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Bosnien-Herzegowina April/Mai 2012


hunki am 17 Mai 2012 22:22:48

Servus an alle hier im Forum!
Seit längerer Zeit bin ich Leser dieses Forums. Bisher habe ich mich nur mit kleinen Beiträgen beteiligt.
Nun möchte ich aber einen ersten Versuch starten, von unserer Bosnienreise im Frühjahr 2012 zu berichten (ich hoffe, ich blamier mich nicht!?!?)

Vorausschicken möchte ich, dass meine Frau und ich "zweigleisig dokumentieren", d.h. ich mach' die Fotos und meine Frau filmt mit einer Cam. Das führt dazu, dass nicht von allen Orten Fotos, sondern nur Filme existieren, die ich hier nicht einbringen kann.

Los geht's!

Wir wohnen direkt an der österreichischen Grenze im schönen Berchtesgadener Land und sind von hier aus auf der Tauern-Autobahn gen Süden gefahren. Villach - Ljubljiana - Zagreb - Richtung Slavonski Brod. Bei Okucani ging's runter von der Autobahn und auf der D5 weiter zur serbisch-bosnischen Grenze nach Bosanska Gradiska.
An der Grenze mussten wir ca. eine Stunde warten, der Grenzübertritt gestaltete sich aber absolut problemlos. Reisepässe und Grüne Versicherungskarte - fertig! Unsere nicht zu übersehende Berner Sennhündin Ronja wurde gar nicht kontrolliert (wir hatten natürlich Impfzeugnisse, Impftiter und eine Bescheinigung vom Amtstierarzt dabei!).

Nach einer Stadtrundfahrt durch Banja Luka sind wir zum Campingplatz "Krupa na Vrbasu" weitergefahren. Dieser Platz ist eher ein "Fasslfeier-Platz" als ein Campingplatz, d.h. man steht auf einer ungemähten Wiese, Stromanschlüsse wären zwar vorhanden (ultralanges Kabel erforderlich), sie funktionieren aber nicht. Es gibt ein Waschhaus mit einer Sechser-Männlein-Weiblein-Gemeinschaftsdusche (d.h. ohne Duschkabinen) mit zwei wählbaren Wassertemperaturen: kalt und eiskalt. Das soll nicht heißen, wir wären unzufrieden gewesen. Auf "einfachere Campingplätze" waren wir ja eingestellt!
Für 3 Euro pro Person, die wir einem sehr netten jungen Mann bezahlt haben, konnten wir also hier übernachten. Auf dem Platz fand an diesem Abend eine Feier statt, an der nur Männer teilnahmen. Dieses Fest mit serbischer Volksmusik aus einem Autoradio dauerte ca. bis 22 Uhr , wurde dann abgebrochen und am nächsten Morgen fortgesetzt. Es gab ein Spanferkel - und wieder keine Frauen! (Frauenlose Grillpartys konnten wir noch weitere zweimal auf unserer Bosnienreise erleben!). Wir haben zwar mit den jungen Männern Kontakt aufgenommen, nachdem aber keiner von denen Bayrisch, Deutsch oder Englisch konnte, waren die Gespräche nicht sehr informativ!





Camping Krupa na Vrbasu südlich von Banja Luka




Auf dem Weg von Banja Luka nach Jajce



Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Jajce. Näheres zu diesem Ort findet ihr im Internet oder im sehr empfehlenswerten Reiseführer "Bosnien und Herzegowina" von Marko Plesnik, Trescher Verlag. Die Parkplatzsuche im Ort gestaltete sich problemlos. Nahe der berühmen Wasserfälle direkt am AVNOJ-Museum gibt es einen Busparkplatz. Von dort aus kann man die Stadt ganz bequem zu Fuß erkunden. Zwei Sachen sind uns hier zum ersten Mal aufgefallen: fast alle Menschen in Bosnien-Herzegowina hatten große Angst vor unserer Ronja, wobei man diesem Hund schon von weitem ansieht, dass er zahm ist wie ein Lamm (und zusätzlich auf's Wort pariert!!!!). Ich denke, die meisten Leute hatten Angst, weil Ronja doch nicht gerade winzig ist und weil es in Bosnien wohl keine großen Hunde gibt - wir haben jedenfalls keine gesehen!
Das zweite, was uns erstmals beim Wirt aufgefallen ist: die Preise. Ein wirklich hervorragendes Mittagessen für zwei Personen mit Nachspeisen, Getränke und allem was man sich wünschen kann: 17 Euro! Sehr billig ist es im ganzen Land, wenngleich man in den Touristenzentren etwas mehr bezahlt. Übrigens konnten wir fast überall mit Euro bezahlen, ansonsten gibt es die "Konvertible Mark - KM", die unserer alten DM entspricht. Geldautomaten gibt es in allen größeren Ortschaften.
Zum Übernachten sind wir zum Campingplatz "Plivisko jezero" am gleichnamigen See gefahren. Sehr schöne Anlage mit heißen Duschen, sehr sauber, extrem freundliches Personal - Herz was begehrst du mehr?
Vom Campingplatz aus muss man unbedingt zu den Wassermühlen und zum Stausee spazieren, die leider in unserem Reiseführer nicht erwähnt waren. Es ist nicht weit zu gehen, nachträglich geschätzt etwa 1km. Man geht vom Campingplatz raus und einfach nach rechts die Strasse entlang.





Diese Kirche wird direkt an der Strasse Banja Luka - Jajce neu gebaut




Einer der wenigen Bosnier, der keine Angst vor Ronja hatte




Die Wasserfälle, Wahrzeichen von Jajce




Festung Jajce




Christine und Ronja auf der Festung von Jajce



Esman-Sultan-Moschee; im Krieg zerstört, 2007 wieder aufgebaut




Von Jajce zum CP kommt man hier vorbei




Mühlen am Plivsko jezero

Weiter ging's dann nach Travnik, der Geburtsstadt des Nobelpreisträgers Ivo Andric (Tipp: unbedingt vor einer Bosnienreise seine Bücher " Wesire und Konsuln" und "Die Brücke über die Drina" lesen!!). Wenn man von Jajce her kommt, fährt man an der neuen Moschee vorbei in Richtung Zentrum. Vorher gibt es einen geschotterten Busparkplatz, wo man problemlos parken kann. Im Zentrum haben wir keinen WOMO-geeigneten Platz gesehen. Nähere Infos über Travnik gibt's wieder im Internet oder im Reiseführer. Hier nur einige Bilder!





Neue Moschee in Travnik




Bunte Moschee in Travnik



Festung Travnik




Festung Travnik


Nächster Halt: Sarajevo, Camping Oaza. Toller Stadtcampingplatz, gute Waschhäuser usw. Von diesem Platz aus geht man zu Fuß etwa 10 min. zum Busbahnhof, von dem aus man dann in das ca. 8km entfernte Stadtzentrum kommt. Die Sache hatte für uns nur einen Hacken: wir mussten erfahren, dass in ganz Bosnien-Herzegowina Hunden nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden dürfen. Nachdem unsere Ronja untrennbar zu uns gehört und wir auch keine "Einzelbesichtigungen" der Stadt durchführen wollten, sind wir am nächsten Tag weitergefahren (macht nix - wir kommen eh nochmal her!!!).




Campingplatz bei Sarajevo


Nächste Station: Mostar mit seiner berühmten Brücke Stari Most.
Über dieses berühmte Touristenmagnet brauche ich nichts zu schreiben. Hier nur ein paar Bilder!


Stari most in Mostar



Wenn ihr bezahlt, dann springe ich!!!




Scheinbar hat keiner bezahlt, weil er nicht gesprungen ist solange wir da waren!



Souvenirstand in Mostar ....





... mit sehr makaberen Souvenirartikeln




Weiter ging's dann nach Blagaj zur berühmten Buna-Quelle mit dem Derwischkloster. Das Kloster wurde gerade umgebaut und war deshalb nicht zu besichtigen, aber was soll's, wie schon gesagt, wir kommen ja ohnehin nochmal hier her!!!).
Übernachtet und entspannt haben wir uns bei 38°C (Anfang Mai!!!) auf dem Campingplatz Mali Wimbledon. Man erreicht den Platz am besten über die Zufahrt im Ort. Eine weitere Zufahrt durch eine Furt durch einen Bach sollte man mit einem normalen WOMO dringend vermeiden. Vor allem mit einem Fiat-Frontantriebler hat man sicher wenig Erfolg, wobei zu sagen ist, dass im Mai vermutlich durch Schmelzwasser der Bach etwas voller ist als im Sommer. (Hallo GOGOLO, falls du hier mitliest: du hättest mit deinem Traummobil deine größte Freude, das garantiere ich dir! Und nochwas: wenn ich mal Rentner bin, möchte ich auch so ein BIMOBIL wie deines! Und nochwas: vielen herzlichen Dank für alle deine Berichte hier im Forum, die Entstehungsgeschichte deines GOGOLOBIL's und der Bericht über deine Asienreise haben's mir besonders angetan!).
Auf dem Mali Wimbledon wurden wir vom Betreiber Herrn Ibro Zalihic und seiner Frau ganz herzlich per Handschlag begrüßt. Herr Zalihic ist ein ganz toller Mensch, der mich tief beeindruckt hat. Er ist Präsident der Bosnischen Campingplatz-Vereinigung und ein absoluter Pionier in seinem Land. Mit glänzenden Augen erzählt er von seinen Visionen, Bosnien als WOMO-Land voranzutreiben. Sein Platz ist zwar klein, aber absolut vorbildlich: tolle und saubere Duschen, Chemie-WC-Entsorgung, Strom usw. UNBEDINGT HINFAHREN!!!
Noch eine Bitte: Herr Ibro Zalihic wird auf der Messe in Düsseldorf einen Stand haben. Sollte ihn irgendjemand sehen, bitte richtet ihm die allerbesten von den Bayern mit dem großen Hund aus!!! D A N K E !!!!!!
Noch was: es gibt eine Broschüre "Camping-Schätze des Balkans", in der Campingplätze in Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Albanien und Mazedonien beschrieben sind. Diese Broschüre wird von Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit herausgegeben, kann aber sicher auch von Herrn Zalihic gegen Rückporto bezogen werden: [bitte keine Mailadressen posten] (spricht Englisch und seine Frau lernt gerade Französisch).
Fortsetzung folgt !!!!!!!!

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hunki am 17 Mai 2012 22:47:21

... so, weiter geht's!
Bin einigemale abgestürzt, wenn ich von der "Vorschau" zurückgeklickt habe. Scheinbar war die Datenmenge zu groß - ich habe deshelb meinen Bericht zweigeteilt!!



Kirche in Blagaj




Auch sie wurde im Krieg beschossen!!




...dabei könnte es so friedlich zugehen auf dieser Welt!!!!





Wenn man genau hinschau: Goassn an der Buna-Quelle




Weiter ging's dann entlang der Neretva nach Pocitelj - uralte sehr gut renovierte Stadt, unbedingt ansehen, Besichtigung dauert etwa 2 Stunden. Von dieser Stadt habe ich leider keine Fotos!


Nächste Station: Wasserfall Kravice südöstlich von Ljubuski. Kravice ist mit einer Weite von 120 m und einer Höhe von 25 m der größte Wasserfall in der Herzegowina.



Kravice



Weiter ging es dann zum berühmten Wallfahrtsort Medugorje. Übernachten kann man auf dem Stellplatz Zemo-Camp. Einfacher Schotterplatz mit noch einfacheren Waschhäusern.
Meine Frau und ich sind zwar beide katholisch getauft, waren aber (außer in Altötting) noch an keinem anderen Wallfahrtsort. Wir haben also keinen Vergleich. Ich möchte hier keine Wertung abgeben, aber auch so etwas muss man gesehen haben. Ein Geschäft nach dem anderen, in denen es im Prinzip überall das gleiche gibt: Rosenkränze, Marienstatuen in allen Größen (bis überlebensgroß!!), Heiligenbilder, Bücher, Poster von Don Camillo, Knieschoner für längere Gebete usw. Der Gottesdienst, der in der Kirche läuft wird live ins ganze Dorf übertragen, d.h. man ist überall live dabei, z.B. im Supermarkt, in der Eisdiele (und dort auch im Männerklo!) usw.




Camp ZEMO in Mugugorje



Souvenirläden in Mudugorje







Wir sind dann weitergefahren nach Trebinje ganz im Südosten von Bosnien-Herzegowina. Sehr schöne Stadt mit einer neu gebauten orthodoxen Kirche Sveti Klimenta auf einem Berg östlich der Stadt. Die Kirche wurde von wohlhabenden orthodoxen Serben, die nach Amerika ausgewandert sind, gestiftet. Schon alleine wegen ihrer Lage muss man diese Kirche gesehen haben. Die Zufahrt den Berg hinauf ist zwar manchmal etwas eng, aber trotzdem gut zu bewältigen. Während wir oben waren kam sogar ein Reisebus mit einer Schulklasse rauf, dann müsste es eigentlich jedes WOMO schaffen! Aufpassen muss man nur ganz am Anfang an der Stelle, wo die Strasse in der Stadt nach links zum Berg hinauf abbiegt. Hier sind wir mit unserem Motorradträger "aufgegangen". Besser wäre es, an der Linksabzweigung erst mal vorbeizufahren, dann zu wenden und die Abbiegung von stadtauswärts her anzufahren!




Trebinje






Orthodoxe Kirche im Stadtpark von Trebinje





Arslanagic-Brücke - sie stand erst woanders, wurde dann wegen eines Wasserstauwerkes abgebaut und 4 km flussabwärts Stein für Stein wieder aufgebaut




Die orthodoxe Kirche Sveti Klimenta auf einem Berg hoch über Trebinje



Sveti Klimenta




Brücke in Trebinje




Nach Trebinje sind wir dann nach Dubrovnik weitergefahren, aber das gehört ja nicht mehr in diesen Forumsabschnitt.

Zusammenfassend möchte ich behaupten, dass Bosnien-Herzegowina ein wunderschönes Land ist, das mit einem WOMO problemlos bereist werden kann. Überall gibt es extrem nette Leute, in kleinen Dörfern wurde uns ganz oft von Alt und Jung zugewunken, auf der Strasse in kleineren Ortschaften wurde von fast jedermann gegrüßt (was uns Bayern ganz besonders gut gefällt!). Die Landschaft war überall grandios, tiefe Flusstäler, hohe Berge, Karl-May-Gegend. Es war mit Abstand unser billigster Urlaub, vom Diesel über den Supermarkt bis hin zum Restaurant extrem günstige Preise (wir haben uns manchmal direkt etwas geschämt als die Rechnung kam - entsprechend ist das Trinkgeld dann ausgefallen!). Warnhinweise bezüglich Minen haben wir nirgendwo gesehen, wobei wir mit unserem Hund durchaus Wanderungen unternommen haben, aber nie die üblichen Wege verlassen haben. Leider wird man fast überall an den grausamen Bosnienkrieg erinnert - schrecklich und unvorstellbar, was diese Menschen mitgemacht haben müssen. Aber: Bosnien ist ein Land im Wiederaufbau! Dazu sind auch Devisen von Touristen notwendig! Also nix wie hin, wir jedenfalls kommen wieder!!!!!!



Wir haben ihm ins Ohr geflüstert: "Wir kommen wieder!!!!"

Tipsel am 18 Mai 2012 01:18:39

:daumen2:
Schöner Bericht und klasse Bilder.
Ich habe die beiden Berichte zusammengelegt.

Anzeige vom Forum


vadda am 18 Mai 2012 08:49:10

Das "Erstlingswerk" ist ein toller Bericht geworden der wirklich Lust macht, das Land zu bereisen. Wir haben es ja auch schon zwei Mal getan. Du zeigst uns hier weitere Anlaufpunkte für die Zukunft auf. Herzlichen Dank!

Trockentaucher am 18 Mai 2012 20:30:11

Toller Bericht und schöne Bilder. Da kommen nette Erinnerungen hoch.
Ich war in der Zeit von 2001 bis 2006 jedes Jahr für mehrere Monate in Bosnien. Ich finde dieses Land unglaublich schön. Die Menschen sind sehr nett und freundlich, unabhängig von Religion oder Ethnie.
Im Laufe der Jahre habe ich den Wiederaufbau und den Lebenswillen der Bewohner mit erleben dürfen. Dabei habe ich nicht nur große Ortschaften sondern auch kleine Weiler in den Bergen kennen gelernt. Überall waren die Menschen ausgesprochen gastfreundschaftlich und immer für einen Plausch zu haben.

Mein Tipp für alle: Macht eine Rundreise von Ploce (Kroatien) über Medjugorje, Mostar, über den Pass bei Jablanica nach Sarajevo. Von dort aus einen Abstecher über Jaice, Bugojno nach Banja Luka. Von dort aus über eine tolle Nebenstrecke durch die Berge Richtung Tuzla und wieder nach Sarajevo. Von dort aus Richtung Gorazde und dann durch eine wunderschöne Bergwelt nach Trebinje. Von da an fährt man direkt an das Meer nach Dubrovnik.
Habt keine Angst vor Minen. Allerdings seid etwas vorsichtig in Bereichen der früheren Frontverläufe und bei zerstörten Ortschaften. Bleibt weg von Ruinen. Es könnte auch schon mal in geräumten Gebieten wieder aktuell zu Minengefahr gewarnt werden, da aufgrund von Erdrutschen nach der Schneeschmelze oder starkten Regenfällen, Sprengfallen, Minen etc. auf geräumtes Gebiet gespült werden könnte. Aktuelle Minenkarten und Informationen gibt es über das Mine-Arwarness-Center in Sarajevo.
Entweder stehen rote Minenschilder in der Landschaft, es können aber auch Coladosen oder leere Flaschen auf Stäbe stecken. Diese bedeuten das gleiche.
Ansonsten bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Viel Spass beim Reisen durch ein tolles Land, das mehr Tourismus und Aufmerksam verdienthat.
Ich darf derzeit leider nicht privat nach BiH reisen, da dies noch auf der Liste gem. SÜG steht. (Habe berufliche Reisebeschränkungen.)


Gregor

Maxima am 19 Mai 2012 11:30:25

Dankeschön für diesen beeindruckenden Reisebericht von einer für mich ganz fremden Welt. Wenn ich nicht so grosse Angst vor den Minen hätte, würde ich dieses Land sehr gerne besuchen.

Ach ja, Eure Ronja ist ein Schatz! :love:

uschi-s am 19 Mai 2012 11:42:18

Vielen Dank für den tollen Bericht. Wir werden ja ein kleines Stückchen von dem Land im Sommer kennenlernen, wenn wir nach Peljesak fahren. Vielleicht machen wir dann mal einen kleinen Abstecher.

ragge-katz am 22 Mai 2012 13:27:27

Hallo,

wir stehen grade auf dem CP in Jezero nahe Jajce. Leider regnet es und der gesamte Platz steht mehr oder weniger unter Wasser; so ist Zeit im internet zu recherchieren und die Rundreise weiter zu planen. Vom CP Krupa haben wir Abstand genommen. Vermutlich wird dort öfter gefeirt. Das Waschhaus war geschlossen und auf dem gesamten Platz lagen Flaschen und anderer Mühl rum. Übelst!! Ansonsten gefällt es uns hier im Land auch sehr gut. Durchweg nette Menschen und wirklich ein wunderschönes Land.

Beste
Elke

ragge-katz am 03 Jun 2012 11:20:11

Ich möchte folgendes ergänzen:

der Platz Mali Wimbledon ist wirklich sehr schön , allerdings gibt es nur 2 WC/Duschen für Mann/Frau auf dem gesamten Platz. Als wir dort waren standen neben einer geführten Tour aus Holland (bestehend aus 15 Wohnwagen/Womos) noch mindestens 12 andere Touris dort. Die ihre "Notdurft" nicht an Bord erledigen wollten oder konnten, mussten wirklich Schlange stehen. Aufgefallen ist außerdem, daß an den 3 Tagen die wir dort waren, die abgebrochene Toilettenbrille bei den Männern auf der Erde lag und nicht erneuert wurde. Gut, es geht ja auch so. Auf einen von uns angesprochenen und in dem Hochglanzprospekt "schätze des Balkans" angegebenen aber nicht existierenden CP konnte Herr Zalihic nichts sagen (er hat den Prospekt übrigens auf dem CP an Interressierte verteilt). Da sollte man doch überprüfen, ob die Angaben im Prospekt korrekt sind. Fünf von diesen Plätzen haben wir angefahren: entweder existierten sie nicht , waren noch im Bau, vermüllt + Strom zwar da aber nicht gängig und einer war zu einer Reparatur/reifenwechselwerkstatt umgewandelt. Alles erlebt. Also, bitte nicht zu sehr auf das hochgelobte Prospekt verlassen. Folgende Plätze empfehlen wir: Mali Wimbledon, Unacamping, Jajce, Autocamp Drina in Foca, Medjugore, Oaza in Ildiza. Die sanitären Anlagen entsprechen aber bei allen nicht dem westlichen Standard. Aber das wissen wir ja. Uns hat es in Bosnien sehr gut gefallen und wir kommen sicher wieder.

Elke

schmarto am 20 Jun 2012 23:03:12

Danke für den informativen Reisebericht. Plane zur Zeit eine Herbstreise durch dieses Land. Eine gute Inspiration.
Wünsche weiterhin schöne Reiseerlebnisse.
Schmarto 8)

Amadeus am 21 Aug 2012 19:04:48

Vielen Dank für den umfangreichen Bericht. Wir planen gerade den Absprung nach Kroatien und müssen auf dem Rückweg Freunde in Wien besuchen. Dabei kam die Idee: vielleicht durch Bosnien-Herzegowina??? Die Fragezeichen sind gerade beseitigt worden. Toll! Vielen Dank! Übrigends: bei Muslimen ist der Hund als Asfresser etwas ganz Schlechtes; daher die Abneigung bzw. Furcht. Wir haben entsprechende Erfahrungen auf unserer Griechenland-Türkeirundreise gemacht.

crimi61 am 25 Feb 2016 19:56:28

Hallo Hunki, wir wollen jetzt von April bis Juni mit Womo durch Albanien. Spannende Frage ist immer wieder die Anreise. Auch ich habe schon mit der Route Graz-Maribor-Zagreb-Banja Luka-Mostar geliebäugelt. Wart Ihr nach 2012 nochmal dort und könnt Neues berichten?
Wie habt Ihr grundsätzlich die Straßen- und Verkehrsverhältnisse in Bosnien-Herzeg. erlebt? Ist die o.g. Route unter diesem Aspekt empfehlenswert oder nicht? Ich hab wenig Lust auf die teure kroat. Autobahn, wo wir auch schon sehr vieles kennen. Welche Alternative gäbe es sonst für die Anreise nach Albanien? Würde mich sehr über eine Antwort freuen! crimi61

Flatus am 25 Feb 2016 21:42:30

crimi61 hat geschrieben:Ich hab wenig Lust auf die teure kroat. Autobahn, wo wir auch schon sehr vieles kennen. Welche Alternative gäbe es sonst für die Anreise nach Albanien? Würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Wir fuhren einfach auf der Landstrasse - kein Problem und kostenlos.

Gruss Flatus
-

volki am 26 Feb 2016 01:47:49

crimi61 hat geschrieben: Welche Alternative gäbe es sonst für die Anreise nach Albanien? Würde mich sehr über eine Antwort freuen! crimi61

Von Rijeka aus gibt es doch die "berühmte" Adria-Magistrale, die alles mehr oder weniger der Küste entlang führt.
Ist zwar ein ewiges Rauf+Runter und Kurven-Kurbelei

Nach bald 10 maliger Fahrt rauf oder runter, mache ich es heute so, wir wechseln ab zwischen Küste und Inland-Autobahn :!:

zB Rijeka-Senj auf (D8 Küste), Senj - Richt. Plitvitzer-Seen, aber auf der Höhe zur A-1 Autobahn, bis Zadar. Zadar bis Sibenik Küstenstrasse, in Sibenik wieder zur Autobahn bis Ploce (Ende) (etwa 100 km von Dubrovnik)

Wenn du diese Küstenstrasse noch nie befahren hast, würde ich, wenn es das Wetter und der Wind erlaubt, das erste Mal alles Küstenstrasse fahren. Das erste Mal ist alles schön, beim 10 Mal halt "mühsam" und zeitfressend.

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