen brechen schwere Zeiten an. Fordern diese nicht zu Recht Solidarität.

Wenn man die Regeln der Krankenkasse zu Grunde legt, dann heißt es doch für ALLE und ALLES.
Ich meine wir müssen erst mal festlegen, was Solidarität innerhalb der EU überhaupt bedeutet soll.

Meine ganz persönliche Meinung: Den Staat pleite gehen lassen, die griechischen Banken pleite gehen lassen. Den Menschen beim Neuaufbau helfen, so wie man uns nach dem Kriege beim Aufbau geholfen hat.
Aber nur anschieben, fahren müssen sie selbst lernen.

thomas56 am 19 Feb 2012 21:39:33

raidy hat geschrieben: Für viele ehrliche Griechen brechen schwere Zeiten an. Fordern diese nicht zu Recht Solidarität.


Doch, fordern sie zu recht. Nur sollen sie es in dem Land tun in dem sie Jahrzehnte partizipiert haben.
Solidargemeinschaft hat bei uns lange funktioniert...........

Gast am 19 Feb 2012 21:56:10

Hallo,
ihr gestattet mir folgende ketzerische bemerkungen:
es wird mit "solidargemeinschaft-krankenkasse usw" vom eigentl. thema abgeschweift oder meint ihr, dass wir uns uns mit GR und seinen bürgern in einer solidargemeinschaft ,wie mit unsern mitbürgern in D, befinden?
dies verneine ich entschieden, wir sind derzeit nur die bürgen (suppenauslöffler) für ein land dessen politiker auf krimenelle weise mit hilfe noch kriminellerer us-banken sich die euromitgliedschaft erschlichen.

ich lasse mir auch nicht moralisch eine verpflichtung zur solidarität mit GR einreden, es langt was wir über die EU löhnen, es sei denn die
in GR bauen ihren staat und ihre gesellschaft so um, dass hilfe auch was nutzt, damits läuft und die schulden beglichen werden
lg
olly

Gast am 19 Feb 2012 22:19:54

doddo66: Du magst ja recht haben, aber den Vertrag von Lissabon hast du wohl noch nie gelesen. Da steht ganz klar drin, dass die europäischen Staaten in einer Solidargemeinschaft leben. Nur gefragt wurde ich nie, ob ich das so will. Das hat man ohne uns entschieden wie den Euro auch.

Auszug aus dem gültigen Vertrag von Lissabon:

„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.

Klar, der Text ist reine Auslegungssache. Aber genau das ist ja das Problem.

Gast am 19 Feb 2012 22:42:29

@raidy
du hast mit lissabon recht aber:
- auslegungssache (bzw m.e. zumutbarkeitssache), wie du bereits schriebst
- währungsunion hier ausdrücklich vereinbart, dass jedes land für seine schulden selbst aufkommen muß un d kein land verpflichtet ist die schulden des anderen zu begleichen.
ganz ehrlich wenns nach mir ginge bekämen dioe GR nixxx, ich bin nicht mal bereit die alufelgen unseres zweitwagens für GR gegen stahlfelge zu tauschen. ich leiste etwas für mein geld und wenn ich mir GR ansehe ist in der dortigen gesellschaft der begriff "leistungsgesellschaft" in weiten teilen des landes offenbar unbekannt
lg
olly

ottomar am 20 Feb 2012 04:21:43

Es ist das alte Dilemma des Auseinanderklaffens von Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit.

Man denke etwa an die schöne Formulierung des Art.2, Abs.2 GG:

"(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der
Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Dagegen halte man die Verfassungswirklichkeit - etwa die nach wie vor bestehende Ungleichheit in den Löhnen, Besetzung von Arbeitsplätzen, Professorenstellen, Führungspositionen in der Wirtschaft usw.; was man will, man wird erkennen, dass das GG nicht die Wirklichkeit abbildet, sondern einen Auftrag darstellt.

In Analogie dazu will ich einmal die Novelle des EU-Vertrages durch den Vertrag von Lissabon ansehen.
In einem zumindest diskussionwürdigen Verfahren (Stichwort Volksabstimmung) wurde bei uns durch Bundestag und Bundesrat unter der Federführung der Bundeskanzlerin ein Vertrag ratifiziert, in dem, und ich möchte Raidys Zitat daraus weiter fortsetzen, das Folgende steht:

„Artikel 2
(1) Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Völker zu
fördern.
(...)
(3) Die Union errichtet einen Binnenmarkt. Sie wirkt auf die nachhaltige Entwicklung
Europas auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstums und von Preisstabilität,
eine in hohem Maße wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und
sozialen Fortschritt abzielt, sowie ein hohes Maß an Umweltschutz und Verbesserung der
Umweltqualität hin. Sie fördert den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt.
Sie bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit
und sozialen Schutz, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Solidarität zwischen den
Generationen und den Schutz der Rechte des Kindes.
Sie fördert den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt und die Solidarität
zwischen den Mitgliedstaaten."

So, und jetzt sind wir daran, entsprechend zu interpretieren und dann zu handeln. Wir sitzen in einer Falle, die wir uns selbst haben stellen lassen.

Ich vermag nicht abzusehen, wer noch alles auf die Gemeinschaft zukommen wird, um Solidarität einzufordern. Und noch weniger habe ich ein Rezept, was bei Nummer Zwei bis Fünf zu tun sein wird, wo wir noch nicht einmal wissen, wie wir mit Nr. Eins der Antragsteller ungehen sollen.

Was bleibt, ist ein schales Gefühl, auf der ganzen Linie zu versagen bzw. versagen zu müssen, bzw. das noch schalere, dass hinter den papierenen Träumen eines Vertrages Menschen verborgen sind, die unverschuldet in Not geraten sind. Und genau da müsste Solidarität walten!

Und es komme mir jetzt keiner mit Pauschalurteilen über "die Griechen".

Mit freundlichen n,
Ottomar

Gast am 20 Feb 2012 08:43:31

Hallo
es ist sicher ein feiges versagen politikern aller couleur, dass in D keine volksabstimmung stattfand, wobei ich mir sicher bin, dass das deutsche volk nie banane so gewesen wäre und dem lissabon-vertrag (=ersatz für einen in einzelnen mitgliedsstatten durchs volk abgelehnten vertrag) bzw damit der währungsunion (= blödheit von kohl) zugestimmt hätten, freiwillig macht fast keiner den zahlmeister, auch nicht in D.

Nichts desto trotz gilt aber auch die nichtbeistandsklausel:
Zitat wiki: "Vertrag von Lissabon 2009 in Art. 125 AEUV übertragen, der Wortlaut blieb jedoch weitgehend gleich.
Die Hauptfunktion der Nichtbeistands-Klausel besteht darin, EU-Staaten zu eigenverantwortlicher Haushaltsdisziplin zu bewegen. Sie sollen nicht darauf hoffen können, bei unsolider Haushaltsführung später durch andere EU-Staaten in der Bedienung ihrer Schulden im Notfall unterstützt zu werden"
ich verlange nicht mehr als deren umsetzung

"zum thema unverschuldet in not"
in D zahlen wir für ein rentenniveau von ca 42% einen 10% beitrag,
in GR für 80% jedoch nur 7%

noch besser kommt folgendes raus --> REALLOHNENTWICKLUNG 2000-2008:
D SINKT um 0,8%
ABER GR STEIGERUNG um 39,6% der reallöhne

dem dümmsten, auch bürgern in D und GR, muß bei betrachtung der wirfschaft in GR klar sein, dass das schief geht.
in so fern stimmt meine ketzerei, dass der blöde deutsche michel den menschen in GR einen überzogenen lebensstil (bezogen auf die wirtschaftskraft) finanzieren soll !!!
--> keine solidarität, kein verständnis für die antideutschen ausschreitungen in GR,
die bürger in GR müssen aczeptieren, dass man nur die renten/gehälter/konsumniveau haben kann, der erwirtschaftet wird.

ungeachtet davon gilt aber auch dass der GR-schlendrian, zuviele öffentl bedienstete, zuviel rüstung, kein fiskalwesen, ineefiziente verwaltung einen mindestens ebenso großen beitrag zur staatspleite, bankenprofitgier leisteten

lg
olly

Gast am 20 Feb 2012 13:05:00

Dem ein oder anderen mag ja bekannt sein, dass ich häufig mit den Artiklen in der SZ übereinstimme. Hier ein weiterer Beleg dafür:


...
Wer jetzt noch ernsthaft erwägt, Athen die Hilfe zu verweigern, der richtet einen unermesslichen Schaden an der europäischen Sache an: Ein Sturz Griechenlands würde auch das Vertrauen unter sich begraben, dass die Europäer mit ihren Krisen letztlich doch selbst fertig werden...

...GR unterwirft sich nicht nur einem strikten finanzpolitischen Regime, indem es eisern spart, auf die Hoheit über einen Teil seiner Staatseinnahmen verzichtet und sich direkter europäischer Kontrolle unterwirft. Sondern es verpflichtet sich auch zu einer Reform an Haupt und Gliedern, nach der GR nicht mehr so sein wird, wie es einmal war...

...Den Griechen wurde versprochen, ihnen unter die Arme zu greifen, wenn sie sich auf ein schmerzhaftes Programm einlassen. Das haben sie getan, weshalb es regelrecht unanständig wäre, immer neue Gründe zu suchen, das Versprechen nicht halten zu müssen. Man kann doch nicht wochenlang verhandeln und dann plötzlich entdecken, dass man den Zusagen der Griechen nicht traut. Oder dass Neuwahlen in Athen Risiken mit sich bringen. Das war alles vorher bekannt, und wer GR für einen hoffnungslosen Fall hält, der hätte das sagen können. Kein verantwortlicher Politiker hat das getan - auch der dt. Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht, der nun mit immer härteren Aussagen über GR in die Öffentlichkeit geht.
Es kann doch, nebenbei bemerkt, wohl nicht sein, dass die EU alles daransetzt, Serbien in ihre Reihen zu bekommen, GR aber fallen lässt. Die Operation GR wird schwierig, aber sie muss jetzt angepackt werden.
(Quelle: SZ, 20.02.2012, Seite 4)

Gast am 20 Feb 2012 13:10:12

Um in diese Dimensionen zu gelangen, müssten die Griechen, oder auch andere, aber noch ordentlich üben. Dagegen sind die ja richtige kleine Fische :D :D :D


Betrüger gefährden Finanzsystem

Italiens (!) Polizei fängt falsche US-Anleihen über 6 Billionen (!!!!!) Dollar ab. Acht Verdächtige in Haft....
(Quelle: SZ 20.02.2012, Seite 17, Ausrufezeichen durch mich :wink: )

Gast am 20 Feb 2012 13:27:14

die operation GR könnte allenfalls gelingen,
Wenn die bevölkerung einsieht, dass der öffentl dienst um min 50% gekürzt werden muß
Wenn renten, gehälter und konsumniveau auf ein der wirtschaftsleistung entsprechendes maß gekürzt werden muß
WENN sie endlich einsieht, dass niemand mehr in der EU bereit ist den dortigen lebensstandart zu finanzieren und dabei kürzeer treten muß
Wenn die bevölkerung einsieht, dass der schuldenschnitt bzw hilfe eine gnade ist, ohne moralischen oder gar rechtlichen anspruch

die proteste, andere+banken für die eigene misere verantwortlich zu machen helfen nix, es hilft aber die ärmel umzukrempeln zu arbeiten und staat+gesellschaft zu reformieren,

angemerkt sei, dass GR seit über 20jh eine art marshall-plan durch EU-hilfen erhält, aber nix daraus macht weder wirtschaft noch landwirtschaft noch staat funktionieren

aber solange in erster linie gestritten, gewaltsam demonstriert wird und kein konsens zum radikalen umbau von gesellschaft und staat besteht, ein klares no-go zu weiteren GR-hilfen
lg
olly

aliobaba am 20 Feb 2012 17:45:52

In diesem Zusammenhang ist dieser Artikel hochinteressant:

--> Link

Gast am 20 Feb 2012 21:26:50

zum artikel von aliobaba:
was lehrt uns dies:
wir sind sowohl begünstigter (lebensvers) als auch opfer der globalen us- und GB finanzwelt. aber doch wie der herr beschrieb geisel der US-banken

obwohl ich überzeugter reaktionär bin habe ich immer mit fidel sympatisiert und habe ihn dafür bewundert, dass er den finanzamis so in den arsch getreten hat, dass sein stiefel immer noch drin steckt und weh tut,
auch ich habe meinen beitrag zur unterstützung von fidel geleistet,
hallo yasar deswegen hab ich als ich noch raucher war die kubanischen konsumiert, obwohl die mittelamerikaner billiger waren= support durch konsum :D

wir europäer hätten die auch irgendwann mal tun sollen. dann wäre uns vielleicht ein verhalten von US-banken wie beim GR-euro-betrug erspart worden.
lg
olly

Gast am 20 Feb 2012 21:37:04

Olly,
warst du jemals in Kuba?
Wenn nicht, solltest du mal dort hin. Und zwar nicht in den wenigen Touristenzentren sondern ins Hinterland oder in die Fabriken, wo Arbeitsschutz ein Fremdwort ist. Da werden Produkte ohne Atemschutz lackiert und nach 10 Jahren sind die Lackierer krank. Zwar haben sie einen Arzt pro 150 Einwohner, aber für Medikamente ist kein Geld da. Nein, das Leben in Kuba ist schreiend ungerecht.
Das Volk ist bitterarm, die Korruption blüht dort, da ist Griechenland ein Musterknabe dagegen. Millionäre haben sie auch genug. Nein, Kuba ist kein gutes Beispiel. Einzig der Stolz auf das eigene Land verhindert noch, dass es dort einen Aufstand gibt.
Das Bildungssystem allerdings ist gerecht. Jeder wird gleich schlecht ausgebildet.
Dass dieses Land ganz ohne westliches Geld und der Abhängigkeit westlicher Banken arm ist, kann man als "positiv" darstellen.

Das sollte jetzt aber kein Lobgesang auf den westlichen Lebensstil sein.

Gast am 20 Feb 2012 21:45:51

@raidy,
es stimmt kuba hat massive probleme
ich habe aber auch schon berichte im tv gesehen in denen kuba positiv rüberkam ins das gesundheitswesen, kein hunger im vergleich zu anderen (US-vasallen) staaten. immerhin schaffte es fidel seinem volk den stolz zurückzugeben und nicht länger us-kolonie, glücksspiel- und hurenhaus zu sein
lg
olly

Gast am 20 Feb 2012 22:00:43

dodo66 hat geschrieben:@raidy,
es stimmt kuba hat massive probleme
ich habe aber auch schon berichte im tv gesehen in denen kuba positiv rüberkam ins das gesundheitswesen, kein hunger im vergleich zu anderen (US-vasallen) staaten. immerhin schaffte es fidel seinem volk den stolz zurückzugeben und nicht länger us-kolonie, glücksspiel- und hurenhaus zu sein
lg
olly

Es muss keiner in Kuba hungern, das stimmt.
Es gibt sehr viele Ärzte, aber fast gar keine medizinischen Geräte (Ultraschall, Tomographie.......). Weil sich Kuba den Import nicht leisten kann. Und weil die USA es blockiert.
Es gibt landeseigenen Medikamente, weil sie selbst (aus westlicher Sicht illegal) Generika produzieren. Aber es gibt trotzdem viel zu wenige Medikamente. Leider aber gibt es massig Prostituierte. Wobei Prostitution in diesem Land sozial "anerkannt" ist. Es ist ein interessantes Land mit tollen, extrem temperamentvollen und stolzen Menschen und extremen Gegensätzen.
Aber am besten du schaust es dir mal selbst an. Es wäre sehr lehrreich.Manches könnten wir von denen noch lernen, vor Allem den Zusammenhalt.

Sorry für das O.T., obwohl eine Gemeinsamkeit finde ich doch mit Griechenland:
Zu viel Stolz und kein Geld hängen wohl zusammen :?

Gast am 21 Feb 2012 00:51:42

@raidy
mit kuba besuchen hast du recht, wir warten aber noch 2-3 jh, dann geht unsere 2 kinder allein in urlaub. und für 4 pers ist mir eine 5-6 wöchige kubarundreise zu teuer.
sicher weiß ich auch vom tv, dass kuba zu viele huren hat und die frauen zt ausgebeutet werden, es für die bevölkerung kaum sprit und andere importartikel gibt

wenn ich mirs recht überlege mit kuba gehts seit 20jh stets bergab für die bevölkerung in so fern hat das system fidel mittlerweile ausgedient und sollte demokratisch ersetzt werden

ich bewundere ihn aber immer noch wie er es mit 3mann ohne kohle geschafft hat den us-gestützten diktator zu beseitigen und über 40jh am ruder zu bleiben
lg
olly

JamesBond am 21 Feb 2012 12:22:40

Und ich dachte, das geht hier um Griechenland.... :wink:

Gast am 21 Feb 2012 17:33:36

sorry wir sind abgeschweift
lg
olly

Gast am 21 Feb 2012 18:23:31

dodo66 hat geschrieben:sorry wir sind abgeschweift
lg
olly

:oops: Ja, sorry.

....und wieder um 130 Milliarden ärmer. Und was sagt der griechische Finanzminister: "Es sei nicht ausreichend". Na Danke auch. Entschuldigung dass ich mein Konto nicht aufgelöst habe.

Gast am 21 Feb 2012 21:38:10

Hallo
vielleicht geht aber noch was schief, hoffen wirs für uns und für GR, denn ohne drachme haben die keine chance, weil mit den anderen EU-staaten behumsen wird es schwieriger
mittlerweile dreht sich auch die medienmeinung gegen weitere gr-hilfen. keiner glaubt mehr an die genesung, glaube die "gutmenschenfraktion" mit dem GR-helfersyndrom geraten zunehmend in die defensive
lg
ölly

schulze am 25 Feb 2012 09:30:23

eine recht objektive Insideranalyse der griechischen Seele und der daraus zwangsläufig resultierenden heutigen Situation liefert der griechische Schriftsteller Nikos Dimou im folgenden Interwiev

--> Link

und damit ist eigentlich alles gesagt.

schulze

Gast am 25 Feb 2012 11:57:26

Ein Zitat von Nikos Dimou, das er vor 37 Jahren geschrieben hat

"Ein Grieche lebt zweimal über seine Verhältnisse und verspricht das Dreifache von dem, was er halten kann"


Ein lesenswertes Interview.

Danke für den link.

Gast am 25 Feb 2012 22:38:37

@yasar
ein bischen spaß muß sein wie mein frund roberto singt
ein aufgeklärter mensch würde postulieren ein dialektischer prozess kommt in gang .....:D
aber yasar, ich denke jedem ist klar, dass einem volk welches sich nicht helfen lassen will, auch nicht geholfen werden kann. nette menschen, aber sie haben immer noch nicht erkannt dass P=W/t, wirkungsgrad=nutzen/aufwand, cash flow, "preusische tugenden (meine die vom alten fritz)" , disziplin usw begriffe sind die auch gesellschaftlich, politisch umgesetzt werden müssen um aus dem dreck zu kommen

in so fern untermauert das zitat meine statements zur GR-tragödie, sie sollen die 130 mrd als zinsloses darlehen erhalten um damit den weg zur drachme einzuschlagen
lg
olly

bert am 26 Feb 2012 12:04:08

Man wird ein Volk nicht in einem Jahr umdrehen können.
Als wir in Griechenland waren ( 2007) sind wir in der Mittagszeit zu einem Campingplatz gekommen.
Da ist der Platzwart schlafend auf der Bank vor der Kassahütte gelegen.
Mit dem Hut im Gesicht :D .
Es waren schon mehrere Wohnmobile dort, einige drehten schon wieder um und fuhren weiter. Er hat einfach weitergeschlafen, fand ich auch nicht unbedingt falsch. Einlaß war erst ab 14.00h.

Bei uns würde man sich anstandshalber hinter der Hütte zum schlafen verstecken um nicht den Zorn der Gäste anzuheizen.
Griechenland ist da aber anders und wird es wahrscheinlich bleiben.

Es gibt viele Beispiele für eine andere Mentalität,
Finanziell gesehen wäre er besser aufgestanden......

Das ist nur ein Beispiel von kleiner finanzieller Auswirkung.

bert

Gast am 26 Feb 2012 12:31:17

Hallo
das von bert beschrieben beispiel zeigt genau das grundübel. es sind nicht nur wenige "gewinnler" , sondern es ist genauso die/der "griechische lieschen/otto müller", die schuld an der griechischen misere tragen. auch sie müßen endlich den hintern rum kriegen, anstatt zu streiken.
den individualtourismus der touris aus D+NL haben sie ja schon zugrundegerichtet. als nächstes folgt der pauschaltourismus, dann gute nacht

WER ESSEN WILL MUSS AUCH ARBEITEN. mentalität hin oder her. ein volk/staat kann sich nicht hinter dieser verstecken, um jahrzehnte langes nassauern zu rechtfertigen bzw aggressiv weiteres geld fordern damit die anderen den müsiggang bzw. die teuren suv, großzügigen renten etc finanzieren
lg
olly

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