hallo
hat jemand internetadressen von reimporteuren von wohnmobilen ?
gruß
thomas
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hallo
hat jemand internetadressen von reimporteuren von wohnmobilen ? gruß thomas
Hallo Thomas, warum importierst Du nicht selbst? Ich habe das letztes Jahr bei der von stefanjosie genannten Firma (Reisemobile Dimai in Dornbirn/A) gemacht. Es gab keine Probleme und wir hatten uns eine ganze Menge Geld gespart. Vielleicht interessiert es ja einige:
Hier mein Erfahrungsbericht zum Eigenimport eines Wohnmobils (Stand April 2004): Erfahrung über den Eigenimport eines Wohnmobils Bereits seit längerem liebäugelten wir mit einem größeren Wohnmobil. Es sollte folgende Ausstattung haben: 4-er Dinette 2-er Dinette gegenüberliegend, ggf. zu Seitensitzbank umbaubar Backofen Kühlschrank mit Gefrierfach L-Küche zwei Stockbetten im Heck. Nach einigem Suchen fiel unsere Wahl auf den DueErre Dream’s 480, ein Wohnmobil mit immerhin 7,13 m Länge. Hergestellt wird dieses Mobil von Rimor in Italien. Basis dieses Wohnmobils ist ein Ford Transit mit Heckantrieb und Zwillingsreifen. Nachdem ich unser Euramobil auf Peugeot-Basis in Dänemark einmal am Strand „versenkt“ hatte, kam mir dieses Antriebskonzept für dieses Mobil günstiger vor. Eine Internetrecherche ergab, dass diese Mobile in Deutschland mit dem Flex-Paket (Klimaanlage im Fahrerhaus, Beifahrer-Airbag, elektr. Fensterheber, elektr. Spiegelverstellung, Spiegelheizung sowie Radio-CD im Führerhaus) ca. 43.500 – 44.000 Euro kosten werden. Eine Ernüchterung erfolgte bei der Lektüre der „pm“, dass DueErre ab 2004 nicht mehr in Deutschland erhältlich sein werden. Gleichwohl würden sie unter dem Namen „Ahorn-Camp F690“ noch nach Deutschland eingeführt werden. Weitere Nachforschungen meinerseits ergaben, dass diese Mobile (wenn auch mit leicht geänderter Ausstattung) nun auch unter dem Namen „BluCamp Sky 400“, sowie mit besserer Ausstattung als Kentucky-Camp erhältlich wären. Was sollten wir also nun tun? Irgendwann stieß ich im Internet beim Auktionshaus mit den vier Buchstaben auf den Rimor- und DueErre-Importeur für Österreich, der die Fahrzeuge dort ziemlich günstig anbot. Einen DueErre Dream’s 480 hatte er nicht im Angebot, so dass ich mich per E-Mail an den Verkäufer, die Firma Reisemobile Dimai in Dornbirn (Vorarlberg), wandte. Nach einigen Mails hin und her, konnte mir Herr Dimai ein Wohnmobil in genau der oben genannten Konfiguration anbieten. Es stand bei Rimor im Werk und unseren Sonderwunsch „Backofen“ konnte man dort noch einbauen. Das Fahrzeug würde bei der „Campa-Pool“ in Tulln, einer Campingmesse, für sechs Tage als Ausstellungsfahrzeug benutzt werden, dafür könne er es mir für 30.680 Euro netto anbieten. Nach Berücksichtigung der in Deutschland zu entrichtenden Mehrwertsteuer ergab sich ein Gesamtpreis in Höhe von knapp 35.600 Euro. Das klang doch sehr verlockend. Nach kurzer Beratung in der Familie bestellten wir das Fahrzeug ohne zu wissen, wie es mit dem Eigenimport von Wohnmobilen aus der EU eigentlich abläuft. Eine Internet-Recherche ergab, dass das bei PKW’s recht reibungslos laufen solle, über Wohnmobile hatte ich allerdings nichts gefunden. Herr Dimai sicherte mir zu, dass für das Fahrzeug eine EG-Übereinstimmungsbescheinigung (sog. COC-Papiere) existiere, wodurch die Anmeldeprozedur ziemlich problemlos ablaufen solle. Circa drei Wochen nach dem Kauf und damit vier Wochen vor dem Übergabetermin in Tulln trafen die COC-Papiere dann bei mir ein. Um abzuklären, ob die Anmeldung wirklich keine Probleme bereiten würde, setzte ich mich mit meiner Zulassungsstelle beim Landratsamt in Verbindung. Dort erhielt ich die Auskunft, dass man dort noch nie eine COC-Bescheinigung für ein Wohnmobil gesehen hätte. Mit nun doch einigem Magenschmerzen einigte ich mich mit dem Sachbearbeiter darauf, ihm die Papiere zu faxen. Er wollte mir dann mitteilen, ob dies ausreichen würde. Am nächsten Tag erhielt ich die Auskunft, dass die Papiere für einen Anmeldung in Deutschland ausreichten, es müsse nur noch eine Bescheinigung über das Abgasverhalten des Fahrzeuges und die zu vergebende deutsche Abgasschlüsselnummer vorgelegt werden. Man empfahl mir, mich an den TÜV zu wenden. Ich beschloss, dass der TÜV mein letzter Rettungsanker sein würde und versuchte es zuerst beim Ford-Werk in Köln über E-Mail direkt. Ich teilte dem Kundenservice die Fahrgestellnummer des Fahrzeuges mit und prompt erhielt ich zwei Tage darauf die gewünschten Informationen über die in den Papieren einzutragende Schlüsselnummer in einem freundlichen Brief mitgeteilt. Daraufhin beantragte ich noch die Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, wonach das Fahrzeug nicht als gestohlen gemeldet wäre und auch in Deutschland noch nicht zugelassen sei. Diese Bescheinigung traf eine Woche nach der Beantragung ein. So gerüstet begab sich unsere Familie am 04.04.04 nach Tulln zur geplanten Fahrzeugübergabe. Da Tulln nur 400 km von uns entfernt liegt, sollte sich dies ebenfalls als kein großes Problem herausstellen. Hier sahen wir unser Wohnmobil zum ersten Mal und waren begeistert. Wir konnten das Ende der Messe kaum abwarten, dass wir endlich mit unserem neuen Mobil nach Hause fahren konnten. Das Wohnmobil wurde von den Mitarbeitern der Firma Dimai während der Messe gut „bewacht“, so dass sich hier gar keine Schäden durch die Messebesucher (geklaute Knöpfe o.ä.) einschleichen konnten. Vorher dem Ende der Messe erfolgte noch eine gründliche Einweisung in die Technik des Fahrzeuges und des Aufbaus und nach dem Erledigen des Papierkrams war es dann soweit: Ausgerüstet mit österreichischen Überführungskennzeichen, welche uns von der Firma Dimai zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir die Heimreise antreten. Diese verlief ebenfalls ganz normal und ca. 4 ½ Stunden später erreichten wir die Heimat. Am nächsten Tag gleich um 07.30 Uhr packte ich meine Unterlagen, um damit zur Zulassungsstelle ins Landratsamt zu fahren, immer mit dem Gefühl, doch noch irgendetwas, was man zur Zulassung benötigte, nicht dabei zu haben. Zu den Anmeldungspapieren nahm ich noch das Formular für die „Umsatzsteuererklärung für die Fahrzeugeinzelbesteuerung“ mit, die ich mir vorab vom Finanzamt besorgt hatte. Zu diesem Formular musste eine Kopie der Fahrzeugrechnung gegeben werden und die Umsatzsteuer in Höhe von 16% des Rechnungsbetrages auf das Konto des Finanzamtes überwiesen werden. Am Schalter wurde ich gleich begrüßt, dass man selbst importiertes Wohnmobil aus Italien bzw. Österreich noch nie gehabt hätte. Nach einem Blick auf die mitgebrachten Unterlagen stellte die Sachbearbeiterin jedoch fest, dass alle Unterlagen für ein Zulassungsverfahren vorhanden wären. Der Anmeldung des Fahrzeugs stand also nichts mehr im Wege. Eine Stunde später verließ ich dann die Zulassungsstelle mit dem Fahrzeugbrief, dem Fahrzeugschein und meinen Kennzeichen unter dem Arm. Zuhause wurde unser DueErre dann „eingebürgert“, die österreichischen Überführungskennzeichen wurden abmontiert und die deutschen Kennzeichen drangeschraubt. Da Herr Dimai die Kennzeichen auf der Messe wieder benötigte, um die anderen Fahrzeuge an die Kunden auszuliefern, wurde sie gleich wieder per Express mit einer Kopie des Fahrzeugscheines, aus dem das Zulassungsdatum hervorging (wegen des Garantiebeginns), nach Österreich geschickt. Dann fuhr ich zu meinem Camping-Fachbetrieb, um die notwendige Gasprüfung durchführen zu lassen. Da das Fahrzeug aus der EU stammte und somit alle Gasgeräte eine CE-Abnahme hatten, war dies auch problemlos, so dass ich eine dreiviertel Stunde später und um 40 Euro ärmer die begehrte gelbe Gasprüfungsbescheinigung in Empfang nehmen konnte. Der ersten Reise mit unserem Eigenimport stand nun nichts mehr im Wege. Fazit: Ich würde mir wieder ein Fahrzeug als Eigenimport kaufen, da sich das Anmeldeverfahren doch als einfach gestaltet (der EU sei Dank!). Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Kosten für die Unbedenklichkeitsbescheinigung, der Gebühr für den Fahrzeugbrief und der Kosten für die Gasabnahme ergab sich in meinem Fall eine Ersparnis in Höhe von weit über 8000 Euro, welche man in gemeinsame Urlaube mit der Familie stecken kann. Über den Kontakt und die Abwicklung des Kaufes mit der Firma Dimai in Österreich kann ich nur Positives bereichten. Meine Mails wurde innerhalb weniger Stunden beantwortet und die Firma stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Auch aufgrund dieser positiven Erfahrungen würde ich einen Eigenimport aus der EU jederzeit wieder durchführen. |
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