Engis am 10 Apr 2013 13:07:19 Hallo Gemeinde! Da ich es genau wissen wollte, habe ich nun bei meinem Reifenhersteller nachgefragt, um zu erfahren, was der richtige Druck für meine Reifen und das Wohnmobil sei. Aber irgendwie bin ich jetzt genau so weit, wie vorher: Ich hatte dort angefragt und man schickte mir ein Formular, das ich ausgefüllt zurück schickte. Nun kam die Antwort: Uniroyal-Reifen Ford, Typ: Transit 133 km/h (Fahrzeugschein incl. Toleranz laut WDK) 215/75 R 16C 113/111 R SNOW MAX 2 2206 mm 5.5J bis 7J Gewicht vorne 1550, hinten 2550 Mindestluftdruck (Kaltzustand): vorne: mind. 3,00 bar hinten mind. 4,75 bar Tja, nun bin ich schon etwas schlauer. Habe ja die "Mindest"- Zahlen. Aber wie viel ich nun verwenden soll, steht dort leider nicht.Weiter steht dann: Hierbei handelt es sich um Mindestluftdrücke, die noch keine Zuschläge zur Erzielung der optimalen Fahrstabilität enthalten. Was meinen die Profis hier? Wieviel Druck soll ich denn nun nehmen? Engis
Gast am 10 Apr 2013 13:24:34 Auf jedem Reifen ist der Maximaldruck in psi aufgedruckt. Da du den Mindestdruck kennst und der Maximaldruck auf den Reifen steht, kennst du ja nun die Spanne. Bei Aufpumpen solltest du darauf achten, dass der Reifen nicht zu sehr walkt = zu geringer Druck (wenig seitliche Ausbeulung). Bei zu wenig Druck besteht die Gefahr der Übeerhitzung und zudem hat das Fahrzeug ein "schwammiges" Kurvenverhalten. Zudem sollte er (von vorne gesehen) möglichst flach auf der Straße aufliegen = optimaler Druck. Bei zu viel Druck erscheint die das Fahrgefühl "eirig" und die Bodenhaftung ist schlecht (vor allem bei Nässe). Mache ihn am Anfang ruhig mal etwas stramm voll und prüfe dann das Fahrverhalten. Lasse dann immer geringfügig etwas ab, bis dir das Fahrverhalten stabil vorkommt. Zu wenig Druck ist schlimmer als zu viel. Die 3 bar vorne halte ich für sehr wenig, die 4,75 hinten dürften wohl fast schon passen. Hier ein Umrechner von psi in bar und umgekehrt: --> Link
riseman66 am 10 Apr 2013 14:20:23 Hallo Jürgen,
gestern war ich beim Händler zwecks Dichtigkeitsprüfung. Da sprach ich das Fahrwerk an, das beim Profila in Standardausführung doch etwas schwammig ist. Da empfahl er mir eine Möglichkeit der Spurverbreiterung, was viele machen. Eine Spurverbreiterung der Hinterräder um 7,0cm, also 3,5cm pro Seite. Dabei handelt es sich um Distanzscheiben von Fa. Goldschmitt.
Zudem hat er den Luftdruck vorne auf 4bar und hinten auf knapp 5bar eingestellt (70psi). Er sagt, er stellt bei allen seinen Wohnmobilen vorne und hinten 5bar ein.
Ich denke, dass war die beste Optimierung die mir hätte passieren können. In der Tat, das Fahrverhalten hat sich um Welten verbessert. Ich wollte das zuerst nicht so recht glauben.
Das Fahrzeug liegt viel ruhiger auf der Strasse und neigt auch kaum noch, im Überholvorgang von LKW's, zum wanken.
Hätte ich das früher gewusst, hätte ich das schon viel früher einbauen lassen, zumal sich diese Sicherheitsoptimierung mit 300 Euronen preislich in Grenzen hält.
xj-inside am 10 Apr 2013 20:21:01 riseman66 hat geschrieben:Hallo Jürgen,
Hätte ich das früher gewusst, hätte ich das schon viel früher einbauen lassen, zumal sich diese Sicherheitsoptimierung mit 300 Euronen preislich in Grenzen hält.
300 Euros für ein paar Distanzscheiben, das ist nix anderes als ein kreisrundes, dickes Blech mit ein paar Löchern für die Radbolzen. Find ich aber heftig!! :wink:
herby1111 am 10 Apr 2013 20:31:58 Hallöchen Bin auch der Meinung das der Preis saftig ist Ich habe die Distanzscheiben hier im Marktplatz seiner Zeit für um die 90€ auch von Goldschm. angeboten Kosten neu ab 120€ Herby1111
Gast am 10 Apr 2013 20:37:51 Hallo riseman66! Ist da auch noch die Montage inbegriffen? Oder waren das nur die Distanzscheiben? Ich besitze von Goldschmitt für meinen Sprinter 100 mm, also 50mm je Seite, ist aber nicht, wie von xj-inside beschrieben, nur ein Blech mit ein paar Bohrungen, sondern bei meinen Distanzscheiben ein Alu-Produkt, versehen mit insgesamt 10 Bohrungen. Davon sind 5 für die Befestigung mit dem Wagen gedacht, das sind Sacklöcher mit Konus und die Befestigungsschrauben, die ein kleineres Schlüsselmaß des Kopfes besitzen als die Originalschrauben ( 17 mm gegen 19 mm beim Original ). In den verbleibenden Bohrungen befindet sich das Befestigungsgewinde für die Radbefestigung. Ist also nicht nur "ein teures Stück Blech" :?
riseman66 am 10 Apr 2013 21:01:38 Hallo Werner,
es waren genau 250.- für das Paar incl. Montage.
Peter
Engis am 10 Apr 2013 21:13:30 Hallo Raidy,
die grundsätzlichen Druckangaben kenn ich natürlich und habe das in der Vergangenheit auch so gehandhabt. Aber nun wollte ich es doch einmal genauer wissen, nach dem jemand erzählte, dass die Hersteller das genau berechnen würden. Leider ist dem nicht so. Und 3,0 für vorne halte ich für viel zu wenig und 4,75 für hinten fahre ich derzeit und traute mich gar nicht mehr.
An riseman: Ja, eine Spurverbreiterung ist schon interessant und ja mit wenig Aufwand verbunden. Nur sagte mein Schrauber im Ort, dass man erst einmal den Druck optimieren solle. Das habe ich dann auch versucht und von 4,0 auf 4,50 vorne und 4,75 hinten erhöht. Der Unterschied beim Fahren war erheblich! Jetzt werd ich hinten mal auf 5,0 erhöhen. Und dann steht ja immer noch der Austausch der Gasdruckdämpfer an. Leider hat sich da niemand mehr im Thread geäussert und ich weiß nicht, ob ichs tun soll oder nicht.
Engis
riseman66 am 10 Apr 2013 21:20:20 Hi Jürgen,
wenn du das Gefühl erleben könntest, wie ich es gerade erlebe, würde ich die Gasdruckdämpfer nicht einbauen, sondern eher die Dístanzstücke. Glaub mir ich bin voll begeister von dem Unterschied!!!
kheinz am 10 Apr 2013 21:25:05 Exakte Luftdruckangaben kann doch keiner von den Reifenherstellern erwarten. Denn die unterschiedlichen Beladungen und das Fahrverhalten beeinflussen nicht unwesentlich die Lebensdauer der Reifen. Und so im Laufe der Jahre kann jeder der sich dafür interessiert seinen ganz speziellen Luftdruck für sein Fahrzeug herausfinden wenn er darauf achtet das der Reifen gleichmäßig abgefahren wird.
MfG kheinz
harwei am 10 Apr 2013 22:12:37 Also der Reifenhersteller ist sicherlich der, der den notwendigen Luftdruck der Reifen, je nach Fahrzeug Typ, verbindlich angibt. Das ist abhängig vom Fahrzeugtyp, zul. Achslasten, Felgengrößen, maximaler Sturz, Höchstgeschwindigkeit. Die Angabe des Mindestluftdruck darf nicht unterschritten und die Angabe des maximalen Luftdruck logisch auch nicht überschritten werden. Ich habe diese Angaben schriftlich von Continental erhalten mit dem Hinweis "zur Vorlage bei technischer Prüfstelle". Meine Reifen VancorFourseason 225/75 R16C 121/120R auf Iveco 60C18. Mindestluftdruck 4,50 bar vorn und 4,75 bar hinten. 5,75 bar dürfen nicht überschritten werden! Ich fahre vorn 4,7 bar und hinten 5,0 bar.
Engis am 10 Apr 2013 22:13:22 An kheinz: Ich gebe dir ja grundsätzlich recht, aber ich hatte gerade einen geplatzten Reifen und eine Versicherung die sagt, man müsse den Druck des Herstellers beachten. So langsam reift in mir die Erkenntnis, dass eigentlich keiner wirklich weiß, was RICHTIG ist und jeder nur herum docktert. Eine absolute Wahrheit gibt es offenbar nicht - zumindest die Versicherung unterstellt es aber :-(
kheinz am 11 Apr 2013 11:38:22 Ich bin nun schon ein paar Jahrzente mit dem Wohnmobil auf vielen Straßen ( Norwegen - Marokko) unterwegs. Aber einen Reifenplatzer hab ich noch nie erlebt. Damit will ich nicht sagen, das es das nicht gibt. Stelle aber die Frage, ob es tatsächlich ein Reifenplatzer war. Und das aus folgendem Grund: Fast alle Reifen auf den Wohnmobils laufen unter maximaler Belastung und wenn jetzt so ein Reifen Luft verliert, braucht es nur wenige Meter, mit dem blatten Reifen, bis die Felge den Reifen buchstäblich platt walzt. Und das ist uns in Marokko 2 mal passiert. Mein Rezept für den Reifendruck: Ich gehe in die Knie und schaue mir die Reifenflanken Innen und Aussen an. Überigens auch gleich eine Möglichkeit zu prüfen ob die Reifenflanken noch in Ordnung sind. Wenn Innnen und Aussen eine kleine Beule zu sehen ist, stimmt für mich der Luftdruck. Doch was ist eine kleine Beule :) Wenn der Reifen auf der gesammten Lauffläche gleichmäßig abgefahren wird. MfG kheinz
Paule2 am 11 Apr 2013 12:08:18 Hallo Engis,
leider habe ich keine Angaben über dein Fahrzeug gefunden. Ford allein reicht nicht aus. :)
Ich habe einen Exsis-i auf Ford Basis. Laut BA liegt der Luftdruck vorn (glaube ich, habe das Ding nicht hier) bei 3,5 Bar und hinten bei 4,2 Bar. Ich wollte diese Drücke einstellen, wurde allerdings stutzig, weil vorn 4,2 Bar und hinten 4,5 Bar eingestellt waren.
Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass der BA Druck nicht zu dem Fahrzeug passt, habe ich den 'mitgelieferten' Druck übernommen und kann dabei keine Nachteile erkennen.
Meines Erachtens ist ein zu geringer Luftdruck erheblich gefährlicher als ein Druck an der maximalen Druckgrenze des Reifens.
Eine erhöhte Walkarbeit des Reifens erwärmt ihn stärker als nötig und das führt früher oder später zu Reifenschäden.
MfG Paule2
deedee am 11 Apr 2013 12:17:17 Bei mir -Duc 244, 3,5 t, Conti Vanco 2- hab ich vorn wie hinten 5,1 Druck drauf. Man sollte auch beachten, dass man ja normalerweise erst zu der Drucklufttanke fahren muss, sich dadurch die Reifen leicht erwärmen und dadurch einen etwas höheren Luftdruck vortäuschen. Die Außentemperatur spielt auch noch eine Rolle. Somit schätze ich, irgendwo im richtigen Bereich zwischen 4,75 und 5,0 zu liegen. Gut, wenn der Wagen leer ist, 'springt' er ein wenig mehr, aber wenn beladen, dann liegt er fest auf der Fahrbahn.
riseman66 am 11 Apr 2013 12:22:11 Die Reifen- und Luftdruckaufkleber der Teilintegrierten wie zum Beispiel beim Ford, sind nicht bezogen auf das Gewicht des Wohnmobil, sondern auf den Standardaufbau des Fahrzeug. Bei mir steht vorne 3,5bar und hinten 4,75bar.
Meine Fordwerkstatt lässt Luft ab und stellt den auf dem Fahrzeugaufkleber angegebenen Luftdruck ein und mein Händler macht ringsum den Druck rein, der auf dem Reifen steht zB. 70psi das sind knapp 5bar und das ringsum.
Habe das diese Woche erlebt.
thomas56 am 11 Apr 2013 12:30:58 der Reifenhersteller gibt den Max. Druck auf den Reifen an und man kann Tabellen erhalten, bis wo der Druck bei dem tatsächlichem Gewicht abgelassen werden kann und dazwischen liegt die Wahrheit. Die Wahrheit erfährt man, wenn man jedes Rad oder zumindest Achsweise wiegt. Ganz Genaue müssten nach der Entsorgung Luft ablassen und nach dem volltanken wieder den Druck erhöhen. Wer überladen fährt, braucht unter Umständen neue stärkere Reifen. :D
Gast am 11 Apr 2013 12:38:31 Moins,
in meiner Tür steht von Fiat 5,5 bar,
aber auf meinem Reifen steht 70 PSI also ca. 4,8 bar, also kann ich doch nicht einfach einen überhöhten Druck drauf machen.
Fiat kann doch überhaupt nicht wissen was nach Jahren für Reifen drauf kommen mit welchem Druck.
Ich mache den Druck drauf, der auf dem Reifen drauf steht.
thomas56 am 11 Apr 2013 12:43:14 Moin Hennes,
du kannst ev. weniger Druck und somit komfortabler fahren. Wenn du nicht wiegen willst, nehme die max. Achslasten aus den Papieren als Grundlage.
palstek am 11 Apr 2013 12:51:34 Tach, ich habe auch mal bei Michelin angerufen, meine Achslasten durchgegeben und entsprechende Drücke genannt bekommen sowie eine Tabelle erhalten. Da ich bei den Achslasten und der Reifentraglast noch deutliche Reserven nach oben habe, muss ich nicht den maximalen Druck fahren. Der Michelin-Mitarbeiter empfahl auch, nicht zu viel Druck zu verwenden, da dies die Fahreigenschaften und den Komfort verschlechtert. Die Tabelle findet ihr hier: --> LinkFrank
harwei am 11 Apr 2013 19:57:03 hola, schaut Euch, oder besser durch einen Reifenfachmann, doch mal die Ventile im Felgensitz an. Soweit ich weiß, sind z.B. bei den Ducatos die Ventile aus Gummi und können dadurch bedingt nur einen Luftdruck von max 4,5 bar. Wehe dem, dem das Ventil im Ventilsitz der Felge eingerissen ist. Bei Iveco, ich glaube ab 2010, haben die Ventile eine Metallverstärkung.
Gast am 11 Apr 2013 20:14:06 ... ich fahre schon immer Stahlventile, auch auf dem PKW.
Gast am 11 Apr 2013 20:27:33 hennes hat geschrieben:... ich fahre schon immer Stahlventile, auch auf dem PKW.
Die Gummiventile sollte man verbieten, die sind doch alle sch.......lechter als Stahlventile!
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