|
was hat das jetzt mit dem gogolobil und Island zu tun?????
Indirekt natürlich schon, denn ab Hirtshals geht die Fähre nach Island. Zur Frage: die Fähre ist in Hirtshals bestens!!! (mit großen Schildern: Smyril-Lines) ausgeschildert, da kann mann/frau sich gar nicht verfahren. Das geht einfach nicht!!! Übrigens: bei deinen Unterlagen ist auf der Rückseite der Plan von Hirtshals gedruckt... Gute Anreise. Tipp: fahr einfach einen Tag früher an, dann hast du keinen Streß... Übrigens: zur Zeit ist an der Südküste von Island Sch...wetter und auch für die nächsten Tage ist im Süden der Insel unbeständiges Wetter angekündigt. Trotzdem werden wir morgen zur Lakispalte ins Hochland fahren. Nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, nur ungeeignete Fahrzeuge. Habe die Ehre Gogolo Der Südwesten Islands mit Reykjavik: Unsere Berichtsroute:
Wir kommen bei anhaltend gutem Wetter von Þingvellir nach Reykjavik, der Hauptstadt Islands. Dort in der Hauptstadt (01.01.2012: 118.814) lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes (01.01.2012: 319.575) – das bedeutet (und das habe ich ja schon angedeutet) dass „auf dem Land“ eine sehr niedrige Bevölkerungsdichte ist. Andererseits muss man sich im Hauptstadtgebiet von der Vorstellung „Natur pur“ verabschieden. Dafür gibt es dort alles an Dienstleistungen, was man sich nur so vorstellen kann. Ein riesiges Einkaufszentrum namens „Kringlan“ in dem es alles zu kaufen gibt was das Herz begehrt. Das Einkaufszentrum Kringlan hat sogar ein Parkhaus in dem Wohnmobile bis zu einer Höhe von 3,50m hineinfahren können (ich habe mich mit dem Gogolobil bei 3,45m aber nicht getraut!) Am großen städtischen Schwimmbad ist auch gleich der Campingplatz gelegen, den man wohl oder übel aufsuchen muss. Die Ent- und Versorgung von Wohnmobilen kann kostenlos bei der städtischen Kläranlage erfolgen) Am Strand ist gleich eine wunderschöne Skulptur zu sehen – sie soll ein Wikingerschiff darstellen:
Vom Turm der architektonisch großartig gelungenen Hallgrimskirkja hat man einen überwältigenden Ausblick auf die Stadt, das Meer – und an Tagen mit guter Sicht bis zum Snæfellsjökull.
Oberhalb der Stadt ist auch der Heißwasserspeicher „Perlan“ (die Perle). Wiederum architektonisch besonders schön. Die sechs Wasserspeicher fassen 24 Mio. Liter heißes Wasser (85° C), damit wird die Hauptstadt Reykjavik versorgt. Das Wasser aus einigen Wasserbohrlöchern in der näheren Umgebung. Auch von der Aussichtsplattform hat man eine gute Rundumsicht. Ein Cafe und ein Restaurant sowie das Saga-Museum befinden sich im Inneren des Gebäudes. Sehenswert.
Zu erwähnen ist auch noch der Hafen. Leider hatten die Fischfabriken (sie können besichtigt werden) geschlossen, weil wir an den Tagen des Handelsfeiertages (1. Wochenende+Montag im August) in Reykjavik waren. Da haben alle Geschäfte und Fabriken geschlossen. Es empfiehl sich übrigens an diesen Tagen nicht in den Erholungsgebieten zu sein, da die Isländer dieses Ereignis ausgiebig mit viel Alkohol und lautstark feiern. Deswegen haben wir auch geschaut, zu diesem Termin in der Hauptstadt zu sein – da war es fast wie ausgestorben. Einige Schiffe der Walfangflotte liegen immer noch im Hafen, bereit jederzeit nach Bedarf auszulaufen.
Besonders gut gefallen hat uns der bescheidene Amtssitz des Staatspräsidenten und das schlicht gehaltene Parlament. Präsidentensitz
Parlament:
Die Natur und das Land abseits des Hauptstadtgebietes ist doch viel schöner und wir fuhren in Richtung Süden weiter. Das vor dem Flughafen Keflavik gelegene Heißwassergebiet mit dem bekannten Bad „Blaue Lagune“ ließen wir links liegen, denn der Touristenrummel dort und auch die total überzogenen Eintrittspreise schreckten uns ab. Statt dessen fuhren wir zur Südwestspitze der Insel, zunächst nach Garður um dort am Leuchtturm nach den dort manchmal vorbeischwimmenden Walen zu sehen. Leider hatten wir damit kein Glück. Aber die beiden Leuchttürme sind sehr schön.
Jetzt wird das Wetter allmählich schlechter und wechselhaft. Insbesondere fängt der isländische Nieselregen manchmal an. Generell ist ja zu sagen, dass das Wetter im Süden der Insel schlechter (nässer) ist als im Norden. Mit einer raschen Besserung ist nach Auskunft des Wetterdienstes im Internet nicht zu rechnen. Müssen wir halt das Beste aus der jeweiligen Wettersituation machen. Weiter südlich von Garður ist noch ein Kap zu besichtigen mit einer Vogelkolonie und einer schönen Brandung. Wir konnten mit dem Gogolobil bis knapp an die Abbruchkante fahren und dort ganz einsam übernachten. In der Nacht war dann die Brandung so laut, dass ich nur mit Ohrenstöpsel schlafen konnte. In der Nähe ist wieder die Kontinentalspalte deutlich zu sehen und auch ein Gebiet mit heißen Schlammlöchern „Gunnahver“ befindet sich dort. Mit der geothermalen Energie wird in einer großen Fabrik Salz gewonnen.
Bei Selvogur befindet sich eine hübsche Strandarkirkja, die auch im Innenraum recht ansprechend gestaltet ist.
Besonders amüsiert haben wir uns über ein paar bunte Holzhäuschen auf der Wiese neben dem Friedhof. Offenbar wohnen dort Elfen und Trolle…
Bis zum nächsten Bericht über den Süden der Insel viele in die Heimat. Habe die Ehre Gogolo Hallo Gogolo,
Ich erblasse vor Neid...aber trotzdem viiilen Dank für die tollen Bilder. Ich habe 1975 als Studentin eine ganz große Islandexkursion gemacht und erkenne vieles wieder, muss dringend mal meine alte Dias hervorkramen. Kann man inzwischen mit einem normalen Womo zum Myvatn fahren? Ich träume jetzt auch von einer Islandreise, das größte Problem ist aber leider mein Göga.Dem war es dieses Jahr schon im Baltikum zu kalt. Aber ich werde dran arbeiten! Weiterhin eine unkomplizierte Reise wünscht Elfie
Ja, die Straße Nr. 1 (Ringstraße) ist zwischenzeitlich durchgehend geteert und der Myvatnsee liegt direkt an der Ringstraße. Also: kein Problem. Habe die Ehre Gogolo Der Süden Islands:
Dann schlug leider das Wetter endgültig um. Auf dem Weg der Südküste entlang wurde es schlechter und schlechter. Es fing an zu „dizzeln“ und wurde dann direkt zu Regen. Das Wetter ist zwar in Island nie lang anhaltend schlecht – man muss nur etwas warten, dann wird es wieder besser. Stundenlanger Regen ist äußerst selten. Für die Hochlandroute nach Þórsmörk möchten wir aber etwas besseres Wetter und so fahren wir zunächst die Wasserfälle Skógafoss und Seljalandsfoss am Südrand des bekannten Vulkans Eyjafjallajökull gelegen. Unsere Berichtsroute:
Seljalandsfoss, an diesem Wasserfall kann man hinten vorbei gehen:
Skógafoss
Der Vulkan Eyjafjallajökull: Der Vulkan mit dem schönsten Namen, den fast niemand in Europa richtig ausspricht: Eyjafjallajökull spricht man nämlich in isländischer Lautschrift: „eijafjatlajœkytl“ aus. Zu deutsch bedeutet der Name: „Inselbergegletscher“ – das rührt von der Nähe des Gletschers zu den Westmännerinsteln her . Dieser sechstgrößte Gletscher Islands befindet sich an der äußersten Südküste Islands und beherbergt unter dem Eis einen Vulkan. Beginnend mit dem 20. März 2010 kam es zu mehreren Eruptionen des Vulkans mit nachfolgend einem großen Ausstoß an Asche. Der Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa musste infolgedessen in weiten Teilen und für mehrere Tage eingestellt werden. Ich hatte schon die berechtigte Befürchtung, dass bis zu dem Zeitpunkt, wo wir den Vulkan mit unserem Gogolobil erreichen, keine Aktivitäten mehr vorhanden sind. Ich wollte doch soooo gerne einen tätigen Vulkan auf Island sehen, nachdem mir meine Gogoline zu meinem letzten runden Geburtstag im Mai vor unserem ersten Reiseversuch einen Rundflug eben um diesen Vulkan geschenkt hat (ich habe dann ein anderes Ersatzgeschenk erhalten). Klar, das war sehr egoistisch von mir, denn durch die Asche des Vulkans wird nicht nur der internationale Flugverkehr belastet, auch die Bürger Islands und besonders die Bauern an der Südküste haben teilweise ihre Existenzgrundlage durch den Ascheregen verloren. Und so ist es jetzt auch: nur noch ein paar kleine Rauchwolken kommen derzeit aus dem Vulkan – und der war auch leider noch hinter den Wolken versteckt… Hinter den Wolken, der Eyjafjallajökull:
Das Wetter bessert sich aber nicht – trotzdem fahren wird in die Þórsmörk um an die Nordseite des Eyjafjallajökull zu kommen Und siehe da: im ganzen Land ist es schlecht, nur in der Þórsmörk ist es trocken und es scheint die Sonne da dort im Tal ein eigenes Microklima herrscht. Über den Hochlandausflug über die F249 mit den vielen schönen und tiefen Furten nach Þórsmörk erfahrt ihr mehr in meinem Bericht über die Hochlandstrecken. Ich möchte es ja spannend machen! Am Südzipfel Islands, in Dyrhólaey sehen wir nochmals Papageientaucher, diese putzigen Kerle. Offenbar sind sie kurz vor dem Abflug (Mitte August) ins offene Meer, wo sie sich dann den Winter über aufhalten. Man könnte hier stundenlang fotografieren bis der Auslöser des Fotoapparats glüht – allerdings darf man hier nicht so nahe an die Vögel rangehen wie in Látrabjarg. Dyrhólaey mit schwarzem Sandstrand:
Das war wahrscheinlich die letzte Gelegenheit, die Lundis zu sehen, denn Mitte August fliegen sie alle ab auf Meer um dort bis zum nächsten Jahr zu bleiben:
Kurz nach Vik führt uns eine Stichstraße an den Fuß des Vulkans Katla nach Þakil. Eigentlich ist die Katla ein sehr gefürchteter aktiver Vulkan, dessen nächster Ausbruch schon lange überfällig ist. Aber er hat still gehalten in der Zeit, wo wir in dem Tal über Nacht standen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, zu wissen dass der Vulkan jederzeit ausbrechen könnte. Das Tal in dem Þakilar liegt ist wunderbar grün mit bizarren Felsen und man kann sich leicht vorstellen, wie toll das bei gutem Wetter aussehen würde… Þakil:
Nach einem Abstecher bei saumäßigem Wetter zur Laki-Krater-Reihe (siehe späteren Hochlandbericht) geht es an der Südküste weiter über eine endlose Lava- und Sandur-Landschaft (die Lava ist zum Teil mit ganz dickem Moos bewachsen) zum Skaftafell-Nationalpark mit dem sehenswerten Svartifoss. Man findet ihn auf vielen Kalenderbildern, weil er sich weiß schäumend vor einem Hintergrund von schwarzen Basaltsäulen abhebt. Hier bessert sich das Wetter kurzfristig, eine schöne Wanderung zum Svartifoss war der Lohn. Im Hintergrund ist schon immer der Vatnajökull, der größte Gletscher Europas, zu erkennen.
Svartifoss:
Über die Weiterfahrt in den Südosten der Insel u.a. mit dem beeindruckenden Gletscher Vatnajökull werde ich in Kürze im nächsten Bericht schreiben. Bis dahin viele in die Heimat. Habe die Ehre Gogolo So langsam sieht es ja wirklich nach Nordlandwetter aus *g*
Von wegen des Wasserfalls, hinter dem man laufen kann - der war wohl die Vorlage für das isländische Gebäude auf der EXPO 2000 in Hannover. Oder gibbet von der Sorte Wasserfall in Island mehrere? Und noch ne Neugierfrage: Du schreibst, die Lundis fliegen aufs Meer raus - öh.... wohin?? Ich mein - die müssen doch auch irgendwo schlafen / rasten / essen?
Antwort: 1. es gibt auf Island meines Wissens nur einen Wasserfall hinter den mann/frau durchlaufen kann - darum sind auch so viele Touristen dort am Wasserfall... 2. die Lundis bleiben von Mitte/Ende August bis April (also im Winterhalbjahr) auf dem offenen Meer und schwimmen wie Korken oben drauf. Ihr Futter finden sie durch Tauchgänge bis 45m. Auch die Fortpflanzung im Frühjahr geschieht im Wasser. Mir wäre das zu kalt und nass... Habe die Ehre Gogolo PS: da Wetter hat sich zwischenzeitlich wieder gebessert Schöner Bericht und schöne Eindrücke. Wie war es denn temperaturmäßig bei Euch? Habt Ihr eigentlich einen richtigen Sommer gehabt?
Bei uns wird es dieses WE ca. 40 Grad warm. Danke für deinen tollen Reisebericht. Ich wünsche euch ein baldiges besseres Wetter und vor allem Gesundheit für den Rest der Reise.
Lieber Gogolo - könntest du bitte kurz mal was über dein Gogolobil schreiben? Bist du nach all den gefahrenen Kilometern immer noch so zufrieden mit deinem Bimobil? Liebe Hunki
Der Sommer 2012 war für isländische Verhältnisse "gigantisch" mit Temperaturen über 20°. Bisher hatten wir auf unserer Reiseroute seit Ende Juni bis heute (zusammengezählte Stunden) nur ca. 4 Regentage. Das ist für Island extrem wenig. Das Gras und die Wiesen sind sehr trocken. Besonders im Norden der Insel ist das warme, trockene Wetter sehr merkbar. Gottseidank muss ich mich nicht mit Temperaturen über 30° herum plagen. Das hatten wir schon voriges Jahr auf der Asienreise (45° und 95% Luftfeuchtigkeit!). Habe die Ehre Gogolo Weiterhin viel Freude auf der Fahrt und für uns noch viele schöne Fotos.
Einfach Antwort: JA Und wenn ich bedenke, welche Straßen und Wege wir im isländischen Hochland bewältigen mussten und welch tiefe Furten das Gogolobil klaglos durchquert hat, dann bin ich froh (und auch ein wenig stolz - wenn ich das sagen darf), ein solches Fahrzeug zu haben. Da waren Steigungen im Geröll von über 35% und Gefällstrecken über 600 Höhenmeter mit 30% über Steine und Schotter, da waren in der Þórsmörk steinige, schwierige Furten mit einer Wassertiefe von über 60cm. Habe die Ehre Gogolo die gewaltige Natur und die Einsamkeit, die aus diesen Bildern spricht ist einfach überwältigend, danke das du uns teilhaben läßt. Auf den Bericht über die Hochlandtouren, bin ich mehr als gespannt. Lieber Gogolo,
ich bin gerade erst aus dem Urlaub zurück und habe daher das Vergnügen gehabt GANZ VIEL nachlesen zu "müssen". Was für beeindruckende, tolle Bilder! Ich bin hingerissen. Werde vermutlich nie in meinem Leben dorthin kommen, aber ich danke Dir, dass Du mich an der Reise teilhaben lässt! Jou Gogolo,
grüße mir auch Gogoline von mir und Felicitas. Sind zwar selbst in Urlaub, aber zur mentalen Abkühlung lesen wir weiterhin Eure tollen Reiseerlebnisse. :wink: In wenigen Tagen sind wir in Rosenheim und werden Euch berichten, was es Neues gibt..... :) . Und Euer Genialbrett vor dem Alkoven ist bei uns seit Wochen in bestem Gebrauch. Bis denne Felix52 :) Hallo,Gogolo-
Vielen Dank für Deine Berichte,ich war selbst zweimal auf Island,aber jetzt packt es mich doch wieder,vielleicht fahre ich nächstes Jahr wieder mal hin.Weiter gute Fahrt und videl Spaß Arno Auch von uns ein Dankeschön für den Lesestoff und den wunderschönen Bildern. Weiter so.
Auf dem Foto könnte man meinen, die Natur stellt ihre eigenen Pflastersteine her. :-)
Dann muss ich doch kurz nen Werbeblock für die Britischen Inseln einschieben - solche Basaltblöcke finden sich auch in Nordirland auf dem Giant's Causeway und "gegenüber" in Schottland auf der Isle of Staffa.... sieht aber egal wo sehr eindrucksvoll aus.
Durch diesen Thread bekommt nun auch Island mehr Gesicht für mich :)
moin, dann ergänze ich mal obigen Beitrag zum Geologieunterricht mit Bildern... Giant's Causeway
Staffa
und sorry fürs Ablenken vom tollen Islandbericht Der Südosten Islands:
Unsere Berichtsroute an der Südostküste Islands entlang:
Europas größter Gletscher (wenn man von Spitzbergen absieht) ist der Vatnajökull (sprich: vahtnajœkytl) an der Südküste mit 8.100 km². Seine Eiskappe ist bis zu 1000 m dick, er ist doppelt so groß als alle Alpengletscher zusammen, hat insgesamt über 3.000 km³ Eis-Volumen. Unter dem Eis sind drei aktive Vulkane, die gelegentlich ausbrechen… Und er ist prächtig anzusehen. Wenn man sich Zeit lässt kann man an der Südküste Islands einen ganzen Tag lang am Gletscher vorbeifahren und hat immer wieder neue Perspektiven. Hinzu kommt, dass auch das Wetter sich wieder langsam bessert.
Ganz nah können wir mit dem Gogolobil an eine der vielen Gletscherzungen heranfahren und die Eismassen bewundern. Auf der Weiterfahrt entdecken wir in Hof i Öræfi eine der ältesten Torfkirchen Islands, sie ist immer noch aktiv in Betrieb. Die gesamte Gegend war bis vor rund 30 Jahren ziemlich vom übrigen Land abgeschnitten, erst mit dem Bau der Ringstraße wurde eine gefahrlose Verbindung nach Ost und West möglich.
An der Lagune Fjallsárlon haben wir einen genialen, geheimen Übernachtungsplatz, den wir schon seit mehreren Islandreisen immer wieder „heimsuchen“. In der Lagune schwimmen vom kalbenden Fjallsjökull kleinere und größere Eisberge an unserem Stellplatz vorbei und man kann das Abbrechen der Eisstücke mit lautem Getöse vom Gletscher des Vatnajökull gut hören und sehen. Ansonsten ist es hier gaaaaanz ruhig – nur die Eisberge knacken und die Seevögel schreien. Ich könnte hier stundenlang sitzen und nur zuschauen, zuhören und die Seele baumeln lassen. Als wir ankamen war noch alles in Nebel – ganz mystisch. Aber dann wurde es immer schöner und am nächsten Morgen hatten wir einen tollen Sonnenaufgang.
Unser grandioser Blick aus dem Fenster des Gogolobils:
Die Eisberge, die im Wasser schwimmen haben ein Alter von rund 2000 Jahren und das Eis schillert von rosa über weiß bis zu hellblau. Die Eisstücke, die ans Ufer geschwemmt werden sind glasklar und total durchsichtig. Gibt man sie in ein mit Wasser gefülltes Glas werden sie „unsichtbar“. Vor 2000 Jahren gab es halt noch keine Umweltverschmutzung…
Einige Kilometer weiter ist der “Touristeneissee“, wo die Leute mit Amphibienfahrzeugen durch die schwimmenden Eisberge gekarrt werden. Hunderte von Autos und Busse bevölkern den Parkplatz. Gut an diesem Platz ist nur der kleine Imbiss, wo es frische Waffeln mit Rhabarbermarmelade und Schlagsahne gibt. Diese See ist zwar auch schön anzusehen, aber der Rummel ist nichts für uns!
Uns so fahren wir schnell weiter in Richtung Höfn um dort am Horn zu übernachten. Ein kleines renoviertes Wikingerdorf lädt zu einem Spaziergang ein. Die Wolken drücken allmählich tief in die Täler und es kommt ein sehr starker Wind auf, der unser Fahrzeug in der Nacht schwanken lässt. Auf dem Weiterweg begeistern uns große Kolonien von Singschwänen und tiefschwarze Kiesstrände mit ganz feinen kleinen vom Gletscher und den Wellen rund geschliffenen Steinchen. Die Straße geht abenteuerlich (aber gut ausgebaut und geteert) am Hang entlang. Überall gehen kleine Sträßchen ans Ufer ab – Plätze, die zu einem Picknick oder zu einer Übernachtung geradezu einladen. Singschwäne im Meer:
Südküstenstraße:
Immer der Küste entlang geht es im Südosten allmählich zu unserem Ausgangspunkt zurück. Wir lassen keinen Fjord aus und fahren auch in die kleinen Dörfer und Städte, denn wir haben noch genügend Zeit und müssen uns nicht beeilen. Allerdings ist das Wetter ziemlich isländisch, d.h. es wechselt ständig zwischen Wolken, Sonnenschein und Nieselregen. Auch hängen die Wolken oft sehr tief herunter, dass ich zwei geplante Strecken wegen dicker Nebelsuppe nicht fahren kann. Aber es gibt auch noch das Hochland, in das wir gerne Abstecher machen. Dort ist das Wetter etwas beständiger, aber es ist auch kälter. Wir fahren auch Fjorde an, die in keinem Reiseführer stehen und wunderbar einsam sind. Dort gibt es freie Stellplätze, die echte Geheimtipps darstellen und deren geografische Position ich nur guten Freunden weitergeben werde um zu verhindern, dass bei unserem nächsten Islandtrip dort ein Übernachtungsverbotschild steht. Typischer Übernachtungsplatz an der Südküste:
Der Kreis unserer Rundfahrt in Island schließt sich im Fährhafen Seyðisfjörður bzw. kurz vorher in der Stadt Egilstaðir, von der wir aus aber noch einen 10tägigen Ausflug ins Askia-Gebiet machten (siehe unseren Hochlandbericht – in Kürze). Der Hochlandbericht in zwei Teilen (da so umfangreich), ein Bericht über Gegebenheiten am Rande unserer Reise und meine speziellen Hinweise für Wohnmobilfahrer in Island ist noch nicht ganz fertig – folgt aber sicher bald. Bis dahin viele in die Heimat. Habe die Ehre Gogolo Wer genießt denn da in eurem Womo die Aussicht? Den Elch erkennt man ja noch von hinten (hab auch einen im Auto - der aber in den letzten Jahren wenig "Heimatgelände" zu sehen bekam), aber das andere Teil kann ich nur vermuten... habt ihr nen Troll an Bord? ;)
Nein, das ist kein Troll, das ist unsere "Püppi". Püppi begleitet uns schon seit über 20 Jahren auf unseren Womo-Reisen - früher im alten umgebauten Hanomag AL28 - und war jetzt auch schon 4mal in Island (ist also fast schon eine "Eingeborene"). Püppi hat meine Schwiegermutter uns als Talisman/Talisfrau gebastelt. Das ist unsere Püppi:
Habe die Ehre Gogolo Wehe, du schreibst noch mal, ihr wärt nur zu zweit *g* Ach, Gogolo, diese Fotos sind so toll. Ich habe so ein Fernweh! Was für eine beeindruckende Landschaft! Hallo Leute,
die angekündigten Restberichte müssen leider noch warten, da es mir gestern abend meinen "Klapprechner" zerlegt hat. Ich kann erst zuhause die Festplatte ausbauen und den bereits geschriebenen Bericht wieder herstellen. Ich schreibe jetzt auf meinem Ersatz-Klapprechner,aber da sind nicht alle Daten drauf. Aber keine Angst - die Fotos sind alle auf einer externen Festplatte gesichert. Nur die Berichtstexte waren auf dem alten Rechner. Habe die Ehre Gogolo Vielen, vielen Dank, das ist einfach grandios. Gute Reise noch und wir freuen uns auf die Fortsetzung.
Jürgen und Erika So ein Pech, aber da sieht man mal wieder, wie abhängig wir inzwischen von der Technik sind. Gut, dass Du die Bilder separat gesichert hattest. Noch weiterhin eine schöne Fahrt. Puh - da danken wir dir für die Idee mit der externen Festplatte und freuen uns schon mal im voraus auf weitere schöne Bilder :D Heute früh musste ich auf dem Weg zur Fähre von einem ganz einsamen, stürmischen Übernachtungsplatz am Atlantik bei einem Leuchtturm einen riesigen, ca. 2to schweren Stein von der Fahrbahn räumen. Nur mit Sperren und Untersetzung war dieser Stein mit dem Gogolobil so weit zu bewegen, dass ich seitlich vorbei fahren konnte (sonst fährt die Fähre morgen ohne uns!). Dabei immer die Gefahr, dass seitlich noch weitere Steine herabkullern. Abenteuer auch noch am vorletzten Tag auf Island....
Die Festplatte habe ich im "Bauch" des Gogolobils fest eingebaut (darum heisst sie wahrscheinloich auch Festplatte :D ) nur ein Kabel geht heraus und da schließe ich dann immer meinen Klapprechner an. Habe die Ehre Gogolo Wow. Mit so nem Stein würd ich es ungern aufnehmen wollen. Gut, dass ihr beide (plus kleine Mitfahrer *g*) da heil rausgekommen seid...... Saaaagenhaft... neiderfüllt und voller Sehnsucht lese ich Deinen Bericht und betrachte die Fotos.
Du weckst in mir die "Inspiration der Unzufriedenheit*" *Quelle: Buch von W.C. Stone Ich finde es genial was Ihr da unternehmt und möchte mich an dieser Stelle mal dafür bedanken das Du Dir die Arbeit machst und uns an diesen ganzen Reisen teilhaben lässt. Deine Berichte vermitteln einem nicht nur für eigene Reiseüberlegungen nötiges Basiswissen, sondern auch noch die Sicherheit, dass man weiß wen man fragen kann. Auch ist es ein Genuss die Texte zu lesen. Also DANKE ! Bleibt gesund, haltet Euch fitt, pflegt das Mobil, auf dass wir noch viel von Euch lesen und betrachten können.
womit hast Du denn stein und gogolobil miteinander verbunden? hast Du außer dem kinetischen seil noch andere bergegurte dabei? Tolle Bilder, tolle Berichte.
Danke dafür und Bon Voyage für Dich und Gogoline
Ja, ich habe neben dem kinetischen Gurt noch einen ca. 20m langen Bergegurt dabei . Den habe ich über den Stein gelegt und ihn dann auf die Seite gezogen. Nachstehendes Bild zeigt die Situation:
Erst beim dritten Anlauf gelang es den Stein genügend weit zur Seite zu ziehen weil die Schlaufe, die ich über den Stein legte immer wegen der Feuchtigkeit und des Regens abgerutscht ist. Es war halt im wahrsten Sinne des Wortes eine "dreckige Angelegenheit". Auch Gogoline musste "ran" und das Gogolobil mit den Sperren und der Untersetzung bewegen. Das gab dann schweissnasse Hände... :D Habe die Ehre Gogolo Hallo Gogolo und Gogoline,
waren auch einige Tage in Germanien unterwegs. War sehr schön, aber natürlich nicht vergleichbar mit Euren Erlebnissen und Eindrücken. Aber wir sind ja auch noch Anfänger. Ich freue mich immer wieder über die schönen Aufnahmen und wünsche Euch eine schöne Weiter- bzw. Heimreise. :) D A N K E :blume: Hallo Gogolo,
schön dass ihr wieder gut zurückgekehrt seid. Ich habe euch gestern auf der Autobahn bei Bamberg schon von weitem erkannt und beim überholen mit dem PKW kräftig gewinkt, aber wie solltet ihr auch erkennen, dass euch ein Forumskollege und fleissiger Leser Deiner Reiseberichte zuwinkt. Jou Uwe,
bei mir wars vorgestern auf der A7 Höhe Fulda Nord.....gegen 17.15 Uhr. ich hab auch gewunken.... :D , aber Gololine und Gogolo haben mich entgegenkommend wohl auch net bemerkt.... Felix52 :) Lieber Gogolo! Vielen Dank für deinen Bericht es war wundervoll zu lesen und anregungen zu bekommen Ich habe etwas angst vor der seefahrt (Kotzen uns so) Aber da muß man durch Wenn unser Urlaub klar ist den klompeten August wird die Faehre oder Seebridge gebucht.Nochmal Danke Paulchen Wir sind soeben wieder gut und heil zuhause angekommen. Die fehlenden Berichte über das Hochland und die Hinweise für Island-Wohnmobilreisende folgen in Kürze, wenn ich meinen alten Klapprechner (zumindest die Festplatte) wieder zum laufen gebracht habe.
An alle, die mir auf der Rückreise zugewunken haben: Ich habe euch LEIDER nicht bemerkt - werde mich bessern... Habe die Ehre Gogolo Herzlich Willkommen zu Hause! :)
Wobei ich fast vermute, dass der nächste Reiseplan schon irgendwo liegt... Willkommen zurück!
Tu Dir die Ruhe an. Wir warten gerne auf deinen abschliessenden Reisebericht. Bon Voyage
Ja, der ist schon lange fertig. Ende Oktober fahren wir nach Spanien um dort während der Überwinterung eine Sprachschule zu besuchen denn schon für August nächsten Jahres haben wir eine Vorreservierung für die Fähre von Hamburg nach Buenos Aires (Argentinien). Wir wollen dann in Südamerika voraussichtlich ein ganzes Jahr bleiben. :D :D :D Habe die Ehre Gogolo
Hast Du auf der Heimfahrt nicht was vergessen ... :gruebel: :D :D |
Anzeige
|