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An einem Stellplatz zahle ich Kurtaxe, am anderen nicht. Obwohl in beiden Fällen das Hotel immer Kurtaxe nehmen würde.
Im Schwarzwald bekommt man für die Kuztaxe immer auch die Kronos-Karte --> Link und freie Fahrt mit allen ÖPNV's. Eine tolle Sache für Wanderer wie uns. Oft bekommt man freien Eintritt ins Hallenbad, Museen oder andere Vergünstigungen. In Unterkirnach bekommt man sogar eine Liste von Gaststätten, welche ordentliche Rabatte geben. Es gibt aber auch Gemeinden, die nehmen Kurtaxe ohne irgend eine erkennbare Gegenleistung und trotzdem noch genug für den Stellplatz. Andere Stellplätze (z.B. Kappelrodeck) bieten die Kurtaxe optional an (dann erhält man auch die Kronos-Karte). Eine klare Regelung scheint es nicht zu geben. Meine Erfahrung aber war die, dass sich die 1,50-3€ oft auch gelohnt haben. Und wenn dem so ist, dann finde ich es ganz o.k. Wie sehr ihr das? Welche positiven und negativen Erfahrungen habt ihr so gemacht? Hallo,
i eigentlich ist die Kurtaxe, wie der Name schon sagt, eine Zwangssteuer...wenn dann entsprechende Infrastruktur vorhanden ist und die Gemeinde dies auch unterhalten muss, sehe ich die Steuer ein..auch wie du schon geschrieben hast..zB im Kleinwalstertal eine Gästekarte dabei ist, die ihren Namen verdient...Aber auch die Gästekarten finanzieren die Hotels und Gewerbe kräftig mit Am Twistesee sehe ich das etwas verhalten mit der Kurtaxe.
Bei Badeorten ist es verständlich. Wenn Öffis wo auch immer begünstigt werden ist das natürlich sehr gut. Da ich grundsaetzlich am liebsten nur dafuer zahle, was ich auch nutze, sind mir Kurtaxen oder Kulturfoerderabgaben zuwider.
Egal, was damit gemacht wird, denn schliesslich habe ich nicht darum gebeten. Aber mich zwingt ja auch niemand einen Ort aufzusuchen, der Abgaben dieser Art verlangt. Tue ich es dennoch, ist es meine Angelegenheit, daher meckere ich dann auch nicht darueber. Ganz aktuell kommt aber Bewegung in diese Thematik, da gerade letzte Woche das umstrittene Gesetz zur Rechtmaessigkeit von Bettensteuer ( die auch auf CP erhoben wird ) und Kulturfoerderabgaben von einem Leipziger Gericht gekippt wurde. Somit duerfen un Millionen an Abgaben von den Kommunen wieder zurueck bezahlt werden. Schoener Schlamassel... Wie schon erwähnt gibt es positive und negative Erfahrungen.
Wann immer Kurtaxe erhoben wird sollte es meines Erachtens eine Gegenwert geben. Meiner persönlichen Meinung nach ist die Kurtaxe einfach ein Unding und müsste in alle Preise eines Kurortes hineingerechnet werden. Die Kurtaxe ist übrigens nicht immer nur für den Preis der Übernachtungsstätte verantwortlich. Lokale Politik macht oft mehr aus. Kurtaxe ist auch nicht Alles - oft ist zB, speziell in Orten in Alpennähe, in der Übernachtung die Nutzung von Liften eingeschlossen. Diese Nutzung ist aber im Endeffekt nicht kostenlos, aber viuelleicht kostengünstiger als ob man das Ticket extra bezahlt. So ist das beispielsweise - zumindest im Sommer - in einigen Orten in der Schweiz. In deutschen Alpenorten mag es diese Option auch geben. die Betreiber hadern aber wohl mit den Kosten..... Mir ist egal,
wie sich der Preis für den Stellplatz zusammensetzt: Ist er es mir nicht wert, fahre ich weiter. Entspricht der Preis meiner Wertanmutung, bleibe ich, Volker :wink:
Die Kommunen dürfen die schon weiterhin nehmen. Nur nicht mehr pauschal. Sie müssen jetzt differenzieren zwischen Privatgästen und Geschäftsreisenden. Die Privatgäste sollen weiterhin zahlen, da man davon ausgeht, dass sie auch die Infrastruktur der Kommune nutzen......
So sehe ich das auch: Wenns passt, ist der Preis zweitrangig. Wenns nicht passt, kann der Platz sogar gratis sein, dann wird weiter gefahren .... Kurtaxe sehe ich als notwendiges Übel.
Die Kurorte müssen eine Menge Einrichtungen vorhalten und auch in Schuss halten, um den Gästen ein angenehmes Verweilen zu bieten: Kurparks, Kurhallen, Kurkonzerte, Bäder, Promenaden, Toiletten usw. usw. Und zu allem das notwendige Personal, um alles am Laufen zu halten. Schlußendlich ist es eine zusätzliche Steuer/Geldquelle für die Kommune, die auch zum Reichtum der Kurorte beiträgt. Wenn ich, wie auf meiner "DDR-Reise" neulich, alles im Ort geboten bekomme und auch mein Haustier akzeptiert wird, dann ist die Kurtaxe für mich gar kein Problem.
Erlebe ich trotzdem Ungemach, Unsauberkeit und Einschränkungen, dann ärgert mich der Zwang einer Abgabe.
Genau das funktioniert aber nicht. Denn wer gibt bei seiner Buchung ueber ein Onlineportal an, dass er privat reist, wenn er weiss, dass er dafuer mehr zahlen muesste? Ebenso umstritten ist die Buchung ueber einen Reisemittler - dieser ist ein UNTERNEHMER und bekommt die Rechnung vom Hotel. Es kann und darf ihm keine Steuer berechnen, denn es ist ja keine Privatperson, die hier gebucht hat. Auch wenn hinter der Buchung ein Endgast steckt, der aus touristischem Hintergrund reist. Diesen darf das Hotel aber auch nicht zur Kasse bitten, da es mit dem Mittler eine vollstaendige Zahlungsuebernahme ausser den persoenlichen Extras vereinbart hat. Der Schuss mit diesen Abgaben ging voll nach hinten los, da er jetzt durch die buerokratische Rueckabwicklung personelle Mehrkosten verursacht, die vorher gar nicht da gewesen waeren. Von daher lautet meine Meinung weiterhin: wenn eine Gemeinde ein tolles Freizeitangebot anbietet und dieses in Schuss haelt, kommen die Besucher von alleine und sollten daher nicht extra zur Kasse gebeten werden. Peter (Freetec) und Sven (haballes) haben den Nagel auf den Kopf getroffen :D
Einserseits gibt es eine gewisse Notwedigkeit Kurtaxe zu erheben andererseits zeigt gerade der Osten, dass es Dank hoher Touristenzahlen wirklich auch anders geht. Für mich haben Zwangsabgaben immer was negatives. Viele Städte mit hohem Kulturgut schaffen es auch, ohne Kurtaxe ihre Stadt und das drumherum sauber und attraktiv zu halten. Tchja und was ist jetzt richtig? peter Pipo,
richtig liegt immer der, der mit seinen Maßnahmen (oder trotz seiner Maßnahmen) Erfolg hat. Sprich: Wenn trotz Kurtaxe die Leute scharenweise kommen, hat er es doch richtig gemacht. :D Ich bleibe bei meiner Argumentation: Kurtaxe ist nur ein Teil der Kostenstruktur, die in der Gesamtheit den Stellplatzpreis ergibt.
...........oder soll auch die Notwendigkeit von Mehrwertsteuer, Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Müllabfuhr, Energieversorgerkosten, Klopapier, etc. durch Abstimmung ermittelt werden? 8) Volker :wink: Dass es auch anders geht, zeigt der Stellplatzinhaber Raute in Ahlbeck auf Usedom. Der Betreiber dieses privaten Platzes lehnt es grundsätzlich ab, für die Kommune eine Extrasteuer zu kassieren und anschließend an diese abzuführen. Und siehe da: Auf diesem Stellplatz gibt es keine Kurtaxe.
Ein Negativbeispiel (der Ort ist mir leider entfallen - aber es stimmt): In einem Badeort an der Ostsee seit 2012 muss auch für den Hund des Womobesitzers mit 1,50 Euro Kurtaxe gezahlt werden. Zum Thema Kurtaxe fällt mir nur noch diese Geschichte ein:
In einem sehr warmen Sommer war der Spülsaum der Ostsee in Grömitz voll mit Algen, die in der Hitze ganz furchtbar stanken. Und zwar so sehr, das die Leute kaum noch an diesen Strandabschnitt, direkt an der Promenade, gegangen sind. Als die Kurverwaltung um Hilfe gebeten wurde, weil man ja auch schließlich Kurtaxe und Strandbenutzungsgebühr bezahlt (die immer mit dem hohen Aufwand der "Strandpflege" begründet wird), war die Antwort: Die Kurverwaltung ist dafür bedauernswerterweise nicht zuständig, denn die Algen seien ja noch im Wasser... Mir ist mittlerweile egal wie die das nennen. In Schönberger Strand bezahle ich es (da ist auch ein ÖPNV-Ticket dabei), ansonsten mache ich, wenns geht, einen Bogen darum. Aber ich ärgere mich schon lange nicht mehr darüber. Superthema:
Vorweg: Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass alle Einrichtungen einer Kommune irgendwie finanziert werden müssen. Insbesondere dann, wenn Ortsfremde, also Gäste, diese nutzen. Ich habe allerdings dann ein Problem, wenn die diese Kurtaxe willkürlich erhoben wird und die Art und Wiese, wie. Ein guter Kompromiss finde ich, wenn die ersten 24 Stunden keine Kurtaxe erhoben wird. Im Juni waren wir z.B. in Graal-Müritz und haben den dortigen SP angesteuert. Mit 15 € eigentlich zu teuer, für das, was am Platz geboten wird. Ist aber ein anderes Thema. Wir stehen dort für ein paar Minuten vor dem Areal für Wohnmobile, um zu schauen, was es dort gibt usw., da kommt ein Typ mit Fahrrad und verlangt umgehend von uns die Kurtaxe für den Tag. Abends ging er uns noch zweimal auf den Sack, weil er anscheinend nicht mehr wusste, dass wir bereits gezahlt hatten. Der SP-Betreiber in Prora auf Rügen weigert sich übrigens seit Jahren von seinen Gästen Kurtaxe zu kassieren, solange kein Bahnübergang über die Gleise, die den Weg zum Strand abschneiden, gebaut wird. Statt dessen sind in der SP-Gebühr die Hin- und Rückfahrtickets nach Binz enthalten. Für die gesamte Womobesatzung täglich. Sein Verhalten finde ich sehr konsequent. Richtig ist, dass der Gesamtpreis passen muss zur Qualität des Stellplatzes und der Umgebung. Wie er sich zusammensetzt, ist mir eigentlich egal.
Richtig ist aber auch, dass die Gemeinde die Kurtaxe auch für Ausgaben ihrer Besucher planen sollte und nicht nur zum Kasse aufbessern. Viele Gemeinden wissen dies und handeln so. Viele Gemeinden legen sogar noch oben was drauf, weil sie eben den Tourismus fördern wollen. Das Beispiel mit dem Algen im Meer: Wenn die Gemeinde meint, sie sei nicht für das Gesamtwohl ihrer Gäste zuständig, dann wird sie diese eben verlieren. Und mit ihnen viel Geld und Gewerbesteuern. Ihre Entscheidung. Neulich in Cuxhaven....
Wir sind zu dritt am Deich spazieren gegangen. So ca. 300 Meter vor der Kugelbarke dachten wir diese zu besuchen. Und da stand der Tempelwächter und sagte nur -- 9 Euro-- LongJohn Kurtaxe ist eine üble Abzocke aus Tradition. Die Gemeinden verdienen an den Feriengästen genug Kohle, dass schafft auch Arbeitsplätze in Hotel- Gaststätten,-Kureinrichtungen (wo es welche gibt). Arbeitsplätze / Umsatz bringt der Gemeinde Steuern ein. :D Zusätzlich werden auf Ferienwohnungen noch mehr Steuern erhoben, mindestens Zweitwohnungssteuer. Bei Vermietung meist noch Sondersteuern (z.B. Boltenhagen).
Diese Existenzgrundlage wird nun zusätzlich mit Kurtaxe gelegt, da kann man nur sagen: Abzocke. Letztlich sparen sich die Einwohner dadurch ihre ansonsten höheren Abgaben für Straßenreinigung u.s.w. auf Kosten der Urlauber von denen sie leben. :? In Zingst habe ich dieses Jahr sogar erstmalig Kurtaxe für unseren HUND bezahlt, er hat dafür auch eine Kurkarte und einen gelber Plastikanhänger bekommen, sonst nichts. :evil: Und wir wollen mal nicht vergessen: Man zahlt ja auch z.B. für den Hund die Gebühr (incl. Steuern) auf dem CP. Dann nochmal Kurtaxe. Mit 2 Erwachsenen und Kind/ Hund zahlt man in manchen Orten am Tag schon mehr Kurtaxe als Stellplatzgebühr (z.B. Büsum). Kurtaxe gehört einfach nur abgeschafft. Ich versteh Euch nicht. "Tempelwächter, Abzocker" Das ist schon recht beleidigend.
Ich selbst habe eine Praxisadresse direkt am Strand in Horumersiel. Komme jeden Morgen zum Arbeiten dort hoch, habe nur den Vorteil, dass ich eine jährliche Pauschale zahlen kann, die aber nicht wesentlich preiswerter als tägliche Zahlung ist. Gottseidank, das sehe ich täglich, sind die CPs und SPs wieder voll belegt, wie an und für sich jedes Jahr. Das ist gut so, denn Alle geben sich hier sehr viel Mühe, während der stürmischen Jahreszeiten zu pflegen, reparieren, reinigen, was das Zeug hält..... :!: Und wo auf der Welt bekommt man lecker Frischfisch zu Preisen auch für ne Großfamilie, wenn nicht in Hooksiel, Harlesiel, Carolinensiel und Neuharlingersiel. Wo gibts größere Strände als dort, mehr Sportmöglichkeiten, mehr Entertainement und Abwechslung als z.B. dort.Schaut mal hier:
Oder hier: --> Link Oder hier: --> Link Oder hier:
Also ich meine, das ganze Theater hier ist wohl ungerechtfertigt. Sonst wären nicht so viele Menschen und auch Wohnmobilisten hier. :wink: Und nach 20 Jahren hier und vorher 20 Jahren in Bochum Wattenscheid kenne ich, lieber BOWA, den Unterschied zwischen unsicheren Straßen, die oft vollgekotet und mit Bierflaschenglassplittern übersät sind und den Wegen hier. :wink: Das soll jetzt allerdings nicht persönlich sein, sorry. Nur fällt mir kein anderes Beispiel ein, weil ich nie in etwa Essen, Köln, Frankfurt oder Erfurt gelebt habe. Mein Womo steht seit einem Monat am Meer und wir fahren fast jeden Abend mit dem Fahrrad dorthin. Und jetzt ist es richtig schön warm und Alle sind entspannt, außer natürlich Denen, die hier sagen: "Nie mehr wieder!" So iss dat al..... Felix52 :D @ Felix
wenn die Taxe für die Infrastruktur verwendet wird, wird auch keiner- fast- keiner mosern, denke ich aber zB für einen Hund Taxe ist dann für mich schon heftig Zitat: Die Kommunen dürfen die schon weiterhin nehmen. Nur nicht mehr pauschal. Sie müssen jetzt differenzieren zwischen Privatgästen und Geschäftsreisenden. Die Privatgäste sollen weiterhin zahlen, da man davon ausgeht, dass sie auch die Infrastruktur der Kommune nutzen......
Also, von jetzt an bin ich nur noch als Geschäftsreisende unterwegs :) Mache mein Büro im Womo auf, lasse Aktenordner usw. herumliegen und spare somit die Kurtaxe. Es gäbe allerdings auch andere Geschäftszweige :hoppel: die interessant wären. Superidee, bin ich noch gar nicht drauf gekommen :wink: Muss mich damit mal näher beschäftigen :D :D Julia
Jou, Du hast nix anderes als einfach recht.......Hier beginnt nun wirklich der Bereich der vernünftig denkenden Menschen, dem sich solch ein Blödsinn nicht erschließen kann.... 8) Als Ex-Hundebesitzer (20 Jahre lang) erscheinen mir 3 € ebenfalls als "ungebührlich"! Selbstkritische Felix52 :roll:
Naja. Ein Zitat von der Webseite Wangerland.de:
Quelle: --> Link Jeder Kneipenwirt mit einem Biergarten muß das auch ohne Sturmflut machen, ohne das er gleich eine Steuer erheben kann. Jeder Gemüsehändler macht das sogar täglich. Sowas kann man auch als Betriebskosten ansehen, die über Erlöse gedeckt werden müssen, und nicht über abstrakte Zwangsabgaben. Und was eine Kurtaxe mit Parkgebühren, Vorträgen und Rabatten für Schwimmbäder zu tun haben ist mir ein Rätsel. Warum zahlt hier nicht der, der nutzt?[url][/url] Aldebaran,
das stimmt so nicht! Magst Du aber auch nicht wissen können! Mein Arbeitsplatz befindet sich definitiv nicht nur unter der gleichen Geschäftsadresse, sondern nachbarlich auf dem gleichen Flur. Seit 10 Jahren. Die Anstrengungen sind in dem von DIR genannten Link explizid aufgeführt. Deutlicher kann man das an und für sich nicht erklären. Der Erfolg gibt zudem gerade im Wohnmobilbereich den Verantwortlichen recht. Mittlerweile sind auch die Herbst und Winterzeiten ordentlich ausgebucht. Felix52 :) Hallo,
ich mag die Kurtaxe eigentlich auch nicht. Ich habe mich immer gefragt, warum Städte wie Koblenz, Köln oder Hamburg ohen diese Steuer ausgekommen sind. Ich selber hatte mal eine heftige Diskussion mit Geschäftsleuten aus Carolienensiel. Das ging bis zur Androhung von körperl. Gewalt. Mein Argument war (damals noch Mieter einer FeWo) das ich doch mit Hund nicht zu den kulturellen Veranstalltungen gehe und auch nicht ins Schwimmbad damit ich mein Tier nicht alleine in der fremden Wohnung lasse. Oh, wei Oh wei ..... ein Wespennest. Nun nimmt Koblenz in kürze auch eine Bettensteuer von ich glaube 1,50/ Übernachtung im Hotel und auf den vielen Fahrgastschiffen. Diese drohen nun mit dem Fortbleiben aus Koblenz ............. Ich bleibe aus Carolienensiel weg!!!!!!!!!!!! Das ist die Konsequenz irgendwie geht das mit der kurtaxe und der bettensteuer durcheinander...
kurtaxe wird fällig, wenn du wo bist (und z.b. nur in der kneipe ein eiskaltes weizen abzischst..) bettensteuer wird fällig, wenn du wo übernachtest...mir ist keine stadt bekannt, wo bettensteuer für Womo - übernachter erhoben wird!
Und wenn ich diesen Gegenwert gar nicht will? An der Nordsee darf man mit der Kurtaxe an den Strand, ansonsten muß man "Eintritt" für die Nordsee bezahlen. Für mich als Rheinländer völlig unverständlich, wir verlangen ja auch keinen Eintritt fürs Rheinufer ;-) Vielleicht hängt das ja mit Angebot und Nachfrage zusammen. Es gibt einerseits erheblich mehr Rheinufer als ostfriesische Küste und andererseits erheblich mehr Menschen, die lieber an die Küste wollen als ans Rheinufer. :D Klaus an der nordsee gehts sogar noch krasser - du zahlst kurtaxe + eintritt fürs meer, das ist für mich tabu! Man möchte fasst sagen: "Wofür eine Kurtaxe, ich hab doch ein eigenes Auto!"
Nein ernsthaft, die von felix52 angeführten Leistungen, die allesamt in der Neben- oder Nachsaison anfallen ( zumindest, wenn ich ihn da richtig verstanden habe), müssen auch von anderen Küstenländern erbracht werden. Kosten die Arbeitskräfte in F, SP, P, B, NL, DK, S, N eigentlich kein Gemeindegeld? Ich hab in diesen Ländern noch nie, weder als PKW-Tourist in einem Ferienhaus, noch als Womo-Tourist, für die Nutzung des Strandes etwas bezahlen müssen. Es scheint eben eine deutsche Spezialität zu sein, die geldbringenden Touristen noch ein wenig mehr zu schröpfen. Es ist doch den meisten hier klar, dass man idR in jedem Ort einen Betrag "X" lässt, sei es für Lebensmittel, Besuche in Restaurants, Zeitschriftenhandel usw. Hier wurde ja auch schon geschrieben, dass durch Umsatzsteuer usw. ja auch zusätzlich Geld in die Gemeindekassen kommt. Ich sehe die Kurtaxe als ein Relikt aus dem Beginn des Tourismus. Damals war tatsächlich fast der identische Aufwand zutreiben, wie in heutiger Zeit, nur für eine wesentlich kleinere Klientel. Ergo geringere Einnahmen für die Gemeinde durch steigende Umsatzsteuer usw. in der Saison. Daher ist nicht nur ein Überdenken der Sinnhaftigkeit, sondern auch eine Abschaffung dieses unsäglichen Beitrages notwendig. Wenn ich in ein deutsches Seebad, aber auch gezielt in ein Heilbad fahre, um dort die nicht üblichen Angebote zu nutzen ( also Kurkonzert, Vorträge usw., nicht aber Schwimmbad, Strand u.ä. ) würde ich dort für jede einzelne Veranstaltung eben Eintritt bezahlen, hätte aber die freie Entscheidung, ob ich dies nun brauche oder nicht. Das Risiko, die netstehenden Kosten nicht gedeckt zu bekommen, liegt immer beim Veranstalter und ist nicht auf die Allgemeinheit umzulegen. Wenn der SP- oder CP-Betreiber aus den anfallenden Nutzungsgebühren einen Obulus abführen muss, damit die Gemeinde den Gästen etwas "Besonderes" bieten kann, ist die Preisgestaltung des SP´s oder CP´s eben daran anzupassen. Dann wird sicher mit den Füßen abgestimmt, ob dies nun Sinn macht oder nicht. Für das Anhalten und Lesen eines Info-Schildes würde ich keinen Cent berappen. Wie teurer würde es dann, wenn man mal eine Panne bei der Durchfahrt durch eine Kurtaxe erhebende Gemeinde sein, wenn so etwas einreißen würde!
für mich auch, Nordsee in D ist für mich Tabu, wenn unbedingt nach Holland oder Dk. Ich bin kein Gegner der Kurtaxe. Solange der Gesamtpreis aller Kosten meinem erwarteten Gesamtnutzen entspricht, soll einen jede Geminde verlangen was sie will. Hauptsache ich darf noch nein sagen und weiter fahren.
Die Kurtaxe immer nur in Verbindung zu den Kosten des Tourismus zu setzen ist mir aber zu einseitig. Denn Tourismus schafft auch viele Arbeitsplätze und bringt Geld. Es gibt einige Gegenden, allen voran die Ostsee, die fahre ich erst gar nicht mehr an. Zwar könnte ich es mir locker leisten, aber ich sehe es einfach nicht ein, die Wucherpreise durch meine Anwesenheit auch noch zu unterstützen. Mir könnte es zwar egal sein, aber es gibt auch einkommensschwache Familien, die mal mit den Kindern an die Ostsee wollen. Und so lange wir jede Wucherpreis akzeptieren, schaden wir genau diesen Familien. Wenn hier im Forum immer wieder (und oft zu Recht) das Argument "ein WoMo kaufen aber dann klemmen" kommt, dann stimmt das zwar auf der einen Seite zu, aber jegliche Preiserhöhung mit einen "was solls, ich habs ja" hinzunehmen schadet allen Wenig- und Normalverdienern. Nicht für die Benutzung des Strandes, Werner, aber eine Kurtaxe gibt es in F auch. Such mal nach "taxe de séjour" auf Deinen Rechnungen. ;) Allerdings ist das meist unter einem € je Tag und Person. Klaus Danke Peter, Deine Links helfen weiter... :wink:
Moin Werner, ich zitiere Dich mal.: "Wenn ich in ein deutsches Seebad, aber auch gezielt in ein Heilbad fahre, um dort die nicht üblichen Angebote zu nutzen ( also Kurkonzert, Vorträge usw., nicht aber Schwimmbad, Strand u.ä. ) würde ich dort für jede einzelne Veranstaltung eben Eintritt bezahlen, hätte aber die freie Entscheidung, ob ich dies nun brauche oder nicht. Das Risiko, die netstehenden Kosten nicht gedeckt zu bekommen, liegt immer beim Veranstalter und ist nicht auf die Allgemeinheit umzulegen." Na klar ist der Begriif "Kurtaxe" überholt und löst Agressionen aus bei dem Einen oder Anderen. Dennoch muss für einen properen Küstenort Aufwand getrieben werden. Es ist letztlich egal, ob dies über höhere Abgaben für die Gewerbetreibenden vor Ort oder durch "Kurtaxe" bewerkstelligt wird. Fakt ist jedoch, dass ich die "deutsche" Regelung, wenn auch mit einem veralteten Begriff, für sinnvoll und ehrlich halte. Und wie Du selbst schon gesagt hast, kostet es im Winter Geld, damit im Sommer alles wieder ok ist. Im Sommer allerdings platzt hier bei uns Alles aus den Nähten. Warum sollte dann, ich frage es mal ketzerisch, nicht selektiert werden? :wink: Also, wenn Du nicht zahlen willst, fahr woanders hin, denken sich die Verantwortlichen vor Ort. Ich meine damit, wenn eine kleine Gemeinde wie das Wangerland (hier kenne ich den Jahreshaushalt) mit wenigen tausend Einwohnern die Strandpflege, Kurparkeinrichtungen, Meerwasserbäder, saubere und gepflegte Wege, ein ansprechendes Wohlfühlambiente aufrecht erhalten muss, dann bleibt nur die Kurtaxe. Und die wenigen freien Plätze im Sommer MÜSSEN dann auf Alle verteilt werden, damit die Kurtaxe nicht höher wird. So iss dat al Felix52 :) Wie gesagt, auch ich muss sie zahlen, auch wenn ich mit dem Fahrrad zum Strand fahre..... :) Felix52 :) Der Gedanke "ich zahle nur einzeln, was ich nutzen will" geht etwas an der Realität vorbei. Damit man etwas nutzen kann, muss es erst mal da sein. Die Gemeinde muss das bauen und erhalten, nur dann kann es jemand nutzen. Und das gilt für nen Konzertort, eine Freizeiteinrichtung, Infrastruktur wie Wege, Informationsbüros und Veranstaltungen.
Nur kann man wohl kaum an jedem Weg, an jedem Volleyballplatz, jeder Hundewiese eine Kasse einrichten. Bestimmte Einrichtungen (Touristeninformation z.B.) würden sich bestimmt nicht selber tragen, wenn man jedes Mal eine Eintrittsgebühr zahlen muss. Viele Veranstaltungen tragen sich nicht, wenn man Eintritt verlangt. Das klappt nur bei Quotenrennern - unbekanntere Angebote fallen dann durch. Auch Angebote für Kinder können sich keine hohen Eintrittspreise leisten (oder nur die "reichen" Kinder könnten sie nutzen). Um also ein breites Angebot anbieten und erhalten zu können, ist es wirtschaftlich sicher sinnvoller, von allen Gästen einen überschaubaren Betrag zu kommen anstatt nur wenige Dinge anzubieten, die sich selber mit wirtschaftlichen Preisen tragen können. Das wäre vermutlich oft nicht attraktiv - gerade für die Gäste. Das schließt für mich die Debatte, welcher Ort wieviel Gutes mit der "Kurtaxe" macht oder nicht, sicher nicht aus. Aber im Grundsatz kann ich eine solche Abgabe nachvollziehen.
Und wie machen das die Orte, die keine Kurtaxe erheben? Völlig einseitige Argumentation. Auch Orte ohne diese Abgabe haben Touristeninformationen und die anderen im Beitrag benannten Annehmlichkeiten. Es gibt sogar ganze LÄNDER auf der Welt, die solche Abgaben nicht erheben und existieren.
Genau ( Achtung Ironie ): Griechenland, Spanien, Portugal :razz: Ok - man kann auch Steuergelder verwenden. Damit zahlen vor allem die Einwohner. Ist ne Entscheidung der entsprechenden Gremien würd ich sagen. Im Grunde ist die Kurtaxe damit sogar näher an der Einstellung "die Verursacher sollen die Kosten tragen" als die Steuervariante.
Alles immer dagegen drehen deutet darauf hin, dass es letztlich nur darum geht, dass man keine Lust hat zu zahlen. Klar klingt umsonst gut - der ironische Beitrag vor mir zeigt aber auch, wohin das führen kann... Hallo Felix 52,
ich wohne hier in einer 1000 Seelen Gemeinde, die zur Stadt Beverungen gehört. Beverungen hat, alle eingemeindeten Dörfer und Kernstadt zusammen ca. 14.000 Einwohner. --> Link Das dürfte sicher der Einwohnerzahl der Gemeinde Wangerland entsprechen. Es wird hier all das angeboten, was es in Eurer Gemeinde auch gibt. Das ehemalige städtische Freibad wird inzwischen von einem Verein betrieben, die in der Satdhalle durchgeführten kulturellen Veranstaltungen werden von der Kulturgeminschaft, ebenfalls einem Verein, betrieben. Wenn ich mit Sinnungsgenossen in der Stadthalle ein Theaterstück aufführen möchte, muss unsere Laiengruppe ( --> Link ) für die Nutzung der Stadthalle zahlen. Damit möchte ich eigentlich nur meine Sicht zu Kurtaxe darstellen. Wir haben hier im Dorf eine nur in der Saison betriebene, Gierseil-Personenfähre, ein "Fährhaus" genanntes Restaurant und einige Ruhebänke, die nichts mit Fähre oder Restaurant zu tun haben. Diese werden, wie der gesamte Bereich um die Fähre und das Restaurant auch, von Gemeindearbeitern in Schuss gehalten. Das ist in den allgemeinen Kosten aller Einwohner enthalten. Wollten wir für die mögliche Nutzung der Bänke, der Fähre und des Restaurants von den Nutzern des Weserradweges nun eine Kurtaxe verlangen, würden uns die Reiseradler und die PKW-Nutzer, die an Wochenenden mal eben über den Weserradweg radeln möchten, uns für Verrückt erklären. Ich denke, vollkommen zu Recht. Hier gilt allerdings die Meinung, wer etwas nutzt, hat dafür zu zahlen. Wenn man dies ähnlich dem Verhalten an der Küste durchziehen wollte, müsste man zumindest an beiden Zufahrtstellen zum Ort von der Bundesstrasse aus und jeweils vom Weserradweg ein Kassenhaus mit Personal installieren. Auch hier müsstes Du dann, wenn Du dafür nichts zahlen möchtest, eben fernbleiben. Darum ging es mir in meinem vorherigen Posting aber nicht. Ich bin gern bereit, für all das zu zahlen, was ich in einem Ferienort auch nutze. Mir widerstrebt es allerdings, für eigentlich selbstverständliche Dinge, wie intakte Wege usw. einen Obulus zu entrichten. Diese Kosten sind gemeindliche Verpflichtung. Sie sind im Rahmen der Verkehrswege -Sicherungs-Pflicht auch ohne Touristen zu unterhalten. Wenn das dann, nach Auffassung der Gemeinde "nur für die Touristen" gebaut wurde, so ist zwar die Nutzung, nicht aber der Unterhalt zu zahlen. Aber das führt zu Haarspalterei. Ich denke, nun haben wir beide uns zumindest einmal deutlich ausgetauscht, sicher haben noch andere andere Meinungen zu dem Thema. Die nehmen dann die "Bettensteuer"... :D
Und zum Beispiel in Frankreich wird an solchen Orten einfach der Abgabensatz erhöht oder die Angelegenheit über Steuerlasten subventioniert. Das ist dann echt ungerecht. Am Strand eines Kurortes hier in good old Germany enbenso wie in Rimini erlebst Du jedenfalls nicht, dass ein Kind morgens am Strand in eine Glasscherbe tritt, um das mal krass aus zu drücken. Aber, wie gesagt: Wer nicht bezahlen mag, muss doch nicht kommen.... :wink: Und eine solche Selektion halte ich für angemessen, ohne zu bestreiten, dass das System an sich natürlich Ungerechtigkeiten beinhaltet. Fakt ist, daß es in ganz Deutschland keine einzige Gemeinde gibt, die aus den Einnahmen der Kurtaxe auch die Ausgaben bestreiten kann. Dazu ist der Wettbewerb viel zu hart. Felix52 :) Jou Werner,
für mich ist das Alles auch kein Problem. Übrigens, meine Familie kommt aus Bad Salzuflen, wo ich mich auch in der Umgebung des Öfteren aufhalte. :) Schöne Ecke gerade auch für Fahrradtouren und Spaziergänge sowie gutes Essen. Aber Du hast es richtig beschrieben. Ihr könnt keine Kurtaxe erheben, weil Euch dann die Touristen fernbleiben. Unser Aufwand mit den Stränden, kostenreduzierten, also sozialen Angeboten für Familien mit Kindern sind ganz anders strukturiert. Hier geht es in den Stoßzeiten um kostenintensive Bereitstellung von Leistung. Und das beschränkt sich Gott sei Dank nicht mehr auf die Sommerferien. Übrigens, Dein Vergleich mit der Gemeinde Wangerland hinkt sowas von.... Nur ein ganz kleiner Teil der Gemeinde Wangerland, etwa 8 %, lebt in Küstenorten wie Schillig, Hooksiel und Horumersiel, in denen Kurtaxe erhoben wird. Alle anderen Gemeinden wie etwa die "Hauptstadt" Hohenkirchen, erheben keinerlei Kurtaxe. Danke für die Diskussion. Ich sehe das positiv, um Meinungen und Wissen auszutauschen. Viele Felix52 :) Bettensteuer, Taxe, Grundsteuer, Solidaritätsbeitrag, Niederschlagswassergebühr (lacht ruhig, ich zahle 78€/Jahr)........sind letztlich doch einfach alle nur eine "WirBrauchenMEhrGeld" - Abgabe.
Wäre es nicht ehrlicher diese dann auch einfach so zu nennen, statt immer neue schöne Worte zu erfinden um den Bürgern noch mehr Geld abzuknöpfen. Ich kenne mehr Gemeinden, die ihren Tourismus ohne Kurtaxe fördern, wie welche die es tun. Und ich bleibe dabei: Alle Gemeinden wären arm, wenn die Touristen ausbleiben. Auch wenn sie dann keinen Cent mehr in den Tourismus stecken würden. Sie wären arm. Solche Gemeinden brauchen die Touristen und nicht umgekehrt. Warum melken sie dann die Kuh immer mehr und mehr? Weil die Besucher es sich gefallen lassen! Es scheint wohl ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass die Gemeinden immer mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Die Gemeinden Böblingen und Sindelfingen haben sich früher an der Gewerbesteuer von Mercedes dumm und dämlich verdient. Und was haben sie gemacht: Zebrastreifen aus echtem Marmor :? Ja, ihr hört richtig. Und jetzt, wo DaimlerChrysler seine Gewinne "ausgelagert" hat, jammern sie. Um einen schönen Strand zu besuchen brauche ich nicht zwingend einen Kurpark, einen Stadtgarten, eine Open-Air-Bühne. Ich will einen schönen Strand. Und ich bezweifle, ob die Mehrheit der Kurgäste dieses braucht. Denn letztlich soll eine Kur der Gesundheit und Erholung dienen. Eigentlich kann es mir so oder so völlig egal sein. Solche Touri-Löcher meide ich ohnehin. Ich hasse diesen Rummel, die angeblich ach so schönen Kurgemeinden. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kommen schlechtere Zeiten. Dies werden die ersten Gemeinden sein, die es am härtesten trifft. So lange sie dann nicht von mir dem Steuerzahler einen Gemeindefinanzausgleich fordern, stört mich das nicht. Und weil es mir egal ist, können sie verlangen soviel sie wollen - ich komme da eh nicht. Ich suche mir ein schönes, ruhiges Plätzchen fernab dieses Rummels und stelle mich einfach wild an einen ruhigen Fleck. Ich finde es einfach herrlich, dass 80% aller Menschen sich auf 3% Touri-Löcher in Deutschlands drängeln. So bleiben mir 97% ruhige und erholsame Landschaften. Oder anders gesagt: Bitte geht im Schwarzwald alle nach Triberg, damit der Rest bleibt, wie er ist. :D Fazit: Kurtaxe ist o.k., egal wie hoch sie ist! Nachtrag: Es gibt natürlich auch schöne Gemeinden, die 1-2€ Kurtaxe und nehmen mir trotzdem gefallen, weil sie nicht auf Rummelplatz gemacht haben. |
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