1) Hinkommen
Wird teuer. Es gibt zig verschiedene Faehr-routen (direkt via Cherbourg/Roscoff, klassisch Calais-Dover und dann irgendwo von Wales aus oder "obenrum" via Nordengland/ Schottland) und keine davon zeichnet sich dadurch aus, besonders preisguenstig zu sein. Detektivarbeit ist angesagt, um den jeweils besten Tarif und Streckenverlauf auszutuefteln.
2) Linksfahren
An sich kein Problem, in den ersten Tagen ist allerdings etwas Konzentration angesagt. Besonders beim Abbiegen, im Kreisverkehr oder auf schmalen Strassen (immer links ran fahren und nicht rechts beim Ausweichen!)
3) Strassen
Besser als sie mal waren aber immer noch nicht auf hohem Niveau. Die Hauptverbindsrouten sind in aller Regel gut ausgebaut, aber da wo's richtig schoen wird, wird's meist eng. Einspurige Strassen mit Ausweichmoeglichkeiten sind keine Seltenheit, auch viele zweispurige Strassen sind so schmal, dass zwei LKW NICHT aneinander vorbeikommen, ohne dass einer anhaelt. Generell wuerde ich Womo-Anfaengern von einem Irland-Urlaub abraten ...ein bischen Fahrpraxis sollte man schon haben ...auch im Rueckwaertsfahren :D
4) Stellplaetze mit V+E / Campingplaetze
Gibt es nicht (ausser vielleicht an ein paar Touristenattraktionen ...aber da treibe ich mich eh' nicht rum). Zur Ver- und Entsorgung am besten auf Campingplatze ...davon gibt es genug ...in allen Ausstattungs- und Preisvarianten.
5) Freies stehen
Ist eigentlich verboten ...aber uneigentlich fuer Touristen kein Problem, sofern man ein passendes Fleckchen findet. IRL hat ein Problem mit einheimischen "Zigeunern", die sich gerne an allem moeglichen und unmoeglichen Plaetzen niederlassen. Deswegen sind viele Plaetze durch "Teppichstangen" oder grosse Steine unzugaenglich gemacht ...an manchen Strecken kann das frustrierend sein, weil nicht mal ein Anhalten zum Fotografieren moeglich ist ...auch viele Supermaerkte sind nicht zugaenglich. Weiters ist die ganze Landschaft eingezaeunt bzw mit Mauern und Hecken abgegrenzt ...freie Stellplaetze muss man manchmal suchen. Hat man doch etwas gefunden, so gelten die internationalen Benimmregeln (sauber hinterlassen, kein Krawall etc). Falls dort dann ein Schild steht "No overnight parking", so ist dies bitte zu befolgen.
6)Reiserouten
Am schoensten ist Irland entlang der Kuesten, besonders die gesamte Westkueste. Obwohl die Entfernungen auf der Karte klein aussehen, empfehle ich pro Tag (ausser zur Landesdurchquerung) nicht mehr als 100 - 150 km einzuplanen. Es gibt ueberall so viel zu sehen und die kleinen Strassen schlaengeln und ziehen sich ...hetzen waere kontraproduktiv. Ein guter Reisefuehrer hilft.
7) Preise
Irland ist nicht billig. Schon alleine die Mehrwertsteuer mit 21% haut ordentlich rein. Restaurants gehen in aller Regel von "schmerzhaft" bis "unverschaemt". Zum Essen empfehle ich Pubs und da am besten die Lunchtime (also mittags). Da gibt's in aller Regel gut und reichlich fuer annehmbares Geld. Supermaerte gibt's genug ...inzwischen auch flaechendeckend Lidl und nicht ganz so oft Aldi. Fuer den kleinen Einkauf an jeder Ecke (teure) Tante-Emma Laeden oder Tankstellen mit Supermarkt.
8) Pubs
Bierchen im Pub kostet so zwischen 3.3 - 4 Euro. Das Leben (Livemusik!) im Pub beginnt erst so richtig ab 9- 10 Uhr, vorher ist tote Hose.
9) Whiskey
Mitbringen oder erst in D kaufen ...die Steuern sind so horrend, dass selbst exklusive Troepfchen in D billiger zu bekommen sind.
10) Sprache
Irland (vor allem die Kuestenregionen) lebt vom Tourismus. Man gibt sich also Muehe ..auch mit "kleinem" Englisch ist durchkommen kein Problem.
11) Regeln / Gesetze / Verordnungen
Geschwindigkeit ...in km/h. Meines Wissens keine gesonderten Regelungen fuer Wohnmobile
UPDATE: Fuer Womos ueber 3.5 to gilt eine Hoechstgeschwindigkeit wie fuer LKW = 80 km/h max.
Promillegrenze ...0.5 Promille
Fuehrerschein und gruene Versicherungskarte ...sind stets mitzufuehren ...Touristen werden aber kaum kontrolliert.
12) Dublin
Ist mit dem Womo nicht zu empfehlen. (Maximal zur Durchfahrt zur Faehre). Campingplatz ausserhalb aufsuchen und mit dem Bus erkunden.
13) Navi / Karten
Navigationsgeraete decken derzeit nur die Hauptdurchgangsrouten ab ...Nebenstrassen sind noch nicht erfasst ...Navi ist also sinnlos. Daher ist eine gute Karte wichtig. Vor Ort gibt es dann in fast jedem Touri-Laden noch gute Uebersichtskarten(the holiday series SW, NW, East), oder wenn man sich auf eine bestimmte Ecke eingeschosssen hat, die "Ordonance Survey" Karten 1:50.000, die das Land so richtig erschliessen.
Update: Im Mai 2006 wurde verkuendet, dass jetzt dann doch 95% der Insel katalogisiert seien ...bis wann und in welche Navi-Produkte das dann durchsickert bleibt abzuwarten.
14) Beschilderung
Gewoehnungsbeduerftig ...an kleinen Kreuzungen haengen meist Schilder fuer alles Moegliche ...nur nicht fuer die Richtungsangabe. Kartenlesen (koennen) hilft.
15) Gaeltacht
Seit neuestem sind in den irisch sprechenden Gebieten (Gaeltacht) alle Ortsbezeichnungen nur noch auf irisch beschildert ...das hat sich leider noch nicht bis zu den meisten Kartenschreibern durchgesprochen und fuehrt zu allerhand Irrfahrten ...nicht aufregen...einfach geniessen!
Viel Spass !!

