
Nein, Du hast nicht zu viele Wünsche. Es tut mir sehr Leid nicht früher geantwortet haben zu können.
Puszta und Eger
Die Puszta und die Theiss See sind um diese Jahreszeit völlig reizlos. Besser wäre Mai, Juni oder Juli. Dann aber nicht nur Eger sondern unbedingt auch Tokaj besuchen. In den vielen im Berg gehauenen Keller kann man die berühmten tokajer Weine verkosten.
Essen und Trinken
Ruhig mal in eine "Csárda" oder "Fogadó" essen gehen, es ist gute ungarische Hausmannskost und sehr preiswert!
Auf vielen Parkplätzen entlang der Autobahnen haben sich kleine private Gasthäuser etabliert die ebenfalls sehr wohlschmeckende ungarische Kost ohne „Chi-Chi“ anbieten.
Dringend abzuraten ist vom Besuch von Pizzerien, chinesischen Restaurants oder Dönerläden. Diese sind einfach nur grausam und haben mit dem uns bekanntem Angebot so viel zu tun wie Pinguine mit Eisbären!
In den Restaurants oder sonstiger Gastronomie sind die Preise um den Balaton, Nordwestungarn und Budapest um einiges höher als im Süden oder Osten.
Thermalbäder
Die meisten Deutschen fahren nach Héviz, Sárvár und Pápa. Zugegeben, diese sind auch ganz schön, aber auch teuer.
Dann gibt es die kleineren, weniger berühmten wie z.B. das von Dir bereits erwähntes Hegykö. Der Campingplatz ist um das Bad gebaut. Man zieht den Badeanzug und den Bademantel im Womo an und geht die Paar Meter so zum Bad hin!
In der unmittelbaren Umgebung jede Menge Möglichkeiten sich mit Lebensmittel zu versorgen und Gaststätten.
Innerhalb des Campingplatzes sind auch zwei Gaststätten, die in der Mitte ist die bessere, außerdem eine Lángos-Braterei in der man die besten Lángos (Langosch) der Welt bekommt!
Freistehen:
Wir stehen so gut wie immer frei. Allerdings sollte man in den Städten schon bei Tageslicht sich gutbürgerliche Wohngebiete aussuchen, eine Straßenlaterne sollte immer das WOMO und die Aufbautür anleuchten.
Das ist aber auch für Deutschland und Resteuropa gültig!
In den Dörfern ist schön, weil alle Häuser Wachhunde haben die nach dem sie uns genügend angebellt haben, zur Tagesordnung übergehen, aber auf jede Bewegung auf der Straße sofort wieder loslegen und das so lange bis sowohl die "mobile ethnische Minderheiten", wie auch andere Spitzbuben von selbst verschwinden oder der Hausbesitzer sie davonjagt.
WICHTIG: In Ungarn gibt so gut wie in allen Orten eine uniformierte freiwillige Bürgerwehr die die ganze Nacht patrouilliert. Diese ist so gut besetzt, dass die Leute fast halbstündlich an einem vorbeikommen. Das ist natürlich ein guter Sicherheitsfaktor.
Wir haben sogar schon an den Autobahnraststellen direkt neben dem Tankstellengebäude übernachtet, diese sind rund um die Uhr geöffnet, sehr gut beleuchtet und sehr gut bewacht. Bitte vorher fragen.
Entsorgung außerhalb v. Campingplätzen:
WC Entsorgung: in den Toiletten der großen Supermärkten wie Tesco, Carefour, zu Abend- oder Nachtstunden (fast alle haben 24 Stunden geöffnet). Die Kundentoiletten sind immer im Eingangsbereich.
WC und Grauwasserentsorgung + Frischwasser: Tankstellen!
Wenn man ohnehin tankt ist es noch nie (gegen ein kleines Trinkgeld) ein Problem gewesen. Gießkanne oder Trichter sollte man an Bord haben weil Schlauchanschluß nicht immer möglich. Da die WCs außerhalb sind, sollte man nach dem Schlüssel fragen (WC kulcs = kultsch, Frischwasser: víz = wies, Brauchwasser: mocskos víz = motschkosch wies).
Man muss nicht unbedingt tanken, es genügt eine Kleinigkeit zu kaufen!
Eine Alternative sind auch die Autobahnparkplätze mit WC!
Was man in Ungarn niemals tun sollte:
Wenn man selbst ein Bier trinkt und der ungarische Gegenüber Bier oder ein anderes Getränk, bitte niemals zuprosten oder anstoßen! (Aus historischen Gründen!) Alle andere Getränke: kein Problem!
Hunde oder andere Tiere in Lokale mitnehmen! Auch nicht in Museen, Schlösser, Ausstellungen, Kirchen, Einkaufstätten usw.! ***
Sprache
Mit Deutsch oder Englisch kommt man (fast) überall durch, aber wozu hat man Hände und Füße? Verständigen kann man sich zur Not auch damit!
*** An die „Pro Hunde Überall Fraktion“: Es hat nichts mit mangelnder Tierliebe zu tun.
Im Gegenteil, alle unsere ungarische Freunde und Bekannten haben Hunde und Katzen.
Dem Hund wird der Stress des überall dabei seins nicht zugemutet.
Es hat auch mit Wertschätzung anderer Menschen gegenüber zu tun. Es wird niemandem zugemutet in Gesellschaft von Tiere zu speisen, zu beten, Kunstwerke zu besichtigen, einzukaufen, etc.
Es ist einfach verpönt und unüblich!
Wer das nicht akzeptieren kann oder will, braucht nicht nach Ungarn zu fahren!
Diskussionen über die Gebräuche eines Landes haben wenig Sinn, z.B. wenn man in den Iran reisen möchte, weiß jeder, dass man als Frau sich den Kopf unbedingt zudecken muss. Ohne Wenn und Aber!
